MKS-Ausbruch 2026 (Achtung Transport Fleisch durch Namibia)

174 Antworten · 9’620 Aufrufe · gestartet 18. Juli 2013 von travelNAMIBIA
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275 Beiträge · seit 202506. Okt. 2026 ·


travelNAMIBIA schrieb:79 Fälle der MKS auf 11 Farmen in der Region ||Kharas bestätigt. Scheinbar wurden polizeiliche Ermittlungen eingeleitet, weil ein Farmer illegale Rinder aus Südafrika nach Namibia eingeführt haben sollen, die MKS-positiv waren. 


Weitere Details: https://www.namibian.com.na/breaking-news-fmd-confirmed-on-11-farms/


Viele Grüße

Christian 

Diese Grenzfarmen waren schon unter südafrikanischer Verwaltung die Grauzone für illegale Geschäfte bzw. Transit für alles, wofür man ein Permit benötigte und keines hatte und keines bekommen konnte. Sie können dicke fette Zäune bauen, es werden sich immer wieder Löcher auftun. 

Nur mal zur Information was dieses beinhaltete und wohl teilweise noch heute gilt:

Besonders bei landwirtschaftlichen und veterinärkontrollierten Produkten und Tieren, und auch bei Bergbauprodukten und -erzen, hatten beide Länder, auch unter südafrikanischer Verwaltung, völlig unterschiedliche Gesetzgebungen. Bis zur Unabhängigkeit von Namibia galt sogar im Bergbaubereich noch überwiegend die deutsche koloniale Bergbau-Gesetzgebung (banales Beispiel: In Südafrika gehört alles über und unter der Erdoberfläche dem Grundbesitzer, In Namibia gehört alles über der Erdoberfläche dem Grundbesitzer, alles unter der Erdoberfläche dem Staat). Das hat zur Folge, daß in Südafrika der Farmer Prospektierarbeiten oder Exploration verhindern kann, während in Namibia der Farmer keinem Prospektor mit Prospektiergenehmigung den Zutritt zu seiner Farm verwehren kann. Viele kontrollierte oder mit Exportverbot belegte Produkte aus Südafrika wurden nach Grenzübertritt nach Namibia plötzlich "legal", wo Besitz und Export nicht verboten waren und sogar exportiert werden konnten. Und da waren diese Grenzfarmen an der nichtbewachten Grenze die Schleuse. Und das gilt wohl bis heute. 

zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2026
1’114 Beiträge · seit 200906. Okt. 2026 ·

Hi Wolfgang,


ich meine das in Bezug auf Lebensmittel und den Transport durch das Land. Ich gehe wie gesagt nicht davon aus, dass es bei dem einen „Herd“ bleibt. 

Zunächst muss sich zeigen, wie dauerhaft Fleisch erhältlich ist (es gibt recht rigorose Transportbestimmungen). Supermärkte im Inland haben schon einige Dinge nicht mehr. Dann muss sich klären, wo genau Kontrollpunkte erstellt werden und was dann alles konfisziert wird.


Touristen müssen das Thema aufmerksam verfolgen - zumal eine gewisse Dynamik in Entscheidungen wahrscheinlich ist.

Bei Tourismus wird es damit imho ein Komfortthema.


Liebe Grüsse

Guido

dergnagflow schrieb:

Hi Guido,



Inwiefern meinst du, dass sich das auf den Tourismus auswirkt? 

LG Wolfgang 


1’764 Beiträge · seit 200706. Okt. 2026 ·
Wie sieht es denn derzeit in den Supermärkten und Metzgereien aus?
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter33,4k Beiträge · seit 200606. Okt. 2026 ·

pollux schrieb:Wie sieht es denn derzeit in den Supermärkten und Metzgereien aus?

War heute hier in Windhoek bei Superspar Maerua, Checkers Grove und Food Lovers Grove. Alles wie immer. 


Viele Grüße

Christian 

Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2026
1’764 Beiträge · seit 200706. Okt. 2026 ·
Guido meint, dass das nicht gut ausgeht. Ich kann es als Deutscher aus der Ferne nicht beurteilen. Leider hilft nur warten und beobachten. Wir sind im November wieder vor Ort. 
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
2’591 Beiträge · seit 200706. Okt. 2026 ·

Hi Guido,

Seyko schrieb:

Touristen müssen das Thema aufmerksam verfolgen - zumal eine gewisse Dynamik in Entscheidungen wahrscheinlich ist.

Bei Tourismus wird es damit imho ein Komfortthema.

aber das betrifft ja, wenn überhaupt, nur die Camper, die sich selbst versorgen, oder? Alle anderen haben damit ja wenig zu tun. 

Sind sie so in der Mehrzahl?

Ich mein, wir fliegen in Jänner wieder, klar verfolge ich das jetzt hier ein wenig, aber ich gehe nicht davon aus, dass wir nix transportieren dürfen. Derzeit gibt's ja da auch keine Beschränkungen, abgesehen vom südlichsten Teil des Landes. 

LG Wolfgang

Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
275 Beiträge · seit 202506. Okt. 2026 ·
Auch als Camper würde ich mir nicht all zu große Sorgen machen. 

Selbst bei der sehr durchorganisierten MKS-Bekämpfung mit dutzenden Sperrbezirken vor 60 Jahren gab es immer ausreichend Fleisch zu kaufen in Metzgereien (damals gab es noch keine Supermärkte, nur Stores). Die Metzger schlachteten selbst, nur Windhoek hatte einen Schlachthof.


Den exklusiv unter Touristen liebgewonnenen Großeinkauf von Fleisch in Windhoek, um dieses dann über tausende km überall hin spazieren zu fahren, wird man sich wohl vorerst abschminken müssen. Dann wird man halt öfters kleinere Portionen einkaufen müssen. Und sich informieren von wo bis wo man es transportieren darf. Für mich kein Problem. Für viele Andere auch nicht. Evtl. muß man manches Mal improvisieren und so manches vorgegarte Stück Fleisch dann halt zum Aufwärmen  auf den Grill legen.

zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2026
1’114 Beiträge · seit 200907. Okt. 2026 ·


travelNAMIBIA schrieb:

War heute hier in Windhoek bei Superspar Maerua, Checkers Grove und Food Lovers Grove. Alles wie immer. 


Viele Grüße

Christian 

Echt jetzt?

Du meinst, weil du in den grössten und bekanntesten Supermärkten der Hauptstadt alles bekommst, ist die Welt ok? Das ist einfältig.

Ich verzichte auf die Aufzählung von Orten wo Bestände nicht oder sehr gering vorhanden sind (in meinem Wohnort  - weit weg vom Süden - zum Beispiel).  Es geht zudem nicht darum, was JETZT irgendwo verfügbar ist.

Wer eine Flugsafari macht, für den ändert sich nichts.

Wer Lodgehopping auf der „Klassiker-Route“ betreibt, für den ändert sich wenig bis nichts.

Alle anderen sollten imho Regularien und Vorfälle aufmerksam verfolgen. Was im Dezember, März oder April ist, kann heute keiner sagen. 

Ob du das als übertrieben empfindest überlasse ich dir. Ich habe die Reaktionen von befreundeten und bekannten Farmern gerade erlebt. Das ist nicht so im Einklang mit der öffentlichen Meinung 🤐


Liebe Grüsse

Guido



Themenstarter33,4k Beiträge · seit 200607. Okt. 2026 ·

OFF TOPIC

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Seyko schrieb:

Du meinst, weil du in den grössten und bekanntesten Supermärkten der Hauptstadt alles bekommst, ist die Welt ok? Das ist einfältig.

Hi Guido,

excuse me, die Frage von Pollux war eindeutig und ich habe sie beantwortet. Ich kann sie aber nur beantworten, so wie ich es erlebe. Das ist natürlich kein allumfassendes Bild, weil ich nicht ständig durchs Land fahre und schaue was wo verfügbar ist. Sozusagen eine persönliche Momentaufnahme. Nichts anderes war gefragt. Wenn Du eine andere Momentaufnahme hast, beschreibe sie doch. Kein Grund dies als "einfältig" zu bezeichnen. Deine allgemeine Negativität und die Tatsache, dass "Namibia nichts auf die Reihe bekommt" ist ja hinlänglich bekannt.

Ich bin ja nun auch (indirekt) Farmer (Bruder mit Farm, Cousin mit Farm, Schwager mit Farm... im Süden). Ich kenne also recht gut die Stimmung unter den Farmern und habe beruflich fast täglich mit den UPdates des zuständigen Ministeriums und anderer offizieller Stellen zu MKS etc zu tun. 

Es geht zudem nicht darum, was JETZT irgendwo verfügbar ist.

Doch, denn genau das war Pollux Frage... "derzeit"...

So, für mich sind Meinungen nun hier im Tread egal (zumal eben keiner weiß wie und wann es ausgehen wird), ich werde weiterhin Fakten posten, die für Reisende (es ist ein Reiseforum) relevant sein könnten.

Beste Grüße

Christian

Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2026
Themenstarter33,4k Beiträge · seit 200607. Okt. 2026 ·
𝟭𝟮𝟳 𝗰𝗼𝗻𝗳𝗶𝗿𝗺𝗲𝗱 𝗙𝗠𝗗 𝗰𝗮𝘀𝗲𝘀 𝗮𝗰𝗿𝗼𝘀𝘀 𝟭𝟱 𝗳𝗮𝗿𝗺𝘀
Statement by Her Excellency Dr Netumbo Nandi-Ndaitwah, President of the Republic of Namibia
The outbreak of foot-and-mouth disease (FMD) in the Karasburg Veterinary District of the ||Kharas Region has brought uncertainty and distress to farmers, workers and businesses across our livestock industry. Livelihoods are at stake. The government is acting to contain the disease, and I call on every Namibian to support this effort.
The livestock and meat industry is one of the cornerstones of our economy. From the farmer and farmworker to the transporter, processor and exporter, its value chain sustains families and communities far beyond the affected areas. Protecting that value chain is a national responsibility.
Our immediate task is clear. We must contain the outbreak, prevent its spread and protect unaffected herds, so that normal production and trade can resume as quickly and safely as possible.
The outbreak was confirmed on 23 September 2026 through laboratory testing of samples collected during veterinary surveillance. Namibia has experience in responding to foot-and-mouth disease in the zone north of the Veterinary Cordon Fence. We must now draw on that experience and ensure that our response meets the demands of this outbreak.
When the disease was detected, the Minister of Agriculture, Fisheries, Water and Land Reform and I were attending the United Nations General Assembly in New York. Our response mechanisms were activated immediately. I thank the Acting Minister, Dr Charles Mubita, the Ministry’s leadership, veterinary officials and all personnel who acted promptly and continue to work under difficult conditions.
As confirmed cases increased, I directed the Joint Cabinet Committee to convene urgently on 03 October 2026. Cabinet met the following day to assess the situation and determine the interventions required under the Animal Health Act.
As of 05 October 2026, surveillance teams have inspected 29 313 animals across 68 farms. There are 127 confirmed positive cases across 15 farms. Twenty surveillance teams have been constituted, and 10 roadblocks have been established across the ||Kharas Region to support the response.
Cabinet has directed the immediate implementation of the relevant provisions of the Animal Health Act and the strengthening of disease-control and biosecurity measures. The responsible institutions must act with urgency and coordinate their work to contain the outbreak.
The Critical Containment Response Plan, approved by Cabinet on 04 October 2026, includes establishing a containment buffer zone in the Karasburg Veterinary District to prevent the disease from spreading to unaffected regions. It also provides for repairs to the Namibia–Botswana border fence and the erection of veterinary cordon fencing in high-risk areas along the border with South Africa to strengthen animal movement control.
Fellow Namibians, I recognise the strain that movement restrictions and disruptions to trade are placing on farmers, workers and businesses. For many families, this uncertainty concerns their next income and their ability to sustain their livelihoods. These concerns must remain central to our response. The measures we take now are necessary to prevent wider losses and safeguard the industry’s recovery.
We are also mindful of the financial pressures on farmers and businesses servicing loans with financial institutions. Government will continue to assess these effects and engage relevant stakeholders to ensure that this animal health crisis does not lead to prolonged financial distress for otherwise viable farmers and businesses.
Through the Directorate of Veterinary Services (DVS), teams are conducting surveillance, testing, farm inspections and livestock movement tracing. Their findings will guide our decisions. Where conditions permit, restrictions may be adjusted. Where risks remain, controls will be maintained or strengthened.
The Veterinary Public Notices issued by the DVS remain the official and authoritative source of animal health guidance. I urge all stakeholders to comply fully with these notices and cooperate with the officials implementing them.
Government is also engaging the European Union on consignments of Namibian meat products produced before 23 September 2026. Under European Union legislation, consignments certified by Namibia’s Veterinary Competent Authority before confirmation of the outbreak are likely to be permitted entry. Similar engagements are underway with other trading partners to limit disruptions to trade while we address the disease situation.
We will provide our partners with verified information and uphold international veterinary requirements. Maintaining confidence in our veterinary systems is essential to protecting Namibia’s reputation as a reliable producer and exporter. We will also continue pursuing opportunities to diversify and strengthen our export markets.
This response requires all hands on deck. Government must lead and coordinate, but success depends on the cooperation of everyone across the livestock and meat value chain. Every livestock owner, trader, transporter, auctioneer and industry stakeholder has a role to play.
I call on livestock owners to remain vigilant, cooperate with surveillance teams and ensure that animal identification and movement records are accurate, complete and up to date. Traders, transporters and auctioneers must observe movement controls and comply with veterinary instructions. Our collective discipline will help protect unaffected herds and the livelihoods that depend on them.
The Namibia Livestock Identification and Traceability System is central to this effort. It enables officials to track livestock movements, identify potentially exposed animals and make timely disease-control decisions. Keeping reliable records is therefore a practical contribution to the protection of the entire industry.
Our veterinary services and laboratories must have the resources they need to respond effectively. Government will continue strengthening surveillance, laboratory capacity, traceability and long-term biosecurity to improve our preparedness for future outbreaks.
I thank the stakeholders and partners who have already offered support. I call on businesses supplying livestock products, critical materials and emergency supplies to act responsibly. This outbreak must not become an opportunity to exploit distress through inflated prices. Our efforts must support containment and recovery.
The Ministry of Agriculture, Fisheries, Water and Land Reform, supported by the Ministry of Information and Communication Technology, will continue providing regular updates. I ask the media, industry stakeholders and the public to rely on verified information and avoid circulating unconfirmed reports that cause confusion or undermine the response.
We must meet this difficult period with resolve and a shared sense of responsibility. Every measure we take, and every act of cooperation, must serve our common purpose of containing the disease and protecting livelihoods.
Government will continue to lead this effort. I call on all Namibians to do their part, support affected communities and work together to safeguard this industry on which so many of our people depend.

(Quelle: https://www.facebook.com/Agriforum.Namibia/)

Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
674 Beiträge · seit 202407. Okt. 2026 ·
Hallo, 

Für mich wäre der Einfluss auf den Tourismus schon einschneidend, wenn man an Kontrollen auf übereifrige Kontrolleure stößt und jedesmal die Reihe verlassen muss, um seim Auto durchsuchen zu lassen. Denn die blöden Touristen kennen sich nicht aus, die haben bestimmt was dabei, den können wir nen Tick mehr abnehmen als nötig. 

Man kennt sie ja, diese Diskussion. 

Ich habe kaum Fleisch dabei, also würde mich das Verbot nur minimal treffen, aber die eventuellen akribischen Kontrollen würden mich stark stören. 

Die Aussage betrifft natürlich nur Camper als Selbstfahrer und Selbstversorger. 

Schaun wir mal, wie sich das entwickelt. 

Namibia entwickelt sich langsam auch zum Verbots- und Restriktionsland. Wenn ich schon wieder die neuen Querelen im Buffalo Park sehe, vorher, Sossusvlei, da nicht hin, dort erst Permit, da Einfahrt verboten, dort Konzession, Butter, Käse, Wurst, nicht mehr im Auto, Kontrolle dort, Kontrolle hier usw, usf.

Früher wurdest du mit deutschen Kennzeichen an den Kontrollen freundlich durchgewunken oder nur ein nettes Wort gewechselt. Heute, wenn einer da steht,  zur Seite rausgezogen oder garantiert gestoppt, alle Papiere vorlegen, von denen sie nicht wissen was es ist usw. und nun eventuell noch Vet Kontrollen überall, falls sich die Sache verfestigt.

Irgendwie wird das unbeschwerte  Reisen immer weiter eingeschränkt.

Da ist Südafrika glaube wesentlich Restriktionsärmer.

Ist aber nur mein derzeitiges Gefühl, andere mögen das nicht so empfinden.

VG 


Themenstarter33,4k Beiträge · seit 200607. Okt. 2026 ·
Da ist Südafrika glaube wesentlich Restriktionsärmer.

Na ja, die haben ja auch das Thema "MKS", um beim Thread zu bleiben, vollkommen aufgegeben. Aber es ist auch schwierig generell zwei Länder zu vergleichen, finde ich. Zum Thema Namibia: Es gibt derzeit keinerlei besondere Restriktionen oder Kontrollen, außer eben Transport aus/innerhalb der Region ||Kharas und in die Gebiete nördlich des Veterinärzauns (also nicht mehr nur Nord nach Süd, sondern derzeit dort auch Süd nach Nord)


Viele Grüße

Christian

Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2026
1’764 Beiträge · seit 200707. Okt. 2026 ·


travelNAMIBIA schrieb:und in die Gebiete nördlich des Veterinärzauns (also nicht mehr nur Nord nach Süd, sondern derzeit dort auch Süd nach Nord)

Für was soll Süd-Nord gut sein?


Und zu Südafrika: wenn die bei MKS "aufgegeben" haben, was heißt das denn, außer dass sie nichts in bestimmt Länder exportieren?

Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter33,4k Beiträge · seit 200607. Okt. 2026 ·


pollux schrieb:Für was soll Süd-Nord gut sein?

Es soll kein MKS in den Bereich nördlich des Vetzauns, der aktuell ja keinen Fälle hat (aber eben nie als MKS-frei deklariert wurde, weil MKS dort v.a. durch Impfungen unterbunden wird), gebracht werden.

Zu Südafrika: es wird halt faktisch gar nichts gegen den Ausbruch (der dort nun schon 1+ Jahre geht), der ja mittlerweile nahezu landesweit dort ist, unternommen. Deshalb auch nun das "Überwachwappen" nach Namibia und zuvor Botswana.

Viele Grüße

Christian 

Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2026
1’114 Beiträge · seit 200907. Okt. 2026 ·


pollux schrieb:


Für was soll Süd-Nord gut sein?


Und zu Südafrika: wenn die bei MKS "aufgegeben" haben, was heißt das denn, außer dass sie nichts in bestimmt Länder exportieren?

Das bedeutet, dass sie impfen und sanit automatisch Exporte ausschliessen. FMD Tests weisen die Antikörper nach und der Test kann nicht unterscheiden zwischen einer Erkrankung und einer Impfung. Damit ist ein Export mittel - bis langfristig unmöglich. Namibia war das einzige Land, dass noch exportieren konnte. Sollte sich die Regierung für grossflächige Impfungen entscheiden, ist das eine Entscheidung gegen den Export. Die Bemühungen es ohne Impfung zu schaffen, um den Export wieder zu ermöglichen ist eben der Ritt auf der Rasierklinge. Ist nicht unmöglich, bedarf aber sehr radikaler Massnahmen die ziemlich gnadenlos umgesetzt werden müssen um es zu schaffen. 


Liebe Grüsse

Guido

1’114 Beiträge · seit 200907. Okt. 2026 ·

Guck Christian, deshalb geraten wir gelegentlich aneinander. Das ist doch eine klare Falschaussage.

Das Ziel lautet: FMD free with vaccination

Dagegen ist nichts zu sagen, wenn ein Export nicht angestrebt wird. Von Feb 26 bis Mai 26 wurden 4.4 Mio Rinder geimpft (neuer hab ich nix gefunden).

13.5 Mio Impfdosen wurden beschafft.


"In Südafrika wird halt faktisch gar nichts gegen den Ausbruch getan" würde ich persönlich anders definieren.

travelNAMIBIA schrieb:


Zu Südafrika: es wird halt faktisch gar nichts gegen den Ausbruch (der dort nun schon 1+ Jahre geht), der ja mittlerweile nahezu landesweit dort ist, unternommen. 


1’764 Beiträge · seit 200707. Okt. 2026 ·
Meine Frage wegen Südafrika war eigentlich anders gemeint: Wenn da MKS großflächig verbreitet ist, und geimpfte Rinder nicht von befallenen Rindern unterschieden werden können, wie selektiert man Rinder, die in Schlachthöfe gehen? Oder dürfen nur ungeimpfte Rinder mit negativem Test geschlachtet werden?
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten