Reisezeit

9 Antworten · 2'214 Aufrufe · gestartet 20. Aug. 2013 von Lanzachica
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Themenstarter4 Beiträge · seit 201320. Aug. 2013 · #1
Mein name ist Sibylla und ich bin neu hier im Forum. Wir planen eine Reise nach Namibia, voraussichtlich 2014. Da habe ich noch viel Zeit Informationen zu sammeln, viele habe ich schon im Forum gefunden.
Nun möchte ich gern wissen, welches die beste Reisezeit ist.
Voraussichtlich haben wir ca. 5-6 Wochen zur Verfügung.
herzliche Grüsse Sibylla
7'267 Beiträge · seit 200620. Aug. 2013 · #2
Hallo Sibylla

Herzlich Willkommen im Forum.
Namibia kannst Du problemlos ganzjährig bereisen. Je nachdem was Du sehen oder erleben möchtest, gibt es aber bessere und schlechtere Zeiten. Deshalb ist es hilfreich, wenn Du einige Worte über Euch, Eure Vorlieben, die geplante Reise und Übernachtungsart schreibst. Ein Rat zur Reisezeit ist dann deutlich einfacher.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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5'538 Beiträge · seit 200820. Aug. 2013 · #3
Hallo Sybilla,

herzlich willkommen im Forum der Namibiafans (nicht alle, aber die meisten sind es).

Die Frage der Reisezeit ist so eine Sache:

Die Monate Mai und Juni - nach Beendigung der Regenzeit - sind insgesamt sehr interessant. Es ist noch nicht so viel braun, das Laub ist teilweise noch an Bäumen und Büschen, die Temperaturen noch nicht so niedrig wie im Juli/August und Anfang September. Allerdings ist es auch nicht mehr so warm. Auch sind noch nicht so viele Touristen unterwegs, so dass man außer an den Schwerpunkten Etoscha und Sesriem/Sossusvlei nicht unbedingt vorbuchen muss. Hauptnegativpunkt für mich in diesen beiden Monaten wie auch im Juli und Anfang August noch sind die relativ kurzen Tage. Die Sonne schein max. 10 Stunden am Tag und da es so gut wie keine Dämmerung gibt, die man noch zum Tiere beobachten nutzen könnte, sind die Nächte lang und - falls Ihr campt - auch ziemlich frisch.

Die Monate Juli und August sind Hauptreisezeit für die Europäer, die mit Kindern unterwegs sind. Dementsprechend sollte man die Unterkünfte an den meisten Stellen vorbuchen. Es ist kälter als im Mai, die Nächte sind ebenfalls ziemlich lang, aber man sieht jetzt mehr Tiere in den NP, denn das Laub ist abgefallen und die Tiere müssen zu den Wasserlöchern. Wenn Ihr gerne lauft, ist das Klima zum Wandern angenehmer als in den Folgemonaten.

Im September beginnt langsam der Frühling, d. h. die Tage werden länger (Ende Sept. 12 Stunde) und es ist mit Ausnahme von ein paar Kälterückschlägen nicht mehr ganz so kalt. Tiere sind man in den NPs überall.

Im Oktober (meine Lieblingsreisezeit) und November herrscht immer noch Hochbetrieb, weil jetzt die Europäer ohne Kinder unterwegs sind. Unterkünfte müssen vorgebucht werden. Da es wahrscheinlich noch nicht viel geregnet hat, sieht man auch noch immer viele Tiere. Die Mopane Bäume schlagen aus, die Akazien blühen. Eine wunderschöne Zeit mit angenehmen Temperaturen.

Im Dezember bis Februar bleiben wir lieber an der Küste, weil es uns da im Inland absolut zu heiß und - wenn der Regen nicht ausbleibt - auch zu schül ist.

März und April sind für mich auch tolle Reisemonate. Dann ist das Land grün, die Tage sind noch relativ lang, aber man sieht nicht so viele Großtiere wie Elefanten, Löwen, Rhinos. Und auch die Antilopen muss man in der Grassavanne suchen, denn zum Wasserloch kommen die dann eher zufällig.

So, nun hast Du die freie Auswahl. Übrigens, je nach dem, wann Ihr fahren wollt, ist es dann doch nicht mehr so lang. Gerade wenn Ihr die Saisonmonate wählt, müsst Ihr relativ früh buchen, weil die Reiseveranstalter mit ihren Blockbuchungen die Zimmer sehr früh blockieren.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter4 Beiträge · seit 201320. Aug. 2013 · #4
Hallo Gerd, danke für die ausführliche Information. Die Reise wird 2015 stattfinden und ich denke, wir werden eine Reisezeit wählen, wo alles noch nicht so "überlaufen" ist.
Hauptsächlich geht es um Tierbeobachtungen.
Bis dahin habe ich auch herausgefunden, wo und wie ich die Unterkünfte buchen kann. Zelten wird es nicht werden, eher B&B oder Lodge.
Warum ich jetzt schon schaue, wie was und wo? Ich plane gern, es macht mir Spass. Lebe auf Lanzarote und Grün und Blühen hätte ich schon gern. 🙂
Wenn Du noch Anregungen hast, nehme ich die gern an.
saludos de Lanzarote
Sibylla
Themenstarter4 Beiträge · seit 201320. Aug. 2013 · #5
Hallo Chrigu, danke für die Information, habe schon einiges - sehr interessantes - von Dir gelesen
Die Reise ist für 2015 geplant, aber planen und vorausschauen ist mein Hobby. Die Vorbesprechung mit meiner Freundin, mit der ich reisen werde, ist im Dezember. Bis dahin möchte ich schon einiges "herausgefunden" haben. Dann legen wir uns auch fest, wann genau wir reisen wollen.
Herzliche Grüße
Sibylla
5'538 Beiträge · seit 200820. Aug. 2013 · #6
Hallo Sibylla,

da hast Du ja noch wirklich viel Zeit. Da ich schon mehrfach in Lanzarote war - wir hatten Freunde dort - verstehe ich gut, dass Du es gerne grün/bunt hättest. Aber Du solltest Dir trotzdem ernsthaft überlegen, spätestens im September bzw. Oktober zu fahren. Denn so schön die Landschaft und die Natur in den Sommermonaten (hiesigen Wintermonaten) auch sind, wirst Du mehr Freude haben, denn Du willst ja Tiere sehen, wie Du schreibst. Im übrigen finde ich es gut, wenn Du so früh mit der Planung anfängst, denn bei mir ist auch die Vorfreude auf eine neue Reise fast schon so groß wie die Hauptfreude.

Liebe Grüße
Gerd
2 Beiträge · seit 201302. Nov. 2013 · #7
hallo Gerd, hallo Chrigu,
ich bin auch neu hier im Forum und lese gerade interessiert mit!
Wir (meine Frau und ich) planen eine 1. Reise nach Namibia für etwa 3 Wochen, um u.a. den Geburtsort meiner Frau (Swakopmund) nach über 50 Jahren mal wiederzusehen (sie war dort nach ihrer Geburt nur 2 Jahre und ist dann mit den Eltern wieder nach Deutschland zurückgekehrt).
Es geht uns fürs erste Mal eher um eine "klassische" Namibia-Rundreise, so wie sie beispielsweise von Gravel-Travel für Motorradfahrer oder diese hier angeboten wird.
Gerne würden wir in Lodges wohnen, aber auch die Möglichkeit haben, mal im Camper (z.B. 4x4 Double Cab oder Trax) auf einem Campingplatz zu übernachten.
Uns geht es vornehmlich eher um Landschaft und Tierbeobachtung, auch wenn die Regenzeit dafür sicher nicht so sehr geeignet ist !!!???
Zu meinen Fragen:
- Passt dazu die Reisezeit März (2014), oder sind Herbst und die Regenzeit zum (zeitweise) Campen ungünstig?
- muss man im März entlang der klassichen Routen Lodges vorbuchen?
- lohnt es sich überhaupt, im März einen Camper zu mieten, oder reicht dann auch ein normales 4x4 Auto und man bleibt in Lodges
- wäre KEA Campers dann überhaupt der passende Vermieter?
- macht es bei 21 Tagen Urlaub im März Sinn, eine fertig ausgearbeitete klassiche Route mit den zugehörigen Lodges zu buchen?
- falls ja: wer bietet so etwas an? wer hat Erfahrungen damit?

entschuldigt die vielen Fragen, wenn einige beantwortet werden, würden wir uns sehr freuen
Gruß 4RaFa
5'538 Beiträge · seit 200802. Nov. 2013 · #8
Hallo und herzlich willkommen im Forum, 4RaFa,

wie Du ja schon gelesen hast, ist Namibia eigentlich ein Ganzjahres-Urlaubsziel und Du kannst auch in der "Regenzeit" die tollen Landschaften bewundern und vieleTiere sehen. Regenzeit heißt ja nicht, dass es die ganze Zeit über regnet, sondern dass es mal stunden- oder tageweise Regenfälle mit oder ohne Gewitter gibt. Und ich liebe den März als Reisezeit für uns persönlich. In diesem Jahr war er für Freunde von mir auch das Beste, was ihnen passieren konnte. Durch die lange Trockenheit waren die Tiere gezwungen, an die Wasserlöcher zu kommen und sie haben alles gesehen, was Etoscha zu bieten hat. Natürlich hoffen wir alle, dass das im nächsten Jahr nicht wieder passiert, aber wer weiß das schon?

Du darfst halt bezüglich der Tiersichtigungen nicht zu große Erwartungen hegen oder - wenn Du auf Nummer sicher gehen willst - hängst Du am Ende zwei Tage Erindi o. ä. an, denn diese Gebiete sind zwar auch groß, aber die Leittiere haben Sender und deshalb werden sie bei den von der Lodge angebotenen Game Drives auch fast immer gefunden.

Die Landschaft ist im März sehr, sehr schön, aber auch hier musst Du Dich möglicherweise auf Einschränkungen/Umwege einlassen, wenn einmal ein Rivier abgeht. Aber auch das macht in erster Linie Spaß - ein bisschen Abenteuer soll ja auch sein.

[i.....]oder sind Herbst und die Regenzeit zum (zeitweise) Campen ungünstig?

Wenn Ihr einen Camper mietet oder einen Hilux mit Dachzelten, dann seid Ihr ja in jeder Hinsicht unabhängig. Und da Ostern erst sehr spät ist, fallt Ihr mit Eurem Urlaub auch nicht einen Massenbetrieb. Ich würde mir deshalb einen Plan machen, wo ich gerne in Lodgen und wo gerne auf Campingplätzen übernachten würde, aber mit Ausnahme von Sesriem/Sossusvlei und der Etoscha nichts vorbuchen. Am besten solltet Ihr Campingplätze, die einer Lodge angegliedert sind, auswählen. Dann könnt Ihr abends vorher anrufen und fragen, ob die was frei haben und bei Regen statt campen in die Lodge gehen.

muss man im März entlang der klassichen Routen Lodges vorbuchen?

M. E. in 2014 nicht - siehe oben.

lohnt es sich überhaupt, im März einen Camper zu mieten, oder reicht dann auch ein normales 4x4 Auto

Ein 4 x 4 mit Dachzelt würde m. E. reichen. Aber wenn Ihr nicht im Zelt schlafen wollt, dann würde ich 4 x 4 und Lodgen dem Camper schon aus Preisgründen vorziehen. Denn der Camper ist teurer und muss für die ganze Reisezeit gemietet werden.

- macht es bei 21 Tagen Urlaub im März Sinn, eine fertig ausgearbeitete klassiche Route mit den zugehörigen Lodges zu buchen?

Das ist letztlich eine Frage, wie sehr Du Dich selbst mit den Vorbereitungen/Buchungen befasen willst.
Du kannst auch Deine grobe Vorstellung einem der in diesem Forum tätigen Reiseagenten wie Carsten Möhle oder Abenteuer in Namibia geben und die etwas ausarbeiten lassen.

- falls ja: wer bietet so etwas an? wer hat Erfahrungen damit?

Ganz viele der in diesem Forum aufgeführten Partner wie z. B. die oben angeführten.

Ich würde an Deiner Stelle jetzt erst mal bei Air Namibia die Flüge buchen. Im März gibt es wohl ein Summer Special - zumindest hier in Namibia. Und dann würde ich eine grobe Route ausarbeiten, die beiden Schwerpunkte Etoscha und Sossusvlei festlegen und buchen und dann rundherum die Route ausarbeiten.

Liebe Grüße von der heute gar nicht sonnigen Atlantikküste
Gerd
2 Beiträge · seit 201304. Nov. 2013 · #9
Gerd1942 schrieb:... Und ich liebe den März als Reisezeit ...
Die Landschaft ist im März sehr, sehr schön, aber auch hier musst Du Dich möglicherweise auf Einschränkungen/Umwege einlassen, wenn einmal ein Rivier abgeht. Aber auch das macht in erster Linie Spaß - ein bisschen Abenteuer soll ja auch sein.
...
Du kannst auch Deine grobe Vorstellung einem der in diesem Forum tätigen Reiseagenten wie Carsten Möhle oder Abenteuer in Namibia geben und die etwas ausarbeiten lassen.
...
Liebe Grüße von der heute gar nicht sonnigen Atlantikküste
Gerd
Hallo Gerd,
vielen Dank für diese prompte ausführliche Antwort.
Im Zuge der weiteren Planung meldet meine Frau nun Bedenken an wegen der Moskitos, die ja offensichtlich Ende März (also gegen Ende der Regenzeit!?) im Norden vermehrt anzutreffen sind. Da sie Malarone zur Prophylaxe schon mal genommen und äußerst schlecht vertragen hatte, möchte sie das unter allen Umständen vermeiden. Sie möchte aber auch nicht abends "verhüllt" im Freien sitzen müssen ...
Ich selbst stehe unter Immunsupression und hatte das Malariarisiko in Namibia zunächst gegen Null gewähnt.

Meine Fragen:
- ist im März auch südlich von Windhoek/Swakopmund bereits mit Moskitos / Malariarisiko zu rechnen?
- mit anderen Worten: lässt sich das Risiko minimieren, wenn man die Reise im März auf den südlichen Teil begrenzt?
- ist in der Trockenzeit das Risiko auch bis zur Breite Etosha N.P. (nicht nördlicher!) wesentlich geringer bis ausgeschlossen, so dass es von diesem Aspekt her sinnvoller wäre, im Sept./Oktober zu reisen?

Selbstverständlich kenne ich die wichtigste Prophylaxe, den Mückenschutz, dennoch wäre es sicher sehr viel angehnehmer, mit weniger Mücken (-plagen) und geringerem Risiko leben zu können.

Ach, und dann wüsste ich noch gerne, wie/wo ich den Carsten Möhle denn ansprechen kann!
Entschuldige, dass ich gleich wieder so viele FRagen habe.

Gruß
Heiner
5'538 Beiträge · seit 200804. Nov. 2013 · #10
Hallo Heiner,

Meine Fragen:
- ist im März auch südlich von Windhoek/Swakopmund bereits mit Moskitos / Malariarisiko zu rechnen?
- mit anderen Worten: lässt sich das Risiko minimieren, wenn man die Reise im März auf den südlichen Teil begrenzt?


Aus meiner Sicht auf jeden Fall. Man sagt, dass Namibia südlich der Etoscha eigentlich frei von Malaria ist. Trotzdem soll es immer wieder Menschen geben, die die Anopheles auch in Regionen verschleppen, wo sie eigentlich gar nicht mehr ist.

- ist in der Trockenzeit das Risiko auch bis zur Breite Etosha N.P. (nicht nördlicher!) wesentlich geringer bis ausgeschlossen, so dass es von diesem Aspekt her sinnvoller wäre, im Sept./Oktober zu reisen?

Ja, davon sollte man ausgehen können, dass in den Trockenmonaten und wegen der nächtlichen Kälte die Anopheles in den Wintermonaten Mai bis September seltener bis nie anzutreffen ist. Für Oktober möchte ich diese Aussage aber abschwächen.

Selbstverständlich kenne ich die wichtigste Prophylaxe, den Mückenschutz, dennoch wäre es sicher sehr viel angehnehmer, mit weniger Mücken (-plagen) und geringerem Risiko leben zu können.

Ich mache in Namibia nie Prophylaxe, aber ich bin bei den Mücken auch sehr unbeliebt.

Ach, und dann wüsste ich noch gerne, wie/wo ich den Carsten Möhle denn ansprechen kann!

Guck mal hier unter Partnern. Da müsste er aufgeführt sein. Sonst google mal nach Bwana Tucke Tucke. Von der Gesellschaft ist er Inhaber.

Liebe Grüße
Gerd