Reisebericht

Zimbabwe April/Mai 2014 - oder - "How is Germany?"

von panther · begonnen 07. Juli 2014 · 23 Teile

Teil 107. Juli 2014
Hallo liebe Fomis,

wie schon in der Kurzzusammenfassung versprochen kommt nun auch unser Reisebericht von unserer 3-wöchigen Tour nach Zimbabwe.
Aufgrund der schönen Reiseberichte hier im Forum hatten wir Zimbabwe auf unsere Wunschliste der zu bereisenden Länder ganz nach oben gestellt. Zweifel an eine entspannte Reise blieben natürlich aufgrund der Schilderungen bzgl. der Grenzübergänge und der Roadblocks. Auch Schilderungen im Südafrika-Forum dienten nicht gerade dazu ohne "Bedenken" diese Reise in Angriff zu nehmen 😵 Letztendlich aber siegte die Neugierde auf ein neues Land und so machten wir uns an die Planung. Eine sinnvolle Tour mit Start und Ende in Johannesburg war letztendlich gar nicht so leicht zu erstellen, vor allen Dingen wenn Beitbridge als Einreise-Grenzstation auf alle Fälle vermieden werden sollte.
Da wir zwar schon öfters in Botswana waren, es aber es nie bis zur Khama Rhino Sanctuary geschafft hatten, bot sich dieser kurze Abstecher zum "Ankommen" natürlich an.
Und so sah die Tour dann letztendlich aus:

Johannesburg - Khama Rhino Sanctuary - Matobo Hills - Hwange - Victoria Falls - Binga - Sanyati Camp - Kariba - Mana Pools - Harare - Greater Zimbabwe - zurück nach Johannesburg

Da wir nur sehr ungern in einem klassischem Dachzelt schlafen (man wird ja älter und bequemer 😗 ) haben wir uns als Fahrzeug einen Landcruiser Bushcamper von Bushlore ausgewählt und waren sehr zufrieden damit.
Vorgebucht hatten wir in Zim nur das Kapula Camp im Hwange und den Platz in Mana Pools (wäre aber nicht nötig gewesen).

So, genug der Vorworte. Wer möchte kann gerne zusteigen und mit uns nochmal durch ein faszinierendes Land reisen auch wenn die teilweise sehr "morbiden" Zuständen einen manchmal sehr traurig stimmten. Das Bemühen der Einheimischen den Gästen ihr Land so gut wie möglich zu präsentieren verdient aber auf jeden Fall unsere Anerkennung. Auch wenn nicht alles dem mitteleuropäischem (Sauberkeits-) Standard entspricht 😐

Und für alle "Sonnenfreunde" kann man den Reisebericht natürlich durch Anklicken der Sonne rechts oben auch ohne Kommentare lesen. Wir würden uns aber über Kommentare, Fragen und Anmerkungen freuen.

Ach ja, der Titel des Reiseberichts wird sich dann im Laufe des Reiseberichts von selbst erklären 😉


Los gehts!
Teil 207. Juli 2014
Freitag, 25.05.2014 / Samstag, 26.04.2014 Flug und Matamba Bush Camp

Inspiriert von diversen Reiseberichten war unser Reiseziel für 2014 Simbabwe (ein dickes Dankeschön an alle bisherigen Reiseberichtschreiber). Ralf hatte uns eine schöne Route zusammengestellt, einige Camps waren vorgebucht, andere wollten wir ohne Buchung anfahren. Mit großem Andrang war um diese Zeit wohl nicht zu rechnen. Etwas Flexibilität zwischen den Zielen war auch noch vorhanden. Wir flogen am Freitag Abend um 21:05 Uhr mit der SAA von München nach Johannesburg. Alles verlief sehr entspannt und ruhig. Wir landeten etwas zu früh um kurz nach 07:00 Uhr morgens auf dem O.R. Tambo Intl. Airport.

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Den diesjährigen Urlaub begleitete ein kleiner Wermutstropfen: Wir sind schon sehr lange Fans des ERC Ingolstadt (Eishockey) und ausgerechnet diese Jahr schickte sich unser Verein nach einer durchwachsenen Saison an, Meister zu werden. Und wir waren nicht dabei 🙁 Und so waren wir bei der Ankunft sehr gespannt auf die Nachricht von zu Hause, wie denn das 5. Finalspiel geben den Kölner EC ausgegangen war. In der mittlerweile beträchtlich angewachsenen Einreiseschlange konnten wir uns dann aber über einen knappen Sieg freuen 😁 Die Beamten bei der Einreise bemühten sich nach Kräften die Anzahl von gerade mal 2 besetzten Schaltern 😠 zu erhöhen, was dann letztendlich auch gelang. Als wir durch waren, konnten wir auch gleich unser Gepäck in Empfang nehmen.
Nach dem Ausgang erwartete uns ein Meer von Menschen mit Namensschildern 🤩 die auf die ankommenden Reisenden warteten. Hier den Überblick zu behalten war eine Herausforderung und so ging Ralf links rum und ich rechts und da stand er auch schon, unser Abholer vom Autovermieter Bushlore. Wir waren die einzigen Gäste. Wir gingen zuerst Geld abheben und eine SIM Karte kaufen. Unser Abholer war so nett uns den Weg zu zeigen.
Dann fuhren wir ungefähr 30 min. zur Station in Midrand wo unser gemieteter Bushcamper auf uns wartete. Nach dem Papierkram begann eine umfangreiche Einweisung für das Fahrzeug. Alles wurde auf Funktionstüchtigkeit getestet, nur nicht der von außen zugängliche, ausziehbare Gaskocher 😗

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Gegen Mittag waren wir fertig und wurden auch noch zum nächsten Einkaufszentrum begleitet, welches nicht sehr weit weg war. Es war Samstag und dementsprechend viele Menschen beim Einkaufen, die Schlangen an den Kassen waren lang 😐 Wir arbeiteten unsere Liste ab und bekamen fast alles was drauf stand. Nur einen Liquore Store gab es hier nicht 🤩 , aber Bier und Gin werden wir schon noch bekommen. Wein gab es allerdings im Supermarkt.
Wir stellten einfach alles ins Auto und fuhren nun endlich los zum ersten Campingplatz, dem Matamba Bush Camp, welches ca. 280 km entfernt nahe Vaalwater lag. Wir waren noch erstaunlich frisch nach dem langen Flug und froh endlich auf der Autobahn zu sein. Die vielen Menschen um uns rum beim Einkaufen, das hatte doch etwas an unseren Nerven gezerrt. In Moodimolle einem kleinen Kaff, das etwas an ein Westernstädtchen erinnerte fanden wir tatsächlich noch einen gut sortiert Liquore Store und erstanden Bier und Gin. Wir fuhren durch die hügelige grüne Landschaft der Waterbergregion und hatten gegen 15.30 Uhr Vaalwater erreicht.
Hier riefen wir wie vereinbart beim Matamba Bushcamp an, damit die jemanden losschicken konnten der das Tor öffnet. John nahm uns kurze Zeit später am Tor in Empfang und begleitete uns zu unserem Platz „Oriole“.

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Zu Fuß erkundeten wir noch Wasch- und Duschgelegenheiten die uns John voller Stolz präsentierte. In der Tat war alles sehr liebevoll ausgestattet. Wir waren froh endlich angekommen zu sein. Den vorhin erwähnten Gaskocher konnten wir leider nicht in Betrieb nehmen, da der Platz für die Gasflasche, jetzt mit aufgeschraubten Anschlussstück, in der Höhe nicht mehr in den dafür vorgesehenen Platz passte. Ärgerlich 😠 Aber alternativ konnten wir die Gasflasche wie gewohnt nach draußen stellen, einen Aufsatz für den Topf gab es. Wir bezogen das Bett, räumten einen Koffer aus und gingen noch Duschen. Dann war es auch schon dunkel. Ralf zündete das Holz an, zu Abend sollte es Burenwurst mit Gemüse geben. Die Wurst schmeckte uns nicht so sehr, viel zu salzig und würzig – die gibt es in Zukunft wohl nicht mehr. Ein langer Tag ging zu Ende und wir freuten uns auf unser Bett.
Teil 307. Juli 2014
Und für alle Freunde von Tierfotos gibt es heute auch noch den zweiten Tag 😉

Sonntag, 27.04.2014 Khama Rhino
370 km


Die erste Nacht in unserem Zuhause auf Zeit, hätte besser sein können. Wir hatten schlecht geschlafen 😵 Als wir um 6:00 Uhr aufstanden, war es noch leicht neblig. Dementsprechend nass waren leider auch unsere Stühle. So gab es unseren ersten Kaffee eben im Stehen. Die Sonne ging auf und wärmte uns.

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Auch die erste Giraffe konnten wir in den nahen Büschen entdecken.

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Beim Geschirrspülen kamen wir mit den südafrikanischen Campnachbarn ins Gespräch. Es war langes Wochenende in ZA, das wurde von einigen Familien zum Campen genutzt. Als wir endlich loskamen war es schon 9:30 Uhr, zuvor waren noch die Farmbesitzer auf einen Plausch und zum Abkassieren vorbeigekommen. Als Zwischenstopp ist das Bush Camp von/nach Johannesburg jederzeit zu empfehlen. Heute ging es über die Grenze nach Botswana bis zur Khama Rhino Sanctuary.

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Wir hatten uns entschieden, die Grenzstation Stockport zu nehmen. Die andere Möglichkeit Martinsdrift war bis vor kurzem noch nach schweren Regenfällen überflutet. Außerdem gibt es in Stockport keine LKWs, da über den Limpopo nur eine sehr schmale Brücke führte. Es war dann auch nichts los und wir bekamen schnell unseren Stempel zur Ausreise. In Botswana wollte der Beamte mit seinen Deutschkenntnissen glänzen. Das gelang ihm auch und wir brachten ihm auch noch ein neues Wort bei 🙂 Nach der Grenze erwartete uns 40 km mittelprächtige Schotterpiste bis wir wieder Teer erreichten.
In Serowe holten wir Pula und kauften noch einige Kleinigkeiten ein, die wir in Johannesburg nicht bekommen hatten. Die Rhino Sanctuary lag nicht mehr weit entfernt von Serowe. Dort hatten wir bereits eine Reservierung für eine Nacht, verlängerten jedoch gleich für eine Weitere – wir wollten unsere Reise entspannt angehen. Wir bekamen einen schönen Platz, die Nr. 7 mit einem großen Moringabaum.

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Nach einer Erholungspause mit Cornflakes machten wir noch einen kleinen Gamedrive bis zum Malema Wasserloch. Erst 1992 wurde das Gebiet geschützt und die Nashörner angesiedelt, deren Anzahl mittlerweile auf 34 angewachsen ist. Nachdem die Wilderei auch immer größere Ausmaße annimmt, wird das Gebiet vom Militär geschützt. Dieses ist auch mit Pferden unterwegs und patrouilliert quer durch die Pfannen.

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Am Wasserloch standen Mama Rhino und ihr Baby – leider jetzt zur Sonnenuntergangszeit auch im besten Gegenlicht 😠

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Zwei weitere waren ganz in der Nähe und auch in größerer Entfernung konnten wir noch welche entdecken. Dass es so einfach wird die Tiere zu finden, hätten wir nicht gedacht. In der Pfanne gab es auch Impalas, Springböcke, Gnus, Oryx und Zebras.

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Als wir später noch einmal ans Wasserloch kamen, waren die Insassen mindestens dreier Fahrzeug ausgestiegen und unterhielten sich laut. Rhinos gab es hier natürlich keine mehr zu sehen. So ein Verhalten finden wir reichlich unsensibel 😠
Abends gab es ein schönes Rindersteak mit Gurkensalat und Feta. Dazu Brot und Wein. Das war sehr lecker 🙂 Wir saßen noch eine Zeitlang am wärmenden Feuer und spülten noch unser Geschirr bevor wir zu Bett gingen.


Und Morgen gehts dann weiter mit der Frage wie nah man einem Nashorn eigentlich kommen möchte....

Schöne Grüße

Panther
Teil 408. Juli 2014
So, weiter gehts mit dem zweiten Tag in der Khama und wir lösen heute das Rätsel wie nah man einem Nashorn kommen möchte (oder vielleicht auch besser nicht) 😐

Montag, 28.04.2014 Khama Rhino

Ursprünglich hatten wir mal angedacht heute Morgen zu Fuß eine Rhinotour zu machen. Als wir um 6:00 Uhr aufstanden war es sehr windig und alles grau in grau und sehr kühl. Gut, daß war das nicht gebucht haben 😕 Wir frühstückten in Ruhe und fuhren dann los um noch ein paar Tiere zu sichten. In der Pfanne standen einige Gnus und auch eine Herde Kuhantilopen, etwas entfernt grasten auch wieder zwei Rhinos.

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Wir fuhren zum Bird Hide, aber hier gab es nichts zu sehen. Davor fanden wir allerdings Katzenspuren. Wir standen dann noch lange am Rande der Pfanne und beobachteten eine Rhinokleinfamilie – Eltern und Kind.

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Mittlerweile hatten die Wolken etwas aufgelockert, so dass auch mal die Sonne durchkam. Am späten Vormittag fuhren wir zum Restaurant, welches aber bereits vor einiger Zeit abgebrannt war. Jetzt behalf man sich mit einem Zelt.

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Wir wollten aber lieber auf unserem Platz Mittag machen und fuhren dorthin zurück. Es gab ein paar Spiegeleier mit Brot.

Hier kocht der Chef 😁

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Den Nachmittag nutzten wir um mit dem Reisetagebuch anzufangen und zu lesen. So ein Campingnachmittag kann auch durchaus interessant und unterhaltsam sein. Wir hatten Besuch von zwei Tokos, die einem Eichhörnchen das eingerichtete Astloch wieder ausräumten. Das Hörnchen scherte sich nicht drum und kam gleich wieder mit neuen Blättern, die wohl als Nistmaterial dienten.

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Die Vögel hatten unser Auto als Spielplatz entdeckt und pickten auf der Scheibe herum.
Graulärmvögel (Go-Away-Bird) und Glanzstare kamen auch zu Besuch. Die grauen Wolken waren nun ganz verschwunden und die Sonne schien vom blauen Himmel.

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Ralf hackte schon mal in Vorbereitung für heute Abend das Holz klein, als es plötzlich im Gebüsch raschelte und ich etwas großes Graues sah. Oh, oh ein Nashorn kam des Weges 🤩 Es lief über unseren Platz, schnüffelte kurz am Abfalleimer und ging weiter zum Nebenplatz. Hier trank es aus der Vogeltränke und nahm ein paar Blätter vom Busch. Wir setzten uns mal vorsichtshalber kurzfristig ins Auto 😕 Gestern Abend am Feuer fühlten wir uns noch total sicher und ein Nashorn, nein, niemals käme es auf den Gedanken sich in die Nähe der Menschen zu begeben. Jetzt wurden wir eines Besseren belehrt 🙄 Trotzdem gingen wir dann Duschen (der Weg führte praktisch am Nashorn vorbei). Als ich fertig war, sah ich das Nashorn am Waschhaus vorbeilaufen, es ging wieder über unseren Platz und verschwand dort im Busch. Nach diesem interessanten Intermezzo drehten wir dann noch eine Runde bis zum Wasserloch. Dort standen wieder die Nashorn-Mama und ihr Kleines. Vor uns stand ein "Sasowewi-Auto" und die Insassen erkannten uns als Mitglieder des Namibia-Forums. Wir tauschten unsere bisherigen Eindrücke und Erlebnisse aus. Die Welt ist doch klein (schöne Grüße in die Schweiz falls ihr mitlest)

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Zurück am Platz gab es einen Gin-Tonic Sundowner und das Holz wurde auch schon angezündet, damit es eine schöne Glut für unser Steak abgibt. Der Abend wurde deutlich kälter als der gestrige, unser Atem "rauchte" schon kurz nach Sonnenuntergang. Wir saßen mit einem Glas Wein noch eine Zeit am Feuer.


Morgen geht es dann endlich nach Zimbabwe...und wenn wir ehrlich sind waren wir schon etwas nervös bzgl. des Grenzübergangs 😕

Gruß

Panther
Teil 509. Juli 2014
Heute ist Fahrttag und deshalb gibt es nicht so viele Bilder. Aber wir kommen endlich in Zimbabwe an 🙂

Dienstag, 29.04.2014 Matobo Ntl. Park
420 km


Die Nacht war sehr kalt, aber unsere Schlafsäcke hielten uns schön warm. Nach zwei Kaffee und dem obligatorischen
Nutellabrot verstauten wir unsere Sachen und waren um 8:00 Uhr abreisefertig.

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Heute ging es über die Grenze nach Simbabwe und dann weiter in den Matobo National Park. Für diesen hatten wir 2 – 3 Nächte eingeplant. Wir waren schon megagespannt auf den Grenzübertritt, hatten wir doch schon so manche Schauergeschichte davon gehört 😕 Zuallererst aber führte uns unsere Navigations-Betty (Betty nennen wir unser Garmin Navi) auf einer holperigen Pad knapp 60 km durchs Gelände 😐 Ca. 30 km vor Francistown wird die Fahrbahn verbreitert, so konnten wir unsere Fahrt nur noch mit 60km/h bis 80km/h fortsetzen. In der Stadt herrschte dichter Verkehr und vor den Ampeln bildeten sich lange Schlangen – so was ist man nur von zu Hause gewöhnt 😵 Im Superspar kauften wir noch Fleisch für die nächsten Tage und tankten noch unser Auto auf.
Als wir die Grenzstation von Botswana erreichten, rätselten wir zuerst wo wir denn eigentlich hin müssen. Irgendwie erschloss sich uns das System überhaupt nicht und so verfuhren wir uns zweimal auf der botswanischen Seite. Hoffentlich hat uns keiner beobachtet. Wie peinlich 😗 Die Ausreiseprozedur ging dann aber schnell vonstatten.
Auf der ZIM Seite bekamen wir unseren Gate Pass, unser Visum für je 30$, füllten ein Formular für das Auto aus (TIP=Temporary Import Permit) und mussten schließlich noch 70$ für diverse Gebühren bezahlen (Road Acces Fee 10$, Carbon Tax 30 $, Insurance 30$). Wir fragten immer den jeweiligen Beamten was der „next step“ wäre und so kamen wir ganz gut durch. Außerhalb des Gebäudes mussten wir wieder das TIP vorzeigen und der Zoll machte auch noch seinen Kringel auf den Gate-Pass. Wir waren etwas voreilig und hatten eine Unterschrift einfach eingespart, aber das ging nicht und so mussten wir noch mal zurück 😗 – war aber kein Problem.
Dann hatten wir es geschafft und benötigten insgesamt 1 Std. 10 min. für alles. Jetzt waren wir in Simbabwe 🙂 Die erste Polizeikontrolle ließ nicht lange auf sich warten, wir wurden aber durchgewunken. Kurz vor Matobo gab es noch ein Stück schlechte Piste zu bewältigen, aber dann waren wir endlich angekommen.

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Bei zwei netten Damen zahlten wir den Eintritt – im Maleme Rest Camp bei einer weiteren sehr freundlichen Dame die Campinggebühr und Feuerholz. Die Plätze liegen auf einer Wiese am Rande des Maleme Dammes mit Grillstellen und einfachen Duschen/WC’s umrahmt von Hügeln und schönen Felsformationen.

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Wir richteten uns ein und Ralf holte dann noch das bestellte Feuerholz – riesige lange Scheite – die (blaue) Ikea Tüte, die wir für einen evtl. Holztransport immer dabei haben, war übervoll. Zu Abend grillten wir Steak, dazu gab es Gemüse.

Morgen erkunden wir den Matobo und dann gibts auch wieder mehr Bilder 😉
Teil 610. Juli 2014
Wie versprochen heute der Matobo mit mehr Bildern 😉

Mittwoch, 30.04.2014 Matobo NP

Bis morgens die Sonne auf unseren Platz schien, dauerte es wegen der Hügel rundherum ziemlich lange. Dementsprechend kühl war es auch. Wir mussten heute dringend zu Hause anrufen um zu erfahren ob wir nun Meister geworden sind. Wir warteten ungeduldig auf eine angemessene Zeit um zu telefonieren. Und das heimlich erhoffte war eingetreten, der ERC Ingolstadt ist tatsächlich Deutscher Meister geworden. Wir freuten uns riesig 🙂 🙂 🙂 Nach der tollen Nachricht brachen wir beschwingt zu unserem heutigen Besichtigungsprogramm auf.

Blick von unserem Platz
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Malema Dam
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Der Park hat nicht nur schöne Felsformationen sondern zählt auch seit 2003 aufgrund seiner Felsmalereien, die vor ca. 2000 – 10.000 Jahren entstanden sind, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Leider war die Zufahrt zur Bambata Cave gesperrt, so dass wir gleich zur Nswatugi Cave fuhren. Ein teilweise abenteuerlicher Ritt auf steiler und vom Regen unterspülter Piste erwartete uns 🤩 Das Auto und Fahrer hatten einiges zu leisten. Aber beide meisterten das sehr gut. Allerdings waren wir auch nicht die einzigen Verrückten die hier herum fuhren.

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Ein kurzer steiler Fußweg führte zur Höhle in der noch gut erhaltene Felsbilder zu sehen sind.

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Der Rückweg über den Rundkurs gestaltete sich dann etwas moderater, hier war der Weg sogar relativ gut zu befahren. Nächster Halt war dann in der Pomongwe Cave in der lt. Reiseführer ein übereifriger Konservierer die Bilder haltbar machen wollte, leider aber das Gegenteil damit bewirkte 🙁 Hier gab es noch nahebei ein kleines Museum und Beides kostete auch Eintritt. Wir unterhielten uns mit den beiden Mitarbeitern und hier kam zum ersten Mal die Frage auf: „How is Germany“. Für uns gar nicht so einfach mit einem Allgemeinsatz zu beantworten 😐 Die Antwort auf die Gegenfrage zu ZIM war sehr vorsichtig.
Pomongwe Cave
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Nach der Besichtigung fuhren wir für eine Mittagspause auf unseren Platz zurück. Warmes Wasser in der Dusche blieb ein frommer Wunsch, aber es ging auch kalt 🙄 Das kostete dann schon etwas Überwindung. Frisch abgekühlt machten wir dann noch eine Fahrt durch den Park und fotografierten die Felsen im schönen Nachmittagslicht.

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Es gab auch einen kleinen Handwerksmarkt an dem wir nicht vorbeikamen ohne eine schön geschnitzte Giraffe zu erstehen.

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Danach besuchten wir noch Worlds View wo Cecil Rhodes Grabstätte liegt. Ein kurzer Aufstieg führt auf ein Felsplateau mit großen Felskugeln und einer wunderbaren Aussicht in die Weite. Wir waren die letzten Besucher hier oben und genossen die Stille. Eine kleine Klippen-Elefantenspitzmaus wuselte um die Felsen herum und suchte mit dem kleinen Rüsselchen nach Nahrung. Ein niedlicher Anblick 🙂

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Wir verließen diesen schönen Ort und fuhren auf unseren Campingplatz. Zum Sundowner gab es Gin Tonic und einen netten Plausch mit einem Simbabwer, der auch auf Campingurlaub war und uns aufgrund unseres Autos ansprach. In der kurzen Zeit in der wir nun hier sind, sind wir schon einige Male auf unser Auto bzw. auf das Zelt angesprochen worden. Zum Abendessen gab es heute Schinkennudeln, ein schönes wärmendes Lagerfeuer und ein Prosit auf den Deutschen Meister 😎

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Fazit Matobo:
Ein landschaftlich wirklich einmaliges Plätzchen. Die Stellplätze im Park sind einfach aber sauber. Die Sanitäranlagen waren im Prinzip auch ok, nur das warme Wasser fehlte 🙁 Die Wege im Park sind meistens geteert und gut erhalten. Sobald man aber die geteerte Strasse verlässt braucht man unbedingt einen 4x4. Es sah für uns nicht so aus als wenn diese Strecken instandgehalten werden. Für uns aber auf jeden Fall eine Empfehlung aufgrund der wirklich schönen Landschaft, die auf den Bildern nicht annähernd wiedergegeben werden kann.

Morgen gehts dann Richtung Hwange

Gruß

Panther
Teil 711. Juli 2014
in Arbeit

Donnerstag, 01.05.2014 Hwange, Main Camp
330 km


Um 8:15 Uhr waren wir heute Morgen startklar. Es konnte weitergehen in den Hwange National Park, in dem wir insgesamt 5 Nächte verbringen wollen. Erst kamen wir durch Bulawayo. Wir folgten der Empfehlung eines Einheimischen von gestern und gingen im Bradfield Shopping Center zum Einkaufen. Es gab alles an frischem Obst und Gemüse was man sich nur vorstellen kann, eine sehr gut bestückte Fleischtheke und vieles mehr 🙂 Das hätten wir ehrlich gesagt hier nicht erwartet. Wir kauften Gemüse und Fleisch für die nächsten Tage und suchten dann noch einen Geldautomaten. Auch hier wurden wir fündig, dann noch auftanken und weiter konnte es gehen.

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Die Strecke in den National Park war eigentlich ereignislos wenn da nicht 7 Polizeikontrollen auf dem Weg gewesen wären 😐 Manchmal mit Führerschein und TIP-Kontrolle und mal auch ohne. Aber immer sehr freundlich. Einmal fragte Ralf den Polizisten wie schnell wir denn hier auf der Strecke fahren dürften, es gab nämlich kein Geschwindigkeitsschild nachdem wir den letzten Ort verlassen hatten. Er guckte auf unser Auto und sagte gradheraus: „80 km/h“ 🙄 Aha, wir bedankten uns freundlich und waren der Ansicht, das er es wohl auch nicht so genau wusste 😁 Auf Landstraßen sind 120 km erlaubt.

Die würden wir gerne sehen
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Gegen Nachmittag erreichten wir den Park und checkten für die nächsten beiden Nächte ein. Der Eintritt kostete pro Tag 10 US $ pro Person, das Fahrzeug 15 $ für 5 Tage, der Campingplatz 15$ pro Person/Nacht. Die Gebühren sind einigermaßen stattlich. Eine Karte vom Hwange gab es leider nicht. Das Main Camp ist eine große Wiese mit Feuerstellen und 4 Waschhäusern. Diese sind aber allesamt schon sehr in die Jahre gekommen. Vor allem gibt es bei den Frauen keine Duschen sondern Badewannen – natürlich ohne Brausekopf 😕 . Sonst könnte man sich ja wenigstens abduschen. Der freundliche Platzwart Manle brachte uns Holz und heizte den Donkey für das warme Wasser an. Insgesamt waren mit uns nur 3 Plätze belegt. Wir wechselten auch noch mal den Platz, als wir feststellten, dass wir sehr nahe am Müllcontainer,einer offenen Betonwanne, standen. Hier wird alles reingeworfen und dann irgendwann verbrannt 🤢 Aufgrund der übersichtlichen Besucheranzahl ging ich dann bei den Männern duschen (da gab es pro Haus aber auch nur eine Dusche).


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Renovierungsbedürftig, besser neu bauen, aber sauber

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Eigentlich kann man letztendlich die Waschhäuser nur noch abreissen und neu bauen 🙁

Wir machten später noch einen Gamedrive bis zur Nyamandlovu Plattform. Hier gab es Stühle und eine schöne Aussicht auf das Wasserloch. Aber außer einem Hippo gab es nicht viel zu sehen.

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Auf dem Rückweg fanden wir noch eine Elefantenfamilie im Busch, Giraffen und Zebras. Ein Touroperator der uns auf dem Rückweg nach Elefanten am Wasserloch fragte und wir diese Frage leider verneinen musste, war ziemlich enttäuscht. Man sah im regelrecht an wie er überlegte "Mist, wohin fahre ich denn jetzt mit den Touris auf meinem Wagen" 😁

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Abends gab es Nudeln und ein schönes Feuer, welches aber sehr schwer zu entzünden war. Gott sei Dank gibt es Firestarter 😗 Trotz der wenigen Besucher war es nicht so ruhig wie wir es uns gewünscht hätten. Aus dem nahen Camp der Angestellten hörte man laute Musik. Plötzlich brüllte ein Löwe sehr laut und sehr nah 🤩 Wir rückten sicherheitshalber etwas näher an das Auto ran, aber er entfernte sich dann wohl, denn wir hörten nichts mehr. Wir entspannten uns auch wieder und blieben noch etwas sitzen. Das Camp ist zwar eingezäunt, aber an manchen Stellen ist der Zaun löchrig und runtergetreten und unser Stellplatz war genau an einer offenen Stelle des Zauns 🙄

Am nächsten Tag geht es dann auf den ersten richtigen Gamedrive

Gruß

Panther
Teil 812. Juli 2014
Heute gibt es wieder viele Fotos und sogar zwei kleine Filmchen 😎

Freitag, 02.05.2014 Main Camp

Wir wachten so zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr auf, wie meistens. Nachts waren einige Laute zu hören, wahrscheinlich Schakale und Hyänen. Heute wollten wir die Südrunde durch den Park fahren.

Erst mal Frühstücken

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Auf dem Weg

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Zuerst kamen wir zu Kennedy 1 Picnic Site, die auch als privater Campingplatz genutzt werden kann. Die hat aber auch einen stolzen Preis von 150$ bei Vorausbuchung und kurzfristig sind es 25$. Ein Attendant sorgt für Sauberkeit und Feuerholz, er wohnt auch hier. Ein sehr gepflegter Platz, aber ohne direkte Aussicht auf die Pan.

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Viele Tiere sahen wir (noch) nicht. Wir fuhren schon bald zwei Stunden bis wir einen Elefanten sahen.

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Die obligatorische Gabelracke

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Ein einsamer Bulle kam an einem Wasserloch zum Trinken. Er hatte ein Loch im Rüssel, aus diesem kam das Wasser das er trank teilweise wieder raus. Armer Kerl 🙁 Er schien aber gut damit zurecht zu kommen.

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Die nächste Pause legten wir dann der Ngweshla Pan ein. Ebenfalls eine schöne Picnic Site, die aber belegt war. Am benachbarten Wasserloch lagen die Hippos am Ufer und diverse Vögel wie Kronenkraniche waren zu sehen.



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Mittlerweile waren die Bewohner des Platzes angekommen, eine Familie mit drei Kindern aus Simbabwe. Sie fragten uns ob wir den Löwen mit seinem Kill gesehen haben? Wie, wo Löwe? 🤩 Der Vater erklärte uns den Weg dahin, es war nicht weit zu fahren. Tatsächlich lag ein Löwenmännchen unter einem Busch und dahinter ein totes Kudu. Er war schwer am Atmen und beobachtete uns genau. Wir filmten und fotografierten und liessen ihn dann wieder allein. Irgendwie kamen wir uns wie Eindringlinge vor 😐

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Wir fuhren zurück und bedankten uns für den guten Tipp. Eine sehr raue Rüttelpiste die zudem noch sehr buschig war, ging dann wieder Richtung Main Camp zurück 🙄 Der Hinweg war definitiv schöner gewesen. Einen kurzen Halt machten wir dann noch auf der Jambile Picnic Site. Der Attendant, ein älterer Mann, bat um eine Mitfahrgelegenheit zurück zum Main Camp. Das mussten wir leider ablehnen, da wir nur zwei Sitzplätze hatten und hinten mitzufahren bei der rumpligen Strecke sicher kein Spaß war. Wir versprachen ihm aber im Main Camp Bescheid zu geben (haben wir dann auch gemacht und es wurde uns versprochen dass sie ihn abholen).

Am Nachmittag fuhren wir noch zur Painted Dog Conservation, die kurz vor dem Parkeingang liegt. Dort kümmert man sich um verwaiste und verletzte Painted Dogs. Nach einer sehr interessanten Ausstellung wo der Lebenslauf eines Painted Dogs dargestellt wird, kann man über eine Holzbrücke über das Freigehege gehen. Da der Walkway aber momentan renoviert wurde, durften wir direkt zu den Gehegen, sozusagen Backstage, gehen. Dort wurde uns noch einiges über die Painted Dogs erzählt und wir konnten die schönen Tiere aus der Nähe betrachten. Zurück am Hauptgebäude haben wir noch einen bisschen Geld gespendet (Eintritt wird nicht verlangt) und einen Painted Dog aus Draht und Perlen erstanden. Ein wirklich lohnendes Ziel um mehr über die Arbeit der Conservation zu erfahren.

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Wieder ein Mitbringsel mehr

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Die Gästeanzahl im Camp war heute auf zwei Parteien geschrumpft. Wir und unsere gestrigen Nachbarn. Drei Männer, etwas abgedrehte Typen vermutlich aus ZIM, die draussen auf Liegen übernachteten (wir erinnern uns an das Löwengebrüll und den löchrigen Zaun) 🤩 Heute Morgen hatten sie auf ihrem Pick-up die Campingstühle platziert und wollten so in den Park reinfahren 😠 Die Parkmitarbeiter bekamen die Krise als sie das gesehen haben, so wurde von diesem Vorhaben dann abgelassen.
Wir machten etwas Körperpflege und kümmerten uns anschließend um unser Abendessen. Ralf hatte sich das Feuermachen heute von dem Ngweshla Campattendant abgeschaut 😗 und es brannte gleich noch besser. Es gab Steak und frisch angebratenes Gemüse. Das wahr sehr gut. Die Löwen brüllten heute nicht ganz so nah und die Musik aus dem Mitarbeitercamp war auch bald aus.

Für heute und Morgen ist erst mal Schluß. Am Montag gehts dann weiter mit unserem Bericht. Und dann sind wir hoffentlich auch Weltmeister 🙂

Gruß

Panther
Teil 914. Juli 2014
Der muss heute einfach sein 😉

Samstag, 03.05.2014 Robins Camp
220km


Irgendwer hatte heute Nacht unsere Abfalltonne umgeschmissen, gehört hatten wir aber nichts. Nach den morgendlichen Aktivitäten waren wir dann startklar für die Fahrt durch den Park zum Robins Camp 🙂

Ein letzter Blick auf die Campsites im Main Camp

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Tiere sahen wir nicht sehr viele, das Gras ist einfach zu hoch und die Wasserstellen noch zahlreich. Wir kamen auch an der Guvalala Plattform vorbei und machten ein kleine Pause. Dafür dass dieser Platz erst kürzlich renoviert wurde sah er schon wieder ganz schön ramponiert aus. Ein Foto von der Toilette haben wir uns und euch erspart 🤢

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Auf der Shumba Picnic Site legten wir eine weitere Pause ein. Der junge Mann, der diesen Platz betreut, fragte uns ob wir einen toten Elefanten der wohl eines natürlichen Todes gestorben war, sehen wollten. Wir durften auf einer Piste fahren, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht war. Nach ca. 10 Minuten Fahrt stoben viele Geier von dem Kadaver auf. Wir hatten unser Ziel erreicht. Arg viel war nicht mehr übrig von dem Tier. Die Ranger wollten jedenfalls in naher Zukunft die Stoßzähne entfernen.

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Wir setzten unsere Fahrt fort zum Masuma Damm. Es gibt hier eine erhöhte Plattform mit schönem Blick über das Wasserloch. Viele Hippos und auch einige Krokodile wohnen hier. Wir blieben nur kurze Zeit, da wir ja noch zwei Nächte im nahegelegenen Kapula Camp verbringen werden.

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Nahe des Masuma Dams

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Moderne Kunst am Auto von einem Matschloch wo wir unbedingt durch mussten 🙂

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Am frühen Nachmittag erreichten wir das Robins Camp. Wie immer wurden wir sehr freundlich empfangen.Wir waren die einzigen Campinggäste und von den Häuschen waren zwei belegt. Wir bekamen Feuerholz und der Donkey wurde angeheizt. Immerhin gab es Duschen für die Damen und keine Badewannen.

Campsite
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Ablutions

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Wir sahen uns im Turm das kleine Museum an, in dem einige Sachen des Namensgebers des Camps Herbert George Robins ausgestellt waren. Den Turm hatte er 1934 errichtet und gehörte zu seiner Farm. Zuerst kamen wir durch ein Büro, besetzt mit zwei Angestellten, einen Haufen alter Ordner und diversen Funkgeräten. Es war, als wäre hier die Zeit stehengeblieben. Bis auf die Technik war alles ein bisschen marode und "historisch".

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Blick von oben
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Danach unternahmen wir einen Gamedrive Richtung Little oder Big Tom, so genau wussten wir es nicht 😗 Der Weg schien nicht so oft befahren zu werden, das Schilf war höher als unser Auto.

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Am Wasserloch gab es nichts zu sehen.

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Wir fuhren weiter Richtung Hauptstrasse und plötzlich entdeckten wir etwas braunes, katzenartiges. Juchhu ein Löwe,nein eine Familie mit zwei Weibchen und drei größeren Kindern und sie hatten einen Riss 🙂 Das feige Oberhaupt der Familie machte sich mit den Resten sofort aus dem Staub 😠 Die Weibchen waren einigermassen relaxt und nagten weiter an ihren Knochen, die Jungen waren sehr ängstlich. Aber es gelangen uns doch noch einige gute Fotos. Was hatten wir doch für ein Glück.
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Happy fuhren wir zu unserem Platz zurück und stiessen mit einem Zim-Bier in der Bar auf unsere Sichtung an. Zu Abend gab es heute mal wieder fleischlos, Nudeln mit Sauce und Feta-Gurkensalat. Irrlichternde organge Augen sprangen von Baum zu Baum, das waren die Bushbabies (Galagos) 😘 Drei Schakale machten urplötzlich einen Riesenlärm, verzogen sich dann aber bald und Löwengebrüll war auch wieder zu hören.

Morgen gehts dann in das Kapula Camp. Endlich wieder mal in einem anständigem Bett schlafen 🙂

Gruß

Panther
Teil 1015. Juli 2014
Sonntag, 04.05.2014 Hwange Kapula North Camp
55km


Wir verbrachten eine relativ ruhige Nacht, nur ab und zu waren Tierlaute zu hören. Wir frühstückten gemütlich und sahen den Affen beim Spielen zu. Für die nächsten zwei Nächte hatten wir das Kapula North Camp, in der Nähe des Masuma Dammes gelegen, gebucht.

Mittlerweile war auch die aussziebare Kochstelle am Auto im Einsatz (sehr praktisch)

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Wir nutzten die Zeit und fuhren zuerst zum Deetema Damm. Schöne Aussicht auf das Wasser, aber wenig Tiere. Die Sitzgelegenheiten und Simse im Unterstand waren mit einer roten Farbe frisch eingeölt 🤩 Die Flecken hielten sich Gott sei Dank in Grenzen – wir hatten es nicht bemerkt 😗

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Weiter ging es zum Mandavu Damm, von dort hatten wir einen sehr schönen Blick über einen See mit abgestorbenen Bäumen. Auf der Picnic Site war ein Filmteam eingezogen. Viele Zelte, gute Ausstattung mit Klimaanlagen und Waschmaschinen 🙄 Wir beobachteten Klippspringer, Blue Waxbill und Ibisse.

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Zur Mittagspause erreichten wir den Masuma Damm. Hier packten wir unser Mittagessen aus. Unterdessen kamen auch zwei vollbesetzte Safarifahrzeuge an. Die Fahrer fragten uns ob wir Tiere gesehen haben. Für die ist es wahrscheinlich auch nicht so einfach ihre Klientel tiermässig zufrieden zu stellen. Freundlicherweise bekamen wir zwei Äpfel geschenkt. Ein Elefant kam zum Wasser, Buschböcke, Warthogs und zahlreiche Hippos waren zu sehen.

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Langsam wurde es dann Zeit zum Kapula Camp zu fahren. Das Camp hat 4 Zelte und ein Küchenzelt mit angrenzender Bar und Sitzgelegenheiten.

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Wir bekamen Zelt Nr. 4. Ein sehr geräumiges Luxuszelt mit großer Terrasse und Innen- und Außendusche. Wir ruhten uns etwas auf der Terrasse aus und konnten einen Eli beobachten. Anschließend testeten wir die Außendusche – eine Wohltat 😘

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Da das Camp für Selbstversorger ausgerichtet ist, packen wir alle nötigen Getränke- und Essensvorräte zusammen und deponierten sie in einem der 3 Kühlschränke in der Küche. Außerdem gab es eine Spüle, Ofen, Regale und alle nötigen Küchenutensilien.

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Hier trafen wir auf Annette und Uwe, die die nächsten 6 Tage hier verbrachten. Entsprechend viele Vorräte hatten sie zu verstauen 🤩 Der Campattendant (Name haben wir leider vergessen) hatte schon ein Feuer angezündet, so dass die Glut schon perfekt zum Grillen war. Dazu machte ich Kartoffelpürree und Gemüse.

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Anmerkung Ralf: Während Martina das Essen kochte unterhielt ich mich mit dem Campattendant. Er erklärte mir die Technik des Camps und war ganz stolz dass die Solaranlage und die Kühlschränke aus Deutschland kamen. Auch Fussball war ein Thema und natürlich durfte auch die Frage "How is Germany?" nicht fehlen.
😉
Zu Viert nahmen wir unser Essen ein und unterhielten uns noch bis 22:00 Uhr. Dann war es auch Zeit fürs Bett. Wir löschten alle Lichter, abspülen mussten bzw. durften wir nicht – prima Service 🙂 Es war sternenklar und ziemlich kalt.

Morgen dürfen wir noch eine Nacht im Kapula Camp geniessen.

Gruß

Panther
Teil 1116. Juli 2014
Montag, 05.05.2014 Hwange Kapula

Trotz der kalten Nacht hatten wir gut geschlafen. Frühstück gab es heute am Masuma Damm, in der Hoffnung auf ein paar Tiere am Wasserloch. Dort sass schon eine französische Gruppe, die wir schon mal getroffen hatten. Wir kochten Kaffee und bereiteten ein paar Brote zu – ist schon praktisch wenn alles im Auto dabei und griffbereit ist 🙂
Tiere waren aber außer den Hippos nicht wirklich zu sehen. Aber einfach mal nur ruhig dasitzen, in die Gegend schauen, das entschleunigt ungemein 😎

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Wir fuhren noch den Weg nahe des Camps, den der Attendant uns gestern beschrieben hatte. Erst fuhren wir durch ein trockenes Flußbett und dann durch lichtes Buschwerk, aber Tiere sahen wir auch hier keine 🙁 Den Nachmittag verbrachten wir faul auf unserer Terrasse und beobachteten Giraffen und zwei Elis. Längere Zeit hörten wir auch immer wieder lautes Elefantentrompeten aus der Ferne.

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Abends musste das frische Gemüse verarbeitet werden und die restlichen Kartoffeln von gestern, dazu ein schönes Steak 🙂 Begleitet wurde das Abendessen, das wir wieder mit Uwe und Annette einnahmen, von Löwengebrüll. Erst weit entfernt von rechts und dann nach und nach immer näher bis ganz nah am Camp. Aber dann entfernte sich das Brüllen und somit auch der Löwe wieder.

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Heute blieben wir nicht so lange sitzen wir gestern, wollten wir doch morgen zeitig aufstehen, da heute Nachmittag kleine Löwen nahe des Dammes gesichtet worden sind. Vielleicht haben wir nochmal Glück.

Gruß

Panther
Teil 1217. Juli 2014
Dienstag, 06.05.2014 Vicoria Falls Hotel
190 km

Die letzte Nacht war deutlich wärmen als die Vorherige, das ist von Tag zu Tag sehr unterschiedlich. Der Wecker klingelte zur Unzeit um kurz vor 6:00 Uhr 🤩 Wir räumten alles in unseren Koffer und gingen Frühstücken. Dann waren wir abreisefertig. Kapula hatte uns sehr gut gefallen, wir können es nur weiterempfehlen.
Leider gab es am Damm nicht die erhoffte Sichtung, sorgar die Tore des Platzes waren noch geschlossen.

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So hielten wir uns gar nicht länger auf und fuhren weiter nach Sinamatella. Wir hatten nun einen Tag übrig, den wir noch für Matobo eingeplant hatten. Daher haben wir beschlossen, wie schon vor 5 Jahren zu Ralfs Geburtstag nach Vic Falls zu fahren. Kurz vor Mandavu trafen wir wieder auf Efant aus dem Namibia Forum. Wir hielten für einen Plausch an und tauschten Erlebnisse aus 🙂
In Sinamatella gibt es eine herrliche Aussicht auf die umliegende Landschaft, sehr schön. Wir machten eine Pause in dem Camp und fuhren dann auf einer Schotterpiste raus aus dem Park.

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Kurz vor dem Parkausgang hatte sich vor nicht allzulanger Zeit ein Auto überschlagen. Wenn man das sieht, schockt es einen richtig 🤩

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Bevor wir dann das Städtchen Hwange erreichten, passierten wir ein Kohleabbaugebiet. Viele Arbeiter und Lastwagen waren unterwegs. Sogar die Straße wurde gewässert, damit es nicht so staubt. Wir liessen Hwange hinter uns und kamen auf der Teerstraße gut voran.

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Wir passierten eine Polizeikontrolle und eine Mautstelle. Gegen Mittag erreichten wir dann Victoria Falls. Im Vic Falls Hotel gab es für uns auch das gewünschte Zimmer mit Blick auf den Wasserdampf der Fälle.

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Herbert, der nette Receptionist organisierte auch gleich eine SIM-Karte für uns. Wir mussten noch etwas warten bis wir das Zimmer beziehen konnten und kurze Zeit später kam schon ein Mitarbeiter aus dem Ort und übergab die gewünschte Karte an uns. Das nennt man Service. Nach dem Willkommensdrink und einem erfrischenden Handtuch bezogen wir unseren Raum, hielten uns dort aber nicht lange auf.

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Auf der Terrasse genossen wir ein Rock Shandy und eine Kleinigkeit zu Mittag. Hier konnten wir es gut aushalten.

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Danach liehen wir uns einen Regenschirm und machten uns auf den Weg zu den Victoria Fällen. Der Fußweg beginnt ja praktischerweise im Garten vom Hotel. Dort wartete auch schon ein Kollege von der Tourismuspolizei und begleitete uns. Die unvermeidlichen Souvenirverkäufer gab es auch hier wieder 😵
Wir liehen uns zwei Regenmäntel aus, was bei der Wassermenge, die der Sambesi derzeit führte auch ratsam war. Die ersten Aussichtspunkte konnten wir noch einigermaßen trocken geniessen, es gab einen wunderschönen doppelten Regenbogen zu sehen, sobald die Sonne durch die Wolken schien. Es hatte sich leider etwas zugezogen.

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Je weiter wir Richtung Brücke kamen desto stärker wurde der „Regen“ von den Fällen. Um den Regenschutz waren wir mehr als froh. Es war trotz allem wieder ein Erlebnis hier zu sein.

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Nein, geregnet hat es nicht, aber es fühlte sich wie ein Wolkenbruch an 😉

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Da wir unsere Ausweise nicht dabei hatten, konnten wir nicht auf die Brücke, die die Grenze zu Sambia ist. Aber vielleicht kommen wir ja noch einmal wieder. Auf dem Rückweg zum Hotel, diesmal ohne Tourismuspolizei, hatten wir bzw. Ralf wieder die Souvenirverkäufer "am Hals". Die waren recht hartnäckig, und wollten sie am Anfang noch Geld für ihre Schnitzereien, so waren es zum Schluss die Schuhe, die Hose oder das Hemd 🤩 Ralf wäre praktisch nackt im Hotel angekommen. Dafür aber mit allerlei Schnitzereien 😄

Anschließend waren wir noch im Ort. Ralf kaufte sich eine neue Sonnenbrille nachdem sich bei der anderen die Beschichtung von den Gläsern gelöst hatte, echt mysteriös 😵 Wir trafen dann noch eine nette Lady von der Tourismuspolizei, die uns noch zum Craft Market begleitete. Wir waren nur im ersten Laden und kamen gleich mit zwei Wandbehängen wieder raus 😗 Das musste reichen und wir gingen zurück zum Hotel.
Auf der Terrasse genehmigten wir uns ein Sundowner-Bier und schrieben gleich noch Postkarten. Das Abendessen, ein sehr leckeres Filetsteak, nahmen wir hier ebenso ein. Bei einem Glas Wein saßen wir noch eine Zeitlang hier und genossen den Ausblick auf die mittlerweile unterschiedlich farbig beleuchtete Brücke über den Sambesi. Die Terrasse war deutlich besser gefüllt als vor 5 Jahren. Ein Zeichen für wieder mehr Besucher im Ort.

Morgen gehts dann nach Binga wo wir uns die Übernachtung eigentlich anders vorgestellt hatten 😐

Gruß

Panther
Teil 1318. Juli 2014
Mittwoch, 07.05.2014 Masumu River Lodge
310 km


Ralf feierte heute seinen Geburtstag. Im Jungle Restaurant gab es ein schönes Frühstück für uns. Als kleine Überraschung gab es einen hübsch verzierten Kuchen und zwei Kerzen, das hatte der nette Herbert für uns organisiert. Das Personal brachte Ralf ein Ständchen, das war doch der perfekte Einstieg für den Tag 🙂 Da wir zu Zweit unmöglich den ganzen leckeren Kuchen essen konnten, haben wir den Rest an die Angestellten verteilt. Wir finden das ja immer ein bisschen "gönnerhaft" und machen das eigentlich nicht so gerne. Aber die Angestellten hat es sehr gefreut und damit auch uns.

Jungle Restaurant
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Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Wir packten wieder unseren Koffer und machten das Auto startklar. Noch ein Foto zum Abschied mit dem großgewachsenen Bellman und los ging es. Unser heutiges Tagesziel war Binga am Karibasee.

Ein paar Impressionen vom Hotel
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Zuerst waren wir noch im Supermarkt einkaufen und tankten auch noch das Auto auf. An der Polizeikontrolle die wir auch schon gestern passiert hatten, wurden wir heute aufgehalten. Die Lichter wurden kontrolliert. Bei uns war eigentlich alles in Ordnung bis auf die Beleuchtung des Nummernschildes. Diese funktioniert nämlich nicht 😣 Das kostete uns 20 $, eine Quittung gab es obendrein. Als wir fertig waren sahen wir auf der anderen Seite die Efants, die ebenfalls angehalten wurden. Ralf wurmte die Strafe, da sie ihm im Nachhinein viel zu hoch vorkam. In unserem Bußgeldkatalog war dieses Vergehen mit nur 5$ gelistet. Das müssen wir wohl unter Lehrgeld verbuchen 😠
Wir passierten viele Siedlungen und die Menschen winkten freundlich. Am Straßenrand wurden die Früchte des Baobabs, die dekorativ an Gestellen hingen, verkauft. Kurz vor Binga wurde die Teerstraße deutlich schlechter und war eigentlich nur noch einspurig.

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Zur Masumu Lodge ging es noch vor dem Ort rechts weg und es waren noch 4 km durch den Busch zurückzulegen. Das Tor war versperrt und alles wirkt auf den ersten Blick wie verlassen 😐 Aber dann kam doch noch jemand und sperrte auf. Wir hatten nichts vorgebucht und wären einem Chalet nicht abgeneigt gewesen. Der nette Besitzer konnte uns allerdings nichts mehr anbieten, da er gegen Abend eine Gruppe von 25 Leuten erwartete 🙄 Gut dann eben Camping, das war auch kein Problem. Sparte auch viel Geld wo wir doch die Nacht zuvor so feudal logiert hatten 😉
Wir stellten uns auf die Wiese nahe dem Ufer des Karibasees. Einen schönen Blick über denselben gab es ebenso.

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Die ganze Anlage mit den Chalets machte einen sehr gepflegten Eindruck. Der Besitzer wollte uns auch mit der kaputten Birne für die Nummernschildbeleuchtung behilflich sein und prüfen ob in einem seiner Autos eine solche eingebaut ist.
Wir lernten auch seine 4 Monate alle Jack Russel Hündin kennen, ein sehr verspieltes Wesen. Die Bänder an meiner Hose wurden stark beansprucht 😵

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Es gab eine Bar mit tollem Blick auf den See, hier bekamen wir ein Bier aufs Haus mit Empfehlung, dieses unten am Ufer einzunehmen. Gesagt, getan. Wir genossen das Bier am Ufer und sahen schon die ersten Fischerboote rausfahren. Hier wird des Nachts der Karpentafisch mittels Licht angelockt und gefangen.

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Zu Abend gab es heute Nudelsalat und Würstchen. Mittlerweile war auch die Reisegruppe eingetroffen, lauter Jugendliche 🤩 Das ließ nicht unbedingt auf eine ruhige Nacht schließen. Sie wohnten zwar alle in den Chalets aber nicht weit vom Campingplatz gab es eine Art Bar und einen Pool und hier spielte sich alles ab.
Das Hundemädchen besuchte uns und richtete sich auf Ralfs Schoß für die Nacht ein. Bevor wir dann ins Bett gingen lieferten wir sie wieder beim Besitzer ab. Auf dem See blinkten nun unzählige Lichter der Fischerboote manchmal hörten wir auch die Geräusche der Dieselmotoren. Eigentlich war es hier sehr idyllisch, wenn da nicht die jungen Nachbarn gewesen wären 😐

Wie die Nacht war und wie die Strecke bis zum Sanyati Camp zu fahren ist, kommt dann im nächsten Teil

Gruß

Panther
Teil 1419. Juli 2014
Donnerstag, 08.05.2014 Sanyati River Camp
236 km

Wir schon befürchtet war die Nacht sehr unruhig. Die Diskussionen bei Nachbarns dauerten lang, sehr lang 😈 Aber irgendwann waren wir auch eingeschlafen. Wir frühstückten und suchten noch einmal den Besitzer wg. unserer Lampe auf, aber leider konnte er nicht helfen. Wir bekamen noch eine tiefgefrorene Brasse geschenkt 🙂 Das fanden wir sehr nett. Er hatte sicher auch schlecht geschlafen, denn sein Haus liegt neben dem Campingplatz. Wir fanden die Lodge sehr schön und das es etwas zu laut war, na ja einmal geht das schon.
Da wir am Samstag für Mana Pools gebucht hatten, arbeiteten wir uns so langsam Richtung Nordosten vor. Kariba war von hier aus schlecht an einem Tag zu erreichen, daher hatten wir für heute eine Nacht im Sanyati River Camp vorgesehen. Laut Forumsberichten existiert das Camp nicht mehr, übernachten konnte man aber schon noch. Aber ohne alles. Die heutige Strecke war 236 km lang , aber von übelster Beschaffenheit. Viel Wellblech, steile Auf- und Abfahrten mit den Ausspülungen der letzten Regenfälle. Unser Auto hatte gut zu klettern. Viele Dörfer lagen auf dem Weg, die Menschen waren freundlich und ganz viele von ihnen winkten uns zu.

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Das Video hat durch die Bearbeitung doch etwas gelitten. Aber für einen kleinen Eindruck sollte es reichen 😉 Auffallend waren auch die großen Schulgebäude die zu fast jeder größeren Ansiedlung gehörten, nur Schulkinder haben wir nie gesehen 🙁 Als wir einmal hielten um zu fotografieren kamen gleich Kinder angerannt. Sie wollten nur schauen und lachten als Ralf ihnen ihr Foto zeigte. Schöne Ausblicke auf die Berge und Felder mit Tabak und auch Baumwolle. Die Fahrerei war eine Tortur für Mensch und Maschine, aber trotzdem verging die Zeit wie im Fluge. Es gab immer etwas zu sehen.

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Gegen 15:30 Uhr erreichten wir nach 6 Std. Fahrt das Camp und für heute war es echt genug der Fahrerei 😕 Ein Hinweisschild war nicht mehr vorhanden, aber Ralf hatte die Koordinaten im Navi. Tatsächlich waren auch zwei Männer vor Ort, die uns freundlich den Weg wiesen. Sonst hätten wir nicht so genau gewusst, wo wir denn stehenbleiben können 😗 Camping kostete tatsächlich 10$ aber incl. Feuerholz, das uns auch gebracht wurde 🙂
Die alten Waschhäuser und die kleinen Chalets standen noch, aber alles war leer.

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Wir genossen die Stille und machten Feuer. Unser geschenkter Fisch kam heute gleich auf den Grill als er aufgetaut war. Der schmeckte mit etwas Salz und meiner garantiert ungespritzten Zitrone aus dem Hwange (auf Kennedy 1 gabs einen wunderschönen Zitronenbaum 😗 ) sehr lecker. Dazu gab es den Rest Nudelsalat. Als das Feuer heruntergebrannt war, gingen wir ins Bett.

Im nächsten Abschnitt gehts dann endgültig nach Kariba inkl. unterhaltsamer Polizeikontrolle

Schönes Wochende wünscht

Panther
Teil 1521. Juli 2014
Freitag, 09.05.14 Kariba Warthog Bushcamp
145 km


Die Nacht war ruhig, sehr ruhig gewesen. Unser Auto hatte eine etwas unangenehme Überraschung für uns – es sprang heute Morgen nicht an 🤩 Kurze Schrecksekunde, was nun? Aber Ralf konnte die Batterie mittels Überbrückungskabel zur zweiten Batterie, die ebenfalls vorne im Motorraum untergebracht war, wieder zum Laufen bringen. Einer der Männer war mittlerweile auch da und bot gleich seine Hilfe an. Aber es ging auch so, da waren wir echt heilfroh. Die Vorstellung hier mitten in der Pampa mit einem kaputten Auto zu stehen, war nicht gerade prickelnd 😵
Dann konnte es endlich losgehen, wir mussten ja den Rest des Weges nach Kariba in Angriff nehmen. Wir fuhren auf der Schotterpiste, die man ausgeruht gar nicht mehr so schlimm empfand und bogen bald auf eine schmalere Pad ab. Hier gab es nicht so viele Dörfer wie gestern, aber viele Felder und eine hübsche hügelige Umgebung.

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Erster Blick auf den Kariba See
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Das letzte Stück vor Kariba wurde immer schmaler und buschiger, kurz zuvor passierten wir lt. Reiseführer einen 1050m hohen Pass, dementsprechend ruppig ging es wieder runter. Auf dem schmalen Weg rannten urplötzlich drei Elefanten durchs dichte Gebüsch auf die andere Straßenseite. Mann, was haben wir uns erschrocken 🤩 Der letzte Eli drehte sich auch noch mal um und stellte die Ohren auf. Wir waren zwar schon auf Elefantenbegegnungen eingerichtet wg. der ganzen Hinterlassenschaften aber wenns dann passiert, puh 🤨
Entlang einer breiten Stromtrasse kamen wir dann nach 4 Std. Fahrt endlich wieder auf eine geteerte Straße. Was für eine Wohltat.

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Wir suchten dann das Warthogs Bushcamp von dem wir wussten, dass es umgezogen ist. Wir landeten in einem Wohngebiet und haben so auch gleich den Supermarkt entdeckt. Also wieder zurück auf die Hauptstraße. Dort fuhr ein Mazda sehr langsam vor uns. Ralf überholte ihn, leider wurde er immer schneller als erlaubt, da der andere plötzlich Gas gab 😠 Es kam wie es kommen musste. Mit einer Radarpistole bewaffnet, sprang ein Polizist aus dem Gebüsch. Sch….. Wir wurden angehalten und darauf hingewiesen, dass wir zu schnell waren.
Bis zu 500$ konnte der Spaß kosten, allerdings konnte uns keiner sagen, wieviel wir tatsächlich zu schnell gefahren sind. Ralf zog den Bußgeld Katalog raus und schätzte das er ca. 10 km/h zu schnell war. Das würde 5$ kosten 😗 Damit erklärte sich der Polizist einverstanden und stellte auch eine Quittung aus. Dann kam die übliche Unterhaltung über Fußball und deutsche Autos verbunden mit der Frage "How is Germany?" und vor allem wollten sie einmal Euros sehen. Diesem Wunsch kamen wir nach und zeigten einige Münzen und Scheine. Unvermeidlich war natürlich die Frage ob sie eine 1 Euro Münze als Andenken behalten durften. Durften sie und das war uns die lustige und unterhaltsame Begegnung auch wert 😎
Dann fuhren wir weiter und kamen kurz danach im Camp an. Ralf ärgerte sich noch über die 5$. Der Platz war sehr buschig, wie der Name schon sagte und hatte keinen direkten Blick auf den Karibasee – obwohl das Ufer nicht weit weg war. Die sanitären Einrichtungen waren in zwei einfachen Holzhütten untergebracht. Mit 5$ pro Person war das der billigste Platz bisher. Wir waren und blieben die einzigen Gäste für heute Nacht. An der Bar, die auch ein beliebter Treffpunkt für die weißen Einheimischen ist, aßen wir zu Mittag einen Burger. Hier machten wir auch Bekanntschaft mit dem Besitzer und seinen zwei Hunden.

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Nach dem Essen fuhren wir tanken und konnten in der Tankstelle auch eine Birne für die Nummernschildbeleuchtung erwerben. Ein bisschen schwach aber besser als nichts. Kariba ist ein zersiedelter Ort in dem ca. 20000 Menschen leben. Es gibt auch keine richtige Ortsmitte, die Weißen leben auf den Hügeln, die Schwarzen unten. Von oben konnte man den Eindruck gewinnen am Meer zu sein. Der See leuchtete blau, dahinter die Berge, ein wunderschöner Anblick. Wir fuhren bis zur Staumauer, die auch die Grenze zu Sambia markiert. Es gibt die Möglichkeit auf der Staumauer zu laufen, wenn man seinen Pass hinterlegt. Das wollten wir aber lieber nicht. Es gab noch einen Observation Point von dem man gut die Staumauer überblicken konnte.

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Wir fuhren dann wieder zu unserem Campingplatz zurück und nahmen noch einen Sundowner Bier an der Bar ein. Abends gab es Schinkennudeln. Eine Feuerstelle gab es leider nicht, aber dafür hörten wir die Hippos grunzen.

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Morgen gehts dann endlich nach Mana Pools...

Gruß

Panther
Teil 1622. Juli 2014
Samstag, 10.05.2014 Mana Pools Nyamepi Camp Site
170km


Heute Morgen gingen wir zuerst zum Einkaufen. Etwas Fleisch, Bier, Wasser und Brot – eben die Grundnahrungsmittel für die nächsten 3 Nächte in Mana Pools standen auf dem Einkaufszettel 😉 Der TM Supermarkt war gar nicht so schlecht sortiert. Wir kamen wieder an der Polizeikontrolle von gestern vorbei, wo man uns freundlich zuwinkte – Banditen 😎 Auf einer kurvigen, geteerten Landstraße fuhren wir bis nach Marongora um uns im dortigen Wildlife Office ein Permit für Mana ausstellen zu lassen. Dieses wird trotz Reservierung benötigt.

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Dann ging es auf abschüssiger Straße das Sambesi Tal hinab. Viel LKWs fuhren hier und der Straßenbelag war teilweise nicht mehr der Beste. Dementsprechend langsam ging es voran. Dann kam der Abzweig auf die Schotterstraße nach Mana Pools. Hier am Gate mussten wir uns in ein Buch eintragen und gaben auch noch unsere beiden verbliebenen Äpfel ab. Sicherheitshalber, da im Park kein Obst mitgebracht werden darf wegen der Elefanten. Die Frage ist, wer hält sich daran und wer kontrolliert das? Die Dame am Gate freute sich jedenfalls. Im Reiseführer wurde vor der schlechten Strecke in den Nationalpark gewarnt. Aber mal ehrlich, wer die Schotterpiste durch die Berge entlang des Karibasees gemeistert hat, den kann eine schlechte Wellblechpiste auch nicht mehr schocken 😁 Ein Eli lief seelenruhig vor uns über die Straße. Am Nyakasikama Gate mussten wir unser Permit nochmal abstempeln lassen.

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Dann waren es noch 45 km auf teilweise sandiger Piste zurückzulegen. Im Park angekommen, mussten wir den nicht geringen Eintritt von 20$ pro Person und Tag plus 10$ für das Auto bezahlen. Den Campingplatz hatten wir schon mit der Reservierung bezahlt. Im Nyamepi Camp, das mit seinen 29 Plätzen unter großen Bäumen am Sambesi liegt, bezogen wir die Site Nr. 7 in der zweiten Reihe. Die Site hatte freien Blick zum Wasser und war nicht so weit vom Waschhaus entfernt. Gäste waren nicht viele da aber das störte uns ja nicht weiter 🙂

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Wir machten eine Mittagspause und duschten mit den Fröschli, die es im Waschhaus gab. Bei den Damen gab es hier neben der unvermeidlichen Badewanne wenigstens auch eine Dusche. Sogar mit warmen Wasser.

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Am späten Nachmittag begaben wir uns auf einen Gamedrive, haben allerding nicht sehr viel gesehen. Vor allem die Elefanten vermissten wir, kein einziger ließ sich blicken. Ansonsten konnten wir einige Wasservögel und Antilopen beobachten. Als wir zurückkamen war auch die grünen Meerkatzen da, aber außer dreckigen Campingstühlen auf denen sie herumturnten war nichts zu beanstanden.

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Wir machten ein supertolles Lagerfeuer und im Wasser machten die Hippos Krach, so mögen wir das 🙂 Unser Weinkanister war dabei sich aufzulösen, da kann es ja nicht schaden, den Wein vorher zu trinken bevor er ausläuft 😗 Die Hyänen hörten wir nahebei ansonsten war alles ruhig. Zeit ins Bett zu gehen.

Gruß

Panther
Teil 1723. Juli 2014
Mittwoch, 11.05.2014 Mana Pools

Nachts waren ab und zu tierische Geräusche zu hören, die Hippos und die Hyänen. Rund ums Auto hat es immer wieder geraschelt, aber es konnte nichts wegkommen, da wir nur den Tisch und die Stühle draußen stehen lassen. Wir frühstückten gemütlich und machten dann eine Fahrt durch den Park zum Mana Mouth mit schönem Blick nach Sambia. Ein schöner Platz für einen Sundowner, da kommen wir heute Abend bestimmt wieder.

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Am Longpool war nichts los, außer den Hippos im Wasser. Wir waren schon fast wieder auf dem Rückweg, als wir doch noch einen einsamen Elefanten fanden. Er tat uns den Gefallen und machte sich ganz lang um mit dem Rüssel an die Blätter eines Baumes zu gelangen – ein nettes Bild. Wir befürchteten schon fast ein elefantenfreies Mana Pools. Aber im Hinterland gab es wohl noch genug zu Fressen und auch Wasser. So besteht für die Tiere keine Notwendigkeit an den Sambesi zu kommen.

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Die Mittagszeit verbrachten wir lesend und schreibend im Schatten am Ufer des Sambezi.

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Am späten Nachmittag nach einer erfrischenden Dusche fuhren wir nochmal zum Gamedrive. Aber es gab nicht wirklich etwas außergewöhnliches zu sehen. Den Sundowner verbrachten wir am Mana Mouth, dort sahen wir sogar einen Eli (wie man sich doch über einen einzelnen Eli freuen kann 😉 )

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Abends gab es frisches Karottengemüse und ein Rinderfilet, das Fleisch war superzart und ist dem Grillmeister wirklich gut gelungen.

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Als wir unser Geschirr gespült hatten waren gleich 3 Hyänen ganz in der Nähe unseres Platzes im Licht der Taschenlampe zu sehen. Sie trotteten sich aber gleich wieder. Löwengebrüll war ganz in der Ferne zu hören.

Morgen ist dann leider schon der letzte Tag in Mana Pools 🙁

Gruß

Panther
Teil 1824. Juli 2014
Donnerstag, 12.05.2014 Mana Pools

Die Nacht war außer dem Geraschel am Auto – wahrscheinlich die Hyänen auf der Suche nach interessanten Dingen – sehr ruhig. Wir versuchten es heute mit einem Morningdrive und fuhren ohne Frühstück los. Aber auch heut gab es nichts Aufregendes. Schön war, einige Elands zu sehen, die mal nicht gleich wegliefen.

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Wir fuhren zurück zur Campsite und dort gab es Frühstück mit Kaffee und Rührei 🙂 Mittlerweile waren wir im vorderen Campingplatzbereich ganz alleine – gegenüber hatten 3 Männer gezeltet. Sie waren hier dienstlich unterwegs hatte uns einer erzählt. Die Zelte incl. Schlafsäcken und Matratzen haben sie stehen gelassen. Außerdem hatte einer der Männer uns gestern nach einem Ungezieferspray gefragt, im Bettzeug hätte es gekrabbelt 🤩
Wir genossen die Stille und lasen. Nachmittags kamen die Meerkatzen vorbei, aber sonst rührte sich nichts.

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Nach einem kurzen Gamedrive nahmen wir den Sundowner wieder am Mana Mouth ein und vernichteten den letzten Gin Tonic 😗

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Zu Abend gab es heute nichts Besonderes, nur Wiener Würstl und Gemüse aus der Dose. Die Hyänen kicherten heute extrem unheimlich und vor allem sehr nah 😐 Für alle mit Fantasie, so könnte sich die böse Hexe aus einem Märchen anhören 😄
Es war etwas gespenstisch, aber wir konnten sie nicht sehen. Wir saßen an unserem Feuer und Ralf sagte auf einmal: „Da, ein Elefant“. Und tatsächlich lief am Ufer ein grauer Schatten entlang. Es hatte fast Vollmond und daher konnten wir ihn ganz gut sehen, ohne Mond wahrscheinlich unmöglich. Er lief von Baum zu Baum, fraß Äste und Blätter und verschwand dann in der Dunkelheit. Eine Hyäne ließ sich noch blicken, aber das war es dann mit dem tierischen Abendprogramm. Gute Nacht.


Fazit: Mana Pools kann man mit Worten eigentlich gar nicht beschreiben. Ein wirklich mystisches, einsames Plätzchen wo wir uns auf Anhieb wohl gefühlt haben. Trotz dass wir keine spektakulären Sichtungen hatten (Raubkatzen) und nur sehr wenig Elefanten unterwegs waren überzeugt die Landschaft und man kann hier wirklich die Seele baumeln lassen. Mana Pools steht auf jeden Fall nochmal auf unserer Reiseliste. Dann aber vielleicht etwas später im Jahr.

Am nächsten Tag geht es dann leider schon wieder Richtung Süden, nach Harare 🙁

Gruß

Panther
Teil 1925. Juli 2014
Dienstag, 13.05.2014 Lake Chivero Kuimba Shiri Bird Park
410km


Heute verließen wir Mana Pools, daher hielten wir uns nicht so lange beim Frühstücken auf. Bis zu unserem heutigen Ziel, dem Lake Chivero nahe Harare gelegen, waren es rund 400 km. Davon war zwar alles geteert, aber der ungeteerte Part aus dem Park heraus nahm ungefähr 1,5 Stunden in Anspruch. Um 7:45 Uhr waren wir startklar. Unterwegs sahen wir noch Elefanten im Busch und wahrscheinlich junge Nyalas, da waren wir uns aber nicht ganz sicher. Sie sahen aus wie junge Kudus waren aber deutlich kleiner und irgendwie anders.

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Nyalas?
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Am Gate konnten wir dann auch noch unseren Müll abgeben, da in Mana nichts hinterlassen werden darf. Kurz nach dem Abzweig auf die Hauptstraße gab es eine Tse-Tse Fliegenkontrolle. Der Kontrolleur fragte aber nur nach gelesenen Zeitschriften, damit konnten wir aber leider nicht dienen 🙁 Die Straße stieg nun stark an und wenn es nicht so dunstig gewesen wäre, hätten wir einen schönen Ausblick auf das Sambesi Tal gehabt.

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Die Lastwagendichte war ziemlich hoch, ist dies doch die Hauptverbindungsroute von / nach Sambia. Unterwegs kamen wir durch wuselige Ortschaften, wo sich das Leben auf der Straße abspielte. In Chinhoy haben wir getankt und die Barreserven etwas nachgefüllt.
Um sich etwas die Füße zu vertreten bietet sich ein Besuch der Caves an. Der Sleeping Pool ist eine Art Höhle mit wunderschön dunkelblauem Wasser. Zwei Aussichtspunkte gibt es dafür. Wie gesagt, eine schöne Abwechslung nach der Sitzerei im Auto 🙂

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Am Nachmittag erreichten wir dann den Lake Chivero. Unsere "Navigationsbetty" leitete uns mitten durch ein Wohngebiet für die hauptsächlich schwarze Bevölkerung. Es ist unglaublich, was sich hier alles auf der Straße abspielt. Es war auch gut zu erkennen wo die reicheren und wo die nicht so begüterten Leute wohnten. Unser Fahrzeugtyp wird hier sicher selten gesehen, aber es erregte auch keine besondere Aufmerksamkeit.
Der Campingplatz liegt bei einem Vogelpark für den auch Eintritt bezahlt werden muss, ob man will oder nicht 😐 Für Camping gab es eine große Wiese, wir stellten uns einfach irgendwo hin, wir waren sowieso die einzigen Gäste. Im Waschhaus gab es keinen Strom, d.h. auch erst mal kein warmes Wasser 😕 Da es schon den ganzen Tag keinen Strom gab wurde der Generator angeworfen. Die Angestellten waren sehr freundlich und Ralf wurde gleich in ein Fußballgespräch mit der üblichen Frage "How is Germany?" verwickelt. Wir gönnten uns ein Savanna und ein Bier und saßen schön in der Sonne. An einem neuen Gehege für die Vögel wurde eifrig gearbeitet. Trotzdem war der Park nicht so mein Fall. In einem Gehege guckten uns bestimmt 10 Paar traurige Uhuaugen an 🙁 In Freiheit gefallen mir die gefiederten Gesellen, von diversen Adlerarten bis zum Hornraben, besser.

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Die letzten Tage in Mana waren wir temperaturmäßig schon verwöhnt gewesen. Der See hier lag ca. 1000 m höher als das Sambesi Tal. Dementsprechend kalt war es auch als die Sonne unterging – uns schlotterten die Knie 😵 Wir kochten uns Nudeln mit Tomatensoße aus der Dose. Dazu gab es Gurkensalat mit Feta. Lange hielten wir es nicht mehr aus und verschwanden bald ins Bett, es war echt ungemütlich.

Gruß

Panther
Teil 2026. Juli 2014
Mittwoch, 14.05.2014 Great Zimbabwe, Norma Jean's Lakeview Resort
385km

Ein schöner Anblick erwartete uns heute morgen - der Lake Chivero mit Nebelschwaden über dem Wasser und blauer Himmel mit Sonnenschein. Wir waren schon früh abreisefertig, um 7:30 konnte es schon losgehen.

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Wir mussten die "Autobahn" ein Stück zurück fahren und kamen in den morgendlichen Berufsverkehr rund um Harare 🙄 Schulkinder wurden ein- oder ausgeladen, Leute liefen über die Strasse, Fahrzeuge hielten plötzlich am Strassenrand, andere wiederum fuhren elendig langsam. Es herrschte ein schöner Trubel und ich kam aus dem Schauen nicht mehr raus - Ralf musste sich ja auf den Verkehr konzentrieren 😁 Auch eine Polizeikontrolle passierten wir, wurden aber durchgewunken. Irgendwann bogen wir ab und kamen in ruhigere "Gefilde".
Richtung Masvingo zog es sich immer mehr zu, dunkle Wolken waren am Himmel - es war aber Gottseidank nur Nebel 😐 Wir erreichten gegen Mittag das Norma Jeans Lakeview Resort und wurden freundlich begrüßt. Der Campingplatz hatte 4 Stellplätze und die Waschhäuser waren 1a. Sechs Waschräume mit Dusche, WC und zum Teil auch Badewanne - alles sehr neu und sehr sauber. Für uns einer der besten Ablutions die wir je hatten.

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Wir tranken auf der Terrasse des Haupthauses Kaffe und hatten einen wunderschönen Blick über den Garten und den Lake Mutirikwi. Wir haben beschlossen uns heute verwöhnen zu lassen und haben uns zum Abendessen angemeldet.

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Langsam verzogen sich auch die Wolken und die Sonne kam heraus. Wir fuhren zu Great Zimbabwe, eine der ältesten steinernen Bauanlagen südlich der Sahara. (Quelle Wikipedia: Great Zimbabwe hatte in seiner Blütephase vom 11. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts bis zu 18 000 Einwohner, wurde von den Monarchen Simbabwes als königlicher Palast benutzt und war das politische Machtzentrum).
Als wir bei Great Zimbabwe ankamen, war gerade Schule aus und ich musste ganz viel winken 😉 Wir nahmen uns keinen Führer in Person sondern nur eine Broschüre. So waren wir etwas freier, verpassten aber so sicherlich auch die ein oder andere interessante Erklärung zur Geschichte. Zuerst haben wir den Hill Complex besichtigt. Es war erstaunlich wie weit die einzelnen Anlagen auseinander lagen. Über kleine, enge Steintreppen wanden wir uns in die Höhe. Das war schon sagenhaft was hier hingebaut wurde, und das alles ohne Mörtel 🤩 Vor allem hatten wir auch einen tollen Ausblick in die Umgebung und auf "The Great Enclosure". So "kraxelten" wir von einem Raum zum Anderen und machten viele Fotos.

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Anschließend gingen wir zum Great Enclosure und liefen auch hier, fasziniert von der Baukunst, staunend durch die Ruinen 😮 Als schwarze Besucher gut gekleidet mit Anzug, Schlips und Kragen ankamen, kamen wir uns in unseren Urlaubsklamotten erstmals etwas "schäbig" vor 😕 Aber gut, wir waren ja im Urlaub und nicht auf einem Sonntagsausflug.
Dann waren wir noch im Museum; das war dann auch der Abschluss für uns an einem sehr empfehlenswerten, interessanten Ort. Wer hier in der Gegend ist, sollte das nicht verpassen.

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Auf Empfehlung unserer Gastgeberin fuhren wir noch zum Staudamm des Lake Mutirikwi. Leider war alles im besten Gegenlicht, so dass wir keine Fotos machten. Ausserdem gab es da einen lästigen Kettenverkäufer der uns dann doch etwas nervte 😠 Also fuhren wir zurück zu unserem Campingplatz. Hier duschten wir, räumten ein bisschen um und entsorgten das ein oder andere Unnötige. Es war mittlerweile ganz schön frisch geworden und wir freuten uns schon auf unser Abendessen. Es gab überbackene Tomate, Tomatensuppe und Lamm mit Gemüse und Kartoffelpüree. Alles aufmerksam und schnell von Tabula, unserem Ober, serviert. Was es zum Nachtisch gab haben wir leider vergessen. Anschließend gab es noch Tee und Kaffee - dafür konnten wir uns ins "Herrenzimmer" (Raucherzimmer) begeben. Alles "very british".

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Und schon wieder ging ein schöner Tag zu Ende 🙁


Ein schönes (Rest-) Wochenende wünscht euch

Panther

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