hoffi schrieb: Im Reisebüro sagte man uns, dass die Duesterbrook Guest Farm aufgrund der Leoparden ein 'Muss' sei.
So - jetzt hole ich mir vermutlich mal wieder eine blutige Nase.....
Düsternbrook ist dafür bekannt, daß man mit einem offenen Safari-Wagen in ein Gehege eines Leoparden fährt und dieser dann auf einem Baum gefüttert wird. (Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das immer noch gemacht wird - aber ich habe bisher nicht anderes gehört.) Klingt erst einmal sehr interessant.
Viele Tierkenner - darunter auch einige, die selber Leoparden auf ihre Farm halten - schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn man mit ihnen über diese Art der Leopardenfütterung redet. Auch Leoparden, die mit der Flasche groß gezogen wurden, sind als ausgewachsene Tiere Menschen-Killer. Für diese Tiere trifft das sogar noch mehr zu, weil sie nie die Angst vor Menschen gelernt haben.
Jeder Leopard, der der Meinung ist, daß da jemand sein Fressen stehelen will, wird angreifen. Dazu kann es u.U. schon reichen, wenn man ihm einfach in die Augen schaut. Ein angreifender Leopard kann nur noch durch eine Kugel gestoppt werden.
Nun stellt Euch mal vor, Ihr sitzt in einem offenen Geländewagen voller Touris und der Leopard springt in den Wagen... Und dann ballert der vor dem Wagen stehende Guide noch mit seiner Flinte in das Getümmel.... Diejenigen, die nicht von dem Leopard verletzt werden, werden dann bestimmt von dem Guide erwischt.
Gut - in Düsternbrook ist scheinbar noch kein solcher Unfall vorgekommen. Die Frage ist - wollt Ihr riskieren, daß es auch bei Euerer Leopardenfütterung nicht passiert? Ist das ein paar schöne Leoparden Bilder auf der eigenen Kamera wirklich wert?
Das Argument "die Besitzer/Guides wissen schon was sie tun" zieht nicht - dazu gab es im südlichen Afrika schon zu viele Unfälle mit Großkatzen bei denen z.T. auch die Besitzer verletzt wurden. Die Guides sind froh, daß sie einen Job haben - und gehen in das Gehege um ihren Kindern ein Abendessen auf den Tisch stellen zu können.
Ich würde nie wieder in die Nähe eines Leoparden gehen. Auf einer anderen Farm wurde ich unvermittelt von einem Leoparden angegriffen, der eine Lücke im Zaun - die ich nicht wahr genommen hatte - ausnutzen wollte, um meinen Fuß in das Gehege zu zerren. Der Plan war wohl, daß er die Krallen in mein Bein haut, das untere Ende in das Gehege zerrt - und dann so viel von meinem Bein frisst, wie er erreichen kann - während ich schreiend auf der anderen Seite des Zauns liege.
Nur durch Zufall habe ich mich vorher von dem Loch wegbewegt - der Prankenhieb ging mehr oder weniger ins Leere und hat nur einen Kratzer auf meinem Fußrücken hinterlassen. Mein Schuh und vermutlich auch mein Schutzengel hat diese Attacke nicht überlebt. Der Besitzer stand während dessen neben mir - und hatte dies eben sowenig kommen gesehen, wie ich.....
Überlegt Euch gut, ob Ihr dieses Gehege betreten wollt.....