WHWhiteNinjaThemenstarter3 Beiträge · seit 201404. Feb. 2014 · #1Hallo zusammen,
meine Frau und ich haben angefangen, spontan eine Reise nach Afrika im April für 2-3 Wochen zu planen.
Wichtig ist uns, dass wir eine stimmungsvolle Safari machen, so dass das Gefühl sich durch die ursprüngliche Wildniss zu bewegen, rüberkommt und wir natürlich die big 5 sehen möchten 😉
Neben der Safari wollen wir eine Rundreise per Mietwagen machen, so dass wir die Ziele auf Südafrika / Namibia eingegrenzt haben.
Nun haben wir uns schon fast auf Namibia festgelegt mit Safaris im Etosha (Selbstfahren und buchen von 1,2 Gamedrives), allerdings haben wir durch ein Gespräch mit einem Freund erfahren (der hat in Namibia und Südafrika eine geführte Safari gemacht), dass in Namibia nur das Fahren auf den markierten Wegen erlaubt ist, im Gegensatz zu den privaten Reservaten in Südafrika.
Das finden wir etwas "langweilig" - gibt es in Namibia auch die Möglichkeit geführte Safaris zu buchen, die auch die Straßen verlassen und off-road zu interessanten Stellen fahren oder abseits der Wege näher an die Tiere ranfahren, wenn welche gesichtet wurden?
Über Empfehlungen und Tipps freue ich mich!
Danke und Gruß!
Topobär5'479 Beiträge · seit 200904. Feb. 2014 · #2Offroad ist in allen Nationalparks verboten, da es den Boden zerstört und die Erosion fördert. Außerdem werden so den Tieren noch die letzten Rückzugsmöglichkeiten genommen. Tagaktive Raubtiere wie Geparden hätten kaum noch eine Chance auf eine erfolgreiche Jagd.
In privaten Game Reserves ist offroad nur möglich, da dort erheblich weniger Besucher unterwegs sind und diese auch nur im Rahmen von geführten Touren auf Gamedrive gehen. Dadurch ist die Belastung für die Natur erheblich geringer, zumal die Guides im Gegensatz zu den meisten Touristen wissen, was OK ist und was nicht.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200804. Feb. 2014 · #3Hallo, WhiteNinja!
Mir ist zwar nicht so ganz klar, was daran langweilig ist, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben, aber vielleicht tobst du dich einfach mal zuhause in einer Kiesgrube aus und fährst dann nach Namibia und genießt die dortigen Eindrücke ohne inneren Druck.
Gute Reise und vergiss nicht, das mit dem Gefühl, wo die ursprüngliche Wildnis rüberkommen soll, das ist ganz schnell vorbei, wenn jeder Hansel dort rumeiern würde, wie's ihm grad durch's Köpfchen rauscht.
Anders ist es in manchen ausgewählten Private Reserves, aber auch da darfst du dann nicht machen was du willst, sondern der Driver macht's - alles eine Frage des Geldes.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt WHWhiteNinjaThemenstarter3 Beiträge · seit 201404. Feb. 2014 · #4Danke Topobär für Deine informative Antwort.
Könnt ihr einen privaten Game Reserve in der Nähe des Etosha empfehlen, in dem wir eine Pirschfahrt buchen könnten?
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200804. Feb. 2014 · #5Erindi...
obwohl mir grad bei dem Namen ein bissl die Galle überläuft 🤢
Tschuldigung, du hattest erst hernach deinen Beitrag um den Namen Topobär ergänzt - sonst hätte ich mich nicht dazu geäußert.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
joli3'491 Beiträge · seit 200604. Feb. 2014 · #6Hallo WhiteNinja,
erst einmal herzlich willkommen im Forum.
Ich vermute mal sehr stark, dass Ihr April diesen Jahres meint ?! - Und dafür kommt Ihr einfach zu spät. Zumindest für Namibia. Es wird schon schwer, jetzt noch einen Flug bzw. einen Mietwagen zu bekommen. Aber für Etosha sind wohl alle Plätze längst ausgebucht. Klar - es gibt immer mal wieder die eine oder andere Absage, so dass man Glück haben kann. Aber im Vertrauen darauf eine solche, nicht gerade billige Reise aufbauen zu wollen, halte ich für sehr riskant.
Richtig ist, dass man in Etosha auf den markierten Wegen bleiben muss und auch nicht aussteigen darf. Ich habe das persönlich nie als störende Einschränkung empfunden, denn üblicherweise steuert man sowieso für die Tierbeobachtung Wasserlöcher an und bleibt dort längere Zeit stehen, weil man auf diese Weise den Tieren am nächsten kommt, ohne sie zu stören. Ja - es gibt auch in Etosha geführte Gamedrives, sogar Nachtdrives. Die Erfahrungen damit sind jedoch sehr unterschiedlich - je nach Qualität des Guides.
Gruß Joli
WHWhiteNinjaThemenstarter3 Beiträge · seit 201404. Feb. 2014 · #7Danke für Eure Wollkommensgrüße, Hinweise und Tipps bzgl. der Private Game Reserves. Beim Erindi (Dank an lilytrotter 😉 ) scheinen auf den ersten Blick einige interessante Pirschfahrten angeboten zu werden. Mal schauen, ob die In unserem Zeitfenster noch was frei haben.
@joli: Bzgl. Flügen, Mietwagen und Unterkünften gab es gestern zumindest noch Kapazitäten 🙂 aber danke für Deine Anmerkungen, wir werden dann schleunigst buchen
Es hat natürlich Sinn, dass gewisse Regeln für eine Pirschfahrt, gerade von unwissenden, rücksichtslosen Touristen eingehalten werden müssen.
Wenn ein erfahrener Fahrer, der die Umwelt bestens kennt, am Steuer sitzt und wir so etwas mehr "Abenteuer" durch den ein oder anderen Schlenkern abseits der normalen Strecke haben, dann passt das schon - genau danach habe ich gesucht 😉
BG
panther1'292 Beiträge · seit 200704. Feb. 2014 · #8Hallo WhiteNinja,
wenn euch die Big 5 wichtig sind, dann ist Etosha das falsche Ziel. Dort gibt es keine Büffel. Dazu müsstet ihr Richtung Caprivi fahren.
Ob Erindi die Big 5 hat, kann ich leider nicht sagen.
Gruß
Panther
Reinhard728 Beiträge · seit 200604. Feb. 2014 · #9Hallo BG,
der Tourist zerstört die Ziele seiner Sehnsucht indem er sie erreicht.
Kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn jeder den Anspruch hat, dort zu fahren, wo noch keiner gefahren ist? Ich möchte das nicht erleben, mal abgesehen davon, dass es keinen Gewinn bringt, quer durch die Landschaft zu gurken, sondern nur eine Zerstörung der Vegetationsdecke bewirkt. Du verbindest off road-Fahren mit zu großen Erwartungen, es wird dich nicht bereichern. Das Fahren auf den normalen Pisten (das manche auch Off road nennen) ist keineswegs langweilig.
Gruß
Reinhard
Cora1'335 Beiträge · seit 200604. Feb. 2014 · #10Hallo WhiteNinja,
es ist gut, wenn man weiß, was man will.
Aber Du solltest auch wissen: Man kann oder sollte nicht alles haben, was man will.
Tiere aus nächster, allernächster Nähe zu sehen, bedeutet für die Tiere maximalen Stress. Afrika ist ja kein Zoo, dort sind die Tiere wild! Die wollen nicht, dass man ganz nah an sie ranfährt. Menschen gehören nicht in ihr natürliches Umfeld. Autos schon gar nicht!
Wenn Du an Wildnis, Natur und Tieren interessiert bist, dann zolle den nötigen Respekt. Bewahre!!
Und hier heißt das: Bewahre Dich vor dem Drang, Unberührtes in Berührtes zu überführen. Hilf mit, wir tun das auch!
Ich bitte Dich darum!
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200905. Feb. 2014 · #11WhiteNinja schrieb:... und wir natürlich die big 5 sehen möchten...!
Die kannst Du im Chobe oder im Krüger sehen, nicht aber in Etosha.
Gruß Klaus