Zeitraffer

18 Antworten · 4'534 Aufrufe · gestartet 19. Juni 2013 von Guido.
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ThemenstarterGast19. Juni 2013 · #1
Hallo Georg,

Wenn Du Lightroom benutzt, dann findest Du unter nachfolgender Adresse viele Informationen und ein kostenfreies Stück Software, um hochwertige Zeitraffer-Videos zu bauen.
http://gwegner.de/allgemein/zeitraffer-lightroom/
http://lrtimelapse.com/

Autor Gunther war selbst auch schon in Botswana unterwegs und hat entsprechendes Referenzmaterial gebaut.
www.youtube.com/watch?v=HT7-Qp-XdL8

Wenn Du unter dem englischen Begriff Timelapse suchst, findest Du tonnenweise Anleitungen - auch von namhaften Leuten wie Lincent Laforet.

Beste Grüße

Guido
167 Beiträge · seit 201219. Juni 2013 · #2
Such am Besten mal nach "Holy Grail Timelapse"

Ich selber habe mich noch nicht dran versucht, da es nicht ganz einfach ist.

Gunther ist in der Hinsicht die beste Anlaufstelle, die ich kenne.
Reisefotografie
3'080 Beiträge · seit 200919. Juni 2013 · #3
Hallo Georg,

ich hab mich dran versucht, den Level von Gunter habe ich noch lange nicht erreicht aber man lernt dazu. Ich experimentiere mit einer GoPro, die hat das eingebaut, die light version sozusagen, mit den bisherigen Ergebnissen bin ich ganz zufrieden, ist eine schöne Ergänzung der Multimedia-Shows...

lg sasowewi
39 Beiträge · seit 201020. Juni 2013 · #4
Hallo Georg,

das Einfachste ist mit Zeitautomatik wobei nur darauf geachtet werden muss das der Intervall groß genug ist um eventuell 30 Sekunden Belichtung oder länger bei Dunkelheit unterzubringen. Der Nachteil ist das es flackern kann weil die Kamera die einzelnen Bilder nicht immer gleich belichtet. Das kann man allerdings sehr gut mit GBDeflicker beheben.

LG, Peter
Grüße aus Hout Bay, Peter www.peterhoehsl.com
649 Beiträge · seit 200720. Juni 2013 · #5
@Drechselschorsch:

Geht es Dir darum, Deine Bilder zu einem Film zusammen zuschneiden - oder möchtest Du nur eine Zeitrafferaufname machen?

Zeitraffer mache ich mit Vidoekamera, nehme den Clip in Premiere Elements und verkürze die Laufzeit. Die Bearbeitung dauert keine 20 Sekunden. Problem dabei ist: Wenn Du eine Langzeitaufnahme (>> 1h) machen willst, muß der Akku der Kamera so lande durch halten und das Speichermedium muß genügend Platz haben. Aber diese Probleme können auch bei eiem Fotoapparat auftreten...

@Guide: Ich kann nicht anders. GEILE AUFNAHMEN!!!!

@phoehsl: Das Flackern kannst Du bei der Aufnahme vermeiden, wenn Du Blende, Belichtungszeit und Fokus vor der Reihenaufnahme fest legst. Bei der anschließenden Bearbeitung der Bilder muß dann noch der selbe weißabgleich für die gesamte Reihe festgelegt weden - und dann sollten sich die Bilder in den Farben niht mehr ändern.

LG elli
ThemenstarterGast20. Juni 2013 · #6
Hallo Georg,
Drechselschorsch schrieb:Die Schwierigkeit besteht darin die richtige Belichtung zu finden.,damit der Film zu Beginn des Sonnenuntergangs nicht überbelichtet und am Ende nicht unterbelichtet ist, aber trotzdem die Abnahme des Tageslichtes erkennbar ist.
Eine feste Belichtungseinstellung verhindert das Flackern im Video, aber aufgrund der sich stark ändernden Helligkeit wird man einer festen Belichtungszeit einen Sonnenuntergang nicht perfekt erfassen können. Wechselnde Belichtungszeiten,Farbtemperaturen usw. führen andererseits im unbearbeiteten Zeitraffervideo zu häßlichem Geflacker. In beiden Fällen hilft das schon genannte Programm LrTimelapse. Du kannst z.B. definieren, dass das erste Foto der Sonnenuntergangsserie mit - 1EV und 5000K entwickelt wird und das letzte Foto mit +2EV und 3500K. Für die 398 oder auch 2.000 Fotos dazwischen, kalkuliert LrTimelapse dann automatisch die Zwischenschritte, so das es im fertigen Video kein Geflacker wegen unterschiedlicher Helligkeit, Farbänderungen usw. gibt.

Bei YouTube ansehen ↗



Das alles hilft natürlich nur, wenn man Lightroom (oder Photoshop) nutzt. Lightroom ist mit knapp 130 EUR nicht so teuer und es gibt eine 30-Tage-Testversion.

Beste Grüße

Guido
425 Beiträge · seit 200720. Juni 2013 · #7
Hallo Drechselschorsch,

einfache Variante: Du arbeitest mit der Zeitautomatik (eventuel leicht unterbelichten) und ganz wichtig: niemals JPG!

oder du machst es richtig und zwar so wie Guido beschrieben hat. Damit begiebst du dich allerdings auf ein sehr weites Feld in dem man Unmengen von Zeit vertun kann 😉
Ich bin selbst in Sachen Timelapse sehr aktiv und habe vor, im Juli/August einiges an Material in NAm zu sammeln.

Zeitrafferworkshop ↗

Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
zuletzt bearbeitet 20. Juni 2013
167 Beiträge · seit 201220. Juni 2013 · #8
Drechselschorsch schrieb:

warun nicht JPG
Ich bin zwar nicht Stephan aber.. bei jpg gehen dir immer wertvolle Informationen verloren. bei raw kann man sogar ein fast komplett schwarzes bild noch wieder herstellen.
bei dem holy grail hast du so mehr Möglichkeiten um Korrekturen zu machen.


Hier habe ich eine ähnliche frage gestellt:
http://forum.lrtimelapse.com/Thread-day-to-night-technik-einstellungen

Wenn du gut englisch kannst ist auf der 2ten Seite ein sehr schöner Link mit Erklärungen.


LG Micha
Reisefotografie
4'129 Beiträge · seit 200820. Juni 2013 · #9
@ CyberMicha
bei raw kann man sogar ein fast komplett schwarzes bild noch wieder herstellen.
Was soll dieser Satz bedeuten?

Man kann nur etwas „wieder herstellen“, was vorher da war.
Ein „fast komplett schwarzes bild“ wird also ein „besseres“ total unterbelichtetes Bild?
Dort wo Schwarz ist, bleibt Schwarz, dort wo nichts mehr zeichnet, ist nix mit „wieder herstellen“. Denn wo nix ist, da kann auch ein Programm nix hinzaubern.
Bei aller Begeisterung für das, was RAW leisten kann und Programme heutzutage leisten, auch sie haben ihre Grenzen, wenn sie ohne Qualitätsverluste arbeiten sollen.
Ein fast komplett schwarzes Bild sollte man vielleicht auch einfach in die Tonne drücken. 😗

Gruß lilytrotter


@Drechselschorsch: Hab grad keine Zeit, schreib dir heute abend noch was zu deinen Fragen.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
39 Beiträge · seit 201020. Juni 2013 · #10
Eine RAW Datei ist nicht wirklich ein Bild sonder eben nur die rohen Daten die der Sensor erfasst hat. Aus denen muss erst noch ein Bild (sprich jpg, tif od. ähnliches) gemacht werden. Diese rohen Daten enthalten Bildinformationen in Bereichen die normalerweise in einem jpg im tiefsten Schatten liegen oder dort sogar komplett schwarz sind. Und genau diese Bildinformation kann man bei direktem Zugriff auf die eigentliche RAW Datei wieder hervor heben, was mit einem jpg als Ausgangsmaterial nicht möglich ist.

Der Nachteil ist, wie schon gesagt, das die Datenmengen bei RAW Dateien erheblich höher sind und die Bearbeitung mehr Rechenzeit beansprucht.

Der Dynamikumfang einer RAW Datei reicht dennoch nicht aus um den gewaltigen Unterschied zwischen Tageslicht und Nacht mit nur einer Belichtungseinstellung unterzubringen.

Wenn man im jpg Format fotografiert muss man bei der Belichtung genauer sein und die Bildeinstellungen an der Kamera am besten so wählen das sie ein neutrales und kontrastarmes Bild erzeugen was im Nachhinein noch einigermaßen gut bearbeitet werden kann.

LrTimelapse sieht vielversprechend aus - danke für den Hinweis. Leider mag ich Lightroom nicht besonders. 😕

LG, Peter
Grüße aus Hout Bay, Peter www.peterhoehsl.com
ThemenstarterGast20. Juni 2013 · #11
Hallo Liliytrotter,
lilytrotter schrieb:Man kann nur etwas „wieder herstellen“, was vorher da war.
Ein „fast komplett schwarzes bild“ wird also ein „besseres“ total unterbelichtetes Bild?
Dort wo Schwarz ist, bleibt Schwarz, dort wo nichts mehr zeichnet, ist nix mit „wieder herstellen“. Denn wo nix ist, da kann auch ein Programm nix hinzaubern.
Das ist richtig, aber bei RAW ist da eben häufig noch was. JPEGs haben immer 8 Bit Farbtiefe. Pro Farbkanal (rot grün blau bei RGB-Farbraum) können maximal 256 Farbabstufungen dargestellt werden, insgesamt 16.777 Mio. verschiedene Farben.

RAW-Dateien haben heute meisten 14 Bit Farbtiefe, können pro Farbkanal 16.384 statt 256 Farbabstufungen speichern. Insgesamt 4,398 Milliarden Farben.

Arbeitet man mit dem JPEG, dann hat der kamerainterne Prozessor schon eine Konvertierung der RAW-Daten des Sensor vorgenommen. Technisch betrachtet geht dabei u.a aufgrund der Reduktion der Farbtiefe der größte Teil der vom Sensor aufgezeichneten Bildinformationen verloren. Die immer verlustbehaftete JPEG-Komprimierung verschlechtert die Basis für Nachbearbeitungen weiter (gut für Helligkeitswerte, schlecht für Farbinformationen). Da wo das JPEG nur schwarz ist, keine Zeichnung enthält und sich auch nichts mehr retten lässt, kann das RAW noch hunderttausende feinste Abstufungen kurz vor schwarz enthalten. Diese lassen sich im Rahmen der Nachbearbeitung aufspreizen und ein unterbelichtetes Bild lässt sich dann häufig retten. Gleiches gibt bei Überbelichtungen oder farbigen Flächen mit feinsten Farbnuancen.

Es ist kein Zufall, dass das JPEG einer aktuellen DSLR mit 24 MP ca. 2-8 MB groß ist während die RAW-Datei des gleichen Fotos es auf 20-30 MB bringt. In den viel größeren RAW-Dateien steckt nicht irgendein Datenmüll drin, sondern jede Menge zusätzlicher Bildinformationen, die die Spielräume bei der Nachbearbeitung erheblich erweitern.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 20. Juni 2013
ThemenstarterGast20. Juni 2013 · #12
Hallo Georg,
Drechselschorsch schrieb:Wenn ich mit RAW arbeiten möchte, benötige ich für 400-600 Bilder 20 bis 30 GB Speicherplatz. Und wie diese Datenmenge nachher bearbeiten
Ja, das ist ein Problem. Will man längere oder viele Zeitraffersequenzen bauen, dann kommen unglaubliche Datenmengen zusammen, weshalb viele - wenn es nicht auf das letzte Quäntchen Qualität ankommt und trotz der bekannten Nachteile - zu JPEGs als Ausgangsbasis raten. Als Kompromiss gibt es bei einigen Kameras die Option das Datenvolumen der RAWs zu reduzieren, z.B. durch reduzierte Ausflösung (sRAW bei Canon), durch reduzierte Farbtiefe (z.B. nur 12 bis statt 14 bit) oder durch verlustbehaftete Komprimierung der RAWs (Nikon).

Beste Grüße

Guido
167 Beiträge · seit 201220. Juni 2013 · #13
Danke Perter und Guido.

Viel Spass noch beim Erklären 🙂 Ich bin raus.
Reisefotografie
zuletzt bearbeitet 20. Juni 2013
425 Beiträge · seit 200720. Juni 2013 · #14
Hallo lilytrotter,

du hast bei CyberMicha das Wort "fast" überlesen.
Bei Schwarz = null Information gebe ich dier recht, dass es dann für die Tonne ist.
Aber _fast_ Schwarz ist ungleich null und hat demzufolge noch Information, die im JPG weggeschmissen wird.

Guido hat eigentlich alles sehr gut erklärt.

@ Drechselschorsch:
Wer bei heutigen Kosten von Speicherkarten das Thema Speicherplatz als relevant ansieht, solte das Thema Zeitraffern aufgeben 😉
Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
425 Beiträge · seit 200720. Juni 2013 · #15
Hallo Peter,

du kannst ja LRtimelapse und Adobe AE bzw. Premiere nutzen, wenn du LR nicht magst.
Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
39 Beiträge · seit 201021. Juni 2013 · #16
Stephan M schrieb:Hallo Peter,

du kannst ja LRtimelapse und Adobe AE bzw. Premiere nutzen, wenn du LR nicht magst.
Ja schon, nur ist leider der RAW Konverter der selbe und AE ist langsam in der Verarbeitung von RAW Dateien. Ausserdem habe ich ja schon den GBDeflicker plugin für AE, der übrigens auch sehr gut ist. Aber die die LrTimelapse Demo werde ich mir trotzdem mal ansehen, wo ich ja jetzt LR5 quasi unabsichtlich als Teil der Adobe CC Suite habe. 🙂

Nur Nebenbei falls es wen interessiert: Mein Timelapse Workflow sieht in etwa so aus das ich entweder mit der GoPro oder meiner SLR die Bilder mache. RAW Daten von der SLR werden in Capture One "entwickelt" und die jpg's in After Effects oder Premiere zum Video gemacht. Bei Übergängen wo sich das Licht stark ändert, wie von Tag auf Nacht, fotografiere ich mit Zeitautomatik, ansonsten manuell. Das Flackern geht mit GBDeflicker komplett weg. Die Rauschunterdrückung bei hohen ISO oder von der GoPro bekomme ich mit Neat Video so gut wie komplett weg.

Ein zweckentfremdetes Meade Teleskopstativ dient für langsame Schwenks. Das Teil hat die Eigenschaft ganz langsam um 2 Achsen schwenken zu können weil es dafür entworfen ist Sterne zu verfolgen. man muss nur in tiefere Menüeinstellungen eindringen, was eigentlich nicht empfohlen ist 😗 , um die Geschwindigkeit zu beeinflussen. Das Beste ist das das Stativ mit Kopf und Controller gerade mal $100 gekostet hat - also ein sehr günstiges Motion-Control-System. 😎

LG, Peter
Grüße aus Hout Bay, Peter www.peterhoehsl.com
zuletzt bearbeitet 21. Juni 2013
425 Beiträge · seit 200721. Juni 2013 · #17
Hallo Peter,
das GBDeflicker plugin kannte ich noch nicht. Werde am Wochenende mal danach googeln,
Noch ein Hinweis: LRTimelapse funktioniert mit LR5 in der Videoausgabe momentan nur eingeschränkt.
Im übrigen habe ich noch ein altes LX200 von Meade im Keller stehen, was ich auch schon mal zum Kamerasteuern missbrauchen wollte, aber es ist etwas umständlich im Transport.

schönes Wochenende wünscht
Stephan
Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
4'129 Beiträge · seit 200822. Juni 2013 · #18
Ach, ihr seid alle echt nett und interpretiert den Satz vom CyberMicha, - das zu erklären, hätt ich schon gern von ihm gelesen...
Denn so pauschal formuliert ist der Satz einfach Quatsch: „bei raw kann man sogar ein fast komplett schwarzes bild noch wieder herstellen.“.

Eine richtige Aussage wäre gewesen, dass es möglich ist, von einem unterbelichteten Foto in RAW, sogar fast schwarz erscheinende Bildbereiche, die aber noch zeichnen, zu retten.
Das aber hatte er nicht geschrieben und darauf hatte ich ihn hingewiesen.
Aber eure echt guten Beschreibungen und Erklärungen werden ihm sicher geholfen haben.




@ Drechselschorsch:
es war leider nicht eher Zeit zum Schreiben
und eigentlich sind deine Fragen mittlerweile sowieso schon von allen gemeinsam beleuchtet und kompetent beantwortet.
Langsam entwickelt sich das hier zum Spezialisten-Thread (bin ich aber nicht!) für Timelapse. Hochinteressant und echt bemerkenswert, welch Fachwissen hier mal wieder zu Tage tritt!


Deshalb nur noch etwas Ergänzendes zu deinen Ausgangsfragen:
Es gibt unterschiedliche Gründe, sich für einen Zeitraffer aus Einzelbildern zu entscheiden, anstatt es einfach mit einer Videokamera zu machen. Bei Aufnahmen über sehr lange Zeiträume macht man es so, weil man sonst unnötig große Datenmengen generiert und die Kameras unnötig lange laufen.
Muss man sich vorher klarmachen, was man als Ergebnis wünscht und hat dann entsprechen eine kleine Rechenaufgabe zu lösen. Das hast du ja auch so begonnen.
Dein Belichtungs-Problem ist logisch, bei fester Zeit und Blende, - man kann Blende und Zeit auch nach Bedarf mit der Hand nachführen. – Ob für dich die Zeitautomatik die richtige Option ist, um dein gewünschtes Ergebnis herzustellen, - probier es einfach mal aus, BEVOR es drauf ankommt.
Es ist eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, die extremen und sich permanent ändernden Lichtverhältnisse bei Sonnenuntergängen richtig zu belichten. Da ist man schon ein wenig gefordert... und ich bin weit davon entfernt, mir einzubilden, DIE Lösung zu haben.

Überleg dir noch mal, ob du dich in Zukunft für solche Aufnahmen nicht doch zu RAW durchringen kannst (große Speicherkarten kosten heutzutage auch nicht mehr soo viel). Eine gute Videokamera hat auch nicht mehr Kontrastumfang als ein JPEG, beides hat den Nachteil, dass man nicht verlustfrei nachbearbeiten kann - aber man bei Sonnenuntergängen einfach nie „gut genug ist“, um so genau zu arbeiten, dass man nicht nachbearbeiten müsste...
RAW bietet dir für solche extremen Lichtsituationen wie Sonnenuntergänge einfach den besten Kontrastumfang und beste Nachbearbeitungsmöglichkeiten – und es spricht nichts dagegen, dies zu nutzen. So kannst du, am Anfang 2 Blenden unterbelichten und hast auch nach Sonnenuntergang 2 Blenden mehr Spielraum nach oben. So machen wir das. Da zeichnet dann bei RAW immer noch gut was in den Tiefen.

Und hier ein wenig aus dem "Nähkästchen" geplaudert: Im letzten Urlaub haben wir mit schwindenden Nebelbänken in der Namib „gespielt“ – wir wollten natürlich Speicherplatz sparen – allerdings RAW. Nach 20 min war der Akku leer... haha – also nicht nur Belichtung, auch die banalen technischen Dinge können einem den letzten Nerv klauen, wenn man morgens verpennt ist. Beim Sonnenaufgang haben wir mit Blende und Zeit nachführen gearbeitet. Ob wir mit dem Ergebnis zufrieden sind, kann ich dir leider nicht sagen, es gibt noch keins... das Material dümpelt noch im Rechner vor sich hin, aber es sieht sehr brauchbar aus... - und das ist das Entscheidende. Alles andere danach ist Programm.

Viel Erfolg beim nächsten Mal
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
39 Beiträge · seit 201024. Juni 2013 · #19
So, ich habe mir jetzt mal LRTimelapse angesehen und finde den Workflow zu umständlich und zeitaufwendig. Ausserdem hat bei meinen beiden Tests das Entflackern überhaupt nicht funktioniert - ganz im Gegenteil, es war stellenweise noch schlimmer.

Die beiden Tests von diesem Wochenende hier unten habe ich demnach wie folgt gemacht:

Alle Bilder mit Zeitautomatik bei ISO200 (im zweiten Video ISO100), f5.6 im RAW Format aufgenommen. Blendenkorrektur auf -0.7 und Messung auf Matrix. Matrix- oder Mehrfeldmessung funktioniert hier am besten. Dann im RAW Konverter (in diesem Fall Capture One) zwei Versionen hergestellt. Eine für den Tageslicht-Teil und eine zweite für die Nacht. Beide Sequenzen dann in After Effects nach Gefühl an der Richtigen Stelle überblendet. Das schöne daran ist das man sofort einen Feedback bekommt wie es aussieht (im Gegensatz zu LRTimelapse). Auf die resultierende Sequenz habe ich dann den GBDeflicker plugin angewandt. Fertig.

69009499

69009498

LG, Peter
Grüße aus Hout Bay, Peter www.peterhoehsl.com