Was haltet ihr von unserer Route?

10 Antworten · 2'067 Aufrufe · gestartet 17. Juni 2013 von stievo
Antworten
Themenstarter5 Beiträge · seit 201317. Juni 2013 ·
Hallo,

meine Freundin und ich fahren Anfang September für drei Wochen auf unsere erste Namibiareise. Wir haben einen 4x4 und möchten im Zelt übernachten. Nach eifrigem Durchforsten von Reiseführern und diesem Forum sieht unsere Route aktuell folgende Übernachtungen vor:

1x Windhoek
-> Fahrt über Spreetshoogte Pass
2x Sossusvlei
1x Naukluftgebirge
3x Walvis Bay/Swakopmund
2x Spitzkoppe/Erongogebirge (Ameib)
2x Twyfelfontein
-> Fahrt über Ugab Terassen
5x Etosha
1x Waterberg (aktuell nur als Übernachtungsstopp)
-> Fahrt über Okonjima (AfriCat)
1x Omauru (Schnitzermarkt)
1x Okahandja (Schnitzermarkt)
1x Windhoek

- Was haltet ihr von der Route?
- Wir haben noch eine Übernachtung übrig und überlegen nun zwischen dem Namib Rand Nature Reserve, dem Brandbergmassiv und dem Waterberg? Was ist eurer Meinung nach für Wanderungen und Tierbeobachtungen am besten geeignet?
- Müssen wir außer Sossusvlei und Etosha noch andere Übernachtungsstationen zwingend reservieren?
- Und die letzte Frage, was ist der Grund, dass immer wieder geraten wird in Swakopmund zu übernachten und nicht in Walvis Bay

Vielen, vielen Dank für eure Hilfe
stievo
zuletzt bearbeitet 17. Juni 2013
2'346 Beiträge · seit 200617. Juni 2013 ·
Hallo "stievo",

herzlichen Glückwunsch zu der im Großen und Ganzen recht entspannten und sinnvollen Reiseplanung. Stören würden mich nur die letzten vier Nächte. Dafür würde auch eine Übernachtung reichen - und zwar die letzte. Die Strecke von Etosha nach Windhoek ist recht bequem nonstop zu bewältigen. Keine der drei von dir geplanten Übernachtungen zwischen Etosha und Windhoek ist also zwingend erforderlich.

Überhaupt sind mir eure letzten Tage sehr "schnitzerlastig". Erstens weiß ich gar nicht, ob es in Omaruru überhaupt einen Schnitzermarkt gibt und zweitens würde ich selbst für den riesigen Schnitzermarkt in Okahandja nicht mehr als eine Stunde opfern - und keinesfalls eine Übernachtung. Ich finde solche Märkte einfach nur nervig. Und wenn ihr den überschaubaren Holzschnitzermarkt in Swakopmund erlebt habt, braucht ihr im Prinzip keinen anderen mehr. Was ihr dort nicht findet, findet ihr auch woanders nicht mehr. Plant die drei Nächte zwischen Etosha und Windhoek also dort ein, wo ihr mehr davon habt.

Wenn es euch um Tiersichtungen geht, solltet ihr die Brandberg White Lady Lodge in die engere Wahl ziehen. Mit ein wenig Glück könnte ihr dort im Ugab-Tal Wüstenelefanten beobachten. Wir hatten vor zwei Jahren das Glück.

Die Frage Walvis Bay oder Swakopmund beantwortet sich schon beim Lesen eines Reiseführers. Während Walvis Bay eher eine wirtschaftlich geprägte Retortenstadt ist, ist Swakopmund eine beschauliche, sehr "deutschlastige" und abwechslungreiche Stadt, die viele sehr mögen (oder auch nicht). Aber wie gesagt, ein Reiseführer hilft euch sicher bei der Entscheidung, die sicher bei 95% der Forumsmitglieder zugunsten von Swakopmund ausfallen würde.

Viel Spaß
Armin
zuletzt bearbeitet 17. Juni 2013
4'132 Beiträge · seit 200817. Juni 2013 ·
Hallo, stievo!
Und Willkommen im Namibia-Forum!
Ich kann mich gleich Armin anschließen, mit meiner Meinung zu eurer sehr entspannten Routenführung.
Auch ich kenne keinen Schnitzermarkt in Omaruru. Solltest du Tikoloshe meinen, denk ich, dass man für die Schnitzereien von Tikoloshe nicht zwangsläufig extra nach Omaruru muss, - natürlich ist es dort sehr interessant, schließlich werden die Figuren dort geschnitzt... - braucht man aber nicht: Tikoloshe hat auch in Windhoek im NCC (Namibian Craft Centre) ganz zentral eine permanente Ausstellung – da stehen wirklich gute Stücke!
Zu Okahandja hab ich allerdings eine komplett konträre Meinung. Ich mag die Schnitzermärkte, aber nur mit ausreichend Zeit. Je länger man sich dort aufhält, desto weniger strengt es an. Ist den Jungs erstmal klar, dass man ALLES ansehen will und erst danach sich entscheiden möchte, lassen sie einen in Ruhe und man kann nach Herzenslust wirklich alles ansehen. Wir haben schon Stunden dort verbracht (sind ja immerhin 2 Märkte).
Zur Walvisbay/Swakopmund-Frage: Wenn ich eine der Aktivitäten plane, die ab Walvisbay gehen, würde ich dort übernachten und mir die Kilometerfresserei ab Swakop sparen. Als Stadt würde ich Swakop vorziehen.

Erfolgreiches Weiterplanen wünscht lilytrotter

PS: Ich erinnere das hier mal von einem extrem guten Restaurant in Walvisbay geschrieben wurde, ich such das mal. Wenn man schon da ist, wäre das wohl ein echtes kulinarisches Highlight.

Nachtrag: Habs gefunden. Restaurant Lyon des Sables
Ausgezeichnet als Bester Koch in 2010 und 2011, 2012 wurde er Zweiter.
Sieh mal hier
http://www.flamingo.com.na/ct/restaurant_reviews.php?sub_id=648
Bon Appetit.

Und hier noch zwei Empfehlungen von Fomis:
http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/194140-nette-unterkunft-walvis-bay-bzw-swakopmund.html?start=6#194195
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 17. Juni 2013
4'142 Beiträge · seit 200917. Juni 2013 ·
Hallo stievo,
im Gegensatz zu meinen beiden Vorschreibern finde ich Omaruru gar nicht so schlecht als Zwischenstopp. Der Tikoloshe-Markt dort hat schon eine sehr große Auswahl. Außerdem würde ich noch in der Kristall Kellerei einkehren, eine empfehlenswerte Brotzeit mit Wein genießen und dann z. B. auf Onduruquea übernachten. Da ergeben sich noch Möglichkeiten zu Tierbeobachtungen oder einer Farmrundfahrt.
Der Holzschnitzermarkt - besser gesagt die beiden - in Okahandja ist auch mehr als eine Stunde wert. Nimm dir mal genügend Zeit und schwatze auch mit den Leuten. Dabei meine ich nicht nur das Feilschen über den Preis. Man erfährt interessante Dinge über Land und Leute. Für Afrikaneulinge ist allerdings das oft aufdringliche Verhalten der Händler gewöhnungsbedürftig. Den Rest des Tages könntest du z.B. dann mit Übernachtung und Gamedrives auf Okapuka oder Düsternbrook verbringen.
Essen in Walvis mit Delfin Tour ist o.k., aber übernachten würde ich 3x in Swakop. Der Grund ist ganz einfach: Swakop hat mehr Möglichkeiten um spazieren zu gehen, Geschäfte anzuschauen oder auch Museen zu besuchen und hat eine große Auswahl von Lokalen.
Gruß
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
1'794 Beiträge · seit 201317. Juni 2013 ·
Hallo Stievo,die letzten einzelnen Nächte machen wirklich keinen Sinn,würde weg gehen von den Orten, 1Tag Naukluft mehr,2Tage Brandberg,1Tag kurz vor WDH!

LG NOGRILA
271 Beiträge · seit 201017. Juni 2013 ·
Hallo Stievo,
ich würde auch den letzten Abschnitt ändern. 2 Tage Waterberg und zwei Tage in der Nähe (bis 250km) zum Flughafen (Omaruru/ Düsternbrook, etc.) Ich würde von dort dann direkt zum Flughafen und Windhoek ganz weglassen (Kommt natürlich noch darauf an wann der Flieger geht...).
Gruß,
Marcus
http://www.cherishing-the-moment-photography.com/ (auch Bilder aus Afrika)
5'538 Beiträge · seit 200817. Juni 2013 ·
Hallo Stievo,

ich möchte mal auf den Punkt "wandern" besonders eingehen. Denn da hast Du eine Menge Möglichkeiten:

1x Windhoek -> Fahrt über Spreetshoogte Pass

Da würde ich zum Beispiel auf der Spreetshoogte Gästefarm einen Zwischenstopp einlegen und dort mal einen halben Tag wandern und dann am nächsten Mittag nach Sesriem weiterfahren.

2x Sossusvlei

Am Ankunftsnachmittag würde ich durch den Sesriem Canyon wandern. Wenn man am Einstieg runterkommt, erst nach links zum Wasserloch gehen und dann aber am Einstieg vorbei bis zum Ende des Canyon. Man läuft bis dahin ca. 45 Minuten. Ihr habt dann die Wahl, aus dem Canyon rauszugehen und am Rand entlang zu laufen oder den gleichen Weg, den Ihr gekommen seid zurückzugehen. Der Rückweg unten ist interessanter, da völlig andere Sichtperspektiven.

Es ist eine Frage der Fitness, wo Ihr überall auf die Dünen wollt. Die viel gelobte Düne 45 würde ich weglassen, weil das zu den interessanten Zeiten ein Massenaufstieg ist. Beginnt mit der Elim Düne direkt am Anfang. Gut zum Einlaufen, da sie nicht so steil ist. Dann würde ich durchfahren bis zum Ende und entweder - wenn Ihr Erfahrung mit dem 4 x 4 habt - bis zum Deadvlei-Parkplatz fahren (nicht den ersten nehmen, sondern den zweiten mit den Picknickbänken/-tischen unter den Bäumen und der einzelnen Toi) und zum Deadvlei laufen. Wenn Ihr wirklich fit seid, könnt Ihr dort noch Big Daddy erklimmen. Wenn nicht - macht eine ausführliche Begehung des Deadvleis bis zum Fuß von Big Daddy. Es gibt sehr viel zu sehen und zu fotografieren, wenn Ihr mit offenen Augen geht.
Zum Schluss würde ich dann noch auf die Sossusvlei Düne steigen. Das dauert so an die 20 - 30 Minuten. Ein absolutes Muss, auch wenn dort ebenfalls viele Leute sein werden.

Von Sesriem würde ich dann zur Namib Desert Lodge fahren. Abends macht Ihr die Sundowner Tour mit und am nächsten Tag lauft Ihr fast die gleich Tour zu Fuß. Genial schön, zumal ich dort noch nie einen anderen Wanderer getroffen habe.

1x Naukluftgebirge

Auf dem Weg nach Swakopmund würde ich eher einen Zwischenstopp in Tinkas/Arch Rock oder bei der Blutkuppe einlegen. Dort habt Ihr zwar kein fließend Wasser, aber eine tolle Landschaft zum Wandern.

3x Walvis Bay/Swakopmund

Fahrt mal mit dem Wagen zur Oase Goanikontes und lauft im Swakop Rivier oder auf den Bergen rechts und links rum. Oder biegt auf dem Weg zur Oase kurz vorher links ab und geht mal auf den Rössing Berg. Bilder zum Swakop Rivier findest Du hier: http://www.namibia-forum.ch/bilder/gerd1942/swakokrivier/bild_24527.html und zum Rössing hier: http://www.namibia-forum.ch/bilder/gerd1942/roessing/bild_24555.html und wenn Du noch weiter guckst, findest Du da auch eine Menge Bilder mit dem Titel "Freizeitgestaltung in Swakopmund".

Eventuell würde ich auf dem Weg zur Ameib noch die Farm Wüstenquell dazwischenschieben. Tolle Landschaften, einmalig schöne Campingplätze und da könnt Ihr lauuuuufen bis zum Geht-Nicht-Mehr.

2x Twyfelfontein
Wenn Ihr in Twyfelfontein seid, dann lauft unbedingt den Dancing Kudu Trail, damit Ihr die Löwenkralle seht.
-> Fahrt über Ugab Terassen

1x Waterberg (aktuell nur als Übernachtungsstopp)
würde ich weglassen. Wenn Ihr schon zur Okonjima wollt, dann campt auch dort.
-> Fahrt über Okonjima (AfriCat) - Da kann man übrigens auch sehr gut laufen.

Wenn Ihr dann noch nicht genug genug gelaufen seid, dann fahrt am Schluss zu Düsternbrock. Dort gibt es sehr lange und zum teil herausfordernde Wanderwege.

Liebe Grüße
Gerd
315 Beiträge · seit 201018. Juni 2013 ·
Hallo Stievo,

auch von mir erst einmal ein herzliches Willkommen!
Die Route insgesamt gefällt mir sehr gut, da ihr euch viel Zeit nehmt.
Wenn ihr Okonjima besuchen wollt, kann ich auch nur zu mindestens einer besser 2 Übernachtungen raten. Du kannst dort sowohl Bushman Walks machen, als beispielsweise auch ein Gepardentracking zu Fuß. Letzteres war für mich auf jeden Fall eines der Highlights unseres ersten Urlaubs in Namibia. Im September möchte ich unbedingt den Bushman Walk ausprobieren.
Wie Gerd schon sehr ausführlich beschrieben hat, eignen sich auch der Sesriem Canyon und Sossusvlei für sehr schöne Wanderungen. Beides unbedingt empfehlenswert.
Viel Spaß noch bei der weiteren Planung.

Viele Grüße
Daniela
Reisebericht Namibia im April/Mai 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/197974-namibia--auf-der-suche-nach-dem-leopard.html Reisebericht Namibia, Botswana & Zimbabwe im September/Oktober 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/267757-the-elephant-trail--namibia-botswana-a-zimbabwe.html Reisebericht: Namibia die Dritte: Spitzkoppe, Waterberg & KTP - September/Oktober 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/281896-namibia-die-dritte-spitzkoppe-waterberg-ktp.html Reisebericht: Tansania Northern Circuit & Sansibar 2015 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/289022-reisebericht-tansania-northern-circuit-sansibar.html#424977
Themenstarter5 Beiträge · seit 201321. Juni 2013 ·
Hallo,

vielen vielen Dank an euch alle.

Unsere finale Route:

1x Windhoek
-> via Spreetshoogte Pass
2x Sesriem (Sossusvlei)
1x Naukluftgebirge
3x Swakopmund (Walvis Bay)
1x Spitzkoppe
1x Erongogebirge (Ameib)
1x Brandbergmassiv
2x Twyfelfontein
-> via Ugab Terrassen
5x Etosha
1x Waterberg
-> via Okonjima
1x Omaruru
-> via Omandumba
1x Düsternbrook
-> via Okahandja
1x Windhoek

Die fett markierten Orte haben wir reserviert. Meint ihr wir könnten an einem der bisher nicht reservierten Orte Probleme mit einem Campsite bekommen, wenn wir nicht reservieren? Falls ja wo?

Erklärung zur Omaruru, Okanhandja, Windhoek:
- In Omaruru würden wir uns gerne Tikoloshe, die Kristall Kellerei und das Living Museum der San in Omandumba anschauen
- Okahandja möchten wir uns den Schnitzermarkt anschauen, da wir Märkte lieben, nicht nur wegen der Waren, sondern auch wegen dem Drumherum und der Menschen
- Windhoek, da unser Flugzeug am nächsten morgen startet und wir zuvor noch das Auto abgeben müssen

Viele Grüße und besten Dank
zuletzt bearbeitet 21. Juni 2013
5'538 Beiträge · seit 200821. Juni 2013 ·
Hallo Stievo,

Meint ihr wir könnten an einem der bisher nicht reservierten Orte Probleme mit einem Campsite bekommen, wenn wir nicht reservieren? Falls ja wo?

Swakopmund würde ich auf jeden Fall reservieren, wobei ich vorschlage, dort nicht zu campen, sondern in einem der Selbstversorger-Häuschen der Municipality zu übernachten.

Bei Düsternbrook würde ich mindestens zwei Tage vorher nachfragen, ob sie was frei haben. Ansonsten müsste es beim Campen so gehen.

Liebe Grüße
Gerd
5 Beiträge · seit 201223. Juni 2013 ·
Wir haben im Naukluft Gebirge 2 Tage auf der Büllsport Farm verbracht. Die haben eine tolle Wanderung durch die Köcherbaumschlucht. Der Guide der Farm zeigt einem den Tierreichtum auf der Farm mit Hartmann Bergzebras, dann wandert man durch die Schlucht und er holt einen am unteren Ende wieder ab. Hat uns sehr gut gefallen.

Hier gibt es auch einen schönen Campingplatz

http://www.buellsport.com/camp-e.html