Bundestagswahl

20 Antworten · 3'268 Aufrufe · gestartet 22. Sept. 2013 von konno
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Themenstarter1'457 Beiträge · seit 200622. Sept. 2013 · #1
Heute ist Bundestagswahl !! 🤩 🤩

Als aufrichtiger Demokrat wählt man natürlich. Da stellt sich mir die Frage: Wie ist es eigentlich mit den ganzen Deutschen in Namibia? Geht nur Briefwahl, oder kann man direkt an der Botschaft wählen?

In Deutschland ist es ja auch bei vielen Kommunen (dankenswerterweise) möglich einfach in den Wochen zuvor auf dem Rathaus, oder der Verwaltung, mit dem Personalausweis direkt zu wählen.....
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2013
439 Beiträge · seit 200922. Sept. 2013 · #2
konno schrieb:Als aufrichtiger Demokrat wählt man natürlich.
So ein Unsinn. wen von den Kasperköpfen willste denn noch wählen. Seit Monaten dieses unerträgliche Sprücheklopfen ohne Inhalt.

Ich nehme für mich in Anspruch, ein "aufrichtiger (aufrechter) Demokrat" zu sein, auch wenn ich seit einiger Jahren Nichtwähler aus Überzeugung bin.
33,1k Beiträge · seit 200622. Sept. 2013 · #3
Hallo Konno,
Geht nur Briefwahl, oder kann man direkt an der Botschaft wählen?
nur Briefwahl. Zudem musste man sich als im Ausland lebender Deutscher bis zum 1. September registrieren und zwar schriftlich (mit einem Seitenlangen Formular) bei dem Bezirk, in dem man seinen letzten Aufenthalt hatte. Die Formulare hat aber dankenswerterweise die D-Botschaft in Windhoek per Kurier nach D gesandt. Da es alles so kompliziert ist, haben sich zu dieser Bundestagswahl weniger als 20.000 Auslandsdeutsche weltweit registriert - vor 4 Jahren waren es noch über 65.000. In Namibia haben sich wohl weniger als 100 der etwa 10.000 deutschen Staatsbürger registriert.

"Weniger als 2 Prozent der wahlberechtigen deutschen Staatsbürger in Namibia haben sich an den Bundestagswahlen 2009 beteiligt. Das geht aus einer Antwort der Deutschen Botschaft auf eine Anfrage von Hitradio Namibia hervor. Die Botschaft schätzt die Zahl der deutschen Staatsbürger in Namibia auf rund 10.000. Für die Wahl 2009 registrierten sich laut Bundeswahlleiter nur 116 Deutsche aus Namibia. Die Frist für die Abgabe der Unterlagen für die Briefwahl zur bevorstenden Bundestagswahl bei der Deutschen Botschaft läuft am kommenden Donnerstag ab." (Quelle: Hitradio Namibia, 5. September 2013)

Und übrigens, was ich interessant finde. Wenn man in den letzten 25 Jahren nicht mind. 3 Monate in Deutschland gelebt hat, hat man kein Wahlrecht...

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian

@Fritzmann: Klar, keiner muss wählen; es ist natürlich Dein Recht in einer Demokratie nicht zu wählen. Nur beschweren geht dann auch nicht!
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2013
1'324 Beiträge · seit 201322. Sept. 2013 · #4
@ Fritzmann
Ein Demokrat, der nicht wählen geht ist ein Widerspruch in sich.
Das kann ich nicht nachvollziehen.

@ travelNamibia
Sehr interessant. Danke.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
728 Beiträge · seit 200622. Sept. 2013 · #5
Hallo Christian,
nach Auskunft eines Australiers verlieren diese ihr Wahlrecht wenn sie mehr als 2 Jahre außerhalb Australiens leben. Da ist die deutsche Regelung( (mehr als 3 Monate in D innerhalb der letzten 25 Jahren) doch noch großzügig.
Gruß
Reinhard
0
7'296 Beiträge · seit 200622. Sept. 2013 · #6
lionfight schrieb:@ Fritzmann
Ein Demokrat, der nicht wählen geht ist ein Widerspruch in sich.
Das kann ich nicht nachvollziehen.
... die Wahlmöglichkeit beinhaltet aber nicht nur die Wahl zwischen A, B, C und D, sondern auch die Möglichkeit, auf diese zu verzichten.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1'457 Beiträge · seit 200622. Sept. 2013 · #7
Ich spreche niemandem das Recht ab nicht zu wählen. Bin auch gegen die wahlpflicht wie in anderen Ländern. Aber dann sollte man auch in die Kabine gehen und einen leeren Zettel abgeben. Alles andere ist Faulheit und Heuchelei. Wir haben knapp 30 zugelassene Parteien, wer sich nicht mehrheitlich mit einem Programm abfinden kann, ist nicht in der Lage (gesellschaftliche) Kompromisse einzugehen.

Alles in allem bleibt es aber ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die Gesundheit, Freiheit oder Leben im Kampf für Mitbestimmung geopfert haben und riskieren
Gast22. Sept. 2013 · #8
Hallo,
BikeAfrica schrieb:... die Wahlmöglichkeit beinhaltet aber nicht nur die Wahl zwischen A, B, C und D, sondern auch die Möglichkeit, auf diese zu verzichten.
Ja, mit "aufrichtiger Demokrat" lässt sich dass dann aber kaum in Einklang bringen. Ein Demokrat ist ein Anhänger der Demokratie und Demokratie bedeutet, dass das Volk Einfluss auf die Machtausübung hat und das primäre Mittel dazu sind freie Wahlen.

Es stehen (nicht überall aber insgesamt) 30 Parteien zur Wahl. Wenn man nicht sehr extremistische Ansichten hat, dann sollte sich da irgendwo eine gewisse thematische Schnittmenge finden lassen. Wenn nicht bei einer der großen Parteien, dann eben bei einer der kleinen Parteien. Da ist das Standardargument dagegen, dass die es ja ohnehin nicht in den Bundestag schaffen und die Stimme vermeintlich verschwendet wäre. Aber erst dadurch, dass so viele denken "Das lohnt - trotz inhaltlicher Zustimmung - nicht, die zu wählen" und dann taktisch etwas anderes oder gar nicht wählen, haben die dann wirklich keine Chance. Und selbst wenn es Partei X dieses mal nicht schafft, so bekommt sie für jede Stimme Geld, kann damit im Vorfeld der nächsten Wahl besser arbeiten und die Chancen erhöhen sich, dass sie es beim nächsten Mal schafft. Geht man gar nicht wählen, dann hat man null Recht über die "Kasperköpfe" zu schimpfen. Man sorgt dann dafür, dass die immer gleichen Parteien und "Kasperköpfe" auch in Zukunft die Macht ausüben werden.

Dann kommt gern das Gegenargument, wie naiv es ist, daran zu glauben, durch Wahlen etwas beeinflussen zu können. Ist es aber nicht und was wären die besseren Alternativen?

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2013
2'664 Beiträge · seit 201222. Sept. 2013 · #9
Na ja, bei der Konstellation der zwei Großen und der vielen Kleinen ist es die Wahl zwischen Cholera und Pest. Unter Demokratie verstehe ich, daß nur über Direktwahl gewählte Abgeordnete den Bürger im Parlament vertreten können, und keine Tagediebe, die niemand gewählt hat und die über Parteienlisten (Zweitstimme) ins Parlament rutschen. Kein normaler Mensch würde die rote Heulboje, Trittihn, Tariq und Konsorten jemals wählen. Und trotzdem meinen sie, uns lautstark vertreten zu können. Insofern kann ich Fritzmann zu 100%, zumindest in dieser Sache, verstehen, und nachvollziehen.
Aber eigentlich ist das zwar Off-Topic, aber brandaktuell.
216 Beiträge · seit 200923. Sept. 2013 · #10
Hallo!

Ich habe mich ins Waehlerregister eintragen lassen. Leider kam der Brief mit dem Stimmzettel bisher nicht hier an. Der Wille war also da, aber praktisch hat es nicht geklappt.

Viele Gruesse,
Christian
1'324 Beiträge · seit 201323. Sept. 2013 · #11
Christian S. schrieb:Hallo!

Ich habe mich ins Waehlerregister eintragen lassen. Leider kam der Brief mit dem Stimmzettel bisher nicht hier an. Der Wille war also da, aber praktisch hat es nicht geklappt.

Viele Gruesse,
Christian
Das ist natürlich schwach von den zuständigen Behörden und darf eigentlich nicht vorkommen.

Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Gast23. Sept. 2013 · #12
Hallo,

maximal OT aber:
Swakop1952 schrieb:Na ja, bei der Konstellation der zwei Großen und der vielen Kleinen ist es die Wahl zwischen Cholera und Pest. Unter Demokratie verstehe ich, daß nur über Direktwahl gewählte Abgeordnete den Bürger im Parlament vertreten können, und keine Tagediebe, die niemand gewählt hat
Dann bekommst Du mit einiger Wahrscheinlichkeit wie in den USA ein 2-Parteien-Parlament. Es gingen gestern nur 5 Sitze per Direktmandat an andere Parteien (1 x Grüne, 4 x Linke). Nicht mal wenn die sich zusammen schließen, reicht es für eine Fraktion. Das ist auch nicht so das Optimum. Jedes Wahlsystem hat so seine Vor- und Nachteile.

Die Kandidaten die über die Landesliste in den Bundestag einziehen, tauchen auch nicht aus dem Nichts auf. Die stehen schon vor der Wahl öffentlich auf der Landesliste und wenn man die Mist findet, kann man seine Zweitstimme woanders setzen.

Wenn denn mal Volksabstimmungen auf Bundesebene kommen würden, dann gäbe es die von Dir vermutlich gewünschten direkteren Einflussmöglichkeiten. Von den 30 Parteien, die gestern zur Wahl angetreten sind, waren 28 für Volksabstimmungen auf Bundesebene - wobei das dann natürlich noch unterschiedliche Priorität bei den einzelnen Parteien hat. Die Partei, die gestern einen überragenden Sieg eingefahren hat, ist übrigens nicht für Volksabstimmungen auf Bundesebene... Auch hier wieder Fakt: Wer nicht wählen geht, darf sich dann auch nicht beschweren, wenn er den direkteren Einfluss über Volksabstimmungen nie bekommt.

Beste Grüße

Guido
983 Beiträge · seit 201123. Sept. 2013 · #13
Was interessiert mich, wen ihr wählt, wie der ein oder andere Direktwahl interpretiert oder wer sich hier als Radikaler outet ... 🙄

Um den Strang mal dem eigentlichen Thema "Namibia" wieder zurück zu überführen:

Könnte die Wahl eine Änderung der deutschen Namibia-Politik bzw. des Deutsch-Namibischen-Verhältnisses zur Folge haben?

Ich glaube "Nein!"!

Die bizarren Vorstellungen der Linken zum Thema Reparation u. a. sind irrelevant, da diese in keine Koalition kommen werden. Und die relevanten Parteien "Schwarz-Rot" oder "Schwarz-Grün" verfolgen wohl alle eine ähnliche Namibia-Politik. Für den durchschnittlichen Namibia-Touristen oder Deutsch-Namibier ist es somit wohl nicht relevant, wie die Wahl ausgegangen ist ... 😉
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2013
256 Beiträge · seit 201223. Sept. 2013 · #14
rhh64 schrieb:Was interessiert mich, wen ihr wählt, wie der ein oder andere Direktwahl interpretiert oder wer sich hier als Radikaler outet ... 🙄

Um den Strang mal dem eigentlichen Thema "Namibia" wieder zurück zu überführen:

Könnte die Wahl eine Änderung der deutschen Namibia-Politik bzw. des Deutsch-Namibischen-Verhältnisses zur Folge haben?

Ich glaube "Nein!"!

Die bizarren Vorstellungen der Linken zum Thema Reparation u. a. sind irrelevant, da diese in keine Koalition kommen werden. Und die relevanten Parteien "Schwarz-Rot" oder "Schwarz-Grün" verfolgen wohl alle eine ähnliche Namibia-Politik. Für den durchschnittlichen Namibia-Touristen oder Deutsch-Namibier ist es somit wohl nicht relevant, wie die Wahl ausgegangen ist ... 😉
Zumindest ist ja Dirk Niebel von der FDP nicht mehr der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und somit nicht mehr verantwortlich und maßgeblich mitgestaltend für die Deutsch-Namibischen-Verhältnisse.
Entwicklung, Aussenpolitik usw. also die Ressors der FDP sind ja durchaus bewußt und gewollt abgewählt.

Ob es bessert oder schlechter wird, mag sich zeigen.

Zu Drik Niebel und Namibia auch bezüglich Tourismus siehe
http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/2013/mai/130517_pm_103_Biodiversitaeterhalten-lokale-Entwicklung-foerdern-Frieden-sichern-Bundesentwicklungsminister-Dirk-Niebel-reist-nach-Namibia-und-Sambia/
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2013
66 Beiträge · seit 201323. Sept. 2013 · #15
Hallo Fomis,

Diese aufrechten demokratischen Nichtwähler wollen doch wirklich nicht mit ihrer Meinung ernst genommen werden.
Ob das so toll ist, dass Niebel nicht mehr verantwortlich ist, wird sich zeigen.
ausnahmsweise mal ein Minister, der die verschiedenen konkurrierenden Dienste zusammengefügt hat und damit eine Menge Verwaltungskosten für sinnvolle Dinge freigeschaufelt hat.
Andere vor ihm haben sich nicht daran getraut. Bin zwar grundsätzlich kein Niebel-Fan; aber was positiv ist, muss auch als solches bezeichnet werden.
Beste Grüße
Manfred
Ein bisschen Puros, ein bisschen Epupa und ...? (2013) Dem Lockruf gefolgt - ein Landyabenteuer (2014) Ostern - entlang der Garden Route mit gutem Wein! (2015)
1'309 Beiträge · seit 200923. Sept. 2013 · #16
Swakop1952 schrieb: Unter Demokratie verstehe ich, daß nur über Direktwahl gewählte Abgeordnete den Bürger im Parlament vertreten können, und keine Tagediebe, die niemand gewählt hat und die über Parteienlisten (Zweitstimme) ins Parlament rutschen. Kein normaler Mensch würde die rote Heulboje, Trittihn, Tariq und Konsorten jemals wählen..
Hallo Hajo,
langfristig führt das zu Verhältnissen wie in z.B. Frankreich. Damit hat man lange den Front National außen vorgehalten,weil sie nie direkt gewählt wurden. Das Ergebnis ist, dass diese Partei inzwischen auch Direktmandate bekommt und sogar einen Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl in die zweite Runde gebracht hat.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
Themenstarter1'457 Beiträge · seit 200623. Sept. 2013 · #17
Könnte die Wahl eine Änderung der deutschen Namibia-Politik bzw. des Deutsch-Namibischen-Verhältnisses zur Folge haben?

als ob dieses Verhältnis durch die Politik für deutsche Touristen und Deutsch-Namibier geprägt ist. Das Niebel weg ist, wird der deutschen EZ mehr als helfen, bleibt zu hoffen, dass nicht die CSU dieses Resort übernimmt.
ausnahmsweise mal ein Minister, der die verschiedenen konkurrierenden Dienste zusammengefügt hat und damit eine Menge Verwaltungskosten für sinnvolle Dinge freigeschaufelt hat.
Naja, also in erster Linie hat er sich Posten geschaufelt. Andere Politiker haben die Zusammenlegung wie sie jetzt erfolgt ist, bewusst nicht vollzogen, weil sie mißglückt ist - auf mehreren Ebenen. Das zeigt sich ja alleine dadurch, das die KfW in diesem Prozess nicht einmal angetastet wurde ....
2'664 Beiträge · seit 201224. Sept. 2013 · #18
Die KfW darf niemand anderes als der Bundesfinanzminister antasten.

Ich fand Niebel einen ausgesprochenen Lichtblick nach der roten Zora, obwohl er noch die von dieser zugesagte Ziegenverteilung für 20 Mio Euro ausführen mußte. Ich weiß aus Insiderkreisen, daß dieses selbst den Schröder erregt hatte, aber dann hat er sie gewähren lassen. Bei Niebel gab es nur Leistung für Gegenleistung, und nur Hilfe zur Selbsthilfe. Im Gegensatz zu vielen anderen hat er die Interessen des Steuerzahlers immer im Auge gehabt, und ich bedaure sehr, wenn er wieder durch einen ideologischen Traumtänzer ersetzt wird.
7'296 Beiträge · seit 200624. Sept. 2013 · #19
Illmi schrieb:Diese aufrechten demokratischen Nichtwähler wollen doch wirklich nicht mit ihrer Meinung ernst genommen werden.
... ich finde, auch und gerade diese Meinung sollte man sogar sehr ernst nehmen.
Man muss sie ja nicht teilen oder gut finden, aber akzeptieren sollte man sie trotzdem. Und wie weiter vorne schon geschrieben wurde, darf man sich dann halt auch hinterher nicht beschweren, ebenso wenig aber auch diejenigen, die die Parteien gewählt haben, die am Ende die Mehrheit bilden (ganz egal, welche das am Ende jeweils sind).

Das bedeutet allerdings auch, dass sich automatisch die Mehrheit in Deutschland nicht beschweren dürfte. Komischerweise deckt sich das aber nicht mit meinen Beobachtungen. Fast alle jammern wegen irgendwas rum und beschweren sich. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1'457 Beiträge · seit 200624. Sept. 2013 · #20
Swakop1952 schrieb:Die KfW darf niemand anderes als der Bundesfinanzminister antasten.

Ich fand Niebel einen ausgesprochenen Lichtblick nach der roten Zora, obwohl er noch die von dieser zugesagte Ziegenverteilung für 20 Mio Euro ausführen mußte. Ich weiß aus Insiderkreisen, daß dieses selbst den Schröder erregt hatte, aber dann hat er sie gewähren lassen. Bei Niebel gab es nur Leistung für Gegenleistung, und nur Hilfe zur Selbsthilfe. Im Gegensatz zu vielen anderen hat er die Interessen des Steuerzahlers immer im Auge gehabt, und ich bedaure sehr, wenn er wieder durch einen ideologischen Traumtänzer ersetzt wird.
Egal wer was antastet, es wurde nicht gemacht. Und das war das eigentliche Ziel. FYI:

http://www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org/printable/wearchiv/02c46598b10fa8301.php
Zunächst hatte das BMZ, wohl mit Ziel, die Diskussion über die Reformvorschläge zu versachlichen, bei PWC eine Studie über Organisationsmodelle zur Vereinheitlichung von Technischer und Finanzieller Zusammenarbeit (TZ und FZ), anders ausgedrückt: von KfW-Entwicklungsbank und Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), in Auftrag gegeben. In der PWC-Studie gab es – was im BMZ und auch der Bundesregierung durchaus zustimmend zur Kenntnis genommen wurde – eine eindeutige Präferenz für verschiedene Modelle, die GTZ in die KfW-Entwickungsbank zu integrieren.

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1746&Itemid=31
Nach BMZ-Angaben sollen von den sieben von PWC entwickelten Fusionsmodellen drei näher geprüft werden:

Das erste Modell sieht eine eigenständige Entwicklungsagentur in Form einer GmbH in Bundeseigentum vor, zu der GTZ und KfW Entwicklungsbank fusionieren sollen.
In Modell zwei firmiert die Agentur als Tochter der KfW
Das dritte Modell bestünde in einer Mischform, bei der übergeordnete Aufgaben wie Planung und Steuerung in der KfW Entwicklungsbank konzentriert würden. Die Durchführung obläge der GTZ GmbH, die eine Tochter der KfW Bankengruppe würde.
Auswirkungen auf die Standorte oder auf die Zahl der Beschäftigten erwarte Wieczorek-Zeul nicht, berichtete der Berliner Tagesspiegel. "Es geht nicht um Personaleinsparung", habe die Ministerin versichert.