SibylleThemenstarter20 Beiträge · seit 201330. Aug. 2014 · #1
Hallo zusammen,
vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben?
Wir planen eine Tour Windhoek - Okavango Delta - Viktoria Falls - Caprivi - evtl. Khaudum - Windhoek für 2015. Im letzten Jahr haben wir eine Rundreise durch Namibia gemacht und waren etwas unzufrieden mit dem Objektiv.
Wir hatten eine Pentax samt Objektiv 50-200 dabei.
Kann mir jemand sagen, welches Objektiv für die o. g. Tour optimal ist? 300 oder 400?
Bin für jeden Tipp dankbar 🙂
Viele Grüße Sibylle
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200630. Aug. 2014 · #2
Hallo Sibylle,
jede Situation kann ein anderes Objektiv erfordern. Am besten nimmst Du mehrere mit. 50-200 mm deckt ja schon einen guten Bereich ab, aber 50 mm kann manchmal schon zu viel sein und 400 mm manchmal noch zu wenig. Du solltest auch bedenken, dass Du mit 300/400 mm kaum noch vernünftige Aufnahmen ohne Stativ oder Aufstützen bekommst.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Mickey-BGL205 Beiträge · seit 201330. Aug. 2014 · #3
Hi Sibylle,
wir kommen immer mit unserem 18-55 und 70-300, sowie einer Fuji Finepix HS50 mit 40xoptischen Zoom sehr gut zurecht. Über 300mm hinaus wirds einfach schon immer sehr teuer finde ich....
NANamibplaty4 Beiträge · seit 201430. Aug. 2014 · #4
Hallo Sibylle,
ich hatte mir für meine Canon DSLR ein 18 - 270 mm von Tamron gekauft. Damit war ich sehr zufrieden, denn es hat die wichtigsten Entfernungen abgedeckt. Ich konnte prima Landschafts- und Tieraufnahmen machen und musste kein Objektiv wechseln.
Dieses Objektiv gibts in der Art mittlerweile wohl auch bis 300 mm...
Viele Grüße
Joachim
AUAurora101100 Beiträge · seit 201430. Aug. 2014 · #5
Hallo Sibylle
Wenn Ihr bereits Erfahrungen gesammelt habt, dann müsst Ihr wissen, womit Ihr unzufrieden ward. Ich finde es relativ einfach zu sagen, dass man unzufrieden ist - aber womit? Zu wenig Lichtstärke, zu wenig/viel Zoom, zu verpixelt...?
Wie viel Geld seid Ihr bereit auszugeben? Wie viel Ausrüstung wollt Ihr mitnehmen?
Mit nur einem Objektiv wird man i.d.R. immer einen Kompromiss eingehen müssen.
wie schon von anderen geschrieben ist es recht schwer "das richtige" Objektiv zu haben. Wir haben zwei Gehäuse und inzwischen 5 Objektive und noch einen 1,4 Konverter (neu wird dieses Jahr zum ersten mal getestet)
Eine Kamera (die "Einfachere") hat ein immerdrauf 18-250mm F3,5-6,3 Macro. Das ist für drausen und unterwegs, ohne wechseln zu müssen. Die andere Kamera hat ein 18-55mm F2,8 als Normalobjektiv, ein 70-200mm F2,8 als Normal unterwegs, ein 90mm F2,8 1:1 Macro und für die Tierportraits ein 150-500mm F56-6,3 Reicht das? Ich weiss es nicht, Kleine Vögel etwas weiter weg sind schon schwierig. Augenwimpern eines Elefanten gehen aber leicht. Willst Du Tiere oder Landschaften, oder Menschen und Details fotografieren? Hast Du ein Budget von 200€ oder von 2000€?
THBiker1'366 Beiträge · seit 201131. Aug. 2014 · #7
Ich denke deine Frage kann man pauschal nicht beantworten.
Es kommt auf die eigenen Anforderungen an. Was willst du mit den Bildern machen? Welche Art von Bildern willst du machen (Landschaft, Tierportraits, Jagdszenen....) Welches System (bleibt es bei Pentax)? Welches Budget bist du bereit auszugeben? Willst du das Objektiv nach der Safari weiter benutzen (evtl Gebrauchtkauf von Interesse)? Wie ambitioniert willst du die Fotografie betreiben (nur ein paar Schnappschüsse als Erinnerung?)?
Ich kann dir nur meine Erfahrung sagen. Ich nutze inzwischen 2 Bodies, davon ist einer mit einem 500/4 bestückt und der Zweite mit einem 70-200/2.8. Dabei ist dann noch ein 24-70/2.8 und ein 17-40/4. Die meisten Bilder mache ich mit dem 500er, teilweise mit 1.4er, ggf. sogar 2.0er Konverter. Die unteren Brennweiten nutze ich vielleicht bei 20% der Aufnahmen. Ich fotografiere gerne Tierportraits und Action (z.B. Flugaufnahmen, Jagden). Landschaft hatte ich bisher eher etwas vernachlässigt (außer in NAmibia). Man muss jedoch auch sagen, dass eine solche Ausrüstung leicht die Kosten eines Kleinwagens erreichen kann.
Vielleicht ist es für dich auch von Interesse eine Bridge-Kamera in >Erwägung zu ziehen?
Auf jeden Fall würde ich versuchen, dass ich den Brennweitenbereich von 24-400 abdecke. Damit solltest du für 90% der Fälle gerüstet sein.
Randfontein568 Beiträge · seit 201431. Aug. 2014 · #8
Okay, die Anforderungen sind nicht ganz klar und die Unzufriedenheit etwas pauschal. Vielleicht haben wir es auch nicht mit einem "Foto-Profi" zu tun, sondern mit einem Menschen, der "nur" seine Erinnerungen festhalten will, ohne sich hinterher verpasste Chancen vorwerfen zu müssen.
Also versuche ich, so pauschal wie möglich zu antworten: unter 400mm (bzw. 20-fachem optischem Zoom) wird's arg eng bei Tierfotos. Und das ist wohl das entscheidende Kriterium. Landschaftsaufnahmen kriegt man immer "irgendwie" hin.
Eine Makrofunktion ist für Blumen und Kleintiere anzuraten.
Nicht zu unterschätzen ist die Logistik. Willst du "aus der Hüfte schießen" können, oder legst du dich profimäßig auf die Lauer? Inzwischen ist ja z.B. die Panasonic TZ61 auf dem Markt, mit umgerechnet 720mmm. Ich habe noch das Vorgängermodell mit 480mm, war aber damit sehr zufrieden.
Für's große Schaulaufen im Forum reicht's natürlich nicht. Die Parodontose des zoomäßig gehaltenen Leoparden wirst du evtl. nur unzureichend darstellen können. Für einen Naturliebhaber reicht's aber eindrucksvolle posters an der Wand...
Viel Freude mit den unzähligen Motiven in Namibia! 😘
SibylleThemenstarter20 Beiträge · seit 201302. Sept. 2014 · #9
Halli Zusammen,
ich sehe schon, das Thema gestaltet sich recht schwierig.
Ich war bei den Namibia-Bildern unzufrieden mit dem Zoom. Wir hätten einfach mehr und bessere Bilder machen können wenn wir ein 300er oder 400er Objektiv gehabt hätten - aber das ist wohl immer so.
Ich muss mich da wohl etwas besser informieren - eine pauschale Antwort gibt es wohl nicht.
Wir sind ja auch nur Hobby-Urlaubs-Fotografen und haben im Grunde ziemlich wenig Ahnung davon 🙂
Trotzdem vielen Dank für die Antworten von Euch!
Viele Grüße Sibylle
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201102. Sept. 2014 · #10
Hallo Sibylle,
ein Aspekt zur Auswahl wurde bisher noch nicht genannt: das Gewicht!
Ich bin auch nur Urlaubs-Hobby-Fotografin und nutze ein 70-300er Tamron-Objektiv. Oft habe ich schon mit einem 400er geliebäugelt - das ist mir allerdings viel zu schwer und zu massiv zum Tragen. Da weiß ich, dass ich mir sehr genau überlege, ob ich das wirklich im Urlaub mitschleppe. (-außerhalb von Safaris) Wenn Du in RAW fotografierst und das Foto scharf und wackelfrei ist, kannst Du doch Ausschnitte am PC machen. Ich höre die "Profis" stöhnen... aber bevor man ein billiges 400er kauft, das dann nur zur Safari mitgenommen wird, lieber ein gutes 300er, mit PC-Zuschnitt.
Viele Grüße Strelitzie
deemha412 Beiträge · seit 201103. Sept. 2014 · #11
Hallo Sibylle
Wenn dir eine lange Brennweite wichtig ist, gibt es für Pentax z.B. folgende Varianten:
- Sigma 50-500 mm (habe ich selber), grosser BW-Bereich, ordentliche Abbildungsqualität, fast 2 kg, funktioniert auch mit dem 1,4x-Konverter (= 70-700 mm bzw. 105-1050 mm KB-äquivalent) , teuer - Sigma 150-500 mm, kenne ich selber nicht, günstiger als 50-500 - Pentax 55-300 mm mit 1,4x-Konverter (= 77-420 mm, bzw. 115-630 mm KB-äquivalent, habe ich selber), ordentliche Abbildungsqualität, ca. 1.2 kg (inkl. Konverter), relativ günstig - Pentax 300 mm/4 Festbrennweite mit 1,4x-Konverter (= 420 mm, bzw. 630 mm KB-äquivalent), sehr gute Abbildungsqualität, Innenfokus (= staubdicht) ca. 1.2 kg (inkl. Konverter), teuer
Letztendlich muss jede(r) selber wissen, wieviel ihm/ihr die Bilder wert sind. Ich nehme nach Afrika immer noch ein UWW mit (Sigma 8-16 mm, inkl. 2. Body). Für Landschaftsbilder gibt es m.E. nichts besseres. Und natürlich fehlt auch ein Standard-Zoom nicht (Pentax 18-135 mm)
Gruss Dieter
THBiker1'366 Beiträge · seit 201103. Sept. 2014 · #12
Sibylle schrieb:Ich war bei den Namibia-Bildern unzufrieden mit dem Zoom. Wir hätten einfach mehr und bessere Bilder machen können wenn wir ein 300er oder 400er Objektiv gehabt hätten - aber das ist wohl immer so.Viele Grüße Sibylle
Um mehr Bilder zu machen benötigst du kein anderes Zoom, einfach öfter auslösen. 😉 Aber Ziel ist ja nicht Quantität sondern Qualität. Dies meinst du wohl mit "bessere Bilder". Aber auch dies macht man nicht durch teures Equipment, sondern indem man sich etwas mit Bildgesgatltung, Bildwirkung und Licht beschäftigt. Es gibt jede Menge gute Fotografen, die sehr gute Bilder mit sogenannten Bridge Kameras machen. Sicherlich hilft ein besseres Equipment in der ein oder anderen Extremsituation, aber ich behaupte mal, dass man auch mit Einsteiger-Equipment viele sehr schöne Fotos machen kann.
Vielleicht kennst du das DSLR-Forum, dort kannst du ja mal unter "Suche" den Begriff "Safari" eingeben. ---> Link
Dies hilft dir vielleicht auch.
Es macht meiner Meinung nach aber gar keinen Sinn, sich kurz vor der Safari schnell neues Equipment zu kaufen ohne dies vorher zu Hause (!!!) ausgiebig getestet zu haben, amit man die Bedienung annähernd blind kann.
Was genau stört dich denn an deinem Zoom?
Das A und O auf Safari ist, dass man ganz früh raus geht um das beste Licht zu erwischen. Dann natürlich Zeit und Geduld sowie auch das Quäntchen Glück, das richtige Motiv zum richtigen Augenblick zu finden. Bei Landschaftsaufnahmen hat man ja meistens mehrere Chancen 😉 da kannst du z.B. tagsüber (bei schlechtem=hartem Licht ) dir die Motive suchen und zu einem besseren Zeitpunkt noch einmal hinfahren. Eine gute Vorbereitung und das Wissen über das Verhalten der Tiere ist auch hilfreich für gute Bilder. Notfalls übernimmt diesen Part der Guide.
Ansonsten bleibt wirklich zu sagen, dass das Equipment wirklich eine Philosophie für sich ist, da wirst du bei 10 Leuten 10 unterschiedliche Antworten bekommen. Mir macht es z.B. auch nichts aus, mal ein paar Stunden das schwere Equipment durch die Gegend zu schleppen.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200803. Sept. 2014 · #13
Hallo, Sibylle,
ob man mit einem 300mm Objektiv „bessere“ Bilder macht, diese Frage stellt sich nicht. Oft genug sind sie nicht besser, wenn man die falsche Entscheidung für’s Motiv/Belichtung getroffen hat, auch wenn man "dichter dran" ist.
Sollte deine Unzufriedenheit an der optischen Qualität deines Zooms gelegen haben, dann war das ein Fehler in deiner Kaufentscheidung und dir nützt keine größere Brennweite, sondern nur die Entscheidung zu höherer Qualität der Linsen, denn ein „billiges“ 300mm (wohlmöglich ein Zoom) und hohe Qualität schließen sich aus.
Grundsätzlich gilt aber: Das Problem ist hinter der Kamera. Das ist der, der die Entscheidungen trifft, bei Qualität und Motiv und Licht. Wenn man seine Ausrüstung gut beherrscht und einen guten Blick für’s Motiv hat und die Grundlagen der Fotografie beherzt, kann man mit dem, was du oben an Millimetern aufgeführt hast, erstklassige Bilder machen!
Gruß lilytrotter
Nachtrag: Hab grad mal nachgesehen, das 50-200 kostet ca. 180 Euro. Du darfst bei dem Preis keine Wunder erwarten.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
AUAurora101100 Beiträge · seit 201403. Sept. 2014 · #14
Sibylle schrieb:Halli Zusammen,
ich sehe schon, das Thema gestaltet sich recht schwierig.
Ich war bei den Namibia-Bildern unzufrieden mit dem Zoom. Wir hätten einfach mehr und bessere Bilder machen können wenn wir ein 300er oder 400er Objektiv gehabt hätten - aber das ist wohl immer so.
Die Brennweite ist wichtig bei Objektiven, aber dabei bitte nicht die Lichtstärke vergessen! Für Tierfotos u. a. in Etosha habe ich ein Objektiv 200mm/f2.8 verwendet und war sehr zufrieden. Interessant war der Vergleich mit dem Objektiv von meinem Mann 400mm/f5.6. Tagsüber war er meistens im Vorteil, aber sobald wie die Dämmerung einsetzte war es genau umgekehrt. Am Abend bei den Wasserstellen waren die Bilder mit dem lichtstärkeren Objektiv ebenfalls besser.
Kurz gesagt, bitte auch die Lichtstärke berücksichtigen, falls Ihr eine Neuanschaffung (neu oder gebraucht) plant.
Auf jeden Fall, viel Spass (und Fotos sind nicht alles, aber definitiv eine schöne Erinnerung) 😉 Anne
Black Lion378 Beiträge · seit 201203. Sept. 2014 · #15
Also ich würde ein Teleobjektiv mit größerer Brennweite immer einem Objektiv mit besserer Lichtstärke vorziehen. Zumindest ging es mir so, dass ich mit einem lichtschwachen 50-500 ca. 3000 Fotos gemacht habe, während hingegen mein lichtstarkes 70-200 2.8 gerade mal für ca. 30 Fotos zum Einsatz kam. Und wenn man bedenkt, dass der Tag lang ist und die Dämmerung relativ kurz (ca. 20 Minuten), dann ist meine Beobachtung eigentlich auch nicht verwunderlich. Und auch Abends an den beleuchteten Wasserlöchern im Etosha-Park ging ohne Stativ und entsprechend ruhigen Motiven auch mit einem F2.8 Objektiv nichts. Mal ganz davon abgesehen, dass ich persönlich die Farben auf dem Foto dann auch nicht mehr als besonders schön empfand.
Um ehrlich zu sein, kenne ich mit Pentax praktisch überhaupt nicht aus. Allerdings habe ich mich mal etwas schlau gelesen, dass deine Pentax-Kamera vermutlich einen internen Bildstabilisator (SR) und einen 23.5x15.7mm Sensor (Crop-Faktor 1.5) hat. Welches Modell hast du denn genau? Wirklich gute Teleobjektive scheint es im unteren Preissegment für Pentax leider nicht zu geben, außer das was "deemha"/Dieter schon empfohlen hat. Wenn ihr euch aber nicht vor einem Kamera-Wechsel scheut, dann könnte man eine günstige Canon/Nikon-Kamera mit einem Tamron 70-300 VC USD empfehlen (~ab 600 Euro).
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014)
"Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024)
"Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024)
"Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200803. Sept. 2014 · #16
Sibylle, du bist überhaupt nicht darauf eingegangen, mit welcher Kamera du fotografierst und mit welchem Format du speicherst, RAW oder jpg. ? Kann es sein, dass du bisher noch überhaupt nicht das ausgeschöpft hast, was deine Kamera kann? Weißt du überhaupt, was deine Kamera kann? Weißt du, dass du bei dem 50-200mm von Pentax 1-2 Blenden abblenden musst, damit du brauchbare Qualität erzeugst?
Ich fürchte, der Kauf eines 300mm Objektiv im gleichen Preissegment wie das 50-200er, wird es nicht bringen.
Bevor du dich auf ein neues Objektiv stürzen willst, wäre es vielleicht besser, dich doch erstmal in das zu vertiefen, was du schon hast.
Jeder, der Bilder fotografiert, muss sich an das anpassen, was Kamera und Objektiv können. Also, beim Kauf die Augen auf und prüfen, auch die technischen Daten lesen (das Netz ist mit seinen vielen Tests sehr hilfreich und jeder kann es lernen, das zu verstehen. - Wenn man die Qualität erst nach der Benutzung bemerkt: Pech.) Mitunter entwickelt man sich beim Fotografieren weiter und das, was einem vor einigen Jahren reichte, reicht einem nun nicht mehr. Also: Neukauf einer besseren Qualität (auch jetzt: Augen auf, beim Kauf!)
Jede Kamera/jedes Objektiv hat seine Grenzen in den technischen/optischen Möglichkeiten, aber es bleibt immer noch der Fotografierende, der das Bild bestimmt.
Also, wenn man sich mit seiner Kameraausrüstung im günstigen Segment bewegen will, dann muss man Abstriche in der Bildqualität machen und sich der engen Grenzen bewusst sein. Beachtet man das, kann man unter Ausnutzung des technischen Repertoires einer Kamera viel mehr herausholen, als manch einer meint. Aber dazu muss man seine Kamera gut kennen (und auch ein wenig von Fotografie verstehen). Und lernen und üben. Und wenn man sich und seine Ausrüstung falsch einschätzt, kommt das den Bildern nicht zugute. Aber mach dir keinen Kopf, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und alleine die Tatsache, eine teure "professionelle" Kamera zu benutzen, macht noch keinen guten Fotografen. Und die Anzahl der Auslösungen erst recht nicht.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200904. Sept. 2014 · #18
Lilitrotter und TheBiker haben bereits viele Punkte angesprochen.
Mehr Brennweite (oft fälschlicherweise als mehr Zoom bezeichnet) ist nicht unbedingt dafür geeignet weit entfernte Motive "groß" abzubilden.
Bei großem Abstand zwischen Motiv und Kamera werden atmosphärische Effekte deutlich. Die Luft flimmert und sie enhält Staub und Wasserpartikel. Bei großem Abstand vergrößert man damit nicht nur das Motiv, sondern auch die atmosphärischen Effekte. Das Bild ist total unscharf, obwohl die Kameraeinstellungen richtig gewählt wurden und das Bild mit einem Zehntausendeuroobjektiv gemacht wurden. Es macht also keinen Sinn damit einen Elefanten aus 1000m Entfernung zu fotografieren.
Ich fotografiere mit meinem 500er oft mit 1,4 oder 1,7 Teleconverter an einer Cropknipse (kleiner Sensor). Das ergibt einen Bildausschnitt der einer äquivalenten Brennweite von 750 mm und mit TC von 1000 bzw. ca. 1300mm entspricht. Sehr oft verwende ich dann im Bild auch nur noch Ausschnitte. Aber ich verwende die Kombination in erster Linie umum kleine Motive aus eher geringer Entfernung z.B. Vögel, Eidechsen, Schlangen, Frösche, Mangusten, große Insekten groß Abbilden zu können, ohne Fluchtdistanzen oder Sicherheitsabstände zu unterschreiten. Auch verwende ich es gerne für Tierporträts oder Details (z.B. Löwentatze). Ich habe bewusst das 500er statt dem 600er gewählt, weil die Minimalentfernung zum Fokusieren nur 4m statt 5m beträgt und 5m oft schon zu viel sind!
Mit 200mm Brennweite am Crop kann man schon sehr viel erreichen. 300m am Crop sind für große Tiere schon sehr gut. Für größere Tiere nehme ich gerne ein Zoom mit 200-400 mm Brennweite am Vollformat. Es darf auch gerne noch etwas Landschaft um die Tiere sein. Schliesslich darf man auf den Bildern durchaus sehen, dass man in Afrika war und nicht im Zoo.
Tipp: Bei allen Zoom-Objektiven (Objtkive mit veränderlicher Brennweite) wird am langen Ende die Bildqualität schlechter. Das gilt auch für sehr teure Zooms. Somit ist es sinnvoll bei Zoomobjektiven nicht bis an die Maximalbrennweite zu gehen.
Mein erstes Telezoom bei Nikon war ebenfalls ein 55-200./5.6 Anfangs war ich total begeistert. Inzwischen habe ich es verschenkt, weil es so schlecht ist, dass ich mich geschämt habe dafür Geld zu verlangen. Ich kenne aber das Pentaxobjektiv nicht und kann es daher von der Qualität nicht einschätzen.
Grob vereinfacht liefern Objektive mit Festbrennweite eine bessere Bildqualität als Zoomobjektive. Objektive mit einen kleinen Zoombereich (z.B. 200-400 (2-fach), 70-200 (3-fach), 24-70 (3-fach)) liefern eine bessere Bildqualität als Objktive mit einem großen Zoombereich (z.B. 18-200 (11-fach) oder 18-300 (15-fach)) Teure Objktive liefern eine bessere Bildqualität als billige Objktive, wobei ein 10x teureres Objektiv keine 10x bessere Bildqualität liefert.
Eine Objektivempfehlung kann ich nicht geben, da ich nicht weiss, welche Anforderungen Du hast, und was Du bereits bist dafür zu zahlen (EUR und Schlepperei! 😮 )
klaramus47 Beiträge · seit 200810. Sept. 2014 · #19
Da ich mir auch diese Frage stelle, mich aber für ambitioniert halte, ist meine Ausrüstung durch die Gepäckkontrolle limitiert. Ob ich das schwere Pentax 300 mitnehme, weiß ich noch nicht, da ich davon ausgehe, tolle Tieraufnahmen gelingen nicht, da ich keine spezielle Fotosafari mache. Für alle Fälle nehme ich wahrscheinlich mein Sigma 70-300 MACRO ed (oder so, auf jeden Fall das bessere) mit. Das Hauptgewicht wird sich auf den Brennweitenbereich 8-100mm konzentrieren und dazu kommt rund 2kg für das Stativ hinzu nebst 3kg für den Fotorucksack. Ich würde an deiner Stelle ein 18-200/270 aufschrauben, um Sand im Gehäuse zu vermeiden ( ich habe dafür mindestens 2 Gehäuse mit). Da deine Maxime wahrscheinlich nicht ist "entweder ein gutes Foto oder nur die Erinnerung" würde ich anstelle einer Objektivaufrüstung an eine Panasonic Fz200 für unter 400 denken, die einen Brennweitenbereich bis 2,8!600 abdeckt und vergleichbare Qualität bei Tageslicht liefert (wenn ich davon ausgehe, lightroom sagt dir nichts). Das 18-55 wirst du doch haben? Wären wir hier in einem Fotoforum, würde ich das Pentax 5,6/560 empfehlen, was mittlerweile als Schnäppchen um 4000 über den Tisch geht... Gruß,K.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200811. Sept. 2014 · #20
Denke, es hat eh keinen Sinn sich hier noch mit gut gemeinten Antworten zu engagieren. Wie so oft, wurden ein paar Brocken hingeworfen - in diesem Fall, die "Unzufriedenheit" mit einem Objektiv - aber alle weiteren Infos waren auf die Nennung des Kameraherstellers und die Begriffe "mehr und bessere Fotos" reduziert, die man wohl hätte machen können... Man hätte es anhand der Fragestellung schon erahnen können, Frau Sibylle interessiert sich garnicht wirklich für Info. Schade, ganz umsonst Mühe gemacht. Zu dumm, man lernt nie aus.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt