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Reisebericht · namibia-forum.ch

ZIMBABWE - NOVEMBER 2013

von Birgitt · 52 Teile

Teil 118. Dez. 2013

Hallo, ihr Lieben

Wir sind seid letzten Freitag wieder zurück aus einem 5 wöchigen Urlaub in Zimbabwe.

Da uns das Land letztes Jahr völlig begeistert hat, wollten wir es erneut bereisen.
Während wir letztes Jahr überwiegend den westlichen Teil besucht hatten ( Hwange, Mana Pools, Kariba See, Matusadonna ), stand dieses Jahr eher der Osten auf dem Programm.

Wir besuchten : Matobos Park, Lake Mutirikwi, Great Zimbabwe, Gonarezhou Park, Chimanimani, Bvumba Mountains, Chizarira, Binga, und erneut den Hwange Park.

Vielleicht ist ja der ein oder andere an einem kleinen Reisebericht über diese Gegenden interessiert und hat Lust am Mitlesen oder am Mitreisen.
Ich beginne in Kürze....... 🙂

LG
Birgitt

Teil 219. Dez. 2013

So, zuerst einmal unsere genaue Route und unsere Übernachtungsorte…….

Startpunkt war wie immer Windhoek.
Gobabis
1N Onze Rust Guesthouse

Ghanzi
1N Thakadu Camp

Nata
1N Nata Lodge, Chalet Nr.17

Matobos Park
2N Maleme Dam Camp Site

Lake Mutirikwe ( Kyle )Recreational Park
1N Camp site Nr.8, direkt am See

Gonarezhou Park
4N Chipinda Pools Camp site Nr.8

Chimanimani
2 N Chimanimani Hotel

Bvumba Mountains
2 N White Horse Inn

Gweru
2 N Gweru Antelope Park Camp site

Chizarira Park
1N camping vor dem Gate….:(

Binga
2N Masumu River Lodge

Hwange Park
2N Main camp
1N Sinamatella
2N Robins Camp, Nr. 14

Kasane
Senyati Safari Camp
2N Camp site Nr. 5

Nata
Nata Lodge
3N Chalet Nr. 21

Ghanzi
1N Tautona Lodge

2N auf der Farm unserer Freundin in der Nähe von Hochfeld/Steinhausen.
Rückflug ab Windhoek

Teil 319. Dez. 2013

MÜNSTER / OSNABRÜCK - FRANKFURT - WINDHOEK

So, und nun geht es endlich los…….
Ein Jahr ist wieder um, und wir freuten uns so richtig auf unsere 5 Wochen Urlaub, die wir überwiegend in Zimbabwe verbringen wollten.
Am 10.11., gegen 12 Uhr machten wir uns mit dem Auto auf den Weg zum Flughafen Münster/Osnabrück. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir an, gaben unser Gepäck ab, was gleich bis nach Windhoek durchgebucht wurde. Das ist immer sehr praktisch, da man sich in Frankfurt nicht mit den Koffern abschleppen muss.
So begannen wir unseren ersten Urlaubstag auf dem Flughafen in Münster erst einmal gebührend mit einem Gläschen Sekt.

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Nach einem ½ stündigen Flug landeten wir schon in Frankfurt ( besser als 5 Stunden Autofahrt ), wechselten das Terminal und holten unsere Bordkarten.
Da dieser Flug der Air Namibia noch mit dem alten Flugzeugt stattfand, war auch noch ein Upgrade möglich……
In der Fly Away Bar hofften wir eventuell noch ein Forumsmitglied zu treffen, dem war aber nicht so. Unser Bierchen hat aber trotzdem geschmeckt.
Der Flug mit Air Namibia startete, wie wir es immer gewohnt waren, pünktlich . Der Service war für uns o.k. Vom Essen wurden wir satt, und der Alkoholausschank war wie immer reichlich.
So sanken wir dann irgendwann etwas angeduselt in unsere Upgradesessel , und wurden morgens durch das Geschirrgeklappere unsanft geweckt.
Wir landeten in Windhoek bei strahlend blauem Himmel und angenehmer Temperatur.
Hier noch einmal ein Foto der letzten alten Maschine von Air Namibia.

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Unsere Koffer drehten, was typisch, fast als Letzte ihre Runden auf dem Laufband…..:(
Dann ging es zum Geldwechseln.
Da die Wechselschalter von den Banken recht voll waren, stellte ich mich bei der wohl recht neuen Wechselstube an. Ich wollte 2000 Euro tauschen, da es bei Barzahlung in Nam Dollar bei Kalahari Car Hire immer noch etwas Rabatt gibt. Als ich an der Reihe war, wurde mir gesagt, soviel Geld hätten sie nicht mehr, sie könnten nur noch 500 Euro tauschen. Was ich dann auch tat, sehr zum Missfallen der hinter mir Anstehenden. Den Rest holte ich mir dann von einem der Bankschalter. In recht kurzer Zeit war dann das Procedere des Geldwechselns erledigt.
Unser Abholdienst von Kalahari Car Hire stand auch schon bereit, und los ging die Fahrt nach Windhoek zur Autoübernahme.
Es war schön, endlich wieder in Afrika zu sein.
Hubert Hester freute sich, uns wieder zu sehen.
Wir hatten wie jedes Jahr einen älteren Hilux ( Bj.2004 ) mit Bodenzelt gebucht.
Das Bodenzelt und unsere Matratzen lagen da, aber wo war unser Auto. Hubert erklärte uns, unser Auto sei noch in der Werkstatt, da es erst sehr spät zurück gegeben wurde, und man festgestellt hatte, das die Servolenkung Öl verliert. Also warteten wir, bekamen ein kaltes Bier, und unterhielten uns nett mit Hubert.
Nebenbei erwähnte Hubert, dass wir nicht unser altes Auto bekommen würden, sondern einen 4Liter/6 Zylinder Benziner mit 2 Batterien bekämen, ohne Aufpreis. Na, da warten wir doch gerne drauf.
Als nach 2 Stunden immer noch kein Auto kam, wurden wir doch ein wenig ungeduldig, da wir noch bis Gobabis fahren wollten. HH wurde es auch zu bunt, er telefonierte mehrmals mit der Werkstatt, und sagte uns dann, dass er diesen Tag von der Automiete abziehen wird…….That,s Hubert……
Und dann kam er endlich,…..unser Upgrade Auto…….
Und vorweg genommen, es lief tadellos, ohne jegliche Panne oder Reifenpanne……
Fortsetzung folgt.

Teil 420. Dez. 2013

WINDHOEK - GOBABIS

Weiter geht,s……

Die Campingutensilien waren schnell aussortiert und eingepackt.
Und los ging es Richtung Gobabis, wo wir im Sparmarkt alle nötigen Sachen für unsere Reise einkaufen wollten.
Die Strecke nach Gobabis ist auf den ersten Kilometern ganz nett, wird dann aber immer flacher und eintöniger.
Tja, es wäre eintönig gewesen, wenn,……ja wenn dieses Schaf nicht gewesen wäre.
Die Strassenränder waren beidseitig kurz gemäht, aber so 30 Kilometer vor Gobabis stand das Gras für vielleicht 4 Kilometer sehr hoch bis an den Strassenrand.
Und in diesem Abschnitt ließ es sich ein einzelnes Schaf gut gehen. …..bis ich kam….. 😵
Ich hatte am Steuer keine Chance, und das Schaf wohl auch nicht. Es trabte direkt vor dem Auto über die Strasse. Ich habe noch gebremst, bin nach rechts ausgewichen. In Botswana laufen die Ziegen und Schafe dann meist wieder zurück. Dieses Schaf beschleunigte noch,…. und schon sagte es Bang.
An den Schaden am Auto habe ich im ersten Moment gar nicht gedacht, nur an das Schaf. Es ging mir richtig nahe, war es doch das erste Mal, dass ich ein Tier überfahren hatte.
Wir waren uns aber sicher, dass es bei diesem Aufprall sofort tot war.
Auf dem nächsten Parkplatz habe ich dann angehalten, und wir haben den Schaden begutachtet.
Die Schürze war auf einer Seite aus der Verankerung gerissen und an einigen Stellen eingerissen, da sie nur aus Plastik besteht. Wir bogen sie zurecht, das sie nicht am Reifen entlang ratscht.
Wir beratschlagten kurz, ob wir nach Windhoek zurück fahren, entschieden uns dann aber nach Gobabis weiter zu fahren, um dort eine Toyotawerkstatt aufzusuchen.
Gott sei Dank machte Josef mir keine Vorwürfe.
So ein blöder Urlaubsauftakt.
In Gobabis gingen wir in das Onze Rust Guesthouse.
Einer kleinen Pension, die schon etwas älter ist. Das Zimmer war aber sauber, hinten heraus mit kleiner Terasse , und einem netten Garten als Innenhof. Für 450 NamDollar für das Zimmer, incl. Frühstück war das durchaus in Ordnung.
Dann fragten wir uns nach der Toyotawerkstatt durch. Dort angekommen meinte der Werkstattchef, es würde einige Tage dauern, bis eine neue Schürze nach Gobabis geliefert werden könnte.
Josef bog noch etwas daran rum, und oh Wunder, die Schürze nahm ihre ursprüngliche Form an. Sah gar nicht mal so schlecht aus.
Der Werkstattchef gab uns dann noch die Adresse von einer anderen Autowerkstatt, die sich Kuhn Blechkloppers nannte. Dieser Name“ Blechkloppers“ war mir sofort sympatisch.
Dort wurde uns auch sofort geholfen.
Mit einigen Schrauben und Silikon wurde die Schürze ganz gut fixiert, und hielt den Rest des Urlaubs.
Abends gingen wir dann zu Ernie,s Bistro, wo es die leckersten Steaks gibt, zum Essen, und ließen anschliessend unseren ersten Urlaubstag auf unserer kleinen Terrasse bei ein, zwei oder auch drei Glas Rotwein ausklingen.

Teil 521. Dez. 2013

GOBABIS - GHANZI - NATA

Da die Blechkloppers zu unserer Zufriedenheit gearbeitet hatten, starteten wir am nächsten Morgen unseren Grosseinkauf im Sparmarkt, und guter Dinge fuhren wir Richtung Botswanagrenze.
Die Grenzformalitäten waren in einer halben Stunde auf beiden Seiten erledigt. In das Auto oder in den Kühlschrank schaute niemand. Ich hatte trotzdem vorsorglich den Käse, Margarine etc in meinem Rucksack deponiert, man weiß ja nie . Und massenweise Alkoholika hatten wir auch dabei…..:)
Unser Tagesziel sollte das Thakadu Camp in Ghanzi sein, was wir von letztem Jahr in guter Erinnerung hatten.

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Im Hintergrund das Restaurant und Bar


Dort genossen wir den Pool und ein superlecker Dinner.
Nun sollte es schnell nach Zimbabwe gehen. Daher bewältigten wir die 600 Kilometer von Ghanzi bis Nata in einem Stück, ohne wie geplant in Maun zu übernachten.

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Die Nata Lodge

Dieses Jahr fuhren wir über die Grenze Ramokgwebae/Plumtree. Dazu nahmen wir ca. 40 Km vor Francistown eine Abkürzung über Masunga. Was eine gut zu fahrende Strasse war und durch anprechende Landschaft führte.
Die Grenzformalitäten dauerten erwartungsgemäss natürlich etwas länger als in Pandamatenga, aber in gut einer Stunde war alles erledigt. Eine Extragebühr für Mietwagen wurde nicht verlangt.
Was für uns aber neu war, sie wollten die Kopie von den gesamten Autopapieren sehen. ( DANKE fittken für die Info ) Das sind immerhin 3 DIN A4 Seiten.
Eine Autoinnenkontrolle fand hier auch nicht statt.
Nach dem Abstempeln des Gate Passes ( ein Papierschnippel ), konnten wir passieren.

Teil 622. Dez. 2013

NATA - MATOPOS PARK

Nachdem wir die Grenze passiert hatten, führte uns der Weg direkt in den Matobos Park.

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Das wir hier nicht wirklich Tiere sehen werden, war uns klar. Wir waren hauptsächlich wegen der hoffentlich grandiosen Landschaft dort.
Und wir wurden nicht enttäuscht.
Schon kurz hinter dem Gate fingen die Granitfelsen an.

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Immer weiter schlängelte sich die kleine Asphaltstrasse durch die Felsen, bis die Abzweigung zum Maleme Restcamp kam. Dort wollten wir aber nicht hin, sondern zum Maleme Dam campsite.
Nach einer steilen, betonierten Abfahrt,

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( hier bergauf )
sahen wir auch schon den schönen See.

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Kurz orientiert, sahen wir auf der gegenüberliegenden Seite so etwas wie Sanitärhäuschen. Also fuhren wir über den schmalen Damm, wo zwei Jungs beim Angeln saßen,

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Und suchten uns auf der Wiese den nettesten Platz.

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Die Sanitäranlagen waren nicht sehr prickelnd, aber, es gab draussen einen Wasserhahn, und wir genossen den Abend am See,………….bis ich anfangen wollte zu kochen……
Unsere Gasflasche war voll, aber es war kein Druck drauf, sodaß wir nur eine labbernde Flamme hatten. Na, super……, also gab es heute ein Fertiggericht, dass man nur warm machen musste,……und, das dauerte. Und der Topf war rabenschwarz verkohlt. Aber Hauptsache was im Bauch.
Josef nahm den Kocher später noch auseinander, aber ohne Erfolg. Die Aussicht auf den Verzicht des morgendlichen Kaffees führte auch nicht gerade zur Steigerung unserer Stimmung.
So stiegen wir erst einmal auf Rotwein um, und hatten doch noch einen angenehmen Abend mit etwas Mondschein am See.

Teil 726. Dez. 2013

MATOPOS PARK


Ich wünsche erst einmal allen, ein schönes Weihnachtsfest gehabt zu haben……….

Am nächsten Morgen kochten wir genau so umständlich unseren Kaffee. Aber Frühstück ohne Kaffee geht gar nicht.
Als wir da so sitzen, kommt der Warden zu uns, und fragt, warum wir auf dem Picnicplatz übernachtet haben, und nicht auf dem Campsite ………..Ups……wir dachten, wir sind auf dem Camp site.
Der liegt aber am gegenüber liegenden Ufer. Er pries noch die guten Sanitäranlagen und die warmen Duschen an,….und nach dem Frühstück zogen wir um. Der Platz war wirklich deutlich schöner.

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Unser Zelt und Sanitäranlagen im Hintergrund ( die Paviane ließen uns völlig in Ruhe )

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Blick von der gegenüber liegenden Seite auf den Camp site


Dann ging es aber los, den Park zu erkunden.

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Die Landschaft ist schon grandios. Die riesigen Granitfelsformationen beeindruckend.
Da die Felsmalereien im Matobos Park zu den grössten Galerien der Welt gehören, stand erst einmal etwas Kunst auf dem Programm. Und wir besuchten die Pomongwe Höhle.

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Beeindruckend war die bestimmt 10 Meter hohe Kuppel der Höhle. Die Felsmalereien waren zum Großteil schon verwaschen.
Die 10 Dollar, die zu bezahlen waren, ist gleichzeitig der Eintritt für „ View of the world „, deer Grabstätte von Cecil Rhodes
In dem Office ist ein kleines, aber sehr schönes Museum errichtet worden, was mit viel Liebe zum Detail das Leben der damaligen Bevölkerung darstellt.
Während wir durch das Museum schlenderten, blätterten die beiden Angestellten in unserem Reiseführer, bzw. schauten sich die bunten Bilder an. Nach einer kurzen Unterhaltung empfahlen sie uns unbedingt die Nswatugi Höhle anzuschauen. Die Felsmalereien sollen mit zu den schönsten im Matobos gehören. Der Aufstieg sei zwar etwas beschwerlich, es würde sich aber lohnen.
Wir scheuten natürlich keine Mühen und machten uns auf den Weg.

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Der Pad zur Höhle


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Der 300 Meter lange Aufstieg war schnell vergessen…..
Die Felsmalereien waren wirklich unbeschreiblich schön und auch gut erhalten. Die laufenden Giraffen waren so lebensecht gemalt. Und wenn man sich die einfachen Mittel, die zur Verfügung standen vor Augen führt, war alles noch beeindruckender.

Nach so viel Kultur fuhren wir erst einmal nach Hause, um eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen.

Teil 827. Dez. 2013

MATOPOS PARK

Nach einem kleinem Imbiss und anschliessender Siesta wollten wir natürlich noch Cecil Rhodes Grabstätte besuchen, und den „ View of the World „ erklimmen.
Wir hofften nur, daß wir in der nachmittäglichen Hitze nicht allzu sehr klettern mussten.
Schon der Weg durch diese reizvolle Bergregion war lohnenswert.

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Am Parkplatz angekommen wurden wir freundlich begrüsst. Einer der jungen Männer bot sich als Führer an, und da wir dachten, bei den wenigen Touristen im Moment haben die Beiden es schwer mit Geldverdienen, nahmen wir an. Über die 5 Dollar zum Schluß hat er sich sehr gefreut.
Und die Führung hat sich gelohnt. Er erklärte uns viel über die Pflanzen und Tiere in diesem Gebiet, und noch mehr über die Geschichte des Gebietes.
Auf halber Strecke klopfte er mit einer Wasserflasche auf die Felsen, und wo man vorher nichts sah, erschienen zahlreiche Plattgürtelechsen, um mit ihren kleinen Zungen das ausgegossene Wasser auf zu schlecken.

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Über riesige Granitrücken wanderten wir immer höher. Die Landschaft war so atemberaubend schön, dass wir die Anstrengung in der Hitze gar nicht merkten.

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Wir machten aber auch öfters eine Pause, um den Erzählungen unseres Guides zu lauschen.
Oben angekommen wurden wir mit einem grandiosen Rundumblick belohnt.
Auf dem Felsplateau liegen verstreut riesige Granitkugeln. Ich versuchte vergeblich, etwas Ordnung zu schaffen…..:(

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Aber, wir waren auch froh, als wir unten wieder den kühlenden Schatten der Bäume erreichten.
Unseren Flüssigkeitsverlust glichen wir dann, nach etwas Wasser, mit einem eiskalten Windhoek Lager aus…
Immer noch fasziniert fuhren wir zum Camp site zurück, wo wir, obwohl Wochenende war, immer noch die einzigen Gäste waren. Erst gegen Abend kam noch ein Ehepaar aus Bulawayo auf den Platz, um zu angeln.
Am nächsten Morgen kamen wir dann auf Grund unseres defekten Gaskochers ins Gespräch.
Sie versuchten sofort zu helfen, mussten aber auch aufgeben. Aber sie gaben uns die Wegbeschreibung vom OK Markt in Bulawayo, wo wir am nächsten Tag tatsächlich eine neue Düse kaufen konnten. Zusätzlich gaben sie uns ihre Telefonnummer, falls wir irgendwo in Zimbabwe mal Hilfe brauchen.
So etwas Nettes haben wir öfters in Zimbabwe erlebt.

Fazit Matobos Park:
Den Wildpark haben wir bewusst nicht besucht. Somit haben wir auch nicht viele Tiere gesehen. Ein paar Kudus, Klippschliefer, Steinböckchen und Klippspringer.
Wir hatten diesen Park hauptsächlich wegen der grandiosen Landschaft besucht. Und wir wurden auch nicht enttäuscht.
Der Camp site liegt wunderschön auf einer Wiese direkt am See. Die Sanitäranlagen waren sauber, und mit allem Nötigen ausgestattet.
Insgesamt ein sehr schöner Platz.

Teil 928. Dez. 2013

MATOPOS PARK - LAKE MUTIRIKWE

Der OK Markt in Bulawayo war am nächsten Morgen schnell gefunden. Diese südafrikanische Ladenkette führt einfach alles. Vom Sofa, über Haushaltsartikel bis zu Lebensmitteln. Und sie verfügen über eine grosse Campingabteilung. So wurden wir schnell fündig, und erstanden für 23 Dollar eine neue Düse nebst Aufsatz.
Die gut ausgebaute Ashaltstrasse führte uns nun in östliche Richtung über Zvishavanne nach Masvingo. Zwischen den grünen Hügeln tauchten immer wieder kleine Dörfer auf, unterbrochen von landwirtschaftlichen Flächen, die alle frisch gepflügt waren. Teilweise wurden , per Hand natürlich, schon die ersten Samen in den Boden gelegt. Man erwartete den Beginn der Regenzeit.
Unterwegs hielten wir immer wieder an kleinen Ständen am Strassenrand an. Mal kauften wir Tomaten, mal Zwiebeln, mal Kartoffeln, einer hatte sogar Karotten im Angebot. Alles kostete immer 1 Dollar.

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Ich fragte die Tomatenverkäuferin, ob sie die Tomaten selber anbaut. Das war aber nicht der Fall. Alles wird auf dem lokalen Markt gekauft, und dann am Strassenrand mit etwas Gewinn wieder verkauft.
In Masvingo suchten wir den Sparmarkt auf, um etwas Grillgut für den Abend zu kaufen. Der Laden war aber eine ziemliche Enttäuschung, die Regale sahen alle leer gekauft aus. Genauso sah die Fleischabteilung aus. Übrig geblieben waren nur noch die Dinge, die wohl keiner haben möchte. Hühnerfüße, Hühnerhälse, Mägen von irgendetwas, und undefinierbare Fleischbrocken. Es gab nicht mal mehr Käse……
Aber es gab Bohnen, und einen kleinen Blumenkohl. So wurde essenstechnisch umdisponiert, und es gab abends einen leckeren Eintopf……es muss ja nicht immer Fleisch sein……
Ungefähr 10 Km hinter Masvingo zweigt die ca. 20 Km lange Zufahrtspiste zum Lake Mutirikwe Park ab. Unser Ziel war der Camp site direkt am See
Wir zahlten am Gate 70 Dollar für 2 Nächte . 10 Dollar für Camping/pP, 10 Dollar für,s Auto, 20 Dollar Parkeintritt.
Der Campingplatz liegt etwas oberhalb des Sees, ( was daran liegt, dass mehr Wasser abgelassen wird als nachläuft ), und ist sehr großzügig angelegt. Mit überdachten Sitzgelegenheiten, gemauerten Bänken für den Sundowner, und brauchbaren Sanitäranlagen.

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Das einzige Manko war, das die Plätze fast alle auf Granitfelsen waren, wo wir unser Bodenzelt nicht hätten befestigen können. Dort sind Dachzelte klar im Vorteil.
Also wichen wir auf Platz Nr. 8 aus, der etwas abseits unter schattigen Bäumen lag, aber auch noch Seeblick hatte, selbst ein Wasserhahn war vorhanden.

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Nachdem wir das Zelt aufgebaut und uns eingerichtet hatten, nahmen wir unseren Wein, und gingen zum Sundownerplatz. Zu unserer Zufriedenheit ging die Sonne schön über dem See unter.

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Dann trieb der Hunger uns zurück, es wurde Zeit zum Kochen.

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Beim Schnippeln für einen leckeren Gemüseeintopf.
Übrigens, unser Gaskocher funktionierte jetzt einwandfrei……

Teil 1029. Dez. 2013

LAKE MUTIRIKWE

In der Nacht wurden wir von lautem Löwengebrüll wach, obwohl man uns am Gate sagte, Löwen gäbe es keine im Park. Und es müssen viele Löwen gewesen seien, denn sie antworteten sich, und hörten nicht auf zu brüllen. Irgendwann schliefen wir wieder ein.
Am nächsten Morgen wollten wir den Park erkunden. Obwohl der Camp site im Park liegt, mussten wir erst die 20 Km zum Gate zurückfahren, um kurz vorher rechts abzubiegen. So erreichten wir das Wegenetz des kleinen Parks. Vorher fragten wir am Gate aber nach den Löwen. Des Rätsels Lösung war, es gibt ganz in der Nähe eine Farm, die 25 Löwen hält. Nach dem Zweck dieser Löwenhaltung habe ich nicht gefragt.
Der Park erwies sich als landschaftlich sehr reizvoll.

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Er liegt eingebettet zwischen grünen Hügeln, immer wieder unterbrochen von weiten Graslandschaften.

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Ich hatte im Reiseführer gelesen, dass man hier gute Möglichkeiten hätte, Breitmaulnashörner zu sehen. Und so war es auch.
Erst sahen wir ein einzelnes Tier ,

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Dann noch eine Mutter mit Jungtier inmitten einer Gnuherde.

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Bei allen waren die Hörner abgesägt, was nicht sehr schön aussah, aber lieber leben ohne Horn, als tot wegen dem Horn.
Wir beobachteten die beiden eine ganze Weile, bis sie sichtlich unruhig wurden.
Den Grund der Unruhe sollten wir auch bald sehen. Zwei Ranger näherten sich. Auch hier werden die Nashörner 24 Stunden rund um die Uhr von zwei Rangern bewacht.
Neben den Nashörnern sahen wir noch Gnus, Impalas, Giraffen und Warzenschweine.
Insgesamt also ein lohnenswerter Gamedrive.
Als wir gegen Mittag wieder unsere Camp site erreichten, waren auch drei südafrikanische Pärchen eingetroffen, die schon mittags am Grillen waren.
Nach einer Weile kam einer von ihnen zu uns, und fragte, ob wir etwas Fleisch haben möchten, sie hätten viel zu viel mit genommen. Wir bedankten uns , und entschieden uns für etwas Boerewors und zwei Stück Fleisch.
So stand unsererseits einem Braai am Abend nichts mehr im Wege.

Zum Schluß noch eine Frage:
Weiß jemand, was dies für eine Pflanze ist ?????

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Teil 1101. Jan. 2014

LAKE MUTIRIKWE - GREAT ZIMBABWE

Ich wünsche Allen ein Frohes Neues Jahr

Doch bevor wir uns auf den Abend mit Grillen freuten, hatten wir noch einen Ausflug vor, und zwar wollten wir uns die Ruinen von Great Zimbabwe anschauen.
Hierzu mussten wir erst wieder die 20 Km aus dem Park heraus fahren. Dann wählten wir die östliche Zufahrt über den Circular Drive, was insgesamt ein lohnenswerter Rundweg um den gesamten See ist. Nach etwa 10 Km bogen wir in die ausgeschilderte Glenlivet Road ab. Diese Strecke führte durch sehr bewaldete Hügel, und bot immer wieder Blicke auf den Mutirikwi River und den See. Beide führten aber nur sehr wenig Wasser.

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Einen kleinen Abstecher zum alten Glenlivit Hotel ließen wir uns nicht entgehen.

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Ich weiß nicht, wann die letzten Hotelgäste hier abgestiegen sind. Wir kamen nur zu einem kalten Bierchen vorbei. Das ganze Hotel strahlte alten, verblaßten Charme aus. Es schien niemand da zu sein, und so gingen wir durch die dunkle Eingangshalle. Alle dicken, samtenen Vorhange waren zu gezogen. Durch ebenfalls dunklen Flur, vorbei an verschliessenen Sesseln und Sofas, bis wir in die Küche kamen. Hier war Leben. Es wurde gekocht, und zwei ältere Gentlemen hießen uns Herzlich Willkommen. Die Bar wurde eröffnet und zu neuem Leben erweckt. Nach einer netten Unterhaltung tranken wir unser Bier dann doch lieber auf der Terrasse in der frischen Luft.

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Auch hier hatte alles schon bessere Zeiten gesehen. Aber ich liebe so alte, ehrwürdige Gebäude.
Der weitere Weg führte uns durch grüne, bergige Landschaft, bis wir auf eine kleine Asphaltstrasse kamen, die wieder schöne Blicke auf den See frei gab.

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Schließlich erreichten wir die schmale, einspurige Staumauer.

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Hier staute man 1960 den Mutirikwi River zum Lake Mutirikwi ( heute Lake Kyle ).

Teil 1201. Jan. 2014

GREAT ZIMBABWE


Nach kurzer Pause am Stausee erreichten wir einige Kilometer weiter die Abzweigung nach Great Zimbabwe, die größte Ruinenstätte im südlichen Afrika und Weltkulturerbe.

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Die Ruinen sind in drei Bereiche aufgeteilt. Dem Great Enclosue, dem Hügelkomplex und den Talruinen.
Auf Grund der großen Hitze verzichteten wir auf den steilen Hügel hoch zu klettern. Die Fundstücke dort, sowie die sieben Vogelstatuen haben wir uns anschließend in dem sehr liebevoll gestalteten Museum angeschaut.
Wir entschieden uns, das Great Enclosure zu besichtigen.
Ich will nicht lange reden, daher nun einige Fotos von dieser sagenhaften Stätte……

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Nach der Besichtigung sahen wir uns noch den Campingplatz an, der direkt an den Ruinen liegt, nahmen ein Kaltgetränk im Garten des kleinen Kiosks ein, und fuhren über Masvingo zurück zu unserer Campsite am See, wo wir passend zum Sonnenuntergang ankamen.

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Der Sonnenuntergang war übrigens noch imposanter als am Vortag.
Dann wurde der Grill befeuert und lecker gegessen.

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Bei einem , bzw. mehreren Gläschen Rotwein ließen wir diesen schönen Tag noch einmal Revue passieren.

Teil 1303. Jan. 2014

LAKE MUTIRIKWE - GONAREZHOU PARK

Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war der Gonarezhou Park. Wir wählten die kürzeste Strecke über Zaka und Bota und Chiredzi. Auffallend war der große LKW Verkehr, was wir so gar nicht gewohnt waren. Die Straße war anfangs recht gut, wurde aber zunehmend schmaler, da die Asphaltränder völlig ausgefranzt und abgebröselt waren. So gingen wir bei jeden entgegenkommenden LKW fast auf Tuchfühlung mit ihm. Da ich gerade hinterm Steuer saß, kam sehr schnell der Hinweis, falls ich vom Asphalt runter komme, keinen Schreck kriegen und bloß nicht ruckartig wieder rauf fahren.
Ich habe meine Sache scheinbar gut gemacht, denn Josef schlief irgendwann auf dem Beifahrersitz ein und wurde erst wieder an der Kreuzung bei Buffalo Range durch den Trubel wach.
Es war kein richtiges Dorf, nur eine Kreuzung, aber hier tobte das Leben.
Links und rechts der Straße parkten hunderte LKW,s, und ebenso viele Verkäuferinnen boten ihre Ware an, hinzu kamen ebenso viele Garküchen. Es war typisch Afrika, aber wir waren trotzdem froh, als wir aus dem Chaos heraus waren. Leider waren wir so mit navigieren beschäftigt, daß wir nicht ein Foto gemacht haben.
Ein paar Kilometer hinter Chiredzi war der Weg zum Gonarezhou Park nicht zu übersehen.

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Hier erhielten wir, ähnlich wie in Mana Pools ein Wegezettelchen, das wir nach 34 Km auf breiter Schotterpiste am Hauptquartier wieder abgeben mussten. Wir wurden gefragt, wo wir campen möchten.
Waren wir vorher unentschlossen, ob wir die Chilojo Cliffs oder Chipinda Pools Camping nehmen sollten, entschieden wir uns auf Grund des kürzeren Weges spontan für Chipinda Pools, was sich als richtiger Glücksgriff erweisen sollte.

Teil 1404. Jan. 2014

GONAREZHOU PARK , CHIPINDA POOLS

Wir bekamen die Campsite Nr. 8 zugeteilt. Auf meine Frage , ob wir uns die Campsite nicht aussuchen könnten, bekamen wir ein klares NEIN zur Antwort. Alle würden schön am Fluss liegen.
Nun, das beruhigte mich. Man bot uns noch eine Wegekarte vom Gonarezhou für einige Dollar an, die wir auch kauften. Und diese Hochglanzkarte war wirklich gut, mit vielen Beschreibungen und allen GPS-Daten. Sie stammt, wie zu lesen war, von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft.
Zusätzlich wurden uns noch unaufdringlich Sonnenhüte und T-Shirts angeboten, die aber nur in der Größe XXL vorhanden waren.
Und los ging es, in den Gonarezhou National Park – „The Place of Elefants“ …..
Es waren vielleicht 7 Kilometer zu fahren, als rechts die Piste zum Chipinda Pools Campsite abzweigte. Eine schmale, etwas ruppige Piste, erst bergauf, dann steil bergrunter. Und dann sahen wir ihn schon, den Runde River.
Zuerst orientierten wir uns nach links, da wir dort Sanitärhäuschen sahen. Aber dort waren die Plätze 1-4, also umkehren und zur anderen Seite fahren. Bald sahen wir die Plätze 5 und 6. Alles war sehr weit auseinander gelegen, und ich dachte noch, das wird aber immer ein weiter Weg zur Toilette.
Dann kam Nr. 7, also musste der nächste der unsrige sein. Und die Plätze wurden immer schöner. Und Juhuuuuu, noch ein Sanitärhäuschen…..:)
Dann kam die Nr. 8. Und was sehen wir ?????, ein Auto und zwei Leute, die wohl die schöne Sicht von unserem Platz auf den Fluß genossen...... 😠 Dabei waren alle Plätze frei. Beim näher kommen, sehen wir, dass es ein Hilux mit Windhoeker Kennzeichen ist, sogar auch einer von Hubert Hester…….sehr sympatisch….. 😁
Wir begrüßten uns herzlich und kamen sofort ins Gespräch. Die Situation klärte sich auch sehr schnell und die Beiden waren sofort bereit, auf die Nr. 9 zu ziehen. Vor dem Umzug beschlossen wir aber, erst einmal zusammen ein kaltes Bierchen zu trinken.
Während wir so quatschen und trinken, fällt mitmal die Frage:….. Bist du auch im Namibia Forum ? JA, bin ich……..Bist du Birgitt ? ……JAaaa, bin ich…….wer seid ihr denn ?????
Es war Potje aus dem Forum, der seit zwei Monaten mit seiner Ehefrau unterwegs war.
Da war die Freude noch größer, auch mal Gesellschaft zu haben, noch dazu aus dem Forum. Die Beiden hatten von zwei anderen Forumsmitgliedern gehört, dass wir ungefähr zu dieser Zeit im Gonarezhou unterwegs sein müssten. Wir konnten es kaum fassen, so klein ist die Welt…..
In dieser Zeit liefen zwei Elefanten durchs Camp, sie beachteten uns nicht weiter, und wir sie auch nicht, wir mussten ja quatschen………haben nicht mal ein Foto gemacht.
Irgendwann verabschiedeten wir uns erst einmal , wir wollten den Platz erkunden, und mussten unser Zelt noch aufbauen.
Zuerst die Sanitäranlagen. Große Dusche, Toiletten, alles sauber und gut. Das Schönste war aber der gemauerte Unterstand mit Tisch und Bänken, wo man geschützt vor Sonne und Regen war. Und alles sah sehr neu aus. Wie wir später erfuhren war auch hierfür die Frankfurter Zoologische Gesellschaft verantwortlich. Da kann man nur Danke sagen…..
Hier nun einige Fotos vom Chipinda Pools Campsite.

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Nach dem Abendessen nahmen wir unsere Stühle, einen 5 L Boxwein , und marschierten zur Nachbarcampsite , um Potje und seine Frau zu besuchen. Irgendwann fing es an zu regnen, und es war angenehm, unter dem Unterstand sitzen zu können. Es wurde ein netter, feucht-fröhlicher Abend mit den Beiden. Es war fast 1 Uhr, als wir uns verabschiedeten........ 😗 🙄 😊
In der Nacht wurde der Regen stärker, aber….JUHUUUU, unser Zelt war absolut wasserdicht.

Teil 1505. Jan. 2014

UMGEBUNG CHIPINDA POOLS

Den nächsten Tag gammelten wir einfach ein wenig rum.
Nachdem Potje und seine Frau sich verabschiedet hatten, war ein wenig saubermachen angesagt.
Man kann ja schließlich nicht immer auf Gamedrive gehen.
Wäsche waschen und Autoinnenraum ausfegen muss auch mal sein.
Dann liefen wir ein wenig in der Gegend rum, und sahen uns das Tented Camp in der Nähe an. Die Zelte sahen von aussen gut aus, leider konnten wir nicht reingucken. Unser Campingplatz war aber eindeutig schöner.
Zurück auf unserem Platz besuchten uns drei Wasserböcke. Das Männchen jagte die Weibchen vor sich her und weg waren sie wieder.

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Auf der gegenüberliegenden Seite des RundeRiver hatte es sich ein Krokodil gemütlich gemacht.

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Elefantenbesuch hatten wir leider keinen mehr.
Nachmittags machten wir einen kleinen Gamedrive zum Masasanya Dam.
Dazu führte der Weg uns erst einmal steil einen Berg hoch. Es gibt dort einen grandiosen Viewpoint, von dem man weit ins Land schauen kann.

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Ein riesiger Baobab stand am Wegesrand,

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dann wurde das Buschwerk dichter. Wir sahen Gnus…

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Alles war sehr schön, bis wir auf den ersten Elefanten trafen.
Er tauchte plötzlich auf dem Weg auf, den er überqueren wollte. Er sah uns, war augenblicklich wütend über unser Erscheinen und machte eine Drohgebärde, die wir bis dahin noch nie bei einem Elefanten gesehen hatten. Also nicht nur Kopfschütteln, sondern er bog zusätzlich seinen Rüssel in einer Art, die sagte,…..Ich mache euch platt…..
Wir legten sofort den Rückwärtsgang ein, um friedliche Absichten zu demonstrieren. Der Elefant ging zwei Schritte weiter und verschwand im Busch. Aber er ging nicht weiter, es schien, als beobachte er uns. Wir warteten eine Zeitlang, fuhren dann ein Stückchen vor, und da war er wieder drohend. Also wieder ein Stück zurück gefahren. Nun sahen wir ihn nicht mehr.
Nach gut einer halben Stunde entschlossen wir uns, so schnell es geht an ihm vorbei zu fahren. ….Und er stand da immer noch. Als er das Auto hörte, kam er angestürmt. Ich sah an der Seite nur zwei weiße Stoßzähne auf mich zustürmen, dann waren wir Gott sei Dank vorbei.
Der Adrenalinschub ließ meine Hände ein wenig zittrig werden. Wir hofften beide, diesem Bullen auf dem Rückweg nicht noch einmal zu begegnen.
Ich hoffte darauf, heute gar keinem Elefanten mehr zu begegnen.
Am Dam sahen wir dann nur Hippos friedlich im Wasser liegen.

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Auf dem Rückweg hatten wir keine weiteren Tierbegegnungen, aber noch einmal einen schönen Blick vom Viewpoint in die Ebene.
Zurück auf meinem Campingstühlchen las ich im Reiseführer, dass auf Grund der immer noch großen Wilderei im Gonarezhou Park die Elefanten oft aggressiv und unberechenbar sind.
Kein Wunder, dass Der Bulle sauer auf uns war.
Es sei ihm verziehen.......

Teil 1606. Jan. 2014

CHIPINDA POOLS - CHILOJO CLIFFS


Nach einer erholsamen Nacht starteten wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück eine Tagestour zu den Chilojo Cliffs.
Die Strecke führte uns zuerst durch das buschige Gebiet unserer gestrigen Elefantenbegegnung. Erinnerungen wurden wach, und ich hoffte keinem Elefanten zu begegnen, wo ich mich sonst doch immer drüber gefreut hatte.
Aber wir sahen dies Schauspiel. Ein Impalabock hatte, warum auch immer, sein Leben gelassen, und vier verschiedene Geierarten labten sich daran. Ist bei dem Gewusel auf dem Foto aber leider nicht zu erkennen.

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Dann wurde die Landschaft etwas übersichtlicher. Es ging bergrauf und bergrunter. Auffallend waren die unzählig in der Gegend wachsenden Baobabs.

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Am Wegesrand sahen wir oft diese kleinen Gesellen.

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UND ……lieber picco….wir sahen auch richtige Kudus…… 😛

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Langsam änderte sich die Landschaft. Man tauchte nach Verlassen der Berge in eine wahre Parklandschaft ein, im Hintergrund schon die Chilojo Cliffs in Sicht. Ein einmaliger Anblick.

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Blick vom Camp site

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Wir schauten uns auch das Chilojo Camp an, was verlassen da lag. Ein Baum spendete etwas Schatten, es gab dort aber kein Wasser. So waren wir froh, dass wir bei der Hitze nicht dieses Camp gewählt hatten, trotz des grandiosen Blicks auf die Cliffs.
ABER,…..und nun schaut mal her…..ich habe auch mal Klobilder gemacht……
Nagelneu , ein Plumpsklo der Extraklasse, mit Dunstabzugsrohr,und ansprechendem Design des Klodeckels ……. ebenfalls von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft.

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Noch schöner wie der Zeltplatz war aber der Chilojo Cliff Picnic Site. Direkt unter riesigen wilden Mangobäumen gelegen. Ein herrliches Fleckchen Natur.

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Es schrie förmlich nach einer Bierpause.

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Aber auch hier wurde es irgendwann Zeit, Abschied zu nehmen.
Auf dem Rückweg sahen wir noch diese Genossen

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Teil 1708. Jan. 2014

Immer noch im Gonarezhou Park.

Natürlich haben wir uns auch die ein oder andere kleine Camp site angeschaut. Diese werden nur an eine Partei abgegeben.
Sie liegen alle sehr einsam, an besonders schönen Stellen, weit ab von der Hauptpiste. Ausgestattet sind sie mit diesen modernen Plumpsklos, einem kleinen Grillplatz, manchmal auch mit neu erbauten überdachten Sitzplätzen. Wasser war an keinem dieser Plätze vorhanden.
Hier nun der Runde Gorge Camp site.

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Hier gab es kein Schattenhäuschen, aber einen schattenspendenden großen Baum.

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Der Runde führte hier nur sehr wenig Wasser. Aber man kann sich vorstellen, wie beeindruckend es zu einer anderen Jahreszeit aussieht, wenn mehr Wasser durch die Schlucht rauscht.

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Ein anderer Platz war das Chivilila Camp.

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Die Zuwegung führte über einige Hügel, dann ging es auf sehr ruppiger Piste einige Kilometer steil bergab.

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Je tiefer wir uns auf den Runde River zu bewegten, desto heisser wurde es.
Am Camp site angekommen war es fast unerträglich. Hier gab es aber ein Schattendach.

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Über die heissen Steine Richtung Fluß zu laufen brachte meine Plastikschlappen fast zum Schmelzen, sodass wir auf halben Weg umgekehrt sind, bevor ich Brandblasen unter den Füssen bekommen hätte.

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Da lobten wir uns doch unseren schattigen Platz in Chipinda Pools mit ner schönen Dusche…..:)

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Teil 1809. Jan. 2014

Fazit : Gonarezhou National Park

Der Park ist ein lohnenswertes Ziel.
Wir haben zwar sehr wenig Tiere gesehen, aber die Schönheit der Landschaft hat uns eindeutig dafür entschädigt.
Die hügelige Landschaft, übersäht mit unzähligen Baobabs, die urwüchsigen Uferwälder mit ihren großen Schatten spendenden Bäumen, das trockene Buschland, die teils recht scheuen Tiere,……all dies macht den Gonarezhou Park zu einem wilden Naturjuwel.
Unsere paar Tage im Park waren eindeutig zu wenig. Wir haben nur einen Bruchteil der Wege im Nordteil abgefahren, die übrigens alle sehr gut ausgeschildert sind.
Und wenn man bedenkt, dass man jetzt direkt vom nördlichen in den südlichen Teil des Parks fahren kann, könnte man dort den halben Urlaub verbringen.
Gonarezhou….immer wieder.:)

Teil 1909. Jan. 2014

GONAREZHOU PARK - CHIMANIMANI

Schweren Herzens verließen wir den Gonarezhou Park.
Aber nach der Hitze im Lowveld freuten wir uns auf die Sommerfrische in den Bergen . Unser Ziel war Chimanimani.
Nach 45 Km erreichten wir wieder die Hauptstraße. Sie führte durch recht fruchtbare Gegend und durch grüne, hügelige Landschaft. Vorbei an Dörfern, wo uns die Menschen freundlich und neugierig am Winken waren.
Auf einige Kilometer fuhren wir parallel zum Save River und hatten immer wieder schöne Ausblicke auf den Fluß.
Dann änderte sich plötzlich die Landschaft. Die grünen Hügel wichen einer Ebene, in der nichts mehr am Wachsen war. Eine trostlose Wüstenei aus schwarzer Erde bis zum Horizont, wo sich eine Bergkette befand.
Alles war abgeholzt .Nicht ein grünes Blatt mehr zu sehen. Es hatte hier wohl kürzlich geregnet, und Mensch und Tiere quälten sich durch den schwarzen Schlamm, die Füsse behaftet mit dicken Erdklumpen.
Aber nicht nur die Landschaft hatte sich geändert, auch die Menschen. Wo wir vorher freundlich begrüßt wurden , sahen wir jetzt nur noch in abweisende, teils feindselig blickende Gesichter. Man spürte förmlich diese Aggressivität und das man nicht erwünscht war. Andere standen einfach nur da und blickten emotionslos und hoffnungslos in die Gegend.
Hier ist der weiße Mann offensichtlich nicht gerne gesehen. Hinzu kam, dass sehr viele Männer völlig betrunken mitten auf der Straße rum torkelten, um 12 Uhr mittags. Und es liefen sehr viele Menschen an und auf der Straße herum, obwohl wir nirgends ein Dorf gesehen haben.
Josef und ich waren uns einig, dass es besser ist, hier keine Autopanne zu haben.
So waren wir ganz froh, als endlich die Abzweigung in die Berge nach Chimanimani kam.
Und wieder änderte sich die Landschaft. In Kurven zog sich die kleine Asphaltstraße die Berge hoch. Wir tauchten ein in üppiges Grün.

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Fuhren in den Tälern vorbei an riesigen Bananenplantagen

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Der Boden schien sehr fruchtbar zu sein, denn jedes kleine Häuschen hatte seinen eigenen Anbau. Je höher wir kamen, sahen wir sogar terrassenförmigen Anbau, wie ich in sonst nur aus Nepal kenne. Jedes Fleckchen Erde wurde genutzt.
Wir durchfuhren riesige uralte Eukalyptuswälder.

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Und die Menschen waren auch wieder sehr freundlich. Bei unseren Fotostopps hielten oft Leute an und fragten, ob wir eine Panne hätten und Hilfe bräuchten.
Je höher wir kamen, umso bewölkter wurde es leider auch.
Bis wir schließlich in die Wolken eintauchten und Nieselregen einsetzte, der, vorweg genommen, auch nicht mehr aufhörte.
Von der schönen Bergszenerie sahen wir nun leider Nichts mehr.

Teil 2011. Jan. 2014

CHIMANIMANI

Wir sahen aber nicht nur Bergurwälder, sondern auch ganze Bergrücken, die abgeholzt waren. Hier wird intensive Holzwirtschaft betrieben. Die riesigen Holztransporter kamen uns öfters entgegen.
Je höher wir kamen, umso nebliger wurde es. Schließlich mussten wir sogar am hellen Tag mit Licht fahren. Kurz vor Chimanimani sahen wir diese vorindustrielle Holzverarbeitungsfabrik.

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Und endlich kamen wir an: Chimanimani, 1550 Meter hoch gelegen. Wir hatten uns eigentlich eine kleine Stadt vorgestellt, sollte sie doch 20000 Einwohner haben.
Da es immer noch tüchtig am Nieseln war, suchten wir uns eine feste Unterkunft und kein Camping.
Beim Frog and Fern standen wir vor einem großen Tor, dass mit einer dicken Eisenkette verschlossen war. Also kehrten wir im Chimanimani Hotel ein. Das war ganz schön gelegen, ortsnah, mit eigener Zufahrt, und deshalb etwas abseits des Trubels.

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Es handelt sich um ein großes, altes und einfaches Hotel, was sicher schon bessere Zeiten gesehen hatte. Aber ich mag diese nostalgischen Räumlichkeiten. Die Teppiche und die Dielenbohlen waren abgelatscht und knarrten bei jedem Schritt. Aber alles war sauber.
Wir bezogen ein Zimmer im ersten Stock, mit Blick auf einen sehr schönen, gepflegten Garten mit Pool.

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Unser Zimmer war recht groß,mit großem Balkon, mit bequemen Bett, kleiner gepolsterter Sitzecke und ein Bad mit Badewanne. Die Zimbabwer baden scheinbar lieber als zu duschen. Das ist uns schon öfter aufgefallen.
Die Rezeptionistin erzählte uns ganz stolz, es gäbe auch eine Bar im Hotel. Na, dann nix wie hin.
Es war eine einfache Bar, die Getränke, die zur Auswahl standen, waren auf drei Holzregalen an der Wand ausgestellt, das letzte bestimmt in 3 Metern Höhe.
Nun folgt eine unendliche Geschichte, wie man sie wohl nur in Afrika erlebt. Ich erzähle sie mal im Wortlaut.
Vorweg genommen, wir haben eine ¾ Stunde auf unser Getränk gewartet.
Also, wir auf dem Barhocker. Bardame erkennt Gäste, und bewegt sich Zentimeter um Zentimeter auf uns zu.
Dame: Hallo, wie geht,s ?
Ich: Gut, und dir ?
Dame: auch gut,….was darf es sein ?
Ich: wir hätten gerne 2 Gläser Weisswein
Dame: Oh, Weisswein,…..welchen denn?
Ich: einen trockenen
Dame geht langsam weg in einen hinteren Raum, kommt noch langsamer wieder zu uns , mit einer Mappe in der Hand.
Dame: wir haben verschiedene Weissweine
Es waren 5 an der Zahl. Sie las alle Namen langsam vor.
Ich: die kenne ich alle nicht, aber die Weine aus Südafrika sind immer gut, also nehmen wir diesen.
Und tippe mit meinem Finger auf den Namen.
Die Dame entschwindet wieder mit der Mappe in der Hand, aber nicht zu schnell. …..UND schon kommt sie wieder, mit einem riesigen Taschenrechner in der Hand.
Nun ging die Rechnerei los,…..24 Dollar geteilt durch 5 Gläser. Es war wohl nicht so einfach, die riesige Tastatur zu treffen, oder sie war die höhere Mathematik am späten Nachmittag einfach nicht gewohnt, jedenfalls musste der Vorgang mehrere Male wiederholt werden.
Aber dann,…. die Summe stand fest, die Gläser kamen auf den Tresen, die Flasche wurde geholt, sie war schon geöffnet, es wurde eingeschenkt,…..ich probiere, ….und kotz, würg, brech,…..der Wein war völlig vergoren.
Die Dame roch selber daran und sah es dann auch sofort ein.
Dame: es war schon lange niemand hier, der Wein trinken wollte, nun ist der Wein schlecht, ich hätte ihn kalt stellen sollen.
Ich: dann nehmen wir irgendeinen anderen Weisswein.
Dame: ok, wir haben auch nur noch eine andere Flasche. Moment, ich hole eben die Mappe und den Taschenrechner.
Ich: NEIN, nicht nötig , wir nehmen ihn…..
Es wurde wieder eingeschenkt, und wieder waren sich alle Parteien einig, dass auch dieser Wein schlecht war.
Dame: Entschuldigung, das war die letzte Flasche Weisswein.
Ich: ok, dann nehmen wir einen Rotwein.
Die Dame entschwand wieder unseren Blicken, um mit der Mappe und dem Taschenrechner zurück zu kehren.
Wieder suchten wir eine Flasche aus. Sie ging mit der Mappe weg, kehrte aber ohne Flasche zurück.
Dame: Sorry, den Wein haben wir nicht mehr.
Sie ging wieder, um mit der Mappe zurück zu kommen. Meine Fresse, ich kann diese Mappe nicht mehr sehen…….beim nächsten Mal zerreiß ich sie……..
Aber ich übte mich in afrikanischer Höflich – und Gelassenheit, und wählte den nächsten Wein aus. Die Dame strahlte.
Dame: jaa, den haben wir….
Ich auf meinem Barhocker eine halbe LA OLA Welle angedeutet…….das Problem war nur, dieser Wein stand auf dem obersten Regal in 3 Metern Höhe…..
ICH: dann nehmen wir den da unten…
Nein, die Dame bestand darauf, der da oben soll es sein.
Ein anderer Angestellter erhielt auf einer mir nicht geläufigen Sprache eine Order, verschwand, und kehrte 5 Minuten später mit einer riesigen Leiter aus dem Garten zurück.
Er lehnte die Leiter an, natürlich unter Anweisung der Bardame, kletterte hoch, griff nach der Flasche, und kam heile wieder unten an.
Endlich was zu trinken, denn diese Flasche war noch ungeöffnet………aber weit gefehlt. Es sollte noch etwas dauern. Erstmal kam der Taschenrechner wieder auf den Tisch. Um die erneute Prozedur zu verkürzen, sagte ich, wir nehmen die ganze Flasche. Da strahlte sie wieder.
Nun kam das Problem des Flasche Öffnens.
Ihr kennt ja sicher alle diese Flaschenöffner, die links und rechts einen Hebel haben, wo man die Hebel runter drückt, und der Korken kommt hoch. So einen hatte sie, aus Plastik, und mit einem alten Korken tief im Innern steckend. Dieser ließ sich nicht heraus drehen. Kein Problem für die Bardame. Sie ging kurz weg, und kam mit einem Messer zurück, das eher an eine Machete erinnerte.
Damit pröckelte sie kleine Bröckchen des alten Korkens ab. Ich sah schon den halben Finger ab…..
Josef übernahm die Sache etwas gekonnter. Der Korken löste sich. Dann wollte die Gute die Banderole der Flasche ebenfalls mit der Machete zerschneiden. Wir zeigten ihr, dass man das Ganze auch etwas stilvoller machen kann, indem man das rote Bändchen abzieht.
Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir anstossen……..PROST

Teil 2113. Jan. 2014

CHIMANIMANI

Nachdem wir unser langersehntes Glas Wein an der Bar geleert hatten, nahmen wir den Rest der Flasche mit auf das Zimmer.
Da saßen wir dann wieder auf unserem Balkon. Es war immer noch derbe am Nieseln. Wir guckten links, wir guckten rechts, doch keine Besserung in Sicht..... 🙁

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Normalerweise sieht man hier die 2400 Meter hohen Chimanimani Mountains. Wir sahen noch nicht einmal die Hügel , so tief hingen die Wolken. Das war schon ärgerlich, waren wir doch wegen der schönen Aussichten in die Eastern Highlands gefahren. Da tröstete es auch nicht, dass die Angestellten sagten, vor 2 Tagen hätten sie noch 30 Grad und strahlenden Sonnenschein gehabt.
Irgendwie war es langweilig, und ich beschloss, ein heißes Bad zu nehmen. Aber es kam nur lauwarmes Wasser aus der Leitung, egal wie lange ich es laufen ließ..... 😠
Ich also runter zur Rezeption. Mir wurde gesagt, sie würden an dem Problem schon arbeiten und ich solle mich bitte eine viertel Stunde gedulden. Klar gedulde ich mich. Auf dem Weg nach oben wurde ich auf dem Flur von jemanden gefragt, ob die Flasche Wein denn geschmeckt habe……es hat sich im Hotel wohl schnell herum gesprochen, das wir gleich eine ganze Flasche gekauft hatten.
Als sich nach einer ¾ Stunde immer noch nichts an der Wassertemperatur geändert hatte, ich wieder runter. Erneut begegnete ich jemanden auf dem Flur, wurde dieses Mal gefragt, ob wir noch eine Flasche Wein haben möchten…..HÄHHHH….die sollen lieber fragen, ob ich heißes Wasser für die Wanne haben möchte.
Der Herr an der Rezeption entschuldigte sich mehrmals, und meinte, ich brauche auf das Bad nicht zu verzichten, dann wird uns heißes Wasser hoch getragen. Ich sagte, wir wohnen im ersten Stock, und dass das nicht nötig sei. Doch der Ehrgeiz schien in ihm geweckt und er bestand darauf.
Nun gut, kräftig genug gebaut war er ja. Dann soll er man Eimer schleppen.
Es dauerte keine zehn Minuten, da klopfte es zaghaft an unserer Zimmertür. Ich hatte an sich den kräftigen Herren erwartet, doch da stand ein zierliches Zimmermädchen mit einem riesigen 20Liter Eimer heißem Wasser vor uns. Das ist wohl auch typisch Afrika.
Nach drei Eimern war das Badewasser warm genug. Mehr wollte ich dem Mädel auch nicht zumuten.
Über fünf Dollar Trinkgeld freute sie sich sehr und machte immer wieder einen artigen Knicks.
Nach dem Bad wurde der Regen etwas weniger und wir beschlossen, uns den Ort an zu sehen.
Das war schnell gemacht, denn Chimanimani besteht an sich nur aus einer Hauptstraße, an der sich alles abspielt. Dort ist die Tankstelle, daneben das Nationalpark Office, eine Bank, mehrere kleine Läden mit bescheidenen Einkaufmöglichkeiten, der Busbahnhof, und eine Kneipe, die mit ihrer lauten Musik die ganze Gegend beschallte.

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Da es wieder doller regnete, kehrten wir dort ein.
Es war drinnen recht voll. Es wurde Billard gespielt, doch die meisten Männer saßen nur rum, ohne etwas zu konsumieren.

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Die Musik war derartig laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstand. Man musste also von den Lippen ablesen, was erstaunlich gut funktionierte.
Ich brüllte der Bardame, die hinter ihrem vergitterten Tresen saß das Wort BIER zu. Sie las richtig und sagte CASTLE oder ZAMBEZI. Ich las auch richtig , und schon hatten wir zwei Flaschen Castle vor uns, für die wir zusammen 2 Dollar zahlten.
Natürlich kamen wir auch schnell in Kontakt.

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Und ich erfuhr endlich, was sich in diesen bräunlichen Plastikbehältern befand, die wir auch oft an den Straßenständen gesehen hatten.
Es handelte sich um selbst gebrautes Bier. Ich wurde sofort eingeladen, davon zu kosten. Dieses Gebräu hatte in meinen Augen aber nichts mehr mit Bier zu tun. Es sah von Farbe und Konsistenz aus wie gekochter Haferschleim, und roch ekelig säuerlich. So lehnte ich die Kostprobe dankend ab.
Es scharrten sich irgendwann immer mehr Leute um uns, die dann anfingen Mugabe hoch leben zu lassen, und ihn für seine guten Taten lobten. Es wurde richtig unangenehm, zudem wir dazu auch Stellung nehmen sollten. Wir wollten uns auf keine Diskussion einlassen, und ich sagte, daß ich diesen Mann nicht kenne. Was ungläubiges Staunen hervor rief. Ich fragte dann umgekehrt, ob sie den Präsidenten von Deutschland kennen, was natürlich nicht der Fall war. Und schon war alles wieder gut. Wir tranken schnell aus, verließen die Kneipe, und genossen noch etwas den Regen und die Ruhe von unserem Balkon aus.
Dann war es Zeit für das Dinner, was reichlich war und auch gut geschmeckt hat

Teil 2214. Jan. 2014

CHIMANIMANI - BRIDAL VEIL FALLS

Als wir am Morgen aufwachten, waren wir frohen Mutes, daß sich das Wetter eventuell gebessert hat, aber weit gefehlt. Die Wolken hingen immer noch so tief.
Nach einem ausgiebigen Frühstück beratschlagten wir, was wir machen wollen. An sich waren einige Ausflüge geplant. Wir wollten im National Park etwas wandern, Tessa,s Pool und die Bridal Veil Falls besuchen und in deren Pools baden.
Die Temperaturen luden aber alles andere als zum Baden ein.
Aber noch einen Tag im Hotel zu vertrödeln hatten wir auch keine Lust. So setzten wir uns trotz Regen ins Auto und und machten uns auf den Weg zu den Bridal Falls.
Der Weg führte einige Kilometer auf glitschiger, brauner Lehmpiste in die Berge, bis wir vor einer Schranke standen. Es wurden auch hier Eintrittsgebühren wie für den National Park erhoben.
Also mussten wir wieder zurück nach Chimanimani in die National Park Behörde und bezahlen.
Auf dem Weg zurück zu den Wasserfällen fing es wieder stärker an zu regnen, so daß wir beschlossen erst einmal im Auto zu bleiben, und den Weg in die Berge weiter zu fahren, mal gucken, wo er hinführt.
Aber der Weg wurde immer schmaler und zu gewachsener, und wir beschlossen um zu kehren.

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Nur war es schwer einen Platz zum Wenden zu finden. Ich stieg aus, und nach gefühlten 20 mal Vor und Zurück war es endlich vollbracht, ….und ich ziemlich nass.
Direkt zu Füßen des Wasserfalls liegt ein wunderschöner Campingplatz, inmitten einer tropischen Vegetation. Bei schönem Wetter muss es hier herrlich sein.
Wir hingegen versteckten unsere Kameras unter den Jacken und schauten uns die Wasserfälle an.
Bridal Veil heißt übersetzt übrigens Brautschleier……

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Da stand ich nun, wollte ich doch hier gebadet haben...... 🙁

Die Wasserfälle und die üppige Vegetation ringsrum waren wunderschön anzuschauen. Aber es machte bei dem Wetter nicht wirklich Spaß.
Ziemlich durchnässt fuhren wir ins Hotel zurück, und hätten am liebsten einen Glühwein bestellt.
Auf den weiteren Besuch von Tessa,s Pool haben wir dann leider verzichtet…..:(

Teil 2316. Jan. 2014

CHIMANIMANI - BVUMBA MOUNTAINS

Da sich das Wetter auch am nächsten Morgen nicht gebessert hatte, beschlossen wir, Chimanimani leb wohl zu sagen.
Das war doppelt ärgerlich, hatten wir doch geplant, und uns richtig darauf gefreut, die Scenic Road über Cashel zu fahren.
Diese Route führt bis 1800 Meter hoch, und zählt laut Reiseführern mit zu den schönsten Strecken in Zimbabwe……….ich hätte heulen können…..:(
Da wir aber auf 1500 Meter schon völlig von Wolken eingehüllt waren, hätte es keinen wirklichen Sinn gemacht, dort her zu fahren.
Die Verabschiedung im Hotel war sehr herzlich, und vielleicht kommen wir wieder.
Unser nächstes Ziel waren die Bvumba Mountains, übersetzt die Nebelberge.
So fuhren wir dieselbe Strecke zurück, bis wir an der Skyline Junktion Richtung Norden zur Hauptstraße nach Mutare abbogen.
Diese Strecke war auch sehr schön, sie führte immer wieder an kleinen Dörfern vorbei, die sich an die steilen Berghänge pressen, umgeben vom Anbau ihrer Feldfrüchte auf terrassenähnlichen Äckern. Und je tiefer wir kamen, desto weniger Wolken zeigten sich am Himmel.
Immer wieder kamen wir dem Odzi River sehr nahe.
Schließlich kamen wir in Mutare an.
Mutare ist eine ganz nette Stadt, mit vielen Bäumen, die teilweise am Blühen waren. Kaum hat man die Stadt , die in einem fruchtbaren Tal liegt verlassen, geht es ziemlich steil auf kurvenreicher Straße in die Berge. Dann erreicht man den Prince of Wales View Point, der einen wunderbaren Blick auf Mutare bietet.

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Ein paar Kilometer liegt das Hotel Inn of the Vumba, wo wir anfänglich absteigen wollten. Da die Wolken aber ziemlich hoch waren und es nicht regnete, entschieden wir uns, noch weiter hoch in die Berge zu fahren.
An der Abzweigung ins Essex Valley haben wir uns erst verfahren, haben es aber nach gut 10 Km gemerkt, da man mehr oder weniger durch ein Tal fuhr. So kehrten wir um, nahmen die andere Straße, die uns wieder in die Berge führte.

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Dann kam ein Hinweisschild zum White Horse Inn.
Diesem folgten wir auf einer kleinen Straße, die durch dichten Bergurwald führte.

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Als wir an dem Hotel oder Cottage ankamen, beschlossen wir sofort, hier wollen wir wohnen.
Es lag mitten im Wald, mit einem traumhaften Garten. Der Besitzer, David, ein englischer Gentleman von bestimmt 70 Jahren, begrüßte uns auf,s Herzlichste.

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Das Zimmer war groß, unterteilt in Schlaf- und Wohnraum, mit schönem Badezimmer.

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Blick von unserem Balkon

Teil 2417. Jan. 2014

BVUMBA MOUNTAINS

Hier noch einige Fotos aus dem wunderschönen Garten des Cottages.

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Die vielen bunten Schmetterlinge konnte ich leider nur filmen. Für Fotos waren sie einfach zu flatterhaft.
Aber es waren viele Schwalbenschwänze dabei, in allen möglichen Farben
Der Garten führte bis in den Bergurwald hinein. Über kleine Bäche und morsche Brücken, bis dann irgendwann Schluß war, und der Weg sich im Dschungel verlor....

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Teil 2519. Jan. 2014

BVUMBA MOUNTAINS

Am nächsten Tag fuhren wir einfach ein bisschen durch die Berge und genossen die schöne Landschaft.
Mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Es war zwar auch bewölkt, aber es regnete nicht, und die Wolken hingen nicht so tief, und das, wo Bvumba doch als das regenreichste Gebiet in Zimbabwe gilt.
Bvumba ist so ganz anders als die Chimanimani Mountains. Hier sah man keine frisch gerodeten Flächen, und von Holzindustrie sahen wir auch nichts.
In den Tälern war fruchtbares Ackerland zu sehen. Auf den kurvenreichen Straßen durch die Berge kamen wir immer wieder durch dichte Bergurwälder. Immer wieder hatte man schöne Blicke in die Täler, mit kleinen Seen.

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Und dazwischen, natürlich in bevorzugter Lage, riesige,tolle Residenzen von irgendwelchen reichen Leuten.
Während wir so dahin fahren, sehe ich am Strassenrand ein sehr kleines Schild zu Tony,s Coffee Shop.

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Das kommt gerade richtig. So,n Stückchen Kuchen wäre jetzt nicht verkehrt.
Was uns dann erwartete, stellte alle unsere Erwartungen in den Schatten.
Vorweg genommen, wir hatten noch nie , auch in Deutschland nicht, so einen geilen Kuchen gegessen.
Dann kam Tony, um die Bestellung aufzunehmen. Doch Tony kam nicht einfach an unseren Tisch, er schwebte förmlich heran.
Dann zählte er alle Kuchen, Kaffees und Schokoladen auf, die er heute im Angebot hatte. Es waren bestimmt 10 verschiedene Kuchen. Er stellte seine Kuchen wie in einem Gourmet Restaurant vor.
Das war nicht einfach Brandykuchen, für den ich mich entschieden hatte, sondern Kuchen an Brandy, der nicht den Geschmack der Sahne überdeckt………jedenfalls so ungefähr…..
Und das war das Ergebnis…

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Es war wirklich eine nette Begegnung mit Tony, wir hatten uns noch länger mit ihm unterhalten. Und wenn man bedenkt, auf welch kleinem Raum er mit seinem Angestellten diese Köstlichkeiten zaubert, unglaublich.
Zurück im White Horse Inn brauchten wir erst einmal einen „ Verdaungsdrink“……

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Teil 2621. Jan. 2014

BVUMBA MOUNTAINS - BOTANICAL GARDEN

Unser letzter Tag in dem Bvumba Mountains.
Natürlich haben wir uns auch den Botanischen Garten angeschaut. Dieser Park wurde 1920 von der Ehefrau eines Geschäftsmannes angelegt, der dort sein Wochenenddomizil baute.

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Ich hatte mir den Park etwas größer vorgestellt, aber er war schon eine Augenweide.
Angefangen bei den vielen blau blühenden Hortensien, die typisch für die Bvumba Mountains sind, bis zu Baum – und Palmfarnen.
Es gibt eine schöne Parklandschaft mit gepflegten Wiesen, Teichen, Brücken, und einem kleinen Teehaus,

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Und es gibt auf der anderen Seite dichten Urwald mit verschlungenen kleinen Wegen, riesigen Bäumen, an denen Lianen rankten und Orchideen wuchsen.
Wir hörten wieder sehr viele Vögel, aber entdecken konnten wir in dem Dickicht wieder keinen.

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Der angegliederte Campingplatz war nicht sehr einladend.
Und so verließen wir den Park nach zwei Stunden wieder. Fuhren noch etwas in der Gegend rum, und verbrachten den Nachmittag in unserer Lodge.
Dort lernten wir einen Herren aus Mutare kennen, der mit seinem 12 jährigen Sohn ( einem Orchideenliebhaber ) zum wiederholten Male extra den Botanischen Garten besuchten.
Er lud uns zu einem Glas Scotch ein, und wir hatten eine nette Unterhaltung. Dann wurde es Zeit für das Dinner.
Das White Horse Inn ist in der ganzen Gegend bekannt für das gute Essen. Dementsprechend voll war das Restaurant dann auch. Fast alles Gäste aus Mutare.
Die Speisekarte war klein, aber fein.
Josef nahm das Impala Schnitzel, ich entschied mich für Curry Chicken
Guckt mal……

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Alles auf der rechten Seite des Fotos gehörte zu meinem Gericht…..... 🤩 😗 
Als Fazit kann ich nur sagen, hier würde ich immer wieder absteigen.
Die Bvumba Mountains haben mir insgesamt besser gefallen, als die Chimanimani Berge. Dies mag auch daran liegen, dass wir dort besseres Wetter und eine bessere Unterkunft hatten.
Aber auch die Berge waren natürlicher, hier hat die Holzindustrie noch nicht ihre Spuren hinterlassen
Für uns immer wieder einen Besuch wert.

Teil 2726. Jan. 2014

BVUMBA - GWERU

Am nächsten Morgen wurden wir im White Horse Inn sehr herzlich von David verabschiedet. Hier hatten wir uns wirklich sehr wohl gefühlt. Doch unser Zeitplan ließ keinen längeren Aufenthalt zu.
Wir hatten nun eine längere Fahrstrecke vor uns, die uns quer durch das Land Richtung Kariba See führte.
Wir hatten an sich vorgehabt, in Chivhu im Vic,s Tavern Hotel eine Übernachtung einzulegen. Im Reiseführer wurde diese Kleinstadt als ganz nett beschrieben, mit vielen kolonialen gut erhaltenen Gebäuden, von denen das Vic,s Tavern eines sein sollte.
Doch als wir dort ankamen, entschieden wir sofort, weiter zu fahren.
Hier tobte das pure afrikanische Leben. Die Kreuzung war wohl ein Verkehrsknotenpunkt nach Südafrika. Jedenfalls nach den Nummernschildern der LKW,s zu urteilen, die zu Hunderten links und rechts der Straße parkten.
Es herrschte eine unvorstellbare Lautstärke…..jeder LKW Fahrer musste wohl beweisen, dass er eine funktionstüchtige Hupe hatte. Dazwischen das laute Geschreie von den Frauen und Männern, die ihre Ware den Fahrern anboten. Die Marktstände und die unzähligen Garküchen konnten wir hin und wieder durch die Lücken der parkenden LKW,s entdecken.
Und mitten drin entdeckten wir unser Hotel. Das hätte bei dem Spektakel mit Sicherheit eine schlaflose Nacht bedeutet.
So beschlossen wir weiter zu fahren.
Zentimeter um Zentimeter krochen wir an den parkenden und rangierenden LKW,s und den umherlaufenden Leuten vorbei, raus aus dem Ort.
Es wäre sicherlich interessant gewesen dort herum zu füßeln, aber die Lautstärke war einfach kaum zu ertragen.
Da es noch früh am Nachmittag war, beschlossen wir bis nach Gweru durch zu fahren.
Von Potje , den wir ja im Gonarezhou Park getroffen hatten, haben wir gehört, dass der Antelope Park in Gweru sehr schön sein soll.
Also auf dorthin.
Gegen 16 Uhr erreichten wir den Antelope Park.
Schon an der Rezeption merkten wir, dass hier der Kommerz Vorrang hat.
Die Begrüßung war sehr freundlich, aber man bekam sofort eine Liste der nicht ganz billigen Aktivitäten in die Hand gedrückt, ……Elefantenreiten, Löwenbabys streicheln, Lionwalk standen ganz oben auf der Liste.
Es gab aber auch noch Game Drive, Bird Viewing, Canoeing, Fishing Trips, Horse Ride, etc….
Der zuständige Angestellte stand uns auch sofort zur Seite.
Wir entschieden uns, erst einmal den Camp Site in Augenschein zu nehmen.
Dieser lag schön angelegt direkt am See auf einer grünen Wiese.
Da wir auch hier mal wieder die einzigen Gäste waren, hatten wir freie Auswahl. Wir entschieden uns für den vorletzten Platz. Die einzelnen Plätze sind großzügig angelegt, mit Grillplatz, überdachten Sitzgelegenheiten mit Stromanschluss und Wasserhahn.

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Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, bekamen wir Besuch vom Hauszebra, daß vom frischen grünen Gras reichlich fett war…

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Den Abend verbrachten wir nach dem Kochen vor unserem Zelt, tranken noch das ein oder andere Glas Wein, bis wir merkten, wie uns immer kälter wurde.
Also krochen wir irgendwann ins Zelt.
Es wurde immer kälter, im Laufe der Nacht zogen wir sämtliche Register um uns warm zu halten...... 😮
Irgendwann lagen wir in unserer gesamten Montur, ( Socken, Jeans, Pullover, Fleecejacke ) die wir bei unserer Abfahrt aus Deutschland Anfang November dabei hatten, unter unseren dünnen Fleecedecken……….und froren uns durch die Nacht…… 😵 😠 

Teil 2827. Jan. 2014

GWERU ANTELOPE PARK

Die Nacht war grauselig kalt, erst in den frühen Morgenstunden sind wir eingeschlafen.
Noch nie haben wir Anfang Dezember so eine kalte Nacht erlebt. Angestellte erzählten uns, dass Gweru zu den kältesten Orten in Zimbabwe zählt……wie wahr.
Den Tag verbrachten wir auf dem Campingplatz.
Es war mal wieder an der Zeit, Wäsche zu waschen und das Auto etwas aufzuräumen.
Es wurde nicht langweilig.
Entweder besuchten uns die hauseigenen Pferde, die vom Zebra immer wieder verjagt wurden, oder dieser kleine Geselle

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????? kennt jemand den Namen dieses Piepmatzes ????
Während unserer Kaffeepause trabten dann laut trompetend fünf Elefanten am Zaun entlang, um sich in den See zu stürzen.
Der Aufpasser der Elis kam gar nicht hinterher, und hatte anschließend seine Mühe, die Tiere in die gewünschte Richtung zu dirigieren.
Später besuchten wir auch die Bar. Sie liegt erhöht direkt am See, mit schönem Blick in die Landschaft.

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Gegen 16 Uhr startete auch das Lion Walking. Acht Leute nahmen daran teil. Wir konnten es von der Bar aus gut beobachten. Die zwei Löwen, ein weiblicher und ein männlicher, gingen vorweg, stutzten kurz, setzten sich in Bewegung, und stürmten ins Gebüsch davon.
Ob die acht Gäste ihren Walk dann alleine fortsetzten entzog sich unseren Blicken. Jedenfalls erfuhren wir später, dass es gewollt ist, dass die Löwen die Impalas jagen, und gegebenfalls auch Beute machen.
Wir meldeten uns dann noch im Restaurant für das Diner an. Es gab ein einfaches Büffet, nichts Besonderes, satt sind wir aber geworden. Abends im Restaurant war es voll, die meisten Gäste waren wohl in den Chalets oder im Tented Camp. Unser Campingplatz war jedenfalls immer noch leer.
Nachmittags merkten wir schon, daß es wärmer war wie am Vortag. Und unsere Hoffnung auf eine mildere Nacht sollte sich bestätigen….:)

Teil 2929. Jan. 2014

GWERU - CHIZARIRA PARK

Nach einer durchschlafenen Nacht ließen wir uns am nächsten Morgen mit der Abfahrt etwas Zeit.
Unser nächstes Ziel war der Chizarira National Park.
Wir hatten gehört, dass die Straße Gweru – Kwekwe – Gokwe bis zur Binga-Karoi Piste durchgehend asphaltiert sei.
So dachten wir, dass wir die knapp 400 km gut schaffen würden. Doch weit gefehlt.
Bis Gokwe war die Strasse wirklich in gutem Zustand, und wir kamen gut voran. Was dann auf den nächsten 120 Kilometer folgte, war die Katastrophe schlechthin. Der Asphalt existierte noch, war aber übersät mit zum Teil richtig tiefen Löchern.
Streckenweise war es etwas besser, sodaß man sich in Sicherheit wog, und etwas mehr Gas gab, um gleich darauf in das nächste Loch zu knallen.
So reduzierte sich unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer…..:(
Für die schöne Landschaft hatten wir kaum noch einen Blick.
So zogen die Stunden dahin…..
Erst gegen 17.30 Uhr erreichten wir bei Nenyunka die Binga-Karoi Piste.
Uns war jetzt schon klar, dass wir unser Ziel nicht im Hellen erreichen würden.
Die Sonne sank ziemlich schnell Richtung Horizont und knallte uns frontal in die Scheibe, dass wir Mühe hatten etwas zu sehen. Und es liefen viele Leute auf der Straße herum.
In Siabuva flanierte glaube ich das gesamte Dorf auf der Straße. Es war schließlich Sonntag, und man wollte sich zeigen, treffen und scheinbar einfach spazieren gehen.
Dann war es endgültig dunkel. Unsere Scheinwerfer waren auch nicht der Hit. Durch den Aufprall mit dem Schaf leuchtete der rechte Scheinwerfer eher den Himmel ab als die Straße .
Insgesamt war es nicht sehr angenehm, diese Strecke im Dunkeln zu fahren.
Dann tauchten in der Dunkelheit die ersten Schilder auf, die aber nur auf einer Seite beschriftet waren. Um nicht wenden zu müssen, stieg ich aus, um mit einer Taschenlampe das Schild zu beleuchten. Auf halbem Weg zum Schild sprach mich plötzlich eine männliche Stimme an, ob wir die Abzweigung zum Chizarira Park suchen. Ich hatte mich derartig erschrocken, hatte ich doch nicht damit gerechnet, in dieser Walachei im Dunkel angesprochen zu werden.
Ich sah in der rabenschwarzen Nacht auch niemanden. Aber wahrscheinlich war dort eine bewohnte Hütte. Der nette Herr hat wohl meinen Schrecken mit bekommen, und wir mussten beide lachen.
Die Abzweigung käme beim nächsten Schild. Ich bedankte mich und ging zum Auto zurück. Josef war mittlerer Weile auch ausgestiegen, da er mich reden hörte, aber niemanden sah…. 🤩
Wir hatten gehofft, nach der Abzweigung einen Schlafplatz irgendwo in den Büschen zu finden.
Aber die Gegend war wohl ziemlich dicht bevölkert. Wir sahen im Dunkeln zwar keine Dörfer, aber es liefen sehr viele Leute auf dem Weg herum, der immer weiter in die Berge führte.
Ich frage mich bis heute, ob die Einheimischen im Dunkeln besser sehen wie wir. Sie liefen barfuß, mit Körben und schweren Wassereimern auf dem Kopf über Stock und Stein,….und das im Zappendustern…….Ich hätte mir, auch ohne die Last auf dem Kopf wahrscheinlich die Hacksen gebrochen, zumindest ständig die Zehen angestoßen…… 🙄
Wie dem auch sei,…….wir haben jedenfalls keinen Schlafplatz gefunden, da der Weg immer steiler in die Berge führte.
Gegen 21:30 kamen wir am Gate des Parks an, was natürlich schon geschlossen hatte.
Hier bot sich ein Schlafplatz an, da vor der Schranke eine ebene Fläche war.
Der Ranger hatte wohl schon geschlafen, jedenfalls kam er in Shorts aus seinem Häuschen und erlaubte uns , hier zu übernachten.
Möglichst leise, um ihn nicht zu stören, bauten wir im Licht unserer Scheinwerfer das Zelt auf.
Zu Essen habe ich diesen Abend nichts mehr gekocht. Wir waren auch einfach nur müde.
Aber auf ein, zwei Gläser Wein wollten wir zum Ausklingen des Tages dann doch nicht verzichten.

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Am nächsten Morgen…….

Teil 3002. Feb. 2014

CHIZARIRA NATIONAL PARK

Am nächsten Morgen sahen wir erst, in was für einer schönen Landschaft wir uns befanden.
Wir standen quasi mitten im grünen Wald.
Das wir schon so hoch in die Berge gefahren waren, war uns im Dunkeln gar nicht aufgefallen.
Der Ranger, der uns am Abend zuvor in Shorts begrüßte, erschien nun in schicker gebügelter Uniform. Wir erkannten ihn kaum wieder. Er erklärte uns, daß wir nicht bei ihm den Parkeintritt bezahlen müssen, sondern beim Office im Park.
Wir bedankten uns noch herzlich bei ihm, dass er uns übernachten ließ, gaben ihm als Dank 5 US$, worüber er sich sehr freute.
Auf das Frühstück verzichteten wir und kochten nur einen Kaffee. Wir hatten ja vor, eine Nacht dort oben zu schlafen. Aber heute wollten wir nachmittags schon in Binga sein.
So entschieden wir, wenigstens zu einem ausgiebigen Picknick hoch zu fahren.
Die Piste war teilweise etwas steinig, führte manchmal steil bergauf, an den steilsten Passagen war sie betoniert .
Aber immer führte sie durch eine grandiose Landschaft, an tiefen Taleinschnitten vorbei, durch dichten Bergwald hindurch.
Hier nun einige Fotos….

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Oben angekommen suchten wir als erstes das HeadquarterOffice, um den Parkeintritt zu bezahlen. Es war gar nicht so einfach zu finden. Der Weg führte noch einige Hundert Meter an der Abzweigung zu Mucheni View und Mucheni Gorge vorbei.
Nach dem Bezahlen mussten wir also wieder zurück fahren.
Der kleine Weg war ausgeschildert und führte durch dichten Wald. Plötzlich flogen vor uns drei riesige schwarze Vögel mit weißen Flügelspitzen vor uns auf. Sie flogen total elegant durch die dicht stehenden Bäume hindurch. Wir dachten beide zuerst an einen uns unbekannten Adler. Die Gesichter konnten wir leider nicht erkennen, und wir sahen die Vögel im Flug nur von unten.
Das Geheimnis sollte sich aber schnell lüften. Kurze Zeit später sahen wir am Boden zwei Hornraben sitzen. Beim näher kommen flogen sie sofort auf, und sahen von unten betrachtet genauso aus.
Sonst sahen wir keine anderen Tiere, außer eine Antilope, die panisch über den Weg sprang um sofort im Gebüsch wieder zu verschwinden. Es ging so schnell, daß wir nicht mal die Art bestimmen konnten. Schade, schließlich soll es hier ja auch viele Elefanten geben. Aber dafür muss man wahrscheinlich einige Tage hier verbringen. Und wir waren ja nur zum Picknick hier.
Zuerst kamen wir an Mucheni Gorge vorbei.
Von dem Unterstand, der sogar eine Abzäunung hatte, erhielt man einen Ausblick in die Schlucht, der einmalig war.

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Unterstand Mucheni Gorge


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Blick in die Schlucht

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Unser Ziel war aber Mucheni View.
Hier war keine Abzäunung beim Unterstand. Und es war irgendwie beängstigend. Unser GPS zeigte genau 1900 Meter Höhe an. Man hätte bestimmt 300 Meter freien Fall gehabt.
Die Aussicht war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. So wirklich nah an den Abgrund hat sich keiner von uns getraut…..

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Unterstand Mucheni View

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Blick hinunter in das Zambesi Tal

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Nach einem ausgiebigen Essen sahen wir uns noch etwas um.
Für uns Bodenzeltler hätten wir hier Schwierigkeiten gehabt einen geeigneten Platz zu finden. Es war steinig und etwas abschüssig. Der Platz Mucheni Gorge wäre besser geeignet gewesen.
Für ein Dachzelt kein Problem.
Wasser gab es an beiden Plätzen nicht.
Ich quetschte mich noch auf das saubere Plumpsklo. Es war sehr beengt gebaut, und für beleibte Leute könnte es ein Problem darstellen.
Alles in allem war es aber ein lohnenswerter Ausflug durch eine vielfältige, traumhafte Landschaft, mit Bergen, Schluchten, Bergwäldern und Hochplateaus.

Teil 3104. Feb. 2014

CHIZARIRA PARK - BINGA

Nach unserem ausgiebigen Picknick am Mucheni View Camp site machten wir uns langsam auf den Rückweg.
Nun sahen wir auch im Hellen, was wir während unserer Fahrt im Dunkel verpasst hatten.

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Aber, ich muß sagen, die Strecke sah im Dunkeln nicht so schlimm aus wie bei Tageslicht. Aber es war alles gut zu fahren.
Nun sahen wir auch die Dörfer, die am Wege lagen. Und es waren viele Tongadörfer je weiter wir uns der Ebene näherten.

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Insgesamt benötigten wir, mit Fotostopps, gut 2 ½ Stunden, um die Straße Binga-Karoi zu erreichen.
Unser nächstes Ziel war wie im letzten Jahr die Masumu River Lodge .
Hier wollten wir den Manager TJ erneut treffen.
Die Freude und Überraschung beim Wiedersehen war dann auch dementsprechend groß.
Wir wollten denselben Bungalow wie letztes Jahr gerne beziehen, da dieser einen wunderschönen Blick auf den Kariba See hatte.
Er war auch frei, aber TJ warnte uns, dass nebenan Großwildjäger wohnen würden.
Ich mußte erst mal schlucken, Josef war es wurscht, und ich dachte, ok, wir sind ja verträgliche Leute und wir müssen ja keine Freunde werden.
Also bezogen wir nach einem Drink an der Bar und netter Unterhaltung mit TJ unseren Bungalow und freuten uns, wieder für zwei Tage hier zu sein.
Aber, wir sollten noch unseren „ Spaß „ mit diesen Jägern haben…… 😈 😣 😈 🤢 😈 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢

Teil 3209. Feb. 2014

BINGA - MASUMU RIVER LODGE

Nun zu der Begegnung mit der dritten Art….. 🤩

Zuerst eine Beschreibung der Bungalows.
Es sind Doppelbungalows. Jeder mit eigener Terrasse, getrennt durch eine hohe Mauer, in der Mitte ein schmaler Durchgang zur Nachbarterrasse. Jeder Bungalow hat von oben einen eigenen Zugang zur Terrasse, sodaß der Nachbar an sich unbehelligt bleibt.
Bei uns verhielt es sich anders.
Gleich am ersten Tag, als wir es uns auf der Terrasse gemütlich gemacht hatten, kam plötzlich die Gattin des Jägers um die Ecke unserer Terrasse, sah uns dort sitzen, und quetschte sich wortlos an uns vorbei zu ihrem Eingang.
Hmmm…….ich hätte ja zumindest …Sorry… gesagt, wenn ich gesehen hätte, daß dort mit mal Leute wohnen.
Unser Bungalow war ja bis dato unbesetzt, und so hatte ich ihr das Durchgehen verziehen. Aber nun wussten ja beide, dass wir da waren. Ihre Terrasse sah völlig unbenutzt aus, Tisch und Stühle standen unbenutzt in der Ecke, aber sie hatten ja auch andere Interessen.
Aber Pustekuchen…….eine Stunde später verließ besagte Dame ihren Bungalow um sich im Badedress auf den Weg zum Pool zu machen……und wieder wortlos über unsere Terrasse.
Ein wenig Fassungslosigkeit machte sich in mir breit……. Erst regte ich mich innerlich auf über soviel Unverschämtheit, dann auch verbal . Ich hoffte förmlich, dass die Tante noch einmal bei uns vorbei kam, um ihren Senf ab zu kriegen........ 😗
Ich brauchte nicht lange warten.
Schon hörte ich Stimmen, die sich über unsere Treppe näherten. Der Großwildjäger persönlich wollte sich mit seiner Gattin über unsere Terrasse zwängen.
Da hatten sie aber nicht mit mir gerechnet. Ich erwartete sie schon auf unserer Treppe…… 😈 😈
Und wenn ich wütend bin, kann ich auch sehr gut auf englisch meckern.
Ich wies sie darauf hin, dass dies unserer Zugang ist, und sie unsere Privatsphäre verletzen würden, wenn sie ständig über unsere Terrasse latschen . Ich bot mich noch lautstark an, ihnen den Weg zu ihrem Bungalow zu zeigen, falls sie ihn noch nicht kennen würden.
Der Jäger entschuldigte sich tausendmal, zog völlig devot mit einer Verbeugung mehrmals seinen Hut vor mir und zog sich zurück.
Dann hör ich die beiden im Dunkeln über uns schimpfen, und zwar auf Deutsch. Es waren Österreicher. Das hätte ich vorher wissen sollen, dann wäre mein Gemecker noch besser gewesen.
Aber nun dachten wir, daß das Thema ausgestanden wäre.
TJ der Manager fragte abends noch, wie wir miteinander auskommen. Ich erzählte ihm von den Vorkommnissen, und dass wir die Situation geklärt hätten. Er bot noch an, zwei Stöcker in den Durchgang zu stellen. Ich meinte aber, das sei nicht notwendig.
Weit gefehlt….
Am nächsten Tag lief besagte Tusse ( sorry an alle anderen Österreicher ) erneut vom Pool kommend über unsere Terrasse, um eine Stunde später erneut zu erscheinen.
Doch dieses Mal baute ich meine 164 cm mitten im Durchgang auf und verstellte ihr den Weg. Ich versuchte ihr zu erklären, dass sie unsere Privatsphäre ständig verletzten würden, und sie einen eigenen Zugang zu ihrem Bungalow hätten. Dies stieß auf völliges Unverständnis. Sie hätten hier schließlich gebucht, und dies sei ein öffentlicher Durchgang, den sie auch nutzen würden. Ich erklärte, daß sie diesen Durchgang ab sofort nicht mehr nutzen werden. Die Alte, die deutlich kräftiger war als ich, versuchte mich zur Seite zu drängen, ich hielt dagegen…… erst als Josef auch aufstand, gab sie nach und verschwand schimpfend über ihren Weg.
Aber noch nicht genug.
Abends kamen beide zurück, lieb und brav über ihren eigenen Weg. Na gucke, geht doch…., dachte ich noch.
Die Terrassentür wurde aufgeschlossen, die Else ging rein, er guckte noch mal schnell durch den Durchgang, um uns zu zurufen…..und das laßt euch mal auf der Zunge zergehen….“ Ihr assozialen Dreckscheisser „…..
Als meine Kinnlade wieder hochging hatte er die Terrassentür schon hinter sich zu geknallt. So konnte ich ihm leider keine passende Titulierung zurück erwidern.
Wir waren fassungslos über so viel Unverschämtheit.
Ich weiß ja nicht, was für einen Umgangston solche reichen Großwildjäger zu Hause in ihrem Umfeld pflegen, aber so etwas haben wir noch nicht erlebt.
Wahrscheinlich denken solche Leute, wenn sie in Afrika sind , dass sie sich auf Grund ihres Geldes alles erlauben können, dass sie nur mit dem Finger schnippen brauchen, und alle Leute gehorchen ihnen in gebückter Haltung.
Wahrscheinlich waren sie mein Verhalten einfach nicht gewohnt. Das mit mal jemand da steht, der ihnen nicht alles durch gehen läßt.
Der Manager hat sie am nächsten Tag auch noch einmal auf ihr Verhalten angesprochen.
Auch da fühlten sich beide immer noch im Recht, und bestanden darauf, dass es sich bei dem Weg über unsere Terrasse über einen öffentlichen Durchgang handelt, den sie jeder Zeit benutzen können.
Auf die Frage, sie sollen sich vorstellen, sie sitzen auf ihrer Terrasse, und ein anders Farbiger würde ständig an ihnen vorbei laufen, ob sie das dann auch noch als öffentlichen Durchgang sehen würden, gingen sie wortlos weg, und verließen mit ihrem gesamten Tross die Lodge.
Aber wir haben auch einen tollen Tag auf der Lodge erlebt......... 🙂

Teil 3312. Feb. 2014

MASUMU RIVER LODGE

Wie gesagt, wir hatten aber auch, abseits des Großwildjägergelaberes, schöne Erlebnisse und nette Bekanntschaften in der Masumu River Lodge.
TJ erwartete abends Gäste aus Bulawajo, die am nächsten Morgen eine Angeltour gebucht hatten.
So fragte er uns kurzentschlossen, ob wir seinen Angestellten bei einer Angeltour begleiten möchten, um die besten Fischgründe zu erkunden. Klar wollten wir……
Ich gab aber sofort zu bedenken, daß ich noch nie eine Angel in der Hand hatte, und, falls sich ein Fisch an meinen Haken verirren sollte, ich diesen auch nicht töten würde.
Wäre alles kein Problem.
So starteten wir nachmittags in brütender Hitze auf den Kariba See. TJ lieh mir Gott sei Dank noch sein Strohhütchen.

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Wir überquerten den halben See, um uns zwischen den abgestorbenen Bäumen einen Ankerplatz zu suchen.

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Unser Bootsführer, seinen Namen habe ich leider vergessen, drückte uns jeweils eine Angel in die Hand und präparierte unsere Köder, die wir bis auf den Seegrund ablassen sollten.
Da fing für mich schon die erste Schwierigkeit an. Meine Angelleine sank samt Köder in die Tiefe und verhedderte sich gnadenlos, geschweige denn, dass ich wußte, wo der Seegrund anfängt…… 😕 
Aber der Bootsmann hatte große Geduld mit mir. Auch beim zweiten Versuch war ich völlig überfordert. Manno, …..es war mir schon peinlich, wie bräsig ich mich anstellte.
Ich war nur froh, daß wir die Angel nicht auswerfen mussten, sondern nur ins Wasser gleiten ließen….wer weiß, was sonst noch passiert wäre...... 😊
Aber irgendwann hatte auch ich den Dreh raus.
Der Köder verschwand ordnungsgemäß an gespannter Leine in den Tiefen des Kariba Sees, der hier 7 Meter tief sein sollte.

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in professioneller Angelhaltung, oder ???

Da die Angel keinen Schwimmer besaß, sollten wir auf die Leine achten, ob sie zu zucken anfängt.
So starrten wir auf das Wasser und auf die Leine.
Bei Josef zuckte wohl etwas. Jedenfalls holte er langsam die Leine ein,….die Angelrute spannte sich zu einem Bogen,……um sich gleich wieder zu entspannen…… 😮 
Weg war der Fisch.
Wir sollten die Leine ruckartig aus dem Wasser ziehen.
OK, wir warteten, blinzelten in der Sonne auf das Wasser und auf eine Bewegung an unseren Angelschnüren.
Nichts tat sich. Ich blinzelte ja manchmal auch nach nebenan…… 😗 ..., konnte aber nichts erkennen, als unser Bootsmann plötzlich die Angel hoch riss, und ein dicker Bream daran hing. Ich war sofort mit dem Kescher zur Stelle, um den Brocken behutsam ins Boot zu hiefen. Irgendwie tat der schöne Fisch mir Leid.
Aber er wurde wenigstens in eine große Reuse ins Wasser gelegt.

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Und Zack,….der nächste Bream wurde an Land gehievt. Aber nicht von uns.
Nach zwei Stunden entschieden wir uns für eine Bierpause, in der Hoffnung, danach wird alles besser.

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Aber, um es vorweg zu nehmen, unsere Fangquote lag bei null Prozent…..:(
Aber insgesamt brachten wir drei große Breams und einen Wels mit nach Hause. Der Wels wurde aber wieder frei gelassen, da scheinbar ungeniessbar.

Teil 3413. Feb. 2014

MASUMU RIVER LODGE


Irgendwann wurden wir etwas ungeduldig, auf gut deutsch gesagt, wir hatten beide keine Lust mehr zum Angeln. Und die Augen taten fast weh, vom Anstarren der Leine und vom Flimmern des Wassers...... 🙄
Da es auch schon spät war, die Sonne war fast untergegangen, war unser Bootsführer einverstanden, wieder nach Hause zu fahren.
Die Reuse mit den Fischen wurde aus dem Wasser geholt und ins Boot gelegt. Sie zappelten nur einmal kurz und schienen sich in ihr Schicksal ergeben zu haben.

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Der Fahrtwind auf dem Rückweg war sehr erfrischend, von weiten sahen wir schon die Lichter der Lodge.
Unten am kleinen Hafen angekommen, nahm sich unser Bootsführer einen Fisch, wir bekamen die zwei Dicksten. Und die wogen zusammen bestimmt 5 Kilo. Ich schleppte die Reuse zum Auto, stieg ein und wollte die Reuse gerade zwischen meine Beine stellen, als die Fische einen riesigen Satz darin machten... 🤩 …….Mensch, hab ich mich verjagt…..ich dachte, sie wären schon tot, da sie sich nicht mehr bewegten.
Zurück in der Lodge hörten wir aus dem Barbereich Stimmen. Nun gut, Durst hatten wir auch.
Das Ehepaar aus Bulawayo, was am nächsten Morgen angeln wollte war schon angekommen.
Wir wurden herzlich begrüßt. Unsere Beute begutachtet und gelobt. Kleinlaut musste ich aber zugeben, dass wir zu blöd zum Angeln waren.
TJ nahm uns den Fisch ab und brachte ihn in die Küche.
Wir nahmen noch einen Drink an der Bar mit den Beiden, und sofort entwickelte sich eine eifrige Unterhaltung.
Doch der Höhepunkt war, dass es zum Dinner unseren Fisch gab, in Gedanken selbst gefangen, und ganz frisch aus dem Wasser.
Mit vier Personen hatten wir Mühe alles auf zu essen. Aber ich habe noch nie so einen leckeren , gut zubereiteten Fisch gegessen. Leider habe ich kein Foto davon gemacht…..:(
Den Abend ließen wir an der Bar mit TJ, David und Shelly bei dem ein oder anderen Gläschen ausklingen.
Die beiden hatten am nächsten Morgen auch nicht viel mehr Glück. Shelly hatte aber immerhin einen Fisch gefangen.
Am späten Vormittag hieß es dann Abschied nehmen, was hier immer schwer fällt.

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unten der Barbereich, oben das Restaurant


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der Barbereich, mit tollem Blick auf den See

TJ gab uns noch einen tiefgefrorenen Bream für den nächsten Grillabend mit auf den Weg, eine passende Flasche guten Weißwein packte er noch dazu.
Schweren Herzen verließen wir die Lodge, und wir werden bestimmt wieder kommen.

Nun aber freuten wir uns auf den Hwange…….. 🙂

Teil 3516. Feb. 2014

BINGA - HWANGE PARK

Bevor wir in den Hwange Park aufbrachen, fuhren wir noch einmal nach Binga, um unsere Vorräte etwas aufzufrischen.
Ich glaube, in Binga wird sich auch die nächsten 20 Jahre nichts ändern. Es gibt nach wie vor nur die beiden kleinen Supermärkte, in denen es nur Trockensortiment gibt.

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Aber immerhin, wir erstanden Brot und die letzte Flasche Gin mit dem dazu gehörigen Tonic.
Bei den Marktständen draußen erschöpfte sich das Angebot bei Tomaten, Zwiebeln , Kartoffeln und jede Menge Trockenfisch. Bei den ersten dreien langten wir dann auch zu.
Der Fisch roch uns zu streng, geschweige denn, dass ich weiß, wie man Trockenfisch zubereitet. Eine Marktfrau meinte, man kocht ihn in Wasser, eine andere bevorzugte das Garen in Öl.
Die Geschmäcker sind wohl unterschiedlich.
Aber wir hatten ja unsere tiefgefrorenen Breams von TJ im Kühlschrank, die Abends auf dem Grill landen sollten.
Nun ging es endlich wieder los.
Vom letzten Jahr hatten wir von der Landschaft ausserhalb Bingas nicht viel gesehen, da es in den Bergen derartig geregnet hatte, dass man nichts erkennen konnte, außer, dass alles unter Wasser stand.
Da war es dieses Jahr schon angenehmer.
Wir kamen vorbei an kleinen Dörfern

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An Marktständen

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An Flüssen

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Und tauchten dann in eine wirklich schöne Berglandschaft ein

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Fuhren über einige Pässe

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Um schließlich die Asphaltstraße Bulawayo – Hwange zu erreichen.

Teil 3619. Feb. 2014

HWANGE PARK - MAIN CAMP

Als wir an der Hauptstraße Bulawyo – Hwange ankamen, entschieden wir, diese einfach zu überqueren und geradeaus über Dete in den Hwange Park zu fahren.
Diese Strecke war landschaftlich sehr angenehm. Es war sehr grün und waldig. Kurz vor Dete bogen wir links ab, auf direktem Weg zum Parkeingang.
Und schon sah man die ersten Elefantenköddel am Wegesrand liegen. Wir waren schon gespannt, was uns dieses Jahr im Hwange erwarten würde, hatten wir doch in 2012 tausende Elefanten gesehen. Damals kam uns der Park völlig überbevölkert vor.
Aber erst einmal einchecken.

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Schon beim Vorfahren zum Office im Main Camp kam uns alles sehr verlassen vor, keine Leute die herumliefen, keine Gamedriveautos, keine Touris.
Die Dame im Office begrüßte uns herzlich und entschuldigte sich für ihr Mittagsschläfchen.
Wir bezahlten den Parkeintritt erst einmal für 4 Tage und für 2 Tage Camping im Main Camp.
Die Dame wies uns noch darauf hin, dass, falls wir eher ausreisen, wir das Geld nicht erstattet bekommen. Aber, warum sollten wir.
Beim Eintragen in das Buch sah ich, dass die letzten Campinggäste vor 2 Tagen dort waren.
So hatten wir freie Auswahl auf dem riesigen Platz. Wir waren wie im letzten Jahr mal wieder die einzigen Gäste auf dem Camp site, und das am Wochenende.

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Ein paar wenige Chalets waren auch noch von Einheimischen belegt.
Bevor wir das Zelt aufbauen konnten, kam erst einmal ein dicker Regenschauer herunter. Davon sollten wir die nächsten Tage noch des Öfteren betroffen sein.
Nachdem wir das Zelt dann aufgebaut hatten, machten wir ein verspäteten Lunch, und brachen zu unserem ersten Game Drive auf. Dieser fiel nur sehr kurz aus, da es erneut einen Wolkenbruch gab.

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Gesehen haben wir nichts. Das erste Wasserloch lag völlig verwaist da.

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Wir tranken noch ein Gläschen Wein im Schutz des Hides und warteten den Schauer ab.
Gott sei Dank hatten wir unsere Stühlchen wieder hinten ins Auto gepackt.
Etwas mehr Sorge bereitete uns das Feuerholz, das ungeschützt draußen lag. Schließlich wollten wir abends unseren Fisch grillen.
Aber so schnell wie der Regen kam, verschwindet er auch wieder.
So stand einem Grillabend nichts mehr im Wege.
Das Feuerchen tat sich anfangs etwas schwer, glühte dann aber optimal für unsere Fische.

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Aber irgendwie schmeckten sie nicht ganz so lecker wie in der Masumu River Lodge.
Vielleicht hätte ich sie doch entschuppen sollen….. 😗

Teil 3723. Feb. 2014

HWANGE PARK - MAIN CAMP

Am nächsten Morgen sah das Wetter wieder sonniger aus.
Wir haben etwas ausgeschlafen, und nach einem guten Frühstück unseren nächsten Gamedrive unternommen.
Auf unseren vielen Reisen haben wir nämlich fest gestellt, daß wir die meisten Tiere immer gegen 10 Uhr gesehen haben, und nicht morgens um 5 oder 6 Uhr.
Wir hatten von einem anderen Fomi einige Fotos von der Dame an der Schranke dabei, die wir ihr überreichen wollten. Leider hatte das Mädel eine Woche Heimaturlaub und war nicht anwesend.
Aber die Vertretung am Schlagbaum versprach, ihr die Fotos nach ihrer Rückkehr auszuhändigen.
Schade, ich hätte gerne ihre überraschten Augen gesehen.
Nun ging es aber endlich los…..
Gleich zu Anfang sahen wir Giraffen

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die ganz rechte Giraffe macht einen süßen Kussmund...... 😘

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Und ein paar Wasserböcke

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Die Dom Pan ist wohl ein Paradies für Giraffen. Jedenfalls tummelte sich , wie im Jahr zuvor auch, gleich eine ganze Horde am Wasserloch

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Da die Piste immer sehr unangenehm zu fahren ist, in der Mitte befinden sich völlig ausgefranste Asphaltreste, fuhren wir den Loop zur Nyamandhlovu Plattform.

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Auf dieses Wasserloch hatten wir uns sehr gefreut. Hatten wir dort doch letztes Jahr unzählige Elefantenherden gesehen.

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Foto von 2012
Zu unserer Enttäuschung war das Wasserloch dieses Mal völlig verwaist.

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Wir machten es uns im Hide bequem, und konnten wenigstens einige Vögel beobachten.
Zum Beispiel Kronenkraniche

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Und Hornraben

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Und ein Krokodil am anderen Ufer

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Unsere Ruhe wurde jäh gestört, als sich ein großer Bus näherte.
Als aus diesem Bus dann auch noch eine Schulklasse von bestimmt 40 Schülern im Alter von 6-10 Jahren nebst Betreuern herausströmte, war es mit der trauten Zweisamkeit endgültig vorbei.
Aber die Jungs und Mädels wurden augenblicklich instruiert, dass sie sich am Wasserloch leise verhalten sollen.
Und die Kleinen kamen so was von diszipliniert die Treppe des Hides hoch……., staunten, und waren wohl auch etwas enttäuscht von der Tierausbeute.
Etwas hilflos schauten die Kleinen in alle Richtungen, ob es denn doch noch etwas zu sichten gab.
Etwas Leben kam dann in die Truppe, als wir unsere zwei Ferngläser den Kindern gaben.

Jeder wollte mal durchschauen, und sie wurden artig weiter gereicht. Jeder bekam beim nahen Anblick des Krokodils einen Schrecken. Ganz zum Schluß durften die Mädchen dann auch mal durchschauen.
Als die Lehrer dann den Aufbruch bekannt gaben, erhielten wir brav das kleine Fernglas zurück.
Wo das Große abgeblieben war, sahen wir einen Moment später.
Ein kleiner Junge stand auf der Treppe, mit stolz geschwellter Brust, so David Livingston mäßig, sah mit dem Fernglas in die Ferne, und ein Lehrer machte mit dem Handy ein Foto von ihm.

Teil 3825. Feb. 2014

HWANGE PARK - MAIN CAMP

Wir fuhren noch etwas in der Gegend rum, von Wasserloch zu Wasserloch,…..und sahen keine Tiere……. 🙁
Wo waren nur die unzähligen Elefanten geblieben ?
Auf die große Runde Richtung Kennedy Pan und Ngweshla Pan verzichteten wir diese Mal.
Irgendwie enttäuscht machten wir uns dann auf den Rückweg zum Main Camp.
Wir freuten uns noch einmal über Giraffen….

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Und sahen am Ende unseres Gamedrives dann doch noch im Gebüsch die grauen Riesen….. 🙂 😁

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Uns kam den ganzen Tag nicht ein anderes Auto entgegen. Aber wir begegneten insgesamt drei Schulbussen mit Kindern. Und das fanden wir sehr beeindruckend für ein Land wie Zimbabwe. Es wird den Kindern scheinbar die Tier und Pflanzenwelt auf solchen Ausflügen näher gebracht.
So lernen sie früh, die Schätze der Natur zu achten und zu lieben.
Zurück auf dem Camp site hatten wir uns erst einmal ein kaltes Bierchen verdient.
Geändert hat sich auf dem Platz innerhalb des letzten Jahres wenig.
Als der Warden vorbei kam, um sich zu erkundigen, ob alles in Ordnung sei, fragte ich nach Feuerholz zum Anheizen der Donkeys. Ganz stolz sagte er mir, das sei nicht mehr notwendig. Sie haben jetzt wohl eine Art „ Zentralheizung „ , womit den ganzen Tag über Warmwasser zur Verfügung steht.
Schade war nur, dass auf der Frauenseite nur eine Badewanne vorhanden ist, und keine Dusche.
So blieb mir nur die Männerdusche, was aber nicht weiter dramatisch war, da ja sonst niemand da war. …..ich wäre sonst aber zum Duschen auch dahin gegangen…… 😊
Zum Abendessen gingen wir dann in das kleine Restaurant, was heute auch von einigen Einheimischen besucht war, und eine kleine Speisekarte, mit durchaus schmackhaften Gerichten bietet.

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Zum Abschluß unseres Abends gingen wir noch in die angrenzende Bar, um uns dann im Licht unserer Taschenlampe wieder Richtung Zelt zu bewegen.
Der Weg ist nicht ganz ungefährlich, denn am Rande des Camp sites sind viele Wäscheleinen aus Draht gespannt, die im Dunkeln nur schwer zu erkennen sind.
Aber man läuft mit dem Hals nur einmal davor, danach kennt man die Durchgänge zwischen den Leinen…….. 😗

Teil 3903. März 2014

MAIN CAMP - SINAMATELLA

Nach dem Frühstück fuhren wir geruhsam Richtung Sinamatella, nicht ohne diesen Weg auch als Gamedrive zu sehen.
Da wir uns auf der Hauptstraße bewegten, führte diese uns automatisch an der Dom Pan vorbei.
Von Giraffen war dieses Mal nichts zu sehen, dafür aber diese Gesellen.

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Dann fuhren wir erneut an unserer Lieblingswasserstelle, der Nyamandhlovu Pan vorbei.
Auf den ersten Blick sahen wir wieder nichts.
Aber das Krokodil lag immer noch da, und im Wasser trieb irgendein aufgeblähter Kadaver. Vielleicht ein Büffel.

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Leider haben wir von der weiteren Aktion kein Foto gemacht, aber ich habe eindrucksvolle Filmaufnahmen davon.
Das Krokodil ließ sich ins Wasser gleiten.
Anhand seines Rückenkamms sahen wir, dass es sich auf den Kadaver zu bewegte. Dann tauchte es unter und entschwand unseren Blicken. Der Kadaver lag ruhig im Wasser, alle Beine in die Luft gestreckt.
Wie von unsichtbarer Hand bewegt, fing er mit mal an, sich im Wasser um seine eigene Achse zu drehen, die Beine immer noch in der Luft.
Dann schoss das Krokodil plötzlich in rasanter Geschwindigkeit aus dem Wasser, biss in den Kadaver, drehte sich mehrfach um die eigene Achse, dass das Wasser nur so spritzte, und riss sich einen dicken Happen aus dem leblosen Tier.
Dieser Vorgang wiederholte sich mehrfach. Das Krokodil schwamm jetzt an der Wasseroberfläche, und man sah förmlich, wie es sich den Kadaver in die passende Position drehte, um dann in einer für ihn günstigen Position zu zuschnappen.
Das war schon ein beeindruckendes Schauspiel, mit welcher enormen Kraft das Krokodil zu Werke ging.
Irgendwann tauchte es wieder ab, und wir setzten unsere Fahrt fort.
Unterwegs freuten wir uns wieder, einem einzelnen Elefanten zu begegnen.

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Wir fuhren nur langsam, da die Hauptstraße nicht wirklich der Hit war.

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Man kann sich nur freuen, wenn die Asphaltreste irgendwann ganz verschwunden sind.
Dann erreichten wir die Shumba Pans. Wir hielten uns einige Zeit dort auf, sahen aber kaum ein Tier.

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Nur diesen Reiher

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Ab Shumba wurde die Piste endlich besser . Der Asphalt war verschwunden. Und gleichzeitig wurde die Landschaft auch interessanter. Es wurde hügeliger, in der Ferne tauchten Berge auf. Die Piste verläuft in Kurven durch Granitfelsen und durch Mopanewälder

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Hier sahen wir auch wieder Giraffen
Und einzelne Elefanten

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Dann erreichten wir den Masuma Dam.
Hier war wirklich der Bär los, aber nicht tiermäßig.
Man hörte den Lärm schon von weitem. Der Damm wurde wohl für die nächste Regenzeit aufgerüstet. Bagger pflügten sich durch die Erde, um den Damm zu erhöhen.

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Am gegenüberliegenden Ufer hatte sich ein vollbeladener LKW festgefahren und das Gerödel drum herum war riesengroß.

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Mir taten nur die Hippos leid, die sich in der Mitte des Sees zusammen drängten. Die großen, ängstlichen Augen konnte man durch das Fernglas gut erkennen.
Ich habe nur gehofft, dass zu der Zeit keine Touris hier vorgebucht haben, und dann auf einer lärmenden Baustelle hocken müssen.
Weiter ging es in nördliche Richtung. Es war weiterhin bergig, aber die Vegetation wurde zunehmend trockener.
Wir besuchten noch den Mandavu Dam, aber auch hier ließ sich kein Tier blicken.

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Dann schlängelt sich der Weg durch die Hügel, bis es hoch auf das Plateau geht, wo das Sinamatella Camp liegt.

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Teil 4007. März 2014

SINAMATELLA

Sinamatella,………schon der Name klingt in meinen Ohren schön.
Zweifellos zählt dieses Camp für mich zu den Schönsten im Park. Trotz nicht so prickelnder Sanitäranlagen.
Das Camp liegt auf einem Plateau, von dem man einen atemberaubenden Blick in die Ebene hat.

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Der Campingplatz liegt direkt an der Steilkante, ebenso der Hide, der einem Schutz vor Sonne und auch Regen geboten hat.

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Wir bauten unser Zelt nahe des Hides unter einem spärlichen Schattenbaum auf. Wir waren mal wieder die einzigen Gäste.
Diesen Nachmittag blieben wir einfach auf dem Platz und genossen die grandiose Aussicht.

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Ein riesiges Regengebiet näherte sich aus dem Tal. Kurze Zeit später zuckten die ersten Blitze.

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Kurze Zeit später öffneten sich die Schleusen am Himmel. Wir hatten keine Chance mehr, auch nur halbwegs trocken das Auto zu erreichen. So harrten wir im Hide aus und bekamen nur etwas Sprühregen ab. Dieser war aber auch schon unangenehm, da es sich durch den Regen auch schlagartig abgekühlt hatte.
Es war schon ein beeindruckendes und auch beängstigendes Schauspiel, diese mächtigen Blitze ringsherum zu sehen, gefolgt von lautem Donnerknallen.
Aber auch das ging vorüber , der Himmel klarte auf und gab die goldene Abendsonne frei.

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Also schnell zum Auto und einen Sundowner geholt…..:)
Der Warden brachte uns später noch Feuerholz, und wir verbrachten den Abend gemütlich auf unseren Stühlchen und tranken im Schein des Feuers ein,zwei Gläschen Wein.

Teil 4111. März 2014

SINAMATELLA

Am nächsten Morgen saßen wir gerade beim Frühstück, als zwei Wardens auf dem Weg zu den Sanitäranlagen waren. Diese wurden ausgiebig gereinigt.
Danach ging einer zum Hide, um es sauber zu wischen und zu fegen. Der Regen und wir mit unseren Schlappen hatten doch etwas Dreck zurück gelassen.
Der andere stellte sich namentlich bei uns vor, fragte, ob alles in Ordnung sei, und ob wir eine heisse Dusche möchten. Wir verneinten beide die Dusche, nahmen unseren Pott Kaffee, und begaben uns auch zum Hide. Mal gucken, was im Tal so los war.
Und tatsächlich sahen wir in der Ferne wieder eine kleine Gruppe Elefanten.

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Wir kamen auch mit der Reinigungskraft beim Hide ins Gespräch, und irgendwann fragte er uns, ob wir letztes Jahr ungefähr zur selben Zeit auch hier waren……….JAAAAA, waren wir…….:)
Aber wir konnten uns nicht wirklich an ihn erinnern.
Da wir irgendwann auf Gamedrive fahren wollten, verabschiedeten wir uns, räumten unser Frühstück zusammen, erledigten den Abwasch, und saßen gerade über unseren Karten, um zu schauen, welche Wege wir fahren wollen, als besagte Reinigungskraft auf uns zu steuerte.
Er gab uns beiden die Hand, entschuldigte sich vielmals, daß er sich nicht namentlich vorgestellt hatte, und holte es hiermit nach.
Sein Name sei Gottfried.
Huch,……dachte ich,…..da fährt man nach Zimbabwe, und lernt einen Gottfried kennen……. mit dieser Namensgebung hatte ich hier nun nicht unbedingt gerechnet.
Aber ich fand es total lieb, wie diese Leute sich per Handschlag bei einem vorstellen.
Obwohl wir uns an keinen Gottfried vom letzten Jahr erinnern konnten, er bestand darauf, sich an uns zu erinnern.
Doch nun wollten wir auf Wildbeobachtungsfahrt gehen.
Die Gegend um Sinamatella ist dafür sehr geeignet und sehr abwechslungsreich.
Als erstes fuhren wir zu der Stelle, wo wir im Jahr zuvor das sensationelle Erlebnis hatten, miterleben zu dürfen, wie ein Löwenrudel einen Büffel gerissen und verspeist hatte.

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Foto von 2012
Wir fanden genau diese Stelle auch wieder, aber von Büffelknochen keine Spur mehr…..:(
An anderer Stelle fanden wir immerhin diese Reste.

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Wir fuhren dann die Sinamatella River Road ab, und sahen immerhin eine Herde Rappenantilopen.

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Im weiteren Verlauf saßen Herr und Frau Hammerkopf mitten auf der Straße, und ließen sich durch unser heran nahendes Auto in keinster Weise stören.

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Von der Sinamatella River Road bogen wir dann in den Lukosi River Loop ab.
Diese Strecke ist sehr empfehlenswert.
Diese Piste windet sich meist direkt am Flussbett entlang, durch teils dichten Wald mit großen schattenspendenden Bäumen.
Der Fluss führte nur noch sehr wenig Wasser.

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Der Elefant war leider schon wieder auf dem Abmarsch.

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Wir fuhren diesen Loop, der landschaftlich wunderschön war, aber wir sahen keine Tiere mehr.
So entschieden wir uns, zum Campsite zurück zu fahren.

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Da wir im Laufe unserer vielen Afrikaurlaube schon so viele Tiere gesehen hatten, war die magere Ausbeute irgendwie nicht wirklich schlimm. Dann stand die Landschaft einfach im Vordergrund.
Zurück auf dem Platz schauten wir noch beim ehemaligen Restaurant vorbei.
Wir nahmen uns ein kaltes Bier zum Trinken mit, da es hier schon seit Jahren nichts mehr gibt.
Aber man kann sich immer noch vorstellen, wie die Gäste einst auf der Terrasse gesessen haben, lecker gegessen und getrunken haben, immer mit dem Blick auf das Tal und die Tiere dort.

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Leider ist es schon lange her
Aber das Flair kann man immer noch spüren.
Insgesamt ist Sinamatelle für uns ein Muss.
Auch wenn unsere Tiersichtungen dieses Jahr nur wenig waren. Die Landschaft entschädigt dafür für einiges.
So kann ich es jedem empfehlen, bzw. nur denjenigen, die nicht jeden Tag eine Dusche im Busch brauchen.
Wir hatten dort jedenfalls drauf verzichtet…………. 🙄

Teil 4214. März 2014

SINAMATELLE - ROBINS CAMP

Hatte ich doch so gehofft, bei unserer zweiten Zimbabwe Tour mal auf Wildhunde zu stoßen, wurden wir auch dieses Mal enttäuscht.
Aber soooo wenig Tiersichtungen wie in diesem Jahr war schon eine Riesenenttäuschung. …… 🙁
Vielleicht waren wir vom letzten Urlaub einfach zu verwöhnt worden.
Also machten wir uns nach zwei Tagen Sinamatella auf in Richtung Robins Camp.
Um es vorweg zu nehmen, wir sahen auf der gesamten Strecke rein gar nichts.
Selbst der Deteema Dam lag einsam und verlassen da, obwohl der See viel Wasser führte. Irgendwie ist auf die Tiere kein Verlass mehr…….. 😠
Somit gibt es auch keine Fotos…..:(
Die Landschaft war aber recht anschaulich. Ging es erst durch Mopanewälder, fuhren wir, je weiter es auf Robins Camp zu ging durch teils grüne Waldlandschaft mit großen schattenspendenden Bäumen.
Am späten Mittag erreichten wir das Camp

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An der Rezeption war wohl gerade Mittagspause. Jedenfalls war niemand anwesend.
Nach kurzem Suchen trafen wir auf David, der den kleinen , neu eröffneten Shop betreibt.
Er holte eine Dame herbei, die uns anbot, erst einmal das kleine Museum im Turm zu besichtigen.
Das taten wir dann auch. Über recht brüchige Treppenstufen wagten wir uns nach oben.
Im Ausstellungsraum wird die Geschichte von Herbert George Robins dargestellt, der sich hier 1914 nieder ließ, und dem es zu verdanken ist, dass hier ein Tierschutzreservat entstanden ist, das später mit dem Wankie Game Reserve zusammen geschlossen wurde.
Es sind viele alte Fotos von Robins zu sehen, aber auch viele Gebrauchsutensilien aus der damaligen Zeit. Es war schon sehr interessant.
Von ganz oben, auf der Plattform des Turms hat man einen schönen Rundumblick.
Wieder unten angelangt, kam auch wieder Leben in das Camp.
Wir entschlossen erst einmal nur eine Nacht zu bezahlen, falls hier auch keine Tiere sind.
Wieder auf dem Parkplatz, stellte sich bei uns Augastin vor, der Betreiber der ebenfalls wieder eröffneten Bar.
Klar hatten wir Durst, und kehrten bei ihm ein.
David gesellte sich auch zu uns, und beide freuten sich, seit längerer Zeit wieder Gäste zu haben.
Wie in einer kleinen Bar in Zimbabwe üblich, wurde sämtliche Ware, die im Angebot war, auf einem Regal ausgestellt.
Wir entdeckten Gin, und bestellten zwei erfrischende Gin Tonics.
Aber die Erfrischung endete damit, dass das Tonic Water nicht kalt gestellt war. 🙄 Augastin bot sich sofort an, diese ins Eisfach zu legen.
Also disponierten wir um, und bestellten zwei Bier.
Es gab mehrere Sorten, aber von jeder Sorte war nur eine Flasche in dem großen Kühlschrank kalt gestellt . Wir nahmen ein Zambezi und ein Castle.
Wir wiesen den guten Augastin darauf hin, dass er mehr Getränke kalt stellen muss, es könnten ja auch mal mehrere Leute auf einmal kommen, und dass er so mehr verkaufen könne, und auch Strom sparen würde, wenn der Kühlschrank richtig gefüllt ist.
Das sah er sofort ein, füllte den Kühlschrank auf, auch mit kaltem Tonic, sodaß wir versprachen, abends noch einmal auf einen Gin Tonic vorbei zu kommen.
Nun wollten wir erst einmal unser Zelt aufbauen.
Wir waren mal wieder mutterseelenalleine auf dem Platz, und entschieden uns für Platz Nr. 14.
Dieser schien uns am schattigsten zu sein.

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Teil 4319. März 2014

ROBINS CAMP

Natürlich machten wir nachmittags auch noch einen Gamedrive.
Da die Umgebung von Robins Camp als Löwengebiet gilt, hielten wir danach besonders Ausschau.
Leider fanden wir keine..... 🙁
Wir hatten beschlossen, zu den Crocodile Pools zu fahren.
Der Weg führte durch Mopanewald, mal bergauf, mal bergrunter, über kleine Furten

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Eine wirklich schöne Strecke.
Da sich bereits im Camp einige Wolken aufbauten, hatten wir sicherheitshalber unsere Stühlchen ins Auto gepackt.
Und das war auch gut so, denn als wir den kleinen Hide bei den Crocodile Pools erreichten, sahen wir, dass dieser keine Bänke hatte.
So kamen unsere Stühlchen zum Einsatz, und wir richteten uns mit einem kalten Bier dort gemütlich ein.

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Wir sahen zwar kein Krokodil, dafür lebte im Wasser aber eine Gruppe Hippos.

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Leider habe ich das wirklich noch sehr kleine Baby nicht auf,s Foto bekommen, da es meist zum Säugen unter Wasser war und ansonsten von der Mutter bestens behütet und abgeschirmt wurde.

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Es war so schön, mal wieder in Ruhe Tiere beobachten zu können.
Nach ca. zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Camp, da ich einmal im Hellen unser Essen zubereiten wollte.
Heute gab es schnelle Küche. Chakalaka aus der Büchse, noch etwas verfeinert, dazu nur noch Reis gekocht, fertig,……ziemlich scharf, aber lecker.
Eine gute Grundlage für unseren Gin Tonic.
Nach dem Abwasch setzten wir uns ins Auto, und fuhren, wie versprochen, hoch zur Bar.
Zu Fuß war uns der Weg zu lang. Man hört schliesslich immer wieder, dass öfters Löwen durch das Camp laufen.
Augastin und David erwarteten uns schon mit großem HALLO in der Bar.
Dieses Mal war der Tonic tatsächlich eiskalt, ebenso der Gin. Nach einem heißen Tag die absolute Erfrischung.
Die Beiden gönnten sich ein Bier, stolz wurde uns der nun gut gefüllte Kühlschrank gezeigt.
Eine angeregte Unterhaltung folgte. Man merkte förmlich, wie stolz die Zwei waren, dass die Bar und der Shop wieder eröffnet haben, und sie hier arbeiten können.
Sie baten uns einige Fotos zu machen, und sie hier im Forum einzustellen, damit alle Leute sehen können, dass es mit Robins Camp wieder aufwärts geht.

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Augastin und David

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Ferner erklärten sie uns noch, wie die Parkverwaltung handelt. Das war ganz interessant zu hören.
Zuerst wurde in das Main Camp investiert, in den dortigen Shop und das Restaurant.
Das dort eingenommene Geld wird dann in die anderen Camps investiert, sodass im Robins Camp irgendwann auch ein Restaurant wieder eröffnet werden kann. Die Bar und der Shop waren nur der Anfang.
Nur für das verfallene Restaurant in Sinamatella suchen sie private Investoren.
Im Laufe des Abends gesellten sich dann noch der Herr von der Rezeption und ein anderer Angestellter zu uns , bestellten sich auch ein Bier, und freuten sich, dass Touristen da sind, mit denen sie sich unterhalten können.
Alle baten uns, doch bitte viele Gäste zu ihnen zu schicken,…..was ich hiermit noch einmal mache…..:)
Es war wirklich ein netter, unterhaltsamer Abend. Aber nach zwei Gin Tonics verabschiedeten wir uns, und wollten den Abend noch vor unserem Zelt ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen entschlossen wir uns spontan zur Weiterfahrt.
Wir entschieden uns, noch einmal im Senyati Camp vorbei zu schauen, wegen der Elefanten und so….:)
Wie versprochen schauten wir auch bei David im Shop vorbei, der uns Diesen stolz präsentierte.
Alles war akkurat aufgebaut, und sehr sauber.
Auch diese Fotos sollten wir hier veröffentlichen, und etwas Werbung für ihn machen.

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Es gibt hier nur Trockensortiment.
Aber wer mal einen Beutel Reis oder Mehl oder Toilettenartikel benötigt,……HIN DA…….:)..:)

Teil 4424. März 2014

ROBINS CAMP - PANDAMATENGA - SENYATI CAMP

Wie schon gesagt, entschlossen wir uns am nächsten Morgen Richtung Botswana zu reisen.
Ziel sollte erneut das Senyati Camp sein…….irgendwo mussten sich ja schließlich die ganzen Elefanten versteckt haben…..:)
So brachen wir frohen Mutes auf.
Auf dem Weg zur Grenze in Pandamatenga fuhren wir erneut durch die Matetsi Safari Area.
Hier sahen wir im hohen Gras einige Tiere. Zebras, Rappenantilopen, Giraffen.
Am erstaunlichsten fand ich aber die Regeneration der Natur innerhalb eines Jahres.
Waren wir im November 2012 durch total verbranntes Land gefahren

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Foto von 2012
Fuhren wir jetzt durch grüne Landstriche, in denen wieder Tiere leben konnten.

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Erstaunlich, wie überlebensfähig die Bäume auch nach einem Feuer sind, und nach der nächsten Regenzeit wieder austreiben.
Welche Kraft das Wasser noch hat, sieht man hier.

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Die Grenzformalitäten in Pandamatenga verliefen wie immer sehr zügig.
Wir mussten das Temporary Import Permit wieder abgeben, erhielten unsere Ausreisestempel, und uns wurde eine gute Weiterreise gewünscht.
Draussen wurden unsere Pässe noch einmal von einem freundlichen, uniformierten Zollbeamten kontrolliert.
Er wollte auch noch einmal einen Blick in unser Auto werfen. Kein Problem sagten wir.
Beim Öffnen der Heckklappe fiel im sofort ein Beutel mit einigen Kartoffeln und Zwiebeln auf.
Oh, die müssten wir wegwerfen, die dürften wir nicht nach Botswana einführen.
Egal, wir wollten sowieso in Kasane frisch einkaufen.
Aber zum wegwerfen fand ich es dann doch zu schade. Also bot ich den Beutel dem Zollbeamten an.
Oh, dass dürfe er als Zollbeamter nicht annehmen.
Hmmm, also schaute ich mich nach einem Mülleimer um, fand aber keinen, und der Beamte sagte, ich solle den Beutel einfach dort an den Rand legen.
Gesagt, getan….
Die Papiere und das Auto waren ansonsten in Ordnung. Die Alkoholitäten, sprich Bier und Wein spielten keine Rolle.
Uns wurde erneut eine Gute Reise gewünscht.
Im Weggehen sah der Beamte dann „ zufällig „ unseren Beutel dort liegen. Lächelnd hob er den Beutel auf, und meinte, Plastikbeutel sollten hier nicht herum liegen, er nimmt ihn mal mit……
Auf diese Weise hatte er den Beutel ja nicht direkt angenommen, sondern eher gefunden….
Wir verabschiedeten uns einvernehmlich uns angrinsend…..
Auf der Botswana Seite ging es ähnlich schnell.
Da es an diesem kleinen Grenzübergang kein Custom gibt, erhielten wir unseren Einreisestempel, und waren fertig.
Noch der kurze Blick in unser Auto, und der Hinweis, dass wir keine frischen Lebensmittel einführen dürfen, und wir konnten weiterfahren. Die Gebühren für die doppelte Einreise nach Botswana hätten wir uns sparen können.
Der Weg nach Kasane verlief unspektakulär.
Im Camp wurden wir freundlich von Low empfangen.
Da wir früh da waren, war der Platz noch leer, und wir hatten freie Auswahl unter den Camp sites. Wir entschieden uns, wie im Jahr zuvor für die Nummer 5.
Wir wurden gefragt, welche Ausflüge wir buchen möchten, nach Vic Falls oder an die Chobe Riverfront ?
Als wir sagten, Vic Falls waren wir schon 5x, und alles andere machen wir selber, erlosch das Lächeln.
Wir buchten zwei Nächte, und bezahlten zusammen 640 Pula.
Dann bauten wir unser Zelt auf, und bereiteten etwas zu Essen zu.

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Auffallend war, das die gesamte Fläche über der Spüle mit Warn – und Sicherheitshinweisen zu gepflastert war.
Fast schon lustig fand ich den Hinweis, sich an der Rezeption Reflektoren zu kaufen, diese auf den Koffer kleben, damit man die flüchtenden Diebe im Dunkeln besser verfolgen kann.
Nun, wir verzichteten darauf, und hatten keinerlei Probleme.
Heute wollten wir einfach nur faulenzen.
Wir fuhren nachmittags nach Kasane, um unsere Lebensmittel aufzufrischen.
Wir fanden alles Notwendige im Sparmarkt und im gegenüberliegenden Bottlestore.
Zurück im Senyati Camp gingen wir an die Bar, um ein kaltes Bierchen zu trinken, und um eventuell die ach so sehr vermissten Elefanten zu sichten.
Aber, als wir das Wasserloch erblickten, war uns gleich klar,…….hier trinkt bestimmt kein Elefant mehr.
Das Wasser war nur noch eine veralgte grüne Brühe.
Sahen wir im Jahr zuvor wenigstens noch unzählige Marabus und Gänse am Wasserloch, so war dieses Jahr absolute tote Hose.
Low erklärte uns, dass er die Wasserpumpe abgestellt habe, da eh keine Elefanten mehr kommen, und dass die Marabus alle Frösche weg gefressen hätten, und deshalb weiter gezogen seien.
Aber ich glaube eher, dass in so einer grünen Suppe nicht mal mehr ein Frosch überlebt hätte.
Es war ein trauriger Anblick, das Wasserloch so zu sehen.
Eine kleine Freude hatten wir an diesem Abend aber noch….
Unser lecker Grillen

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Mit Hühnchenspieß und Boerewors

Teil 4527. März 2014

SENYATI CAMP - CHOBE RIVER FRONT

Am gestrigen Nachmittag kamen noch einige Gäste im Senyati Camp an, sodaß insgesamt 4 Plätze belegt waren.
Nach unserem Abendessen sind wir noch an die Bar gegangen.
Und,…..wer marschierte da in der Dunkelheit heran ????........ein Elefant.
JUHUUU, unser erster Elefant im Senyati Camp….:)
Er steuerte direkt auf die Wasserstelle zu, schnupperte am Wasser, hat bestimmt die Nase gerümpft, und verschwand wieder in der Dunkelheit.
Die Gäste am Nachbartisch , es waren Franzosen, verabschiedeten sich, da sie um halb 6 morgens zu einem gebuchten Gamedrive an der Chobe Riverfront abgeholt werden sollten.
Bei einem Glas Gin Tonic unterhielten wir uns noch eine Weile mit Louw.
Dieser war aber hauptsächlich damit beschäftigt, seinen Angestellten über Mobiltelefon Anweisungen zu geben.
So wollten wir auch gerade gehen, als ein Nachtwächter die Treppe hochkam.
Wir waren etwas erstaunt, den Wachmann in fast weißer Kleidung zu sehen.
Aber wir wurden sehr schnell aufgeklärt,……so könne Louw besser erkennen, ob sich die Wachleute nachts hinlegen und schlafen.
Na ja, auch eine Art der Überwachung……die Frage, ob sie sich denn mal hinsetzten dürften, habe ich mir gespart.
Die lautstarke Abfahrt der Franzosen am Morgen war nicht zu überhören.
Aber da es recht kühl war, haben wir uns noch schön in unsere Decken gemummelt, und sind wieder selig wieder eingeschlafen.
Überhaupt haben wir uns an diesem Morgen viel Zeit gelassen.
Nach unserem ausgiebigen Frühstück kam auch schon das französische Pärchen von ihrem Game Drive zurück.
Neugierig, wie ich bin, bin ich sofort zu ihnen, um zu hören, was sie alles an der Riverfront gesehen haben.
Fast gar nichts,……kam die Antwort, nur ein paar Hippos und Antilopen. Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben, vor allem auch darüber, dass sie dafür um 4 Uhr aufgestanden sind.
Nun, versäumt hatten wir ja scheinbar nichts.
Louw kam vorbei, um sich zu erkundigen, ob wir keinen Gamedrive machen wollen, 6 Uhr sei dazu schließlich die passende Zeit, um viel zu sehen. …..Ich war irgendwie froh, ausgeschlafen zu haben.
Mittlererweile war es 10 Uhr, wir erledigten noch den Abwasch, und fuhren so gegen 11 Uhr Richtung Kasane und in den Park.
Es war schon ziemlich heiß geworden als wir am Gate ankamen und den Parkeintritt bezahlten.
Aber es war schön, wieder auf Gamedrive zu sein.
Man hat ja immer wieder die Hoffnung, doch etwas Schönes und Spannendes zu sehen.
Im Park blieben wir nicht auf der Hauptpiste, sondern bogen direkt in Richtung Chobe River ab.
Es war wieder einmal schön hier zu sein, da wir jedes Mal denken, es könnte ja das letzte Mal sein.
Zuerst sahen wir Impalas mit ihren halbwüchsigen Babys.

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Dann im Uferbereich diesen stolzen Kudubullen

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Dann diesen alten Wasserbüffel, der mit seinem großen Nabelbruch nicht mehr ganz so glücklich drein schaute

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UND DANN………an der nächsten Flussbiegung ,……sahen wir sie……unsere so sehr herbei gesehnten Elefantenherden…….:)

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Und noch mehr Fotos

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Ich kann euch gar nicht sagen, wie überglücklich wir über diesen Anblick waren, wo uns doch alle gesagt haben, zur Mittagszeit braucht man keinen Gamedrive zu machen.
Aber wir wussten,…..irgendwo mussten sich die Elis ja versteckt haben……

Teil 4601. Apr. 2014

CHOBE RIVER FRONT

Nur schwer konnten wir uns von den Elefanten am Chobe losreißen.
Aber auch abseits des Flusses sahen wir einige Tiere.
Wir begegneten erneut einigen Kindergärten von Impalas, die von den Erwachsenen bewacht wurden, und das direkt am Wegesrand.

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Aber auch Elefanten kreuzten erneut unseren Weg.

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Irgendwann bemerkten wir, dass sich von Namibia her eine bedrohliche Regenfront auf uns zu bewegte.

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Aber sie war noch weit weg. Wir fuhren immer weiter am Fluß entlang, und sahen noch diese Gesellen

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Eine kurze Pause musste auch mal sein

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In der Nähe von Serondella sahen wir noch Büffel.

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Bei White Sands entschieden wir dann doch, uns auf den Rückweg zu machen.
Zu bedrohlich sah der Himmel aus.

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Und dann öffneten sich die Schleusen…..

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Man sah praktisch nichts mehr. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich die Landschaft in eine Seenplatte, in der man kaum den Weg erkennen konnte.
Es dauerte einige Zeit, bis der trockene Boden diese Wassermassen aufsaugen konnte.
Trotzdem entschieden wir, den unbefestigten Weg am Fluß entlang zurück zu fahren, in der Hoffnung, noch ein paar Tiere zu sehen.
Die hatten sich aber allesamt verabschiedet.
Keine Büffel mehr, keine Elis, selbst die Impalas waren verschwunden.
Nach geraumer Zeit kamen uns die ersten Touristenfahrzeuge der 16 Uhr Gamedrives entgegen.
Eingemummte Touristen, die sich auf den offenen Wagen gegen den nun nachlassenden Regen zu schützen versuchten.
Freundlich winkende Japaner, die die Hoffnung viele Tiere zu sehen noch nicht aufgegeben hatten.
Wir aber freuten uns, dass wir nicht zu den viel gepriesenen Gamedrivezeiten ( 6 Uhr und 16 Uhr ) losgefahren sind, sondern erst um die Mittagszeit.
Etwas Glück muss man halt auch mal haben….:)
Zurück im Senyati Camp wollte uns niemand glauben, dass wir zur heißesten Zeit so viele Tiere gesehen haben.
Im Camp selber spielte sich an diesem Abend nichts tierisches mehr ab.
So genossen wir noch ein paar Gläschen Wein vor unserem Zelt, und ließen diesen schönen Tag noch einmal Revue passieren.

Teil 4708. Apr. 2014

SENYATI CAMP - NATA

Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir unsere Sachen im Senyati Camp zusammen, und machten uns auf den Weg nach Nata.
Die lange, zeitraubende Baustelle ist mittlerer weile auf einige Kilometer geschrumpft. Nur noch selten muss man auf die alte Straße ausweichen. Oft kann man schon auf dem neuen Asphalt fahren, stellenweise aber nur mit 30 km/h, da alle paar Meter Huppels eingebaut waren.
Uns störte es aber wenig, da wir Zeit genug hatten.
So ca. 100km vor Nata sahen wir zu unserer Überraschung wieder einige Elefanten in der Landschaft.
Hier war es sehr trocken, und nur wenig grün war an den Büschen zu sehen.
Trotzdem sahen wir vier Mal einzelne Tiere, ich schätze mal, es waren Bullen.
Dieser war auf alle Fälle einer.

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Wir hielten gerade auf einem Busparkplatz an, als der Bulle sich einen Weg durch den Zaun bahnte, und Anstalten machte, die Bundesstraße zu überqueren.

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Auch der heran nahende LKW musste dieses große Tier gesehen haben.
Uns stockte fast der Atem.
Der Elefant marschierte Richtung Straße, und der LKW reduzierte nicht im Geringsten seine Geschwindigkeit.

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Nur der Rücksicht des Elefanten ist es zu verdanken, dass es nicht zu einer Kollision kam.
Und er brachte seinen Unmut über soviel Rücksichtslosigkeit deutlich zum Ausdruck.
Er schnaubte laut, und schüttelte verärgert seinen Kopf, bevor er weiter marschierte.

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Es war nicht das erste Mal, dass wir von einheimischen Fahrern in Botswana so ein aggressives Fahrverhalten bei Elefantenbegegnungen gesehen hatten.
Am frühen Nachmittag erreichten wir die Nata Lodge.
Die Mädels am Empfang erkannten uns wieder, und freuten sich, dass wir erneut dort einkehrten.
Wir bezahlten für zwei Übernachtungen, bezogen dieses Mal Bungalow 21,und freuten uns auf die Annehmlichkeiten einer Lodge.... 😄 😗 🙂

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Den Nachmittag verfaulenzten wir am Pool….

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Dort lernten wir einige nette Leute kennen.
3 südafrikanische Ehepaare, die in der Reisebranche tätig waren und 2 deutsche Ehepaare.
So standen wir alle mit unseren Kaltgetränken im wohltemperierten Pool, und quatschten das Blaue vom Himmel.
Diesen Tag widmeten wir einfach nur unserem Wohlbefinden.

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Und abends noch lecker Essen im Restaurant.

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Teil 4810. Apr. 2014

NATA LODGE - NATA BIRD SANCTUARY

Nach einer erholsamen Nacht in unserem klimatisierten Bungalow, begaben wir uns zu einem späten, aber ausgiebigen Frühstück.
Wir konnten schön einige Vögel an der Futterstelle beobachten. Leider reichte es nicht zu einem Foto, die Pflanzen waren einfach zu dicht.
Da wir nicht ganz so faul auf der Lodge rumhocken wollten, beschlossen wir , am späten Nachmittag in die Pans zu fahren, dem Nata Bird Sanctary.
Dies liegt nur gut 15 km von der Lodge entfernt.
Die Dame am Gate instruierte uns sofort, dass wir nur auf dem Hauptweg fahren sollten. Es hätte schon sehr viel geregnet, und die Pans sowie die Nebenwege seien nicht mehr passierbar.
Nun gut, dann also nur die Hauptpiste.
Wir sahen in den ebenen Flächen Gnus, die zusammen mit Kuhherden am Grasen waren.
Aber wir waren ja wegen den Birds hier,…..und hielten nach ihnen Ausschau.
Die Ausbeute war äußerst gering, um nicht zu sagen, sie bewegte sich gen Null.
Dafür wurde die Landschaft interessanter. Wir fuhren an den ersten Pans vorbei.

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Noch interessanter wurde es aber, als die Hauptpiste mitten durch die Pfanne führte, die voll mit Wasser war.

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Wir hielten erst einmal an, um die Lage zu checken.
Wir hatten noch die mahnenden Worte der Dame am Gate im Ohr,……nur Hauptpiste, und nicht durchs Wasser…….
Ehrlich gesagt, trauten wir uns nicht durch diese Seenplatte zu fahren.
Also suchten wir uns einen Weg durch die Pfanne, aber außerhalb des Wassers.
Josef gab ordentlich Gas, und schon nach einigen Metern war uns klar, was die Dame meinte.
Wir sackten ganz schön ein in dem weichen Boden, zogen tiefe Spuren, kamen immer mehr ins schlingern.
Josef lenkte wie wild,….. bloß nicht an Geschwindigkeit verlieren.
Ich krallte mich als Beifahrer irgendwo, so gut es ging, im Auto fest ,…….und irgendwann waren wir durch, standen wieder auf der Hauptpiste und hatten wieder festen Boden unter unseren Rädern.
Wir hielten erst einmal an, um uns nach so einer Fahrt zu beruhigen.
Nach einigen Kilometern sahen wir dann am Horizont die Aussichtsplattform, das Ziel unseres Ausflugs.
Aber wir sahen auch die nächste Wasserdurchquerung vor uns .
Da uns nun der Ehrgeiz gepackt hatte, meisterten wir, bzw. Josef auch dieses Hindernis.
Angekommen am Aussichtspunkt waren wir ehrlich gesagt etwas enttäuscht.
Hunderte Meter entfernt sahen wir endlich Vögel.

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Nur durch das Fernglas konnten wir erkennen, um welche Vögel es sich handelte.

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Wir fuhren noch einige hundert Meter an der Pan entlang, aber die Sicht auf die Tiere wurde nicht besser.
Nur mit digitalem Zoom konnten wir einige Fotos machen.
Deshalb die schlechte Qualität.
Wenn etwas mehr Wasser in der Pan und das Ufer etwas näher gewesen wäre , hätte es ja durchaus seinen Reiz gehabt.
Aber ob man dann den Aussichtspunkt erreicht hätte ???????

Teil 4917. Apr. 2014

NATA LODGE

Wir fuhren noch einige kleine Wege entlang, aber die Sicht auf die Vögel wurde nicht besser.
Wir bereuten nicht dorthin gefahren zu sein, aber ich hatte mir vom Nata Bird Sanctuary deutlich mehr erhofft und vorgestellt.
Wir nahmen den selben Rückweg, und waren froh, als wir die Piste gemeistert hatten.
Unser Auto sah aus wie Sau. Später konnten wir die harten, getrockneten Schlammbrocken aus den Radkästen kloppen.
Aber es hatte uns auch die Kabel vom Tacho abgehauen.
Josef konnte es nicht mehr flicken, sodaß wir die letzten Tage ohne Tachometer fahren mussten….:(
Wieder in der Nata Lodge angekommen, nahmen wir einen kleinen Imbiss zu uns , und begaben uns dann zum Pool.
Dort lernten wir ein junges Pärchen kennen. Die beiden waren seit 6 Monaten mit Rucksack und Zelt in Afrika unterwegs.
In Tansania waren sie gewohnt, dass es auf den meisten Campingplätzen auch eine Kochgelegenheit mit Töpfen und Geschirr etc. gab.
Da man ihnen in Kasane gesagt hatte, für die Nata Lodge sollen sie man ordentlich Lebensmittel einkaufen, gingen die Beiden davon aus, daß es auf dem dortigen Camp Site auch so eine Kochgelegenheit gibt, was aber nicht der Fall war.
Nachdem wir uns etwas kennen gelernt hatten, boten wir ihnen an, ihnen unser Geschirr und Kocher zur Verfügung zu stellen. Wir brauchten es ja nicht, da wir im Bungalow waren.
Die zwei nahmen dankend an.
Am späten Nachmittag fuhren wir zu ihrem Camp Site und luden unsere Kisten mit Geschirr und Töpfen aus. Zusätzlich stellten wir ihnen noch unseren Tisch und Stühle und unser Gaslicht hin.
Die Beiden sagten am nächsten Morgen, dass sie so toll noch nie campiert hatten, und sich überlegen, das nächste Mal vielleicht auch ein Auto mit so einer Ausrüstung zu mieten.
Wir freuten uns, den Beiden so eine Freude bereiten zu können.
Dann verabschiedeten sich die Zwei, um nach Nata zu laufen und den Bus nach Kasane zu nehmen.
Bepackt waren sie mit Rucksäcken, einer vorne, einer hinten auf dem Rücken, und in jeder Hand noch Taschen…….so etwas kann man wahrscheinlich nur mit 20 Jahren machen und überstehen,………. ich fühlte mich an unsere Rucksacktour durch Sri Lanka, damals noch Ceylon erinnert, da unser VW Bulli von Rameswaram in Indien nicht verschifft werden konnte.

Nach einem leckeren Abendessen verbrachten wir den Abend an der Bar, wo wir ein nettes Ehepaar aus Südafrika kennen lernten.
Er arbeitete in einer Mine in der Nähe von Pretoria.
Und die Beiden hatten vor, am nächsten Morgen gegen 3 Uhr in aller Frühe aufzubrechen, um in einem Rutsch durchzufahren.
Wir wollten am nächste Tag nach Maun aufbrechen.
Daher verabschiedete sich die Ehefrau früh. Ihr Mann, David, blieb noch bei uns, und wir unterhielten uns angeregt, bestellten natürlich auch Getränke,..... Gin Tonics...., und der Abend wurde immer später…..
Irgendwann fiel mein Blick auf eine Flasche mit schwarzem Inhalt. Ich fragte David, um was es sich da handelt. Er wusste es auch nicht, also bestellte er gleich mal 3 Pöttchen davon.
Es schmeckte irgendwie nach Lakritz mit Alkohol.
Höflich wie ich bin, sagte ich,……mhhh, ganz lecker…..also gleich noch ne Runde bestellt. …..mein Fehler…..puhhhhh……..Josef wollte natürlich in Nix nachstehen,…….also noch ne Runde……Ich sagte noch, für mich bitte nicht,….aber die Bardame hatte schon drei Gläschen eingeschenkt...... 😠
Da gab es dann auch für mich kein Zurück mehr...... 🤢
Gott sei Dank wollte die Dame dann ihre Bar schliessen.
Wir verabschiedeten uns herzlich von einander, und eierten dann zu unseren Bungalows zurück. ..... 🤪 ..
David wohnte 2 Häuschen neben uns.
Ich merkte jetzt schon, dass dies wohl meine Jahreshauptvergiftung sein würde……. 🤢
Wir fielen müde ins Bett, und wurden gegen 7 Uhr morgens von Autogeräuschen geweckt.
David hatte es nicht geschafft, um 3 Uhr morgens los zu fahren.
Und wir beschlossen, Maun sausen zu lassen, in einem Stück nach Ghanzi durch zu fahren, und einen weiteren Tag in der Nata Lodge unseren Kopfschmerz zu pflegen.

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Ein Prost aus der Nata Lodge

Teil 5023. Apr. 2014

NATA LODGE - BESUCH ELEPHANT SANDS LODGE - NAMIBIA - RÜCKFLUG

So, nun komme ich zu dem letzten Kapitel unseres Reiseberichtes………

Wie gesagt, verbrachten wir einen weiteren Tag auf der Nata Lodge.
Das ist das Angenehme, wenn man nichts gebucht hat. Man ist flexibel, und kann „ unerwarteten Ereignissen „ entspannt entgegen schauen……
Nach einem verspäteten Frühstück kühlten wir unsere Köpfe noch etwas im Pool ab, und überlegten, wie wir den Tag gestalten können.
Spontan entschieden wir uns, Elephant Sands zu besuchen.
Wir fuhren die gut 40 Kilometer zurück Richtung Kasane. Unterwegs sahen wir weit im Busch immer wieder einzelne Elefanten.
Auch an dem kleinen Wasserloch der Logde ließ sich ein halbwüchsiger Elefant blicken.

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Wir setzten uns an die Bar, und beobachteten ihn. Das Bierchen schmeckte auch schon wieder….. 😊
Aber noch schöner waren die Webervögel, die dabei waren, ihre Nester im Baum vor der Bar zu bauen.
Dort konnte man sehr gut alle Stadien des Nestbaus beobachten.

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AUA,....die blöden Dornen.....


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aller Anfang ist schwer...


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vor allem im Spagat.....


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da stürzt man schnell mal ab....


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aber man gibt nicht auf.....


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sieht aber schon ganz gut aus, oder....


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letzte Kontrolle von unten.....

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und von oben.........perfekt......

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es gab runde Nester und längliche Nester


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nun noch die Abnahme durch das Weibchen.......geschafft....

Die Lodge selber hat uns nicht wirklich zugesagt.
Vielleicht lag es am Empfang, der völlig lustlos war, nach dem Motto,….Oh Gott, das sieht nach Arbeit aus…..Die Dame wusste ja schließlich nicht, daß wir nicht einchecken wollten, sondern lediglich ein Bierchen schlabbern wollten.
Vielleicht lag es aber auch an den anderen Gästen, die sich halb aphatisch in die Sitzecke vor der Bar lümmelten, kein Ton sprachen, nur vor sich hin starrten.
Es kam auch kein Hallo, als wir kamen. Und so heiß war es an diesem Tag nicht, dass solch eine Lethargie gerecht fertigt gewesen wäre.
Nun gut, jedem das seine.
Die Webervögel waren jedoch super.
Als dann noch eine Gruppe Overlander über den angrenzenden Camp Site herfielen, beschlossen wir, wieder nach Hause zu fahren.
Dort angekommen, packten wir schon mal unsere Sachen zusammen. In drei Tagen sammelt sich doch einiges ausserhalb unseres Koffers an. Schließlich wollten wir am nächsten Morgen nicht all zu spät Richtung Ghanzi aufbrechen.
Ich muss sagen, obwohl wir Camping lieben, haben wir diese 3 Tage in der Nata Lodge mit ihren Annehmlichkeiten , lecker Trinken, lecker Essen, toller Pool, sehr genossen.
Am nächsten Morgen starteten wir nach einer großen Verabschiedung gegen 8 Uhr Richtung Maun .
Bei der Durchfahrt des Makgadikgadi National Parks sahen wir einige Tiere, Gnus, Zebras, einsam in der Ebene stehen.
Aber die Landschaft sah völlig vertrocknet aus, in weiten Teilen war die Erde von Feuer schwarz verbrannt.
Dem Himmel nach zu urteilen war der nächste Regen aber nicht mehr fern, und die Landschaft mit ihren Pflanzen wird wieder zu neuem Leben erwachen.
In Maun stoppten wir nur für einen kleinen Einkauf. Wir mussten unsere wasservorräte auffrischen.
Auf dem Weg nach Ghanzi holten uns endgültig die schwarzen Wolken und mit ihnen der Regen ein.

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Es fing an zu Schütten, dass wir uns teilweise nur noch mit 40km/h fortbewegen konnten.
Da wir in Ghanzi schon drei Mal im netten Thakadu Camp waren, wollten wir dieses Mal etwas neues ausprobieren, und entschlossen uns, in die Tautona Lodge zu fahren.
Ein großer Fehler…..:(
Bei unserer Ankunft in der Lodge war es immer noch am Regnen, und als wir gefragt wurden, Camping oder Bungalow, entschieden wir uns für einen Bungalow.
Der Preis war derselbe wie in der Nata Lodge, also erwarteten wir auch ähnliches.
Aber weit gefehlt.
Nachdem wir unseren Bungalow gefunden hatten, mussten wir fast lachen.
Ein derartiges Häuschen hatten wir während unserer langjährigen Afrikafahrten noch nie gesehen.
Es war nicht nur winzig klein, diese Winzigkeit war auch noch voll gestopft mit allem Möglichen. Es gab nicht nur das Bett nebst Nachtschränkchen. Gegenüber gab es auch noch eine Sitzecke mit wuchtigen Sesseln, sodass man sich kaum bewegen konnte.
Dem nicht genug, wurde in die Ecke auch noch eine Küchenzeile gequetscht. Die Türen der Schranke ließen sich zwar nicht öffnen, da waren die Sessel im Weg. Aber, man konnte immerhin mit einer Küchenzeile prahlen.
Im gesamten Raum konnte man sich kaum bewegen. Einen Platz , um den Koffer abzulegen gab es nicht, dieser konnte nur aufrecht neben dem Bett abgestellt werden. Öffnen war nur auf dem Bett möglich.
Das Bad war so eng und klein, das habe ich noch nie erlebt. Ein adipöser Mensch hätte keine Chance gehabt, die Toilette, geschweige denn die Dusche zu erreichen.
Also räumten wir erst einmal das Zimmer um, um uns wenigstens in der Mitte bewegen zu können.
Der Wohnzimmertisch landete auf der unmöbilierten Terrasse, dazu stellten wir unsere Campingstühlchen, und tranken erst einmal ein Frustbier.
Nachdem der Regen aufgehört hatte, beschlossen wir, uns den Camp Site anzuschauen, der ca. 700 Meter entfernt liegt.
Der Weg führte uns durch schönes Buschland mit vielen Bäumen.
Dann ärgerten wir uns erneut maßlos.
Kurz vor dem Campingplatz gab es es nagelneues Tented Camp. In dieser schönen Landschaft standen einsam vier sehr große Wohnzelte , die bei unserem Einchecken nicht erwähnt wurden.
Und das für deutlich weniger Geld als für den winzigen Bungalow.
Hier hätten wir noch einmal einen Abend mit Afrikafeeling verbringen können.
Der Camp Site dahinter war sehr schön . Die Ablutions waren ebenfalls neu. Zusätzlich gab es einen großen schon gemauerten Feuerplatz, der wohl Overlandern dienen soll.
Abends im Restaurant sah ich den Manager wieder.
Ich sprach ihn darauf an, warum er uns so eine kleine Hütte vermietet, wo es doch so ein schönes Tented Camp gibt.
Es grinst mich an, und meint, das wäre seine Strategie.
Ich habe nicht weiter nach gefragt, habe ihm nur gesagt, dass ich diese Strategie im Internet unter keinen Umständen weiter empfehlen werde. Daraufhin guckte er etwas sparsam.
Auch das gesamte Restaurant entsprach nicht meinen Vorstellungen einer afrikanischen Lodge.
Es befand sich zusammen mit der Bar in einem geschlossenen Raum, wo ich doch so gerne draußen sitze.
Zudem waren die Wände geschmückt mit Gemälden von irgendeinem Großwildjäger, der stolz über einem abgeschossenen Löwen posierte.
Ob es sich dabei um den Besitzer der Lodge handelte, habe ich nicht nach gefragt, sonst hätte ich mich wahrscheinlich noch mehr aufgeregt. Und das wäre noch etwas lauter geworden.
Gott sei Dank hatte unsere Hütte wenigstens Air Condition, sonst hätte ich noch Platzangst darin gekriegt.
Schon früh verließen wir diesen Ort, und werden bestimmt nicht dahin zurück kehren.
Die Grenzformalitäten von Botswana nach Namibia verliefen ohne Probleme sehr zügig.
Wir kamen am frühen Nachmittag auf der Farm unserer Freundin Ulla an. Die Wiedersehensfreude war groß, hier verbrachten wir noch schöne 1 ½ Tage,…….sahen vorerst den letzten afrikanischen Sonnenuntergang

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……… bevor uns Air Namibia pünktlich in den norddeutschen Winter zurück brachte.

ENDE

Teil 5124. Apr. 2014

Fazit unserer Reise

Ich hoffe, ich konnte euch durch meinen Bericht dieses wunderschöne Land etwas näher bringen.
Zimbabwe besticht durch seine schöne, abwechslungsreiche Landschaft, und der dort lebenden Menschen.
In meinen Augen ist Zimbabwe sehr einfach zu bereisen.
Wir trafen durchweg auf sehr freundliche Menschen.
Viele von ihnen hießen uns als Touristen in ihrem Land Willkommen, baten uns für Zimbabwe etwas Werbung zu machen…….was ich hiermit mache….:)
Da ja doch einige Touristen das Land wieder bereisen, spürte man vielerorts eine positive Aufbruchstimmung. Die Leute wollen wieder arbeiten und Geld verdienen, auch durch den Tourismus.
Es war aber auch immer wieder rührend zu sehen, wie die Menschen mit wenig zur Verfügung stehenden Mitteln alles versuchten, die Dinge nett herzurichten.
Angebettelt wurden wir nie.
Die wenigen Polizeikontrollen, die wir passieren mussten, verliefen allesamt höflich und freundlich.
Die Polizisten erwarten Gleiches von uns. Respektiert man sie , kann man problemlos passieren. Auch von ihnen wurden wir oft als Tourist im Land begrüßt.

Der Gonerazhou Park kam bei uns deutlich zu kurz. Vier Tage waren einfach zu wenig.
Der Park ist landschaftlich wunderschön, abwechslungsreich, einsam und wild, ebenso die Tiere die dort leben.

Die Chimanimani Berge und die Bvumba Moutains sind immer eine Reise wert.
Leider hatte uns das Wetter dort einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diese region werden wir bestimmt wieder besuchen.

Der Chizarira Park lohnt schon alleine wegen der grandiosen Aussicht von da oben.
Auch wenn es, wie bei uns, nur zu einem Picknick reicht.

Der Matobos Park hat seine eigene Faszination.
Viele Tiere sollte man hier nicht erwarten. Er besticht einfach durch seine Granitfelsenlandschaft und die vielen Höhlen mit ihren Felsmalereien, die es zu erwandern gibt.

Der Hwange Park ist natürlich auch immer wieder eine Reise wert.
Auch wenn unsere Tiersichtungen dieses Jahr relativ gering waren.
Schön war es trotzdem……

Nun möchte ich noch allen Mitlesern und den treuen Danke Button Drückern für ihre Geduld danken.
War es doch oft bei mir etwas zähflüssig…..:(
GELLE, picco…… 😄 🤪 😗
Erika und Butterblume, ich hoffe, wir haben uns beim Pfingst Braai viel zu erzählen.

Panther, euch wünsche ich einen tollen, erlebnisreichen Urlaub. Mein Neid reist mit euch….. 🙂 😎

Und natürlich auch Werner und Ute, die am Montag starten. Genießt euren Urlaub und kommt gesund zurück, damit wir uns Pfingsten wieder sehen.

Natürlich auch Danke an Logi, Topobär, Nane, Manaslu, Daxiang, Fleur, engelstrompete und Sanne

An alle noch einmal ganz liebe Grüsse
Birgitt

Teil 5204. Mai 2014

SO, es ist vollbracht...... 🙂
Ich habe meinen Reisebericht " besonnt ".
Wer nun einen Doppelklick auf die Sonne macht, kann den RB auch ohne Kommentare lesen.
Zusätzlich habe ich noch den einzelnen Kapiteln zur besseren Orientierung eine Überschrift verpasst..

Liebe Grüsse
Birgitt

ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 von Birgitt

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/281119-zimbabwe-november-2013

Stand: letzter Berichtsteil vom 04. Mai 2014

Die Rechte am Text und an den Bildern liegen beim Autor. Ausdruck für den eigenen Gebrauch.