Tag 12 Erstaunlicherweise haben wir doch recht gut geschlafen, obwohl die Brandung und der Wind sehr laut waren! Und es ist schon wieder ein recht kühler Morgen bei Sonnenschein ohne Nebel. Hatten nicht alle gesagt, dass es an der Küste morgens immer neblig ist? Uns soll es recht sein! Heute geht es ein Stück zurück und dann wieder weg von der Küste in Richtung Spitzkoppe. Die Strecke bis dorthin ist nicht besonders reizvoll, dafür entschädigt das Ziel mit sehr interessanten Felsformationen.
Da wir ja keine Camper sind, fahren wir noch ein Stück weiter zur Ameib Ranch.
Direkt hinter dem Gate begrüßt uns eine Giraffe, doch wir fahren erst mal direkt zur Ranch und beziehen unser Quartier.
Auch Ameib hat einige Felsformationen zu bieten, die bekanntesten sind der Elephants Head
und Bulls Party
Leider haben wir die Phillips Cave nicht mehr geschafft, da wir einige Zeit damit verbrachten, winzige verlorene Teile der Fotoausrüstung zu suchen, die irgendwann irgendwo in der letzten Stunde verschwunden waren, während wir die Gegend erkundet haben... Dadurch hatten wir aber das Glück, dass auf dem Weg vom Elephants Head zum Startpunkt des Weges zur Phillips Cave einige Giraffen auf dem Weg standen.
Insgesamt war es ein sehr schöner Aufenthalt auf Ameib. Wir waren die einzigen Gäste und hatten so sehr viel Ruhe, leckeres Essen (u.a. das beste Vollkornbrot, das ich jemals gegessen habe!) und wären gerne noch etwas geblieben....
Teil 2205. Sept. 2014
Tag 13 Die Nacht war kalt, aber das merken wir erst beim Frühstück. Wie üblich findet dieses nicht in einem geschlossenen Raum, sondern an der frischen Luft in der Lapa statt - und das ist trotz Fleece Jacken und Heizpilz heute richtig eisig. Insofern freuen wir uns danach sogar auf die lange Fahrt im beheizten Auto! Kurz entschlossen wählten wir nicht die vorgeschlagene Route über die großen Straßen, sondern entschieden uns für die reizvollere Route über Uis vorbei am Brandberg.
Die Landschaft ist hier richtig klasse und wir genießen die Fahrt. Im Gegensatz zu den Schildern mit den Zebras einige Tage zuvor funktionierte dieses Schild leider nicht.
Am Nachmittag erreichen wir dann die Vingerklip Lodge und sind begeistert von dieser schönen Anlage in traumhafter Landschaft.
Direkt beim Checkin haben wir im Eagles Nest einen Tisch fürs Abendessen reserviert und machen uns rechtzeitig auf den Weg, um den Sonnenuntergang von oben zu genießen. Der Weg über die Treppe wirkt etwas abenteuerlich und wir versuchen den Gedanken an den Rückweg im Dunkeln zu verdrängen, wir haben ja schließlich zur Sicherheit unsere Stirnlampen dabei! Der Ausblick von oben ist jedenfalls grandios!
Gibt es einen besseren Platz für den Sundowner?
Kurz nachdem die Sonne verschwunden ist, werden wir zu Tisch gebeten. Es gibt Eland vom Grill und viele andere Leckereien. Irgendwann müssen wir aufgeben, so lecker es auch ist, es passt nichts mehr, und irgendwie müssen wir ja auch wieder runter in die Lodge. Das gestaltet sich dann überraschend einfacher, da der Weg und vor allem die Treppe gut beleuchtet sind.
So finden wir dann zurück ins Quartier und genießen den Blick auf den Sternenhimmel (heute nicht mehr ganz so eindrucksvoll, da der Mond recht hell scheint).
Was soll ich sagen: Namibia ist herrlich und uns geht's richtig gut
Teil 2308. Sept. 2014
Wisst ihr was, wenn ich gerade den Rechner an habe, schreibe ich einfach ein Stück weiter ...
Tag 14 Der letzte Abend hat sehr abrupt geendet, irgendwann war plötzlich das Licht aus. Wir waren nicht vorgewarnt und wissen bis heute nicht, ob das gewollt war oder ein technischer Defekt, aber nach 2 Wochen macht einem so etwas nichts mehr aus. Inzwischen wachen wir auch immer schon einige Zeit vor Sonnenaufgang auf, so dass ich die Gelegenheit für einen kleinen Fotospaziergang zum Sonnenaufgang auf dem Lodgegelände nutzen kann. Und wie das so ist, fällt mir 5 Minuten vor Sonnenaufgang ein, dass der Blick vom Eagles Nest um diese Zeit auch ganz nett sein könnte. Gesagt getan, 5 Minuten reichen, aber die Pumpe ging dann doch ganz ordentlich und von morgendlicher Kälte war auch nichts mehr zu spüren (besonders nach der Treppe). Wenn ihr dort seid: Es lohnt sich, besonders wenn man dann ganz alleine dort oben ist!
Nach dem Rückweg hat man dann auch ausnahmsweise einmal das Gefühl, das Frühstück verdient zu haben! Bevor es auf die nächste Etappe geht machen wir zusammen noch einen kleinen Ausflug zur Vingerklippe, wenn man schon hier ist, ist das eigentlich ein Muss. Und dieses Ziel ist auch leicht zu finden, da es nicht nur von weitem gut sichtbar und eigentlich nicht verfehlbar ist, der Weg ist zusätzlich für alle, die den Felsen sonst nicht sehen, gut ausgeschildert!
Heutiges Ziel ist Kamanjab. Da die Strecke nicht besonders lang ist, entscheiden wir uns für eine andere Route von Vingerklip zur Hauptstraße und entdecken eine interessante Landschaft. Es wachsen hier recht viele Bäume, die sogar ziemlich grün sind. Doch sie wachsen direkt aus dem Geröll.
Wir sehen auch einige Rinderfarmen mit wohlgenährten Rindern, aber keinerlei Grasflächen. Auch hier gibt es nur Bäume und Geröll. Weiß einer von euch, wovon die Tiere dort leben? Wir konnten es uns absolut nicht erklären. Nach der Durchquerung einiger Trockenflüsse mit unserem seit Swakopmund nicht mehr ganz so sauberen Auto,
erreichen wir irgendwann auch wieder die Hauptroute nach Khorixas, eine schier endlos lange Straße (ich glaube wir haben mehrere 100 solche Bilder...).
Der Rest der Strecke ist wenig aufregend, doch die Eindrücke der zuvor gefahren Route beschäftigen uns noch, bis wir bei Kamanjab zur Otjitotongwe Cheetah Farm abbiegen. Nach der Vingerklip Lodge ist dies ein echtes Kontrastprogramm! Aber es ist keinesfalls schlechter! Natürlich sind wir wegen der Geparden hier und näher kann man sie wohl kaum erleben! Seit ich ein Kind war (und das ist schon ziemlich lange her), habe ich immer davon geträumt Raubkatzen einmal ganz nah zu erleben - dies ist der Tag, an dem dieser Traum endlich wahr wurde! Man kann davon halten was man will, es ist sicher nicht artgerecht, aber wir fanden es toll. Die Bilder davon zeige ich aber aus den zuvor genannten Gründen nicht, ich hoffe ihr könnt es mir verzeihen. Dafür sind hier noch zwei Bilder von der Fütterungstour,
Am Abend lassen wir bei leckerem Essen noch einmal die Eindrücke dieses Tages Revue passieren, es war schon wieder ein Tag mit echten Highlights (wie jeder einzelne zuvor!!!).
Teil 2416. Sept. 2014
Ich glaube, es ist Zeit etwas weiter zu machen ... Tag 15 Leider müssen wir die Geparden verlassen und machen uns auf den Weg in Richtung Etosha. Unterwegs sehen wir unendlich viele Termitenbauten in unterschiedlichsten Farbtönen, die teilweise auch ganze Baumstämme umschließen. Warum das so ist, durften wir ein paar Tage später lernen. Auch Warzenschweine sehen wir am Straßenrand reichlich. Allerdings sind die Schweine immer verschwunden, wenn ich die Kamera zücke... Die Etappe ist glücklicherweise nicht zu lang und die Formalitäten halten am Gate sich auch in Grenzen. So haben wir noch den Nachmittag, um die Gegend um Okaukuejo zu erkunden. Zu den ersten Tieren die wir sehen gehören Springböcke, die wir ja schon kennen.
Unglaublich wird es am Okondeka Wasserloch, hier tummeln sich unglaublich viele Tiere, so dass wir dieses Wasserloch in den nächsten Tagen dann auch immer wieder mal angefahren haben. Auf diesem Bild sind nur ein paar zu sehen, aber es waren hunderte!!!
Aber auch unterwegs kreuzten immer wieder Tiere unseren Weg oder beobachteten vom Straßenrand einfach die Lage...
Ein Stück weiter erlebten wir dann einige kleinere Buschfeuer. Interessant dabei war, dass viele Tiere recht furchtlos in der Nähe der Feuer blieben und unmittelbar nach dem Erlöschen der Flammen zurückkamen und zwischen den noch rauchenden Resten umher liefen!
Etwas später war es dann soweit - aus dem Nichts tauchten "unsere ersten Elefanten" auf. Das ist schon was anderes als im Zoo! Und vor allem sind diese hier deutlich größer, als die Elefanten daheim in der Wilhelma!
Auch wenn dieser hier reichlich Staub aufgewirbelt hat, so war er doch friedlich, dennoch waren wir fluchtbereit, die Distanz war ja wirklich nicht besonders groß. Und das Glück blieb uns auch noch weiter wohlgesonnen, es war ja noch unser erster Tag im Etosha und schon lief uns der nächste Dickhäuter über den Weg. Na ja, genaugenommen lief es nicht es humpelte stark und war leider schwer angeschlagen. Wir haben dieses Nashorn am nächsten Tag nochmal gesehen und würden gerne wissen, ob es überlebt hat, die Verletzungen sahen recht schlimm aus und wir konnten auch einige Hyänen entdecken, die das Nashorn beobachteten.
Nach diesen ersten Eindrücken ging es zurück ins Camp, schließlich mussten wir ja pünktlich da sein. Nachdem wir im Vorfeld nicht wirklich viel Gutes über Okaukuejo gehört und gelesen hatten muss ich sagen, dass wir eigentlich ganz positiv überrascht waren. Die Zimmer könnten sicher mal etwas mehr als nur die tägliche Reinigung brauchen, aber alles in allem waren sie doch ok. Auch das oft gescholtene Restaurant war für die Masse an Touristen, die es zu bewältigen hat, fast schon als gut zu bezeichnen. Die Reservierung hat zwar nicht ganz geklappt, aber das Personal hat freundlich improvisiert, so dass wir dann noch einen zusätzlichen Tisch bekamen. Das Essen war durchweg in Ordnung und alles was mir daran wirklich missfallen hat, ist vielmehr auf Touristen zurückzuführen, die sich an einem Buffet einfach nicht benehmen können (Da kann man echt unglaubliches sehen!) - ich finde es reicht, wenn man sich anschaut, was es gibt und sich das nimmt, was man will, man muss nicht mit einem Löffel darin herum matschen und sich dann doch nichts davon nehmen.... Unser größter Fehler an diesem ersten Abend: Wir haben uns keine Getränke im Shop besorgt. So konnten wir den Sonnenuntergang am Wasserloch nicht stilgerecht zelebrieren, aber daraus haben wir gelernt! Nach dem Essen haben wir noch lange Zeit am Wasserloch gesessen und die Tiere beobachtet. Dieses Erlebnis war auch in den folgenden Tagen immer wieder ein Erlebnis und alleine dafür lohnt es sich, auch die eine oder andere Nacht in den Restcamps zu verbringen.
Teil 2516. Sept. 2014
Abend / Nacht 15 Und wenn ich schon vom Wasserloch berichte, dann muss ich noch ein paar Bilder nachschieben. Heute mal nur Nashörner, aber es waren auch ein paar andere da und wir lernten, dass Elefanten zwar fast geräuschlos laufen können, dafür aber lautstark und sehr geruchsintensiv fur... können 🤢 Aber zurück zu den Rhinos: Die ersten beiden sind keinesfalls am Kämpfen, sie beschnüffeln sich ganz vorsichtig.
Danach hatten wir das Glück eine Mutter mit Kind zu sehen.
Und diese zwei hier, boten auch in der Rückansicht ein schönes Bild.
Teil 2617. Sept. 2014
Tag 16 Heute bleiben wir noch in Okaukuejo, d.h. kein Packen, Auschecken, Einchecken - nur Tiere gucken!!! 🙂 Zunächst erleben wir einen Sekretär, der mit seinen langen Beinen versucht im hohen Gras zu starten:
Danach gibt's Zebras satt...
Und wo Zebras sind, sind auch die Gnus nicht weit.
Unterwegs treffen wir wieder "unser Nashorn" vom Vortag. Es wirkt noch schwächer und diesmal kommen wir unglaublich dicht heran.
Bei einer kleinen notwendigen Pause im Camp, sorgen wir dafür, dass wir den Fehler vom Vortag nicht wiederholen und decken uns mit Getränken für den Sundowner ein. Ein Blick ins Sichtungsbuch lässt Zweifel aufkommen, ob wir gut sehen, andere haben genau da wo wir waren zur selben Zeit einige Löwen gesehen - wir leider nicht. Also fahren wir nochmal zur Okondeka Wasserstelle, und wieder herrscht hier ein unglaubliches Treiben. Tiere soweit das Auge reicht...
Und siehe da, nicht ganz nah, aber mittendrin liegen tatsächlich zwei Löwen!
Wir hätten sie gerne noch etwas näher gesehen, aber immerhin - Löwen. Nicht weniger spektakulär ist der Auftritt der Giraffen. Sie kreuzen kurz vor uns die Straße auf dem Weg zu einer Versammlung.
Teil 2717. Sept. 2014
Und heute Abend sind wir gewappnet. Hier ist er, der Sonnenuntergang am Wasserloch! Es ist wieder unheimlich spannend, zu erleben wie die Tiere nacheinander kommen. Heute zeige ich euch mal die Zebras, die im letzten Restlich kommen.
Danach waren die Giraffen dran, die eine unglaublich spektakuläre Ansicht bieten, wenn sie trinken.
Natürlich waren noch viele andere Tiere da, aber ich muss mir ja noch ein paar Bilder für die Fortsetzung aufheben!
Teil 2829. Sept. 2014
Tag 17 Wie an den Tagen zuvor geht es wieder auf Pirschfahrt und auch dieser Tag wird wieder einige Erlebnisse bringen! Zunächst geht es aber recht unspektakulär zu, aber irgendwie sind Oryx-Antilopen einfach immer wieder schön anzusehen.
Und auch Zebras gibt es heute wieder in allen Varianten...
Dazu kommen Gnus in größerer Anzahl
Natürlich dürfen auch die Giraffen nicht fehlen. Hier sind wir direkt an einer vorbeigefahren und auch nach dem Wenden ist sie zunächst nicht zu entdecken. Da steht wirklich eine Giraffe - vielleicht einen Meter neben der Straße!!!
Für die, die sie nicht gesehen haben (so wie zwei von drei Menschen in unserem Auto), hier nochmal mit gestrecktem Hals aus fast derselben Perspektive:
Teil 2929. Sept. 2014
Aber heute ist Elefantentag!! Auf der Strecke nach Halali gibt es plötzlich Gegenverkehr - im Rückwärtsgang.
Und da das nicht spektakulär genug ist, kommt noch Verstärkung hinzu!
Wir sind nicht ganz unglücklich, dass zwischen den beiden "Jungs" und uns noch zwei Autos sind!!! Und irgendwie ist es auch gar nicht so leicht, rückwärts zu fahren, den Hintermann nicht zu erwischen, zu wenden (dann wird's nämlich für den Vordermann ungemütlich, weil er nicht mehr zurück kann!) und dabei auch noch Bilder zu machen... 🤩 Aber Auto für Auto schaffen wir es dann doch...
Die Windschutzscheibe des silbernen Toyota habe ich etwas abgedunkelt, damit man die angespannten Gesichter nicht sehen kann! Dass die Anspannung nicht ganz gering war haben wir an der nächstliegenden Toilettenstation von den Insassen erfahren. Vielleicht lest ihr zwei ja sogar hier mit!? Wenn ja, stelle ich euch gerne die Bilder dieser Aktion in voller Größe zur Verfügung. Nach dem Wenden sind wir auf einen Seitenweg abgezweigt, um der "Gefahr" zu entkommen - es war genau der Weg, den die beiden Elefanten wählten und wir hatten Glück, dass es keine Sackgasse war!!!
Für alle, die noch nicht das Glück hatten afrikanische Elefanten live zu sehen ist hier noch ein Bild, das zeigt, wie groß manches Exemplar werden kann.
Teil 3029. Sept. 2014
Auch am Wasserloch von Halali gab es an diesem Abend einige Dickhäuter. Beinahe hätten wir sie verpasst, da nach einer Stunde ohne Tiere unsere Getränke alle waren... Doch kaum war die Kamera verpackt, kamen sie alle an!
Wir vermuten, dass es sich bei den drei Elefanten um eine Mutter mit ihren Kindern (sicher 2 Jungs!) handelte. Plötzlich waren die beiden Nashörner aufgeschreckt. Bei den Elefanten gab es Tumult.
Leider kommt auch die beste Kamera an ihre Grenzen, aber das Bild gehört einfach dazu, denn wir haben nun eine Geschichte wahrgenommen, die vielleicht nur unserer Fantasie entsprungen ist, aber jeder von uns hatte dieselbe Wahrnehmung. Wie gesagt, es gab Tumult - die beiden "Jungs" gingen heftig aufeinander los.
Die Mutter beobachtete das Ganze eine Weile recht argwöhnisch. Irgendwann ging einer von den beiden quasi zu Boden! Er wurde von seinem "Bruder" so heftig zurückgedrängt, dass er rückwärts einknickte und mit lautem Trompeten auf seinem Hinterteil landete. Das war dann wohl zu viel und Mama griff ein!
Sie ging direkt dazwischen und trennte die beiden. Danach standen die drei eine Weile da und Mama schaute von einem zum anderen. Es war ganz klar, die beiden bekamen gerade eine ordentliche Standpauke - auch wenn wir nichts davon hören konnten. Anschließend wurde der "böse Bube" von ihr ein Stück weit vom Wasserloch weggeschickt und der "Verlierer" durfte in Ruhe mit ihr trinken. Während dieser Zeit stand der andere völlig reglos an der ihm zugewiesenen Stelle. Das war eine unglaubliche Szene. Nach dem Trinken zogen Mutter und Sohn zu Nummer drei, es gab ein friedliches shake Hands Rüssel und alle drei zogen friedlich von dannen.
Teil 3129. Sept. 2014
Doch das war noch nicht genug Dickhäuter-Action für einen Abend! Nachdem es eine Weile ruhig am Wasserloch war (Kamera wieder eingepackt...), tauchte eine Nashornmama mit Baby auf.
Das war richtig niedlich! Doch dann kam ein anderes Nashorn aus dem Gebüsch. Unglaublich wie sich die friedliche Mama auf das andere Nashorn stürzte. Ich sage mal von null auf hundert in unter 4 Sekunden!!! Danach schlugen die Hörner aufeinander und es gab ein paar heftige Schreie aus dem Gebüsch... Das nächste Nashorn wurde dann weniger heftig begrüßt, aber auch hier gab es ziemlich deutliche "Ansagen".
Das war unser Abend in Halali!
Teil 3213. Okt. 2014
Tag 18 Heute ist unser letzter offizieller Tag im Etosha und wir machen uns auf den Weg in Richtung Osten. Und natürlich sehen wir auch heute wieder reichlich Tiere. Aber vieles habt ihr ja nun schon gesehen. An einem Wasserloch können wir nur wenige vom Wasser entfernt parken und Elefanten auf der anderen Seite des Wasserlochs beobachten. Irgendwann hatten die Dickhäuter genug und marschierten ab... ... oder doch nicht. Sie umrundeten das Wasserloch und marschierten direkt vor unserem Auto vorbei und schauten mal kurz, was wir denn da so machen. Als einer wieder ein paar Meter entfernt war und die Atmung wieder einsetzte, habe ich es dann doch gewagt, die Kamera zu heben und ein Bild zu machen:
Auch wenn wir nun schon einige Giraffen hatten, will ich euch diese hier nicht vorenthalten.
Zum Abschluss von Etosha gab's dann noch ein paar Vögel zu sehen. Bislang waren diese, genau wie Löwen eher Mangelware (aber ich denke wir können uns nicht beschweren):
Und an diesem Tag fanden wir dann auch noch die Flamingos, die wir in Walvis Bay so sehr vermisst hatten!
Der Abschied von Etosha fiel schwer, denn das waren einige wirklich unvergessliche Tage mit Eindrücken, die uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Und wir wussten auch nicht, dass wir sehr bald nochmal hierhin kommen würden. Und hätten wir gewusst, was unsere nächste Adresse bringt, dann wäre der Abschied vielleicht auch etwas leichter gefallen!
Teil 3313. Okt. 2014
Weit sind wir nicht aus dem Nationalpark herausgefahren - es waren nur ein paar Meter, dann bogen wir schon wieder von der Hauptstraße ab nach Onguma! Highlight Alarm!!!! 🤩 Wir folgten der Beschilderung zum Tree Top Camp und wurden mit feuchten Tüchern zur Erfrischung empfangen. David, der Leiter des Camps empfing uns herzlich und servierte erst einmal ein paar Drinks im "Haupthaus". Das gesamte Tree Top Camp steht auf Stelzen und besteht aus dem erwähnten Hauptgebäude und links und rechts davon jeweils zwei auf Stegen erreichbaren Hütten. Türen gibt es nicht, alles ist offen. Natürlich kann man nachts auch die Zeltplane schließen, aber dann hat man weniger Besuch von Fledermäusen und es ist deutlich weniger spannend, wenn draußen die Löwen brüllen, während man warm eingekuschelt im Bett liegt und in die Natur schaut!
Ich denke das Bild zeigt es einigermaßen. Auf der Terrasse kann man entspannt sitzen und das Wasserloch beobachten.
Dieses Camp ist einfach ein Traum! Auf der Terrasse befindet sich auch die Dusche, das ist dann schon ungewöhnlich wenn man beim Duschen Giraffen, Antilopen und Hyänen beobachten kann. Das mit dem Beobachten ist natürlich gegenseitig! Dieser Geselle hier musste dann sozusagen für ein Nacktfoto herhalten (das erklärt den verstörten Blick), denn er stand direkt vor der Terrasse als ich duschte und so nahm ich erst die Kamera und kümmerte mich erst dann ums anziehen.
Am Nachmittag machten wir noch eine kleine Sundowner Tour und Riets unser Fahrer erklärte uns alles was wir wissen wollten, insbesondere auch vieles zu den überall aufragenden Termitenbauten. Unterwegs fanden wir endlich auch mal einen dieser herrlich bunten Vögel in Schussdistanz:
Als Highlight der Tour sahen wir noch einen Geparden, der faul die Abendsonne genoss - endlich auch mal ein Gepard in freier Wildbahn!
Nach unserer Tour brannte auf der Terrasse des Haupthauses / Lapa ein Lagerfeuer und das Team um den Küchenchef bereitete das Essen vor. Dieses wird hier gemeinsam von allen Gästen (also maximal 8!) an einem großen Tisch eingenommen. Chef Erasmus erklärt mit Stolz das Menü, das auch hervorragend schmeckte. Mann was geht's uns gut!!! Allerdings merken wir auch, dass man hier üblicherweise früh zu Bett geht. Während wir noch diverse Drinks genießen und in der Runde der Gäste plaudern, poliert das Team zum wiederholten Male das Besteck bis auch wir es verstehen und in Richtung Bett aufbrechen. Der Steg zur Hütte ist mit Laternen beleuchtet und in der Hütte ist das Moskitonetz heruntergelassen und die Nachttischlampen sind eingeschaltet, was für ein Komfort! Während wir uns bettfertig machen, fliegen uns Fledermäuse um die Ohren und machen kopfüber hängend eine kurze Pause unter dem Reetdach der Hütte. Und dann passiert es! Bisher haben wir an jedem Abend vorsichtig unter die Decken geschaut, damit sich da kein Tier versteckt hat. Ausgerechnet heute nicht... Meine Frau greift unvorsichtig unter die Decke ... und da fühlt es sich warm an. Sie springt erschreckt zurück und ist glücklicherweise unverletzt! Das hätte auch schief gehen können!!! Bei genauer Untersuchung konnten wird den Eindringling dann als Wärmflasche entlarven, die definitiv ungefährlich und vor allem nicht bissig war! 😛 Nach dem Schrecken überwog dann doch die Freude darüber, denn die Nächte im Juni sind schon recht frisch. Natürlich haben wir die Zeltplane offen gelassen, nach über zwei Wochen in Namibia denkt man irgendwie anders... Während wir draußen das eine oder andere Tier hören schlafen wir bald friedlich ein und schrecken nur einmal kurz auf als irgendwo ein Löwe brüllt.
Teil 3418. Okt. 2014
Tag 19 Die Nacht war kalt, aber unser Bett war schön warm. Am Wasserloch vor unserem Zimmer tummeln sich einige Tiere und auch wir denken erst mal an Frühstück... Die Tassen sind vorgewärmt! Da schmeckt der Kaffee gleich nochmal besser. Und es gibt Nutella!!!! Frisch gestärkt gehen wir wieder mit Riets auf Pierschfahrt, Und auch hier werden wir erst mal überrascht: Im Auto liegen Decken und auch Wärmflaschen, eine gute Idee, denn der Morgen ist kalt und der Fahrtwind tut noch einiges dazu. Unsere Hoffnung: Ein Profi findet vielleicht die Löwen, die wir bisher nicht entdecken konnten. Es ist erstaunlich wie er gleichzeitig fährt, nach Tieren Ausschau hält und gleichzeitig Spuren am Boden verfolgt. Aber zu unserer Beruhigung findet er zwar einige Löwenspuren (wir haben sie ja nachts auch gehört), aber die Löwen selbst findet auch er nicht. Dennoch entdeckt er Tiere, die wir erst später oder gar nicht gesehen hätten. Hier zum Beispiel ein Dik Dik
oder auch einen Bienenfresser, der sich in der Morgensonne wärmt
Während wir weit entfernt einen einzelnen Elefanten erspähen, sieht Riets dort eine ganze Herde (wir sehen sie auch nach seiner Erklärung noch nicht), und vermutet, dass sie langsam zu einem Wasserloch zieht. So macht er sich auf den Weg und stellt irgendwann unvermittelt den Motor ab und wartet. Es dauert auch gar nicht lange bis es im Gebüsch raschelt und einige Minuten später zieht die Elefantenherde direkt am Auto vorbei. Besonders schön: Es sind auch einige kleine dabei!
So verbringen wir wieder einen interessanten Vormittag und sind zum Lunch zurück im Tree Top Camp. Den Nachmittag genießen wir faul in der Lodge, lassen uns verwöhnen und beobachten die Tiere, die zum Wasserloch kommen - eigentlich hätten wir auch einfach hier bleiben können.
Teil 3527. Okt. 2014
Tag 20 Heute heißt es Abschied nehmen von Onguma, und das fällt wirklich nicht leicht! Aber wir sind ja noch nicht am Ende, ein Highlight haben wir noch vor uns. Davor liegt aber noch eine richtig lange Etappe. Das Ziel liegt runde 500 km weiter südlich, kurz vor Windhoek. Normalerweise sollte man keine so lange Etappe an einem Stück einplanen, aber es war machbar, wenn auch ziemlich ermüdend. Nach dem Passieren mehrerer Gates brachte uns ein kleines Schild ins Grübeln:
Es ist doch Winter, also Trockenzeit und außerdem sieht das Schild aus, als würde es da schon länger stehen. Also erst mal geradeaus! Erkenntnisgewinn: Das Schild war ernst gemeint! 🙂
Aber nach kurzer Betrachtung der Situation entschied ich mich für die Durchfahrt. Beim nächsten Wasserlauf sah es dann etwas anders aus. Irgendwie gab es deutlich mehr Strömung und auch die Böschung war deutlich steiler, so dass wir dann erst mal umdrehten und doch die Umleitung wählten. Duesternbrook selbst liegt wunderschön auf einem Hügel und bietet quasi einen Rundumblick in die wunderbare Landschaft.
Ein idealer Platz für unsere letzten beiden Sundowner dieser Reise! Das Abendessen findet im Haupthaus im Speisezimmer statt. Alle Gäste nehmen gemeinsam mit dem Gastgeber und Eigentümer von Duesternbrook, Herrn Vaatz, an einer Tafel Platz. Der Raum ist mit Kerzen beleuchtet und wir bekommen ein leckeres Menü serviert. Während des Essens entwickeln sich interessant Gespräche und Herr Vaatz entpuppt sich als hervorragender Gastgeber. Dieser und auch der folgende Abend werden uns sicher lange in Erinnerung bleiben, da sie etwas ganz besonderes waren.
Teil 3627. Okt. 2014
Tag 21 Der nächste Tag startet entspannt und wir dürfen mit Jan zur Fütterung von Circa (ein Name aus de rgriechischen Mythologie), der dreibeinigen Gepardin mitkommen. Leider musste ihr nach einer Verletzung ein Hinterbein amputiert werden, doch wir haben den Eindruck, dass sie gut damit zurechtkommt und hier ein tolles Zuhause gefunden hat. Das Vertrauen zwischen ihr und Jan ist unglaublich, zumal diese Gepardin nicht mit Menschen aufgewachsen ist! Wir genießen diesen Augenblick, insbesondere, da wir die einzigen Gäste bei der Fütterung sind und so auch eine Menge Informationen bekommen.
Unser nächster Programmpunkt startet erst am Nachmittag, so dass wir uns noch etwas entspannen können. Auch direkt um Duesternbrook gibt es einige Tiere zu entdecken insbesondere die Klippschliefer sind nicht nur zahlreich, sondern auch nicht so scheu, wie wir sie sonst erlebt haben.
Auch am Wasserlauf unterhalb des Hauses ist einiges geboten. Nach einem Warzenschwein tauchen auf einmal Paviane auf und sorgen für Unterhaltung.
Teil 3727. Okt. 2014
Irgendwann nach dem Mittagessen ist es dann soweit, die Cats unlimited Tour mit der Fütterung von Geparden und Leoparden startet. Bereits bei der Fahrt durchs Gehege werden wir „verfolgt“.
Bei der Fütterung merkt man, dass es wirklich keine Streicheltiere sind, auch wenn einzelne ganz nett um einen Nachschlag bitten:
Nach den Geparden geht die Fahrt ins Leopardengehege. Mit dem Wissen, dass Leoparden durchaus gefährlich sein können, ist es schon ein echt spannendes Gefühl, wenn man zum ersten Mal einen Leoparden ohne Gitter (mitunter auch wirklich sehr nah!) vor sich hat. Die Schönheit und Anmut dieser Katze ist wirklich beeindruckend!
Und im nächsten Moment wirkt „unser Leopard“ vertraut wie eine Hauskatze. Die Bewegungen und das Verhalten ähneln sich doch sehr.
Wir können kaum genug davon bekommen und die Kameras laufen heiß. Hier noch ein Bild, das mir immer wieder besonders gefällt:
Teil 3827. Okt. 2014
Im Anschluss nehmen wir noch an einem Game Drive teil. Dabei erleben wir die grandiose Landschaft um Duesternbrook und sehen noch einmal einige Tiere.
In dieser Landschaft sind sie, wenn sie nicht durch ihre Größe unübersehbar sind, deutlich schwerer zu entdecken, als in der Ebene des Etosha Parks und wir staunen immer wieder wie unser Guide die Tiere entdeckt.
Zum Abschluss sehen dann sogar noch einige Flusspferde, die unsere Sammlung an Tiererlebnissen komplettieren.
Damit ist unsere Reise nun fast zu Ende. Der letzte Abend vergeht wie im Flug und wir können sagen, dass Duesternbrook einen würdigen Abschluss unserer Tour darstellt. Und da das hektische Deutschland an diesem letzten Abend noch so weit weg ist, denken wir einfach nicht daran und genießen lieber die letzten Augenblicke.
Teil 3927. Okt. 2014
Tag 22 Heute ist Abreisetag! Irgendwie wollen wir es nicht wahr haben, aber es ist unvermeidlich. Glücklicherweise ist es nicht mehr weit nach Windhoek, so dass beim Frühstück keine Eile aufkommt, und wir die letzten Augenblicke an diesem schönen Ort noch ganz entspannt genießen können. Beim Rückweg zur Hauptstrasse sind wir dann auch mutiger und wählen nicht die Umleitung. Neue Erkenntnis: Es hätte auch beim Hinweg problemlos geklappt! Das letzte Stück nach Windhoek dauert nicht lange und nach dem letzten Volltanken geben wir unser ehemals weißes Auto bei Asco ab und lassen uns anschließend zum Flughafen fahren. Mit uns im Shuttle ist ein Paar, dass nur einen Tag nach uns an der Küste (Swakopmund + Cape Cross) war. Von ihnen erfuhren wir, dass auf das bei uns glücklicherweise klare und nebelfreie Wetter ein recht heftiger Sandsturm folgte, der ihr Auto ordentlich beschädigt hat, Lack und Scheiben waren danach wohl ziemlich matt. Da hatten wir wohl richtiges Glück gehabt!
Fazit: Wow, was für ein Land, was für eine Zeit, was für ein Urlaub!!!!! Es waren 21 Tage vollgepackt mit Highlights, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Und eines ist klar: Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein! Was würden wir beim nächsten Mal anders machen? Nichts! Es war ja quasi perfekt. Schön wäre etwas weniger Schlepperei mit der Fotoausrüstung, mit einem 13 kg Rucksack durch die Gegend marschieren war schon manchmal anstrengend (speziell im Wüstensand), aber was soll ich daheim lassen? Ich habe nahezu alles benutzt, was ich dabei hatte und hätte mich sicher geärgert, wenn ich irgendein Bild nicht hätte machen können. Nächstes Ziel Aus den 16.000 Bildern ein Fotobuch erstellen und evtl. auch noch einen Kalender (ist ja auch ein schönes Geschenk!). Und dann ... na ja eigentlich könnten wir dann mal langsam beginnen die nächste Tour zu planen... aber erst mal sind unsere bisherigen Favoriten Irland und Schottland wieder dran.
Ich hoffe ihr habt ein wenig Spaß beim Mitlesen gehabt. Bei denjenigen, die schon in Namibia waren, sind vielleicht ein paar Erinnerungen wieder aufgefrischt worden, bei den anderen ist nun evtl. die Neugier geweckt. Zum Schluss nochmal ein großer Dank an alle hier im Forum, denn das Forum war während der Vorbereitung unsere beste Informationsquelle!