Reisebericht

ZIMBABWE - NOVEMBER 2013

von Birgitt · begonnen 18. Dez. 2013 · 52 Teile

Teil 2113. Jan. 2014
CHIMANIMANI

Nachdem wir unser langersehntes Glas Wein an der Bar geleert hatten, nahmen wir den Rest der Flasche mit auf das Zimmer.
Da saßen wir dann wieder auf unserem Balkon. Es war immer noch derbe am Nieseln. Wir guckten links, wir guckten rechts, doch keine Besserung in Sicht..... 🙁

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Normalerweise sieht man hier die 2400 Meter hohen Chimanimani Mountains. Wir sahen noch nicht einmal die Hügel , so tief hingen die Wolken. Das war schon ärgerlich, waren wir doch wegen der schönen Aussichten in die Eastern Highlands gefahren. Da tröstete es auch nicht, dass die Angestellten sagten, vor 2 Tagen hätten sie noch 30 Grad und strahlenden Sonnenschein gehabt.
Irgendwie war es langweilig, und ich beschloss, ein heißes Bad zu nehmen. Aber es kam nur lauwarmes Wasser aus der Leitung, egal wie lange ich es laufen ließ..... 😠
Ich also runter zur Rezeption. Mir wurde gesagt, sie würden an dem Problem schon arbeiten und ich solle mich bitte eine viertel Stunde gedulden. Klar gedulde ich mich. Auf dem Weg nach oben wurde ich auf dem Flur von jemanden gefragt, ob die Flasche Wein denn geschmeckt habe……es hat sich im Hotel wohl schnell herum gesprochen, das wir gleich eine ganze Flasche gekauft hatten.
Als sich nach einer ¾ Stunde immer noch nichts an der Wassertemperatur geändert hatte, ich wieder runter. Erneut begegnete ich jemanden auf dem Flur, wurde dieses Mal gefragt, ob wir noch eine Flasche Wein haben möchten…..HÄHHHH….die sollen lieber fragen, ob ich heißes Wasser für die Wanne haben möchte.
Der Herr an der Rezeption entschuldigte sich mehrmals, und meinte, ich brauche auf das Bad nicht zu verzichten, dann wird uns heißes Wasser hoch getragen. Ich sagte, wir wohnen im ersten Stock, und dass das nicht nötig sei. Doch der Ehrgeiz schien in ihm geweckt und er bestand darauf.
Nun gut, kräftig genug gebaut war er ja. Dann soll er man Eimer schleppen.
Es dauerte keine zehn Minuten, da klopfte es zaghaft an unserer Zimmertür. Ich hatte an sich den kräftigen Herren erwartet, doch da stand ein zierliches Zimmermädchen mit einem riesigen 20Liter Eimer heißem Wasser vor uns. Das ist wohl auch typisch Afrika.
Nach drei Eimern war das Badewasser warm genug. Mehr wollte ich dem Mädel auch nicht zumuten.
Über fünf Dollar Trinkgeld freute sie sich sehr und machte immer wieder einen artigen Knicks.
Nach dem Bad wurde der Regen etwas weniger und wir beschlossen, uns den Ort an zu sehen.
Das war schnell gemacht, denn Chimanimani besteht an sich nur aus einer Hauptstraße, an der sich alles abspielt. Dort ist die Tankstelle, daneben das Nationalpark Office, eine Bank, mehrere kleine Läden mit bescheidenen Einkaufmöglichkeiten, der Busbahnhof, und eine Kneipe, die mit ihrer lauten Musik die ganze Gegend beschallte.

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Da es wieder doller regnete, kehrten wir dort ein.
Es war drinnen recht voll. Es wurde Billard gespielt, doch die meisten Männer saßen nur rum, ohne etwas zu konsumieren.

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Die Musik war derartig laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstand. Man musste also von den Lippen ablesen, was erstaunlich gut funktionierte.
Ich brüllte der Bardame, die hinter ihrem vergitterten Tresen saß das Wort BIER zu. Sie las richtig und sagte CASTLE oder ZAMBEZI. Ich las auch richtig , und schon hatten wir zwei Flaschen Castle vor uns, für die wir zusammen 2 Dollar zahlten.
Natürlich kamen wir auch schnell in Kontakt.

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Und ich erfuhr endlich, was sich in diesen bräunlichen Plastikbehältern befand, die wir auch oft an den Straßenständen gesehen hatten.
Es handelte sich um selbst gebrautes Bier. Ich wurde sofort eingeladen, davon zu kosten. Dieses Gebräu hatte in meinen Augen aber nichts mehr mit Bier zu tun. Es sah von Farbe und Konsistenz aus wie gekochter Haferschleim, und roch ekelig säuerlich. So lehnte ich die Kostprobe dankend ab.
Es scharrten sich irgendwann immer mehr Leute um uns, die dann anfingen Mugabe hoch leben zu lassen, und ihn für seine guten Taten lobten. Es wurde richtig unangenehm, zudem wir dazu auch Stellung nehmen sollten. Wir wollten uns auf keine Diskussion einlassen, und ich sagte, daß ich diesen Mann nicht kenne. Was ungläubiges Staunen hervor rief. Ich fragte dann umgekehrt, ob sie den Präsidenten von Deutschland kennen, was natürlich nicht der Fall war. Und schon war alles wieder gut. Wir tranken schnell aus, verließen die Kneipe, und genossen noch etwas den Regen und die Ruhe von unserem Balkon aus.
Dann war es Zeit für das Dinner, was reichlich war und auch gut geschmeckt hat
Teil 2214. Jan. 2014
CHIMANIMANI - BRIDAL VEIL FALLS

Als wir am Morgen aufwachten, waren wir frohen Mutes, daß sich das Wetter eventuell gebessert hat, aber weit gefehlt. Die Wolken hingen immer noch so tief.
Nach einem ausgiebigen Frühstück beratschlagten wir, was wir machen wollen. An sich waren einige Ausflüge geplant. Wir wollten im National Park etwas wandern, Tessa,s Pool und die Bridal Veil Falls besuchen und in deren Pools baden.
Die Temperaturen luden aber alles andere als zum Baden ein.
Aber noch einen Tag im Hotel zu vertrödeln hatten wir auch keine Lust. So setzten wir uns trotz Regen ins Auto und und machten uns auf den Weg zu den Bridal Falls.
Der Weg führte einige Kilometer auf glitschiger, brauner Lehmpiste in die Berge, bis wir vor einer Schranke standen. Es wurden auch hier Eintrittsgebühren wie für den National Park erhoben.
Also mussten wir wieder zurück nach Chimanimani in die National Park Behörde und bezahlen.
Auf dem Weg zurück zu den Wasserfällen fing es wieder stärker an zu regnen, so daß wir beschlossen erst einmal im Auto zu bleiben, und den Weg in die Berge weiter zu fahren, mal gucken, wo er hinführt.
Aber der Weg wurde immer schmaler und zu gewachsener, und wir beschlossen um zu kehren.

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Nur war es schwer einen Platz zum Wenden zu finden. Ich stieg aus, und nach gefühlten 20 mal Vor und Zurück war es endlich vollbracht, ….und ich ziemlich nass.
Direkt zu Füßen des Wasserfalls liegt ein wunderschöner Campingplatz, inmitten einer tropischen Vegetation. Bei schönem Wetter muss es hier herrlich sein.
Wir hingegen versteckten unsere Kameras unter den Jacken und schauten uns die Wasserfälle an.
Bridal Veil heißt übersetzt übrigens Brautschleier……

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Da stand ich nun, wollte ich doch hier gebadet haben...... 🙁

Die Wasserfälle und die üppige Vegetation ringsrum waren wunderschön anzuschauen. Aber es machte bei dem Wetter nicht wirklich Spaß.
Ziemlich durchnässt fuhren wir ins Hotel zurück, und hätten am liebsten einen Glühwein bestellt.
Auf den weiteren Besuch von Tessa,s Pool haben wir dann leider verzichtet…..:(
Teil 2316. Jan. 2014
CHIMANIMANI - BVUMBA MOUNTAINS

Da sich das Wetter auch am nächsten Morgen nicht gebessert hatte, beschlossen wir, Chimanimani leb wohl zu sagen.
Das war doppelt ärgerlich, hatten wir doch geplant, und uns richtig darauf gefreut, die Scenic Road über Cashel zu fahren.
Diese Route führt bis 1800 Meter hoch, und zählt laut Reiseführern mit zu den schönsten Strecken in Zimbabwe……….ich hätte heulen können…..:(
Da wir aber auf 1500 Meter schon völlig von Wolken eingehüllt waren, hätte es keinen wirklichen Sinn gemacht, dort her zu fahren.
Die Verabschiedung im Hotel war sehr herzlich, und vielleicht kommen wir wieder.
Unser nächstes Ziel waren die Bvumba Mountains, übersetzt die Nebelberge.
So fuhren wir dieselbe Strecke zurück, bis wir an der Skyline Junktion Richtung Norden zur Hauptstraße nach Mutare abbogen.
Diese Strecke war auch sehr schön, sie führte immer wieder an kleinen Dörfern vorbei, die sich an die steilen Berghänge pressen, umgeben vom Anbau ihrer Feldfrüchte auf terrassenähnlichen Äckern. Und je tiefer wir kamen, desto weniger Wolken zeigten sich am Himmel.
Immer wieder kamen wir dem Odzi River sehr nahe.
Schließlich kamen wir in Mutare an.
Mutare ist eine ganz nette Stadt, mit vielen Bäumen, die teilweise am Blühen waren. Kaum hat man die Stadt , die in einem fruchtbaren Tal liegt verlassen, geht es ziemlich steil auf kurvenreicher Straße in die Berge. Dann erreicht man den Prince of Wales View Point, der einen wunderbaren Blick auf Mutare bietet.

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Ein paar Kilometer liegt das Hotel Inn of the Vumba, wo wir anfänglich absteigen wollten. Da die Wolken aber ziemlich hoch waren und es nicht regnete, entschieden wir uns, noch weiter hoch in die Berge zu fahren.
An der Abzweigung ins Essex Valley haben wir uns erst verfahren, haben es aber nach gut 10 Km gemerkt, da man mehr oder weniger durch ein Tal fuhr. So kehrten wir um, nahmen die andere Straße, die uns wieder in die Berge führte.

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Dann kam ein Hinweisschild zum White Horse Inn.
Diesem folgten wir auf einer kleinen Straße, die durch dichten Bergurwald führte.

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Als wir an dem Hotel oder Cottage ankamen, beschlossen wir sofort, hier wollen wir wohnen.
Es lag mitten im Wald, mit einem traumhaften Garten. Der Besitzer, David, ein englischer Gentleman von bestimmt 70 Jahren, begrüßte uns auf,s Herzlichste.

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Das Zimmer war groß, unterteilt in Schlaf- und Wohnraum, mit schönem Badezimmer.

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Blick von unserem Balkon
Teil 2417. Jan. 2014
BVUMBA MOUNTAINS

Hier noch einige Fotos aus dem wunderschönen Garten des Cottages.

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Die vielen bunten Schmetterlinge konnte ich leider nur filmen. Für Fotos waren sie einfach zu flatterhaft.
Aber es waren viele Schwalbenschwänze dabei, in allen möglichen Farben
Der Garten führte bis in den Bergurwald hinein. Über kleine Bäche und morsche Brücken, bis dann irgendwann Schluß war, und der Weg sich im Dschungel verlor....

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Teil 2519. Jan. 2014
BVUMBA MOUNTAINS

Am nächsten Tag fuhren wir einfach ein bisschen durch die Berge und genossen die schöne Landschaft.
Mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Es war zwar auch bewölkt, aber es regnete nicht, und die Wolken hingen nicht so tief, und das, wo Bvumba doch als das regenreichste Gebiet in Zimbabwe gilt.
Bvumba ist so ganz anders als die Chimanimani Mountains. Hier sah man keine frisch gerodeten Flächen, und von Holzindustrie sahen wir auch nichts.
In den Tälern war fruchtbares Ackerland zu sehen. Auf den kurvenreichen Straßen durch die Berge kamen wir immer wieder durch dichte Bergurwälder. Immer wieder hatte man schöne Blicke in die Täler, mit kleinen Seen.

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Und dazwischen, natürlich in bevorzugter Lage, riesige,tolle Residenzen von irgendwelchen reichen Leuten.
Während wir so dahin fahren, sehe ich am Strassenrand ein sehr kleines Schild zu Tony,s Coffee Shop.

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Das kommt gerade richtig. So,n Stückchen Kuchen wäre jetzt nicht verkehrt.
Was uns dann erwartete, stellte alle unsere Erwartungen in den Schatten.
Vorweg genommen, wir hatten noch nie , auch in Deutschland nicht, so einen geilen Kuchen gegessen.
Dann kam Tony, um die Bestellung aufzunehmen. Doch Tony kam nicht einfach an unseren Tisch, er schwebte förmlich heran.
Dann zählte er alle Kuchen, Kaffees und Schokoladen auf, die er heute im Angebot hatte. Es waren bestimmt 10 verschiedene Kuchen. Er stellte seine Kuchen wie in einem Gourmet Restaurant vor.
Das war nicht einfach Brandykuchen, für den ich mich entschieden hatte, sondern Kuchen an Brandy, der nicht den Geschmack der Sahne überdeckt………jedenfalls so ungefähr…..
Und das war das Ergebnis…

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Es war wirklich eine nette Begegnung mit Tony, wir hatten uns noch länger mit ihm unterhalten. Und wenn man bedenkt, auf welch kleinem Raum er mit seinem Angestellten diese Köstlichkeiten zaubert, unglaublich.
Zurück im White Horse Inn brauchten wir erst einmal einen „ Verdaungsdrink“……

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Teil 2621. Jan. 2014
BVUMBA MOUNTAINS - BOTANICAL GARDEN

Unser letzter Tag in dem Bvumba Mountains.
Natürlich haben wir uns auch den Botanischen Garten angeschaut. Dieser Park wurde 1920 von der Ehefrau eines Geschäftsmannes angelegt, der dort sein Wochenenddomizil baute.

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Ich hatte mir den Park etwas größer vorgestellt, aber er war schon eine Augenweide.
Angefangen bei den vielen blau blühenden Hortensien, die typisch für die Bvumba Mountains sind, bis zu Baum – und Palmfarnen.
Es gibt eine schöne Parklandschaft mit gepflegten Wiesen, Teichen, Brücken, und einem kleinen Teehaus,

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Und es gibt auf der anderen Seite dichten Urwald mit verschlungenen kleinen Wegen, riesigen Bäumen, an denen Lianen rankten und Orchideen wuchsen.
Wir hörten wieder sehr viele Vögel, aber entdecken konnten wir in dem Dickicht wieder keinen.

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Der angegliederte Campingplatz war nicht sehr einladend.
Und so verließen wir den Park nach zwei Stunden wieder. Fuhren noch etwas in der Gegend rum, und verbrachten den Nachmittag in unserer Lodge.
Dort lernten wir einen Herren aus Mutare kennen, der mit seinem 12 jährigen Sohn ( einem Orchideenliebhaber ) zum wiederholten Male extra den Botanischen Garten besuchten.
Er lud uns zu einem Glas Scotch ein, und wir hatten eine nette Unterhaltung. Dann wurde es Zeit für das Dinner.
Das White Horse Inn ist in der ganzen Gegend bekannt für das gute Essen. Dementsprechend voll war das Restaurant dann auch. Fast alles Gäste aus Mutare.
Die Speisekarte war klein, aber fein.
Josef nahm das Impala Schnitzel, ich entschied mich für Curry Chicken
Guckt mal……

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Alles auf der rechten Seite des Fotos gehörte zu meinem Gericht…..... 🤩 😗 
Als Fazit kann ich nur sagen, hier würde ich immer wieder absteigen.
Die Bvumba Mountains haben mir insgesamt besser gefallen, als die Chimanimani Berge. Dies mag auch daran liegen, dass wir dort besseres Wetter und eine bessere Unterkunft hatten.
Aber auch die Berge waren natürlicher, hier hat die Holzindustrie noch nicht ihre Spuren hinterlassen
Für uns immer wieder einen Besuch wert.
Teil 2726. Jan. 2014
BVUMBA - GWERU

Am nächsten Morgen wurden wir im White Horse Inn sehr herzlich von David verabschiedet. Hier hatten wir uns wirklich sehr wohl gefühlt. Doch unser Zeitplan ließ keinen längeren Aufenthalt zu.
Wir hatten nun eine längere Fahrstrecke vor uns, die uns quer durch das Land Richtung Kariba See führte.
Wir hatten an sich vorgehabt, in Chivhu im Vic,s Tavern Hotel eine Übernachtung einzulegen. Im Reiseführer wurde diese Kleinstadt als ganz nett beschrieben, mit vielen kolonialen gut erhaltenen Gebäuden, von denen das Vic,s Tavern eines sein sollte.
Doch als wir dort ankamen, entschieden wir sofort, weiter zu fahren.
Hier tobte das pure afrikanische Leben. Die Kreuzung war wohl ein Verkehrsknotenpunkt nach Südafrika. Jedenfalls nach den Nummernschildern der LKW,s zu urteilen, die zu Hunderten links und rechts der Straße parkten.
Es herrschte eine unvorstellbare Lautstärke…..jeder LKW Fahrer musste wohl beweisen, dass er eine funktionstüchtige Hupe hatte. Dazwischen das laute Geschreie von den Frauen und Männern, die ihre Ware den Fahrern anboten. Die Marktstände und die unzähligen Garküchen konnten wir hin und wieder durch die Lücken der parkenden LKW,s entdecken.
Und mitten drin entdeckten wir unser Hotel. Das hätte bei dem Spektakel mit Sicherheit eine schlaflose Nacht bedeutet.
So beschlossen wir weiter zu fahren.
Zentimeter um Zentimeter krochen wir an den parkenden und rangierenden LKW,s und den umherlaufenden Leuten vorbei, raus aus dem Ort.
Es wäre sicherlich interessant gewesen dort herum zu füßeln, aber die Lautstärke war einfach kaum zu ertragen.
Da es noch früh am Nachmittag war, beschlossen wir bis nach Gweru durch zu fahren.
Von Potje , den wir ja im Gonarezhou Park getroffen hatten, haben wir gehört, dass der Antelope Park in Gweru sehr schön sein soll.
Also auf dorthin.
Gegen 16 Uhr erreichten wir den Antelope Park.
Schon an der Rezeption merkten wir, dass hier der Kommerz Vorrang hat.
Die Begrüßung war sehr freundlich, aber man bekam sofort eine Liste der nicht ganz billigen Aktivitäten in die Hand gedrückt, ……Elefantenreiten, Löwenbabys streicheln, Lionwalk standen ganz oben auf der Liste.
Es gab aber auch noch Game Drive, Bird Viewing, Canoeing, Fishing Trips, Horse Ride, etc….
Der zuständige Angestellte stand uns auch sofort zur Seite.
Wir entschieden uns, erst einmal den Camp Site in Augenschein zu nehmen.
Dieser lag schön angelegt direkt am See auf einer grünen Wiese.
Da wir auch hier mal wieder die einzigen Gäste waren, hatten wir freie Auswahl. Wir entschieden uns für den vorletzten Platz. Die einzelnen Plätze sind großzügig angelegt, mit Grillplatz, überdachten Sitzgelegenheiten mit Stromanschluss und Wasserhahn.

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Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, bekamen wir Besuch vom Hauszebra, daß vom frischen grünen Gras reichlich fett war…

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Den Abend verbrachten wir nach dem Kochen vor unserem Zelt, tranken noch das ein oder andere Glas Wein, bis wir merkten, wie uns immer kälter wurde.
Also krochen wir irgendwann ins Zelt.
Es wurde immer kälter, im Laufe der Nacht zogen wir sämtliche Register um uns warm zu halten...... 😮
Irgendwann lagen wir in unserer gesamten Montur, ( Socken, Jeans, Pullover, Fleecejacke ) die wir bei unserer Abfahrt aus Deutschland Anfang November dabei hatten, unter unseren dünnen Fleecedecken……….und froren uns durch die Nacht…… 😵 😠 
Teil 2827. Jan. 2014
GWERU ANTELOPE PARK

Die Nacht war grauselig kalt, erst in den frühen Morgenstunden sind wir eingeschlafen.
Noch nie haben wir Anfang Dezember so eine kalte Nacht erlebt. Angestellte erzählten uns, dass Gweru zu den kältesten Orten in Zimbabwe zählt……wie wahr.
Den Tag verbrachten wir auf dem Campingplatz.
Es war mal wieder an der Zeit, Wäsche zu waschen und das Auto etwas aufzuräumen.
Es wurde nicht langweilig.
Entweder besuchten uns die hauseigenen Pferde, die vom Zebra immer wieder verjagt wurden, oder dieser kleine Geselle

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????? kennt jemand den Namen dieses Piepmatzes ????
Während unserer Kaffeepause trabten dann laut trompetend fünf Elefanten am Zaun entlang, um sich in den See zu stürzen.
Der Aufpasser der Elis kam gar nicht hinterher, und hatte anschließend seine Mühe, die Tiere in die gewünschte Richtung zu dirigieren.
Später besuchten wir auch die Bar. Sie liegt erhöht direkt am See, mit schönem Blick in die Landschaft.

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Gegen 16 Uhr startete auch das Lion Walking. Acht Leute nahmen daran teil. Wir konnten es von der Bar aus gut beobachten. Die zwei Löwen, ein weiblicher und ein männlicher, gingen vorweg, stutzten kurz, setzten sich in Bewegung, und stürmten ins Gebüsch davon.
Ob die acht Gäste ihren Walk dann alleine fortsetzten entzog sich unseren Blicken. Jedenfalls erfuhren wir später, dass es gewollt ist, dass die Löwen die Impalas jagen, und gegebenfalls auch Beute machen.
Wir meldeten uns dann noch im Restaurant für das Diner an. Es gab ein einfaches Büffet, nichts Besonderes, satt sind wir aber geworden. Abends im Restaurant war es voll, die meisten Gäste waren wohl in den Chalets oder im Tented Camp. Unser Campingplatz war jedenfalls immer noch leer.
Nachmittags merkten wir schon, daß es wärmer war wie am Vortag. Und unsere Hoffnung auf eine mildere Nacht sollte sich bestätigen….:)
Teil 2929. Jan. 2014
GWERU - CHIZARIRA PARK

Nach einer durchschlafenen Nacht ließen wir uns am nächsten Morgen mit der Abfahrt etwas Zeit.
Unser nächstes Ziel war der Chizarira National Park.
Wir hatten gehört, dass die Straße Gweru – Kwekwe – Gokwe bis zur Binga-Karoi Piste durchgehend asphaltiert sei.
So dachten wir, dass wir die knapp 400 km gut schaffen würden. Doch weit gefehlt.
Bis Gokwe war die Strasse wirklich in gutem Zustand, und wir kamen gut voran. Was dann auf den nächsten 120 Kilometer folgte, war die Katastrophe schlechthin. Der Asphalt existierte noch, war aber übersät mit zum Teil richtig tiefen Löchern.
Streckenweise war es etwas besser, sodaß man sich in Sicherheit wog, und etwas mehr Gas gab, um gleich darauf in das nächste Loch zu knallen.
So reduzierte sich unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer…..:(
Für die schöne Landschaft hatten wir kaum noch einen Blick.
So zogen die Stunden dahin…..
Erst gegen 17.30 Uhr erreichten wir bei Nenyunka die Binga-Karoi Piste.
Uns war jetzt schon klar, dass wir unser Ziel nicht im Hellen erreichen würden.
Die Sonne sank ziemlich schnell Richtung Horizont und knallte uns frontal in die Scheibe, dass wir Mühe hatten etwas zu sehen. Und es liefen viele Leute auf der Straße herum.
In Siabuva flanierte glaube ich das gesamte Dorf auf der Straße. Es war schließlich Sonntag, und man wollte sich zeigen, treffen und scheinbar einfach spazieren gehen.
Dann war es endgültig dunkel. Unsere Scheinwerfer waren auch nicht der Hit. Durch den Aufprall mit dem Schaf leuchtete der rechte Scheinwerfer eher den Himmel ab als die Straße .
Insgesamt war es nicht sehr angenehm, diese Strecke im Dunkeln zu fahren.
Dann tauchten in der Dunkelheit die ersten Schilder auf, die aber nur auf einer Seite beschriftet waren. Um nicht wenden zu müssen, stieg ich aus, um mit einer Taschenlampe das Schild zu beleuchten. Auf halbem Weg zum Schild sprach mich plötzlich eine männliche Stimme an, ob wir die Abzweigung zum Chizarira Park suchen. Ich hatte mich derartig erschrocken, hatte ich doch nicht damit gerechnet, in dieser Walachei im Dunkel angesprochen zu werden.
Ich sah in der rabenschwarzen Nacht auch niemanden. Aber wahrscheinlich war dort eine bewohnte Hütte. Der nette Herr hat wohl meinen Schrecken mit bekommen, und wir mussten beide lachen.
Die Abzweigung käme beim nächsten Schild. Ich bedankte mich und ging zum Auto zurück. Josef war mittlerer Weile auch ausgestiegen, da er mich reden hörte, aber niemanden sah…. 🤩
Wir hatten gehofft, nach der Abzweigung einen Schlafplatz irgendwo in den Büschen zu finden.
Aber die Gegend war wohl ziemlich dicht bevölkert. Wir sahen im Dunkeln zwar keine Dörfer, aber es liefen sehr viele Leute auf dem Weg herum, der immer weiter in die Berge führte.
Ich frage mich bis heute, ob die Einheimischen im Dunkeln besser sehen wie wir. Sie liefen barfuß, mit Körben und schweren Wassereimern auf dem Kopf über Stock und Stein,….und das im Zappendustern…….Ich hätte mir, auch ohne die Last auf dem Kopf wahrscheinlich die Hacksen gebrochen, zumindest ständig die Zehen angestoßen…… 🙄
Wie dem auch sei,…….wir haben jedenfalls keinen Schlafplatz gefunden, da der Weg immer steiler in die Berge führte.
Gegen 21:30 kamen wir am Gate des Parks an, was natürlich schon geschlossen hatte.
Hier bot sich ein Schlafplatz an, da vor der Schranke eine ebene Fläche war.
Der Ranger hatte wohl schon geschlafen, jedenfalls kam er in Shorts aus seinem Häuschen und erlaubte uns , hier zu übernachten.
Möglichst leise, um ihn nicht zu stören, bauten wir im Licht unserer Scheinwerfer das Zelt auf.
Zu Essen habe ich diesen Abend nichts mehr gekocht. Wir waren auch einfach nur müde.
Aber auf ein, zwei Gläser Wein wollten wir zum Ausklingen des Tages dann doch nicht verzichten.

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Am nächsten Morgen…….
Teil 3002. Feb. 2014
CHIZARIRA NATIONAL PARK

Am nächsten Morgen sahen wir erst, in was für einer schönen Landschaft wir uns befanden.
Wir standen quasi mitten im grünen Wald.
Das wir schon so hoch in die Berge gefahren waren, war uns im Dunkeln gar nicht aufgefallen.
Der Ranger, der uns am Abend zuvor in Shorts begrüßte, erschien nun in schicker gebügelter Uniform. Wir erkannten ihn kaum wieder. Er erklärte uns, daß wir nicht bei ihm den Parkeintritt bezahlen müssen, sondern beim Office im Park.
Wir bedankten uns noch herzlich bei ihm, dass er uns übernachten ließ, gaben ihm als Dank 5 US$, worüber er sich sehr freute.
Auf das Frühstück verzichteten wir und kochten nur einen Kaffee. Wir hatten ja vor, eine Nacht dort oben zu schlafen. Aber heute wollten wir nachmittags schon in Binga sein.
So entschieden wir, wenigstens zu einem ausgiebigen Picknick hoch zu fahren.
Die Piste war teilweise etwas steinig, führte manchmal steil bergauf, an den steilsten Passagen war sie betoniert .
Aber immer führte sie durch eine grandiose Landschaft, an tiefen Taleinschnitten vorbei, durch dichten Bergwald hindurch.
Hier nun einige Fotos….

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Oben angekommen suchten wir als erstes das HeadquarterOffice, um den Parkeintritt zu bezahlen. Es war gar nicht so einfach zu finden. Der Weg führte noch einige Hundert Meter an der Abzweigung zu Mucheni View und Mucheni Gorge vorbei.
Nach dem Bezahlen mussten wir also wieder zurück fahren.
Der kleine Weg war ausgeschildert und führte durch dichten Wald. Plötzlich flogen vor uns drei riesige schwarze Vögel mit weißen Flügelspitzen vor uns auf. Sie flogen total elegant durch die dicht stehenden Bäume hindurch. Wir dachten beide zuerst an einen uns unbekannten Adler. Die Gesichter konnten wir leider nicht erkennen, und wir sahen die Vögel im Flug nur von unten.
Das Geheimnis sollte sich aber schnell lüften. Kurze Zeit später sahen wir am Boden zwei Hornraben sitzen. Beim näher kommen flogen sie sofort auf, und sahen von unten betrachtet genauso aus.
Sonst sahen wir keine anderen Tiere, außer eine Antilope, die panisch über den Weg sprang um sofort im Gebüsch wieder zu verschwinden. Es ging so schnell, daß wir nicht mal die Art bestimmen konnten. Schade, schließlich soll es hier ja auch viele Elefanten geben. Aber dafür muss man wahrscheinlich einige Tage hier verbringen. Und wir waren ja nur zum Picknick hier.
Zuerst kamen wir an Mucheni Gorge vorbei.
Von dem Unterstand, der sogar eine Abzäunung hatte, erhielt man einen Ausblick in die Schlucht, der einmalig war.

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Unterstand Mucheni Gorge


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Blick in die Schlucht

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Unser Ziel war aber Mucheni View.
Hier war keine Abzäunung beim Unterstand. Und es war irgendwie beängstigend. Unser GPS zeigte genau 1900 Meter Höhe an. Man hätte bestimmt 300 Meter freien Fall gehabt.
Die Aussicht war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. So wirklich nah an den Abgrund hat sich keiner von uns getraut…..

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Unterstand Mucheni View

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Blick hinunter in das Zambesi Tal

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Nach einem ausgiebigen Essen sahen wir uns noch etwas um.
Für uns Bodenzeltler hätten wir hier Schwierigkeiten gehabt einen geeigneten Platz zu finden. Es war steinig und etwas abschüssig. Der Platz Mucheni Gorge wäre besser geeignet gewesen.
Für ein Dachzelt kein Problem.
Wasser gab es an beiden Plätzen nicht.
Ich quetschte mich noch auf das saubere Plumpsklo. Es war sehr beengt gebaut, und für beleibte Leute könnte es ein Problem darstellen.
Alles in allem war es aber ein lohnenswerter Ausflug durch eine vielfältige, traumhafte Landschaft, mit Bergen, Schluchten, Bergwäldern und Hochplateaus.
Teil 3104. Feb. 2014
CHIZARIRA PARK - BINGA

Nach unserem ausgiebigen Picknick am Mucheni View Camp site machten wir uns langsam auf den Rückweg.
Nun sahen wir auch im Hellen, was wir während unserer Fahrt im Dunkel verpasst hatten.

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Aber, ich muß sagen, die Strecke sah im Dunkeln nicht so schlimm aus wie bei Tageslicht. Aber es war alles gut zu fahren.
Nun sahen wir auch die Dörfer, die am Wege lagen. Und es waren viele Tongadörfer je weiter wir uns der Ebene näherten.

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Insgesamt benötigten wir, mit Fotostopps, gut 2 ½ Stunden, um die Straße Binga-Karoi zu erreichen.
Unser nächstes Ziel war wie im letzten Jahr die Masumu River Lodge .
Hier wollten wir den Manager TJ erneut treffen.
Die Freude und Überraschung beim Wiedersehen war dann auch dementsprechend groß.
Wir wollten denselben Bungalow wie letztes Jahr gerne beziehen, da dieser einen wunderschönen Blick auf den Kariba See hatte.
Er war auch frei, aber TJ warnte uns, dass nebenan Großwildjäger wohnen würden.
Ich mußte erst mal schlucken, Josef war es wurscht, und ich dachte, ok, wir sind ja verträgliche Leute und wir müssen ja keine Freunde werden.
Also bezogen wir nach einem Drink an der Bar und netter Unterhaltung mit TJ unseren Bungalow und freuten uns, wieder für zwei Tage hier zu sein.
Aber, wir sollten noch unseren „ Spaß „ mit diesen Jägern haben…… 😈 😣 😈 🤢 😈 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢
Teil 3209. Feb. 2014
BINGA - MASUMU RIVER LODGE

Nun zu der Begegnung mit der dritten Art….. 🤩

Zuerst eine Beschreibung der Bungalows.
Es sind Doppelbungalows. Jeder mit eigener Terrasse, getrennt durch eine hohe Mauer, in der Mitte ein schmaler Durchgang zur Nachbarterrasse. Jeder Bungalow hat von oben einen eigenen Zugang zur Terrasse, sodaß der Nachbar an sich unbehelligt bleibt.
Bei uns verhielt es sich anders.
Gleich am ersten Tag, als wir es uns auf der Terrasse gemütlich gemacht hatten, kam plötzlich die Gattin des Jägers um die Ecke unserer Terrasse, sah uns dort sitzen, und quetschte sich wortlos an uns vorbei zu ihrem Eingang.
Hmmm…….ich hätte ja zumindest …Sorry… gesagt, wenn ich gesehen hätte, daß dort mit mal Leute wohnen.
Unser Bungalow war ja bis dato unbesetzt, und so hatte ich ihr das Durchgehen verziehen. Aber nun wussten ja beide, dass wir da waren. Ihre Terrasse sah völlig unbenutzt aus, Tisch und Stühle standen unbenutzt in der Ecke, aber sie hatten ja auch andere Interessen.
Aber Pustekuchen…….eine Stunde später verließ besagte Dame ihren Bungalow um sich im Badedress auf den Weg zum Pool zu machen……und wieder wortlos über unsere Terrasse.
Ein wenig Fassungslosigkeit machte sich in mir breit……. Erst regte ich mich innerlich auf über soviel Unverschämtheit, dann auch verbal . Ich hoffte förmlich, dass die Tante noch einmal bei uns vorbei kam, um ihren Senf ab zu kriegen........ 😗
Ich brauchte nicht lange warten.
Schon hörte ich Stimmen, die sich über unsere Treppe näherten. Der Großwildjäger persönlich wollte sich mit seiner Gattin über unsere Terrasse zwängen.
Da hatten sie aber nicht mit mir gerechnet. Ich erwartete sie schon auf unserer Treppe…… 😈 😈
Und wenn ich wütend bin, kann ich auch sehr gut auf englisch meckern.
Ich wies sie darauf hin, dass dies unserer Zugang ist, und sie unsere Privatsphäre verletzen würden, wenn sie ständig über unsere Terrasse latschen . Ich bot mich noch lautstark an, ihnen den Weg zu ihrem Bungalow zu zeigen, falls sie ihn noch nicht kennen würden.
Der Jäger entschuldigte sich tausendmal, zog völlig devot mit einer Verbeugung mehrmals seinen Hut vor mir und zog sich zurück.
Dann hör ich die beiden im Dunkeln über uns schimpfen, und zwar auf Deutsch. Es waren Österreicher. Das hätte ich vorher wissen sollen, dann wäre mein Gemecker noch besser gewesen.
Aber nun dachten wir, daß das Thema ausgestanden wäre.
TJ der Manager fragte abends noch, wie wir miteinander auskommen. Ich erzählte ihm von den Vorkommnissen, und dass wir die Situation geklärt hätten. Er bot noch an, zwei Stöcker in den Durchgang zu stellen. Ich meinte aber, das sei nicht notwendig.
Weit gefehlt….
Am nächsten Tag lief besagte Tusse ( sorry an alle anderen Österreicher ) erneut vom Pool kommend über unsere Terrasse, um eine Stunde später erneut zu erscheinen.
Doch dieses Mal baute ich meine 164 cm mitten im Durchgang auf und verstellte ihr den Weg. Ich versuchte ihr zu erklären, dass sie unsere Privatsphäre ständig verletzten würden, und sie einen eigenen Zugang zu ihrem Bungalow hätten. Dies stieß auf völliges Unverständnis. Sie hätten hier schließlich gebucht, und dies sei ein öffentlicher Durchgang, den sie auch nutzen würden. Ich erklärte, daß sie diesen Durchgang ab sofort nicht mehr nutzen werden. Die Alte, die deutlich kräftiger war als ich, versuchte mich zur Seite zu drängen, ich hielt dagegen…… erst als Josef auch aufstand, gab sie nach und verschwand schimpfend über ihren Weg.
Aber noch nicht genug.
Abends kamen beide zurück, lieb und brav über ihren eigenen Weg. Na gucke, geht doch…., dachte ich noch.
Die Terrassentür wurde aufgeschlossen, die Else ging rein, er guckte noch mal schnell durch den Durchgang, um uns zu zurufen…..und das laßt euch mal auf der Zunge zergehen….“ Ihr assozialen Dreckscheisser „…..
Als meine Kinnlade wieder hochging hatte er die Terrassentür schon hinter sich zu geknallt. So konnte ich ihm leider keine passende Titulierung zurück erwidern.
Wir waren fassungslos über so viel Unverschämtheit.
Ich weiß ja nicht, was für einen Umgangston solche reichen Großwildjäger zu Hause in ihrem Umfeld pflegen, aber so etwas haben wir noch nicht erlebt.
Wahrscheinlich denken solche Leute, wenn sie in Afrika sind , dass sie sich auf Grund ihres Geldes alles erlauben können, dass sie nur mit dem Finger schnippen brauchen, und alle Leute gehorchen ihnen in gebückter Haltung.
Wahrscheinlich waren sie mein Verhalten einfach nicht gewohnt. Das mit mal jemand da steht, der ihnen nicht alles durch gehen läßt.
Der Manager hat sie am nächsten Tag auch noch einmal auf ihr Verhalten angesprochen.
Auch da fühlten sich beide immer noch im Recht, und bestanden darauf, dass es sich bei dem Weg über unsere Terrasse über einen öffentlichen Durchgang handelt, den sie jeder Zeit benutzen können.
Auf die Frage, sie sollen sich vorstellen, sie sitzen auf ihrer Terrasse, und ein anders Farbiger würde ständig an ihnen vorbei laufen, ob sie das dann auch noch als öffentlichen Durchgang sehen würden, gingen sie wortlos weg, und verließen mit ihrem gesamten Tross die Lodge.
Aber wir haben auch einen tollen Tag auf der Lodge erlebt......... 🙂
Teil 3312. Feb. 2014
MASUMU RIVER LODGE

Wie gesagt, wir hatten aber auch, abseits des Großwildjägergelaberes, schöne Erlebnisse und nette Bekanntschaften in der Masumu River Lodge.
TJ erwartete abends Gäste aus Bulawajo, die am nächsten Morgen eine Angeltour gebucht hatten.
So fragte er uns kurzentschlossen, ob wir seinen Angestellten bei einer Angeltour begleiten möchten, um die besten Fischgründe zu erkunden. Klar wollten wir……
Ich gab aber sofort zu bedenken, daß ich noch nie eine Angel in der Hand hatte, und, falls sich ein Fisch an meinen Haken verirren sollte, ich diesen auch nicht töten würde.
Wäre alles kein Problem.
So starteten wir nachmittags in brütender Hitze auf den Kariba See. TJ lieh mir Gott sei Dank noch sein Strohhütchen.

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Wir überquerten den halben See, um uns zwischen den abgestorbenen Bäumen einen Ankerplatz zu suchen.

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Unser Bootsführer, seinen Namen habe ich leider vergessen, drückte uns jeweils eine Angel in die Hand und präparierte unsere Köder, die wir bis auf den Seegrund ablassen sollten.
Da fing für mich schon die erste Schwierigkeit an. Meine Angelleine sank samt Köder in die Tiefe und verhedderte sich gnadenlos, geschweige denn, dass ich wußte, wo der Seegrund anfängt…… 😕 
Aber der Bootsmann hatte große Geduld mit mir. Auch beim zweiten Versuch war ich völlig überfordert. Manno, …..es war mir schon peinlich, wie bräsig ich mich anstellte.
Ich war nur froh, daß wir die Angel nicht auswerfen mussten, sondern nur ins Wasser gleiten ließen….wer weiß, was sonst noch passiert wäre...... 😊
Aber irgendwann hatte auch ich den Dreh raus.
Der Köder verschwand ordnungsgemäß an gespannter Leine in den Tiefen des Kariba Sees, der hier 7 Meter tief sein sollte.

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in professioneller Angelhaltung, oder ???

Da die Angel keinen Schwimmer besaß, sollten wir auf die Leine achten, ob sie zu zucken anfängt.
So starrten wir auf das Wasser und auf die Leine.
Bei Josef zuckte wohl etwas. Jedenfalls holte er langsam die Leine ein,….die Angelrute spannte sich zu einem Bogen,……um sich gleich wieder zu entspannen…… 😮 
Weg war der Fisch.
Wir sollten die Leine ruckartig aus dem Wasser ziehen.
OK, wir warteten, blinzelten in der Sonne auf das Wasser und auf eine Bewegung an unseren Angelschnüren.
Nichts tat sich. Ich blinzelte ja manchmal auch nach nebenan…… 😗 ..., konnte aber nichts erkennen, als unser Bootsmann plötzlich die Angel hoch riss, und ein dicker Bream daran hing. Ich war sofort mit dem Kescher zur Stelle, um den Brocken behutsam ins Boot zu hiefen. Irgendwie tat der schöne Fisch mir Leid.
Aber er wurde wenigstens in eine große Reuse ins Wasser gelegt.

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Und Zack,….der nächste Bream wurde an Land gehievt. Aber nicht von uns.
Nach zwei Stunden entschieden wir uns für eine Bierpause, in der Hoffnung, danach wird alles besser.

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Aber, um es vorweg zu nehmen, unsere Fangquote lag bei null Prozent…..:(
Aber insgesamt brachten wir drei große Breams und einen Wels mit nach Hause. Der Wels wurde aber wieder frei gelassen, da scheinbar ungeniessbar.
Teil 3413. Feb. 2014
MASUMU RIVER LODGE


Irgendwann wurden wir etwas ungeduldig, auf gut deutsch gesagt, wir hatten beide keine Lust mehr zum Angeln. Und die Augen taten fast weh, vom Anstarren der Leine und vom Flimmern des Wassers...... 🙄
Da es auch schon spät war, die Sonne war fast untergegangen, war unser Bootsführer einverstanden, wieder nach Hause zu fahren.
Die Reuse mit den Fischen wurde aus dem Wasser geholt und ins Boot gelegt. Sie zappelten nur einmal kurz und schienen sich in ihr Schicksal ergeben zu haben.

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Der Fahrtwind auf dem Rückweg war sehr erfrischend, von weiten sahen wir schon die Lichter der Lodge.
Unten am kleinen Hafen angekommen, nahm sich unser Bootsführer einen Fisch, wir bekamen die zwei Dicksten. Und die wogen zusammen bestimmt 5 Kilo. Ich schleppte die Reuse zum Auto, stieg ein und wollte die Reuse gerade zwischen meine Beine stellen, als die Fische einen riesigen Satz darin machten... 🤩 …….Mensch, hab ich mich verjagt…..ich dachte, sie wären schon tot, da sie sich nicht mehr bewegten.
Zurück in der Lodge hörten wir aus dem Barbereich Stimmen. Nun gut, Durst hatten wir auch.
Das Ehepaar aus Bulawayo, was am nächsten Morgen angeln wollte war schon angekommen.
Wir wurden herzlich begrüßt. Unsere Beute begutachtet und gelobt. Kleinlaut musste ich aber zugeben, dass wir zu blöd zum Angeln waren.
TJ nahm uns den Fisch ab und brachte ihn in die Küche.
Wir nahmen noch einen Drink an der Bar mit den Beiden, und sofort entwickelte sich eine eifrige Unterhaltung.
Doch der Höhepunkt war, dass es zum Dinner unseren Fisch gab, in Gedanken selbst gefangen, und ganz frisch aus dem Wasser.
Mit vier Personen hatten wir Mühe alles auf zu essen. Aber ich habe noch nie so einen leckeren , gut zubereiteten Fisch gegessen. Leider habe ich kein Foto davon gemacht…..:(
Den Abend ließen wir an der Bar mit TJ, David und Shelly bei dem ein oder anderen Gläschen ausklingen.
Die beiden hatten am nächsten Morgen auch nicht viel mehr Glück. Shelly hatte aber immerhin einen Fisch gefangen.
Am späten Vormittag hieß es dann Abschied nehmen, was hier immer schwer fällt.

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unten der Barbereich, oben das Restaurant


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der Barbereich, mit tollem Blick auf den See

TJ gab uns noch einen tiefgefrorenen Bream für den nächsten Grillabend mit auf den Weg, eine passende Flasche guten Weißwein packte er noch dazu.
Schweren Herzen verließen wir die Lodge, und wir werden bestimmt wieder kommen.

Nun aber freuten wir uns auf den Hwange…….. 🙂
Teil 3516. Feb. 2014
BINGA - HWANGE PARK

Bevor wir in den Hwange Park aufbrachen, fuhren wir noch einmal nach Binga, um unsere Vorräte etwas aufzufrischen.
Ich glaube, in Binga wird sich auch die nächsten 20 Jahre nichts ändern. Es gibt nach wie vor nur die beiden kleinen Supermärkte, in denen es nur Trockensortiment gibt.

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Aber immerhin, wir erstanden Brot und die letzte Flasche Gin mit dem dazu gehörigen Tonic.
Bei den Marktständen draußen erschöpfte sich das Angebot bei Tomaten, Zwiebeln , Kartoffeln und jede Menge Trockenfisch. Bei den ersten dreien langten wir dann auch zu.
Der Fisch roch uns zu streng, geschweige denn, dass ich weiß, wie man Trockenfisch zubereitet. Eine Marktfrau meinte, man kocht ihn in Wasser, eine andere bevorzugte das Garen in Öl.
Die Geschmäcker sind wohl unterschiedlich.
Aber wir hatten ja unsere tiefgefrorenen Breams von TJ im Kühlschrank, die Abends auf dem Grill landen sollten.
Nun ging es endlich wieder los.
Vom letzten Jahr hatten wir von der Landschaft ausserhalb Bingas nicht viel gesehen, da es in den Bergen derartig geregnet hatte, dass man nichts erkennen konnte, außer, dass alles unter Wasser stand.
Da war es dieses Jahr schon angenehmer.
Wir kamen vorbei an kleinen Dörfern

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An Marktständen

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An Flüssen

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Und tauchten dann in eine wirklich schöne Berglandschaft ein

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Fuhren über einige Pässe

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Um schließlich die Asphaltstraße Bulawayo – Hwange zu erreichen.
Teil 3619. Feb. 2014
HWANGE PARK - MAIN CAMP

Als wir an der Hauptstraße Bulawyo – Hwange ankamen, entschieden wir, diese einfach zu überqueren und geradeaus über Dete in den Hwange Park zu fahren.
Diese Strecke war landschaftlich sehr angenehm. Es war sehr grün und waldig. Kurz vor Dete bogen wir links ab, auf direktem Weg zum Parkeingang.
Und schon sah man die ersten Elefantenköddel am Wegesrand liegen. Wir waren schon gespannt, was uns dieses Jahr im Hwange erwarten würde, hatten wir doch in 2012 tausende Elefanten gesehen. Damals kam uns der Park völlig überbevölkert vor.
Aber erst einmal einchecken.

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Schon beim Vorfahren zum Office im Main Camp kam uns alles sehr verlassen vor, keine Leute die herumliefen, keine Gamedriveautos, keine Touris.
Die Dame im Office begrüßte uns herzlich und entschuldigte sich für ihr Mittagsschläfchen.
Wir bezahlten den Parkeintritt erst einmal für 4 Tage und für 2 Tage Camping im Main Camp.
Die Dame wies uns noch darauf hin, dass, falls wir eher ausreisen, wir das Geld nicht erstattet bekommen. Aber, warum sollten wir.
Beim Eintragen in das Buch sah ich, dass die letzten Campinggäste vor 2 Tagen dort waren.
So hatten wir freie Auswahl auf dem riesigen Platz. Wir waren wie im letzten Jahr mal wieder die einzigen Gäste auf dem Camp site, und das am Wochenende.

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Ein paar wenige Chalets waren auch noch von Einheimischen belegt.
Bevor wir das Zelt aufbauen konnten, kam erst einmal ein dicker Regenschauer herunter. Davon sollten wir die nächsten Tage noch des Öfteren betroffen sein.
Nachdem wir das Zelt dann aufgebaut hatten, machten wir ein verspäteten Lunch, und brachen zu unserem ersten Game Drive auf. Dieser fiel nur sehr kurz aus, da es erneut einen Wolkenbruch gab.

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Gesehen haben wir nichts. Das erste Wasserloch lag völlig verwaist da.

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Wir tranken noch ein Gläschen Wein im Schutz des Hides und warteten den Schauer ab.
Gott sei Dank hatten wir unsere Stühlchen wieder hinten ins Auto gepackt.
Etwas mehr Sorge bereitete uns das Feuerholz, das ungeschützt draußen lag. Schließlich wollten wir abends unseren Fisch grillen.
Aber so schnell wie der Regen kam, verschwindet er auch wieder.
So stand einem Grillabend nichts mehr im Wege.
Das Feuerchen tat sich anfangs etwas schwer, glühte dann aber optimal für unsere Fische.

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Aber irgendwie schmeckten sie nicht ganz so lecker wie in der Masumu River Lodge.
Vielleicht hätte ich sie doch entschuppen sollen….. 😗
Teil 3723. Feb. 2014
HWANGE PARK - MAIN CAMP

Am nächsten Morgen sah das Wetter wieder sonniger aus.
Wir haben etwas ausgeschlafen, und nach einem guten Frühstück unseren nächsten Gamedrive unternommen.
Auf unseren vielen Reisen haben wir nämlich fest gestellt, daß wir die meisten Tiere immer gegen 10 Uhr gesehen haben, und nicht morgens um 5 oder 6 Uhr.
Wir hatten von einem anderen Fomi einige Fotos von der Dame an der Schranke dabei, die wir ihr überreichen wollten. Leider hatte das Mädel eine Woche Heimaturlaub und war nicht anwesend.
Aber die Vertretung am Schlagbaum versprach, ihr die Fotos nach ihrer Rückkehr auszuhändigen.
Schade, ich hätte gerne ihre überraschten Augen gesehen.
Nun ging es aber endlich los…..
Gleich zu Anfang sahen wir Giraffen

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die ganz rechte Giraffe macht einen süßen Kussmund...... 😘

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Und ein paar Wasserböcke

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Die Dom Pan ist wohl ein Paradies für Giraffen. Jedenfalls tummelte sich , wie im Jahr zuvor auch, gleich eine ganze Horde am Wasserloch

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Da die Piste immer sehr unangenehm zu fahren ist, in der Mitte befinden sich völlig ausgefranste Asphaltreste, fuhren wir den Loop zur Nyamandhlovu Plattform.

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Auf dieses Wasserloch hatten wir uns sehr gefreut. Hatten wir dort doch letztes Jahr unzählige Elefantenherden gesehen.

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Foto von 2012
Zu unserer Enttäuschung war das Wasserloch dieses Mal völlig verwaist.

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Wir machten es uns im Hide bequem, und konnten wenigstens einige Vögel beobachten.
Zum Beispiel Kronenkraniche

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Und Hornraben

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Und ein Krokodil am anderen Ufer

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Unsere Ruhe wurde jäh gestört, als sich ein großer Bus näherte.
Als aus diesem Bus dann auch noch eine Schulklasse von bestimmt 40 Schülern im Alter von 6-10 Jahren nebst Betreuern herausströmte, war es mit der trauten Zweisamkeit endgültig vorbei.
Aber die Jungs und Mädels wurden augenblicklich instruiert, dass sie sich am Wasserloch leise verhalten sollen.
Und die Kleinen kamen so was von diszipliniert die Treppe des Hides hoch……., staunten, und waren wohl auch etwas enttäuscht von der Tierausbeute.
Etwas hilflos schauten die Kleinen in alle Richtungen, ob es denn doch noch etwas zu sichten gab.
Etwas Leben kam dann in die Truppe, als wir unsere zwei Ferngläser den Kindern gaben.

Jeder wollte mal durchschauen, und sie wurden artig weiter gereicht. Jeder bekam beim nahen Anblick des Krokodils einen Schrecken. Ganz zum Schluß durften die Mädchen dann auch mal durchschauen.
Als die Lehrer dann den Aufbruch bekannt gaben, erhielten wir brav das kleine Fernglas zurück.
Wo das Große abgeblieben war, sahen wir einen Moment später.
Ein kleiner Junge stand auf der Treppe, mit stolz geschwellter Brust, so David Livingston mäßig, sah mit dem Fernglas in die Ferne, und ein Lehrer machte mit dem Handy ein Foto von ihm.
Teil 3825. Feb. 2014
HWANGE PARK - MAIN CAMP

Wir fuhren noch etwas in der Gegend rum, von Wasserloch zu Wasserloch,…..und sahen keine Tiere……. 🙁
Wo waren nur die unzähligen Elefanten geblieben ?
Auf die große Runde Richtung Kennedy Pan und Ngweshla Pan verzichteten wir diese Mal.
Irgendwie enttäuscht machten wir uns dann auf den Rückweg zum Main Camp.
Wir freuten uns noch einmal über Giraffen….

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Und sahen am Ende unseres Gamedrives dann doch noch im Gebüsch die grauen Riesen….. 🙂 😁

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Uns kam den ganzen Tag nicht ein anderes Auto entgegen. Aber wir begegneten insgesamt drei Schulbussen mit Kindern. Und das fanden wir sehr beeindruckend für ein Land wie Zimbabwe. Es wird den Kindern scheinbar die Tier und Pflanzenwelt auf solchen Ausflügen näher gebracht.
So lernen sie früh, die Schätze der Natur zu achten und zu lieben.
Zurück auf dem Camp site hatten wir uns erst einmal ein kaltes Bierchen verdient.
Geändert hat sich auf dem Platz innerhalb des letzten Jahres wenig.
Als der Warden vorbei kam, um sich zu erkundigen, ob alles in Ordnung sei, fragte ich nach Feuerholz zum Anheizen der Donkeys. Ganz stolz sagte er mir, das sei nicht mehr notwendig. Sie haben jetzt wohl eine Art „ Zentralheizung „ , womit den ganzen Tag über Warmwasser zur Verfügung steht.
Schade war nur, dass auf der Frauenseite nur eine Badewanne vorhanden ist, und keine Dusche.
So blieb mir nur die Männerdusche, was aber nicht weiter dramatisch war, da ja sonst niemand da war. …..ich wäre sonst aber zum Duschen auch dahin gegangen…… 😊
Zum Abendessen gingen wir dann in das kleine Restaurant, was heute auch von einigen Einheimischen besucht war, und eine kleine Speisekarte, mit durchaus schmackhaften Gerichten bietet.

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Zum Abschluß unseres Abends gingen wir noch in die angrenzende Bar, um uns dann im Licht unserer Taschenlampe wieder Richtung Zelt zu bewegen.
Der Weg ist nicht ganz ungefährlich, denn am Rande des Camp sites sind viele Wäscheleinen aus Draht gespannt, die im Dunkeln nur schwer zu erkennen sind.
Aber man läuft mit dem Hals nur einmal davor, danach kennt man die Durchgänge zwischen den Leinen…….. 😗
Teil 3903. März 2014
MAIN CAMP - SINAMATELLA

Nach dem Frühstück fuhren wir geruhsam Richtung Sinamatella, nicht ohne diesen Weg auch als Gamedrive zu sehen.
Da wir uns auf der Hauptstraße bewegten, führte diese uns automatisch an der Dom Pan vorbei.
Von Giraffen war dieses Mal nichts zu sehen, dafür aber diese Gesellen.

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Dann fuhren wir erneut an unserer Lieblingswasserstelle, der Nyamandhlovu Pan vorbei.
Auf den ersten Blick sahen wir wieder nichts.
Aber das Krokodil lag immer noch da, und im Wasser trieb irgendein aufgeblähter Kadaver. Vielleicht ein Büffel.

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Leider haben wir von der weiteren Aktion kein Foto gemacht, aber ich habe eindrucksvolle Filmaufnahmen davon.
Das Krokodil ließ sich ins Wasser gleiten.
Anhand seines Rückenkamms sahen wir, dass es sich auf den Kadaver zu bewegte. Dann tauchte es unter und entschwand unseren Blicken. Der Kadaver lag ruhig im Wasser, alle Beine in die Luft gestreckt.
Wie von unsichtbarer Hand bewegt, fing er mit mal an, sich im Wasser um seine eigene Achse zu drehen, die Beine immer noch in der Luft.
Dann schoss das Krokodil plötzlich in rasanter Geschwindigkeit aus dem Wasser, biss in den Kadaver, drehte sich mehrfach um die eigene Achse, dass das Wasser nur so spritzte, und riss sich einen dicken Happen aus dem leblosen Tier.
Dieser Vorgang wiederholte sich mehrfach. Das Krokodil schwamm jetzt an der Wasseroberfläche, und man sah förmlich, wie es sich den Kadaver in die passende Position drehte, um dann in einer für ihn günstigen Position zu zuschnappen.
Das war schon ein beeindruckendes Schauspiel, mit welcher enormen Kraft das Krokodil zu Werke ging.
Irgendwann tauchte es wieder ab, und wir setzten unsere Fahrt fort.
Unterwegs freuten wir uns wieder, einem einzelnen Elefanten zu begegnen.

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Wir fuhren nur langsam, da die Hauptstraße nicht wirklich der Hit war.

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Man kann sich nur freuen, wenn die Asphaltreste irgendwann ganz verschwunden sind.
Dann erreichten wir die Shumba Pans. Wir hielten uns einige Zeit dort auf, sahen aber kaum ein Tier.

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Nur diesen Reiher

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Ab Shumba wurde die Piste endlich besser . Der Asphalt war verschwunden. Und gleichzeitig wurde die Landschaft auch interessanter. Es wurde hügeliger, in der Ferne tauchten Berge auf. Die Piste verläuft in Kurven durch Granitfelsen und durch Mopanewälder

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Hier sahen wir auch wieder Giraffen
Und einzelne Elefanten

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Dann erreichten wir den Masuma Dam.
Hier war wirklich der Bär los, aber nicht tiermäßig.
Man hörte den Lärm schon von weitem. Der Damm wurde wohl für die nächste Regenzeit aufgerüstet. Bagger pflügten sich durch die Erde, um den Damm zu erhöhen.

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Am gegenüberliegenden Ufer hatte sich ein vollbeladener LKW festgefahren und das Gerödel drum herum war riesengroß.

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Mir taten nur die Hippos leid, die sich in der Mitte des Sees zusammen drängten. Die großen, ängstlichen Augen konnte man durch das Fernglas gut erkennen.
Ich habe nur gehofft, dass zu der Zeit keine Touris hier vorgebucht haben, und dann auf einer lärmenden Baustelle hocken müssen.
Weiter ging es in nördliche Richtung. Es war weiterhin bergig, aber die Vegetation wurde zunehmend trockener.
Wir besuchten noch den Mandavu Dam, aber auch hier ließ sich kein Tier blicken.

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Dann schlängelt sich der Weg durch die Hügel, bis es hoch auf das Plateau geht, wo das Sinamatella Camp liegt.

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Teil 4007. März 2014
SINAMATELLA

Sinamatella,………schon der Name klingt in meinen Ohren schön.
Zweifellos zählt dieses Camp für mich zu den Schönsten im Park. Trotz nicht so prickelnder Sanitäranlagen.
Das Camp liegt auf einem Plateau, von dem man einen atemberaubenden Blick in die Ebene hat.

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Der Campingplatz liegt direkt an der Steilkante, ebenso der Hide, der einem Schutz vor Sonne und auch Regen geboten hat.

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Wir bauten unser Zelt nahe des Hides unter einem spärlichen Schattenbaum auf. Wir waren mal wieder die einzigen Gäste.
Diesen Nachmittag blieben wir einfach auf dem Platz und genossen die grandiose Aussicht.

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Ein riesiges Regengebiet näherte sich aus dem Tal. Kurze Zeit später zuckten die ersten Blitze.

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Kurze Zeit später öffneten sich die Schleusen am Himmel. Wir hatten keine Chance mehr, auch nur halbwegs trocken das Auto zu erreichen. So harrten wir im Hide aus und bekamen nur etwas Sprühregen ab. Dieser war aber auch schon unangenehm, da es sich durch den Regen auch schlagartig abgekühlt hatte.
Es war schon ein beeindruckendes und auch beängstigendes Schauspiel, diese mächtigen Blitze ringsherum zu sehen, gefolgt von lautem Donnerknallen.
Aber auch das ging vorüber , der Himmel klarte auf und gab die goldene Abendsonne frei.

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Also schnell zum Auto und einen Sundowner geholt…..:)
Der Warden brachte uns später noch Feuerholz, und wir verbrachten den Abend gemütlich auf unseren Stühlchen und tranken im Schein des Feuers ein,zwei Gläschen Wein.
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