ReinhardThemenstarter728 Beiträge · seit 200619. Feb. 2014 · Liebe Leute,
gestern nachmittag lief ein m.E. ganz hervorragender 43-minütiger Film auf Arte über die Situation der San in Botswana. Ich habe ihn aufgezeichnet und eben angesehen. Er ist noch kurze Zeit hier in der Arte Mediathek abzurufen:
http://www.arte.tv/guide/de/plus7Etwas nach unten scrollen, dort kann man ihn finden.
ANSEHEN! SEHR EMPFEHLENSWERT!
Gruß
Reinhard
ReinhardThemenstarter728 Beiträge · seit 200620. Feb. 2014 · Inzwischen muss man auf der Arte-Seite rechts oben: "Ohne Pfeil und Bogen eintragen" dann findet man den Film.
Gruß
Reinhard
Mannati137 Beiträge · seit 201021. Feb. 2014 · Danke Reinhard,
Wirklich sehr empfehlenswert !
Gruss
Manfred
ReinhardThemenstarter728 Beiträge · seit 200623. Feb. 2014 · Der Film ist immer noch verfügbar.
Ein Muss für alle, die wissen wollen, was San heute so machen, wenn sie nicht etwas für Touristen vorführen.
Gruß
Reinhard
Sehe gerade, dass er am Mittwoch den 26.2. ab 11:15 noch einmal auf Arte läuft. Vielleicht zum Aufzeichnen.
kalachee1'060 Beiträge · seit 200624. Feb. 2014 · Hallo Reinhard
Vielen Dank für den Tipp.
Hatte mir den Film vor ein paar Tagen angeschaut und fand ihn sehr interessant. Filmisch und dokumentarisch (kann man das so sagen?) jetzt nicht gerade ein Highlight, aber inhaltlich - und das ist das wichtigste - überaus aufschlussreich und beeindruckend.
Mir persönlich wollte eh noch nie richtig in den Kopf, dass irgendwelche Touristen so eine Vorführung auch wirklich für bare Münze nehmen. Scheint aber trotzdem so zu sein...
Einfach nur traurig, wie da noch bis vor ein paar Jahren von Seiten der Regierung(en) mit den San umgesprungen wurde. Krass aber auch, dass einige der Protagonisten aus dem Film inzwischen eine so wehemente Vorstellung vom Vorteil des modernen, westlichen Lebensstil haben und sich unter keinen Umständen mehr vorstellen können, im Busch zu leben.
Deshalb: Film empfehlenswert!
Liebe Grüsse
Samuel
ReinhardThemenstarter728 Beiträge · seit 200624. Feb. 2014 · Hallo Samuel,
der Film porträtiert ja drei San: Bulanda Thamae, Gert Saidoo, die beide eine gewisse Prominenz haben, sowie !Xhe !Xhau Guma. Alle drei wollen nicht zurück in den Busch, in die Zentral-Kalahari. Sie sind einerseits sicherlich nicht repräsentativ für alle San, zumal der Film deutlich macht, dass "die San" ja keine homogene Volksgruppe sind, sondern z.B. unterschiedliche Sprachen haben.
Die drei haben es geschafft, sich eine Existenz aufzubauen. Viele andere San verkraften den Verlust der kulturellen Identität, das Wissen um das "nicht-benötigt-werden" nicht und lassen die Tage verstreichen. Sie können so unglaublich viel, was aber in der modernen Gesellschaft Botswanas niemand mehr benötigt. Wer muss noch Feuer mit einem drehenden Stock machen wenn er Streichhölzer haben kann? An diesem Gefühl des Überflüssigseins leiden wohl viele. Im Film heißt es: Antworten von gestern taugen nicht mehr für die Probleme von heute. Und so leben viele San am Rande der Gesellschaft und kämpfen mit Alkohol und dem Gesetz. Das vor einigen Jahren neue Gefängnis von Ghanzi wurde von einem Einheimischen ironisch "Bushmen's Hotel" genannt.
Der Film hat einen kleinen, aber wertvollen Einblick in die Welt der San gegeben.
Gruß
Reinhard
Logi16,9k Beiträge · seit 201224. Feb. 2014 · Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
kalachee1'060 Beiträge · seit 200624. Feb. 2014 · Reinhard schrieb: ...
Viele andere San verkraften den Verlust der kulturellen Identität, das Wissen um das "nicht-benötigt-werden" nicht und lassen die Tage verstreichen. Sie können so unglaublich viel, was aber in der modernen Gesellschaft Botswanas niemand mehr benötigt. Wer muss noch Feuer mit einem drehenden Stock machen wenn er Streichhölzer haben kann? An diesem Gefühl des Überflüssigseins leiden wohl viele. Im Film heißt es: Antworten von gestern taugen nicht mehr für die Probleme von heute. Und so leben viele San am Rande der Gesellschaft und kämpfen mit Alkohol und dem Gesetz. Das vor einigen Jahren neue Gefängnis von Ghanzi wurde von einem Einheimischen ironisch "Bushmen's Hotel" genannt.
Der Film hat einen kleinen, aber wertvollen Einblick in die Welt der San gegeben.
Hallo Reinhard
Das hast du sehr schön und treffend zusammengefasst. Kam vielleicht in meinem gestrigen Beitrag nicht so rüber, aber so sehe ich das natürlich auch. Vielen wird dieses Gefühl des Überflüssigseins schon sehr zu schaffen machen.
Es sind sehr gute, eindrückliche Portraits der drei Protagonisten und gibt einen EInblick in eine Welt, die wir als Touristen in Afrika halt eben doch nicht immer so richtig mitbekommen.
Liebe Grüsse
Samuel
Tadi441 Beiträge · seit 201226. Feb. 2014 · Danke für den Tipp! Toller Film!
Wir waren letztes Jahr ein paar Tage auf der "Bushmen Lodge" und haben dort einige San persönlich kennengelernt. Auch wenn es eine touristische Veranstaltung war (wir waren allerdings mit dem Manager der Lodge und den San allein) mit ihnen durch die Wüste zu marschieren und einige Zeit in Ihre Kultur abzutauchen - wir waren sehr beeindruckt.
Die Lodge kann ich übrigens jedem empfehlen. Mitten in der Kalahari, mit geretteten Löwen und Wildhunden in großen Gehegen, die auf ihre Auswilderung warten, mit viel Zeit zum Fotografieren direkt in den Gehegen, mit Besuch bei den San, mit einem Wasserloch direkt vor der Tür, mit Swimmingpool, gutem Essen und einem sehr netten Manager, der viel Zeit und Geduld für Fragen und ein großes Herz für die Tiere und die Menschen hat. Vermietet werden 4 Häuser mit Vollverpflegung und allen Getränken inklusive. Etwas abseits auch ein kleiner toller Campingplatz. Etwas teurer aber bei allem was geboten wird, lohnt es sich allemal.
Liebe Grüße aus Hamburg.
Petra