Liebe Foris
wiederum durfte ich kurz bei den Maasais in Enkusero sein. Diesmal mit Kunden. Ich hatte 1 Nacht laenger fuer mich dort geplant, doch ging dank Problemen mit Autovorfuehren, Transport Lizenz bezahlen und bekommen alles drunter und drüber. Montag war Feiertag, da der 1.6. Madaraka Day auf einen Sonntag fiel, dann waren riesige Schlangen bei der Fahrzeugkontrolle. Es wurden 15 Autos an dem Tag kontrolliert! Die Klebernummern stimmten nicht mit den Protokollnumern überein... bei uns hätten sie nur den Speedgoverner genehmigen müssen. Also fuhr Joseph am Mittwochmorgen früh wieder hin – er war um 07.45 dort. Gegen 15.30 Uhr war er durch... doch dann war es zu spät für den Rest. Nun, am Es fehlte ein Dokument, um den Kleber zu bekommen und dieses war in Nairobi bei meinem Buchhalter und musste dort geholt werden. Die Equity Bank führte eine neue Karte ein und Joseph stand von 09.00 bis 13.00 Uhr Schlange. Wenn mal was anfängt zu harzen..... dann gleich richtig. Aber wir schafften alles, fast nach Zeitplan. Freitag 14.30 hatte Joseph den Kleber in der Hand!
Vom Donnerstag bis Samstagmorgen hatten wir unsere Zelte in Enkusero Sampu aufgestellt. Einigen ist das Schutzgebiet südlich der Ngong Hügel, eingebettet in andere Hügel und teilweise toller Sicht in die Weite, schon bekannt. Aber es gibt immer neue Eindrücke! Dieses Mal waren Kunden der Anlass unseres Besuches.
Das Camp bauten wir diesmal auf dem Land von John auf. Er hat das Grundstück eben erst erworben und plant nun auch hier etwas anzubauen. Hinter einem hohen, dornigen Zaun steht Mais bereits gut 1 m hoch. Etwas Wellblech am Baum, das durch den Wind bewegt Lärm macht und ein riechendes, qualmendes Feuer soll zusätzliche helfen die Ellenantilopen fern zu halten, die Mais sehr lieben, aber 2 m hoch springen können.
Das Maisfeld ist hinter dem Baum. Damit wir reinfahren konnten, mussten erst die Dornenzweige säuberlich entfernt werden, damit wir keinen Platten bekommen. Die Erde darunter ist feucht und von Ameisen und Termiten gelockert. Ich erkläre ihnen, das wäre der ideale Platz, um junge Bäume zu pflanzen, zumal auch die Ziegen sich nicht gerne stechen lassen. John hat später Paul gefragt, was für Bäume er pflanzen soll. Es freut mich immer, wenn eine meiner Ideen weiter ausgebaut werden und nicht nur auf taube Ohren treffen.

Während die Kunden mit dem Maasai Joseph einen weiteren Besichtigungsspaziergang unternahmen, organisierte ich im Camp einige Dinge, wie auch Wasser bei der Schule holen und den Besuch in der Schule mit den Lehrern absprechen.

Steinen gebaut ist (Stil Graubünden/Tessin), das Matterhorn, Steinbock, Braunkuh, Schopf für Heu und Geräte. Wie sehr sich die Kinder darüber freuten, sieht man den Gesichtern an. Es ist für sie eine total neue Welt!
Nun die Kinder hatten mir im Februar versprochen, dass jedes 5 Bäume pflanzt. Hmmm wie erwartet, geschah das nicht, denn es hätte ja kein Zaun und die Ziegen würden alles wegfressen. Also blitzschnell die Idee finden. Vor dem Fenster steht eine Acacia nilotica und ich bitte einen der Lehrer mir Samen zu bringen. Nun also praktische Uebung draussen.

Draussen beim schwarzen Wassertank, der mit Wasser von Ngong gefüllt wird, liegt ein Plastiktopf mit einer Schnur dran. Das ist es... ein Knabe füllt es mit Erde und ich hole noch Samen von einer Acacia seyal (Weissdornakazie). Diese kommen nun in die Erde.


Unser “Ziehtopf” wird nun hoch gehängt, wo höchstens Giraffen hinkommen und die kommen hier nicht vor, oder ich habe in der Nähe noch keine gesehen.
Der Lehrer nennt ein Mädchen (Jacqueline), die nun jeden Tag eine halbe Tasse Wasser reingiessen muss. Auch Sonntags, doch die Schule liegt auf dem Weg zur Kirche.

Weitere Themen, die ich im Klassenzimmer ansprach, war das Lernen. Dass sie nämlich nicht für den Lehrer lernen, sondern für die Zukunft. Dass Wissen ihnen im Leben weiterhilft, auch wenn sie mal in Nairobi studieren. Sie sollen sich auch darauf gefasst machen, dass das Leben in Nairobi ganz anders ist. So viele werden versuchen, Vorteile aus deren nicht Wissen zu ziehen. Dies leider ein ständiges Vorkommnis! Auch sollen sie später im Leben wissen, was Landbesitzurkunden sind und wie vorsichtig sie damit umgehen sollen. Die Welt in Enkusero ist noch ziemlich in Ordnung und nur wenige Kilometer entfernt total anders.
Als ich die Mädchen fragte, welchen Beruf sie mal haben möchten, duckten sich alle ganz scheu in die Bänke. Doch ich liess nicht so schnell locker und eine sagte dann, Journalisten. Bei den Knaben war es Arzt, Pilot und Lehrer. Ich sagte vor allem den Mädchen, dass sie lernen sollen, so dass sie mal selbständig sein werden und nicht nur zuhause auf den Mann warten müssen. Der Lehrer, auch ein Maasai, schaute mich komisch an, doch ich übersah das grosszügig. Paul Sadera, mit dem ich mich ja immer abspreche, hatte mich gebeten, dieses Thema aufzunehmen.
Die Zeit verfliegt im Nu und es ist Zeit ins Camp für eine warme Dusche zu spazieren. Die Ziege ist geschlachtet und meine Kunden wollen zuschauen, wie sie nun zerlegt wird. Ich kenne es ja und widme mich dem Duschen. Schon bald ist die Leber gekocht auf dem Tisch – schmeckt einfach herrlich! Ein Hinter- und ein Vorderbein stehen am Feuer.

Die Ziege schmeckt toll! Und auch unsere Gäste mögen das Gericht, dem noch Ugali (Maisbrei) zugefügt wurde. Die Camphunde bekamen natürlich auch etwas ab.
Der Himmel war schon länger wolkig, aber es bliebt trocken. Nun, als die Maasais mit dem Tanz anfangen wollen, kommen ein paar Tropfen und dabei bleibt es. Gut für uns, schlecht für die Vegetation und die Wasserlöcher, die wieder gefüllt werden sollten. Die Dürre beisst und die grösseren Herden sind auch schon seit einiger Zeit mit Hirten unterwegs, um Gras zu finden.
Nachdem sie ums Feuer traditionelle Tänze aufgeführt haben, versuchen wir es auch mal....
Schaut mal den Schmuck an, hier an Daniel.

Keine Bange, ich werde kein Maasai Krieger!

Die ruhige Nacht und schon wieder die letzte im Zelt.
Mein Wecker klingelt um 05.45 und es ist noch recht dunkel. Doch wir müssen früh raus, Frühstücken und alles einpacken, denn die Fahrt für die Kunden wird erst in Samburu für heute zu Ende sein.
Im Busch bleibt nichts essbares liegen... Marmorspätzling, Schuppenköpfchen und Rotbrauner Sperling. Leider hatte ich nicht die geplante Zeit, um auf Vogelsuche zu gehen.

Alles ist um 08.30 eingeladen und nun heisst es Abschied nehmen! Es war wiederum eine tolle Zeit hier.
Nochmals lasse ich meine Augen über die tolle Landschaft hier schweifen, bevor wir die Ngong Hills überqueren und in Kiserian sind. Nun fangen die Staustücke an.... Ongata Rongai ist immer überfüllt und das Tempo liegt leicht über Schrittempo. Dann etwas zügiger bis in die Nähe des lokalen Flughafen und wieder Stau.... Joseph sucht sich seinen Weg zur neuen Umfahrung, doch Laster blockieren gelegentlich. Erst kurz vor 11 sind wir bei mir zuhause, laden aus und essen kurz, was wir im Supermarkt um die Ecke gekauft haben. Dann fahren die beiden mit Joseph weiter nach Samburu. Ich treffe sie am Freitag wieder, wenn wir gemeinsam nach Tansania fahre und ich einen Tag mit ihnen im Arusha Nationalpark verbringen werde.
Warum erzähle ich immer mal wieder von den Maasai und deren Schutzgebiet. 70% der Wildtiere leben ausserhalb von Schutzgebieten. Wenn den Maasais und anderen Pastoralisten nicht die Möglichkeit und Motivation gegeben wird, die Natur zu schützen und dadurch Geld zu bekommen, dann verkaufen sie das Land, kaufen mehr Nutztiere und die Ueberweidung wird noch schlimmer, da nun mehr Tiere auf weniger Land sind. Dies schadet auch den Wildtieren. Auch lernen sie durch den Kontakt mit anderen Kulturen, die Augen zu öffnen. Die Pastoralisten, vor allem in der Nähe von Nairobi, werden verdrängt und es gibt keine freien Orte mehr, wo sie hinkönnen. Da deren Ausbildung oft mangelhaft ist, ist auch deren Chance, gute Arbeitsstellen zu bekommen, gering. Einige haben sich zu wirklich guten Safariguides hochgearbeitet, andere arbeiten als Nachtwächter, andere als Köche oder Campangestellte. Doch diese Chance haben oft auch nur diejenigen, die in der Nähe von Schutzgebieten leben. Der Maasai Joseph macht sich schon ganz gut und nimmt mir viele Arbeiten in der Küche ab. Er spricht Englisch und will auch lernen. Die meisten in Enkusero Sampu sind tolerant den Wildtieren gegenüber. Auch Grosskatzen werden nicht getötet, wenn sie mal Nutztiere reissen. Dadurch, dass ich gelegentlich dort bin, schauen sie sich auch schon anders in der Natur um. Meine Liebe zur Natur/Tieren ist ansteckend..... sie beobachten mich auch, wie ich mit den Hunden umgehe und der eine kam immer sofort gerannt, wenn er mich sah und hat sogar angefangen zu spielen. Etwas, das sie halt gar nicht kennen! Auch für mich sind die Besuche dort immer horizonterweiternd, da sie mir immer wieder aufzeigen, wie schwierig es sein kann, mit Wildtieren zu leben, wie viele Ideen man haben muss, damit man seine Tiere und Pflanzungen nicht verliert – es ist eine Herausforderung! Doch genau diese Ideen sind notwendig, damit wir auf Safaris nach wie vor Wildtiere erleben und uns an deren Anblick freuen können. Drum, wir kämpfen für den Erhalt der Wildtiere, gegen die Wilderei, gegen die Zerstörung der Natur – nicht leicht, aber auch nicht hoffnungslos.
Einige Gebiet, wie z.B. Lewa Downs lassen die einheimische Bevölkerung am Einkommen durch die Touristen profitieren. Somit ist auch die Haltung der Leute ganz anders. Der Mensch ist ja leider so, dass er oft nur an dem ein Interesse hat, von dem er profitieren kann und hier, wo die Leute wirklich wenig haben, zählt jeder Rappen/Pfennig.
Ich plane bald wieder in Enkusero Sampu zu sein und weitere Projekte anzuziehen und Ratschläge sowie Motivation zu bringen. Denn der Anruf vom Maasai Joseph hat mich total aufgestellt – die Leute hätten am Tag darauf an Bäumen Samen gesammelt!
Ende August werde ich eine 3-wöchige Safari in den Tsavo West Nationalpark, Lewa Downs und Masai Mara leiten. Dann bekommt Ihr sicherlich wieder ganz viele Wildtier- und Vogelbilder.....
Viele liebe Grüsse aus dem im Moment etwas feuchteren Juja – Regen ist erwünscht
Elvira
wiederum durfte ich kurz bei den Maasais in Enkusero sein. Diesmal mit Kunden. Ich hatte 1 Nacht laenger fuer mich dort geplant, doch ging dank Problemen mit Autovorfuehren, Transport Lizenz bezahlen und bekommen alles drunter und drüber. Montag war Feiertag, da der 1.6. Madaraka Day auf einen Sonntag fiel, dann waren riesige Schlangen bei der Fahrzeugkontrolle. Es wurden 15 Autos an dem Tag kontrolliert! Die Klebernummern stimmten nicht mit den Protokollnumern überein... bei uns hätten sie nur den Speedgoverner genehmigen müssen. Also fuhr Joseph am Mittwochmorgen früh wieder hin – er war um 07.45 dort. Gegen 15.30 Uhr war er durch... doch dann war es zu spät für den Rest. Nun, am Es fehlte ein Dokument, um den Kleber zu bekommen und dieses war in Nairobi bei meinem Buchhalter und musste dort geholt werden. Die Equity Bank führte eine neue Karte ein und Joseph stand von 09.00 bis 13.00 Uhr Schlange. Wenn mal was anfängt zu harzen..... dann gleich richtig. Aber wir schafften alles, fast nach Zeitplan. Freitag 14.30 hatte Joseph den Kleber in der Hand!
Vom Donnerstag bis Samstagmorgen hatten wir unsere Zelte in Enkusero Sampu aufgestellt. Einigen ist das Schutzgebiet südlich der Ngong Hügel, eingebettet in andere Hügel und teilweise toller Sicht in die Weite, schon bekannt. Aber es gibt immer neue Eindrücke! Dieses Mal waren Kunden der Anlass unseres Besuches.
Das Camp bauten wir diesmal auf dem Land von John auf. Er hat das Grundstück eben erst erworben und plant nun auch hier etwas anzubauen. Hinter einem hohen, dornigen Zaun steht Mais bereits gut 1 m hoch. Etwas Wellblech am Baum, das durch den Wind bewegt Lärm macht und ein riechendes, qualmendes Feuer soll zusätzliche helfen die Ellenantilopen fern zu halten, die Mais sehr lieben, aber 2 m hoch springen können.
Das Maisfeld ist hinter dem Baum. Damit wir reinfahren konnten, mussten erst die Dornenzweige säuberlich entfernt werden, damit wir keinen Platten bekommen. Die Erde darunter ist feucht und von Ameisen und Termiten gelockert. Ich erkläre ihnen, das wäre der ideale Platz, um junge Bäume zu pflanzen, zumal auch die Ziegen sich nicht gerne stechen lassen. John hat später Paul gefragt, was für Bäume er pflanzen soll. Es freut mich immer, wenn eine meiner Ideen weiter ausgebaut werden und nicht nur auf taube Ohren treffen.
Während die Kunden mit dem Maasai Joseph einen weiteren Besichtigungsspaziergang unternahmen, organisierte ich im Camp einige Dinge, wie auch Wasser bei der Schule holen und den Besuch in der Schule mit den Lehrern absprechen.
Steinen gebaut ist (Stil Graubünden/Tessin), das Matterhorn, Steinbock, Braunkuh, Schopf für Heu und Geräte. Wie sehr sich die Kinder darüber freuten, sieht man den Gesichtern an. Es ist für sie eine total neue Welt!
Nun die Kinder hatten mir im Februar versprochen, dass jedes 5 Bäume pflanzt. Hmmm wie erwartet, geschah das nicht, denn es hätte ja kein Zaun und die Ziegen würden alles wegfressen. Also blitzschnell die Idee finden. Vor dem Fenster steht eine Acacia nilotica und ich bitte einen der Lehrer mir Samen zu bringen. Nun also praktische Uebung draussen.
Draussen beim schwarzen Wassertank, der mit Wasser von Ngong gefüllt wird, liegt ein Plastiktopf mit einer Schnur dran. Das ist es... ein Knabe füllt es mit Erde und ich hole noch Samen von einer Acacia seyal (Weissdornakazie). Diese kommen nun in die Erde.
Unser “Ziehtopf” wird nun hoch gehängt, wo höchstens Giraffen hinkommen und die kommen hier nicht vor, oder ich habe in der Nähe noch keine gesehen.
Der Lehrer nennt ein Mädchen (Jacqueline), die nun jeden Tag eine halbe Tasse Wasser reingiessen muss. Auch Sonntags, doch die Schule liegt auf dem Weg zur Kirche.
Weitere Themen, die ich im Klassenzimmer ansprach, war das Lernen. Dass sie nämlich nicht für den Lehrer lernen, sondern für die Zukunft. Dass Wissen ihnen im Leben weiterhilft, auch wenn sie mal in Nairobi studieren. Sie sollen sich auch darauf gefasst machen, dass das Leben in Nairobi ganz anders ist. So viele werden versuchen, Vorteile aus deren nicht Wissen zu ziehen. Dies leider ein ständiges Vorkommnis! Auch sollen sie später im Leben wissen, was Landbesitzurkunden sind und wie vorsichtig sie damit umgehen sollen. Die Welt in Enkusero ist noch ziemlich in Ordnung und nur wenige Kilometer entfernt total anders.
Als ich die Mädchen fragte, welchen Beruf sie mal haben möchten, duckten sich alle ganz scheu in die Bänke. Doch ich liess nicht so schnell locker und eine sagte dann, Journalisten. Bei den Knaben war es Arzt, Pilot und Lehrer. Ich sagte vor allem den Mädchen, dass sie lernen sollen, so dass sie mal selbständig sein werden und nicht nur zuhause auf den Mann warten müssen. Der Lehrer, auch ein Maasai, schaute mich komisch an, doch ich übersah das grosszügig. Paul Sadera, mit dem ich mich ja immer abspreche, hatte mich gebeten, dieses Thema aufzunehmen.
Die Zeit verfliegt im Nu und es ist Zeit ins Camp für eine warme Dusche zu spazieren. Die Ziege ist geschlachtet und meine Kunden wollen zuschauen, wie sie nun zerlegt wird. Ich kenne es ja und widme mich dem Duschen. Schon bald ist die Leber gekocht auf dem Tisch – schmeckt einfach herrlich! Ein Hinter- und ein Vorderbein stehen am Feuer.
Die Ziege schmeckt toll! Und auch unsere Gäste mögen das Gericht, dem noch Ugali (Maisbrei) zugefügt wurde. Die Camphunde bekamen natürlich auch etwas ab.
Der Himmel war schon länger wolkig, aber es bliebt trocken. Nun, als die Maasais mit dem Tanz anfangen wollen, kommen ein paar Tropfen und dabei bleibt es. Gut für uns, schlecht für die Vegetation und die Wasserlöcher, die wieder gefüllt werden sollten. Die Dürre beisst und die grösseren Herden sind auch schon seit einiger Zeit mit Hirten unterwegs, um Gras zu finden.
Nachdem sie ums Feuer traditionelle Tänze aufgeführt haben, versuchen wir es auch mal....
Schaut mal den Schmuck an, hier an Daniel.
Keine Bange, ich werde kein Maasai Krieger!
Die ruhige Nacht und schon wieder die letzte im Zelt.
Mein Wecker klingelt um 05.45 und es ist noch recht dunkel. Doch wir müssen früh raus, Frühstücken und alles einpacken, denn die Fahrt für die Kunden wird erst in Samburu für heute zu Ende sein.
Im Busch bleibt nichts essbares liegen... Marmorspätzling, Schuppenköpfchen und Rotbrauner Sperling. Leider hatte ich nicht die geplante Zeit, um auf Vogelsuche zu gehen.
Alles ist um 08.30 eingeladen und nun heisst es Abschied nehmen! Es war wiederum eine tolle Zeit hier.
Nochmals lasse ich meine Augen über die tolle Landschaft hier schweifen, bevor wir die Ngong Hills überqueren und in Kiserian sind. Nun fangen die Staustücke an.... Ongata Rongai ist immer überfüllt und das Tempo liegt leicht über Schrittempo. Dann etwas zügiger bis in die Nähe des lokalen Flughafen und wieder Stau.... Joseph sucht sich seinen Weg zur neuen Umfahrung, doch Laster blockieren gelegentlich. Erst kurz vor 11 sind wir bei mir zuhause, laden aus und essen kurz, was wir im Supermarkt um die Ecke gekauft haben. Dann fahren die beiden mit Joseph weiter nach Samburu. Ich treffe sie am Freitag wieder, wenn wir gemeinsam nach Tansania fahre und ich einen Tag mit ihnen im Arusha Nationalpark verbringen werde.
Warum erzähle ich immer mal wieder von den Maasai und deren Schutzgebiet. 70% der Wildtiere leben ausserhalb von Schutzgebieten. Wenn den Maasais und anderen Pastoralisten nicht die Möglichkeit und Motivation gegeben wird, die Natur zu schützen und dadurch Geld zu bekommen, dann verkaufen sie das Land, kaufen mehr Nutztiere und die Ueberweidung wird noch schlimmer, da nun mehr Tiere auf weniger Land sind. Dies schadet auch den Wildtieren. Auch lernen sie durch den Kontakt mit anderen Kulturen, die Augen zu öffnen. Die Pastoralisten, vor allem in der Nähe von Nairobi, werden verdrängt und es gibt keine freien Orte mehr, wo sie hinkönnen. Da deren Ausbildung oft mangelhaft ist, ist auch deren Chance, gute Arbeitsstellen zu bekommen, gering. Einige haben sich zu wirklich guten Safariguides hochgearbeitet, andere arbeiten als Nachtwächter, andere als Köche oder Campangestellte. Doch diese Chance haben oft auch nur diejenigen, die in der Nähe von Schutzgebieten leben. Der Maasai Joseph macht sich schon ganz gut und nimmt mir viele Arbeiten in der Küche ab. Er spricht Englisch und will auch lernen. Die meisten in Enkusero Sampu sind tolerant den Wildtieren gegenüber. Auch Grosskatzen werden nicht getötet, wenn sie mal Nutztiere reissen. Dadurch, dass ich gelegentlich dort bin, schauen sie sich auch schon anders in der Natur um. Meine Liebe zur Natur/Tieren ist ansteckend..... sie beobachten mich auch, wie ich mit den Hunden umgehe und der eine kam immer sofort gerannt, wenn er mich sah und hat sogar angefangen zu spielen. Etwas, das sie halt gar nicht kennen! Auch für mich sind die Besuche dort immer horizonterweiternd, da sie mir immer wieder aufzeigen, wie schwierig es sein kann, mit Wildtieren zu leben, wie viele Ideen man haben muss, damit man seine Tiere und Pflanzungen nicht verliert – es ist eine Herausforderung! Doch genau diese Ideen sind notwendig, damit wir auf Safaris nach wie vor Wildtiere erleben und uns an deren Anblick freuen können. Drum, wir kämpfen für den Erhalt der Wildtiere, gegen die Wilderei, gegen die Zerstörung der Natur – nicht leicht, aber auch nicht hoffnungslos.
Einige Gebiet, wie z.B. Lewa Downs lassen die einheimische Bevölkerung am Einkommen durch die Touristen profitieren. Somit ist auch die Haltung der Leute ganz anders. Der Mensch ist ja leider so, dass er oft nur an dem ein Interesse hat, von dem er profitieren kann und hier, wo die Leute wirklich wenig haben, zählt jeder Rappen/Pfennig.
Ich plane bald wieder in Enkusero Sampu zu sein und weitere Projekte anzuziehen und Ratschläge sowie Motivation zu bringen. Denn der Anruf vom Maasai Joseph hat mich total aufgestellt – die Leute hätten am Tag darauf an Bäumen Samen gesammelt!
Ende August werde ich eine 3-wöchige Safari in den Tsavo West Nationalpark, Lewa Downs und Masai Mara leiten. Dann bekommt Ihr sicherlich wieder ganz viele Wildtier- und Vogelbilder.....
Viele liebe Grüsse aus dem im Moment etwas feuchteren Juja – Regen ist erwünscht
Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris