Windhoek - Mana Pools and back April 2013

3 Antworten · 1'030 Aufrufe · gestartet 11. Mai 2013 von Rajang
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Themenstarter1'115 Beiträge · seit 201011. Mai 2013 · #1
Hallo zusammen,

Hier nur ein knappe Beschreibung / Beurteilung der soeben abgeschlossenen Reise.

Anflug von Zürich über JNB nach WDH - seit Jahren nicht mehr erlebt, die Swiss Maschine war 50% belegt - in der gleichen Nacht sind Kollegen mit Air Namibia von FRA nach WDH geflogen und hatten 4-Bank je für sich. Irgendiwie komisch, oder?

Windhoek über Ghanzi, Nata nach Padmantega.
Mietzwagen von ASCO - HiLux Safari mit Dachzeit - 140 l + 20 l Kanister
Grenzübertritt NAM - BOT keine 30 Min.
Grenzübertritt BOT - ZIM knappe 30 Min (Totalkosten 2 Pers mit FZ 115 USD)
Hwange Nat Park
Camp Sinamantella: Sehr schön gelegen, saubere aber einfache feste Unterkünfte, etwa zu 20% belegt.
Main Camp, keine spezielle Lage, einfache feste Unterkünfte, das Restaurant ist in Betrieb und hat gute Speisen, die Tankstelle ist auch im Betrieb. Etwa zu 30% belegt
Elektrizität vorhanden.
Viele Strassen die in T4A aufgeführt sind für Hwange NP sind nicht mehr befahrbar - in den Camps gibt es eine Map mit den aktuellen Strassen.
Landschaftlich und topografisch sehr schöner Park. Die Tiervielfalt lag unter unseren Erwartungen, wie auch die Tieranzahl. Erstaunlich: Impalas sind in 4-5 mal grösseren Gruppen zu sehen, als etwa im Krüger Park.
Binga: Musumu Lodge sehr empfehlenswert, direkt am Lake Kariba.
Strasse Binga - Makuti: kaum Wellblech, aber teilweise ausgewaschen und ruppig - die von T4A genannten Fahrzeiten um ca. 10% höher erlebt - sehr wenig Verkehr - keine Polizeikontrollen - rurales Afrika mit wunderbaren Kraals.
Makuti Travel Lodge: Alte, ehrwürdige Lodge, einfach, sauber, die Leute arbeiten mit schwarzer Hose, weissem Hemd und schwarzer Fliege in komplett abgetragegen Kleidern - die Manieren und die Freundlichkeit, das Englisch als solches, kaum zu glauben, dass es da so gibt in Afrika!
Mana Pools
Anfahrt auf den ersten 50 km haarsträubende Wellchblech - Schotter - Piste, danach Sand und sehr gut zu befahren. Waren die einzigen 'Uitlander', der Rest nur Zimbawner auf dem Campingplatz und in den Lodges. Unterkünfte sehr einfach, aber sauber. Keine Elektrizität vorhanden. Etwa zu 50% belegt - über Weekend Lodges zu 100%.
Landschaft sehr schön (Auenwälder), Tierwelt in Vielfalt und Menge unter unseren Erwartungen. Auch hier viele Strassen nicht mehr aktuell mit T4A. Aus unserer Sicht ist Mana Pools überbewertet - speziell wenn ich nachts über den Sambesi schaue und vis-a-vis die Lichter der Lodges von Sambia sehe..........
Zudem gelten hier seit 2013 Tageseintrittspreise - 3 Tage Prime Campind oder Lodge für Uitlander mit Eintritt somit 445 UDS...........
Nyanyana Rec Park - Lake Kariba - gehört zum Nat Parksystem und ist auch dort buchbar. Unterkunft einfach, verfallen wenn auch sauber. Elektrizitat vorhanden.
Kariba: Carribea Bay Hotel - nur Zimmer bereits für 100 USD für 2 Pers zu haben. Sehr tiefe Belegung.
Vic Falls: Die Touristenmengen waren hier die höchsten der ganzen Reise - sehr viele Asiaten
Sambesi Nat Park: Unterkunft, wie überall, einfach aber sauber, direkt am Sambesi. Tierwelt enttäuschend, obwohl auf Grund der Spuren viel Wild vorhanden ist. Elektrizität vorhanden. Gegen 50% belegt.
Leider liegt der Sambesi NP zu Nahe der Zivilisation (Sambia Seite, und Vic Falls).
ZIM - BOT bei Kazungula: sehr effizient, wurden nur durch Asiatengruppen gebremst, die alle auf Safarifahrzeugen von Vic Falls am Morgen rüberkommen für an die Chobe Waterfront!
Senyanti, Lesoma Valley - Louw's Place. Immer noch spektakulär - teilweise ab 15 Uhr bis gegen Mitternacht pausenlos Elefanten am Wasserloch. Da Vollmond war, gab's schöne Szenen - das Mondlicht wurde auch von Dieben benutzt bei Leuten, die ihr Auto in der Nacht nicht abschliessen (.......bin seit Jahren in Afrika unterwegs und noch nie was passiert ..... hörte ich die Betroffenen).
Chobe Waterfront.
Sedudu Gate - von Einschränkungen für Selbstfahrer keine Rede, keine Zeichen, gar nichts. Aber, obwohl der Chobe wenig Wasser führte (War zum vierten Male dort), wenig Tiere mit dem Auto.
Bootsfahrt auf Chobe: Boot von 8-14 Uhr mit Guide. Das Geld lohnte sich einmal mehr - sahen sehr viele Tiere, vorallem auch Red Lewche.
Linyanti: Campingplatz war der schönste, den wir bisher in Afrika hatten - ausser eine SA Pärchen, das weit hinten zeltete, waren wir allein. Gehört zu SKL und hat gleich nebenan ein Camp mit Canvas Unterkünften - ähnlich wie in Savuti - 200 USD pro Person und Tag. Belegung Camp 0%.
Tierwelt: Ausser einer Gruppe Löwen auf dem River Drive wenig gesehen - ist auch nich einfach in dem dichten Buschwerk.
Strecke von Kachikau nach Linyanti dem Fence entlang: Viel Sand aber gut befahrbar.
Strecke von Linyanti nach Savuti: Tiefster, feiner Sand. Das teilweise über KM. So habe ich das noch nie erlebt - Verkehr quasi Null.
Savuti: Voll belegt (Camping), das feste Camp = keine Ahnung. Eigentlich der nüchternste und annonymste Campingplatz. Glaube kaum, dass ich da noch mal landen werde.....
95% aller auf T4A aufgeführten Strassen im Raum Savuti sind befahrbar. Der Savuti Channel versickert wenige KM nach dem Savuti Camp - offensichtlich immer mehr - die Pelikane können sich vollfressen an den gefangegen Fischen. Tierweilt: Recht schöne Begegnungen, viele Giraffen, wenig verschiedene Antilopen.
2010 war das ganze Gebiet mit Ausnahme der Ridge Road quasi Land unter.
Fahren nun die Savuti Marsh Route - Einstieg war nicht leicht zu finden, da Abweichung zu T4A, dann aber bis in den Raum Mababe Gate gut findbar - recht gut befahrbar (nur FAHRSPUREN), Gras links und rechts bis 2 m, auf dem Mittelstreifen weit über 1 m.
Mababe Gate - North Gate über Khwai. Die Wasserdurchfahrt, die bis letztes jahr für mehrere Jahre ein Problem war, ist eine mickrige Pfütze von 10 cm Tiefe.......
Die neue Transitstrasse hat bereits eine Menge Schlaglöcher erhalten.......
North Gate: Schöner Campinplatz (MK4) am Ufer des Khwai, wenn auch Lichter von Khwai selber das Erlebnis stören. Affen sind eine Plage - Vervet und Baboons - Big Boy greifft auch Frauen und Kinder an.
Belegung: Etwa zu 30%.
Alle Routen Nord - Ost vom Camp sind befahrbar, stimmen teilweise mit T4A nicht mehr überein.
Strecke North Gate - Xakanaxa am Khwai entlang. Auch hier, alle Strassen befahrbar, teilweise nicht mehr aktuell mit T4A - aber die Wasserprobleme der vergangenen Jahre sind Geschichte. Kaum Verkehr - gilt auch für Savuti Marsh, wo NULL Verkehr war.
Tierwelt: Sehr schöne Sichtungen, schöne Landschaft.
Xakanaxa: Überbuchung, Falschbuchungen am Laufmeter - im Gegensatz zu SKL, haben die hier das Diang noch nicht unter Kontrolle. Keine Affen, Camping geben 100% belegt.
Moremi generell: Es gibt hier ja viele Routen - etliche aber nicht mehr vorhanden, dafür neue (im Vergleich zu T4A). Durch die Lodges hat es hier den meisten Verkehr. Tiersichtungen: Teilweise erhabend, teilweise ernüchterns.
Strecke über Third Bridge nach Maqwee (South Gate) - einmal mehr Wasser kein Thema, alle Routen befahrbar, Verkehr hält sich in Grenzen, Tiere: Vielfalt mager, Sichtungen Durchschnitt.
Strassenzustand ab Savuti über Moremi nach South Gate: Einige Tiefsandstellen, vielfach ausgewaschene Stellen (Berg- und Talfahrt), aber kein Vergleich zum Sand von Linyanti-Savuti.
Thamalakane Lodge, Maun: Immer wieder eine Nacht wert - gut ausgebucht.
Kalahari Bush Breaks: Immer noch gut für eine Nacht, gut ausgebucht - aber sehr wenig 'Oversees' dieses Jahr.
Onjala Lodge, nördlich WDH: Eine Nacht dort im Bungalow ist ein schöner Abschluss für eine solche Reise.

Fazit: Zimbabwe war einfacher als gedacht, die Leute sprechen ein sehr gutes Englisch, Freundlichkeit und 'manners' kaum zu überbieten, die Polizeikontrollen sind eine Pest, aber wir wurden korrekt und effizient behandelt - gelegentlich der Versuch ein wenig Geld für 'drinks' rauszuholen bei diesen Kontrollen. Bot immer sparkling Wasser an - die meisten verzichteten grosszügig.
Von der Landschaft her ist Zimbabwe sehr sehenswert - von der Tirewelt hatte ich mehr erwartet.
Chobe - Moremi: Ich hab's nun 2 mal gemacht. Vielleicht noch mal Linyanti, sicher nicht mehr Savuti.

Gruss Rajang
3'700 Beiträge · seit 200911. Mai 2013 · #2
Hallo Rajang,

vielen Dank für die brandneuen Infos. Starten Freitag und haben Senyati (natürlich wieder mir privat boot cruise) und Hwange im Programm. Habe von einem befreundeten Tour Operator auch schön gehört, dass es aktuell im Hwange nicht glorios mit den Tiersichtungen sein soll. Lassen uns überraschen und sind flexibel. In Senyati werden wir ein Auge auf den Wagen haben!!!

Herzlichen Dank für Deine Infos und Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
2'610 Beiträge · seit 200711. Mai 2013 · #3
Hallo Rajang,

ganz lieben Dank für dein ausführliches Feedback! Hast Zimbabwe genau so erlebt, wie wir in Okt. 2012.

Gott sei Dank musten wir für Mana Pools noch nicht so viel bezahlen - wir waren 5 Tage im Hauptcamp und bekamen - trotz der gebuchten 2. Reihe - einen Platz direkt am Sambezi zugeteilt 🙂 . Uns hat Mana Pools zwar sehr gut gefallen, fanden es aber genau wie du etwas "überbewertet". Genau wie Hwange, ist zwar ebenfalls ein sehr schöner Park, aber die Tierwelt ist doch lange nicht so spektakulär, wie z.B. in Botswana.

liebe Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
328 Beiträge · seit 200912. Mai 2013 · #4
Klasse Infos - besten Dank Rajang 🙂

Wir sind aktuell am Lake Kariba mit einem Top Mai Special Angebot in der Bumi Hills Lodge (Danke an Lumela - war nett euch an der Musumo Camping Lodge zu treffen) und fahren Morgen weiter nach Kariba und dann über Mana Pools in Rivhtung Harare

Auf die Schnelle

Plumetree Border - absolut stressfrei
Simbabwe Land und Menschen - absolut top
Kreditkarten Nutzung - recht schwierig - nur Bares ist Wahres
Geldautomaten - naja - lieber man hat die Dollar schon dabei
entweder ging es gerade nicht oder 200$ waren der max. Betrag
Sprit - ich sage nur Ersatzkanister oder voll tanken wenn es geht oder Black Market -
Preis so zwischen1,5 $ im NP bis 2 $ pro Liter Lodge & andere Möglichkeiten
Telefon & Internet - habe Econet Prepaid Karte mit 1 GB Internet Volumen = 35 $
Internet funktioniert nur vernünftig in Städten oder größeren Orten

Empfehlung - Matobos NP - Big Cave Camping & Maleme Dam Camping

Empfehlung - Bulawayo Club Hotel ist recht brauchbar

Empfehlung - im Hwange NP unterhalb von Kenndey 2 zu übernachten - teuer, aber ausreichend Tiere - wir haben einen Leoparden ganz schön (halt viel Glück) fotografieren können. wir haben aber in 4 Tagen im Park auch über 500 km zurück gelegt

Empfehlung am Lake Kariba - Musumo Camping & Bumi Hills (Anfahrt recht problematisch)

Weitere ausführlichere Infos folgen 🙂
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2013