ManasluThemenstarter232 Beiträge · seit 200630. Aug. 2014 · #1
Hallo Zimbabwe-Reisende
Nun sind auch wir wieder zurück von unserem Roundtrip, 4 Wochen, 2'500km, 2 Toyota Hilux 4x4, 10 Personen. Stationen: Harare-Mutare-Vumba Mountains-Mutambara-Great Zimbabwe-Matobo-Vic Falls- Hwange-Lake Kariba-Mana Pools-Lake Chivero-Harare Unterkünfte: Brontë-Kwayedza Lodge- Privat bei Freunden- Great Zim Hotel- Big Cave Camp-Safari Lodge- Sinamatella selfcatering- Kariba Ferry- Mutsango selfcatering- Fisheagle selfcatering Fahrzeuge: Toyota 4x4, Mountainbike, Zug, Fähre und by foot (ist natürlich kein Fahrzeug 😄 )
Das mal die "technischen Daten". Da ich nicht so die Reisebericht-Schreibende bin, einfach noch ein paar Anmerkungen zu unserer Reise. Einige der besuchten Orte sahen wir zum ersten Mal, die anderen zum Teil das letzte Mal vor 17 Jahren. Die Zimbabwer sind nach wie vor sehr freundlich, herzlich, aufgeschlossen und auch mal zu einem Spass aufgelegt, trotz Misere im Land. Die Lodges waren alle sauber, bis sehr sauber, ausser die Mutsango im Mana Pools; da haben wir Flöhe aufgelesen 😠 . Der Zug von Bulawayo nach Vic Falls war ein geniales Erlebnis, wie auch die Fähre von Mlibizi nach Kariba. Zwar etwas teuer, aber 3 volle Mahlzeiten, Liegebetten mit Matratzen zum schlafen, saubere Toiletten und sogar 2 Duschkabinen. Game sahen wir sehr viele, vor allem im Hwange und Mana Pools: total 12 Löwen, eine Herde von 40 Buffalos, x-Elefanten, Zebras, Hippos, Impalas und andere Antilopen. In den Vumbas diverse seltene Vogelarten und im Matobo 2 Nashörner,
Polizeikontrollen hatten wir rund 30, habe ich nicht so genau gezählt. Die meisten winkten uns durch, ausser eine Kontrolle zwischen Vic Falls und Hwange. Da war u.a. noch ein in zivil gekleideter Herr (Polizist) dabei, der Ärger machen wollte, weil einer der Reflektoren vorne nicht richtig reflektiere...Ui, ui, da kam mein geliebter Ehemann so richtig in Fahrt, nahm die Taschenlampe hervor, zeigte dem Typen, dass sie doch reflektiere usw. Der zivile Herr avisierte dann die Polizistin, sie solle nun ein Ticket schreiben, aber die wollte nicht. Ich stieg dann auch noch aus und verlangte den Polizistenausweis, ihre Namen usw. Da haben sie wohl Schiss bekommen und liessen uns weiter fahren. Also, man muss nicht alles einfach so hin nehmen und noch ein Tipp: nach Namen und Ausweisen fragen, oder auch: man wolle mit ihnen zum nächsten Polizeiposten und dort zahlen. Diesen Tipp haben wir übrigens von einem einheimischem Freund bekommen 🙂
Wir hatten super Wetter, 4 Wochen Sonnenschein und unfallfrei; und wir werden dieses wunderschöne Land bestimmt wieder bereisen.
herzlich willkommen zurück und super dass Ihr eine tolle Zeit hattet. Wenn Du auch noch ein paar Bilder einstellen würdest wäre das Klasse! Ich hätte speziell Interesse an den Vic-Falls, der Fähre und Mana Pools 😉 , da diese auf unserer anstehenden Route unsere Stationen in ZIM sein werden.
Wir werden Anfang Oktober auch mit der Fähre von Milibizi nach Kariba fahren. Wir freuen uns schon sehr darauf, vor allem weil in der Nacht auch noch Vollmond sein wird 🤩 🤩 . Habt Ihr noch einen speziellen Tipp für uns was wir beachten sollten ?? Wo habt Ihr die Nacht vorher übernachtet. Ich habe bisher das Milibizi Resort vorgesehen, da soll man auch campen können.
Vielen Dank für den Tipp mit der Polizeikontrolle - ich hab jetzt schon mehrfach gelesen, dass gerade die rund um Vic Falls manchmal zum Problem werden können.
Liebe Grüße Bärbel
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200931. Aug. 2014 · #3
Hallo, Manaslu
Willkommen zurück. Schön, dass ihr viele positive Erfahrungen machen konntet. Mich würden auch euere Erfahrungen auf der Fähre interessieren. Bei uns im November ist sie leider nicht gefahren, und wir mussten den Landweg nehmen.... 🙁
ManasluThemenstarter232 Beiträge · seit 200605. Sept. 2014 · #4
Hallo Bärbel und Birgitt
Die Kariba Ferry kann ich wärmstens empfehlen. Sie war zwar etwas im oberen Preissegment für unsere erweiterte Familie, aber wir wurden x-fach dafür belohnt mit: 3 leckeren Mahlzeiten, inkl. Kaffee und Kuchen, sehr freundliche Crew, bequeme Liegestühle mit Decken und Matratzen, gemütliche Überfahrt. Die kühlen Getränke zahlt man extra, kosten 2-3$. Es gibt Softdrinks, Bier und Wein. Wir hatten auch noch eine grosse Flasche Trinkwasser mit dabei, um etwas Kosten zu sparen Es hat saubere Toiletten und sogar Duschen. Ich empfehle, dass ihr gleich um 08.00 an der Embarking Station in Mlibizi seid. Da wird zuerst der Eintritt für den Kariba NP bezahlt, 10.-$/Pers. und das e-ticket von der Reservation kontrolliert. Sie benötigen mindestens 1h Zeit um alle Autos einzuweisen. In Mlibizi wird rückwärts auf die Fähre gefahren, zuerst die kleineren Autos, am Schluss die grossen mit Dachzelt. Je nach Platz, wird das Dachzelt mit Hilfe der Schiffscrew abmontiert und nach der Ankunft wieder montiert. (Siehe Foto unten) Unterwegs sahen wir an den Ufern sogar Elefanten und div. Antilopen. Eindrücklich waren auch die Kapenta-Fischerboote mit ihren Aussenlampen auf dem nächtlichen See. Für die Reise benötigt ihr einen Tagesrucksack mit wärmerer Jacke oder sogar Regenjacke. Wir hatten mal kurz noch ein paar Schauer mit Windböen und die Gischt kam rauf bis zu den Fenstern. Im Oktober wird es bestimmt wärmer sein als im Juli.
@Bärbel: Wir haben auch beim Mlibizi Resort übernachtet, es hat einen Campingplatz und auch selfcatering Lodges. Sie verkaufen auch Brennholz für 3.-$
So, nun versuche ich mal, noch ein paar Bilder hochzuladen.
Bin auch seit 2 Tagen wieder zurück. Bei besagter Kontrolle ist es uns auch so gegangen. Und ich habe mich auch so verhalten. Habe nach dem Ausweis gefragt, den hatte er an dem Tag nicht dabei. Hab ihm dann gesagt, dass ich ein Police-Leiberl für 5 € kaufen kann. Mein Frau hat mir noch den Reiseführer mit Tel.-Nr. der Botschaft samt Handy in die Hand gedrückt, ruckzuck wollten sie uns loshaben.
Meine bescheidene Meinung zu Simbabwe: einerseits ist mir klar, dass man als Tourist Geld ins Land bringt, das wirklich dringend benötigt wird. Andererseits mag ich mich nicht so behandeln lassen. Außerdem habe ich, mit Ausnahme der Wasserfälle, wenig bis nichts gesehen, was ich nicht in Botswana auch bekomme. Da aber in besserer Qualität und wesentlich günstiger. Der Staat betreibt in Simbabwe reine Abzocke. Die können nicht anders, weil ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Mir tun nur die normalen Menschen leid, die alle nett waren und unter dem, was von oben kommt, leiden müssen.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200609. Sept. 2014 · #6
Ebi schrieb: Außerdem habe ich, mit Ausnahme der Wasserfälle, wenig bis nichts gesehen, was ich nicht in Botswana auch bekomme. Da aber in besserer Qualität und wesentlich günstiger.
Hallo Ebi,
das bezieht sich dann aber vermutlich auf die Tierwelt. Simbabwe hat mit Great Zimbabwe, Eastern Highlands, Matusadona, Harare usw. dann zumindest schon Einiges, was Botswana nicht liefern kann. Und Abzocke bzw. die Versuche gibt es in Botswana auch.
Es ist schade, dass Dein Fazit von Simbabwe da nicht so positiv ausfällt.
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Naja, vergleichen kann man das wohl nicht. Man spricht ja auch mit anderen Leuten, außerdem sind die Beiträge hier im Forum sicher auch kein Zufall. Wenn man auf 100 km 3x kontrolliert wird und dabei immer 30 Minuten mit einem Wegelagerer mit Police-Überstreifer kämpfen muss, kommt wenig Freude auf.
In Botswana bin ich nur an Zäunen angehalten worden, ansonsten war noch nie etwas.
Und dann noch ein Anhang für echte Genießer. Das ist eine Toilette im Hwange-Camp. 40$ haben wir, wenn ich mich richtig erinnere, für 1 Nacht bezahlt. Ist mir wurscht, ich fahre mit dem eigenen Wohnmobil und habe alles dabei. Ist nur ein kleiner Beitrag zum Thema bezahlen / bekommen.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200910. Sept. 2014 · #8
ManasluThemenstarter232 Beiträge · seit 200610. Sept. 2014 · #9
Tja, "what shall I say?" Da nimmt man sich Zeit, um die schönen Aspekte einer Reise darzustellen und es endet in der Toilette?? 🤢 Zim ist nun mal eine Diktatur, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht, und die Zimbos leiden extrem darunter, sind müde vom kämpfen für demokratische Strukturen. Und sie sind es auch leid zu hören, wie schlecht es dem Land geht; das wissen sie nämlich selber am besten und ärgern sich am meisten über die überaus mühsamen Polizeikontrollen. Klar, es gibt defekte Toiletten, manchmal kein Strom und auch kein Trinkwasser, aber hey, das betrifft uns Gäste/Touristen nur eine begrenzte Zeit von vielleicht ein paar Wochen. Die Zimbos betrifft das 24h-7Tage die Woche. Die Zimbabwer sind es mir alleweile wert, ein paar meiner Dollars bei ihnen liegen zu lassen. Sei es am Strassenrand beim Kauf von Bananen, Tomaten, Honig, Schnitzereien oder auf den Märkten. In Harare hat sich übrigens noch ein Zimbabwer Downtown bei uns bedankt, dass wir ihr Land als Touristen besuchen. Hat mich sehr berührt.
So seh ich das im Prinzip ja auch, leider habe ich das Gefühl, dass bei den Menschen, denen es schlecht geht, nichts ankommt. Das geht vermutlich alles Richtung Hauptstadt, die leben ja von der Hand in den Mund.
Ich habe auch Simbabwer getroffen, die sich für den Besuch bedankt haben. Die beiden, einer davon war erstmals seit langer Zeit wieder in seinem Heimatland, haben darauf bestanden, dass sie Rhodesier sind. Einer schwarz, einer weiß, Arm in Arm sind sie zusammen marschiert, supertoll.
Ich meine halt, dass man das Land nicht mit verklärtem Blick betrachten sollte, das wird hier oft getan. Es ist ein repressives System mit reichlich negativen Erscheinungsformen. Im Frühjahr fahr ich vermutlich wieder teilweise durch das Land, mental bin ich nun besser vorbereitet, weil ich gesehen habe, was mich erwartet.
Nun denn... ein Scheißhäuserl sieht immer so aus, wie es zugerichtet wird. Es bedeutet nämlich nicht, dass die Menschen, die es putzen sollen, es auch immer machen müssen, denn teilweise ist es eine Zumutung für Bedienstete, das zu entsorgen, was zuvor Touristen dagelassen haben. Im Übrigen darf man eben nicht in abgelegenen Lokalitäten den südlichen Afrikas den gleichen Komfort und Sauberkeit erwarten, wie ggf. at home...und das unabhängig vom Preis. Ich erwarte ja auch nicht die gleiche Hilfsbereitschaft auf Deutschlands Überlandstraßen, so wie sie mir in Sambia zuteil wurde 😉
Um das ging es eigentlich nicht. Das sieht ja nicht so aus, wie wenn gestern jemand gewütet hat und seither nicht geputzt wurde. Ich erwarte gar nichts, dazu war ich zu oft in Afrika unterwegs. Es ging darum, dass man in Simbabwe bei allem, was man tut, fett zur Kasse gebeten wird. Bungee: Brücke halb so hoch wie Tsitsikamma, dafür doppelter Preis. Eintritt Wasserfälle: 25 $ pro Nase. Camps in schlechtem Zustand ca. 3x so teuer wie in Botswana oder Namibia, da ist aber der Zustand besser. Man kann beliebig so weitermachen. Dazu noch die netten Herren, die alle paar Meter mit der Kelle winken. Das Paket ist halt etwas deftig, weshalb hier im Forum schon einige geschrieben haben, dass sie nicht mehr hin wollen, obwohl das Land an sich schön ist. In Simbabwe stellen sie sich in vielen Bereichen dämlich an, deshalb geht es den Menschen auch dreckig. Für den Staat sind Besucher in meinen Augen schlicht Beutetiere. Auch damit komme ich klar, Freude macht es aber keine.
da verstehe ich etwas nicht so ganz. Auf der einen Seite schreibst Du, dass Du mit den derzeitigen Zuständen in Simbabwe klarkommst, auf der anderen Seite teilst Du mit, dass dies Dir aber keinen Spaß macht. Die Quadratur des Kreises gibt es nicht. Dazu muß man auch nicht afrikaerfahren sein. Das ist schlicht eine Lebensweisheit. Ferner... wer bestimmte Zustände kennt, der weiß auch, auf was er sich einlässt. Als Nicht-Grünschnabel nach Simbabwe zu reisen und dann über die hohen Preise verbunden mit geringer Qualität dafür großer Unsauberkeit entrüstet zu sein, das passt nicht zusammen.
Hey, super. Doch noch etwas Lebenshilfe abbekommen!
Wenn ich feststelle, dass das Preis-/Leistungsverhältnis etwas in Schieflage ist, bedeutet das nicht, dass ich damit nicht klar komme. Aber auch nicht, dass das, was dort abläuft, eine richtig tolle Nummer ist. Es war nur eine nüchterne Feststellung. 😎