Trinkgeld

13 Antworten · 2'871 Aufrufe · gestartet 22. Juli 2013 von Irma
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Themenstarter50 Beiträge · seit 201222. Juli 2013 · #1
Moin liebe Fomis,

gerade merke ich, dass ich mich noch nicht ausreichend vorbereitet fühle für Namibia. Aber es ist ja grad noch Zeit.
Wie ist das üblich mit den Trinkgeldern? In Restaurants, beim Personal in der Unterkunft, und z.B., wenn ich jemanden nach einem Foto frage. In manchen Ländern muss ich dann sicher einen Betrag zahlen. Wie verhalte ich mich in Namibia angemessen?
Themenstarter50 Beiträge · seit 201222. Juli 2013 · #3
Danke Gerd, die Suche hat das nicht ausgespuckt. Zumindest nicht auf den ersten Seiten.

Nun weiß ich viel übers Autowaschen 😕

Aber noch mal die Frage, ob es üblich ist, für ein Foto zu bezahlen.
277 Beiträge · seit 201322. Juli 2013 · #4
Irma schrieb:

Aber noch mal die Frage, ob es üblich ist, für ein Foto zu bezahlen.
Um Gottes Willen, fangt bitte sowas nicht an. Das sind die schlimmsten touristischen Auswüchse, die ich kenne!
Themenstarter50 Beiträge · seit 201222. Juli 2013 · #5
fittken schrieb:
Irma schrieb:

Aber noch mal die Frage, ob es üblich ist, für ein Foto zu bezahlen.
Um Gottes Willen, fangt bitte sowas nicht an. Das sind die schlimmsten touristischen Auswüchse, die ich kenne!
Das ist ne klare Aussage. Danke.
1'450 Beiträge · seit 200622. Juli 2013 · #6
fittken schrieb:
Irma schrieb:

Aber noch mal die Frage, ob es üblich ist, für ein Foto zu bezahlen.
Um Gottes Willen, fangt bitte sowas nicht an. Das sind die schlimmsten touristischen Auswüchse, die ich kenne!
Da hast Du wohl recht. Nur wussten z.B. die Himba schon vor 10 Jahren, dass man mit Fotos Geld verdienen kann. Damals stand eine Himba-Frau mit Kind auf dem Rücken neben dem Supermarkt in Outjo. Als mein Mann nach einem Foto fragte, verlangte sie 1 Dollar. Und wir haben bezahlt!

Beate
277 Beiträge · seit 201322. Juli 2013 · #7
beate schrieb:

Da hast Du wohl recht. Nur wussten z.B. die Himba schon vor 10 Jahren, dass man mit Fotos Geld verdienen kann. Damals stand eine Himba-Frau mit Kind auf dem Rücken neben dem Supermarkt in Outjo. Als mein Mann nach einem Foto fragte, verlangte sie 1 Dollar. Und wir haben bezahlt!

Klar, wenn sie merken, dass was zu holen ist, nehmen sie es natürlich. Ich bücke mich auf der Straße schließlich auch für einen Euro. Doch wenn man einfach ablehnt, fragen sie beim 3. Mal bestimmt nicht mehr.
Zahlt jedoch einer, werden die nächsten 10 Touristen belästigt.
5'538 Beiträge · seit 200822. Juli 2013 · #8
Hallo zusammen,

@ fittken:
leider hat Beate Recht. Es ist inzwischen eine fest Gewohnheit, dass die Himbas Geld dafür verlangen, dass man sie fotografiert. Das gilt vor allen Dingen für die Himbas, die in den Städten an den Märkten stehen oder sitzen und ihre Souveniers verkaufen. Und zwar überall - in Outjo, Windhoek, Swakopmund, Walvis Bay und ich weiß nicht, wo sonst noch. Und wenn Du versuchst, trotzdem zu fotografieren, dann gibt es lautstarken Zoff und manchmal wird dann auch einer ihrer (Zuhälter ähnlichen) Ovambo-Begleiter handgreiflich. Und die Preise von N$ 1 gelten schon lange nicht mehr. Sie verlangen N$ 50 und mehr. Grund - wie Du schon gesagt hast - irgendwann haben die Touris bezahlt und dann verlangen sie Geld. Auch wenn man einen Besuch in den Himbadörfern macht, kostet fotografieren normalerweise Geld bzw. Mitbringsel wie Mais o. ä.

Im übrigen gilt das genau so für Herero-Frauen und andere Einheimische. Was ganz wichtig ist - immer vorher fragen, denn es gibt eine Menge von Einheimischen, die sich gar nicht fotografieren lassen (auch nicht gegen Geld) und da kann man sich als Tourist ganz schön unbeliebt machen, wenn das auffällt.

Liebe Grüße
Gerd
4'140 Beiträge · seit 200922. Juli 2013 · #9
Hallo,
seit vielen Jahren besuche ich immer wieder eine Himba-Familie bei Ruacana. Sie kennen mich und bekommen beim nächsten Besuch auch Bilder von mir. Selbst verständlich habe ich immer Naturalien bei einem Besuch mitgebracht. Beim letzten Besuch vor drei Jahren fragte mich eine junge Frau nach den Fotos, ob ich ihr nicht auch noch 10 N$ geben könne. Ich war erstaunt, da hier noch nie jemand Geld verlagt hatte und fragte warum? "Ich muss mein Handy aufladen!", war die Antwort.
Zeiten ändern sich eben. Aber eines sollte man auf jeden Fall: Immer vorher fragen, ob man Fotos machen darf. Viele freuen sich über "die Ehre" , manche verlangen aber eben auch etwas Geld um ihre vielleicht sehr bescheidenen Einkünfte aufzubessern. ich kann dann selbst entscheiden, wie ich mich in jedem Fall verhalte. Wenn z.B. jemand 100 N$ für ein Bild in forscher Weise verlangt, wenn ich nett und freundlich gefragt habe, dann lasse ich es eben. Von selbst aber biete ich kein Geld an.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
1'450 Beiträge · seit 200622. Juli 2013 · #10
fittken schrieb:Zahlt jedoch einer, werden die nächsten 10 Touristen belästigt.
Aber was machst Du, wenn Du in diesem Fall der 7, 8, 9 oder 10 Tourist bist???

Beate
82 Beiträge · seit 201122. Juli 2013 · #11
Aus eigener Erfahrung im Hotel in Swakop: Touren mit Bussen gleich NULL! Selbstfahrer ? Zum Teil !
Ich selber im Restaurant : Je nach >Service Nix oder auf nen 5er aufrunden ! >Eben so Abhängig nach eigener Fin. Lage.
Grundsätzlich keine Trinkgelder Bezahlen die in der Rechnung ect. Aufgeführt sind !!! Trinkgeld ist auch in Africa eine Freiwillige Angelegenheit.
167 Beiträge · seit 200923. Juli 2013 · #12
Bitte bedenkt, wie unangenehm es ist, von einem Fremden fotografiert zu werden. In Deutschland weichen 99% der Menschen aus, wenn jemand in unsere Richtung fotografiert. Neulich haben chinesische Touristen begeistert unseren 2j. Sohn beim Planschen im Meer fotografiert (er war nicht nackt!!!! 😄 ) und ich empfand es als unangenehm ... Auch wenn sie es wirklich gut meinten und sich amüsierten!
Auf dem Oktoberfest mag ich es auch nicht, wenn mich amerikanische Touristen wegen der Tracht knipsen...

Natürlich ist das bei den "kommerziellen" Himba- und San-dörfern anders, wo die Bevölkerung von den Einnahmen der Touristen lebt und es dulden dass sie fotografiert werden. ich finde immer schön, wenn man die geschossenen Bilder dann auch wieder mitbringt. Geht natürlich nicht immer ... Aber wir haben zB die Fotos meines Bruders einem San-dorf mitgebracht und sie haben Tränen gelacht als sie sich auf den Bildern wiedererkannten.

Aber einfach auf der Strasse auf jeden Afrikaner die Kamera zu richten ohne zu fragen finde ich schon sehr bedenklich!

VG
Ruaha
649 Beiträge · seit 200723. Juli 2013 · #13
Danke Ruaha!

Ich habe mich schon öfters für andere Touris fremdgeschämt. Letztes Beispiel: eine Gruppe von Kamera-Verrückten hat sich um eine Himba in Kamanjab versammelt. Ich möchte jetzt mal nicht sagen, daß sie sie in die Enge getrieben haben - auch wenn es für mich fast so aussah. Und dann wurden der armen Frau und ihrem Kind die Objektive fast auf die Nase gedrückt. Daß ihr das nicht gefallen hat, war deutlich zu erkennen.....

Ich finde auch: Mit einem Lächeln fragen - und wenn die Antwort "nein" ist, dann mit einem ebensolchen Lächeln Danke sagen und gehen. wenn man einen Preis genannt bekommt, der einem zu hoch ist: Gleiche Prozedur.

elli (und ja: ich fotografiere auch viel - aber immer auf Abstand!)
4'140 Beiträge · seit 200923. Juli 2013 · #14
Hallo,
das ist genau das was ich meine. Ich nehme mir immer genügend Zeit und unterhalte mich erst mit den Menschen, die mich interessieren über Gott und die Welt, das Wetter oder sonst was. Man erfährt viel bei solchen Gesprächen und die "Einheimischen" (ich will sie hier einfach mal so nennen) freuen sich, wenn man echtes Interesse zeigt. Manchmal frage ich erst nach 45 Minuten beim Verabschieden, ob ich für mich nach dem netten Gespräch ein Photo als Erinnmerung mitnehmen dürfe. Das wird dann kaum abgelehnt.
Wir als Touristen sollten uns einfach darüber im Klaren sein, dass die Menschen auch hier keine "Schauobjekte" sein wollen. Stellt euch vor, jemand aus Afrika (tiefschwarz 🙂 ) kommt in euren Garten, fotografiert ohne zu fragen eure Rosen, sagt dann, ihr sollt euch mal daneben stellen und wandert anschließend bewundernd und fotografierend durch euer Wohnzimmer. Wenn ihr aber schon am Gartenzaun eine halbe Stunde mit ihm palavert habt, ladet ihr ihn vielleicht sogar zu einem Drink auf die Terrasse ein und wenn er nach einer Stunde wieder geht, hattet ihr eine nette Begegnung.
So sollten wir uns auch in Afrika verhalten!
Gruß:
Burschi
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