MatSahThemenstarter4 Beiträge · seit 201416. Aug. 2014 · #1Hallo Forum Freunde,
nachdem wir bereits Kenia und Südafrika bereist haben, wollen wir dieses Jahr kurzentschlossen Namibia erkunden. In Südafrika konnten wir bereits Erfahrungen als Selbstfahrer und Selbstbucher sammeln.
Unsicher sind wir mit unserer Reiseroute oder viel mehr mit den Aufenthaltstagen an den einzelnen Punkten. Alle Strecken wollen wir mit einem 4x4 mit Dachzelt zurück legen. Wir wollten einen Mix aus Campingabenteuer und Lodges haben. drei Wochen haben wir zur Verfügung.
Unsere Reiserote ist wie folgt:
Ankunft Windhoek - 1 Nacht
Keetmannshoop - 1 N, Besichtigung des Köcherbaumwaldes
Fish River Canyon bzw. Canyon Nature Park - 3 N, welche Unterkunft/Campingplatz ist zu empfehlen?
Lüderitz - 1 N
Sesriem - 2 N
Namib Naukluft Park - 3 N, welche Unterkunft/Campingplatz ist hier zu empfehlen?
Swakopmund - 2 N
Outjo - 1 N
Etosha NP - 2 N Okaukuejo oder Halali + 2 N Namutoni oder Onkoshi
Waterberg Plateau - 2 N
Ankunft Windhoek, Abgabe des Autos und Heimflug
Vielen Dank für Eure Hilfe und Meinungen
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200817. Aug. 2014 · #2Guten Morgen, MatSah,
ich bin kein Camper und kann Dir deshalb relativ wenig zu den Plätzen sagen. Aber vom Tourverlauf her habe ich doch einige Anmerkungen/Änderungsvorschläge:
Ankunft Windhoek - 1 Nacht
Ich weiß nicht, wann Ihr in Windhoek ankommt. Wenn schon morgens, dann sollte die Autoübergabe bis 12.00 Uhr beendet sein. Dann einkaufen und danach würde ich noch die rund 80 km zum Lake Oanob fahren. Die haben einen Campingplatz dort, aber ich kann dessen Qualität nicht beurteilen. Die Lage ist aber sehr schön und das wäre so richtig etwas zum Ankommen in Afrika.
Keetmannshoop - 1 N, Besichtigung des Köcherbaumwaldes
Keetmannshoop ist keine Stadt, in der man sich zu lange aufhalten will/muss. Deshalb würde ich die vom Lake Oanob aus in die Kalahari fahren z. B. zur Bagatelle Kalahari Game Ranch. Die haben auch sehr schöne Campingplätze. Fahrzeit ca. 2 Stunden, d. h. Ihr könnt dort noch schön wandern oder nachmittags den Scenic Drive mitmachen.
Am nächsten Tag würde ich dann von der Bagatelle nach Keetmanshoop (2 1/2 Stunden) bzw. zum Köcherbaumwald und dem Spielplatz der Riesen fahren. Dort haltet Ihr Euch ca. 2,5 Stunden auf und könnt noch ganz entspannt bis zum Fish River fahren. Der Campingplatz Hobas am NP-Eingang macht auf mich einen ganz vernünftigen Eindruck. Da Ihr im Sommer nicht in den Canon dürft, reichen m. E. ein bis zwei Nächte. Da habt Ihr genügend Zeit rund um den Canon alle Aussichtspunkte zu erkunden. Da Ihr ja einen 4x4 habt, könnt Ihr vom Hauptaussichtspunkt die kleine Nebenstrecke fahren und dann habt Ihr etwa 8 diverse Stellen zum Gucken und ggfs. Wandern. Die gewonnene Nacht würde ich in Lüderitzbucht dranhängen.
Fish River Canyon bzw. Canyon Nature Park - 3 N, welche Unterkunft/Campingplatz ist zu empfehlen?
siehe oben
Lüderitz - 1 N
Campen kann man auf dem Shark Island. Sollte um diese Jahreszeit warm genug sein. Von Lüderitzbucht aus solltet Ihr mal zum Diaz Point, den vielen außerhalb gelegenen Stränden, eine Fahrt nach Kolmanskuppe machen und/oder eine geführte Tour ins Sperrgebiet. Zwei Nächte sind da gerade das Minimum
Sesriem - 2 N
Wenn Ihr noch einen Campingplatz von NWR bekommt, ist das prima, denn dann habt Ihr mehr Zeit im NP. Ansonsten ist direkt am Parkeingang ein Campingplatz, der zu Taleni gehört.
Namib Naukluft Park - 3 N, welche Unterkunft/Campingplatz ist hier zu empfehlen?
Namib Desert Lodge - dort dann nach den "Outpost"-Hütten fragen. Tolle Gegend zum Wandern. Oder weiter durch den Ghaub Pass und dann entweder links zum Kuiseb (Mirabib oder Homeb) oder rechts zur Blutkuppe und zum Rock Arch fahren. Die Plätze haben dort sehr schöne Lagen, aber keinerlei sanitäre Einrichtungen außer Plumsklos. Dafür ist die Landschaft traumhaft schön und man kann herrlich wandern.
Swakopmund - 2 N
Entweder in der Stadt bei der Municipality campen oder auswärts bei Sophia Dale (ist schöner als in der Stadt aber 10 km weg) oder noch weiter in der Oase Goanikontes nächtigen.
Outjo - 1 N
Matunda Guest Farm
Zum Rest werden Dir andere viel sagen. Da halte ich mich zurück.
Liebe Grüße
Gerd
take-off1'674 Beiträge · seit 201217. Aug. 2014 · #3Hallo Matsah
Von Windhoek bis Keetmanshoop ist schon eine ganz gehörige Strecke.
Der Reiz Namibias sind für mich die Gravel Pads und die Landschaft. Mehr als 300 km solltet ihr als Tagesetappe nicht einplanen. Ich würde eine Zwischenstopp z.B. auf Bagatelle einschieben. Dort gibt es feste Unterkünfte und Camp Möglichkeiten mit privaten Ablutions.
Einen schöne Campsite hat auch Mesosaurus Fosil Camp bei Keetmanshoop. So weit ich weiß, gibt es auch dort feste Unterkünfte und eine Fosil Tour mit Giel lohnt sich auf alle Fälle.
Für den Namib Naukluft park solltet ihr euch ein Permit besorgen, damit ihr auch wirklich in den Park reinfahren könnt und nicht nur die Transfer Strecken nutzt. Hier wäre z.B. Mirabib eine "einsame" Campingmöglichkeit. Ohne Wasser, Klo ujd Dusche -- aber einmalig schönem Sternenhimmel.
Einen Teil eurer Strecke sind wir dieses Jahr gefahren. Wenn du magst kannst du es in meinem Reisebericht (siehe Signatur) durchlesen.
Viele grüße
Dagmar
MatSahThemenstarter4 Beiträge · seit 201431. Aug. 2014 · #4Vielen Dank für die guten und Detaillierten Antworten. Wir haben unsere Route inzwischen ein bisschen optimiert, so daß wir Windhoek gleich in Richtung Süden verlassen.
Das Campen haben wir fest mit eingeplant, so dass wir einen Mix aus Lodges und Camp`s haben. Bleibt zu hoffen das die Reifen etwas länger anhalten, als neulich im Fernsehen. 😕
MarionNamibia1414 Beiträge · seit 201331. Aug. 2014 · #5Guck mal in meinen Blog, wir haben eine ähnliche Fahrt vor ein paar Wochen gemacht.
http://namibiaimpressionen.blogspot.de/Mach die Strecken nicht so lang (max 300 km) - es gibt immer mehr zu sehen, als man denkt.
Viel Spaß Marion
MatSahThemenstarter4 Beiträge · seit 201407. Sept. 2014 · #6@Marion: Super Blog und Schöne Bilder. Da bekommt man gleich Reiselust
Eine Fragen hätten wir noch zu Lüderitz. Hier schwanken die Meinungen genauso stark wie die Bewertungen der Unterkünfte. Lohnt sich Lüderitz oder sollten man nur bis "Aus" fahren ? Von da aus könnte man in die Geisterstadt oder auch einen Tagesausflug nach Lüderitz Unternehmen.
Burschi4'140 Beiträge · seit 200908. Sept. 2014 · #7Hallo MatSah,
die meisten machen wohl wie erwähnt, von Aus einen Tagesausflug nach Kohlmannskuppe , Lüderitz.
Ich persönlich bleibe gerne mal einen Tag in Lüderitz. Es lohnt ein Spaziergang durch die Stadt mit den vielen Bauten aus der Kolonialzeit, die bunt renoviert wurden. Dann ist eine Fahrt mit der Sedina zu den Pinguinen empfehlenswert. Mit Glück lassen sich auch Kaptölpel beim Fischen beobachten. Wer noch länger Zeit hat, kann eine Fahrt zum Diaz-Point machen oder gar eine geführte "Bogenfels-Tour" ins Diamantensperrgebiet (nicht ganz billig!)
Übernachtet haben wir in einer kleinen Pension (Waterkant).
Ich mag Lüderitz auch, weil es nicht so überlaufen wie Swakopmund ist.
Für einen Namibia-Einsteiger vielleicht alles ein bisschen viel, aber wer zum 5ten Mal dort ist, kann Interessantes entdecken.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar