Hallo Zusammen, inzwischen sind leider schon ein paar Wochen vergangen, seit wir (das sind meine Frau, ein guter Freund aus Studienzeiten und ich) wieder aus Namibia zurück sind. Vorab: Es war einfach grandios und wir wären am liebsten geblieben! Vorab möchte ich mich bedanken bei: - Euch allen hier im Forum, ihr habt uns mit vielen Beiträgen, die wir ganz heimlich alle gelesen haben, sehr geholfen und natürlich auch konkrete Fragen beantwortet. - Unserem Reisebüro (AST-Reisen), dass uns nach unserer ersten Planung unheimlich intensiv und geduldig beraten und bis nach Abschluss der Reise toll betreut hat. - Meinem lieben Kollegen Thomas, der mich mit seinen Berichten in der Idee nach Namibia zu reisen bestärkt hat und mir den Tipp mit dem Reisebüro gegeben hat. Ein kleiner Hinweis: Es wird sich eine Weile hinziehen, bis der Bericht fertig ist, die Zeit ist knapp, aber wenn ihr Lust und etwas Geduld habt nehme ich euch gerne mit auf die Reise!
Hier ist unsere Route von 26.05.- 16.6.2014:
Hinflug Frankfurt - Johannesburg - Windhoek mit SAA
Casa Piccolo (Windhoek)
Bagatelle Kalahari Game Ranch (Mariental)
Quivertree Forest Camp (Keetmannshoop)
2x Farm Koimasis
Sossus Dune Lodge
2x Tsondab Valley Scenic Reserve
2 x Central Guesthouse (Swakopmund)
Cape Cross Lodge
Ameib Ranch
Vingerklip Lodge
Otjitotongwe Cheetah Farm (Kamanjab)
2x Okaukuejo Rest Camp (Etosha NP)
Halali Rest Camp (Etosha NP)
2x Onguma Tree Top Camp
2x Düsternbrook
Rücklug Windhoek - Johannesburg - Frankfurt mit SAA
Viele Grüße Michael
Teil 206. Aug. 2014
Und los gehts! Unsere größten Reisetaschen sind gepackt, und auf Grund der vielen Berichte bzgl. Gepäck, das nicht pünktlich ankommt, haben wir natürlich alles brav aufgeteilt. Und siehe da, obwohl das Stativ mit in meiner Tasche war, blieben beide Taschen unter dem Limit (aber geradeso!) 😛 Ähnlich gings mit dem Fotorucksack. Er war zu schwer, aber daheim bleiben darf nichts. Also wurde kurzerhand etwas umgeladen in den Rucksack meiner Frau, bis endlich beide unter dem Limit blieben. Also gings ausnahmsweise mal staufrei los in Richtung Frankfurt. Unterwegs haben wir noch Dirk eingesammelt und waren rechtzeitig am Flughafen. Die erste Überraschung: Unser Reisebüro hat es wirklich geschafft, dass jeder von uns 2 Sitze hatte, was den Flug bei einer überdurchschnittlichen Körperlänge dann doch erträglich macht. Genaugenommen haben wir ihn weitgehend verschlafen, aber es gab ja eh nichts zu sehen. Der Umstieg in Johannesburg verlief auch unspektakulär, es war Zeit für einen Kaffee und schon gings weiter nach Windhoek. Und dank der Infos aus dem Forum war das Einreiseformular dann auch kein Problem für uns. Spannung: Wieviele Gepäckstücke werden wohl ankommen? ALLE!!! Die ersten Hürden sind also genommen und es kann losgehen - fast... Während unser Asco-Fahrer geduldig wartet, versuchen wir und auch andere, dem Geldautomaten etwas zu entlocken, Wohlwissend, dass er nur Visa nimmt (Warum stehen dann andere Kreditkarten mit drauf?) haben wir das versucht, und zwar in allen Varianten der Bedienung und dann auch mit allen anderen Karten - jeder von uns... OK, der Fahrer würde also für seine Geduld kein Trinkgeld bekommen können. Er weiß ja schließlich, wie es in Afrika so läuft.
In Windhoek lud er uns dann im Casa Piccolo ab, wo wir erst mal durchatmen konnten - wir haben es wirklich geschafft! Wir sind in Namibia, 2 Jahre zuvor hätte ich jeden ausgelacht, der mir das erzählt hätte! Da der Tag noch jung ist und wir erstaunlich munter, marschierten wir dann erst mal los, um einen ATM zu suchen, der uns freundlich gesonnen war. Mit Geld in der Tasche gings dann in den nächst besten Supermarkt, um die nötigsten Kleinigkeiten zu kaufen (Peaceful Sleep war in den ersten Tagen übrigens überall ausverkauft). Spontan ließen wir uns in der Unterkunft noch eine Stadtrundfahrt empfehlen und hatten Glück, dass das so kurzfristig geklappt hat - damit gehts dann im nächsten Beitrag weiter.
Teil 306. Aug. 2014
Für die erste Nacht war das Casa Piccolo richtig nett und entspannend: Allerdings haben wir ja nicht viel Zeit dort verbracht. Alexandra holte uns zur Stadtrundfahrt ab und sorgte erst einmal für einen Überblick über Windhoek: Danach ging es nach Katutura. Dieser Stadtteil ist nicht nur sehr groß, sondern auch weitgehend anders als erwartet. Und eines fällt auf: Es ist extrem sauber, ganz egal wie das Heim aussieht. Und ganz anders als bei uns spielt sich das Leben draussen ab. Bei solchem Winterwetter ist das aber auch leichter als bei uns! Ähnlich wichtig wie bei uns, wenn nicht gar wichtiger, sind Autos, man sieht nur saubere Autos in Katutura (ich gehe mal nicht davon aus, dass sie extra für uns geputzt wurden)! Und es sind auch nicht nur alte und billige Exemplare (so einen hätte ich auch gerne 🤩 ): Zur Tour gehören natürlich auch die üblchcen Sehenswürdigkeiten, wie Bahnhof, Christuskirche und die "Kaffeemaschine", alias Nationalmuseum.
Der Abend endete nach einem leckeren Essen in Joes Beerhouse, mit einer ruhigen und erholsamen Nacht. Erwähnenswert ist sicher unsere Überraschung, dass auch Joes Beerhouse recht offen gestaltet ist, und wir dann doch merkten, dass es im Winter kühl werden kann.
Teil 407. Aug. 2014
Das freut mich, dass ihr alle dabei seid! Dann wollen wir mal starten. Nach einem leckeren Früchstück (und schon wieder ist alles auffallend ordentlich und sauber) holt uns unser Asco Fahrer pünktlich ab. Unterwegs fällt auf, dass heute viel mehr los ist, als gestern am Montag. Es sind mehr Menschen unterwegs und die Geschäfte haben alle auf. Inzwischen wissen wir warum. Sonntag war ein Feiertag und da gibt es wohl eine tolle Regel, dass Feiertage, die auf Sonntage fallen, montags nachgeholt werden. Das sollten wir bei uns auch einführen!!! Die Fahrzeugübergabe verlief sehr ausführlich, jedes Teil wurde erklärt und geprüft. Insgesamt sah unser Toyota trotz 100.000 km aus wie neu. Das ist erfreulich. Das Prüfen, ob der Tank wirklich voll ist, war dann doch eher befremdlich, es wird getankt, bis es kräftig überläuft... "und wenn ihr das Auto zurückbringt machen wir das wieder so...". Na jedenfalls war der Tank voll und somit alles startklar. Den einzigen Fehler des Wagens haben wir leider erst viel später bemerkt: Der Schalter des Fensterhebers auf der Beifahrerseite funktionierte nur halb, Öffnen ging nur von der Fahrerseite aus, was natürlich zum Fotografieren etwas lästig war, aber es ging ja zumindest irgendwie. Mit Hilfe der Tourbeschreibung unseres Reisebüros fanden wir dann auch ganz schnell den Weg aus der Stadt nach Süden. Das Abenteuer hat nun wirklich begonnen. Erster Eindruck: Die Straßen sind top! Und sie sind endlos lang!
So eine Weite haben wir noch nie erlebt! Wir kommen gar nicht aus dem Staunen und fahren einfach mal geradeaus... (so 1-2 Stunden 😎 ) Unterwegs sehen wir die ersten Tiere: Springböcke und Paviane, aber immer wenn wir anhalten sind sie weg, aber es ist ja quasi unser erster richtiger Tag in Namibia. Nächste Herausforderung: Wir brauchen eine Toilette. Also halten wir an der nächsten Tankstelle, tanken nochmal Bargeld (davon haben wir übrigens doch so einiges gebraucht), kaufen noch ein paar Dinge ein (Peaceful Sleep ist wieder mal ausverkauft) und suchen die Toiletten auf. Und schon wieder die inzwischen bekannte Überraschung: Es ist einfach, aber blitzsauber, das ist in Deutschland leider selten zu finden. Kurz darauf verlassen wir dann den Asphalt und es geht weiter in Richtung Bagatelle auf unserer ersten echten Pad. Ungewohnt aber angenehm zu fahren, die Unwucht ist fast nicht mehr zu spüren und irgenwie fühlt es sich viel richtiger an als die Asphaltstraße! Und das von Asco verordnete Limit von 80 km/h scheint tatsächlich vernünftig, wie die ersten Kurven zeigen. Am Wegesrand sehen wir nun die ersten Webervogelnester
und kurz darauf auch das erste Siedelwebervogelnest - wir sind beeindruckt!
Langsam zeigt sich auch die Landschaft der Kalahari mit roten Dünen und dazwischen wieder unglaublicher Weite.
Mein Gott ist das schön hier! Kurz darauf erreichen wir die Einfahrt zur Bagatelle Lodge und erleben das Procedere der Registrierung - Formulare ausfüllen wie in Deutschland, und beim CheckIn dürfen wir das dann auch gleich wieder machen, wir haben uns im Laufe der drei Wochen dran gewöhnt...
Teil 507. Aug. 2014
Auf einer einspurigen Sandpiste geht es weiter zur Lodge. Rund um uns herum sehen wir Springböcke, so viele, dass es fast schon unwirklich ist. Vor der Lodge werden wir schon mit Welcomedrinks erwartet, uns geht es einfach nur gut! Nach dem Check In machen wir einen kleinen Rundgang durch die Lodge und melden uns auch gleich noch für einige der angebotenen Aktivitäten an.
Danach brechen wir zu unsere Unterkunft auf, die ein paar Meter abseits auf der Düne liegt:
So sieht das ganze noch unspektakulär aus, und es ist uns noch nicht klar, warum wir so lange voraus gebucht haben, um zwei dieser "Hütten" zu bekommen. Das ändert sich aber schlagartig, als wir oben ankommen, es verschlägt uns mehr oder weniger die Sprache:
Ein freier Blick in die Weite, ein Wasserloch in Sichtweite und überall springen Tiere herum! Wir sind im Paradies!
Und auch von innen sieht das ganze ganz einladend aus:
Irgendwie kommt die Angst auf, dass wir gleich wach werden und daheim im Bett liegen... Das Bad verschärft dieses Gefühl noch, irgendwie scheinen wir in einem Film gelandet zu sein.
Teil 607. Aug. 2014
Inzwischen haben wir uns gegenseitig ein paar mal gezwickt und sind glücklicherweise nicht zu hause im Bett aufgewacht und starten mit einer Gepardenfütterung. Im offenen Auto geht es ins Gehege und die Kätzchen tauchen auch sofort auf, um ein wenig für Fotos zu posen und sich ihr Fleisch abzuholen. Wir sind begeistert - so nah so offen an so schönen Tieren durften noch nie sein.
Die Auslöser klicken und die Kameras können zeigen was sie können. Glücklicherweise haben wir reichlich Akkus und Speicher dabei. Allerdings kommen mir schon jetzt (es ist ja noch immer der erste "echte" Tag) Zweifel, ob 1 TB Speicher wohl reichen wird. Direkt im Anschluss geht's noch auf eine Düne zum Sundowner. Das Lodge-Team ist schon da und hat etwas vorbereitet. Und der Eindruck, dass wir Teil eines Spielfilms sind, hört auch bei Wein, Biltong und Gin Tonic nicht auf. Zum ersten Mal erleben wir kurz nach 17:00 einen Sonnenuntergang in Afrika, ein tolles Farbenspiel, das aber schnell vorbei ist. Danach gibt es auch schon Essen - unser erster Springbock, frisch vom Grill und unglaublich lecker! Und während wir am Essen sind, schaut ein anderer Springbock kurz durch die offene Tür herein ( ... und wirft sozusagen einen Blick in die Zukunft 😈 ). Gut gesättigt brechen wir auf zu unserer Düne und sehen den Sternenhimmel, Das ist unglaublich!!! Und wir haben richtig Glück: Es ist Neumond. Also Kamera aufs Stativ und einfach mal abgedrückt:
Teil 707. Aug. 2014
Tag 3 startet sehr früh zu einem Morningdrive. Während andere Gäste mit den Buschmännern auf Pirsch gehen (es ist übrigens ziemlich frisch und wir haben Skiunterwäsche und dicke Jacken an!), sind wir nur zu dritt.
Während unser Guide noch schnell einen Reifen tauschen muss sehen wir direkt vor der Lodge schon die ersten Tiere:
Dann geht's los in die tolle Landschaft und wir bekommen einiges geboten:
Nach diesen Eindrücken gibt's erst mal Frühstück und wir müssen leider aufbrechen nach Süden - was soll denn eigentlich in den kommenden Tagen und Wochen noch besser werden?
Teil 808. Aug. 2014
Schön, dass ihr alle dabei seid. Und ja, der Virus hat uns gepackt, und nicht nur uns, sondern inzwischen auch ein paar andere, ganz alleine vom Bilder gucken. Es ist halt nicht ganz billig und somit nicht jedes Jahr möglich. Außerdem müssen wir ja auch zwischendrin unserem bisher favorisierten Reiseland Irland mal wieder einen Besuch abstatten, aber die ersten Ideen reifen schon....
Der 3. Tag geht nach dem verspäteten Frühstück weiter: Ziel ist Keetmannshoop und der Köcherbaumwald. Die Landschaft ist wieder geprägt von Weite und endlos langen geraden Straßen, inzwischen stoppen wir schon die Zeit zwischen zwei Kurven, aber meistens ist es so lang, dass wir schon gar nicht dran denken. Insgesamt ist diese Strecke nicht besonders spannend und ohne den Morningdrive hätten wir auch sicher eine andere Route gewählt.
Quivertree Forest Camp ist deutlich weniger spektakulär als Bagatelle und da wir auf der langen Gerade schnell vorwärts kamen ist auch noch Zeit für den Giants playground.
Nach diesem Abstecher kamen wir gerade rechtzeitig zur Raubtierfütterung und waren etwas überrascht, als der Farmer das Fleisch nicht über den Zaun geworfen hat, sondern das Tor öffnete und meinte "kommt mit rein"! Die Fütterung ist nicht unbedingt naturnah, aber dafür begegnen wir den Miezen nun auf Augenhöhe und ohne jeglichen Zaun bzw. ein Auto. Für ein Foto (ok es war deutlich mehr als eins) war es aber ok.
Das Timing ist dann nahezu perfekt für die Köcherbäume und so verbringen wir den Sonnenuntergang zusammen mit vielen anderen Fotografierwütigen.
Teil 908. Aug. 2014
Tag 4 Kurz vor Sonnenaufgang wird es draußen laut: Direkt vor unserem Fenster toben zwei der Geparden herum - so wird man nicht alle Tage geweckt! Die heutige Etappe ist lang aber wie sich herausstellt sehr abwechslungsreich.
In Aus wagen wir es dann zum ersten Mal zu tanken, eine Aktion. für die man durchaus etwas mehr Zeit einplanen muss als bei uns. Der Sprit scheint nur tropfenweise zu laufen, aber Zeit spielt bereits am 4. Tag unserer Reise eine völlig untergeordnete Rolle! Kein Zeitdruck, kein TV, kein Radio, keine Zeitung und kein Handy, nur Natur und Ruhe, irgendwas machen wir sonst falsch!!! Ab Aus verlassen wir die Asphaltstraße in Richtung D707 und die Landschaft wird unglaublich schön!
Auch die Nähe zur Namib wird langsam deutlich:
Nach ein paar Stunden erreichen wir dann auch die Einfahrt nach Koiimasis, endlich sind wir da! Oder auch nicht. Die Piste ist stellenweise sehr holprig und zieht sich ziemlich lang. Zwischendrin müssen einige Gatter geöffnet und natürlich wieder geschlossen werden und wir können uns nicht so recht vorstellen wo wir hier eigentlich übernachten sollen.
Aber irgendwann haben wir Koiimasis dann doch erreicht, eine toll gebaute Lodge mit grandiosem Ausblick.
Wir lassen es uns gut gehen und genießen den Sonnenuntergang, ein leckeres Essen und wieder einmal den grandiosen Sternenhimmel.
Teil 1009. Aug. 2014
Tag 5 Heute gibt's mal etwas Bewegung! Nach dem Frühstück marschieren wir los, an der Farm vorbei in die Landschaft. Das tut richtig gut und die Weite wird immer eindrucksvoller.
Abends unternimmt Roland noch eine Ausfahrt mit uns, so dass wir noch etwas mehr von der Landschaft erleben können.
Zum Sundowner geht dann auf einen der kleinen Berge mit tollem Rundumblick:
Teil 1110. Aug. 2014
Tag6 Heute verlassen wir Koiimasis in Richtung Wüste und der Abschied fällt ähnlich schwer wie in Bagatelle. Wir haben immer mehr Sorgen, dass wir unsere Route ungünstig geplant haben, was soll denn bitte nach solchen Highlights noch kommen? Die Fahrt bringt wieder viele neue Eindrücke und wir entdecken ungewohnte Schilder.
Und das Beste an diesen Schilder ist: Sie funktionieren! Keine 100 Meter nach dem Schild sehen wir unsere ersten Zebras.
Die Formalitäten bei der Einfahrt zum Sossusvlei sind auch einigermaßen einfach erledigt, so dass wir unser Quartier in der Sossus Dune Lodge bald beziehen. Hier ist alles recht förmlich mit Begrüßung, Einweisung usw. aber insgesamt auch richtig gut. Die Zeit ist zwar nicht üppig, aber wir müssen ja nicht bei Sonnenuntergang aus dem NP heraus sein, 😛 so dass wir uns noch auf den Weg machen und ein paar Dünen sehen und besteigen können. Allerdings ist das in der Nachmittagssonne bei leichtem Wind nicht wirklich angenehm. Der Aufstieg auf die Düne 45 ist schlimmer als 1000 m in den Alpen, insbesondere auch, weil sich der feine Sand/Staub in der Lunge deutlich bemerkbar macht und das Atmen fast verhindert. Hier noch ein paar kleine Impressionen der Dünen am späten Nachmittag.
Auf dem Rückweg werden wir noch von einem Ranger gestoppt, der uns nett darauf hinweist, dass wir nun bald aus dem Park sein müssen und wissen will, ob da noch andere Touristen hinter uns kommen. Das können wir ihm leider nicht sicher sagen. Die Info, dass wir in der Sossus Dune Lodge übernachten, macht das Ganze noch deutlich entspannter und wir plaudern noch etwas mit ihm. Um ehrlich zu sein hatte ich schon Sorgen, dass er gemerkt hat, dass ich doch etwas schneller als mit den erlaubten 60 unterwegs war. Das Abendessen wird auf der Terrasse serviert, begleitet von geschäftstüchtigen Mitarbeitern der Lodge, die die Morningdrives anpreisen. Das führt bei uns zu einigen Diskussionen. Es sind ja nur ein paar km durch den Sand und wir haben ein Allradfahrzeug ... Wichtig ist auch, dass wir ja eigentlich nur früh genug im Deadvlei sein wollen und keinesfalls auf eine weitere Düne klettern wollen. Am Ende ziehen aber vor allem die Argumente, dass Tourteilnehmer das Zimmer erst später räumen müssen und es ein Frühstück im Sossusvlei gibt. So entscheiden wir uns schließlich für die Tour. Im Nachhinein waren wir froh darüber, denn wir hätten im Halbdunkel sicher das Deadvlei verpasst, den Fußweg nicht gefunden oder uns so wie einige andere im Sand festgefahren.
Teil 1213. Aug. 2014
Tag 7 Wir haben den Wecker sicherheitshalber ein paar Minuten vor unserem Wakeup-call gestellt. Aber pünktlich wie bestellt, werden wir geweckt und machen uns kurz darauf auf, um erstmal einen Kaffee zu trinken. Beim Aufbruch zur Sossusvlei-Tour ist es noch stockdunkel und wie schon erwähnt scheint es uns schwer a) die Spur durch den Sand zu erkennen b) den Deadvlei Parkplatz zu sehen und c) dann im Dunkeln den Weg zu erahnen. Insofern war es jetzt schon gut, nicht auf eigene Faust losgezogen zu sein. Während sich quasi alle, die mit dabei sind, auf den Weg auf Big daddy machen,
laufen wir eilig in Richtung Deadvlei, wir machen das ja nicht zum Spaß! Einer von uns dreien (ich) will bei Sonnenaufgang dort sein, um Fotos zu machen! Am Ende haben wir viel Zeit, sehr viel Zeit. Und: Wir spüren, dass es nachts im Winter in der Namib ganz schön kalt werden kann! Als die Sonne dann so langsam hervorkommt, tauchen auch andere Verrückte auf, die ihre Stative positionieren, auf dem Boden herumkriechen und beim Fotografieren die Kälte und den Rest der Welt vergessen.
Aber es lohnt sich, das Licht ist wirklich fantastisch und nachdem die Bilder im Kasten sind, wird es auch langsam etwas wärmer.
Besonders spannend ist die Veränderung des Lichts zu beobachten. die beiden folgenden Bilder sind nur wenige Minuten nacheinander aufgenommen!
Als die Sonne dann endlich das gesamte Deadvlei in Licht taucht, holt uns Sammy, unser Guide, ab und ruft zum Frühstück im Sossusvlei. Auf dem Rückweg sehen wir erst so richtig, dass wir tatsächlich mitten in der Wüste sind. Auf dem Hinweg war es dazu noch zu dunkel!
Das Frühstück ist richtig nett und vor allem völlig entspannt, da wir es ja nicht eilig haben, in die Lodge zurückzukommen. So ist der gesamte Morgen dieses Tages schon wieder ein unvergessliches Highlight der Reise - und dieser Tag ist noch lange nicht zu Ende!
Teil 1320. Aug. 2014
Tag 7 - Fortsetzung Es kann weiter gehen, der Rechner läuft wieder! 😄 Wie versprochen ist Tag 7 noch lange nicht vorbei! Bei der Rückkehr aus dem Sossusvlei sehen wir Touristen, die im Sand stecken geblieben sind und unser Fahrer Sammy versucht noch sein Bestes, ihnen zu helfen, aber da brauchte es dann mehr, das Auto steckte bis zum Bodenblech im Sand. Das war also noch eine Bestätigung dafür, dass es nicht ganz falsch war, die Tour zu buchen. Nach der Rückkehr konnten wir dann in aller Ruhe auschecken und uns auf den Weg machen. Nächstes Ziel: Apfelkuchen, ihr wisst schon wo. Solitaire lag auf unserer Strecke und war somit Pflichtprogramm. Außerdem passte die Uhrzeit auch ganz gut für eine Tasse Kaffee und leckeren Kuchen. Unser eigentliches Ziel, Tsondab Valley, war ja auch nicht weit entfernt, die Einfahrt zur Farm erreicht man nur wenige Minuten nach Solitaire. Kurz nach dem Gatter wurden wir von einer ganzen Oryx-Herde empfangen, einige davon "zwangen" uns direkt zum nächsten Foto-Stopp:
Die Fahrt bis zum Ziel zog sich nun noch ein ganzes Stück durch eine atemberaubend schöne Landschaft. Irgendwie konnten wir uns dabei nie so richtig vorstellen, wo denn hier die Lodge sein sollte. Nach jeder Biegung und jedem Hügel erwarteten wir das Ziel, doch das Farmgelände zeigte uns die wahre Weite Namibias. Es dauerte am Ende deutlich über eine halbe Stunde, bis aus dem Nichts die Gebäude auftauchten. Dort angekommen wurden wir herzlich und unglaublich persönlich empfangen. Und so saßen wir erst einmal auf der Terrasse, erfrischten uns mit hausgemachter Limonade und lernten mit Kristin und die beiden Praktikanten kennen. Erst später bezogen wir unsere Bungalows mit traumhaftem Blick in die Landschaft.
Kurz darauf haben wir die Chance, Kristins Mann Hans im Tiefflug mit der Cessna an uns vorbeifliegen zu sehen. Hinweis: Die entgegengesetzte Blickrichtung folgt 😛
Beim Sundowner auf der Terrasse genießen wir das Spiel des Lichts und können uns an der Landschaft gar nicht satt sehen. Irgendwie ist es hier anders, es fühlt sich nicht nach Lodge an, sondern viel persönlicher, mehr wie zu Besuch bei Freunden!
Nach dem leckeren Essen, dürfen wir entscheiden, ob wir auf dem Dach der Bungalows schlafen wollen, wir überlegen kurz, es ist ja schließlich Winter, und entscheiden uns richtig - also dafür! Und das war gut so, denn die folgende Nacht wurde sehr viel kälter! Es wurden also zusätzliche Matratzen aufs Dach gebracht und das Bett dort gerichtet, so dass wir die Möglichkeit hatten, jederzeit mit der warmen Decke umzuziehen. Aber das war weder nötig noch wollten wir es. Eine Nacht unter dem Sternenhimmel Namibias ist ein echtes Erlebnis. Man blickt nach oben und sieht Sterne, nicht ein paar wie bei uns, sondern tausende - die ganze Milchstraße! Und dazwischen huschen immer mal Sternschnuppen durchs Blickfeld. Die Natur wird dann irgendwann immer ruhiger, wenn auch nie ganz still und wir beginnen gegen den Schlaf anzukämpfen, es wäre schließlich zu schade, diesen Eindruck zu verschlafen! Was soll ich sagen, irgendwann sind die Augen dann wohl doch zugefallen, erst das Einsetzen der Geräuschkulisse (die verschiedenen Vogelarten scheinen feste Zeiten und eine feste Reihenfolge zu haben!) weckt uns kurz vor Sonnenaufgang auf.
Teil 1426. Aug. 2014
Tag 8 (... und der Rechner lief doch nicht, trotz inzwischen sicher 20 Neuinstallationen. Jetzt geht es zumindest so halbwegs, aber irgendwas stimmt nicht ... aber Hauptsache ist, dass es immer mal wieder ein Stück weiter geht!) Nach dieser unglaublichen Nacht, in der es glücklicherweise auch nicht zu kalt wurde, sind wir trotzdem gut ausgeruht und planen den neuen Tag - genaugenommen den Vormittag, denn für den Nachmittag haben wir schon etwas vorgenommen. Ziel soll der "geheime Canyon" sein. Wir ohne umfangreiches Frühstück, um vor der Mittagshitze zurück zu sein und danach unser Frühstück als Brunch einzunehmen. Nach genauer Beschreibung des Wegs starten wir auf einem Fahrweg bis zu einem markanten Baum, den man von der Unterkunft aus sehen konnte.
Ab da ging es dann (kleine Abkürzung von 1 h) querfeldein über die Dünen, mitten hinein in diese herrliche weite Landschaft.
Und siehe da, nach einiger Zeit fanden wir den Eingang zum Canyon genau dort wo wir ihn erwarten durften! Am Anfang ist es noch unspektakulär, aber je tiefer man hineinläuft, desto enger wird es, bis man am Ende wirklich zwischen Felswänden steht. Hier unten scheint es auch deutlich kühler und feuchter zu sein, denn es gibt richtig frisches Grün! Und es gibt noch etwas...
... wie sich herausstellte, waren das nicht die letzten Touristen, die den Canyon besucht haben, sondern vermutlich die Reste einer Leopardenmahlzeit, die wohl schon etwas länger zurücklag. Gesehen haben wir zumindest keinen. Am Ende fanden wir dann auch den Ausstieg aus dem Canyon und folgten der Wegbeschreibung "über die Dünen", um zum vereinbarten Treffpunkt zu gelangen. Eigentlich kann man den Weg nicht verfehlen, aber das Gefühl in einer solchen Gegend ohne Weg und ohne Markierungen zu wandern ist schon klasse.
Auch wenn es noch lange nicht Mittag war, merkten wir jetzt, wie gut es war, früh aufzubrechen! Hier am Rand der Namib ist die Wintersonne auch am Vormittag nicht zu verachten. Und so waren wir dann froh, als wir irgendwann in der Ferne den alten Landrover sahen, mit dem uns Kristin wie vereinbart abholte und zu unserem verspäteten Frühstück / Brunch brachte. Und das schmeckte nach diesem Ausflug nochmal so gut!
Teil 1526. Aug. 2014
Fortsetzung Wie schon erwähnt, hatten wir den Nachmittag fest verplant. Nachdem wir uns gestärkt und etwas von der Wanderung erholt hatten (einige von uns auch im winterlich frischen Pool 😎 ) ging es mit Hans auf Tour. Da das Farmgelände groß ist, ist das Ziel perfekt ausgeschildert!
Nach ausführlichen Checks der Maschine ging es dann los, einmal quer über die Namib bis zur Küste. Hatten wir auf unserer Tour eigentlich schon Highlights??? Das ist jetzt wirklich eins!
Die Weite ist nochmal um Dimensionen anders, irgendwie kommt einem Raumschiff Enterprise in den Sinn, nur leicht abgewandelt: "Die Namib, unendliche Weiten...". Dazu kommen grandiose Formen und Farben. Hans ist mit seinen vielen tausend Stunden Flugerfahrung unglaublich souverän und man spürt, wie sehr er das Fliegen liebt! Er kennt alle sehenswerten Punkte wie Schiffswracks, verlassene Diamantenstädte und vieles mehr und fliegt jeden davon gezielt an. Je näher wir der Küste kommen, desto intensiver erstrahlt der Dunst in der tiefstehenden Sonne - faszinierend! (irgendwie werde ich die Enterprise nicht los 😛 )
Auch wenn wir es ja vorher wussten, aber wenn man es von oben sieht ist der abrupte Übergang von Wüste ins Meer richtig heftig.
Der Rückflug zur Lodge zeigt dann ganz neue Eindrücke. Die Namib hat viele Gesichter; besonders spannend ist der Flug entlang eines Trockenflusses, der zwei völlig unterschiedliche Landschaften voneinander trennt.
Kurz vor der Landung geht es an der Lodge vorbei (ich habe euch ja die entgegengesetzte Blickrichtung versprochen!) und wir sind dann pünktlich zum Sundowner zurück am Boden.
Was für ein Tag!!!!!! Den Abend verbrachten wir dann beim Braai zusammen mit Kristin und Hans und ihren super netten Praktikanten. Neben leckerem Essen gab es für uns auch viel Interessantes über das Leben am Rande der Wüste in dieser wundervollen und abgeschiedenen Gegend. Leider war es an diesem Abend deutlich kälter geworden, so dass eine zweite Nacht unter freiem Himmel nicht möglich war. Was für ein Glück, dass wir die Chance am Vorabend genutzt hatten!
Teil 1628. Aug. 2014
Tag 9 Heute heißt es Abschied nehmen von Tsondab. Das fällt nicht leicht, wir haben uns hier so unglaublich wohl gefühlt, doch es hilft nichts, die Unterkünfte sind gebucht und so machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung Swakopmund. Die Strecke führt zunächst durch interessante Landschaften /Kuiseb), aber irgendwann geht es dann quasi quer durch die Namib und ist dort nicht wirklich abwechslungsreich.
Am Vogelfederberg hat irgendwer ein Titelbild für unsere Bilderserie vorbereitet. Vielen Dank dafür! Vielleicht war das ja einer von Euch!?
Nach dieser langen Etappe beziehen wir unsere Unterkunft in Swakopmund, erkunden das Städtchen, genießen den Sonnenuntergang am Meer und verdrücken im Western Saloon eine riesige und leckere Fischplatte.
Teil 1729. Aug. 2014
Tag 10 Gut ausgeruht brechen wir heute schon früh auf in Richtung Walvis Bay. Wir haben eine Bootstour mit Mola Mola gebucht und wollen natürlich nicht zu spät sein. Erstaunlicherweise hält sich der morgendliche Nebel sehr in Grenzen, wir hatten da mir deutlich mehr gerechnet, Gleiches gilt für den Verkehr. So sind wir sehr pünktlich im Büro von Mola Mola, wo wir als Dreiergruppe auch direkt erkannt werden. Bis es los geht reicht die Zeit noch, für einen Kaffee in der klaren Morgensonne. Die Tour ist richtig nett und erlebnisreich. Wir sind ständig von Pelikanen umlagert, Eine Robbe kommt an Board und meine Frau lässt sich die Gelegenheit einer Umarmung mit dem "Raubtier" nicht entgehen. Glücklicherweise steht der Skipper hinter ihr und hat dem ungestümen Sprung genug Masse entgegenzusetzen! 😛
Unterwegs sehen wir auch einige Delfine, allerdings kommen sie nicht sehr nah ans Boot. Vielleicht liegt es daran, dass sie Jungtiere dabei haben.
Gegen Mittag gibt es einen kleinen Snack an Board und unser Freund ist begeistert von den Austern, zumal er so ziemlich der einzige auf dem Boot ist, der Austern mag - somit hatte er nicht zu wenige! 😕
Für den Rückweg wählen wir eine andere Route und sind sofort wieder mitten in der Wüste, obwohl wir nur ein paar Kilometer vom Meer entfernt sind. Das ist echt nicht zu glauben. Und wie am Vorabend sind wir zum Sundowner wieder am Jetty und genießen die Aussicht. Besonders nett und leider nicht im Bild dokumentiert: Während ich mein Windhoek trinke, platscht mir auf einmal etwas ins Genick und erschreckt sich nicht weniger als ich. Da hat mich doch ein Kormoran als Landeplattform missbraucht und sitzt verdutzt auf meiner Schulter.
Teil 1829. Aug. 2014
Tag 11 Es ist schon wieder ein fast nebelfreier Morgen in Swakopmund. Heute steht die Living Desert Tour auf dem Programm. Wir packen direkt nach dem Frühstück unser Gepäck ins Auto, dürfen dieses aber noch auf dem Parkplatz des Guesthouse stehen lassen, so brauchen wir uns darüber keine Sorgen machen. Pünktlich wie vereinbart werden wir von Ansgar unserem Guide abgeholt und sammeln noch ein paar weitere Gäste ein. Irgendwie hatten wir gehofft, dass Chris die Tour persönlich leiten würde, aber ich kann schon jetzt sagen, dass Ansgar das richtig klasse gemacht hat! Zunächst erklärt er uns einige Zusammenhänge des Lebens in der Wüste und geht dann auf die Suche, um kurz darauf ein erstes Tier aus dem Sand zu ziehen:
Und schon springt er weiter und beginnt bei einem winzigen Löchlein im Sand zu buddeln und findet eine Spinne,,,
Zwischendrin geht es mit dem Geländewagen immer weiter in den Sand. Jedes Mal wenn Ansgar irgendetwas erspäht hat, springt er aus dem Auto und beginnt zu buddeln.
Und meistens hat er Glück und findet, was er sucht.
Besonders auffällig ist, wie vorsichtig er mit den Tieren umgeht und auch beim Laufenlassen sorgfältig nach einer geeigneten Stelle sucht, wo das Tier sich wieder eingraben kann. Das fanden wir alle sehr bemerkenswert! Insgesamt führt er die Tour auf eine sehr angenehme und ruhige Art. Hier sind noch ein paar der Tiere, die er für uns erspäht hat.
Und auch hier, hatte er keine Angst, barfuß durch den Sand zu laufen.
Eine Spezies fehlte noch und die hat nicht Ansgar sondern unser Freund gefunden, und das gleich im Doppelpack!
Die zwei hatten wie es scheint ihren Spaß, und wir natürlich auch. Unabhängig von den Tieren, war aber auch die Fahrt durch die Dünen spektakulär, wir hätten es nie für möglich gehalten, wo ein Auto mit geeignetem Fahrer noch durchkommt!
Leider war der Vormittag nur zu schnell vorbei, aber es hat sich in jedem Fall gelohnt. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an Ansgar!
Teil 1929. Aug. 2014
Fortsetzung Tag 11 Am frühen Nachmittag kamen wir zurück zum Guesthouse und holten unser Auto. Für diesen Tag hatten wir eine relativ kleine Etappe eingeplant, schließlich hatten wir ja auch schon ein ganz ordentliches Programm. Auf der Salzstraße ging es in Richtung Norden. Leider wurde gerade an der Straße herumgewerkelt, wozu sie ordentlich mit Wasser eingeweicht wurde.
Das glänzt zwar schön in der Sonne, aber es fährt sich wie auf Schmierseife und das Auto sah hinterher richtig übel aus... Am späten Nachmittag erreichten wir dann Cape Cross und besuchten die Robben. Wir haben ja am Vortag schon einige bei der Bootstour gesehen und einzelne sogar sehr nah erleben dürfen, aber das sind hier nochmal andere Dimensionen!
Und wie man weiß, verströmt eine solche Anzahl von Tieren nicht nur einen heftigen Gestank, sondern macht auch einen ungeheuerlichen Lärm. Irgendwie scheint hier jeder jeden ständig anzubrüllen.
Aber am Ende halten wir es dann doch ungefähr eine Stunde aus. Es ist ein tolles Erlebnis, zumal auch noch einige Jungtiere da sind.
Pünktlich zur Schließung verlassen wir das Gelände und sind zum Sundowner in der Lodge, wo wir bei laut tosender Brandung einen herrlichen Sonnenuntergang genießen dürfen.
Teil 2030. Aug. 2014
Da euch die Sonnenuntergänge so gefallen, lege ich einfach noch zwei nach 😎
Teil 2105. Sept. 2014
Tag 12 Erstaunlicherweise haben wir doch recht gut geschlafen, obwohl die Brandung und der Wind sehr laut waren! Und es ist schon wieder ein recht kühler Morgen bei Sonnenschein ohne Nebel. Hatten nicht alle gesagt, dass es an der Küste morgens immer neblig ist? Uns soll es recht sein! Heute geht es ein Stück zurück und dann wieder weg von der Küste in Richtung Spitzkoppe. Die Strecke bis dorthin ist nicht besonders reizvoll, dafür entschädigt das Ziel mit sehr interessanten Felsformationen.
Da wir ja keine Camper sind, fahren wir noch ein Stück weiter zur Ameib Ranch.
Direkt hinter dem Gate begrüßt uns eine Giraffe, doch wir fahren erst mal direkt zur Ranch und beziehen unser Quartier.
Auch Ameib hat einige Felsformationen zu bieten, die bekanntesten sind der Elephants Head
und Bulls Party
Leider haben wir die Phillips Cave nicht mehr geschafft, da wir einige Zeit damit verbrachten, winzige verlorene Teile der Fotoausrüstung zu suchen, die irgendwann irgendwo in der letzten Stunde verschwunden waren, während wir die Gegend erkundet haben... Dadurch hatten wir aber das Glück, dass auf dem Weg vom Elephants Head zum Startpunkt des Weges zur Phillips Cave einige Giraffen auf dem Weg standen.
Insgesamt war es ein sehr schöner Aufenthalt auf Ameib. Wir waren die einzigen Gäste und hatten so sehr viel Ruhe, leckeres Essen (u.a. das beste Vollkornbrot, das ich jemals gegessen habe!) und wären gerne noch etwas geblieben....
Teil 2205. Sept. 2014
Tag 13 Die Nacht war kalt, aber das merken wir erst beim Frühstück. Wie üblich findet dieses nicht in einem geschlossenen Raum, sondern an der frischen Luft in der Lapa statt - und das ist trotz Fleece Jacken und Heizpilz heute richtig eisig. Insofern freuen wir uns danach sogar auf die lange Fahrt im beheizten Auto! Kurz entschlossen wählten wir nicht die vorgeschlagene Route über die großen Straßen, sondern entschieden uns für die reizvollere Route über Uis vorbei am Brandberg.
Die Landschaft ist hier richtig klasse und wir genießen die Fahrt. Im Gegensatz zu den Schildern mit den Zebras einige Tage zuvor funktionierte dieses Schild leider nicht.
Am Nachmittag erreichen wir dann die Vingerklip Lodge und sind begeistert von dieser schönen Anlage in traumhafter Landschaft.
Direkt beim Checkin haben wir im Eagles Nest einen Tisch fürs Abendessen reserviert und machen uns rechtzeitig auf den Weg, um den Sonnenuntergang von oben zu genießen. Der Weg über die Treppe wirkt etwas abenteuerlich und wir versuchen den Gedanken an den Rückweg im Dunkeln zu verdrängen, wir haben ja schließlich zur Sicherheit unsere Stirnlampen dabei! Der Ausblick von oben ist jedenfalls grandios!
Gibt es einen besseren Platz für den Sundowner?
Kurz nachdem die Sonne verschwunden ist, werden wir zu Tisch gebeten. Es gibt Eland vom Grill und viele andere Leckereien. Irgendwann müssen wir aufgeben, so lecker es auch ist, es passt nichts mehr, und irgendwie müssen wir ja auch wieder runter in die Lodge. Das gestaltet sich dann überraschend einfacher, da der Weg und vor allem die Treppe gut beleuchtet sind.
So finden wir dann zurück ins Quartier und genießen den Blick auf den Sternenhimmel (heute nicht mehr ganz so eindrucksvoll, da der Mond recht hell scheint).
Was soll ich sagen: Namibia ist herrlich und uns geht's richtig gut
Teil 2308. Sept. 2014
Wisst ihr was, wenn ich gerade den Rechner an habe, schreibe ich einfach ein Stück weiter ...
Tag 14 Der letzte Abend hat sehr abrupt geendet, irgendwann war plötzlich das Licht aus. Wir waren nicht vorgewarnt und wissen bis heute nicht, ob das gewollt war oder ein technischer Defekt, aber nach 2 Wochen macht einem so etwas nichts mehr aus. Inzwischen wachen wir auch immer schon einige Zeit vor Sonnenaufgang auf, so dass ich die Gelegenheit für einen kleinen Fotospaziergang zum Sonnenaufgang auf dem Lodgegelände nutzen kann. Und wie das so ist, fällt mir 5 Minuten vor Sonnenaufgang ein, dass der Blick vom Eagles Nest um diese Zeit auch ganz nett sein könnte. Gesagt getan, 5 Minuten reichen, aber die Pumpe ging dann doch ganz ordentlich und von morgendlicher Kälte war auch nichts mehr zu spüren (besonders nach der Treppe). Wenn ihr dort seid: Es lohnt sich, besonders wenn man dann ganz alleine dort oben ist!
Nach dem Rückweg hat man dann auch ausnahmsweise einmal das Gefühl, das Frühstück verdient zu haben! Bevor es auf die nächste Etappe geht machen wir zusammen noch einen kleinen Ausflug zur Vingerklippe, wenn man schon hier ist, ist das eigentlich ein Muss. Und dieses Ziel ist auch leicht zu finden, da es nicht nur von weitem gut sichtbar und eigentlich nicht verfehlbar ist, der Weg ist zusätzlich für alle, die den Felsen sonst nicht sehen, gut ausgeschildert!
Heutiges Ziel ist Kamanjab. Da die Strecke nicht besonders lang ist, entscheiden wir uns für eine andere Route von Vingerklip zur Hauptstraße und entdecken eine interessante Landschaft. Es wachsen hier recht viele Bäume, die sogar ziemlich grün sind. Doch sie wachsen direkt aus dem Geröll.
Wir sehen auch einige Rinderfarmen mit wohlgenährten Rindern, aber keinerlei Grasflächen. Auch hier gibt es nur Bäume und Geröll. Weiß einer von euch, wovon die Tiere dort leben? Wir konnten es uns absolut nicht erklären. Nach der Durchquerung einiger Trockenflüsse mit unserem seit Swakopmund nicht mehr ganz so sauberen Auto,
erreichen wir irgendwann auch wieder die Hauptroute nach Khorixas, eine schier endlos lange Straße (ich glaube wir haben mehrere 100 solche Bilder...).
Der Rest der Strecke ist wenig aufregend, doch die Eindrücke der zuvor gefahren Route beschäftigen uns noch, bis wir bei Kamanjab zur Otjitotongwe Cheetah Farm abbiegen. Nach der Vingerklip Lodge ist dies ein echtes Kontrastprogramm! Aber es ist keinesfalls schlechter! Natürlich sind wir wegen der Geparden hier und näher kann man sie wohl kaum erleben! Seit ich ein Kind war (und das ist schon ziemlich lange her), habe ich immer davon geträumt Raubkatzen einmal ganz nah zu erleben - dies ist der Tag, an dem dieser Traum endlich wahr wurde! Man kann davon halten was man will, es ist sicher nicht artgerecht, aber wir fanden es toll. Die Bilder davon zeige ich aber aus den zuvor genannten Gründen nicht, ich hoffe ihr könnt es mir verzeihen. Dafür sind hier noch zwei Bilder von der Fütterungstour,
Am Abend lassen wir bei leckerem Essen noch einmal die Eindrücke dieses Tages Revue passieren, es war schon wieder ein Tag mit echten Highlights (wie jeder einzelne zuvor!!!).
Teil 2416. Sept. 2014
Ich glaube, es ist Zeit etwas weiter zu machen ... Tag 15 Leider müssen wir die Geparden verlassen und machen uns auf den Weg in Richtung Etosha. Unterwegs sehen wir unendlich viele Termitenbauten in unterschiedlichsten Farbtönen, die teilweise auch ganze Baumstämme umschließen. Warum das so ist, durften wir ein paar Tage später lernen. Auch Warzenschweine sehen wir am Straßenrand reichlich. Allerdings sind die Schweine immer verschwunden, wenn ich die Kamera zücke... Die Etappe ist glücklicherweise nicht zu lang und die Formalitäten halten am Gate sich auch in Grenzen. So haben wir noch den Nachmittag, um die Gegend um Okaukuejo zu erkunden. Zu den ersten Tieren die wir sehen gehören Springböcke, die wir ja schon kennen.
Unglaublich wird es am Okondeka Wasserloch, hier tummeln sich unglaublich viele Tiere, so dass wir dieses Wasserloch in den nächsten Tagen dann auch immer wieder mal angefahren haben. Auf diesem Bild sind nur ein paar zu sehen, aber es waren hunderte!!!
Aber auch unterwegs kreuzten immer wieder Tiere unseren Weg oder beobachteten vom Straßenrand einfach die Lage...
Ein Stück weiter erlebten wir dann einige kleinere Buschfeuer. Interessant dabei war, dass viele Tiere recht furchtlos in der Nähe der Feuer blieben und unmittelbar nach dem Erlöschen der Flammen zurückkamen und zwischen den noch rauchenden Resten umher liefen!
Etwas später war es dann soweit - aus dem Nichts tauchten "unsere ersten Elefanten" auf. Das ist schon was anderes als im Zoo! Und vor allem sind diese hier deutlich größer, als die Elefanten daheim in der Wilhelma!
Auch wenn dieser hier reichlich Staub aufgewirbelt hat, so war er doch friedlich, dennoch waren wir fluchtbereit, die Distanz war ja wirklich nicht besonders groß. Und das Glück blieb uns auch noch weiter wohlgesonnen, es war ja noch unser erster Tag im Etosha und schon lief uns der nächste Dickhäuter über den Weg. Na ja, genaugenommen lief es nicht es humpelte stark und war leider schwer angeschlagen. Wir haben dieses Nashorn am nächsten Tag nochmal gesehen und würden gerne wissen, ob es überlebt hat, die Verletzungen sahen recht schlimm aus und wir konnten auch einige Hyänen entdecken, die das Nashorn beobachteten.
Nach diesen ersten Eindrücken ging es zurück ins Camp, schließlich mussten wir ja pünktlich da sein. Nachdem wir im Vorfeld nicht wirklich viel Gutes über Okaukuejo gehört und gelesen hatten muss ich sagen, dass wir eigentlich ganz positiv überrascht waren. Die Zimmer könnten sicher mal etwas mehr als nur die tägliche Reinigung brauchen, aber alles in allem waren sie doch ok. Auch das oft gescholtene Restaurant war für die Masse an Touristen, die es zu bewältigen hat, fast schon als gut zu bezeichnen. Die Reservierung hat zwar nicht ganz geklappt, aber das Personal hat freundlich improvisiert, so dass wir dann noch einen zusätzlichen Tisch bekamen. Das Essen war durchweg in Ordnung und alles was mir daran wirklich missfallen hat, ist vielmehr auf Touristen zurückzuführen, die sich an einem Buffet einfach nicht benehmen können (Da kann man echt unglaubliches sehen!) - ich finde es reicht, wenn man sich anschaut, was es gibt und sich das nimmt, was man will, man muss nicht mit einem Löffel darin herum matschen und sich dann doch nichts davon nehmen.... Unser größter Fehler an diesem ersten Abend: Wir haben uns keine Getränke im Shop besorgt. So konnten wir den Sonnenuntergang am Wasserloch nicht stilgerecht zelebrieren, aber daraus haben wir gelernt! Nach dem Essen haben wir noch lange Zeit am Wasserloch gesessen und die Tiere beobachtet. Dieses Erlebnis war auch in den folgenden Tagen immer wieder ein Erlebnis und alleine dafür lohnt es sich, auch die eine oder andere Nacht in den Restcamps zu verbringen.
Teil 2516. Sept. 2014
Abend / Nacht 15 Und wenn ich schon vom Wasserloch berichte, dann muss ich noch ein paar Bilder nachschieben. Heute mal nur Nashörner, aber es waren auch ein paar andere da und wir lernten, dass Elefanten zwar fast geräuschlos laufen können, dafür aber lautstark und sehr geruchsintensiv fur... können 🤢 Aber zurück zu den Rhinos: Die ersten beiden sind keinesfalls am Kämpfen, sie beschnüffeln sich ganz vorsichtig.
Danach hatten wir das Glück eine Mutter mit Kind zu sehen.
Und diese zwei hier, boten auch in der Rückansicht ein schönes Bild.
Teil 2617. Sept. 2014
Tag 16 Heute bleiben wir noch in Okaukuejo, d.h. kein Packen, Auschecken, Einchecken - nur Tiere gucken!!! 🙂 Zunächst erleben wir einen Sekretär, der mit seinen langen Beinen versucht im hohen Gras zu starten:
Danach gibt's Zebras satt...
Und wo Zebras sind, sind auch die Gnus nicht weit.
Unterwegs treffen wir wieder "unser Nashorn" vom Vortag. Es wirkt noch schwächer und diesmal kommen wir unglaublich dicht heran.
Bei einer kleinen notwendigen Pause im Camp, sorgen wir dafür, dass wir den Fehler vom Vortag nicht wiederholen und decken uns mit Getränken für den Sundowner ein. Ein Blick ins Sichtungsbuch lässt Zweifel aufkommen, ob wir gut sehen, andere haben genau da wo wir waren zur selben Zeit einige Löwen gesehen - wir leider nicht. Also fahren wir nochmal zur Okondeka Wasserstelle, und wieder herrscht hier ein unglaubliches Treiben. Tiere soweit das Auge reicht...
Und siehe da, nicht ganz nah, aber mittendrin liegen tatsächlich zwei Löwen!
Wir hätten sie gerne noch etwas näher gesehen, aber immerhin - Löwen. Nicht weniger spektakulär ist der Auftritt der Giraffen. Sie kreuzen kurz vor uns die Straße auf dem Weg zu einer Versammlung.
Teil 2717. Sept. 2014
Und heute Abend sind wir gewappnet. Hier ist er, der Sonnenuntergang am Wasserloch! Es ist wieder unheimlich spannend, zu erleben wie die Tiere nacheinander kommen. Heute zeige ich euch mal die Zebras, die im letzten Restlich kommen.
Danach waren die Giraffen dran, die eine unglaublich spektakuläre Ansicht bieten, wenn sie trinken.
Natürlich waren noch viele andere Tiere da, aber ich muss mir ja noch ein paar Bilder für die Fortsetzung aufheben!
Teil 2829. Sept. 2014
Tag 17 Wie an den Tagen zuvor geht es wieder auf Pirschfahrt und auch dieser Tag wird wieder einige Erlebnisse bringen! Zunächst geht es aber recht unspektakulär zu, aber irgendwie sind Oryx-Antilopen einfach immer wieder schön anzusehen.
Und auch Zebras gibt es heute wieder in allen Varianten...
Dazu kommen Gnus in größerer Anzahl
Natürlich dürfen auch die Giraffen nicht fehlen. Hier sind wir direkt an einer vorbeigefahren und auch nach dem Wenden ist sie zunächst nicht zu entdecken. Da steht wirklich eine Giraffe - vielleicht einen Meter neben der Straße!!!
Für die, die sie nicht gesehen haben (so wie zwei von drei Menschen in unserem Auto), hier nochmal mit gestrecktem Hals aus fast derselben Perspektive:
Teil 2929. Sept. 2014
Aber heute ist Elefantentag!! Auf der Strecke nach Halali gibt es plötzlich Gegenverkehr - im Rückwärtsgang.
Und da das nicht spektakulär genug ist, kommt noch Verstärkung hinzu!
Wir sind nicht ganz unglücklich, dass zwischen den beiden "Jungs" und uns noch zwei Autos sind!!! Und irgendwie ist es auch gar nicht so leicht, rückwärts zu fahren, den Hintermann nicht zu erwischen, zu wenden (dann wird's nämlich für den Vordermann ungemütlich, weil er nicht mehr zurück kann!) und dabei auch noch Bilder zu machen... 🤩 Aber Auto für Auto schaffen wir es dann doch...
Die Windschutzscheibe des silbernen Toyota habe ich etwas abgedunkelt, damit man die angespannten Gesichter nicht sehen kann! Dass die Anspannung nicht ganz gering war haben wir an der nächstliegenden Toilettenstation von den Insassen erfahren. Vielleicht lest ihr zwei ja sogar hier mit!? Wenn ja, stelle ich euch gerne die Bilder dieser Aktion in voller Größe zur Verfügung. Nach dem Wenden sind wir auf einen Seitenweg abgezweigt, um der "Gefahr" zu entkommen - es war genau der Weg, den die beiden Elefanten wählten und wir hatten Glück, dass es keine Sackgasse war!!!
Für alle, die noch nicht das Glück hatten afrikanische Elefanten live zu sehen ist hier noch ein Bild, das zeigt, wie groß manches Exemplar werden kann.
Teil 3029. Sept. 2014
Auch am Wasserloch von Halali gab es an diesem Abend einige Dickhäuter. Beinahe hätten wir sie verpasst, da nach einer Stunde ohne Tiere unsere Getränke alle waren... Doch kaum war die Kamera verpackt, kamen sie alle an!
Wir vermuten, dass es sich bei den drei Elefanten um eine Mutter mit ihren Kindern (sicher 2 Jungs!) handelte. Plötzlich waren die beiden Nashörner aufgeschreckt. Bei den Elefanten gab es Tumult.
Leider kommt auch die beste Kamera an ihre Grenzen, aber das Bild gehört einfach dazu, denn wir haben nun eine Geschichte wahrgenommen, die vielleicht nur unserer Fantasie entsprungen ist, aber jeder von uns hatte dieselbe Wahrnehmung. Wie gesagt, es gab Tumult - die beiden "Jungs" gingen heftig aufeinander los.
Die Mutter beobachtete das Ganze eine Weile recht argwöhnisch. Irgendwann ging einer von den beiden quasi zu Boden! Er wurde von seinem "Bruder" so heftig zurückgedrängt, dass er rückwärts einknickte und mit lautem Trompeten auf seinem Hinterteil landete. Das war dann wohl zu viel und Mama griff ein!
Sie ging direkt dazwischen und trennte die beiden. Danach standen die drei eine Weile da und Mama schaute von einem zum anderen. Es war ganz klar, die beiden bekamen gerade eine ordentliche Standpauke - auch wenn wir nichts davon hören konnten. Anschließend wurde der "böse Bube" von ihr ein Stück weit vom Wasserloch weggeschickt und der "Verlierer" durfte in Ruhe mit ihr trinken. Während dieser Zeit stand der andere völlig reglos an der ihm zugewiesenen Stelle. Das war eine unglaubliche Szene. Nach dem Trinken zogen Mutter und Sohn zu Nummer drei, es gab ein friedliches shake Hands Rüssel und alle drei zogen friedlich von dannen.
Teil 3129. Sept. 2014
Doch das war noch nicht genug Dickhäuter-Action für einen Abend! Nachdem es eine Weile ruhig am Wasserloch war (Kamera wieder eingepackt...), tauchte eine Nashornmama mit Baby auf.
Das war richtig niedlich! Doch dann kam ein anderes Nashorn aus dem Gebüsch. Unglaublich wie sich die friedliche Mama auf das andere Nashorn stürzte. Ich sage mal von null auf hundert in unter 4 Sekunden!!! Danach schlugen die Hörner aufeinander und es gab ein paar heftige Schreie aus dem Gebüsch... Das nächste Nashorn wurde dann weniger heftig begrüßt, aber auch hier gab es ziemlich deutliche "Ansagen".
Das war unser Abend in Halali!
Teil 3213. Okt. 2014
Tag 18 Heute ist unser letzter offizieller Tag im Etosha und wir machen uns auf den Weg in Richtung Osten. Und natürlich sehen wir auch heute wieder reichlich Tiere. Aber vieles habt ihr ja nun schon gesehen. An einem Wasserloch können wir nur wenige vom Wasser entfernt parken und Elefanten auf der anderen Seite des Wasserlochs beobachten. Irgendwann hatten die Dickhäuter genug und marschierten ab... ... oder doch nicht. Sie umrundeten das Wasserloch und marschierten direkt vor unserem Auto vorbei und schauten mal kurz, was wir denn da so machen. Als einer wieder ein paar Meter entfernt war und die Atmung wieder einsetzte, habe ich es dann doch gewagt, die Kamera zu heben und ein Bild zu machen:
Auch wenn wir nun schon einige Giraffen hatten, will ich euch diese hier nicht vorenthalten.
Zum Abschluss von Etosha gab's dann noch ein paar Vögel zu sehen. Bislang waren diese, genau wie Löwen eher Mangelware (aber ich denke wir können uns nicht beschweren):
Und an diesem Tag fanden wir dann auch noch die Flamingos, die wir in Walvis Bay so sehr vermisst hatten!
Der Abschied von Etosha fiel schwer, denn das waren einige wirklich unvergessliche Tage mit Eindrücken, die uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Und wir wussten auch nicht, dass wir sehr bald nochmal hierhin kommen würden. Und hätten wir gewusst, was unsere nächste Adresse bringt, dann wäre der Abschied vielleicht auch etwas leichter gefallen!
Teil 3313. Okt. 2014
Weit sind wir nicht aus dem Nationalpark herausgefahren - es waren nur ein paar Meter, dann bogen wir schon wieder von der Hauptstraße ab nach Onguma! Highlight Alarm!!!! 🤩 Wir folgten der Beschilderung zum Tree Top Camp und wurden mit feuchten Tüchern zur Erfrischung empfangen. David, der Leiter des Camps empfing uns herzlich und servierte erst einmal ein paar Drinks im "Haupthaus". Das gesamte Tree Top Camp steht auf Stelzen und besteht aus dem erwähnten Hauptgebäude und links und rechts davon jeweils zwei auf Stegen erreichbaren Hütten. Türen gibt es nicht, alles ist offen. Natürlich kann man nachts auch die Zeltplane schließen, aber dann hat man weniger Besuch von Fledermäusen und es ist deutlich weniger spannend, wenn draußen die Löwen brüllen, während man warm eingekuschelt im Bett liegt und in die Natur schaut!
Ich denke das Bild zeigt es einigermaßen. Auf der Terrasse kann man entspannt sitzen und das Wasserloch beobachten.
Dieses Camp ist einfach ein Traum! Auf der Terrasse befindet sich auch die Dusche, das ist dann schon ungewöhnlich wenn man beim Duschen Giraffen, Antilopen und Hyänen beobachten kann. Das mit dem Beobachten ist natürlich gegenseitig! Dieser Geselle hier musste dann sozusagen für ein Nacktfoto herhalten (das erklärt den verstörten Blick), denn er stand direkt vor der Terrasse als ich duschte und so nahm ich erst die Kamera und kümmerte mich erst dann ums anziehen.
Am Nachmittag machten wir noch eine kleine Sundowner Tour und Riets unser Fahrer erklärte uns alles was wir wissen wollten, insbesondere auch vieles zu den überall aufragenden Termitenbauten. Unterwegs fanden wir endlich auch mal einen dieser herrlich bunten Vögel in Schussdistanz:
Als Highlight der Tour sahen wir noch einen Geparden, der faul die Abendsonne genoss - endlich auch mal ein Gepard in freier Wildbahn!
Nach unserer Tour brannte auf der Terrasse des Haupthauses / Lapa ein Lagerfeuer und das Team um den Küchenchef bereitete das Essen vor. Dieses wird hier gemeinsam von allen Gästen (also maximal 8!) an einem großen Tisch eingenommen. Chef Erasmus erklärt mit Stolz das Menü, das auch hervorragend schmeckte. Mann was geht's uns gut!!! Allerdings merken wir auch, dass man hier üblicherweise früh zu Bett geht. Während wir noch diverse Drinks genießen und in der Runde der Gäste plaudern, poliert das Team zum wiederholten Male das Besteck bis auch wir es verstehen und in Richtung Bett aufbrechen. Der Steg zur Hütte ist mit Laternen beleuchtet und in der Hütte ist das Moskitonetz heruntergelassen und die Nachttischlampen sind eingeschaltet, was für ein Komfort! Während wir uns bettfertig machen, fliegen uns Fledermäuse um die Ohren und machen kopfüber hängend eine kurze Pause unter dem Reetdach der Hütte. Und dann passiert es! Bisher haben wir an jedem Abend vorsichtig unter die Decken geschaut, damit sich da kein Tier versteckt hat. Ausgerechnet heute nicht... Meine Frau greift unvorsichtig unter die Decke ... und da fühlt es sich warm an. Sie springt erschreckt zurück und ist glücklicherweise unverletzt! Das hätte auch schief gehen können!!! Bei genauer Untersuchung konnten wird den Eindringling dann als Wärmflasche entlarven, die definitiv ungefährlich und vor allem nicht bissig war! 😛 Nach dem Schrecken überwog dann doch die Freude darüber, denn die Nächte im Juni sind schon recht frisch. Natürlich haben wir die Zeltplane offen gelassen, nach über zwei Wochen in Namibia denkt man irgendwie anders... Während wir draußen das eine oder andere Tier hören schlafen wir bald friedlich ein und schrecken nur einmal kurz auf als irgendwo ein Löwe brüllt.
Teil 3418. Okt. 2014
Tag 19 Die Nacht war kalt, aber unser Bett war schön warm. Am Wasserloch vor unserem Zimmer tummeln sich einige Tiere und auch wir denken erst mal an Frühstück... Die Tassen sind vorgewärmt! Da schmeckt der Kaffee gleich nochmal besser. Und es gibt Nutella!!!! Frisch gestärkt gehen wir wieder mit Riets auf Pierschfahrt, Und auch hier werden wir erst mal überrascht: Im Auto liegen Decken und auch Wärmflaschen, eine gute Idee, denn der Morgen ist kalt und der Fahrtwind tut noch einiges dazu. Unsere Hoffnung: Ein Profi findet vielleicht die Löwen, die wir bisher nicht entdecken konnten. Es ist erstaunlich wie er gleichzeitig fährt, nach Tieren Ausschau hält und gleichzeitig Spuren am Boden verfolgt. Aber zu unserer Beruhigung findet er zwar einige Löwenspuren (wir haben sie ja nachts auch gehört), aber die Löwen selbst findet auch er nicht. Dennoch entdeckt er Tiere, die wir erst später oder gar nicht gesehen hätten. Hier zum Beispiel ein Dik Dik
oder auch einen Bienenfresser, der sich in der Morgensonne wärmt
Während wir weit entfernt einen einzelnen Elefanten erspähen, sieht Riets dort eine ganze Herde (wir sehen sie auch nach seiner Erklärung noch nicht), und vermutet, dass sie langsam zu einem Wasserloch zieht. So macht er sich auf den Weg und stellt irgendwann unvermittelt den Motor ab und wartet. Es dauert auch gar nicht lange bis es im Gebüsch raschelt und einige Minuten später zieht die Elefantenherde direkt am Auto vorbei. Besonders schön: Es sind auch einige kleine dabei!
So verbringen wir wieder einen interessanten Vormittag und sind zum Lunch zurück im Tree Top Camp. Den Nachmittag genießen wir faul in der Lodge, lassen uns verwöhnen und beobachten die Tiere, die zum Wasserloch kommen - eigentlich hätten wir auch einfach hier bleiben können.
Teil 3527. Okt. 2014
Tag 20 Heute heißt es Abschied nehmen von Onguma, und das fällt wirklich nicht leicht! Aber wir sind ja noch nicht am Ende, ein Highlight haben wir noch vor uns. Davor liegt aber noch eine richtig lange Etappe. Das Ziel liegt runde 500 km weiter südlich, kurz vor Windhoek. Normalerweise sollte man keine so lange Etappe an einem Stück einplanen, aber es war machbar, wenn auch ziemlich ermüdend. Nach dem Passieren mehrerer Gates brachte uns ein kleines Schild ins Grübeln:
Es ist doch Winter, also Trockenzeit und außerdem sieht das Schild aus, als würde es da schon länger stehen. Also erst mal geradeaus! Erkenntnisgewinn: Das Schild war ernst gemeint! 🙂
Aber nach kurzer Betrachtung der Situation entschied ich mich für die Durchfahrt. Beim nächsten Wasserlauf sah es dann etwas anders aus. Irgendwie gab es deutlich mehr Strömung und auch die Böschung war deutlich steiler, so dass wir dann erst mal umdrehten und doch die Umleitung wählten. Duesternbrook selbst liegt wunderschön auf einem Hügel und bietet quasi einen Rundumblick in die wunderbare Landschaft.
Ein idealer Platz für unsere letzten beiden Sundowner dieser Reise! Das Abendessen findet im Haupthaus im Speisezimmer statt. Alle Gäste nehmen gemeinsam mit dem Gastgeber und Eigentümer von Duesternbrook, Herrn Vaatz, an einer Tafel Platz. Der Raum ist mit Kerzen beleuchtet und wir bekommen ein leckeres Menü serviert. Während des Essens entwickeln sich interessant Gespräche und Herr Vaatz entpuppt sich als hervorragender Gastgeber. Dieser und auch der folgende Abend werden uns sicher lange in Erinnerung bleiben, da sie etwas ganz besonderes waren.
Teil 3627. Okt. 2014
Tag 21 Der nächste Tag startet entspannt und wir dürfen mit Jan zur Fütterung von Circa (ein Name aus de rgriechischen Mythologie), der dreibeinigen Gepardin mitkommen. Leider musste ihr nach einer Verletzung ein Hinterbein amputiert werden, doch wir haben den Eindruck, dass sie gut damit zurechtkommt und hier ein tolles Zuhause gefunden hat. Das Vertrauen zwischen ihr und Jan ist unglaublich, zumal diese Gepardin nicht mit Menschen aufgewachsen ist! Wir genießen diesen Augenblick, insbesondere, da wir die einzigen Gäste bei der Fütterung sind und so auch eine Menge Informationen bekommen.
Unser nächster Programmpunkt startet erst am Nachmittag, so dass wir uns noch etwas entspannen können. Auch direkt um Duesternbrook gibt es einige Tiere zu entdecken insbesondere die Klippschliefer sind nicht nur zahlreich, sondern auch nicht so scheu, wie wir sie sonst erlebt haben.
Auch am Wasserlauf unterhalb des Hauses ist einiges geboten. Nach einem Warzenschwein tauchen auf einmal Paviane auf und sorgen für Unterhaltung.
Teil 3727. Okt. 2014
Irgendwann nach dem Mittagessen ist es dann soweit, die Cats unlimited Tour mit der Fütterung von Geparden und Leoparden startet. Bereits bei der Fahrt durchs Gehege werden wir „verfolgt“.
Bei der Fütterung merkt man, dass es wirklich keine Streicheltiere sind, auch wenn einzelne ganz nett um einen Nachschlag bitten:
Nach den Geparden geht die Fahrt ins Leopardengehege. Mit dem Wissen, dass Leoparden durchaus gefährlich sein können, ist es schon ein echt spannendes Gefühl, wenn man zum ersten Mal einen Leoparden ohne Gitter (mitunter auch wirklich sehr nah!) vor sich hat. Die Schönheit und Anmut dieser Katze ist wirklich beeindruckend!
Und im nächsten Moment wirkt „unser Leopard“ vertraut wie eine Hauskatze. Die Bewegungen und das Verhalten ähneln sich doch sehr.
Wir können kaum genug davon bekommen und die Kameras laufen heiß. Hier noch ein Bild, das mir immer wieder besonders gefällt:
Teil 3827. Okt. 2014
Im Anschluss nehmen wir noch an einem Game Drive teil. Dabei erleben wir die grandiose Landschaft um Duesternbrook und sehen noch einmal einige Tiere.
In dieser Landschaft sind sie, wenn sie nicht durch ihre Größe unübersehbar sind, deutlich schwerer zu entdecken, als in der Ebene des Etosha Parks und wir staunen immer wieder wie unser Guide die Tiere entdeckt.
Zum Abschluss sehen dann sogar noch einige Flusspferde, die unsere Sammlung an Tiererlebnissen komplettieren.
Damit ist unsere Reise nun fast zu Ende. Der letzte Abend vergeht wie im Flug und wir können sagen, dass Duesternbrook einen würdigen Abschluss unserer Tour darstellt. Und da das hektische Deutschland an diesem letzten Abend noch so weit weg ist, denken wir einfach nicht daran und genießen lieber die letzten Augenblicke.
Teil 3927. Okt. 2014
Tag 22 Heute ist Abreisetag! Irgendwie wollen wir es nicht wahr haben, aber es ist unvermeidlich. Glücklicherweise ist es nicht mehr weit nach Windhoek, so dass beim Frühstück keine Eile aufkommt, und wir die letzten Augenblicke an diesem schönen Ort noch ganz entspannt genießen können. Beim Rückweg zur Hauptstrasse sind wir dann auch mutiger und wählen nicht die Umleitung. Neue Erkenntnis: Es hätte auch beim Hinweg problemlos geklappt! Das letzte Stück nach Windhoek dauert nicht lange und nach dem letzten Volltanken geben wir unser ehemals weißes Auto bei Asco ab und lassen uns anschließend zum Flughafen fahren. Mit uns im Shuttle ist ein Paar, dass nur einen Tag nach uns an der Küste (Swakopmund + Cape Cross) war. Von ihnen erfuhren wir, dass auf das bei uns glücklicherweise klare und nebelfreie Wetter ein recht heftiger Sandsturm folgte, der ihr Auto ordentlich beschädigt hat, Lack und Scheiben waren danach wohl ziemlich matt. Da hatten wir wohl richtiges Glück gehabt!
Fazit: Wow, was für ein Land, was für eine Zeit, was für ein Urlaub!!!!! Es waren 21 Tage vollgepackt mit Highlights, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Und eines ist klar: Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein! Was würden wir beim nächsten Mal anders machen? Nichts! Es war ja quasi perfekt. Schön wäre etwas weniger Schlepperei mit der Fotoausrüstung, mit einem 13 kg Rucksack durch die Gegend marschieren war schon manchmal anstrengend (speziell im Wüstensand), aber was soll ich daheim lassen? Ich habe nahezu alles benutzt, was ich dabei hatte und hätte mich sicher geärgert, wenn ich irgendein Bild nicht hätte machen können. Nächstes Ziel Aus den 16.000 Bildern ein Fotobuch erstellen und evtl. auch noch einen Kalender (ist ja auch ein schönes Geschenk!). Und dann ... na ja eigentlich könnten wir dann mal langsam beginnen die nächste Tour zu planen... aber erst mal sind unsere bisherigen Favoriten Irland und Schottland wieder dran.
Ich hoffe ihr habt ein wenig Spaß beim Mitlesen gehabt. Bei denjenigen, die schon in Namibia waren, sind vielleicht ein paar Erinnerungen wieder aufgefrischt worden, bei den anderen ist nun evtl. die Neugier geweckt. Zum Schluss nochmal ein großer Dank an alle hier im Forum, denn das Forum war während der Vorbereitung unsere beste Informationsquelle!