Auf der Suche nach Löwen werden wir von einem Ranger begleitet. In der Ishasha-Region gibt es große Feigenbäume auf denen gerne die Löwen sitzen. Der Ranger erklärt uns, dass sich die Löwen dort während der heißen Tageszeit aufhalten. Während der Fahrt zu den „Löwenbäumen“ entdecken wir Uganda-Kobs,
Topis,
Wollkopfgeier,
Kronenkraniche
und eine Agame.
Es wird immer windiger und der Himmel verdunkelt sich. Als es dann auch noch zu schütten beginnt, schwindet unsere Hoffnung Löwen auf einem Baum zu finden. Mit etwas Glück entdecken wir gerade noch eine Löwin unter einem „Fig Tree“.
Regen und hohes Gras machen es fast unmöglich auch nur ein verwertbares Foto zu bekommen. Nachdem die Löwin verschwunden ist, schließen wir das Dach und machen uns bei starkem Regen auf den Rückweg. Heute ist echt nicht unser Glückstag! Als der Regen nachlässt, bekommt unser Ranger einen Funkspruch und kurz darauf fahren - besser gesagt rasen - wir wieder in die entgegengesetzte Richtung.
10 Minuten später sehen wir mitten auf der Pad 2 Löwinnen mit 2 Jungtieren.
Eine Löwin trägt ein Funkhalsband. Wir beobachten sie eine ganze Zeit lang bis sie im hohen Gras verschwinden und machen uns dann endgültig auf den Rückweg. Gegen 19:15 Uhr sind wir wieder im Camp. Da wir das am weitesten entfernte Zelt haben, beschließen wir gleich vorne zu bleiben. An der Bar genehmigen wir uns einen doppelten Gin Tonic und gehen dann zum Abendessen. Nach Auberginen-Türmchen und Zwiebelsuppe gibt es Linsencurry mit Reis und grünen Bohnen und zum Nachtisch ein Karamelltörtchen. Nach Einbruch der Dunkelheit darf man nicht alleine zum Zelt gehen und so werden wir nach dem Abendessen von einem, mit Taschenlampe bewaffneten, Aufpasser zu unserem Zelt begleitet.
Am Morgen genießen wir von unserer Terrasse aus den Sonnenaufgang.
Nach dem Frühstück verlassen wir um 8 Uhr das Camp. Erisa wollte eigentlich erst später losfahren, aber wir haben auf eine weitere Pirschfahrt im Ishasha-Sektor bestanden, zumal die „Löwenbäume“ ja sowieso auf dem Weg Richtung Bwindi-Nationalpark liegen. Während der Fahrt entdecken wir Büffel mit Gelbschnabel-Madenhacker, Rauchschwalben, Kuhreiher,
Vorbei an kleinen Dörfern und landwirtschaftlich genutzten Flächen (Banane, Papaya, Mais & Co.) erreichen wir Kihihi. Nach einem kurzen Tankstopp geht es über Serpentinen, an Tee-, Kaffee- und Mango- Feldern vorbei, immer höher.
Die landwirtschaftlichen Flächen weichen einem dichten Wald mit hohen Bäumen und Baumfarnen. Gegen 12:40 Uhr erreichen wir den Bwindi-National-Park und machen in der Ruhija-Region Picknick. Bei der Weiterfahrt geht es teilweise durch einen Bambuswald. Wir entdecken Schwarz-weiße Colobusaffen,
Vollbartmeerkatzen (L'hoests Monkey).
und einen Schwarzmilan.
Gegen 13:30 Uhr verlassen wir den Park und fahren zuerst auf der Teerstraße und dann, bei einsetzendem Regen, weiter auf Schotterpad Richtung Lake Mutanda. Gegen 15:30 Uhr erreichen wir bei Rwingwe den Abzweig zur Chamäleon Hill Lodge. Der Weg wird immer kurviger und beschwerlicher, aber oben angekommen wird man mit einem tollen Blick auf die Lodge und den See belohnt.
Die bunte Lodge mit ihrem Haupthaus und den 10 Chalets erinnert mich an den Baustil von Hundertwasser.
Um 16:30 Uhr werden wir in der Lodge mit Saft und kalten Tüchern begrüßt. Von der Lodge aus hat man einen spektakulären Blick über den Lake Mutanda mit seinen Inseln und auf die Virunga-Vulkane. Der Lake Mutanda zählt zu den landschaftlich schönsten Seen in Afrika. Nachdem wir die zu der Lodge gehörenden Hunde (2 Erwachsene und 3 Junge) kennengelernt haben, werden wir zu unserem Chalet gebracht. Da wir heute die einzigen Gäste sind bekommen wir gleich das erste in der Reihe.
Nach einer warmen Dusche gehen wir zum Haupthaus zurück und genehmigen uns einen Gin Tonic. Es ist recht frisch geworden und wir setzen uns an den offenen Kamin. Dabei leistet uns die Hauskatze Gesellschaft. Strom gibt es nur nach Sonnenuntergang über einen Generator und auch nur in dieser Zeit kommt man ins Internet. Um 19 Uhr gibt es zum Abendessen Champignoncremesuppe, Fischfilet mit Reis & Gemüse, und Zitronenkuchen. Nach dem Essen kümmern wir uns noch um E-Mails und unseren Blog. Dann gehen wir zu unserem Chalet und bereiten alles für „unseren großen Tag“ vor. In der Nacht werden wir von einem heftigen Gewitter mit Regen geweckt. Ich halte die Luft an, dass sich das Wetter bis zum Morgen wieder beruhigt.
LG Konni
Teil 4720. Nov. 2014
03.10.2014 Bwindi-Nationalpark
Der große Tag ist gekommen - da steht selbst Silke an ihrem Geburtstag, ohne zu murren, schon um 5 Uhr auf! Um 6 Uhr sitzen wir beim Frühstück (hatten am Abend Pancakes und Co. vorbestellt). An der Wand entdecken wir eine große, behaarte Regen-Spinne (Palystes sp.).
Um 6:30 Uhr fahren wir, auf schlechter Pad, zum Bwindi Impenetrable Nationalpark.
Seit 1991 ist der 331 qkm große Nationalpark der Öffentlichkeit zugänglich. „Bwindi „ heißt übersetzt „Platz der Dunkelheit“ und „impenetrable“ bedeutet. „undurchdringlich“. Diese beiden Worte beschreiben somit bestens den Charakter des Schutzgebietes. Dank der unglaublichen Naturfülle, wie sie in keinem anderen Gebiet in Afrika zu finden ist, wurde der Bwindi-Impenetrable-Nationalpark 1994 in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Mit etwa 340 Gorillas leben hier mehr als die Hälfte aller geschätzten Berggorillas, die es auf der Welt gibt. Die bedrohten Berggorillas sind in Uganda außerdem noch im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark im Gebiet der Virunga-Vulkane geschützt. Weitere Berggorillas leben in unmittelbarer Nachbarschaft des Parks in Ruanda und in der Demokratischen Republik Kongo. In den Höhenlagen die von 1.160 bis 2.607 Metern reichen, siedelte sich eine Vielfalt an Pflanzenarten an. Sträucher, Farne, Moose, Gräser, Orchideen und an die 200 Baumarten. Neben den Berggorillas leben im Park weitere Primatenarten wie Schimpansen, Schwarz-weiße Colobus, Anubis-Paviane, Diadem-, Weißnasen- und Vollbartmeerkatzen sowie mehrere nachtaktive Halbaffen. Weiterhin leben im Nationalpark Waldelefanten, Ducker, Zibetkatzen, Schakale, Riesenwaldschweine, Goldkatzen, Pinselohrschweine, Ginsterkatzen, über 200 Schmetterlingsarten , 14 Schlangenarten, weitere 43 Reptilienarten und über 350 Vogelarten. Um 7:45 Uhr sind wir am Treffpunkt Rubuguri und werden, nach Vorlage des Reisepasses (Kopie reicht) für das Gorilla-Tracking registriert. Nach einem ausführlichen Briefing erfolgt die Aufteilung der Gruppen. Wir sind der Nshongi Gorilla-Gruppe zugeteilt worden und stellen uns zu dem dazugehörigen Schild.
Zu uns gesellen sich noch jeweils ein Pärchen aus England, Australien und Neuseeland, sowie Guide Herbert und 2 weitere Ranger. Nachdem unsere Gruppe vollzählig ist, werden wir von Guide Herbert begrüßt. Er empfiehlt jedem, sich einen Porter zu nehmen, der das persönliche Gepäck (Lunchpaket, Wasser usw.) trägt. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und geben unsere Rucksäcke den Trägern! Anschließend gibt Herbert uns noch ein paar Informationen zur Gorilla-Gruppe, die wir besuchen. Die Gruppe (besteht zurzeit aus 18 Mitgliedern) wurde nach dem Fluss Nshongi benannt, welcher in diesem Bereich fließt und wird vom dominanten Silberrücken Nshongi angeführt. Um 8:30 Uhr geht es, mit Kamera und Stock bewaffnet, endlich los. Es ist recht rutschig und so dauert es nicht lange, bis ich das erste Mal auf dem Hosenboden sitze. Der Wald wird immer dichter und die Ranger schlagen uns den Weg mit ihrer Machete frei.
Wir sind froh, dass wir Handschuhe anhaben, so können wir uns am Gestrüpp festhalten und bekommen keine Stacheln ab. Die Sichtung von Riesenregenwurm und Pantherkröte (Bufo gutturalis)
sorgen für willkommene Verschnaufpausen. Wir sind froh, dass wir uns für die Porter entschieden haben, denn sie tragen nicht nur unsere Rucksäcke sondern ziehen oder schieben uns auch schon mal den steilen Hang hinauf. Sie sind immer zur Stelle, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Trotzdem gibt es in unserer Gruppe keinen, der nicht mindestens einmal auf seinem Hosenboden gelandet ist. Gegen 10:15 Uhr sagt uns Herbert, dass wir in der Nähe der Gorillas angekommen sind. Die Träger bleiben zurück und wir gehen vorsichtig, nur mit unseren Kameras bewaffnet weiter. Kurz darauf entdecken wir den ersten Gorilla, ganz relaxt am Boden liegen.
Fortsetzung folgt!
Teil 4820. Nov. 2014
03.10.2014 Bwindi-Nationalpark
Ich bin total happy, dass ich das hier erleben darf. Um uns herum sind mehrere Gorillas im Gebüsch
und plötzlich läuft der eine an uns vorbei.
Es dauert nicht lange und die anderen folgen ihm. Auch wir nehmen, zusammen mit den Porters die Verfolgung auf. Der Weg führt steil bergab und ich entscheide mich, einige Stellen auf dem Po runterzurutschen.
Dann geht es wieder steil bergauf und ich bin froh, dass mir der Porter hilft. Er hat sich ein extra Trinkgeld verdient, denn ohne seine Hilfe wäre ich unmöglich da rauf gekommen. Ich bin stehend k.o. und nur der Wille die Gorillas zu sehen, treibt mich noch an. Irgendwann haben die Gorillas ein Einsehen mit uns und lassen sich nieder. Wir beobachten sie beim Fressen.
Fortsetzung folgt! LG Konni
Teil 4921. Nov. 2014
03.10.2014 Bwindi-Nationalpark (Fortsetzung)
Dabei stellen wir fest, dass einige es mit der Zahnpflege nicht allzu ernst nehmen.
In der Gruppe entdecken wir auch eine Mutter mit Kind.
Fortsetzung folgt! LG Konni
Teil 5021. Nov. 2014
03.10.2014 Bwindi-Nationalpark (Fortsetzung)
Der Silberrücken hält sich diskret zurück und zeigt uns nur mal kurz seinen Rücken.
Leider liegt die Aufenthaltsdauer bei den Gorillas bei 60 Minuten. So verlassen wir gegen 11:30 Uhr die Gorillas. Nach einer kurzen Mittagspause machen wir uns auf den beschwerlichen Rückweg.
Gut 90 Minuten später sind wir völlig geschafft, aber glücklich an unserem Auto. Zur Erinnerung bekommt jeder von Herbert eine Urkunde überreicht, mit der Bitte möglichst vielen Leuten von den Gorillas zu erzählen.
Bevor wir jedoch zur Lodge fahren, bummeln wir noch durch die Verkaufsstände und kaufen ein paar Andenken.
Um 14:40 Uhr sind wir wieder in der Lodge und freuen uns auf eine warme Dusche. Als kleine Stärkung hat man uns einen Teller mit frischem Obst aufs Zimmer gestellt.Nachdem wir uns erholt haben, setzen wir uns auf die Terrasse und genießen die tolle Aussicht.
Auch an diesem Abend sind wir die einzigen Gäste und werden mit einem leckeren Abendessen verwöhnt. Es gibt Tomatencremesuppe, Pfeffersteak mit Petersilienkartoffeln und Gemüse und zum Nachtisch frisches Obst. Als Überraschung bekommt Silke dann auch noch ein Ständchen vom ganzen Lodge-Team und einen Geburtstagskuchen.
Nach dem Essen checken wir noch unsere Mails und schicken den Blog los, dann gehen wir ins Bett. Obwohl ich eigentlich ziemlich kaputt bin, dauert es lange mit dem Einschlafen – die ganzen Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden. Silke geht es nicht besser – und auf sie wartet morgen ja noch ein weiteres Tracking. Ich bin froh und glücklich, dass ich das Tracking geschafft habe und will mein Glück nicht weiter herausfordern. So habe ich mich gegen ein zweites Tracking entschieden und meinen Platz Erisa geschenkt. Wie sich herausstellt, war das eine gute Entscheidung!
LG Konni
Teil 5324. Nov. 2014
04.10.2014 Bwindi-Nationalpark
Heute heißt es wieder früh aufstehen. Als wir zum Haupthaus kommen stehen unsere Wanderschuhe frisch geputzt bereit. Um 6 Uhr frühstücken wir gemeinsam und dann trennen sich unsere Wege. Während ich mir heute in aller Ruhe die Umgebung der Lodge anschaue, startet Silke mit Erisa (hat mein Permit bekommen) um 6:30 Uhr in Richtung Rubuguri. Ich lasse es ruhig angehen und nutze die Zeit um endlich mal das Tagebuch auf den neusten Stand zu bringen. Dann schaue ich mir die Lodge etwas genauer an
und beobachte Vögel. U.a. entdecke ich Hagedasch Ibisse, Graukopfsperlinge, Baglafechtweber, Hartlaubsschnäpper, Somaliammer, Dunkelschnäpper Graukehlschnäpper,
Königsnektarvogel, Ziernektarvogel,
Schildraben, Graubülbüls, sowie am Himmel kreisende Schwarzmilane und einen Augurbussard. Um 12:30 Uhr werde ich zum Mittagessen gerufen. Es gibt leckeres, gemischtes Gemüse mit Reis und Obstsalat. Der Himmel zieht sich immer mehr zu und Wind kommt auf.
Als ich gegen 13:30 Uhr wieder im Chalet bin, geht ein heftiges Gewitter mit starkem Regen nieder.
Ich halte nur die Luft an, dass das Wetter bei Silke besser ist. Der Himmel ist rabenschwarz und wird nur durch die Blitze erhellt. Nach gut einer Stunde wird der Himmel wieder heller und der Regen hört auf. Gegen 16:45 Uhr kommt Silke zurück - sie ist ziemlich geschafft aber total happy.
Fortsetzung folgt!
LG Konni
Teil 5425. Nov. 2014
04.10.2014 Bwindi-Nationalpark
Nach einer Dusche erzählt sie von ihrem 2ten Tracking: „Wir kamen 7:30 Uhr am Startpunkt Rubuguri an. Nach dem Briefing wurden wir der Kahungye Gorilla-Gruppe zugeteilt. Die Gruppe besteht aus 13 Mitgliedern und wird vom dominanten Silberback Rumansi angeführt. Der Startpunkt für das Tracking war etwa 7 km entfernt (ca. 30 Minuten mit dem Auto) entfernt. Um 9:15 Uhr begann der doch recht anspruchsvolle Marsch zu den Gorillas mit einem steilen Anstieg, wodurch die Gruppe schon sehr auseinander gezogen wurde. Bis alle oben angekommen waren unterhielt ich mich etwas mit dem Guide. Er war ganz begeistert, dass ich gestern schon ein Gorilla-Tracking mitgemacht hatte. Er fragte mich nach meinem Alter und sagte mir dann, ich würde viel jünger aussehen! Das ging runter wie Öl und mein Tag war gerettet! Ich wurde ans Ende der Gruppe beordert und musste mich dem langsameren Tempo der, nicht ganz so bergerfahrenen Holländern, anpassen. Wir marschierten bergauf und bergab durch unberührten, dichten Regenwald und mussten dabei mehrmals, auf wackligen, rutschigen Steinen, einen Fluss überqueren.
Es gab Keinen, der nicht mindestens einmal mit dem Fuß im Wasser landete. Nachdem uns noch ein Riesenregenwurm
über den Weg lief, erreichten wir gegen 11:30 Uhr die Gorillas. Leider gestaltete sich das Fotografieren noch schwerer als gestern, da die Gorillas im Dickicht saßen. Diesmal waren wir von Gorillas umgeben – sie waren zwar nicht alle zu sehen, aber überall knackten die Äste.
Fortsetzung folgt!
LG Konni
Teil 5526. Nov. 2014
04.10.2014 Bwindi-Nationalpark
Ich war zu Tode erschrocken, als plötzlich ein Gorilla etwa 2 Meter vor mir, von einem Baum fiel. Er schaute mir beim Fallen direkt in die Augen. Diesen Gesichtsausduck werde ich nie vergessen. Der Gorilla war bestimmt genauso erschrocken und zog sich ins Gebüsch zurück. Leider ging alles so schnell, dass ich davon noch nicht mal ein Foto geschossen habe. Den nächsten Schock bekam ich, als sich der Silberrücken lautstark bemerkbar machte, da wir ihm im Weg standen. Als der Ranger sagte, wir sollten langsam zurückgehen, rutschten mir die Füße weg und ich saß auf dem Hosenboden. Leider gibt es auch hier kein Foto davon. Den Silberback störte das recht wenig und er ging einfach weiter.
Gott sei Dank fing es erst an zu regnen, als unsere „Besuchszeit“ bei den Gorillas gerade vorbei war. Es schüttete aus Eimern, was den Rückweg noch viel schwieriger, als den Hinweg, gestaltete, und der war schon heftig. Zum Glück hatte ich mir wieder einen Porter genommen, der mir an schwierigen Stellen half.
Zum Schluss war ich allerdings auf mich alleine gestellt, da mein Porter half, eine jüngere, von Krämpfen geplagte Teilnehmerin zurück zu tragen. Gegen 15:30 Uhr waren wir wieder am Startpunkt und bekamen unsere Urkunde überreicht.
Dann machten wir uns auf den Rückweg zur Lodge. Ich glaube das war das Abenteuer meines Lebens.“
Nach dieser Schilderung von Silke bin ich echt froh, dass ich auf das zweite Tracking verzichtet habe – ich hätte bestimmt schon auf dem Hinweg schlapp gemacht. Nachdem sich Silke etwas erholt hat, gehen wir zum Haupthaus und genehmigen uns zum Sundowner einen Gin-Tonic.
Zum Abendessen gibt es Kürbissuppe, gegrilltes Hähnchen mit Reis & Gemüse und zum Nachtisch Bananen-Wraps. Außer uns sind heute noch 2 weitere Gäste in der Lodge. Anschließend gehen wir noch ein wenig ins Internet und bald darauf zu unserem Chalet.
LG Konni
Teil 5627. Nov. 2014
Fazit Chameleon Hill Lodge
Sehr schöne Lodge mit phantastischer Aussicht auf den Lake Mutanda und die Vulkane. Für uns war es der ideale Ort, um nach dem Gorilla-Tracking die Seele baumeln zu lassen und die genialen Eindrücke zu verarbeiten. Strom gibt es nur am Abend, eine warme Dusche aber zu jeder Tageszeit. Die Fahrtzeit zum Startpunkt Rushaga, bei Rubugiri (Gorilla-Familien Nshongi, Mishaya, Kahunye, Busingye und Bweza) beträgt im Normalfall zwischen 60 und 90 Minuten. Besonderer Service: Die Schuhe werden nach dem Tracking geputzt und sehen danach wie neu aus.
Beim Frühstück genießen wir noch einmal die tolle Aussicht.
Um 8:00 Uhr verlassen wir die Chameleon Hill Lodge. Über Serpentinen geht die Fahrt am Lake Mutanda entlang.
Die Landschaft wird geprägt von kleinen Dörfern, vielen Ziegeleien und landwirtschaftlich genutzten Flächen mit z.T. intensiver Bewässerung. Es wird Maniok, Bananen, Bohnen und Co. angebaut. Unterwegs entdecken wir Hagedash Ibisse, Schildraben und 2 Kronenkraniche auf einer Palme.
Die Pad ist zum Teil sehr holprig und matschig. Beim Ort Nyakabande erreichen wir die Teerstraße. In manchen Orten ist heute Schlachttag und die Ziegen werden am Straßenrand ausgenommen. Neben landwirtschaftlich genutzten Flächen gibt es zwischendurch immer wieder auch bewaldete Flächen mit Bäumen oder Bambus. Bei Heisesero machen wir eine kurze Pause am Lake Bunyonyi.
Bei der Weiterfahrt entdecken wir Schwarzmilane, Schildrabe, Kronenkraniche, Kuhreiher und Klaffschnäbel. Am Straßenrand liegen Matten, auf denen Sorghum-Hirse (für Bier-Herstellung) zum Trocknen ausgelegt wurde. Gegen 10:50 Uhr erreichen wir die „recht rustikale“ Stadt Kabale. Die Teerstraße besteht nur aus tiefen Schlaglöchern, die zum Teil mit Wasser gefüllt sind. Mitten im Ort entdecken wir eine große Ansammlung von Marabus und Schildraben, sowie Graureiher und Kronenkraniche. Nach einem kurzen Stopp geht es auf neuer Teerstraße weiter. Wir sehen neben Bananen- und Maisfeldern auch Eukalyptuswälder, sowie große Flächen mit Papyrus und Schilf. Am Straßenrand werden an Verkaufsständen Obst, Gemüse und Honig angeboten.
Gegen 13 Uhr machen wir unsere Picknick-Mittagspause. Bei der Weiterfahrt werden wir wieder ganz schön durchgerüttelt, denn die Teerstraße hat einige Schlaglöcher. Außerdem gibt es wieder einen kurzen, aber heftigen Regenschauer und es ist recht windig. Hinter Mbarara wird die Straße wieder besser und wir sehen Ankole Rinder am Straßenrand. Bei Sanga verlassen wir die Teerstraße und fahren zum Eingang vom Lake-Mburo-Nationalpark. Der 260 qkm große Park schützt einen tierreichen Lebensraum, der sich mosaikartig aus Akazienwäldern, offenem Grasland, Sümpfen und mehreren kleinen Seen zusammensetzt. Der Park wurde nach dem größten der vielen Seen, dem Lake-Mburo, benannt. Die verschiedenen Lebensräume ernähren eine beeindruckende Anzahl von Wildtieren inklusive 68 Säugetierarten. Lake Mburo ist der einzige Park in Uganda, in dem Impalas leben und der einzige in der Grabenbruch-Zone, der Burchell-Zebras und Eland Antilopen beherbergt. Auch Leierantilopen (Topi) findet man in Uganda neben dem Lake Mburo nur noch im Queen Elisabeth National Park. Der Park hat außerdem eine sehr respektable Vogelliste vorzuweisen. Bisher wurden 315 Arten dokumentiert. Gegen 15:15 Uhr erreichen wir das Sanga-Gate und fahren quer durch den Park zur Mihingo Lodge. Dabei entdecken wir Impalas, Zebras, Wasserböcke, Elands und Co. Um 16 Uhr werden wir in der Lodge begrüßt und zu unserem Zelt gebracht. Die Lodge verfügt über 12 Zelte, die unter einem Rieddach stehen mit angeschlossenem gemauertem großem Badezimmer und einer großen Veranda.
Alles auf der Lodge wird Solar betrieben (Pumpe zur Wasserversorgung, Poolpumpe, Licht in den Zimmern und die Wasserheizung). Die Lodge ist wunderschön gelegen und bietet eine tolle Aussicht auf ein Wasserloch. Die Erkundung der Lodge verschieben wir auf später, denn um 16:30 Uhr starten wir erst einmal zu einer Pirschfahrt.
Dabei entdecken wir u.a. Büffel, Gelbschnabelmadenhacker, Elands, Buschböcke,
Zebras,
Gabelracken,
Schweifglanzstare,
Rotkehlfrankoline,
Grüne Meerkatzen,
eine Zwergmanguste,
Paviane,
einen jungen Gaukler,
Fortsetzung folgt!
LG Konni
Teil 5902. Dez. 2014
05.10.2014 Lake-Mburo-Nationalpark
Warzis,
Wasserböcke,
Schopffrankolin,
Zwergspint,
Impalas,
Topis,
Senegalkiebitz ,
Herr & Frau Buschbock
und Kronenkraniche.
Gegen 19:30 Uhr sind wir wieder in unserem Zelt. Nach einer Dusche gehen wir, zu einem verspäteten Sundowner, an die Bar. Jeden Abend kommen zu der Plattform unterhalb der Bar 2-7 Bushbabies (Thick Tailed Gallagos) und werden gefüttert. Das Schauspiel wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen! An diesem Abend kommen 3 der possierlichen Tierchen und lassen sich vom Barkeeper mit Trauben und Bananenstückchen füttern.
Leider ist es zum Fotografieren zu dunkel. Nachdem die nachtaktiven Tierchen versorgt sind, gehen auch wir zum Essen. Es gibt Frühlingsrollen, Rindersteak und Zitronencreme.
LG Konni
Teil 6003. Dez. 2014
06.10.2014 Lake-Mburo-Nationalpark
In der Nacht gibt es wieder ein Gewitter mit heftigem Regen. Noch vor dem Frühstück starten wir gegen 7:15 Uhr zu einer geführten Bush-Wanderung. Bei unserem Glück regnet es natürlich immer noch. In Begleitung eines bewaffneten Rangers lernen wir die verschiedenen Tierspuren zu unterscheiden und bekommen ein einzigartiges, intensives Gefühl für die Natur. Es ist ein besonderes Erlebnis, die Tiere einmal ohne ,,schützendes" Fahrzeug zu erleben. Wir entdecken u.a. Elands, Warzis, Impalas,
Zum Ende der Wanderung hört es zu regnen auf. Nach gut 2 Stunden sind wir wieder in der Mihingo Lodge und ziehen uns erst einmal trockene Sachen an. Dann gehen wir zum Frühstück, wo uns ein paar Meerkatzen