Länger in Namibia ohne Kostenexplosion?

5 Antworten · 1'152 Aufrufe · gestartet 20. Jan. 2014 von Armin
Antworten
Themenstarter2'346 Beiträge · seit 200620. Jan. 2014 · #1
Liebe Fomis,

brauche mal ein paar Querdenker. Haben ein Luxusproblem. Meine Frau und ich werden bis zu unserer nächsten Namibiareise im Ruhestand sein. Wir waren nun schon neun mal in Namibia, Südafrika, Botswana. Immer waren es drei bis vier Wochen Rundreise mit einem 4x4 und Unterkunft in Restcamps, Gästefarmen, Lodges (keine preislichen Ausreißer!), bei Freunden usw. Nun hätten wir die Chance, beispielsweise einfach auch mal sechs Wochen in Afrika zu bleiben.

Wenn wir die bisherige Art des Reisens unverändert beibehalten würden, würde das zu einer Kostenexplosion führen, die unsere Möglichkeiten eindeutig überfordern würde. Dass die Ausweitung unserer Reisedauer nicht zum Nulltarif zu haben ist, ist uns natürlich klar. Aber die Kostensteigerung müsste sich in Grenzen halten.

Ich bin daher an Anregungen interessiert, wie wir unsere Namibia-Urlaube künftig anders, mit günstigeren durchschnittlichen Tagespreisen konzeptionieren/gestalten könnten. Bin für alle Ansätze dankbar. Was nicht in Frage kommt, ist ein Umstieg auf Camping.

Vielleicht gleicht unser Ziel aber auch einer Quadratur des Kreises. Dann würde es wohl wieder eine drei- bis vierwöchige Rundreise, was ja auch nicht schlecht ist.

Bin gespannt. Viele Grüße
Armin
4'140 Beiträge · seit 200921. Jan. 2014 · #2
Hallo Armin,
kenne dein Problem nur zu gut. Kann dir leider keine Ideallösung anbieten, nur ein paar wenige Tipps:
1. Fahre in der "Nebensaison", z.B. Januar bis März/April. Da kannst du z.B. einiges an Automietkosten sparen.
2, Wenn du schon häufiger mit dem selben Autovermieter zu tun hattest, dann frage ihn nach einem Rabatt für "Dauerkunden". Das bringt manchmal was.
3. Versuche von den teuersten Lodges auf Guesthouses umzusteigen oder nutze bei einigen Lodges in dieser Zeit das 3 für 2 Angebot: Heißt 3 Nächte bleiben, 2 zahlen.
4. Bei Flugbuchungen solltest du etwa ein Jahr im Voraus buchen und zwar in der ersten Woche, wenn die Flüge rauskommen. Setze dich mit einem Reisebüro in Verbindung, die machen das für dich und du musst dann nicht jeden Tag um diese Zeit ins Internet. Zur Sicherheit solltest du dann aber in höherem Alter eine Reiserücktrittsversicherung haben. Kostet weniger, als du einsparst.
5. Lass die Frau zu Hause! Das spart am, meisten.
😛 😉
(Der letzte Tipp war natürlich nicht so ernst gemeint. Ich bin früher öfter allein unterwegs gewesen, jetzt ist sie auch auf den Geschmack gekommen und fährt jedes mal mit. Und das hat die Kosten in die Höhe getrieben, da wir inzwischen aus dem Dachzelt ausgestiegen sind. 😄 )
Ich hoffe mal es kommen noch viele Tipps, die auch mir helfen!
Gruß:
Burschi 😉
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
33,1k Beiträge · seit 200621. Jan. 2014 · #3
Hallo Armin,

eine Möglichkeit wäre auch, z.B. 14 Tage auf einer Gästefam zu bleiben und von dort Tagesausflüg zu unternehmen. Ich weiß nicht, ob es Eure Art des Reisens ist, aber neben dem besseren Einblick in den Gäste- und vor allem Farmbetrieb einer Gästefarm, kann man meist sehr gute Sonderpreise verhandeln.

Und natürlich Mietwagen in der Nebensaison, wobei meist die günstigeren Vermieter eh keine Neben- und Hauptsaison haben. Und dann der Umstieg auf ein "Alt"mietfahrzeug im Gegensatz zu einem neuen von z.B. Asco. Da ist sicher, je nach Fahrzeug, Einsparpotential von 500 Namibia Dollar am Tag möglich...

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'129 Beiträge · seit 200821. Jan. 2014 · #4
Hallo, Armin!

Glückwunsch zur längeren Reisezeit!

Ein wesentlicher Faktor ist der 4x4.
Wenn ihr sowieso überwiegend auf Farmen und Lodges sein wollt, spart euch den einfach – der zieht euch auch stehend täglich das Geld aus der Tasche.
Ich würde die Urlaube unterschiedlich planen – nämlich eben den langen, mit langen Aufenthalten am gleichen Ort mit kleinem billigen Auto – du wirst erstaunt sein, wohin der dich überall bringen wird!!
Und wenn's einen juckt, die nächste Reise eben wieder mit Allradstrecken dabei, aber dann ohne lange Aufenthalte an einem Ort.

Gruß lilytrotter


Nachtrag:
Vielleicht könnte man sich bei langen Aufenthalten auf Gästefarmen sich abholen lassen, - von Farm zu Farm - und für diese Phase des Urlaubs das Mietauto ganz sparen. Wäre auch eine Möglichkeit.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2014
Themenstarter2'346 Beiträge · seit 200621. Jan. 2014 · #5
@ Buschi
@ Christian
@ lilytrotter

Vielen Dank schon mal für eure Anregungen, die mir durchaus zeigen, dass Andere auch nur mit Wasser kochen. Die meisten Ideen hatten wir auch schon, haben sie z. T. auch in der Vergangenheit schon mal praktiziert. Wichtig erscheint mir, zumindest zeitweise von den hohen Leihwagenkosten herunterzukommen, indem man beispielsweise mehrere Tage zum Entspannen auf einer Gästefarm bleibt und sich vom Besitzer an der vorherigen Station abholen und zur nächsten bringen lässt. Wenn man da geschickt einige interessante Stationen hintereinanderbringt, kann man sicher schon ordentlich was sparen.

Ein Extrembeispiel im umgekehrten Sinne haben uns mal die Besitzer einer Gästefarm erzählt. Sie hatten einen alleinreisenden Schweizer für zehn Tage zu Gast, der während der ganzen Zeit seinen 4x4 nicht von der Stelle bewegt hat. Das war ein richtig teurer Aufenthalt.

Nehme übrigens gerne weitere Anregungen entgegen. Am besten fand ich bisher die Idee von Burschi, die Frau einfach zu Hause zu lassen. Auf die Idee war ich bislang noch nicht gekommen und habe sie sogleich stolz meiner Gattin unterbreitet. Deren Reaktion hat mich dann allerdings veranlasst, den Vorschlag nicht weiter zu verfolgen. Tut mir leid, Burschi 😉

Viele Grüße
Armin
3'383 Beiträge · seit 200921. Jan. 2014 · #6
Hallo Armin,

die "Frau zu Hause zu lassen", na, das wär doch mal was Neues.

Ein Tipp von unserer Seite: nimm die Frau mit und geh dann und wann mal in eine Unterkunft, wo Du "self catering" betreibst. Grad im südlichen Afrika ist das mehr als einfach und spart durchaus den einen oder anderen Euro.

Wir haben uns eigentlich immer "gewehrt" gegen die Selbstverpflegung. Jedoch hat sich das bei uns zu einem festen und schönen Bestandteil des Urlaubs entwickelt. Ein kleiner Mix, mal selber kochen, dann wieder bekochen lassen, das hat schon was.

Und dann versuchen wir immer, auch zwischendurch sehr günstige Unterkünfte zu bekommen. Das gelingt, man muss nur ein bisschen "stöbern".

Viel Spaß, und wenn wir mal in Rente sind, dann machen wir´s genauso.

Beste Grüße
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch