Jagdverbot für die San in Botswana?

19 Antworten · 4'370 Aufrufe · gestartet 24. Juli 2014 von maggus
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Themenstarter785 Beiträge · seit 200824. Juli 2014 · #1
Hi,

ich hatte kürzlich einen Artikel gelesen, dass das Jagdverbot in Botswana auch für die San gilt, diesen würde also die Jagd untersagt, somit ihre seit Jahrtausenden bestehende Kultur geraubt werden und der Lebensunterhalt dieser Menschen würde jetzt mit Lebensmittellieferungen gewährleistet!

Stimmt das?

Wenn ja, dann könnte ich kotzen!! Sorry für den Ausdruck!!!!

Wie können solche Entscheidungen getroffen werden, ohne dass ein Aufschrei durch die einschlägigen Naturschutzorganisationen geht, diese hatten doch das Jagdverbot in Botswana so begrüßt??

Wenn da mal ein Elefant geschossen wird, riiießen Gedöns, wenn aber ein sehr achtenswerter Volksstamm zu Lebensmittel-Spenden-Empfänger, verkrüppelt wird, kaum einer hat die Rede davon!

Ich hoffe wirklich, dass ich da eine Falschmeldung gelesen habe!!!


Viele Grüße


Markus
33,1k Beiträge · seit 200624. Juli 2014 · #2
Hi Markus,

ohne, dass ich jetzt sagen kann wie es in der Praxis wirklich aussieht, scheinst Du mit Deiner Vermutung Recht zu haben..

http://www.survivalinternational.org/news/10112
http://www.theguardian.com/environment/2014/apr/18/kalahari-bushmen-hunting-ban-prince-charles
http://africainside.org/2014/02/10/botswanas-hunting-ban/

In diesem (http://africageographic.com/blog/botswana-hunting-ban-takes-effect/) , sagen wir mal etwas neutraler gehaltenen Artikel steht, dass das Jagdverbot ohnehin nur für "controlled hunting areas" und "hunting management units" gilt - da fallen die traditionellen Lebensgebiete der San nicht drunter. Ausdrücklich ist demnach auch weiterhin die Jagd - durch "Game Rangers" - in Nationalparks und anderen (staatlichen) Schutzgebiete erlaubt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2014
Themenstarter785 Beiträge · seit 200824. Juli 2014 · #3
Hi,

ich hatte auch noch ein bisschen nachgelesen, das Jagdverbot trifft wohl auch die San und es scheint wohl zu stimmen!


Mir fällt da außer Kopfschütteln nicht mehr viel dazu ein!



Erschütterte Grüße


Markus
197 Beiträge · seit 201024. Juli 2014 · #4
hi,

ein san mit dem ich seit mehreren jahren kontakt habe,choice,hat mir letztes jahr gesagt das jagen und selbst das tragen "tradit. kleidung" verboten sei!

das jagen wird vom staat als poaching angesehen und wird sehr streng vom staat bestraft (seine worte).
er fluesterte mir auch das polizei irgendwelche kaesten im busch aufstellt um jagen zu verhindern.

bisher konnte ich leider noch keinen dieser kaesten aus zeitmangel anschauen.

er lebt in KACGAE.nicht weit entfernt befindet sich auch ein anti-poaching-camp.

weiter berichtete er das das government nach bau des t-kal highway die bohrloecher an der strasse unbrauchbar machte.

er lebt manchmal an dem transkal highway um dort tradit. medizin (sagen die zumindest!!!! bekam nach dem prob. einen hustenanfall) und anderen krimskrams,wie die vor einer weile erwaehnten kalahari trueffeln,zu verkaufen.

fuer wasser muss er aber immer 11km nach kacgae sofern er nichts von lkw fahrern bekommt.

schoenen abend,
david
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2014
1'324 Beiträge · seit 201324. Juli 2014 · #5
maggus schrieb:


Mir fällt da außer Kopfschütteln nicht mehr viel dazu ein!

dito

Das ist Tierschtz, der genau das Gegenteil bewirkt von dem was er erreichen soll.
Wer Menschenschutz und Tierschutz nicht unter einem Hit bringt wird langfristig keinen Erfolg haben.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Themenstarter785 Beiträge · seit 200827. Juli 2014 · #6
Hi,

was mir zu denken gibt:

Die Themen wie: Mit Löwen spazieren gehen und danach abschießen; Juan Charlos schießt einen Elefanten,....


Hier im Forum ein großer Aufschrei, es gab aufrufe zum Boykott, große Diskussionen,....,gute Diskussionen,...!


Jetzt geht es hier um Menschen, genauer um die San und es interessiert hier eigentlich keine S...!

Währen jetzt Erdmännchen gefährdet, ohh was währe hier wieder los!!!

Warum ist dies eigentlich so?


Gibt mir echt zu denken!


Euch noch einen schönen Sonntag!



Gruß


Markus
4'129 Beiträge · seit 200827. Juli 2014 · #7
Hallo, maggus!
Du wunderst dich?

Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber für mich macht es keinen Sinn, sich an Diskussionen in diesem Stil zu beteiligen – einfach nur greinen.
Du selbst lieferst nur Allgemeines, Vermutungen und Vorwürfe, keine nachvollziehbare Recherche.
Was soll man damit anfangen?

Du möchtest diskutieren, - also biete etwas anderes an, als Fragen und schlechten Stil. Liefere umfangreiche Recherche, präzise Argumente und bilde eine Diskussionsgrundlage und meckere nicht, dass das nicht Andere für dich erledigen.

Dann hätte man auch eine Basis für einen Diskurs und die Äußerungen müssten sich nicht auf dem Niveau des „Kotzen“ usw. bewegen.

Was’n los mit dir? Bist doch sonst nicht so!?


Gruß lilytrotter


Übrigens, die San haben gute Rechtsanwälte und solche „Verwerfungen“ bei einer neuen Gesetzgebung sind nicht selten. Sie werden durch die Instanzen gehn, wie schon in anderen Angelegenheiten auch.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Gast27. Juli 2014 · #8
Hallo,
maggus schrieb:Jetzt geht es hier um Menschen, genauer um die San und es interessiert hier eigentlich keine S...!

Währen jetzt Erdmännchen gefährdet, ohh was währe hier wieder los!!!

Warum ist dies eigentlich so?
Wenn es denn alles so ist, wie beschrieben, dann ist es eine große Schweinerei und man sollte gucken, wie man helfen kann. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe mich aus 2 Gründen bisher nicht geäußert. Zum einen will ich nicht immer der sein, der hier "Alarm" macht und zum anderen bin ich noch nicht so ganz überzeugt, dass es so ist, wie es dargestellt wird.

Die einzige Quelle, auf die sämtliche Berichte zu dem Thema zurück gehen, ist Survival International. Die agieren teilweise durchaus fragwürdig. Insofern wäre es schön, wenn es eine 2. davon komplett unabhängige Quelle zur Bestätigung gäbe. Alle bisherigen Berichte in Telegraph, Independent usw. sind mit Survival International verknüpft. Eine offizielle Stellungnahme der Regierung von Botswana wäre auch gut, um sich ein Urteil bilden zu können.

Soweit ich weiß haben die San 2006 in dem Urteil des obersten Gerichts von Botswana explizit das Recht eingeräumt bekommen, im CKGR jagen zu dürfen. Ich weiß nicht, ob die Regierung sich einfach so über das Urteil des High Court of Botswana hinweg setzen kann?

Beste Grüße

Guido
Themenstarter785 Beiträge · seit 200827. Juli 2014 · #9
Hi Lilly,

für den Ausdruck zum kotzen habe ich mich schon entschuldigt, nochmals sorry, wobei dieses" zum Kotzen" noch ein milder Ausdruck war im Vergleich zu den Ausdrücken die in den mir genannten Vergleichsthemen gefallen sind!

Quellen sind einige genannte, zwar nicht von mir, jedoch gleich im zweiten und dritten Artikel!

Ich hatte dieses Thema auch als Frage angefangen, weil ich der von mir zugänglichen Quelle nicht gleich geglaubt habe!!

Für mich ist die Situation klar, den San wird das Jagen verboten und diesen Sachverhalt finde ich schrecklich!!!

Wer Artikel findet, die dieses Widerlegen, gerne her damit, ich habe leider nix gefunden!

Wer anderen Meinung ist, auch gerne raus damit, darüber könnte man ja schließlich diskutieren!


Viele Grüße


Markus
Themenstarter785 Beiträge · seit 200831. Juli 2014 · #10
Hi,

ich hatte mal die Botschaft von Botswana angeschrieben und folgende Antwort erhalten:

"Sehr geehrter Herr Lang,

Vielen Dank fuer Ihre Anfrage.

Ich habe heute nochmal nach dem letzten Stand der gesetze in botswana gefragt und folgende Antwort erhalten, die ich Ihnen hier hineinkopiere:

Regarding your question on hunting and bushman -this is what happens within the hunting concessions; if the bushman live within this concessions- they are allowed hunting quota- and are allowed to hunt - that is permission to ensure that they hunt for their consumption rather than to hunt and sell. It must be very clear to know that the bushman are also evolving and know the value of hard currency.

The bushman that live outside the hunting concessions are given licences to hunt. When the license expires- they are renewed so that they are allowed to hunt.

What is a totally prohibited in Botswana is trophy hunting. This is due to declining animal species within Botswana caused by environmental factors etc.

Ich hoffe, diese Auskunft beruhigt Sie und ermoeglicht Ihnen, ruhigen Gewissens Ihre reise nach Botswana anzutreten."


Gruß


Markus
2'060 Beiträge · seit 201331. Juli 2014 · #11
Hallo Maggus,

ich habe deshalb bisher nichts beigetragen: Ich wusste von der Problematik schon länger, also war es kein Schock für mich, sondern eine traurige Tatsache, gegen die ich aber nichts unternehmen kann/konnte.

Außerdem weiß ich nicht, ob meine Quellen verlässlich sind, und ich kann nicht überprüfen, ob die Sache überhaupt stimmt, also kann ich dazu wenig sagen, will aber meine Links - die sich auf ältere Vorfälle beziehen - einstellen, vielleicht interessieren sie euch.

http://www.survivalinternational.de/nachrichten/908

http://www.survivalinternational.de/nachrichten/1556
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
728 Beiträge · seit 200601. Aug. 2014 · #12
Liebe Leute,
zwei Dinge möchte ich erwähnen:
Die Antwort, die Maggus von der Botswana-Botschaft erhalten hat, ist m.E. ausreichend klar. Jagen für San ist erlaubt nur für eigenen Konsum, nicht hingegen der Verkauf von Konzessionen für die Trophäenjagd. Damit ist nach meiner Einschätzung die Grundlage der Aufregung entfallen.

Zum Zweiten möchte ich das unterstreichen, was lillytrotter sagte. Vermutungen oder drittklassige Zeitungsartikel sollten keine Grundlage von Reaktionen (z.T. sehr heftigen) sein, sondern klare Auskünfte der verantwortlichen Stellen. Dazu zähle ich auch nicht die Auskunft eines einzelnen San, von dem ich nicht weiß, welchem Informationsstand er hat.

Hintergrund ist, dass meine Arbeit (in einer Behörde) vor zwei Jahren einmal Gegenstand wildester öffentlicher Spekulationen wurde. Ein Segler, der von mir über unsere Planungen informiert war, hat, wohl missverständlich und verkürzt einen Vortrag vor Seglern gehalten. Einer der Zuhörer, der es noch einmal anders verstand, hat am Folgetag in zwei Seglerforen verbreitet, die Behörde wolle große Segelreviere in der Ostsee dauerhaft sperren. Eine wüste Beschimpfungsorgie brach los, die sich von Stunde zu Stunde verstärkte. Ich ahnte nichts davon und niemand fragte mich (Planungen, allerdings ganz andere, liefen bei uns). Ein Kollege, auch Segler, wies mich nach zwei Tagen auf diese Forumsdiskussionen hin. Erst davon erfuhr ich von dieser Lawine. Ich habe mich nach reiflicher Überlegung nicht in die Forumsdiskussion eingeschaltet. Viele Segler führten sich dort ähnlich auf ("zum Kotzen" usw.) und machten nicht den Eindruck, dass man sie aus dieser Aufregungsspirale wieder herunterholen könne. Ich habe dann einzelne identifiziert und in tagelanger Arbeit individuell freundlich informiert darüber, was wirklich geplant ist. Diese haben zum Teil diese Info in die Foren getragen. Kaum einer war mal auf die Idee gekommen, mich persönlich per mail zu fragen, was daran ist, es gab drei oder vier Ausnahmen. Eine Anfrage bei dem Vortragsreferenten und mein Name wäre genannt worden. Ein großer Teil der Fomis war in einen rauschhaften Erregungszustand gefallen und nicht mehr zu erreichen. Es wurde eine große Online-Petition gestartet, die monatelang lief und die großen Zuspruch erfuhr. Ich habe auch da Infos hineingegeben - sie verhallten wirkungslos. Ich habe später nie etwas von dieser online-Petition wieder gehört. Sie hatte knapp 5000 Unterzeichner aus dem gesamten Bundesgebiet und steht noch heute im Netz.
Segler, die ich für nette, entspannte Menschen gehalten hatte, wurden zu Furien, nachdem sie sich (ohne gesicherte Information) selber einredeten, die Behörde wolle große Seglerreviere sperren. Nichts davon war jemals geplant. Was mich am meisten wunderte, war, dass kaum einer von ihnen sich die Mühe machte, die verantwortliche Stelle herauszufinden und dort mal zu fragen.

Das ist der Grund, weshalb ich solchen Meldungen: ich hab mal gehört/gelesen, die wollen ... Unglaublich! Sauerei! sehr skeptisch gegenüber stehe.
Gruß
Reinhard
0
zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2014
2'060 Beiträge · seit 201301. Aug. 2014 · #13
Hallo Reinhard,

du hast ganz recht, Berichte in Medien muss man stets skeptisch gegenüber stehen, aber auch Behörden sagen nicht immer die objektive Wahrheit - schon gar nicht in Afrika. Wir alle wissen, was die namibische Regierung manchmal für "Wahrheiten" verbreitet, ob es in Botswana besser läuft, weiß ich nicht.

Eben deswegen kann ich dazu keine eigene Meinung äußern.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'324 Beiträge · seit 201301. Aug. 2014 · #14
Prinzipiell hast Du natürlich recht.
Beleidungen sollten natürlich unterbleiben.

Aber ist ein Forum nicht dazu da, solche nicht gesicherten Aussagen zu diskutieren?
Und manches sieht man dann eben etwas emotional.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
zuletzt bearbeitet 01. Aug. 2014
1'324 Beiträge · seit 201301. Aug. 2014 · #15
Berg-Eule schrieb:

Eben deswegen kann ich dazu keine eigene Meinung äußern.
Oft ist es schwierig sich eine Meinung zu bilden, weil man unvollständige und wiedersprüchliche Informationen hat.
Manchmal hat man aber auch eine Meinung, die man sich nur mit gesundem Menschenverstand erarbeiten kann. Dann reagiert man natürlich emotionaler, so ist es Markus hier ergangen.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
538 Beiträge · seit 201201. Aug. 2014 · #16
Hallo Reinhard,
danke für Deinen Beitrag zum Thema: "Jagdverbot für die SAN in Botswana". Vom Segeln verstehe ich nichts, aber mit den Absätzen eins und zwei hast Du voll ins Schwarze getroffen.
Mark Twain hat sich ein bißchen anders ausgedrückt, meint aber dasselbe:

"Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen,
ehe sich die Wahrheit die Schuhe anzieht". (M.Tw.)

Grüße,
Rolf
728 Beiträge · seit 200601. Aug. 2014 · #17
lionfight schrieb:
"Aber ist ein Forum nicht dazu da, solche nicht gesicherten Aussagen zu diskutieren?"

In dem Sinne, dass man fragt, ob jemand näheres weiß. Das ist ok und das hatte Markus in seiner Eingangsfrage ja auch getan.
Ich hab nur Probleme, wenn dann anschließend das Gefragte als richtig unterstellt wird und dann die Post abgeht. Ist hier aber noch nicht geschehen. Habe ich aber schon erlebt. s.o.
Zunächst mal ist die bots. Botschaft schon die richtige Stelle. Und ich gehe bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, dass dort wahrheitsgemäß Auskunft gegeben wird.
Gruß
Reinhard
0
Themenstarter785 Beiträge · seit 200801. Aug. 2014 · #18
Hi,

also, ich habe mich jetzt noch ein bisschen mehr mit dem Thema befasst, u.a. einen Freund in ZA angerufen, der öfters in Botswana unterwegs ist und auch den ein oder anderen Kontakt zu verschiedenen San hat.

Dieser hat mir bestätigt, dass es wohl schon so abläuft, dass das Jagen der San versucht wird zu unterdrücken, wie generell dieser Volksstamm in Botswana nicht unbedingt bevorzugt behandelt wird!

Der Aussage der Botschaft glaube ich auch nur bedingt, es mag zwar sein, dass Jagdscheine für San ausgestellt werden, wenn dann wo? Wie umständlich? Wie zuverlässig?....

Uns sollte schon klar sein, dass es für einen mitten im Busch lebenden San,der weder lesen noch schreiben kann, eventuell nicht mal einen Personalausweis hat bestimmt nicht so einfach ist einen Jagdschein zu bekommen, der auch noch jährlich verlängert werden muss!

Wie gesagt, ich halte die Augen weiter auf, werde berichten, aber je mehr ich erfahre um so mehr trübt sich mein persönliches Bild von dem Umgang der Regierung in Botswana mit den San!


Viele liebe Grüße


Markus
Gast06. Sept. 2014 · #19
Hallo,

Survival International legt nach und diverse Medien übernehmen das. Mitten im Central Kalahari Game Reserve wird nun eine große Mine in der Nähe eines Dorfes der San eröffnet. Laut Survival sind diese Minenaktivitäten der wahre Grund für die Vertreibung der San aus dem CKGR.
http://www.theecologist.org/News/news_analysis/2542508/botswana_government_lies_exposed_as_5bn_diamond_mine_opens_on_bushman_land.html

Ich habe mal versucht, die Angaben von Survival International nachzuvollziehen. Die Eröffnung der Mine hat der Betreiber gestern offiziell bestätigt und man kann die Mine auf Satfotos sehen. Ca. 1,5 km südwestlich kann man auf den Satfotos auch ein kleines Dorf erkennen. Soweit stimmt alles.
http://www.gemdiamonds.com/gem/en/media/press-releases/?ref=266
https://www.google.de/maps/@-22.6199604,24.7731204,4255m/data=!3m1!1e3

Survival sagt, die San im Reserve haben rein gar nichts von der Mine - außer Zerstörung ihrer Umwelt. Der Minenbetreiber sagt, es gab Konsultationen mit den lokalen Communities und es wurde ein Trust zur Unterstützung der Communities eingerichtet. Was da nun stimmt, ist wohl nicht so einfach heraus zu finden.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2014
Themenstarter785 Beiträge · seit 200807. Sept. 2014 · #20
Hallo Guido,

Danke für die Info.

Die Geschichte mit einer Miene im CKGR war ja schon länger im Gespräch, schade dass dies jetzt auch umgesetzt wurde!



Gruß


Markus