Joerg3'175 Beiträge · seit 200612. Aug. 2013 · Hallo Gemeinde!
Na da hab ich ja was verpasst und das obwohl ich mittendrinne bin. 😁
Da auf Umvuvu am Lake Nawizu noch kein Internet geht und ich nur online bin, wenn ich in Katima Mulilo bin, habe ich mich gerade durch den ganzen thread gekaempft.
Habe gerade mit einigen Lokalen darueber geredet und die erwarteten Reaktionen erhalten.
Ach die in WIndhoek wieder !!!! oder Na da koennen die aber noch 30-50 Jahre warten bis wir diese Namen benuetzen.
Na schau mer mal was fuer Reaktionen noch kommen.
Sonnige Gruesse aus Katima
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201212. Aug. 2013 · Hi Weltenbummler,
nett von Dir zu hören! Bist Du wieder weg von Tsaobis?
Was man von der Aufteilung vom Caprivi in neue Bezirke hört, sind da offensichtlich die Reaktionen insoweit positiv, als daß sich die örtliche Bevölkerung eine Verbesserung der "Provision of Services" erhofft. Viele klagen darüber, daß sich die Versorgung mit Trinkwasser in den meisten Gebieten seit Abzug der südafrikanischen Streitkräfte eher verschlechtert als verbessert hat, und durch Councils zuständig für kleinere Gebiete sie auch eher einmal "dran kommen" könnten.
Ob sich ohne Weiteres da etwas ändern wird, kann man wohl bezweifeln, besonders wenn man die Spesenreiterei und Benehmen der heutigen Councillers mal miterlebt hat. Die steigen gerne in Nambwa ab. Da wird wohl wieder eine kleine Gruppe eifriger Parteigänger geben, die sich am Futtertrog beteiligen dürfen, für die Bevölkerung wird auch da vermutlich wieder einmal wenig abfallen.
Gruß,
H.
JAJansenbusch47 Beiträge · seit 201312. Aug. 2013 · Bin gerade im Urlaub hier, bin in den Caprivi hinein und aus Zambezi wieder hinausgefahren. Die verschiedenen Zeitungen hier bewerten diese Sache, zumindest in den Kommentarspalten, recht einheitlich: Mehr an Verwaltung, mehr an Politikern und mehr an Günstlingswirtschaft bringt den Leuten kein Wasser, Strom und Gesundheit.
Und die Umbenennung ist meiner persönlichen Meinung nach ein typischer Schwachsinn von Politikern, die keinen Schimmer von Politik fürs Volk haben. Gerade Lüderitz, ein sterbender Ort, der ums Überleben kämpft, mitten in diesem Kampf in ein unaussprechlichen und vor allem unterschiedlich geschriebenen Namen umzutaufen ist der Gnadenschuss für die Stadt. Ähnlich sehe ich das mit Caprivi: Das ist ein Markenname im Tourismus, da weiß jeder genau was gemeint ist. Zambezi ist ein 2.500 km langer Fluss, der zum allerkleinsten Teil durch Namibia fließt, wie soll mit "Zambezi" ein neuer Markenname für diee Region entstehen?
Man mag über die deutschen Kolonialisten unterschiedlicher Meinung sein, aber ohne diese gäbe es weder Lüderitz noch den Caprivi-Streifen. Vor über 100 Jahren haben diese Kolonialisten in 7 Monaten eine Eisenbahn von Lüderitz nach Aus in den Sand gehauen, die Regierung versucht dies nun seit 12 Jahren....
Der ewige Kampf gegen die Untaten der Kolonialisierung (Klagen nach Entschädigung etc.) lenkt von der Tatsache ab, dass die aktuellen Probleme keine Nachwehen der Kolonialisierung sind.
Wer hätte in Deutschland Verständnis dafür, wenn heute noch Bürger im Osten sich benachteiligt fühlen, weil sie vor 20 Jahren mal zu einem anderen Staat gehörten?
Das Durchschnittsalter in Namibia ist 20 Jahre, d.h. die meisten Namibier sind in einem eigenständigen Staat aufgewachsen, und voll dafür verantwortlich was dort passiert. Das Umbenennen von Städten, die vor über 100 Jahren gegründet wurden, löst nicht ein einziges Problem sondern schafft nur neue.
Schöner Schwachsinn.
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200612. Aug. 2013 · Auch der Stadtname "Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch" ist nicht aussprechbar! Ich schlage Überlingen vor !
rhh64983 Beiträge · seit 201112. Aug. 2013 · Auf der Seite der AZ findet aktuell eine Abstimmung zum Thema "wie finden Sie die Umbenennung" statt. Wer seinem Unmut mit einem Klick Ausdruck verleihen will - ich habe es bereits getan - kann das dort tun:
http://www.az.com.na/ca. 90 % sind dagegen
Bringt zwar nix - klicken tut aber manchmal gut 🙂
LAlambadaman49 Beiträge · seit 201212. Aug. 2013 · Hallöchen,
sorry, ich denke jetzt mal ganz Deutsch! In Namibia weiß ich keinen Bescheid in dieser Sache!
In Deutschland wäre ich, wenn München in "Fischkoppstadli" umbenannt würde, unter den Bedingungen wie Lüderitz in diese - wie auch immer-, zum erstebesten gericht gerannt und hätte Klage gegen die Bundesregierung wegen Geschäftsschädigung u.a. erhoben.
Ist dies in Namibia nicht möglich? Wenn " Nein" wieso und wenn " JA" warum macht es dann keiner?
Neugierige Grüsse von Lambadaman
Rocky1964709 Beiträge · seit 201112. Aug. 2013 · Jansenbusch schrieb:...
Wer hätte in Deutschland Verständnis dafür, wenn heute noch Bürger im Osten sich benachteiligt fühlen, weil sie vor 20 Jahren mal zu einem anderen Staat gehörten? ...
Tja, und trotzdem sind die Löhne und Gehälter in den neuen Bundesländern in D niedriger als in den alten. Was sich auch über 20a nach der Wiedervereinigung in einer niedrigeren Lebensqualität bemerkbar macht. Selbst die meisten Betriebe, welche Standorte in den alten und den neuen Bundesländern haben, zahlen in den neuen Bundesländern den Mitarbeitern ca. 20...30% weniger!
Nicht gerechnet, daß die Bürger der neuen Bundesländer kaum oder keine Ausgleichszahlungen o.ä. vom Staat für Verluste an Land, Häusern usw. in der Zeit von 1939 bis in die Nachkriegszeit usw. erhalten haben.
Die Bürger in den neuen Bundesländern in D sind durch die Wahlergebnissen des Jahres 1933 heute noch benachteiligt. Ausgesucht hat sich dies in den neuen Bundesländern kaum einer...
lambadaman schrieb:... München in "Fischkoppstadli" umbenannt ...
Spitzenidee!
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...der schon öfter 4x4 in Afrika war...
http://www.4x4club-leipzig.de/
http://www.baja-deutschland.de/
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201313. Aug. 2013 · Die Argumente pro und contra sind schon zur Genüge durchgekaut, da muss mein eigener Senf nicht auch aufs Brot. 😉 Deshalb mal ein gänzlich "wertfreier" Beitrag.
Ich habe mir zu wiederholten Malen das Hörbeispiel vom Link aus Beitrag #299709 angehört: Wo sind die Klicklaute??? Ich kann nur einen ziemlich unverständlich genuschelten Brei aus Vokalen hören.
Gibt es ein deutlicheres Hörbeispiel?
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201213. Aug. 2013 · Es gibt unterschiedliche Klicklaute bei den verschiedenen Sprachen, wie z.B. Damara, Buschleute und wie in diesem Fall der Nama. Dann gibt es Unterschiede bei den verschiedenen Stammesgruppen.
Wer damit nicht aufgewachsen ist, hat wenig Chance es jemals richtig aussprechen zu können. Da benötigst Du ein gutes Gehör und viel Übung, die vordere Zungenhälfte an der richtigen Position des Gaumens anzusetzen, ob mit Spitze der Zunge, oder flächig. Denn es können ansonsten sehr unterschiedliche Aussagen heraus kommen 🤩 🤪
Topobär5'483 Beiträge · seit 200913. Aug. 2013 · rhh64 schrieb:Auf der Seite der AZ findet aktuell eine Abstimmung zum Thema "wie finden Sie die Umbenennung" statt. Wer seinem Unmut mit einem Klick Ausdruck verleihen will - ich habe es bereits getan - kann das dort tun:
http://www.az.com.na/
ca. 90 % sind dagegen
Bringt zwar nix - klicken tut aber manchmal gut 🙂
Da die Zeitschrift ausschließlich von deutschsprachigen Namibiern und deutschsprachigen Ausländern gelesen wird kann man das Ergebnis wohl kaum als repräsentativ ansehen. 😵
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201213. Aug. 2013 · Die Reaktionen bei anderen Zeitungen sehen ähnlich aus, sei es Republikein oder Namibian...und es sind in der Mehrzahl weiß Gott nicht nur Weiße. Es gibt natürlich auch Pro´s, aber wenn man vergleicht, sind dieses zumeist Wiederholungen der gleichen Leute (wohl aktive Swapo´s). Ich glaube, Pohamba hat sich da verschätzt, und nicht den massiven Widerstand aus den eigenen Reihen erwartet, zumal dieses vermutlich als antiweiße Aktion gedacht war (man braucht sich garnicht aufzuregen über die Aussage, aber es wird in diesen Kategorien gedacht, auch regierungsseitig).
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201313. Aug. 2013 · Swakop1952 schrieb:Es gibt unterschiedliche Klicklaute bei den verschiedenen Sprachen, wie z.B. Damara, Buschleute und wie in diesem Fall der Nama. Dann gibt es Unterschiede bei den verschiedenen Stammesgruppen.
Wer damit nicht aufgewachsen ist, hat wenig Chance es jemals richtig aussprechen zu können. Da benötigst Du ein gutes Gehör und viel Übung, die vordere Zungenhälfte an der richtigen Position des Gaumens anzusetzen, ob mit Spitze der Zunge, oder flächig. Denn es können ansonsten sehr unterschiedliche Aussagen heraus kommen 🤩 🤪
Mir ist klar, dass ich das nie werde richtig aussprechen können. Aber in meinem Beitrag ging es mir darum, dass ich keine Klicklaute
gehört habe. Ich war ja vor einigen Wochen erst in Namibia, habe dort sowohl Nama als auch San reden hören, das klang ganz anders als bei dieser Sprechprobe, wo ich weder vorne noch in der Mitte einen Klicklaut erkennen kann. Oder bin ich seitdem taub geworden? 😄
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Burschi4'142 Beiträge · seit 200913. Aug. 2013 · Hallo,
zur Aussprache heute in der AZ:
Über die genaue Schreibweise von !Namiǂnûs gibt es allerdings noch immer Unstimmigkeiten - mittlerweile sind knapp ein Dutzend verschiedene Schreibweisen publiziert worden und selbst mehrere namasprachige Personen sind sich uneins. So viel steht fest:!Namiǂnûs heißt „Umarmung“ und stammt von den ersten Bewohnern des Gebietes, die !Aman, einer Untergruppe der Nama. Namasprachige Personen weisen darauf hin, dass die beiden Worte „ǂnûs“ und „ǂnuis“ für den Laien zwar gleich klingen, das letztere jedoch ein derbes Schimpfwort für das weibliche Geschlechtsteil ist.
Da bin ich jetzt mal gespannt, wieviele das Schimpfwort benutzen! 😄 😄 😄
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
WEwernerbauerGast14. Aug. 2013 · KOkonno1'457 Beiträge · seit 200614. Aug. 2013 · GUGuido.Gast14. Aug. 2013 · Hallo,
unabhängig von allen Pro- und Contra-Argumenten, die auf Kolonialismus, Revanchismus und was auch immer beruhen mögen, zeigt sich, das man die technischen Aspekten des Namenswechsels wohl nicht bedacht hat. Wenn ca. 80% der berichtenden Zeitungen in verschiedensten Ländern nicht in der Lage sind, !Namiǂnûs korrekt zu schreiben - darunter auch Spiegel Online - dann ist das ein Indiz für ein ernsthaftes Problem. Das muss mitnichten daran liegen, dass da weltweit nur Pappnasen am Werke sind, die keine Ahnung haben, wie sie das ungleich-Zeichen auf der Tastatur eingeben. Es kann auch daran liegen, dass es denen schlicht nicht möglich ist.
Jede Zeichenausgabe am Computer ist nur möglich, wenn zum Zeichencode (binär codierte Nummer) eine Zeichencodierung/Zeichensatz definiert ist. In vielen Systemen sind nur 1Byte-Zeichensätze möglich, die maximal 256 Zeichen enthalten. In der westlichen Welt kommen in der Regel ISO 8859-1 bzw. windows-1252 zum Einsatz. Darin ist das ungleich-Zeichen schlicht nicht enthalten. Man muss auf Umwege und Tricks zurückgreifen, was aber nicht bei jedem System möglich ist.
Davon abgesehen ist die einzige offizielle Amtsprache in Namibia englisch. Alles andere hat nur den Status anerkannter Regional-/Nationalsprachen. In der offiziellen Amtssprache englisch ist der Name weder schreib- noch lesbar. Es entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie, dass nun wohl ein erheblicher Teil der Ex-Lüderitzer und Neu-!Namiǂnûser nicht in der Lage ist, den Namen des Ortes fehlerfrei auszusprechen, in dem sie seit Jahren oder sogar Jahrzehnten wohnen.
Beste Grüße
Guido
madmaddin153 Beiträge · seit 201115. Aug. 2013 · Wurde bereits eine Zweisprachen-Lösung in Betracht gezogen?
In Schottland & Irland z.B. klappt das ja auch ganz gut mit Keltisch und Englisch.
Auch wenn die Voraussetzungen dort anderer Herkunft sind, würden mit einer solchen Lösung doch die Wünsche aller "Beteiligten" gewürdigt, oder sehe ich das jetzt "zu Deutsch"?
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201215. Aug. 2013 · Mit dem Namen wird es wie mit der Winterzeit in Namibia sein.
Übereifrige Politiker haben sie vorgegeben, in den Geschäften und bei den Leuten auf den Armbanduhren läuft die südafrikanische Uhrzeit.
Oder wie mit Pretoria, da bleibt es Pretoria und niemand schert sich einen Dreck um den "neuen" Namen, auch wenn auf den Rechnungen der Stadtverwaltung etwas Anderes steht....
Die Leute sagen schon, Pohamba habe den n#uis im Kopf.
Otji392 Beiträge · seit 200815. Aug. 2013 · Swakop1952 schrieb:
Die Leute sagen schon, Pohamba habe den n#uis im Kopf.
😛 😄 🤪
Unabhängig davon, ob man nun dafür oder dagegen ist, finde ich es erschreckend wie hier teilweise miteinander umgegangen wird.
Ich hatte Rockys Beitrag von Anfang an als ironisch bis satirisch verstanden und war über die Reaktionen echt erschüttert.
Zaghaft fragen, ob etwas ironisch gemeint ist oder nicht hat noch niemandem geschadet. 😉
Ich frage mich auch, wie man solchen Dingen als Regierungschef Priorität einräumen kann, wenn auf Grund der großen Dürre die Leute wegsterben.
Wie hier im Thread schon steht, sollen 1/3 der Tiere im Etosha NP abgeschossen und verarbeitet werden.
Die Überbrückung dieser Dürre sollte Priorität haben.
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
spinstone126 Beiträge · seit 200915. Aug. 2013 ·