BriZAThemenstarter375 Beiträge · seit 201007. Juli 2013 · #1Liebe Fomis,
heute wurde ich gebeten diesen Link an deutsche Medien weiterzuleiten .
Text siehe weiter unten.
Leider bin ich mit dieser Bitte überfordert, da ich keine Kontakte diesbezüglich habe. 🙁
Vielleicht kann jemand weiterhelfen und weiss, was eventuell zu tun wäre?!
LG,
BriZA
freshy3'883 Beiträge · seit 201108. Juli 2013 · #2Hallo BriZa,
das ist doch Werbung durch die Hintertür, die Wanderheuschrecken sind lediglich der Aufhänger.
LG freshy
BriZAThemenstarter375 Beiträge · seit 201009. Juli 2013 · #3Hallo freshy,
ich denke nicht, dass eine Wanderheuschreckenplage eine gute Werbung für ein Land ist.
Mich würde eine Reise jetzt nicht unbedingt reizen.
LG,
BriZA
BriZAThemenstarter375 Beiträge · seit 201009. Juli 2013 · #4Vielleicht war es von mir nicht so schlau, einfach nur die Webseite anzuzeigen.
Damit niemand mehr "Schleichwerbung" vermutet, habe ich folgenden Text bezüglich
der Wanderheuschreckenplage kopiert.
Ich hoffe, dass ich damit nicht wieder jemandem auf die Füße trete 🙁
Wanderheuschrecken fressen Madagaskar in die Katastrophe!
Nach dem biblischen Buch Exodus sandte Gott den Ägyptern als achte von zehn Plagen die Wanderheuschrecken, die das Land kahl fraßen und Not und Hunger brachten.
Waren die Heuschrecken in der Bibel als göttliche Strafe ausgedacht, so fragt man sich, warum die Madagassen, gebeutelt von der völligen Zerrüttung ihres Staates nun auch diese Katastrophe erdulden müssen?
Halten wir einmal fest: Locusta Migratoria, wie die in Madagaskar vorherrschende Form der Feldheuschrecke heißt, hat auch in der Vergangenheit immer wieder schreckliche Verheerungen gebracht.
In Zeiten einigermassen stabiler politischer Verhältnisse ist es für die meisten Länder Afrikas, die sich mit dieser Plage herumschlagen müssen, kaum ein Problem, das Überhandnehmen der gefräßigen Insekten zu verhindern: früher wurde auf breiter Front das berüchtigte DDT angewandt, ein Universalinsektizid mit erheblicher Problematik, da es sich in der Nahrungskette anreichert und schädliche Nebenwirkungen haben kann.
Heutzutage hat die Wissenschaft feinere und desto wirksamerer Waffen gegen die Heuschrecken entwickelt: nachdem man herausgefunden hatte, das Heuschrecken vor allem hormonell gesteuerte Wesen sind und die Schwarmbildung der eigentlich singulär lebenden Tiere durch Kontakt der Hinterbeine und der dadurch auftretenden Hormonausschüttung verursacht wird, bei der sich mehr als eine Milliarde Tiere zusammenballen (!), hatte man bald potente, hormonhaltige Gegenmittel zur Hand, die bereits die Larvenbildung verhindern und das Schwarmverhalten ebenso. Diese Mittel sind entgegen der alten chemischen Keule DDT auch für den Menschen unschädlich.
Allerdings benötigte man auch in Madagaskar einige Millionen Euro im Jahr, um die Heuschrecken dauerhaft in Schach zu halten. Geld, welches nunmehr nicht mehr da ist!
Bei der anhaltenden Krise ist es also kein Wunder, das die Heuschrecken wiederum in wahren Wolken übers Land herfallen. Ein großer Schwarm Heuschrecken mit etwa 1 Milliarde Tieren wiegt ca. 1500 Tonnen – und vertilgt die selbe Menge an Grünzeug jeden Tag!
Hieraus wird deutlich, welche humanitäre Katastrophe droht, wenn die Heuschrecken dieses Jahr, aus dem Süden kommend, über das Hochland nach Norden wandern und die Gemüse – und Reiskammer der roten Insel kahl fressen. Die zynisch klingende Empfehlung früherer afrikanischer Potentaten, nämlich die Heuschrecken zu essen, klingt vor diesem Hintergrund wie ein Hohn.
Nur etwa 7 Millionen Euro wären notwendig, um diese Katastrophe abzuwenden oder das schlimmste zu verhüten.
Madagaskar braucht Hilfe!
Dieter Rohrbach, 7 Juli 2013
Wanderheuschrecken-Krisensituation auf Madagaskar
Eine Heuschreckenplage bedroht die Lebensgrundlage von 13 Millionen Menschen in Madagaskar die direkt oder indirekt von der Landwirtschaft leben. Die Situation ist durch die Ausmaße des aktuellen Befalls schon verheerend obwohl die Wintermonate eigentlich nicht günstig für die Entwicklung der Wanderheuschrecken sind. Wenn nichts getan wird Madagaskar spätestens beim Anfang der Regenzeit vor einer Hungersnot betroffen sein die diesmal nicht nur die kargen Gebiete des tiefen Südens von Madagaskar betrifft sondern weit über die Hälfte der riesigen Insel, die Wanderheuschrecken breiten sich sogar auf dem Hochland bis in die Vororte der Hauptstadt Antananarivo aus.
Wenn die Plage nicht behandelt wird, und bis jetzt wird in dem Bereich nichts unternommen, schlüpfen Milliarden von Wanderheuschrecken aus den Eiern die von den riesigen Schwärmen gelegt wurden aus. In diesen Wintermonaten sieht man schon so dichte Schwärme das der Himmel stundenlang verdunkelt bleibt.
Im Februar 2013 hatte der Zyklon Haruna im Süd-Westen des Landes riesige Überflutungen in den Küstengebieten verursacht, diese Region ist anfällig für lang anhaltende Dürren und für Wirbelstürme, in dieser Region leben fast 90% der Bevölkerung sehr weit unter der Armutsgrenze.
Nach den erheblichen Schäden des Zyklons kamen die Best-möglichsten Bedingungen für die Entwicklung der wahrscheinlich schlimmsten Insektenplage die Madagaskar gekannt hatte zustande..
Durch die Krisensituation kommen keine Finanzen von den Weltorganisationen nach Madagaskar und von der hiesigen Regierung sind keine spektakulären Aktionen zu erwarten, was bleibt den Menschen anders übrig als Heu zu verbrennen in der Hoffnung die Insekten die in wenigen Minuten die Arbeit eines Jahres zunichte machen und die Nahrung der Familien gierig verschlingen zu verjagen?
Ein gesteuertes Programm über mehrere Jahre wäre nötig, Hubschraubereinsatz, Chemische Schadstoffe müssten da eingesetzt werden was auch ein riesiges Gesundheitsproblem bietet in einen Land ist wo Chemische Produkte und deren Auswirkung auf die Menschen total unbekannt sind. Die Leute fangen Tonnenweise mit primitiven Mitteln die Wanderheuschrecken und trocknen sie zum Eigenverbrauch. Man sieht im Moment mehr Heuschrecken die am Straßenrand trocknen als Reis oder Maniok.
Wanderheuschrecken sind eine Proteinquelle für Mensch und Tier aber die Schäden an den Reisfeldern und anderen Lebenswichtigen Kulturen stehen in keinem Verhältnis mit dem Verbrauch der Insekten, der Befall verwüstet Nahrungspflanzen und Weiden und legt die Landwirtschaftliche Produktion in vielen Regionen von Madagaskar lahm.
Die Wanderheuschrecke aus Madagaskar (Locusta Migratoria Capito) kann sich unter idealen klimatischen Bedingungen sehr schnell vermehren und sobald die Menge der Insekten zu groß für das Gebiet wo sie geboren wurden ist sind sie fähig riesige Schwärme von mehreren Millionen von Wanderheuschrecken pro Schwarm zu bilden, sie sind durch die Flügel extrem mobil und können riesige Distanzen bewältigen. Ein einziger Schwarm kann bis zu 100000 Tonnen Grünfutter pro Tag abfressen, in Madagaskar handelt es sich derzeit um Tausende von Schwärmen, das heißt Milliarden von Insekten die sich immer weiter ausbreiten und sich dementsprechend vermehren. Madagaskar ist in einer Spirale die ohne Hilfe aus Europa oder USA in eine Hungersnot ausartet.
Die Optimalen Bedingungen für einen beschleunigten Lebenszyklus sind Temperaturen um die 25°, mäßig feuchte Savannenartige Umgebung (weniger als 100 mm/regen pro Monat). Die Wanderheuschrecken ernähren sich von Grasartigen Pflanzen und sind schon deshalb eine absolute Plage für die Getreide-Kulturen, Reis ist wie jedermann weiß die Hauptnahrung der Bevölkerung auf Madagaskar.
In den tropischen Bedingungen auf Madagaskar, hauptsächlich in den warmen Savannen im tiefen Süden des Landes, gibt es keine embryonale Pause in der Reproduktion der Insekten.
Die Erklärung der akuten Gefahr der Verbreitung in bisher unberührte Gebiete ist einfach zu erklären wenn man die kontinuierlichen von den Umgebungsbedingungen zum Überleben nötigen Massenbewegungen der Insekten versteht.
Schätzungsweise verwandeln sich die Insekten in mobile Schwärme sobald eine Dichte von mehreren Tausend Erwachsenen pro Hektar überschritten wird, diese Migrationen sind zum Überleben der Art notwendig und je mehr Schwärme sich bilden umso mehr neue ökologisch komplementäre Bereiche müssen besiedelt werden, die Invasion ist im Gange.
Die Wanderheuschrecken fliegen Tagsüber in riesigen Schwärmen bis sie günstige Bedingungen für die Fortpflanzung gefunden haben, die Entwicklung der Larvenphasen und das Ausschlüpfen aus den Eiern ist Wetter und Feuchtigkeitsbedingt.
Unbehandelt kann eine Heuschreckenplage mehr als zehn Jahre dauern und jedes Jahr dehnen sich die besiedelten Gebiete durch die ständige Erhöhung der Bestände an Insekten aus. Nahrungspflanzen und Viehweiden werden dauerhaft unproduktiv und die Lebensgrundlage der Bevölkerung in einem der ärmsten Länder der Welt ist ernsthaft bedroht, schätzungsweise 60% des Landes sind schon in diesem Jahr von der Invasion betroffen.
Ein mehrjähriges Heuschrecken Bekämpfungsprogramm auf Madagaskar ist ab diesem Jahr mehr als notwendig, nur die Medien in Europa können meiner Meinung nach solche Aktionen auslösen oder Beschleunigen.
Bitte den Link zu diesem Artikel weiterleiten in der Hoffnung das die Medien im Deutschsprachigen Raum sich mit dem Problem beschäftigen, von den hiesigen Medien ist nichts zu erwarten.