Selous oder Ruaha? Oder beides? Oder keines?

19 Antworten · 3'600 Aufrufe · gestartet 15. Apr. 2014 von beate
Antworten
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200615. Apr. 2014 · #1
Hallo,

obwohl wir vor jeder Reise nach Afrika sagen, das wird bestimmt die letzte Reise dorthin, fangen wir nach jeder Reise schon wieder mit der Planung der nächsten Reise nach Afrika an.

Nachdem wir im Dez. 2012 im Norden Tansanias waren, wollen wir uns jetzt mal in den Süden wagen. Reisezeit wäre wieder November/Dezember. Alles als Selbstfahrer-Tour mit Dachzelt. Wenn möglich und noch ein Auto verfügbar werden wir wieder bei Tanzanian Pioneers mieten.

Meine Fragen sind:

Welches der beiden genannten Gebiete ist interessanter? Ich weiss, das ist eine ganz persönliche Entscheidung. Aber vielleicht gibt es Tipps, welche Tiere man in dieser Zeit in den genannten Parks am besten sieht. Oder welcher dieser Parks "einfacher" zu befahren ist?

Wieviel Zeit würdet Ihr vorschlagen, wenn wir nicht hetzen wollen. Wir haben theoretisch unbegrenzt Zeit (Rentner!). Praktisch wird aber doch bei 4 - 5 Wochen Schluss sein. Reichen 3 Wochen? Oder sind 4 Wochen besser?

Wie sieht es mit der Regenzeit aus? Ich habe natürlich den Bericht über die Schlammschlachten von Topobär gelesen. Aber ist das normal?

Und letztendlich: gibt es irgendwelche Sicherheitswarnungen in diesem Gebiet??

Vielen Dank für Eure Antworten.
Beate
1'737 Beiträge · seit 201015. Apr. 2014 · #2
Als kleine Einstimmung für Deine Planung kann ich Dir meinen Reisebericht
http://www.botswanadreams.de/reiseberichte/tanzania-2013/ empfehlen. Vieleicht hattest Du ihn auch schon gelesen.

Du solltest Deine Reisezeit jedoch überdenken. Besser wäre September bis Mitte November. Selous und Regen ist nicht gut, da einige Strecken mit Black Cotton Soil sind, auch die östliche Zufahrt zur Campsite.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
607 Beiträge · seit 201015. Apr. 2014 · #3
Hallo Beate,
von mir ist auch ein Reisebericht vom Nov.2012.
Empfehlung soll das Nachfolgende nicht sein, sondern was ich tun würde, wenn ich soviel Zeit hätte.
Warum nicht, aber halt Anfang Nov. starten. Es ist einmalig wenn man die ersten Regenfälle nach der Trockenzeit erlebt. Allerdings nicht auf Tiersichtungen bezogen, sondern die ganze Natur.
Im Selous benötigt man mehr Zeit für Tiersichtigungen, aber landschaftlich ist der Selous was ganz besonderes.
Ruaha ist bei viel Wasser kaum problematisch, wenn man auf den Hauptwegen bleibt.
Es ist aber auch so, dass man ohne irgendwo einmal Steckenbleiben bei einem längeren Regen kaum durchkommt. Aber wenn man Zeit hat, dann ist das ja kein Drama.
Bei uns hat es nie länger wie 2 Stunden am Stück geregnet.
Der Ruaha Fluss hat aber zu der Zeit auch wenn es regnet noch kein Wasser, er fällt seit einigen Jahren trocken.
Im Selous ist immer Wasser, und man muss bei viel Regen schon aufpassen, da der Wasserspiegel schnell steigt.
Aber Ranger und Lodges haben immer die wichtigen Informationen.
Zur Sicherheit: also für mich ist Tansania eins der sichersten Länder. Im Süden sowieso, da ist uns alles sehr relaxed vorgekommen, da kann man schon leichtsinnig werden. Im November sind kaum Touristen unterwegs, man wird nicht angebettelt, und man kann sich überall unterhalten und auch mal Billiard mit Jugendlichen neben der Straße unter Dach spielen. Das ist nichts besonderes, man wird irgendwie nicht als exotisch angesehen oder als jemand den man abzocken muss. Ich würde auch eher nochmal in den Süden + Südwesten als in den Norden fahren.
Also helfen kann ich nicht, nur meine Meinung.
Grüße
Wolfgang
104 Beiträge · seit 201115. Apr. 2014 · #4
Hallo Beate,
wir waren Ende Oktober in beiden Parks, allerdings geführt und nur im Ruaha im Zelt.
Wie schon jemand schrieb: beide Parks sind wunderschön und mich für einen entscheiden zu müssen, fiele mir schwer.
Ruaha ist für mich typisch Ostafrika, landschaftlich sehr schön und am Ende der Trockenzeit sind sehr viele Tiere am Fluss.
Selous ist groß, grüner und Tiere sind schwerer zu entdecken. Wir haben dort allerdings painted dogs gesehen.
Selous hat sehr viel Wasser, Fluss und Seen. Ich würde auf jeden Fall eine Bootsfahrt machen, obwohl die Seen auch vom Land aus seeeehr schön sind.
Solltet ihr beide Parks verbinden, bietet sich eine interessante Reise an mit möglichem Zwischenstopp im Mikumi. Dort gibt es zwar keine Einsamkeit und eine viel befahrene Straße durch das Parkgebiet, aber der Park ist landschaftlich sehr schön gelegen.
L.G. Jutta
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200615. Apr. 2014 · #5
Hallo,

vielen Dank schon mal für die ersten Antworten.

Ich hatte schon fast die Befürchtung, dass es für den Süden Tanzanias etwas zu spät im Jahr ist. Unser Problem ist halt nur, dass wir nur zwischen Oktober und März fahren können. Und im Oktober wollen wir noch 2 Wochen auf die Azoren.

Nachdem wir 2012 im Dezember so viel Glück mit dem Wetter hatten, hatte ich einfach die Hoffnung, das Ihr schreibt, diese Zeit wäre auch im Süden kein Problem 😄

Eure Reiseberichte habe ich natürlich gelesen. Aber eine direkte Antwort ist doch was Anderes.

Ja, jetzt steht erstmal Nahdenken an! Mal schauen, was rauskommt.

Vielen Dank erstmal

Beate
13 Beiträge · seit 201217. Apr. 2014 · #6
Hallo Beate,

wir waren letztes Jahr im Oktober in beiden Parks und auch im Mikumi (ebenfalls ein kleiner aber toller Park). Im Ruaha war es sehr trocken, wir konnten wirklich permanent Tiere beobachten und haben nur ganz selten andere Touristen getroffen (auf der gesamten Tour), wir haben im Ruaha in den Bandas der Parkverwaltung geschlafen - ich weiß nicht wie es mit dort mit einem Dachzelt ist... Im Mikumi, da weiß ich es, gibt es "Zeltplätze" wir haben dort mitten zwischen Löwen geschlafen und es war traumhaft schön.

Der Selous war schon etwas matschig zu der Zeit, wir wären einige Male fast stecken geblieben und einem anderen Auto ist genau das, auf dem Weg zum Rufiji River, passiert... Wir empfanden den Rufiji River als was ganz Besonderes, leider haben wir außerhalb des Wassers seltener Tiere gesehen als in den anderen Parks und die Tiere waren schon scheu, aber man kann es ihnen nicht verübeln, da in gewissen Teilen des Selous (legal und illegal) gejagt wird. Ich würde ebenfalls eine Flussfahrt empfehlen!! Geschlafen haben wir im Hippo Camp, dort gibt es die Möglichkeit sich mit seinem Auto/ Zelt hinzustellen oder ein Baumhaus zu mieten. Das Hippo Camp war toll und ist direkt am Flussbett!

Die drei Parks waren alle komplett unterschiedlich und ich würde mich nicht dazwischen entscheiden wollen, wenn es gar keine andere Möglichkeit gäbe, dann würde es wohl der Ruaha werden ... Aber selbst für alle 3 Parks könnten 3 Wochen reichen.

Sicher gefühlt habe ich mich zu jeder Zeit, allerdings hatten wir einen Fahrer!

Liebe Grüße
Laura
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200618. Apr. 2014 · #7
Hallo Laura,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht.

Da wir Selbstfahrer sind, werden wir wohl den Selous vergessen können. Ich habe nämlich keine Lust auf Schlammschlachten und Autoschieben.

Dieser von Dir erwähnte Mikumi-Park, ist das der nördliche Teil des Selous? Ich habe da mal gelesen, dass dieser Teiil für Tier-Beobachtungen reserviert wurde, während im übrigen Selous weiter gejagt werden darf.

Aber wenn der nördlich angrenzt, dann ist dieser Mikumi ja sicher genau so nass wie der Selous?

Danke
Beate
13 Beiträge · seit 201218. Apr. 2014 · #8
Hallo Beate,

im Selous selber gibt es wohl Gebiete in denen das Jagen verboten ist, auch dort wo wir als Touristen unterwegs waren - zumindest wurde es uns so gesagt 😉 . Zu der Zeit als wir da waren sind sie militärisch stark gegen Wilderer vorgegangen, wir mussten es leider live miterleben...

Der Mikumi liegt (wie ich gerade sicherheitshalber noch mal schnell nachgeschaut habe 😊 ) wohl wirklich an der nördlichen Grenze des Selous, aber ich persönlich finde die Parks sind nicht wirklich miteinander vergleichbar, auch nicht von der Vegetation her. Im Mikumi hat man viel schneller alle "Ecken" gesehen, der Park ist halt nicht so groß und leider führt eine Straße dort lang, es gibt Plätze auf denen man dann wohl nachts die Strasse hört - auf unserem war es allerdings überhaupt nicht der Fall, wir haben nur die Löwen neben dem Zelt gehört (wenn ich mich richtig erinnere war es der Platz 1, wir konnten frei wählen wohin wir möchten und waren dort dann alleine). Ich finde der Park wirkte allgemein etwas angelegter - z.B. mit einem "Hippo Pool", aber es hatte auf jeden Fall auch seinen Charme und man konnte die Tiere wirklich super schön beobachten. Allerdings würde ich für den Park lange nicht so viel Zeit einplanen wie für den Selous oder Ruaha, alleine schon aufgrund der Größe.

Liebe Grüße
Laura
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200619. Apr. 2014 · #9
Hallo Laura,

nochmal vielen Dank.
Wir sind jetzt wirklich am überlegen, was wir machen sollen. Einerseits reizt der Süden Tansanias schon sehr, andererseits könnte ich mir vorstellen, dass ich schnell genervt wäre, wenn überall nur Schlamm ist. Und leider können wir nicht früher im Jahr fahren!

Nun ja, warten wir mal ab was sich noch ergibt. Evtl. entscheiden wir auch, nocheinmal in die Serengeti zu fahren.

Frohe Ostern wünscht
Beate
5'479 Beiträge · seit 200924. Apr. 2014 · #10
Der Selous unterteilt sich in zwei Bereiche. Den sogenannten Foto-Sektor und den Hunting-Sektor. Der Hunting-Sektor ist quasi unerschlossen. Dort gibt es nur einige Jagdcamps, die ausschließlich mit dem Flugzeug zu erreichern sind. Die mit dem Fahrzeug zu bereisenden Bereiche gehören ausschließlich zum Foto-Sektor. Der Mikumi ist ein eigenständiger Nationalpark, der nordwestlich an den Fotosektor grenzt.

Im Ruaha kann man sehr gut zelten. Der Platz direkt am Hochufer des Ruaha-River ist einer der schönsten Zeltplätze in Tansania.

Ich war immer über den Jahreswechsel in Tansania und würde das auch immer wieder so machen. Im Normalfall liegt in dieser Zeit die kleine Trockenzeit. Durch die vorher gegangene kleine Regenzeit ist das Land aber überall schon sehr grün. Für mich ist Ostafrika das grüne Afrika und das südliche Afrika das trockene Afrika. Der starke Regen bei unserer letzten Tansania-Reise war eher die Ausnahme. Wir waren auch schon über den Jahreswechsel in Tansania, ohne einen einzigen Regentropfen zu erleben.

Ich an Eurer Stelle würde mir 4-5 Wochen Zeit nehmen und eine Rundtour unternehmen, die erst in die genannten südlichen Parke führt und dann mit den Highlights des Nordens abschließt. Wir werden es 2016/2017 mit Freunden genau so machen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
607 Beiträge · seit 201024. Apr. 2014 · #11
Hallo Laura,
da Du selbst festgestellt hast, dass der Mikumi bis zum Selous reicht, möchte ich hier noch hinzufügen: Selous und Mikumi gehen ineinander über. Wer nur im nördlichen, touristisch erschlossen Teil (befestigte Straßen) unterwegs ist, sieht nicht einmal 50% des Mikumi. Der südliche Teil ist kaum erschlossen und wer sich Zeit nimmt kann die Vegetation erleben wie Ostafrika vor 30 oder 50 Jahren war. Ähnliches gilt für den Selous südlich des Rufji River. Im südlichen Selous soll es Elefanten geben, die noch keinen Menschen gesehen haben. Allerdings die, die auf Menschen treffen, können dies meist nicht lange "geniesen". Leider sind wir "normalen " Touris in dem Teil nicht erwünscht. Beim südlichen Selous und südlichen Mikumi trifft das Wort Urlaub wirklich noch zu. Es gibt kaum Eingriffe durch Menschen.
Kommentar zu Topobär, soweit mir bekannt, kann/konnte man von Süden(Trockenzeit) her schon in den südlichen Teil einfahren (also ohne Flugzeug).
Viele Grüße
Wolfgang
97 Beiträge · seit 200829. Apr. 2014 · #12
SoulFood schrieb:Hallo Beate,

wir waren letztes Jahr im Oktober in beiden Parks und auch im Mikumi (ebenfalls ein kleiner aber toller Park). Im Ruaha war es sehr trocken, wir konnten wirklich permanent Tiere beobachten und haben nur ganz selten andere Touristen getroffen (auf der gesamten Tour), wir haben im Ruaha in den Bandas der Parkverwaltung geschlafen - ich weiß nicht wie es mit dort mit einem Dachzelt ist... Im Mikumi, da weiß ich es, gibt es "Zeltplätze" wir haben dort mitten zwischen Löwen geschlafen und es war traumhaft schön.

Der Selous war schon etwas matschig zu der Zeit, wir wären einige Male fast stecken geblieben und einem anderen Auto ist genau das, auf dem Weg zum Rufiji River, passiert... Wir empfanden den Rufiji River als was ganz Besonderes, leider haben wir außerhalb des Wassers seltener Tiere gesehen als in den anderen Parks und die Tiere waren schon scheu, aber man kann es ihnen nicht verübeln, da in gewissen Teilen des Selous (legal und illegal) gejagt wird. Ich würde ebenfalls eine Flussfahrt empfehlen!! Geschlafen haben wir im Hippo Camp, dort gibt es die Möglichkeit sich mit seinem Auto/ Zelt hinzustellen oder ein Baumhaus zu mieten. Das Hippo Camp war toll und ist direkt am Flussbett!

Die drei Parks waren alle komplett unterschiedlich und ich würde mich nicht dazwischen entscheiden wollen, wenn es gar keine andere Möglichkeit gäbe, dann würde es wohl der Ruaha werden ... Aber selbst für alle 3 Parks könnten 3 Wochen reichen.

Sicher gefühlt habe ich mich zu jeder Zeit, allerdings hatten wir einen Fahrer!

Liebe Grüße
Laura
Liebe Laura,

mit Interesse habe ich deinen Beitrag gelesen.
Wir planen für das nächste Jahr nämlich eine Tour durch Südtanzania. Auch mit Fahrer. Und ich brauche noch Infos, da ich absolut keine Ahnung von diesem Land habe, weil wir uns bisher immer im Süden Afrikas "herumgetrieben" haben. Aber durch Fomi Christa bin ich schwer auf den Tanzania-Geschmack gekommen...
Ich fände es toll, wenn du mich über eure Reise etwas näher informieren könntest.
Mit welcher Organisation seid ihr gefahren? Habt ihr nur gecampt? Wie empfandet ihr die Bandas in Ruaha? Wir planen eigentlich eine Tour mit festen Unterkünften.

Danke!

Annagreta
zuletzt bearbeitet 29. Apr. 2014
104 Beiträge · seit 201129. Apr. 2014 · #13
Hallo Annagreta,

ich bin zwar nicht Laura, mische mich aber trotzdem kurz ein.
Wir sind normalerweise Camper und Selbstfahrer, haben uns aber in Tansania vor ein paar Jahren für eine geführte Tour entschieden. (Ich hätte es auch anders gemacht, aber mein Mann wollte nicht fahren).
Unser Kompromiss war dann eine Tour mit Flycatcher. Sie haben ihre eigenen Camps überall in Tansania (auch im schönen Katavi NP), sind bloß leider nicht billig.
Jutta
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200601. Mai 2014 · #14
Hallo,

da bin ich nocheinmal.

So langsam müssen wir uns überlegen, ob wir diese Tour heuer noch machen. Bedingt durch einige familiäre Ereignisse kommt jetzt wirklich nur Anfang November für 3 - 4 Wochen infrage. Soweit ich das bisher überblicke, wäre das das Ende der Trockenzeit???

War hier schon mal jemand in dieser Zeit mit Dachzelt dort unterwegs??
Ich habe die Reiseberichte schon durchforstet und finde da nur den Bericht von Hippo:
http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/263821-reiseber-abseits-der-grossen-herden-und-touristen.html?limitstart=0&start=1

von dem ich mir vorstellen könnte, dass der Termin einigermassen passt.Leider hat Hippo keiinen genauen Termin genannt.

Matthias, mit seinem Bericht
http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/259535-suedliches-tansania-oktober-2012-reisebericht.html#259535

war ja im Oktober unterwegs und ausserdem ist er einige Strecke geflogen.

Den Bericht von Picco.
http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/213446-reisebericht-picco-in-tansanias-sueden-herbst-11.html

werde ich noch heute durchackern. Der dürfte meinen Daten am nächsten kommen.

Also, falls hier noch irgendjemand im November als Selbstfahren (notfalls auch mit Fahrer 😁 ) und Dachzelt unterwes war, wäre ich für Informationen dankbar.

Dankeschön 🤪

Beae
1'737 Beiträge · seit 201001. Mai 2014 · #15
Hallo Beate

Eigentlich dürfte ich ja hier nicht mehr antworten, da Deine Fragestellung schon wieder etwas provozierend gegen Leute ist, die nicht als Selbstfahrer wie Du mit Dachzelt reisen. Ich tue es trotzdem.

Wir waren von Mitte Oktober bis Mitte November 2013 von Dar bis zum Lake Tanganyika mit Zelt unterwegs. Allerdings nutzen wir nie Dachzelte, sondern lieben es am Boden zu schlafen. Das Sicherheitsbedürfnis eines Daches haben wir nicht. Wir gönnen uns den Luxus eines Guides (kein Fahrer), das ist unsere Philosophie Land und Leute kennen zu lernen und wir lieben diese Gesellschaft.

Nun aber zu Deiner Frage. Ich bin kein Wettergott. Im November kann es Regen geben. Es ist die kleine Regenzeit in Tanzania. Im Selous, wo wir als erstes waren, hatte es schon in der ersten Oktoberhälfte geregnet. Ein wenig frisches Grün und Unmengen von Impalababys war das Resultat. Wenn Du im Selous Campen möchtest, musst Du eh einen Ranger mitnehmen und bist nicht allein auf der Campsite, wie Du es liebst. Die Gamdrives machst Du allein. Es gibt Black Cotton Soil, doch musst Du diese Wege bei Nässe ja nicht fahren. Du hast immer Ausweichmöglichkeiten. Mikumi und Ruaha sind überhaupt kein Problem, da alle Pisten gut präpariert sind. Bis zum Katavi wolltet Ihr ja nicht, dort gilt das gleiche wie für den Selous.

Wenn Du den Norden problemlos allein gemeistert hast, spricht wohl nichts gegen den Süden. Wo siehst Du da das
Problem oder den Unterschied?

Hier nochmals der Link zu unserem Bericht. Detailfragen gern.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2014
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200601. Mai 2014 · #16
Hallo Christa,

vielen Dank dass Du trotzdem geantwortet hast.
Meine Frage sollte auf keinen Fall irgendwie provozierend rüberkommen und ich bin wirklich erstaunt, dass Du es so aufgefasst hast.

Jedenfalls hat mich Deine Antwort wieder ein Stück sicherer gemacht.

Du fragst, welches Problem oder welche Unterschiede ich zum Norden sehe:
Nun ja, das einzige Problem für uns wäre das Wetter. Solange wir halbwegs sicher sein können, dass es nicht tagelang regnet und alles unter Wasser steht, ist es eigentlich kein Problem. Etwas Matsch ist ja ok. Und wenn nötig, wartet man halt mal einen Tag ab.

Aber eine Neuigkeit hast Du mir doch erzählt: dass man im Selous einen Rancher mitnehmen muss auf die Campsite, das wusste ich nicht. Aber ok, das wäre auch kein Problem, war z.B. im Arusha NP genauso (bzw. wir wussten das nicht, haben niemand mitgenommen, und kurz vor Sonnenuntergang wurde dann ein Rancher bei uns "abgeladen" zu "unserer Sicherheit").

Also, Danke für Deine Antwort.

Beate


PS: Deine Berichte hatte ich bisher noch nicht entdeckt, aus welchen Gründen auch immer. Aber das wird jetzt meine Abendlektüre 😄
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2014
1'182 Beiträge · seit 200602. Mai 2014 · #17
Hallo Beate,

tut mir leid, aber Rancher gibt es in USA, nicht in Afrika.

Gruß,
Bernd
0
607 Beiträge · seit 201002. Mai 2014 · #18
Hallo Beate,
unsere Reise war vom 29.10.12 bis 19.11.12. Sozusagen die ersten 3 Wochen im Nov.
Soweit mir bekannt ist, regnet es im November nie tagelang am Stück wie dieses Jahr im April. Das sind meistens Regenschauer von 1-2 Stunden.
Ich denke wenn Du die Wetteraufzeichnungen der letzten 3 Jahre vergleichst(Morogoro), kannst Du Dir ein Bild machen.
Es ist sicher nicht jedes Jahr gleich. Hier z.b: 2012.
http://www.wetteronline.de/rueckblick?pcid=pc_rueckblick_data&gid=63866&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=63866&month=05&year=2014&period=4&paraid=RR24
Auch wichtig: Im Selous regnet es im Osten (Berge) früher als im Westen.
Übrigens wenn Du PM schickst, bekommst Du Informationen schneller, und ohne manche überflüssige Bemerkung.
Viele Grüße
Wolfgang
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200602. Mai 2014 · #19
Bernd schrieb:Hallo Beate,

tut mir leid, aber Rancher gibt es in USA, nicht in Afrika.

Gruß,
Bernd
Ah Du meine Güte 😁
Seid Ihr hier aber freundlich 🤨

Ich hoffe nur, dass Du Dich noch nie verschrieben hast.

Beate
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200602. Mai 2014 · #20
Hallo Wolfgang (Hippie),

vielen Dank für Deine konstruktive Antwort. Ich habe Deinen Bericht "verschlungen".
Dieser Bericht und jetzt Deine Anwort helfen mir schon mal viel weiter

Und entschuldige bitte, dass ich in meinem gestrigen Post Deinen Namen falsch geschriebne habe. 🙂

Danke
Beate