Namibia im März 2014

9 Antworten · 1'423 Aufrufe · gestartet 07. Jan. 2014 von sunny63
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Themenstarter66 Beiträge · seit 201407. Jan. 2014 · #1
Hallo zusammen 🙂
Ich hab mich grad hier angemeldet um evtl. ein paar Infos über unsere geplante Strecke im März zu bekommen.
Nachdem wir im Oktober 2011 das erste Mal in Nam waren und eine fast komplette Rundtour mit leider nur wenig Zeit gemacht haben, soll es diesmal anders ablaufen. Ich hab die Strecke selbst erarbeitet und würde gerne Meinungen dazu hören, ob das so machbar ist:

Wir wollen von Windhoek rauf zum Etosha. Frans Indongo Lodge und Namutoni und dann am Anderson Gate wieder raus. Soweit so gut und schon bekannt.
Dann möchten wir gerne über Kamanjab hoch nach Ruacana zu den Falls.
Von dort aus soll es nach Epupa gehen - und das ist eigentlich der Teil, der mir Kopfzerbrechen macht. Ich hab gelesen, dass dieser Abschnitt am Kunene entlang schwierig zu fahren sein soll. Deshalb wollen wir ab ca. Swartbooisdrif wieder vom Kunene weg auf der 3701 Richtung Epembe und weiter bis Epupa.
Von dort aus soll es über den Joubert-Pass vorbei an Warmquelle, Opuwo, Palmwag und Brandberg zurück nach Windhoek gehen. Ist dieser Pass wirklich so schwierig ?
Für die gesamte Strecke haben wir 12 Tage eingeplant, leider ist nicht mehr drin.
Sind wir vollkommen verrückt 🤩 oder ist das so machbar ?

Für Kommentare und Tipps wären wir (50 J. w/ 52 J. m) dankbar 🙂
Namibia is not for sissies :D
4'140 Beiträge · seit 200907. Jan. 2014 · #2
Hallo Sunny,
erst mal willkommen im Forum.
Die Machbarkeit in 12 Tagen ist sicher gegeben, es hängt natürlich auch davon ab, wieviele Einzeletappen du einplanen willst.
Die Strecke von Ruacana nach Epupa am Kunene entlang würde ich um diese Zeit auf keinen Fall fahren.
Die von dir beschriebene Strecke über die D 3701 ist normalerweise machbar. "Normalerweise" heißt hier, dass du im April evtl. noch bei Regen mit abgehenden Rivieren rechnen musst. Ob dies der Fall ist, kann dir niemand vorhersagen.
Der Joubert-Pass ist eigentlich kein Problem für einen 4x4, den du bei der Tour zu dieser Zeit sicher hast. Seine Spitze ist seit einigen Jahren geteert, sodass man die steilste Stelle besser bewältigen kann.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Themenstarter66 Beiträge · seit 201407. Jan. 2014 · #3
Hallo Burschi !

Danke für Dein Willkommen und die Infos 🙂
Natürlich haben wir einen 4x4, ohne den geht's nicht.
Mal ne dumme Frage - was sind abgehende Reviere ?? Hat das was mit Herden zu tun ? 😊
Wenn die Strecke am Kunene nicht geht und die über die D3701 nur "normalerweise" - müssten wir
dann die ganze weite Strecke über Opuwo fahren ? Das wäre dumm, da das nicht an 1 Tag zu schaffen
ist und wir die Unterkünfte vorbuchen wollen 😕
Muss man am Pass im 4x4 drive fahren oder ist ist ein Allrader einfach praktischer ?

Ich weiss, viele Fragen, aber es ist eben unbekanntes Gebiet 😉
Namibia is not for sissies :D
4'140 Beiträge · seit 200907. Jan. 2014 · #4
Hallo Sunny,
ein "abgehendes Rivier" ist ein "normalerweise" trockenes Flussbett, in dem aber in der Regenzeit nach einem plötzlich auftretenden Gewitter Wasser fließt. Dies kann innerhalb von wenigen Minuten auftreten und dann auch da, wo es gar nicht geregnet hat, sondern vielleicht ein paar Kilometer entfernt. Da ihr am Ende der regenzeit (April) unterwegs sein wollt, müsst ihr mit sowas rechnen. In dieser region mussten wir mal z.B. einen Tag warten, bis wir das Rivier wieder queren konnten. Kein Mensch kann dir aber sagen, ob, wann, wo sowas vorkommt.
Die Strecke über Opuwo ist auf jeden Fall sicher, da Teerstraße. Von Ruacana über Opuwo nach Epupa ist aber an einem Tag gut zu schaffen.
Ich bin den Joubert Pass bisher zweimal gefahren, einmal davon brauchten wir wegen des Schotters, der auf dem Teer lag, auch den 4x4 drive mit Übersetzung. Übrigens fahre ich auf den Gravelroads immer mit dem 4x4, da es sicherer ist. (Wird dir auch von den meisten Vermietern empfohlen).
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
5'538 Beiträge · seit 200807. Jan. 2014 · #5
Hallo Sunny,

auch von mir herzlich Willkommen im Forum.

Im Gegensatz zu Burschi würde ich diese Strecke nicht in 12 Tagen machen wollen. Du planst mindestens drei bis 4 Tage Frans-Indongo bis Okaukuejo ein. Dann verbleiben Dir gerade mal 8 Tage für den Rest. Und das wäre mir zu wenig und zwar unabhängig von der Jahreszeit oder dem Streckenzustand. Deshalb würde ich auf Frans Indongo und auf (einen Teil der) Etoscha verzichten.

Wenn Etoscha sein muss, würde ich am ersten Tag über Otjiwarongo und Outjo bis nach Okaukuejo fahren, dann am zweiten Tag zum Dolomite Camp und am Galton Gate raus. Von da aus könnt Ihr dann nach Ruacana fahren. Ob Ihr über die D 3701 oder zurück über Opuwo fahrt, könnt Ihr dort entscheiden, wenn Ihr Euch über den Straßenzustand Klarheit verschafft habt. Allerdings meine ich, dass es von Ruacana über Opuwo bis Epupa auch mal zwei Tage dauern kann. Ihr habt von Opuwo aus immerhin rund 200 km Schotter und auch da gibt es einige kleinere Riviere, die um die Zeit laufen könnten und wo Ihr mal ein bisschen (von 1 Stunde bis .... Tage) warten müsst.

Und wenn Du all die Stationen, die Du für den Rückweg genannt hast, auch besuchen bzw. genießen willst, dann reicht die Zeit nicht.

Ich würde deshalb unter Auslassung der Etoscha mit einer Zwischenübernachtung in Kamanjab nach Ruacana fahren. Ich würde Kamanjab vorbuchen z. B. Rustig Toko und von da aus immer am Tag vorher bei meiner Wunschunterkunft anrufen und fragen, ob was frei ist. Ich gehe davon aus, dass das in 90 % der Fälle so ist. Und wenn nicht, würde ich meinen vorigen Gastgeber fragen, welche Alternative er empfiehlt.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
zuletzt bearbeitet 07. Jan. 2014
Themenstarter66 Beiträge · seit 201407. Jan. 2014 · #6
Hallo Burschi !

Na super, da zeigt es sich mal wieder, dass man sich ruhig schon eher detailliert schlau machen sollte 😗
Wir haben nämlich die Strecke so gut wie stehen bzw. die Unterkünfte auch schon fast gebucht.
Jetzt stellt sich die Frage, ob wir alles so lassen wie gedacht oder doch eher aus Sicherheitsgründen die
Strecke ändern 🙁 Auch wenn wir direkt unseren ersten Nam-Trip als Sebstfahrer gemacht haben bleibt bei
neuen Strecken doch immer eine Unsicherheit...
Grüße
sunny
Namibia is not for sissies :D
6'152 Beiträge · seit 200607. Jan. 2014 · #7
hallo Sunny,

Burschi hat ja schon einige Tipps gegeben. Ich persönlich würde ich nicht
am Andersen Gate rausfahren über Kamanjab - sondern am Galton Gate
- da musst Du allerdings mindestens eine Übernachtung im Dolomit Camp
-feste Unterkünfte - kein Camping - buchen. Da kannst Du dann bis Opuwo fahren-
1 Übernachtung- dann hoch zum Kunene , die Kunene River Lodge hat schöne
Campingplätze - zurück dann auch über Opuwo bis zum Camp Aussicht, das
ist lokker an einem Tag zu schaffen.
Viel Spass bei der weiteren Planung wünscht Dir
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter66 Beiträge · seit 201407. Jan. 2014 · #8
Hallo Gerd !

Auch Dir danke für das Willkommen 🙂
Ich hatte bei der Streckenplanung darauf geachtet das sie nicht länger als 300 Km sind, dachte,
das müsste zu schaffen sein.
Am ersten Tag bis nach Okaukuejo, das sind ja ca. 500 Km 😮 Obwohl auf der B1 finde ich
das schon happig. Außerdem wollten wir nach der Ankunft nicht in Windhoek übernachten, sondern
direkt nach Frans Indongo fahren....
Ansonsten ist Dein alternativer Vorschlag auch gut. Allerdings wollten wir auf dem Hinweg nach Ruacana
nicht über Opuwo, da wir dort schon auf dem Rückweg von Epupa übernachten.
Nach Opuwo haben wir noch Palmwag und Brandberg als Übernachtungsstationen geplant, die rel.
kurzen Strecken lassen m.M. nach noch Zeit zum Anschauen.

Ist eh alls nur Theorie, da es immer auf den Streckenzustand ankommt...

Grüße
sunny
Namibia is not for sissies :D
zuletzt bearbeitet 07. Jan. 2014
5'538 Beiträge · seit 200807. Jan. 2014 · #9
Hallo Sunny,

warum ist Galton Gate besser als Anderson Gate
Ich bin zwar nicht Hanne, da ich das Thema ebenfalls angeschnitten hatte (siehe meinen ersten Beitrag .......wenn überhaupt Etoscha), dann weißt Du es. Das Galton Gate ist wesentlich weiter westlich und kommt auf der Straße nach Ruacana aus. Man spart eine Unmenge von Kilometern.

Auf dem Hinweg nach Ruacana wollten wir nicht über Opuwo
Da habe ich mich sehr missverständlich ausgedrückt. Ich meine, dass Du - wenn Du schon durch die Etoscha fährst - übers Galton Gate oder sonst von Windhoek aus über Kamanjab direkt nach Ruacana fahren sollst. Opuwo auf dem Hinweg nur dann, wenn man Dir in Ruacana sagen könnte, dass die D 3701 schlecht oder gar nicht befahrbar ist.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
Themenstarter66 Beiträge · seit 201409. Apr. 2014 · #10
Hallo zusammen 🙂
Seit Sonntag sind wir wieder zurück ! Es ist alles toll gelaufen und die Strecken
waren gut bis sehr gut zu meistern.
Wir hatten nur am Ankunftstag und 2x abends Regen, ansonsten blauen Himmel
und ca. 30 Grad.
Die Unterkünfte waren teils sehr schön (Frans Indongo, Taleni, Rustig Toko), teils
grottig (Namutoni, White Lady) und normal.
Die Epupa Falls liefen und waren beeindruckend anzusehen 🤩
Der Joubert Pass teils schwierig zu fahren, aber durchaus zu schaffen.
Alles in Allem gefällt mir das Land in der Trockenzeit besser, dann sind eindeutig
weniger Viecher unterwegs 😊

Liebe Grüße
sunny
Namibia is not for sissies :D