angebliche Tollwut bei Kudus

5 Antworten · 3'098 Aufrufe · gestartet 30. Aug. 2013 von jaw
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Themenstarter2'048 Beiträge · seit 200730. Aug. 2013 · #1
Liebe Fomis,

ich bin etwas irritiert über die Berichterstattung der AZ gestern. Dort wird hier und hier über die Auswirkungen der Tollwut bei Kudus berichtet. Das kenne ich leider auf den von mir besuchten Farmen seit Jahren und dort wird es "Kudu-Sterbe" genannt, die flächenhaft auftritt und vor allem ältere Kudubullen betrifft, deren Hörner und Kadaver man dann immer wieder auf den Farmen findet. Es gibt dort aber keine auffällige Tollwut bei anderen Tieren, wobei i.B. die Aasfresser ja auch davon betroffen sein müßten.

Mein Kenntnisstand bisher war aber, dass man ursprünglich den Verdacht auf Tollwut hatte, dann aber so um 2008 festgestellt wurde, dass es ein von einer bestimmten Baumart produzierter Giftstoff ist, wobei dieser Baum über Botenstoffe mit Artgleichen kommuniziert, so dass bei Alarmreaktion (größere Verletzung, Fällen) dieser Baumart alle in der Region anfangen diesen Giftstoff zu produzieren. Davon ist jetzt gar nicht die Rede.

Das hätte mit der Tollwut natürlich nichts zu tun und, abgesehen von den Auswirkungen auf diese herrliche Tierart, auch keine Gefahr für Touristen.
Kann jemand aufklären, was da derzeit tatsächlich stand der Forschung ist und ob/welche Untersuchen es tatsächlich gibt?

Viele Grüße
jaw
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33,1k Beiträge · seit 200630. Aug. 2013 · #2
Hi Jaw,

korrekt, Kudu-Sterbe ist was anderes als Tollwut bei Kudus. beides tritt regelmäßig auf und kann die Bestände stark dezimieren. Beides stellt, außer für Risikogruppen (Jäger etc) derzeit und in der Vergangenheit kaum eine Gefahr für Menschen dar. Die aktuelle zwei Sterbefälle wg. Tollwut im Norden Namibias ist auf andere Ansteckungswege zurückzuführen.

Viele Grüße
Christian
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16,9k Beiträge · seit 201228. Nov. 2022 · #4
ERFOLG BEI DER TOLLWUTBEKÄMPFUNG UNTER KUDUS BISHER LIMITIERT https://www.az.com.na/landwirtschaft/erfolg-bei-der-tollwutbekampfung-unter-kudus-bisher-limitiert2022-11-28

... Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) arbeitet seit Jahren an der Entwicklung eines neuen Impfstoffs, der speziell auf das Tollwutproblem in Namibia zugeschnitten ist. Es ist ein rekombinanter Impfstoff, der ein harmloses Virus der New-Castle-Krankheit (atypische Geflügelpest) als Träger enthält, um einen Teil des Tollwutvirus in den Körper des Tieres zu bringen. Bei Ziegen hat das FLI gute Ergebnisse erzielt. Nun sollen in Namibia weitere Teste an den Ziegen der Art „Boerbok“ ausgeführt und, bei Erfolg, die Versuche an Kudus wiederholt werden. ...

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201212. März 2024 · #6
Tollwutfälle bei Kudus nehmen zu:

KUDU RABIES CASES ON THE RISEKUDU RABIES CASES ON THE RISE

LG
Logi