Trauriger Rekord :-(

9 Antworten · 2'579 Aufrufe · gestartet 16. Sept. 2013 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200616. Sept. 2013 · #1
Hi zusammen,

Namibia liegt was die Todesrate pro 100.000 Einwohner durch Autounfälle angeht weltweit an der Spitze - traurig!
http://www.worldlifeexpectancy.com/cause-of-death/road-traffic-accidents/by-country/

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'324 Beiträge · seit 201316. Sept. 2013 · #2
Tummelt sich in "guter Gesellschaft" vieler afrikanischer Länder.
Interessant wären die Gründe dafür.

Südafrika hätte ich, nach allem was man so hört, auch im Bereich Namibia erwartet.

Etwas abstrus ist ja der Sieger. 🙂


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Gast16. Sept. 2013 · #3
Die Gruende?

Ich mach mal ein paar Vorschlaege (die Punkte lassen sich auch ganz gut kombinieren):
- lange, gerade, ueber weite Strecken einsame, dabei recht gut ausgebaute Strassen laden zum Rasen ein
- Selbstueberschaetzung
- Fehlkalkulation was Distanzen angeht
- ueberhoehte Geschwindigkeit (siehe oben)
- Ueberladung der Fahrzeuge (mit Menschen und/oder Guetern)
- Nicht angeschnallt, Kinder sitzen/klettern auf den Sitzen rum oder werden auf dem Schoss gehalten
- Transport von Personen auf der Ladeflaeche
- viele Menschen arbeiten in Windhoek oder an der Kueste, haben aber ihre Familie in anderen Teilen des Landes (ueberwiegend im Norden) die sie regelmaessig besuchen wollen

Vielleicht faellt noch jemandem etwas dazu ein. Ich wundere mich jedenfalls nicht ueber den unruehmlichen ersten Platz. Dafuer hab ich schon zuviel Mist hier auf den Strassen gesehen. Uebrigens, nur um den nun vielleicht zu erwartenden Kommentaren zuvorzukommen, von Vertretern jeglicher Hautfarben.

lg
WoMa
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200616. Sept. 2013 · #4
Hi zusammen,

Hauptgründe sind (laut Namibischen Unfallfond):
- schlechte Fahrausbildung (was zu Selbstüberschätzung etc. führt)
- Überladung
(- Touristen (mit allem was dazu gehört wie z.B. Gravel, linksfahren usw.) - leider)

Viele Grüße
Christian
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5'538 Beiträge · seit 200816. Sept. 2013 · #5
Hallo Zusammen,

ich wollte schon gerade die sich überschätzenden Touristen ergänzen, als Christians Kommentar kam.

Die meisten unterschätzen mangels ausreichender Erfahrungen die Gefährlichkeit der Gravelroads. Und wenn sie dann noch - meist ebenfalls ohne größere Fahrpraxis - einen 4 x 4 unter dem Hintern haben, die Pad nicht allzu viel Wellblech aufweist und man relativ erschütterungsfrei fährt, "dann kann ja nichts mehr passieren". Und wenn man dann schon bei der Tourvorbereitung Tagesetappen von mehr als 250 km geplant hat, dann wird dieser Effekt noch durch den Zeitdruck verstärkt.

Auch wird m. E. sehr häufig die Eintönigkeit mancher Streckenabschnitte unterschätzt, die nicht nur zum Rasen einlädt, sondern auch leicht zur Ermüdung bei Fahrer und Beifahrern führt. Meist beginnt es ja mit den Beifahrern, die einnicken und dann den Fahrer anstecken. Ich habe das leider selbst schon erlebt, aber wir hatten Glück, dass unser Hintermann bemerkte, dass unser Fahrer Schlangenlinien fuhr.

Natürlich kommen dann alle von Christian und WoMa genannten Gründe dazu. Aber Überladung in jeder Form - ob mit Mensch oder Fracht - ist kein namibisches, sondern ein "Armen"-Problem in fast allen Ländern, die nicht so hoch entwickelt sind wie der größte Teil Europas bzw. Amerikas.

Ich wünsche auf jeden Fall allen eine gute Pad.

Liebe Grüße
Gerd
zuletzt bearbeitet 16. Sept. 2013
Gast16. Sept. 2013 · #6
Hallo Christian,

ich würde da mal ein Fragezeichen hinter setzen. Die Website ist ja insgesamt recht dilettantisch und wo die Zahlen herkommen, ist nicht so recht nachvollziehbar. Zahlenquelle soll die WHO sein, aber man kann diese Zahlen in keinem WHO-Report finden. Was man bei der WHO aktuell abrufen kann, fällt deutlich anders aus. Auch diverse dort verfügbare historische Daten fallen anders aus. Namibia hat zwar auch da einen hohen Wert, ist aber weit entfernt vom Spitzenplatz.
http://gamapserver.who.int/gho/interactive_charts/road_safety/road_traffic_deaths2/atlas.html

Angesichts des sehr unterschiedlichen Motorisierungsgrades in verschiedenen Ländern halte ich eine Angabe pro Einwohner ohnehin für nicht so gut vergleichbar. Wikipedia hat auch eine Angabe Todesfälle pro 100.000 Fahrzeuge.
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_traffic-related_death_rate

Beste Grüße

Guido
3'700 Beiträge · seit 200916. Sept. 2013 · #7
Hallo,

wie viel Touristen verunglücken denn jedes Jahr tödlich in Namibia? Gibt es offizielle Zahlen? Falls das hier im Forum schon mal gepostet wurde, bitte um einen Link.

Herzliche Grüße und Dank
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 16. Sept. 2013
1'324 Beiträge · seit 201316. Sept. 2013 · #8
Guido. schrieb:
Angesichts des sehr unterschiedlichen Motorisierungsgrades in verschiedenen Ländern halte ich eine Angabe pro Einwohner ohnehin für nicht so gut vergleichbar. Wikipedia hat auch eine Angabe Todesfälle pro 100.000 Fahrzeuge.
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_traffic-related_death_rate

Beste Grüße

Guido
Das ist ein stichhaltiges Argument.

Ich glaube auch nicht, dass Touristen wirklich so eine Statistik nachhaltig beeinflussen.
Unfälle kommen aus den genannten Gründen sicher vor, aber an wie vielen Unfällen mit Todesfolge sind denn tatsächlich Touristen beteiligt?


Gruß!
der Joe
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1'324 Beiträge · seit 201316. Sept. 2013 · #9
Hi Marina,
zwei Hochintelligente "ähm" (zumindest eine weibliche), ein Gedanke.


Gruß!
der Joe
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Gast18. Sept. 2013 · #10
Touristen meinen weil sie rechts abbiegen vorfahrt zu haben, ist leider nicht das erste mal passiert.