kurze Planungshilfe für Namibia und Botsw - Danke!

5 Antworten · 1'293 Aufrufe · gestartet 22. März 2014 von Greg
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201422. März 2014 · #1
Hallo Leute!

Das hier ist mein erster Beitrag im Forum, aber ein Freund hat mir Eure Expertise so ans Herz gelegt, dass ich gerne mal Eure Meinung hören würde. 🙂
Wir planen für Ende April bis Anfang Mai eine Camping-Rundreise durch Namibia und Botswana. So weit sind wir uns über die geplante Route auch im Klaren, aber einen (offensichtlich sehr wichtigen) Punkt habe ich übersehen:
Campingplätze und Nationalparkeintritte vorzubuchen.
Wir haben schon mal eine Campingtour durch Kenia gemacht und dort war das übrhaupt nicht notwendig. Daher war ich überrascht zu lesen, dass das Vorbuchen in Namibia und vor allem Botswana notwendig zu sein scheint. Nun, jetzt ist es höchstwahrscheinlich eh zu spät dafür, die Reise wird in 3 Wochen beginnen.

Eines verstehe ich aber an der ganzen Sache nicht:
Nicht nur, dass ich fürchterlich unflexibel in der Reiseroute bin, wenn ich alles vorbuche, sondern vor allem: was passiert denn bei einer Verzögerung? Angenommen mein Auto hat eine Panne an Tag 2 der Reise, dann sind alle meine Buchungen ja obsolet. Muss ich dann meine Reise abbrechen, weil ich nirgendwo mehr unterkomme? 😉 Das kann ja nicht stimmen, oder?

Ich finde, dass wenn ein bekannter Park völlig ausgebucht ist, leidet die Romantik des Game Drives auch extrem darunter, wenn man in einer Kolonne von 10 Autos unterwegs ist... In diesem Fall würde ich dann sowieso gerne auf kleinere aber leerere Alternativen ausweichen. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir sind auch anspruchslos was die Unterkunft angeht, eigentlich geht es nur um einen Platz, an dem man das Auto für die Nacht abstellen kann um darin zu schlafen.

Vielleicht seid ihr so nett, Euch mal kurz unsere bisher geplante Tour anzuschauen und uns zu sagen, wo wir unbedingt vorbuchen müssen, was ihr anders machen würdet, etc.. Ich bin natürlich für jeden Hinweis/ Idee/ Vorschlag dankbar!

--> Fahrt von WIndhoek runter bis Sossusvlei (Desert Camp/ Sesriem Camp?)
--> Fahrt Richtung Etosha. 1. Nacht vor den Toren des Parks, 2. und 3. Nacht im Park (Treeslepper Campsite?)
--> Fahrt zu Popa Falls und einer der Nationalparks dort.
--> Bwabwata Nationalpark bis Katimo Mulilo.
--> Fahrt nach Kasane, Grenzüberquerung nach Botswana, Einfahrt nach Chobe durch das Sidudu Gate (Senyati Safari, Ihaha Camp)
-->ggf. Ausflug zu den Victoria Falls
--> Fahrt bis Savuti
--> Fahrt Richtung Okavango, Moremi, Maun (wobei das mit dem normalen Hilux DC schon fast zu anspruchsvolles terrain sein soll, ggf muss das umfahren werden)

Der Plan ist eben flexibel und kann gerne geändert werden. Man hört ja immer spontan von Geheimtipps.

Über Eure Einschätzung würde ich mich wirklich freuen! Sehr ihr grundsätzlich ein Problem darin, dass wir noch keinen Campground und keinen Nationalparkeintritt reserviert haben?

Danke und Beste Grüsse,
Gregor
3'883 Beiträge · seit 201122. März 2014 · #2
Hallo Gregor,
die Campingplätze in Sesriem, im Etoshapark und in den botswanischen Naturparks sollten vorgebucht werden. Letztere 1 Jahr im voraus, um erfolgreich zu sein. Du kannst natürlich in Namibia versuchen, ob du spontan noch einen Platz bekommst. Zur Not gibt es Alternativen.
Am Gate des Chobe NP (Ihaha und Savute) und im Moremi Widllife Reserve musst du schon am Gate die Reservierung vorweisen. Im Gegensatz zum Etosha NP musst du vor 10 Autos auf Pirsch keine Bange haben, vielleicht deshalb, weil es dort so wenige Campsites gibt. Für beide Nationalparks brauchst du zwingend einen 4WD.

In den Chobe NP (Chobe Riverfront) kannst du von Kasane aus Tagesausflüge geführt oder mit dem eigenen 4 WD machen. Das Senyati Safari Camp liegt an der Hauptstraße nach Nata, allerdings erfordert auch diese Zufahrt einen 4WD. Von dort wird ein Tagesausflug zu den Victoriafalls angeboten. Dann kannst du das eigene Auto stehen lassen. Von Maun aus gibt es ebenfalls Ausflüge oder Fly-Ins ins Okavangodelta.

Es stimmt, dass du unflexibel bist, wenn du vorbuchst. Mir gefällt das auch nicht so. Wir haben im vergangenen Jahr zwei Übernachtungen sausen lassen müssen. Andererseits wenn du genügend Zeit einplanst, die Tagesetappen kurz hältst, holst du die meisten Verzögerungen wieder ein.

Ich weiß ja nicht, wie viel Zeit du für deine Route einplanst, sie sieht sehr ehrgeizig aus.

Das wär's ganz schnell von
freshy
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201422. März 2014 · #3
Super, danke für die Einschätzung!

Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir insgesamt 19 Tage unterwegs sein werden mit dem Wagen. Es handeltr sich aber schon um nen 4WD, nur hat er glaube ich keinen Schnorchel.

Ich überlege im Moment auch, ob man nicht Botswana vielleicht sogar besser ganz bleiben lässt, bzw nur von Namibia aus mal nachhört, wo noch Platz frei ist.

Mal sehen...
1'667 Beiträge · seit 200922. März 2014 · #4
Hallo, Gregor

Herzlich Willkommen im Forum

Ich sehe es mit den Vorbuchungen ähnlich wie du.
Man ist völlig unflexibel, und verschenkt im Falle einer Panne gegebenenfalls viel Geld.
Ich gehe mal davon aus, das ihr einen Hilux 4x4 habt.
Das Senyati Camp braucht ihr nicht vorbuchen.
Ihr könnt von dort aus eine Tour zu den Vic Falls buchen. Und selber die Chobe River Front abfahren. Am Gate könntet ihr euch nach freien Plätzen in Ihaha und Savuti erkundigen.
Falls das nicht klappt, wäre vielleicht der Hwange Park in Zimbabwe eine Alternative. Dort braucht ihr mit Sicherheit nix vorbuchen.
Ihr würdet dann auf der Strecke Kasane - Nata bei Pandamatenga über die Grenze gehen ( völlig unproblematisch )
Und der Park ist ebenso schön wie der Chobe. Aber deutlich billiger.
Von da aus könntet ihr über Nata - Maun fahren, und gucken, ob im Moremi noch Camp sites frei sind.
Bei der Fahrt zu den Popa Falls würde ich den Mahango Park besuchen. Eventuell an der Mahango Safari Lodge Campen, sie liegt am nähesten am Park.
Vorbuchen brauchst du dort nicht. Es gibt genug Lodges mit Camp sites als Alternative dort.

Lieben Gruß
Birgitt
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201422. März 2014 · #5
Danke!

Das klingt super und lässt hoffen 🙂

Beste Grüße
3'883 Beiträge · seit 201123. März 2014 · #6
Greg schrieb:
Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir insgesamt 19 Tage unterwegs sein werden mit dem Wagen. Es handeltr sich aber schon um nen 4WD, nur hat er glaube ich keinen Schnorchel.

Ich überlege im Moment auch, ob man nicht Botswana vielleicht sogar besser ganz bleiben lässt, bzw nur von Namibia aus mal nachhört, wo noch Platz frei ist.
Hallo Greg,
einen Schnorchel wirst du vermutlich nicht brauchen, wir haben ihn nicht einmal bei "Auspuff unter" im Moremi WR vermisst.
Bei nur 19 Tagen vor Ort solltest du wirklich überlegen, ob du nicht erst einmal Namibia kennenlernen willst. Die von dir geplante Strecke lässt kaum Zeit, außer der Fahrerei etwas zu sehen und zu erleben. Allein für Sossusvlei solltest du 2, für den Etosha NP 3 - 4 Nächte einplanen. Die dir zur Verfügung stehende Zeit kannst du ohne Langeweile ausfüllen. Außerdem fällt bis auf Sossusvlei und Etosha NP das Problem mit den Vorbuchungen weg. In Okaukuejo habe ich erlebt, dass jemand trotz Vollbelegung noch irgendwo hinzugestellt wurde. Verlassen kannst du dich darauf allerdings nicht.

Wirf doch mal einen Blick in die Namibiarouten oder -reiseberichte. Dort findest du viele Anregungen.

Botswana läuft nicht weg, und du solltest für das Land 3 Wochen einplanen und rechtzeitig in den sauren Apfel beißen, die Strecke vorzuplanen und die Camps zumindest in den Nationalparks vorzubuchen. Wir hatten beim ersten Versuch Pech und mussten die Reise um ein Jahr verschieben, weil wir erst ein halbes Jahr vor der Reise die Campingplätze vorbuchen wollten.

Viel Erfolg beim Planen wünscht
freshy
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