Kafue und South Luangwa NP

12 Antworten · 3'414 Aufrufe · gestartet 09. März 2013 von marc21
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Themenstarter191 Beiträge · seit 200709. März 2013 · #1
Liebe Forumteilnehmende

Ist es richtig, dass man im South Luangwa NP nur schwer oder gar nicht selber übernachten kann oder geht das besser als in den Reisebüchern beschrieben? Hat jemand Erfahrungen wieviele TseTse Tierchen im nördlichen Kafue im Oktober auftauchen und wieviel grössere Tiere man sehen kann. Wie ist das selber befahren des Kafue?

Im Oktober verreisen wir für zwei Wochen nach Sambia. Wir haben uns gedacht eine Woche lang im South Luangwa NP in inem Camp Walking Safaris zu machen, und eine Woche von Lusaka aus selber den nördlichen Teil des Kafue NP zu bereisen.
Bis wann sind die Supermarkts in Lusaka am Samstag Nachmittag geöffnet? Wir kommen erst am Samstag Nachmittag an und es könnte dann knapp werden um die Autos entgegenzunehmen und einzukaufen. Darum dachte ich die erste Woche nach Luangwa zu fliegen und die zweite Woche in den Kafue zu fahren.

Kann mir jemand helfen?

Vielen Dank
Marc
Zambiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/280642-sambiareise-oktober-13.html
1'667 Beiträge · seit 200909. März 2013 · #2
Hallo, Marc

Du kannst aber direkt vor den Toren des Parks übernachten.

Wir waren im Wildlife Camp, direkt am Luangwa gelegen.
Dort siehst du auch jede Menge Tiere. Zum Beispiel jeden Tag mehrmals Elefanten, die ständig durchs Camp marschierten, abends noch Hippos, und jede Menge Krokodile im Fluss.
Von da her war es nicht schlimm, ausserhalb des Parks zu nächtigen.

LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
2'664 Beiträge · seit 201209. März 2013 · #5
Hallo Marc,
ich kann mich Birgit anschließen.
Das Wildlife Camp bei Mfuwe ist sehr gut.
Das Restaurant ist gut. Kannst auch externe Bugalows mieten zu 70 US $.
Unter schweizer Management.
Der Campingplatz ist von der Lage her Top. Es gibt da keine Testse.
Wenn Du in den South Luangwa hineinfährst, werden die Testse im Dichtbusch extrem penetrant und man kann nur mit geschlossenen Scheiben fahren. Daher unbedingt Auto mit Klimaanlage mieten.
Wir haben auf abgelegenen Tracks zwar viele Elefanten getroffen, aber mehr Wild haben wir außerhalb des Parks auf der Offroad-Strecke zwischen Mfuwe und Petauke angetroffen, als im Park selber. Achtung aber, diese Strecke birgt Tücken und T4A zeigt mehrere Tracks, die aufgrund Verspülungen und Jahreszeit nicht alle befahrbar sind und man bis zu 3 Anläufe machen muß.
Empfehlenswert ist da eher die Strecke Lusaka-Chipata (Teer), und von dort nach Mfuwe (Teerstraße im Bau).
In Chipata hibt es alle südafrikanischen Ketten und jede Menge Südafrikaner, angefangen vom besonders gut ausgestatteten Spar, bis zu den Autoreparaturketten und B&B´s. Ich würde hier eher als in Lusaka einkaufen.

Kafue:
im nordwestlichen Teil des Kafue gibt es keine Möglichkeit zu Campen. Das dort vorhandene Camp ist ausschließlich für eingeflogene Amerikaner reserviert. In manchen Reiseführern ist dort ein Campingplatz aufgeführt, aber das ist nicht mehr aktuell. Man soll allerdings überlegen, dort Camper wieder zu zu lassen, da sich immer wieder Fahrzeuge dorthin "verirren". Wir auch, und man hat uns nur dort übernachten lassen, da unser Fahrzeug von rasenden Wardens angefahren wurde und es nachmittags zu spät war, uns hinaus zu schicken. Es scheint, daß dort die Löwen angefüttert werden für die Amerikaner, die strichen auch nachts ums Fahrzeug.

Im nordöstlichen Teil gibt es mehrere Camps. Nur ca. 5 km von der Hauptstrecke Lusaka-Mongu gibt es ein besonders schönes "ökologisches" Camp namens Mayukuyuk Camp. Dort gibt es auch Strom. Es liegt direkt am Fluß. Neben dem Wildlife Camp bei Mfuwe war dieses für uns das zweite Top-Camp in Zambia. Das Camp ist Tstse-frei. Die sanitäten Einrichtungen sind auch top-sauber.
Weiter nördlich gibt es noch des Lufupa Camp mit Strom, oder weiter östlich davon das McBride Camp.

Auch hier im Kafue gilt: Je weiter man nördlich in den Dichtbusch kommt, umso penetranter werden die Testse. Im Nordwesten war es so schlimm, das das Schnorchel und alle anderen schwarzen Kunststoffteile an der Außenseite des Fahrzeuges grau wurden von Tsetse. Ich weiß nicht warum sie bevorzugt gerade diese Teile am Auto suchen. Das Fotografieren ist sehr erschwert, aber viel Wild ist ohnehin auch nicht vorhanden. Eine Löwenfamilie trafen wir nur im nordwestlichen Teil an, die es sich auf der Pad gemütlich gemacht hatten.

Wünschen Euch einen schönen Urlaub!
zuletzt bearbeitet 09. März 2013
1'523 Beiträge · seit 201110. März 2013 · #6
In Ergänzung zu Swakop 1952:

...tatsächlich bevorzugen Tse-Tse dunkle Farben (eventuell da Büffel und Andere als" dunkle Flecken"

wahrgenommen werden, versuche daher meist weisse Fahrzeuge zu erhalten, wenn ich die Wahl habe,

aber ob es wrklich so ist.....?

mit freundlichen Grüssen,

BMW
1'667 Beiträge · seit 200911. März 2013 · #7
marc21 schrieb:Liebe Brigitt

"Du kannst aber direkt vor den Toren des Parks übernachten."

und morgens ab wann und abends bis wann kann man Drives im Park machen?

Liebe Grüsse
Marc
Hallo, Marc

Du kannst von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Park bleiben.
Der Eintritt gilt für 24 Stunden. Somit kannst du auch mehrmals täglich in den Park hinein fahren.

LG
Birgitt
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1'287 Beiträge · seit 200811. März 2013 · #8
marc21 schrieb:Liebe Brigitt


und morgens ab wann und abends bis wann kann man Drives im Park machen?

Hallo Marc,

im South Luangwa sind die Tore ca. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Morgens kommen die Damen und Herren manchmal etwas nach Sonnenaufgang zum Tor.
Wichtig zu wissen ist aus meiner Sicht noch, dass der Eintritt nicht gerade preiswert ist. Wir haben 2009 für zwei Personen plus Auto U$75 gezahlt. Wir konnten entgegen anderer Aussagen in einigen Reiseführern allerdings problemlos in Landeswährung zahlen.

Gruß
Carl
Edit: Birgitt war schneller 🤨
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 11. März 2013
1'450 Beiträge · seit 200612. März 2013 · #9
Hallo,

unser Aufenthalt in Sambia ist zwar schon 2 Jahre her. Wir waren im Oktober und hatten im South Luangwa und North Luangwa keinerlei Probleme mit TseTse.
Wir haben im Wildlife Camp übernachtet. Das liegt einfach ideal. Du kannst vor dem Zelt sitzen und die Hippos im Fluss unter Dir und die Elefanten am Hang gegenüber beobachten. Ach kommen Hippos und Elefanten auch mal durchs Camp.

Dieser Campingplatz gehört für uns immer noch zu einem der schönsten.

Gruss Beate
1'250 Beiträge · seit 200912. März 2013 · #10
Ich war im Oktober 2011 im nördlichen kafue und South Luangwa.

Einen Reisbericht gibt es im Nikon-Forum (Link in der Signatur)
Es kann sein, dass man sich inzwischen dort anmelden muss, um die Bilder zu sehen.
Früher war das Unterforum mal öffentlich ...

Es gibt nicht nur Amerikaner im Kafue.
Im Oktober sind 60% der Reisenden Mitarbeiter oder Inhaber von Reisebüros auf Lodgeerkundungstour.
Gäste gibt es wenig. Von denen sind ca. 30% Amerikaner.
Diese sind aber dann von der Kategorie " I am Grosskotz an this is my wife Sändy"
Übernachtungen sind am ehesten in Lufupa möglich.
Hier nächtigen auch größere Gruppen.

Der nördliche Kafue gehört im Prinzip Wilderness.
Tieresichtungen waren bei mir eher wenig.
Südlich von Lufupa war fast nix.
Die große Büffelherde in den Busanga Plains sind Geschichte.
Sie hat sich aufgelöst.
Man sieht noch ein paar verstreute Lechwe, Zebras, Kuh- und Pferdeantilopen.
Teilweise haben sie eine sehr große Fluchtdistanz.
Extrem ist es bei den Rappenantilopen, die sieht man nur als kleine schwarze
Punkte am Horizont verschwinden.
Im Park gibt es große Probleme mit Wilderei (angeblich vom Kongo aus).
Während der Regenzeit sind die Camps geschlossen.
Ganz nett könnte eine Bootsfahrt beim Musanza Camp sein.
Im Okotober ist dort "Sauregurkenzeit". Vieleicht lässt sich dort
mit kleinem Geld etwas arrangieren.
Ich war damals imoffenen Autos der Camps unterwegs.
Tsetses gab es spradisch. Waren aber auszuhalten.

South Luangwa
Deutlich mehr Tiere. Geringe bis keine Fluchtdistanz.
Viele Tiere auch außerhalb des Parks.
Elefantenherden ziehen nach Mfuwe, die Mangos werden reif.

Wenn Ihr in Lusaka ankommt und durch den Zoll wollt,
versteckt Eure Fotoausrüstung gut ...

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter191 Beiträge · seit 200713. März 2013 · #11
Hallo Bernd
Der nördliche Kafue gehört im Prinzip Wilderness.
Tieresichtungen waren bei mir eher wenig.
Südlich von Lufupa war fast nix.
Heisst das, dass man nicht selbstständig reisen kann? Ist es eine grösstenteils eine Concession in die man nicht hinein gelangt? Wir haben vor im Kafue NP mit Dachzelt zu campieren.
Wenn Ihr in Lusaka ankommt und durch den Zoll wollt,
versteckt Eure Fotoausrüstung gut ...
Was passiert, wenn sie die Fotoausrüstung finden? Ich hatte schon mehrfach gelesen, dass man diese verstauen sollte. Was ist mit Ferngläsern?

Vielen Dank für Deine Antwort
Marc
Zambiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/280642-sambiareise-oktober-13.html
1'250 Beiträge · seit 200913. März 2013 · #12
Hallo Marc,

Kafue gehört nicht Wilderness, aber im nördlichen Teil gibt es 7 Lodges.
Davon gehören 6 Wilderness.

Ich hatte am Zoll das Problem, weil ich die Kamera (mit 500mm Objktiv) aus
Gewichtsgründen ohne Tasche transportiert habe.
Ausserdem war ich der erste beim Zoll und bin aufgefallen.

Ich sollte rund 8000 EUR Kaution hinterlegen, um die Kameras einführen zu können.
Bei der Ausfuhr würde ich das Geld wiederbekommen.
Natürlich in Landeswährung mit zweimal Umtauschen zu schlechten Konditionen.
Wird einem die Kamera geklaut, dann ist nicht nur die Kamera weg,
sondern auch die Kaution.

Letztendlich hat dann ein Zollagend für mich eine art Carnet organisiert und
der Spaß hat ein paar hundert Euro Gebühren, Honorar und Lagergebühr(!)
meiner Fotoausrüstung beim Zoll gekostet.
Ausserdem hat es 6 Tage gedauert, bis ich meine Kameras hatte.

Persönliches Fotogeraffel darf man zollfrei einführen.
Die Zöllner meinten aber ich wäre ein Profifotograf oder Kamerahänder,
der das Geraffel in Sambia verkaufen will und wollten ohne Gesichtsverlust
davon nicht mehr zurücktreten. Somit hatte ich die Arschkarte ...
5 von 6 Tagen im Kafue ohne Kameras.
Aber war nicht so schlimm, da es dort sowieso kaum etwas zu fotografieren gab.

Wenn man nicht in den ganz teuren Lodges (Shumba und Busanga Plains) übernachtet,
ist man vom Geschehen in den Plains zu weit weg. Bis man im Zentrum der Aktivität ist,
ist die Sonne schon zu hoch.

Gruss Bernd
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