freshyThemenstarter3'883 Beiträge · seit 201113. Sept. 2014 · #1
Achtung, zur Kenntnis!
Wir wurden vorgestern auf dem Weg nach Epupa nach der Abzweigung Okongwati von dreisten Kindern angehalten, die vors Auto sprangen und sich am Kühler festklammerten. Auch als mein Mann im Stand Gas gab, dann zentimeterweise vorruckelte, blieb ein etwa 10jähriger Junge am Auto hängen. Wir hätten ihn umfahren müssen, um ihn loszuwerden.. Es hat eine Weile gedauert, bis wir die Meute von 4 Kindern endlich loswurden. Weder haben wir die Fenster geöffnet, noch sonstwie auf die Situation reagiert.
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200613. Sept. 2014 · #2
...ja voll tragisch...manchmal lässt sich halt Afrika nicht ganz wegsperren 🙁
..die Kids langweilen sich halt oft in der Pampa... ich wäre ausgestiegen und hätte etwas mit ihnen rumgeblödelt... die fressen euch schon nicht 😄
lg tom
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201313. Sept. 2014 · #3
Tomcat schrieb:
Selten einen intelligenteren Post gelesen... Hast du noch mehr solche "afrikanische Weisheiten" auf Lager? Dann her damit! Mzeekenya
Sanne2'462 Beiträge · seit 200613. Sept. 2014 · #4
freshy schrieb:Achtung, zur Kenntnis!
Wir wurden vorgestern auf dem Weg nach Epupa nach der Abzweigung Okongwati von dreisten Kindern angehalten, die vors Auto sprangen und sich am Kühler festklammerten. Auch als mein Mann im Stand Gas gab, dann zentimeterweise vorruckelte, blieb ein etwa 10jähriger Junge am Auto hängen. Wir hätten ihn umfahren müssen, um ihn loszuwerden.. Es hat eine Weile gedauert, bis wir die Meute von 4 Kindern endlich loswurden. Weder haben wir die Fenster geöffnet, noch sonstwie auf die Situation reagiert.
LG freshy
Hi,
und woran habt Ihr jetzt erkannt, dass das Wegelagerer waren? Offensichtlich habt Ihr ja nicht in Erfahrung gebracht, was sie von Euch wollten... 😗
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200613. Sept. 2014 · #5
Mzeekenya schrieb:
Selten einen intelligenteren Post gelesen... Hast du noch mehr solche "afrikanische Weisheiten" auf Lager? Dann her damit!
Mzeekenya
.... ja ich habe viele Weisheiten ...keine Sorge 😉
.. und das beschriebene "Problem" kommt immer wieder vor... und ich steige halt immer aus und mach den Clown...das hat bisher immer funktioniert...vielleicht mache ich ja auch etwas falsch ... 🙁
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Sept. 2014 · #6
freshy schrieb:Achtung, zur Kenntnis!
Wir wurden vorgestern auf dem Weg nach Epupa nach der Abzweigung Okongwati von dreisten Kindern angehalten, die vors Auto sprangen und sich am Kühler festklammerten. Auch als mein Mann im Stand Gas gab, dann zentimeterweise vorruckelte, blieb ein etwa 10jähriger Junge am Auto hängen. Wir hätten ihn umfahren müssen, um ihn loszuwerden.. Es hat eine Weile gedauert, bis wir die Meute von 4 Kindern endlich loswurden. Weder haben wir die Fenster geöffnet, noch sonstwie auf die Situation reagiert.
... mag bei der ersten Erfahrung vielleicht ein bisschen komisch sein, aber bleibt mal locker. Als Radfahrer habe ich solche Momente fast täglich. Da laufen ganze Schulklassen bergauf mehrere Kilometer neben mir her und der ein oder andere versucht, die Luftpumpe zu klauen oder 40 bis 50 Kinder (habe einmal bei 50 mit dem Zählen aufgehört) schauen zu, wenn man einen Reifen flickt. Da muss man auch seine Sachen im Blick behalten, weil Luftpumpen für Fahrräder oder die Trinkflaschen in Afrika sehr begehrt sind.
Einer "Meute" von vier Kindern steht man mit einem Auto aber fast wehrlos gegenüber ... 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201313. Sept. 2014 · #7
Hallo, den Ausdruck "Wegelagerer" finde ich für diese Situation nicht angebracht. 😐 Beim Lesen der Überschrift habe ich an eine schrecklich gefährliche Situation gedacht!
Mal eine Frage zu bettelnden Kindern: Kann/soll/darf man in so einem Fall Spielsachen verteilen, kleine Autos, Figuren von Überraschungseiern, Bälle, ...?
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Sept. 2014 · #8
Berg-Eule schrieb:Mal eine Frage zu bettelnden Kindern: Kann/soll/darf man in so einem Fall Spielsachen verteilen, kleine Autos, Figuren von Überraschungseiern, Bälle, ...?
... bitte niemals!
Die Kinder lernen dann, dass sie mit Betteln mehr verdienen als die Eltern mit schwerer körperlicher Arbeit und schwänzen die Schule. Wenn sie erwachsen sind, kommen sie mit Betteln nicht mehr so sehr weit (Touristen geben ja nur den Kindern gerne was, von Erwachsenen fühlen sie sich belästigt). Gelernt haben sie aber auch nichts. Hocken dann auf der Straße.
Bitte niemals Betteln von nicht behinderten Menschen unterstützen!
Vielen Dank dafür! Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200813. Sept. 2014 · #9
Hallo, freshy,
vielen Dank für deine kleine Warnung. Sich an den Kühler zu hängen, ist schon ziemlich heftig.
Nun war keiner von uns dabei und es lässt sich von außen schwer abschätzen, wie die sich benommen haben und ich gehe mal davon aus, dass wir (und wohl jeder hier) sich von solchen dreisten Gören abbremsen lässt, ehe man sie überfährt. Und natürlich ist das Wegelagerei. Nebenbei ist es egal, wie man die Kinder nennt, so was wie "an den Kühler hängen", geht gar nicht! Solche Dreistigkeiten können lebensgefährlich werden, - das Kind braucht nur unglücklich zu fallen und man kriegt es unter die Räder, weil man nicht geschafft hat, rechtzeitig zu bremsen - nicht auszudenken, ein Schreckensszenario...!!! Sowas muss man natürlich unbedingt verhindern, - aber wenn man auf solche Dreistigkeiten nicht reagiert, ist man automatisch auf der schwachen Seite. Eine Reaktionsvariante hat Tomcat genannt.
Wir haben in den vielen Reisejahren schon des Öfteren "unschönen Kontakt" zu solchen Bälgern gehabt, auch zu kleinen Steine-Schmeißern. Wir haben kein Verständnis für solch gefährliches Verhalten, egal wie die Gören sich langweilen! (etwas ganz anders sind die z.T. aufdringlichen Betteleien, das neben dem Fahrzeug herlaufen, usw. – das ist dagegen „Kinderspiel“...)
Auf eine derartige Ungezogenheit, die zumal noch mit einer schweren Verletzung enden kann, würden wir allerdings deutlich reagieren! Wir haben bei solchen extremen Vorkommnissen sehr gute Erfahrung damit gemacht, umgehend beherzt aus dem Auto zu springen (nur einer, der andere bleibt im Auto) und den Rotznasen laut und deutlich klarzumachen, dass das was sie da tun gefährlich ist und ungezogen – es ist dafür nicht wichtig, dass man ihre Sprache spricht, die Aktion, die Gestik und die Stimmlage reichen. Nun weiß ich natürlich nicht die genauen Bedingungen des Vorkommnis, aber bei Ansiedlungen empfiehlt es sich, sich einen der frechsten zu schnappen und sie laut schimfend und rufend der Familie zu bringen. Meist kriegen sie dann ordentlich was zu hören und zu fühlen.
Niemals würden wir in solchen Situationen irgendwas verteilen. Sowas darf man nichr belohnen!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201313. Sept. 2014 · #10
Ok, danke für eure Antworten!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Biologe1'162 Beiträge · seit 201214. Sept. 2014 · #11
Hallo,
die Situation von Freshy ist unklar und lässt sich deshalb nicht eindeutig beantworten. Im Yemen hatte ich eine Situation mit Kindern, da hat mich mein bewaffneter Guide nicht aus dem Auto gelassen, in Sierra Leone und Guinea Bissau war jeder "Kinderauflauf" völlig harmlos. Ich denke, dass jede Aufregung zu viel ist.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
lionfight1'324 Beiträge · seit 201314. Sept. 2014 · #12
Ich muss freshy hier einmal verteidigen. Wie auch Lily geschrieben hat können wir die Situation hier nicht mehr nachvollziehen. Freshy konnte mit der Situation nicht umgehen und bekam Angst. Für mich eine nachvollziehbare Reaktion! Leute, die 20 oder mehr Afrikareisen hinter sich haben oder gar dort leben können vermutlich so ein Gefühl von aufkommender Panik nicht (mehr?) nachvollziehen.
Den Threadtitel finde ich auch etwas unpassend. Für den Rest habe ich Verständnis. Man sollte Ängste, ob begründet oder nicht, immer respektieren.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
La Leona2'779 Beiträge · seit 200714. Sept. 2014 · #13
Hallo freshy Danke fürs mitteilen! Wenneinem plötzlich vier Kinder ans Auto springen, aus dem Nichts, das jagt einem bestimmt einen gehörigen Schrecken ein. Es wurden schon viele Verhaltensformen genannt: aussteigen und schimpfen und ev. ein/das Kind zu den Eltern bringen, Clown machen und auf die Situation mit Gauk und Gaudi reagieren, gar nicht aussteigen, Geschenke verteilen.
Pauschal gibt es wahrscheinlich keine richtige Verhaltensregel. Es ist in meinen Augen eine Provokation und ich denke dass sie sowas bei Einheimischen nicht ausprobieren, sondern nur bei Touristen und dann die Reaktion abwarten. Es scheint ev. eine Form von Mutprobe zu sein, darum finde ich man sollte diese Provokation in keiner Form billigen, weder mit Witz noch mit Geschenken, nicht einmal mit Ausdrücken grosser Angst.
Man will ja das Kind nicht überfahren und hält gezwungenermassen an, ich denke es gäbe für mich zwei mögliche Szenarios, abhängig davion wieviel Angst oder welch anderen Eindruck auch immer die ganze Situation in mir auslöst.
A aus dem runtergekurbelten Fenster etwas forsch fragen ob sie englisch verstehen um zu sagen dass diese Art von Spiel lebensgefährlich ist.
Oder B Mit ausdruckslosem Gesicht geradeaus schauen und so tun als ob es nur Luft gäbe und sie total ignorieren.
Variante B wenden wir tagtäglich im Strassenverkehr an Ampeln mit Bettlern etc. an (Buenos Aires)
Viele Grüsse und weiterhin gute Reise freshys!
Gruss Leona
freshyThemenstarter3'883 Beiträge · seit 201114. Sept. 2014 · #14
Hallo aus der Kunene River Lodge, Die paradiesisch gelegen ist und einen guten Service bietet. Nie hätte ich gedacht, dass eine Info an weitere Kaokoveldfahrer auf so viel auch negative Resonanz stößt. Es überrascht mich, dass Fomis, die nicht dabei waren, genau zu wissen glauben, was wir falsch gemacht haben bzw. wie wir uns hätten verhalten müssen. Wir sind seit ca. 40 Jahren in vielen Teilen der Welt unterwegs, haben mit Menschen aller Arten Kontakt gehabt - guten und schlechten. Ihr dürft mir glauben, dass wir sehr wohl unterscheiden können, ob eine Begegnung gefährlich ist oder nicht. Die "Kleinen" waren verdammt aggressiv, wir hatten Sorge, dass ein Unglück geschehen könnte. Übrigens waren wir in Epupa nicht die Einzigen, die dieses Erlebnis berichten konnten. Für uns war es Wegelagerei, wenn auch "nur" von Kindern begangen, denn dass diese etwas von uns wollten, war anhand der Gesten zu verstehen.
Danke für die guten Wünsche, Namibia ist ohne Übertreibung viele Reisen Wert.
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201318. Sept. 2014 · #15
Hallo freshy, ich kann deinen posts nur zustimmen. Viele Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen sind in Afrika (nicht nur Namibia - ich habe es öfter auch in Aegypten, Kenia und Sambia erlebt ) alles andere als harmlos. Zum einen wegen der Unfallgefahr (und bei einem Unfall ist der Weisse grundsätzlich der Schuldige, weil er reich ist und gemolken werden kann), zum anderen, weil Kinder und Jugendliche nicht selten mit Steinen werfen. Ich kenne mehrere Fälle, wo Kinder die Windschutz- oder eine Seitenscheibe zerdeppert haben. Ueber den Ratschlag eines Foris, auszusteigen und mit den Kindern herum zu blödeln, kann ich nur den Kopf schütteln. Danke für den Hinweis - und weiterhin gute Fahrt. Gruss M.