Deutlich weniger Wüstenelefanten

7 Antworten · 1'974 Aufrufe · gestartet 15. Nov. 2013 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200615. Nov. 2013 · #1
Hi zusammen,

"Im Nordwesten Namibias gibt es heute weniger so genannte Wüsten-Elefanten als zu Zeiten der Wilderei während des Kampfes um die Unabhängigkeit vor 30 Jahren. Das erklärte Rob Ramey von der Organisation Desert Elephant Conservation. So gebe es nur noch rund 60 Tiere. Grund sei vor allem der Konflikt zwischen Mensch und Tier. Die Elefanten leben in den Rivieren (Trockenflüssen) im Nordwesten Namibias."
(Quelle. Hitradio Namibia).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

P.S. Exklusives Interview von heute dazu hier.
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zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2013
Gast15. Nov. 2013 · #2
Hallo,
travelNAMIBIA schrieb:So gebe es nur noch rund 60 Tiere. Grund sei vor allem der Konflikt zwischen Mensch und Tier. Die Elefanten leben in den Rivieren (Trockenflüssen) im Nordwesten Namibias."
Nur noch 60 Tiere? Das wäre ja dramatischer als der Stand bei den Wüstenlöwen. Nennen andere Quellen nicht eine deutlich 3stellige Zahl? Die Abgrenzung zwischen Wüstenelefanten und "normalen" Elefanten ist ja etwa schwierig, aber hier wäre trotzdem mal interessant, wie oder was die zählen. Die Elefantenpopulationen am Huab und Ugab zählen die ja zu den Wüstenelefanten hinzu. Und trotzdem nur 60 Tiere? In den Flussbetten von Hoanib und Hoarusib sieht man ja teilweise schon 40-50 Tiere an einem Tag.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200615. Nov. 2013 · #3
Hi Guido,

soweit ich das aus dem Interview (siehe Link im ersten Post) mitbekommen habe, ist die Abgrenzung in der Tat schwierig. Angeblich gibt es noch 2 Herden Wüstenelefanten, davon eine in Angola und eine in Namibia. Ich vermute es geht um die Elefanten, die sich zu jeder Zeit im Kaokoveld aufhalten. Viele der anderen ziehen ja aus dem Kaokoveld ins Damarald bzw. noch weiter südlich/östlich bis nach Otjiwarongo. Diese einbezogen ist anscheinend der weitere Kreis, der immer mit +-500 angegeben wird?!

Viele Grüße
Christian
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277 Beiträge · seit 201315. Nov. 2013 · #4
Also wir hatten dieses Jahr auch Pech am Hoanib und haben in 2 Tagen nur einen Wüstenelefanten gesehen.
Gast15. Nov. 2013 · #5
Hallo,
fittken schrieb:Also wir hatten dieses Jahr auch Pech am Hoanib und haben in 2 Tagen nur einen Wüstenelefanten gesehen.
Das hat ja immer auch etwas mit Glück zu tun. Topobär, der wohl ca. 2 Wochen nach Dir im Hoanib war, schrieb in seinem Reisebericht ja gerade, dass er da dieses Mal so viele Elefanten wie noch nie gesehen hat.

Beste Grüße

Guido
4'129 Beiträge · seit 200815. Nov. 2013 · #6
Elefanten-Zäune und Pfeffer-Granaten im Kaokoveld?

Auch wenn jede naturschützerische Aktivität zu begrüßen ist, so sind die Aussagen von Ramey/Brown in dem Interview nicht besonders überzeugend.
Dieses Projekt scheint eine recht frische Aktivität zu sein (so richtig lange waren sie da oben wohl noch nicht im Feld) und vieles spielt sich im Theoretischen ab.
Mir scheint eine naturschützerische Tätigkeit, die wohl einmal pro Jahr stattfindet, nicht soo sinnvoll zu sein, auch wenn sich 4 Personen (alle Familienmitglieder) daran beteiligen - man beachte das Alter der Assistentinnen - http://www.desertelephantconservation.org/WhoWeAre.html

Projekte von ausgewiesenen Kennern des Landes und der Materie, Kennern der Einheimischen und ihrer Kultur (sowie ihrer Sprache!), sind im Zusammenhang mit der Verbesserung oder gar „Lösung“ des Mensch-Wildtierkonfliktes das Einzige, was Erfolg verspricht!

Eine Frage haben die Romeys leider nicht auf dem Schirm: Wie reagieren Wüstenelefanten nach einem Abschuss in ihrer Nähe? Reagieren sie anders als andere Elefanten? Werden sie davon vorsichtiger? Oder aggressiver? In wiefern haben Mensch-Elefanten-Konflikte mit den jährlichen Abschüssen von Trophäen zu tun?
Das wäre mal eine wirklich spannende Sache, die es Wert wäre, untersucht zu werden – und sie wäre auch im Hinblick auf die Konsequenzen aus den Ergebnissen eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für dieses Projekt.

Die Menschen im Kaokoveld haben durchaus mitunter Probleme mit den Eles, – aber das zu lösen, braucht kein Conservation Projekt der Familie Ramey - und wegen dieser paar Konflikte werden die Eles nicht in ihrem Bestand gefährdet.
Die Wüstenelefanten haben in den letzten 4 Jahren sehr viele Nachkommen gehabt und uns schien es bei unseren Besuchen, dass eine deutliche Zunahme zu verzeichnen ist.
Wüstenelefanten sind wie Wüstenlöwen keine eigene Art, sie sind nur an solche extremen Lebensbedingungen angepasste Tiere (deshalb sind sie „unter sich“). Aber sie können sich jederzeit mit Hinzukommenden mischen.


@ Christian
Meinst du, das ist ein wirklich ernstzunehmendes Projekt?
Irgendwie kommen mir nach Ansicht der HP dieses Conservation Projektes so meine Zweifel...


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2013
Gast15. Nov. 2013 · #7
Hallo,

es scheint ja 2 konkurrierende? Organisationen für Desert Elephant Conservation zu geben. Da hatte ich mich auch vertan. Die jetzt interviewte scheint sich doch nur auf das Gebiet Hoanib/Hoarusib plus Uniab/Palmwag zu beschränken und dann kommen nach offenbar ziemlich starker Dezimierung aktuell 60 Elefanten ja vielleicht hin.

Huab, Ugab und die ganze Ecke scheint nur die andere Organisation zu beackern.

http://www.desertelephantconservation.org
vs.
http://www.desertelephant.org

Beste Grüße

Guido

Nachtrag:
ich habe jetzt bei der Konkurrenzveranstaltung unter desertelephant.org noch mal kurz nachgeguckt. Da steht:

«Through concerted efforts by the Ministry of Environment and Tourism (MET), IRDNC, Save the Rhino Trust and other NGO’s over the past 20 years, the population of desert dwelling elephants in the region has grown from as low as 52 members to a current population of over 600 elephants
http://www.desertelephant.org/about-ehra.html
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2013
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200627. Nov. 2013 · #8
Hallo Guido,
hallo zusammen,

Hitradio Namibia hat einmal bei der anderen Organisation zum Schutze von Wüstenelefanten nachgefragt. Hier die Aussage.

"Im Nordwesten Namibias leben wohl 200 bis 250 so genannte Wüsten-Elefanten. Das gab Rachel Harris von der Organisation Elephant Human Relations Aid auf Nachfrage von Hitradio Namibia bekannt. Im Ugab würden 31 Elefanten leben, im Huab bis zu 40 und bei Khorixas bis zu 50. Für das Gebiet nordwestlich von Khorixas gibt es laut Harris keine genauen Zahlen. Das Umweltministerium sei jedoch dabei, eine Einheit zur Beobachtung der Wüstenelefanten zu bilden. Ein angeblicher Experte aus den USA hatte die Elefanten in den Rivieren (Trockenflüssen) im Nordwesten unlängst auf 60 beziffert."
(Quelle: www.hitradio.com.na)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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