travelNAMIBIA schrieb:79 Fälle der MKS auf 11 Farmen in der Region ||Kharas bestätigt. Scheinbar wurden polizeiliche Ermittlungen eingeleitet, weil ein Farmer illegale Rinder aus Südafrika nach Namibia eingeführt haben sollen, die MKS-positiv waren.
Weitere Details: https://www.namibian.com.na/breaking-news-fmd-confirmed-on-11-farms/
Viele Grüße
Christian
Diese Grenzfarmen waren schon unter südafrikanischer Verwaltung die Grauzone für illegale Geschäfte bzw. Transit für alles, wofür man ein Permit benötigte und keines hatte und keines bekommen konnte. Sie können dicke fette Zäune bauen, es werden sich immer wieder Löcher auftun.
Nur mal zur Information was dieses beinhaltete und wohl teilweise noch heute gilt:
Besonders bei landwirtschaftlichen und veterinärkontrollierten Produkten und Tieren, und auch bei Bergbauprodukten und -erzen, hatten beide Länder, auch unter südafrikanischer Verwaltung, völlig unterschiedliche Gesetzgebungen. Bis zur Unabhängigkeit von Namibia galt sogar im Bergbaubereich noch überwiegend die deutsche koloniale Bergbau-Gesetzgebung (banales Beispiel: In Südafrika gehört alles über und unter der Erdoberfläche dem Grundbesitzer, In Namibia gehört alles über der Erdoberfläche dem Grundbesitzer, alles unter der Erdoberfläche dem Staat). Das hat zur Folge, daß in Südafrika der Farmer Prospektierarbeiten oder Exploration verhindern kann, während in Namibia der Farmer keinem Prospektor mit Prospektiergenehmigung den Zutritt zu seiner Farm verwehren kann. Viele kontrollierte oder mit Exportverbot belegte Produkte aus Südafrika wurden nach Grenzübertritt nach Namibia plötzlich "legal", wo Besitz und Export nicht verboten waren und sogar exportiert werden konnten. Und da waren diese Grenzfarmen an der nichtbewachten Grenze die Schleuse. Und das gilt wohl bis heute.