6 Wochen unterwegs

3 Antworten · 968 Aufrufe · gestartet 23. Dez. 2013 von Niklaaas
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201323. Dez. 2013 · #1
Hallo Forum,

nächstes Jahr werden ein Freund und ich 6 Wochen durch Namibia und Botswana fahren, von Ende September bis Anfang November.

Da ich noch nie in der Ecke war, wollte ich euch kurz darstellen, was wir vorhaben. Denn ohne Namibia-Erfahrung ist das sicherlich schwer zu planen. Und auf viel mehr als den Lonely Planet, Karten und Internet können wir nicht zurückgereifen.

Grundsätzlich wollen wir durchgehend mit einem 4x4 wie einem Toyota Hilux (Kabine ist mir irgendwie sympatischer als Dachzelt) unterwegs sein.

Sehen möchten wir in den 6 Wochen nach Möglichkeit alle Highlights von Namibia und Botswana und die Victoria-Fälle und im Auto schlafen.

Eine erste Frage, die uns beschäftigt, ist der Startpunkt: Wenn wir in Johannesburg starten, sparen wir über 300€ Flugkosten. Ist das sinnvoll? Vor dem Hintergrund des Zeitverlustes und Geld für Visa etc.? Sollte man sich dann dort ein Auto mieten oder lieber mit dem Zug nach Gaborone?

Unsere Tour soll im etwa so aussehen (unabhängig davon, wo wir starten)
Vom Fishriver Canyon nach Lüderitz, nach Walvis Bay (+ Nationalparks auf dem Weg), dann die Küste nach Norden hoch, ggf. bis in Kaokoveld hinein. Dann über Etosha nach Botwana. Dort das Okavango-Delta, zu den Victoria Fällen und dann in die Kalahari.

Ich hab die Tour jetzt sehr verkürzt dargestellt, kann ich bei Bedarf auch noch ausführlicher darstellen 🙂

Aber hier eröffnen sich weitere Fragen:
Ist so eine Tour in 6 Wochen zu schaffen?
Macht eine Rundtour sinn oder doch lieber mit Einwegmiete (Windhoek --> Gaborone z.B.)?

Nächste Frage bezieht sich auf das Schlafen im Auto. Geht das nur auf Campingplätzen (habe gelesen, dass man in Nationalparks gar nicht übernachten darf und im Rest des Landes nur mit Erlaubnis)? Findet man immer spontan einen Platz?

Wie ihr seht, werden die Planungen langsam konkreter. Wenn irgend jemand irgendwelche Hinweise - worauf auch immer - loswerden möchte, immer her damit 🙂 🙂
3'491 Beiträge · seit 200623. Dez. 2013 · #2
Hallo Niklaaas,
vor allem anderen: herzlich willkommen im Forum.
6 Wochen erscheinen lang, aber für das, was Ihr da vorhabt, dürfte diese Zeit gerade ausreichen. Sept.-Oktober ist eine prima Reisezeit und Ihr brauchtet da bestimmt auch kein 4x4 - was ja letztlich auch eine Geldfrage ist. In Südafrika (Startpunkt Jo´burg) sind Autos iaR zwar billiger, aber Ihr müsstet dann u.U. mindestens 3 Tage kostbarer Urlaubstage für die Rückfahrt nach Jo´brug einplanen - oder aber einen Gabelflug buchen(Ankunft Jo´burg, Abflug Windhoek) und die recht teure Einwegmiete bezahlen. Übernachtungen im Auto sind möglich, aber zu empfehlen nur auf den ausgewiesenen Campingplätzen. In Namibia zumindest kann man auch - wenn man brav fragt - auf Farmen übernachten, aber das sollten eigentlich Neulinge nicht unbedingt machen; Farmen sind recht groß und da kann die Fahrt zum Haupthaus, um zu fragen, schon mal 10 km oder mehr ausmachen. Fällt die Antwort negativ aus, muss man diese Strecke - häufig langsame Farmpad - wieder zurück und auf der nächsten Farm das gleiche Spielchen machen. Das kann am Tag schon mal 2-3 Std. kosten und nach Sonnenuntergang sollte man nicht mehr unterwegs sein. Bleibt also besser auf den offiziellen Campingplätzen. Als Route würde ich empfehlen: Startpunkt Windhoek - dann in den Süden mit Fish-River, Lüderitz und Tirasberge (7 Tage). Danach die Küste nordwärts über Sossusvlei, Swakopmund bis Opuwo ( 7 Tage).Danach nach Etosha hinein vom Dolomite Camp bis Onguma ( 7 Tage). Von Onguma durch den Caprivi-Zipfel bis Kasane (Botswana), um von dort aus einen Tageausflug zu den VicFalls zu machen (10 Tage). Von Kasane über Nata bis Maun und von dort einen Abstecher ins Delta ( 5 Tage). Von Maun zurück nach Windhoek, wobei noch ein Kalahari-Abstecher möglich ist, so dass Ihr mit den 6 Wochen gerade so hinkommt. Jetzt beginnt die Feinarbeit unter Berücksichtigung Eurer Interessen-Schwerpunkte, d.h. bei allen Etappen sind Kürzungen bzw. Verlängerungen möglich. Viel Spaß dabei und ein frohes Weihnachtsfest.
Gruß Joli
7'296 Beiträge · seit 200623. Dez. 2013 · #3
Niklaaas schrieb:Nächste Frage bezieht sich auf das Schlafen im Auto. Geht das nur auf Campingplätzen (habe gelesen, dass man in Nationalparks gar nicht übernachten darf und im Rest des Landes nur mit Erlaubnis)? Findet man immer spontan einen Platz?
... wir haben damals auch häufig einen Platz zum wild Übernachten gefunden. Ist aber aus Sicherheitsgründen nicht in jeder Gegend empfehlenswert, das zu tun.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter3 Beiträge · seit 201318. Jan. 2014 · #4
Mittlerweile sind die Flüge gebucht (Wir fliegen jetzt von Anfang Oktober bis Mitte November) und wollen der von dir, joli, vorgeschlagenen Route im etwa folgen 😎 Dafür nochmal vielen Dank! 🙂

Muss man in der ersten Novemberhälfte schon mit Regen rechnen, speziell in der Kalahari?