ASASA400Themenstarter17 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #1
Eine Frage an diejenigen, die schon einmal ihr eigenes Auto nach Namibia mitgenommen haben: Wie hoch sind da die Transportkosten, und wie läuft das ab? Da wir nächstes Jahr nach Namibia auswandern wollen, überlegen wir, ob wir uns jetzt einen rechtsgesteuerten Subaru Forester - das wäre das für uns am besten geeignete Auto - hier zulegen und dann nach Namibia mitnehmen. Wir haben nämlich festgestellt, daß Subarus in Namibia anscheinend nicht so leicht zu bekommen sind. Für jede andere Information, wo ich in Namibia einen Subaru Forester kaufen könnte und wie hoch eventuell der Preis ist, wäre ich dankbar. Falls das aber nicht so einfach ist, würden wir den Wagen hier kaufen und mitnehmen wollen. Bleibt nur die Frage nach den Transportkosten und natürlich auch die Frage nach dem Einfuhrzoll, denn wir müssen den Wagen als Einwanderer nach Namibia ja anders als bei einem reinen Ferienaufenthalt verzollen.
Für alle Informationen im voraus vielen Dank!
PEpeterB249 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #2
Hallo ASA Gibt es einen speziellen Grund dass es ein Subaru sein muss? Die Frage von Ersatzteilen etc. sollte Dich doch auch noch irgendwie beschäftigen.Von Wiederverkauf oder Werterhalt kann ja gar keine Rede sein. In der ganzen Zeit in der ich mich im südlichen Afrika herumtreibe habe ich keine 5 Subarus gesehen. Lass Dir das nochmal durch den Kopf gehen und schau Dir lieber eine gängige Marke an Gruss Peter
ASASA400Themenstarter17 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #3
Hallo Peter,
klar, habe ich mir auch überlegt, aber für einen Subaru braucht man eigentlich keine Ersatzteile, der hält ewig. 🙂 Der Subaru schlägt einfach alle anderen Marken um Längen und hat das günstigste Preis-/Leistungsverhältnis, deshalb möchte ich mich mit weniger nicht zufriedengeben. Wenn ich das Auto erst einmal habe, werde ich es behalten, bis es auseinanderfällt, also kein Problem mit dem Wiederverkaufswert.
Mal schauen, wie sich das entwickelt. Natürlich mache ich mir da schon Gedanken, aber ich sehe nicht ein, warum ich mehr Geld für weniger Qualität ausgeben soll, ist halt so eine Sache ... da gibt es natürlich schon einiges zu bedenken, das ist schon wahr.
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #4
Hi ASA,
SUBARU ist für unsere Wälder und Feldwege wohl das richtige, nur bedenke was die Pad in NAM alles fertig bringt... die zerstört ganz andere Fahrzeuge. Dort geht ein Auto in einem Jahr öfters kaputt als hier in der Zeit wo Du es hast!!! Ganz zu Schweigen wieviele Frontscheiben Du brauchen wirst, wegen der "tieffliegenden" Steine, dass solltest Du auch überlegen, bekommst Du die ohne Probleme... Bei der Bereifung ist's das gleiche...
Zumal alles zerrüttelt wird!!!
Oder Du hast soooviel 😛 Geld wie Steine auf der Pad oder Du nur in der Stadt fährst, dann sollte es keine Rolle spielen einen SUBARU zu verschiffen...
allerbester Gruss, Klaus
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
die Transportkosten waren 2006 bei ca. 2100.- - 3000.- € gelegen. Dazu kommt noch der Agent in Walvis mit ca. 600.-€. Das wären die Preise wenn man das Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen fährt. Natürlich zuzüglich Kosten für das Carnet.
Bei einer Einfuhr gilt, wenn ich mich recht erinnere, zusätzlich zum Zoll von 75% des Wertes, noch eine Höchstalter von 5 Jahren.
Wenn ich auswandern würde gäbe es für mich keinen Grund das Auto aus D mitzunehmen. Zumal ein Rechtslenker, wenn man ihn nicht gerade in GB kauft, hier noch teuerer sein dürfte.
PApangolin136 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #6
Hallo ASA
unser Auto steht zur Verschiffung bereit; d.h. wir werden es anfangs Januar nach Hamburg überführen und nach Walvis Bay verschiffen lassen. Die exakten Kosten werde ich bis in 14 Tagen mitteilen können.
Wir werden aber nicht auswandern, sondern nur ferienhalber Namibia besuchen.
Wie schon vorgängig angemerkt, würde ich bei einer Auswanderung das Fahrzeug in Namibia kaufen und darauf achten, dass es sich um eine Automarke handelt, die sich im südlichen Afrika auf Gravel Roads bewährt hat. Zudem würde ich die Ersatzteilbeschaffung für die gewählte Marke vorgängig abklären.
Im Internet findest Du Informationen, welche Bedingungen bei der Überführen eines Fahrzeugs (Auswanderun!) nach Namibia erfüllt werden müssen.
Gruss Sonja
ASASA400Themenstarter17 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #7
Naukluft schrieb:
Oder Du hast soooviel 😛 Geld wie Steine auf der Pad oder Du nur in der Stadt fährst, dann sollte es keine Rolle spielen einen SUBARU zu verschiffen...
allerbester Gruss, Klaus
Das ist genau der Punkt: ich fahre nicht oder kaum offroad, deshalb sind viele der Dinge, die für Offroader wichtig sind, für mich nicht so relevant. Müssen aber natürlich trotzdem bedacht werden, denn alles, was Du grundsätzlich schreibst, trifft ja auch auf gelegentliches Fahren auf der Pad zu. Kommt dann nur nicht so häufig vor. Der Subaru schlägt in allen Tests jedes andere Fahrzeug seiner Klasse, aber er hat halt kein Image und kaum jemand kennt den Wagen. Wer ihn aber kennt, will nichts anderes mehr, weil jedes andere Auto dagegen eben nur abfällt. Nachdem meine Frau und ich uns umgesehen haben, haben wir uns für den Subaru entschieden, und meine Frau will ihn unbedingt (ich aber auch :)).
@Annette: Vielen Dank für die genauen Zahlen. Das ist ja doch eine ganze Menge, und dann noch 75% Zoll, da ist es wohl besser, dort unten einen Wagen zu kaufen.
@Sonja: Wo im Internet findet man die Informationen über das Einführen eines Autos beim Auswandern? Kannst Du mir da die genaue Adresse geben? Danke!
Bei allem was in ein Standardcontainer passt ergeben sich die Kosten aus den derzeitigen Container-Frachtraten plus Handlingcharge in den Häfen. Und wenn ihr auswandern wollt werdet ihr ja wahrscheinlich auch euren Hausrat auf die gleiche Art verschiffen. Das Auto ist dann auch nicht teurer als Sofa, Waschmaschine etc. Annette hatte schon ihre Kosten genannt, aber nicht geschrieben für welche Containergröße die galten. Ich schätzte aber das ein 40 Fuss Container für 3.000 Euro nach Namibia zu verschiffen ist.
Bezüglich des Autos selbst kann es durchaus Sinn machen ein Fahrzeug aus Europa mitzubringen. Ich gehe davon aus das ihr mit 'Auswandern' auch tatsächlich immigrieren meint, also dann eine Permanent in Residence in Namibia haben werdet. Wenn ja dürft ihr euren Hausrat binnen 6 Monaten zollfrei einführen. Dazu gehörte in der südfrikanischen Zollunion auch immer ein Fahrzeug pro Familie - geknüpft an ein paar Bedingungen (Fzg muss länger als 12 Monate im Besitz sein etc.) Ich würde mich also unbedingt nach dem aktuellem (!) Stand erkundigen. Das was andere vielleicht irgendwann mal erlebt haben zählt u. U. nicht mehr...
Was die Automarke angeht habe ich weder ewas für noch gegen Subaro. Ich weiss nur das praktisch niemand diese Marke in Afrika fährt. Ihr werdet deshalb allergrößte Schwierigkeiten haben dafür bezahlbare Ersatzteile zu kriegen. Das Argument 'ein Subaro geht nicht kaputt' und deswegen benötige man auch keine Ersatzteile ist blödsinnig und blauäugig. Ich hoffe das der Rest eurer Pläne etwas fundierter ist.
hab noch mal nachgeschaut. Unsere Angaben bezogen sich auf einen 20' Container bei Ablieferung Hamburg. Der billigste war Interfracht (email m.amam@interfracht.de) mit 2040.- €.
Man kann sich aber den Container vor die Haustür stellen lassen. Wenn Hausstand mit verschifft wird ist es komplizierter da eine Trennwand zwischen Fahrzeug und Kisten errichtet werden muß. Aber alles ist möglich.
Hallo ASA, irgendwie kommt mir das alles etwas Spanisch vor - Deiner Frage steht wohl fest, dass Ihr nächstes Jahr nach Namibia auswandert; Deiner Frage und Deinen Postings nach scheint Ihr aber noch nie da gewesen zu sein? - Liege ich da falsch ?? - Hast Du eine Arbeits- und Daueraufenthaltsgenehmigung ? - Eine Wohnung - einen Job ? - Hast Du Vorstellungen über das Leben in Namibia und, wenn ja, woher ? - Als Einwanderer muss man m.W nach keinen Einfuhrzoll für die Dinge bezahlen, die zum "Einwanderungsgut" gehören - und ein gebrauchter PKW gehört ganz sicher dazu. Beim Kauf noch hier in D würdest Du Dir sogar noch die MWSt ersparen, da das Auto für die Ausfuhr bestimmt ist ( da gibt es bestimmte Fristen, innerhalb derer dann die Ausfuhr auch tatsächlich erfolgen und nachgewiesen werden muss ). Das alles spräche vermutlich für eine Anschaffung des Fahrzeugs hier. Zur Marke kann ich den anderen nur beipflichten; es ist Euer gutes Recht zu glauben, dass der Subaru das optimale Fahrzeug für Namibia wäre - aber es ist Fakt, dass diese Marke in Namibia recht unbekannt ist, dass die Pads jedes Auto kaputt kriegen und die Ersatzteilbeschaffung u.U. seeeeehr lange dauern kann. Hast Du z.B. schon mal an einen Uri gedacht ?? - Ich drücke Dir alle Daumen für Euer Vorhaben. Gruß Joli ( und frohe Weihnachten)
ASASA400Themenstarter17 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #11
Ulli schrieb:
Das Argument 'ein Subaro geht nicht kaputt' und deswegen benötige man auch keine Ersatzteile ist blödsinnig und blauäugig.
Das war natürlich ironisch gemeint. 🙂 Selbstverständlich geht immer einmal etwas kaputt, und dann ist die Ersatzteillage auf jeden Fall ein Argument. Aber wie gesagt: Obwohl der Subaru, wie in dem Testbericht nachzulesen ist, als Offroader geeignet ist, werde ich ihn kaum je so benutzen, aber ich habe halt die Sicherheit, falls es einmal sein muß, daß er dann das beste Auto ist, was man in dieser Situation haben kann. Subaru-Händler gibt es auf jeden Fall, wenn nicht in Namibia, so doch in Südafrika, und dann legt man sich halt einmal drei oder vier Frontscheiben und einen Satz Reifen auf Vorrat in die Garage. Wenn dann was kaputtgeht, nimmt man die Frontscheibe, geht zu seiner Werkstatt in der Nähe und läßt sie dort einbauen, so problematisch ist das auch wieder nicht. Es ist ja kein Mietwagen, bei dem alles sofort ersetzt werden muß. Mit dem eigenen Auto kann man auch einmal mit einem Steinschlag in der Scheibe eine ganze Weile fahren, das machen die Namibier ja auch. Als ich jetzt im November in Namibia war, bin ich mit Wagen mitgefahren, da sah man vor lauter Steinschlag in der Frontscheibe die Straße schon kaum mehr, aber das stört dort niemanden. Und mich würde es auch nicht stören.
@Joli: Mensch, die Antworten kommen hier so schnell, da kommt man ja gar nicht nach. Tolles Forum! Wie oben schon geschrieben, waren wir schon öfter in Namibia. Gibt es Leute, die in ein Land auswandern, das sie noch nie gesehen haben? Na ja, gibt es wohl, wenn man sich die Auswanderersendungen im Fernsehen heutzutage so anschaut. Aber wir gehören nicht dazu. Man muß sich die Sache schon gut überlegen, das Land lieben, die Leute - und auch die negativen Seiten berücksichtigen. Anders geht es nicht. Eine Auswanderung ohne Risiko gibt es nicht. Man wird immer von Dingen überrascht werden, die man zuvor nicht bedacht hat, aber wenn man sich davon abhalten läßt, wird man nie auswandern. Es gibt für alles eine Lösung, und das Sicherheitsdenken, das uns hier in Europa so lieb und teuer ist, muß man eben auch ein wenig ablegen. Es gibt nicht für alles eine Versicherung, und man wird immer Lehrgeld zahlen, wenn man etwas Neues anfängt, selbst wenn man alles vorher noch so gut bedacht hat. Bis auf die Einfuhr des Autos ist eigentlich alles klar, Aufenthaltsgenehmigung usw., im Februar fliegen wir nach Windhoek und suchen dort eine Wohnung oder ein Haus, damit wir dann im Juni/Juli dort einziehen können. Aber eben: mit oder ohne Subaru, das ist jetzt die Frage. 🙂 Übrigens: Danke für den Tip mit der Mehrwertsteuer, das sind ja auch ein paar Tausend Euro, die man dann für etwas anderes einsetzen kann.<br><br>Post geändert von: ASA400, am: 23/12/2006 12:18
duwisib466 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #12
Hallo ASA,
also, wenn ich auswandern würde, hätte ich das Fahrzeug ganz bestimmt dort gekauft und dann keinen Subaru. Du nimmst Dir selbst die Luft aus den Segeln, in dem Du meinst, es sei "das beste Auto ..., was man in dieser Situation haben kann". Geht es kaputt, unbestritten wird es das irgendwann, denn auch in unseren Gefilden gehört ein Subaru nicht zu den Pannenhighlights, ist es genau in dieser Situation eben die schlechtest gewählte Variante, genau weil es Subaru so gut wie nicht gibt! 😈 Es sind nicht umsonst andere Marken, die in Namibia oder SA dominieren...
Klingt alles, mit Verlaub, etwas fadenscheinig...
Ein gutes, friedvolles und ruhiges Weihnachtsfest wünsche ich!
LG Jürgen
0
ASASA400Themenstarter17 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #13
Hallo Jürgen,
wie gesagt: ein bißchen Risikofreude gehört zum Auswandern schon dazu. Und was die Pannenhighlights angeht: Wie viele Subaru Forester stehen in der Pannenstatistik? Ich glaube, kein einziger. Es ist wesentlich pannenträchtiger, einen Golf zu fahren.
Ich denke, das Problem ist, daß die meisten noch nie einen Subaru gefahren bzw. kaum je einen gesehen haben. Das spricht aber - außer bezüglich der Ersatzteile - nicht gegen den Wagen. Und das Ersatzteilproblem ist ein rein logistisches, das sich lösen läßt, wie ich oben schon sagte. Man muß halt einfach ein bißchen Phantasie haben und vielleicht auch einmal eine Lösung für ein Problem suchen, die etwas abseits des normalen Denkens liegt. Deshalb reizt es uns ja, nach Namibia auszuwandern. Hier in Europa kann man vieles nicht anders machen, als es üblich ist, in Namibia schon, auch wenn der Aufwand vielleicht ein bißchen größer ist.
Alle Argumente, die hier gebracht wurden, sind richtig. Man muß sich die Sache gut überlegen und man muß sich dessen bewußt sein, daß es natürlich einfacher wäre, ein gängiges Auto zu fahren, wenn einmal etwas kaputtgeht. Aber wenn man immer nur den einfachsten Weg wählt, ist das Leben doch langweilig, oder nicht? Auf jeden Fall haben alle, die hier geschrieben haben, mit ihren Einwänden recht, und ich sage vielen, vielen Dank für die guten und schnellen Informationen!
@Joli: Was ist ein Uri? Vielleicht ist das ja wirklich ein Konkurrent, der dem Forester seinen Platz streitig macht. Wenn Du mir sagst, was das für ein Auto ist, schaue ich es mir gern an. Ich habe ja alles angeschaut von Toyota Hilux bis Unimog, aber leider ist mir Uri kein Begriff.<br><br>Post geändert von: ASA400, am: 23/12/2006 12:38
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #14
ASA400 schrieb:
... haben wir uns für den Subaru entschieden, und meine Frau will ihn unbedingt (ich aber auch)
Wie einige FoMit schon bemerkten, nochmal ein Kommentar von mir zum Auto...
Es gibt Zeiten da verliert man, und welche da gewinnen die anderen 😛 , früher oder später macht so dann halt jeder seine Erfahrung 🤢
😉
Zum anderen, Du gabst keine Antwort, ist es so wie Joli in Ihrem Post anfänglich bemerkt?
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
KLklausul283 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #15
Bei der ganzen Auswanderei scheint es doch kein größeres Problem zu geben wie den Subaru. Das finde ich Klasse! Ich würde auf die Kohle schauen,MWSt.zurück,kein Einfuhrzoll das sind Argumente, bzgl.des Typs würden mich Testberichte egal von wem nicht beeindrucken. Entwicklungshelfer haben einen Lehrsatz:Immer die Technik, die vor Ort eingesetzt wird ist die beste Technik! Wenn Du Technik, die nicht ortsüblich ist einsetzt, nimm genügend Verschleiß- und Ersatzteile mit. Aber irgendwann landest Du bei der lokalüblichen Technologie,sei sie noch so rückständig.
Schönes Fest
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
ASASA400Themenstarter17 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #16
Es ist ja nicht so, daß es die Technik vor Ort nicht gibt. Es gibt sie und sie ist auch erreichbar. Und Entwicklungshelfer bin ich nicht. 🙂 Es ist so, wie es immer ist, ob hier bei uns in Europa oder in Afrika: Gute Dinge brauchen eine gewisse Zeit, um sich durchzusetzen. Aber wenn sich niemand dafür einsetzt, werden sie sich nie durchsetzen. Bevor es den ersten Toyota in Namibia gab, waren die Argumente bestimmt dieselben, aber jetzt ist er halt gängig. Somit ist es nur eine Frage der Zeit.
Die meisten hier im Forum sind Offroad-Fahrer, wenn ich das richtig sehe, und wenn man jahrelang mit seinem Toyota gute Erfahrungen gemacht hat, wechselt man natürlich nicht auf ein anderes Modell, nur weil das vielleicht bessere Testberichte hat, das ist doch selbstverständlich. Aber ich bin kein Offroad-Fahrer und will auch keiner sein, ich werde hauptsächlich in Windhoek und Umgebung fahren oder vielleicht einmal auf der Straße nach Swakopmund. Der Forester bietet da den besten Mix aus beiden Welten. Er fährt gut in der Stadt und auf der Teer- oder Schotterstraße, aber wenn ich mal einen Weg nehmen muß, der nicht ausgebaut ist, dann ist er ebenso zuverlässig. Das ist für mich wichtig.
Das größte Problem bei der Auswanderei ist nicht das Auto, es ist nur das einzige Problem, das bisher noch nicht geklärt war. Alles andere ist geklärt, deshalb ist das kein Thema mehr. Aber aufgrund der kompetenten Antworten hier im Forum - ich kann nur immer wieder sagen: Das hier ist das beste Forum, das es gibt! 🙂 - ist ja nun auch die Autofrage einer Klärung sehr viel näher gekommen. Eigentlich entsteht das Problem ja auch nur deshalb, weil man sein eigenes Auto aus Europa wegen des Linksverkehrs nicht mitnehmen kann und sich in Namibia deshalb ein anderes anschaffen muß. Sonst würde ich einfach mein jetziges Auto mitnehmen, aber das geht ja nicht, weil es das Steuerrad auf der falschen Seite hat.
@Klaus: Ich weiß jetzt nicht genau, worauf Du Dich beziehst. Darauf, daß Joli fragte, ob wir schon mal in Namibia waren? Darauf habe ich weiter oben geantwortet. Oder meinst Du etwas anderes?<br><br>Post geändert von: ASA400, am: 23/12/2006 13:15
Ich kenne hier einige, die mit dem Forrester rumfahren und sehr zufrieden sind, und ich kenne einige in NAM, die mit A8, BMW 7 und Bentley rumfahren, machbar ist alles. Die Wiederstandsfähigkeit des Fahrzeugs ist weniger vom Off-Road fahren abhängig, als vom Strassenzustand. Immer nur WDH-Swakop ist mit allen möglich. Die häufigste Problematik bei neuen, "unbekannten" Autos ist nicht das Ersatzteil, sondern die Technik ( Mototronic, ZV, Klima usw) . Bei den neuen Kfz lassen sich die Fehler nur durch Auslesen usw. beheben und das nur in der Werkstatt. Wenn der Wagen aus irgendeinem Grund nicht mehr läuft (Wegfahrsperre bei BMW z.B) wird er zur Werkstatt abgeschleppt. Das ist m.E. nach SA etwas weit. Ansonsten bleibt er halt am Strassenrand stehen und verliert schnell an "Substanz". Die "einfachen" Aufbauten der Toyos und Nissans kann jeder Schlosser reparieren, kaufen kann man die auch hier oder über Toyota GIB in Gibraltar, die liefern dann auch direkt runter. Nicht umsonst werden VW, BMW usw. für den SA Bereich in einigen Stellen ( Klima, Aufhängung, Federn) modifiziert hergestellt. Die Mitnahme (Kosten) eines Autos beim Immigrieren wird auf der Seite der Botschaft, der Regierung und ähnlich auf der SA Seite dargestellt, zusätzlich kann man dort auch schriftliche Info Mat anfordern. Theoretisch werden keine Linkslenker älterer Bauart mehr zugelassen, aber , wie gesagt, theoretisch. Rechtslenker normal kein Problem. Zur zeit werden gerade neue Erhebung über den möglichen Import von Kfz gemacht. Die hohen Zölle sind sicher nicht zu verachten, das iste einer der Gründe, warum manche Firmen in der Zollunion produzieren. Die Kostensteigerung für einen 40 Container oder zwei 20 sind nicht unerheblich, da kann sich ein Autokauf in D schon wieder nicht mehr rentieren.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
ASASA400Themenstarter17 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #18
Hallo Axel,
prima, das hilft mir schon weiter. Ich bin ja froh, daß es wenigstens ein paar Subaru Forester gibt. 🙂 In der Tat bin ich beim letzten Mal vor ein paar Wochen, als ich in Namibia war, mit einem 7er BMW, über 20 Jahre alt, über Stock und Stein gefahren worden. Also wenn der das schafft, warum sollte es dann für einen Forester ein Problem sein? Der BMW wird halt immer wieder repariert, aber er fährt und fährt und fährt.
Genau die Elektronik ist der Punkt, an dem es hakt. Je mehr Elektronik ein Wagen hat, desto anfälliger ist er natürlich. Aber so viel mehr als elektrische Fensterheber hat der Forester nun auch nicht, und wenn ich hauptsächlich im Umfeld von Windhoek bin, gehe ich davon aus, daß das Abschleppen sich machen läßt. Aber ich tendiere jetzt doch mehr und mehr dazu, das Auto in Südafrika zu kaufen statt in Deutschland. Eventuell gibt es ja auch beim Forester da Modifizierungen, die die europäischen Modelle nicht enthalten, das ist ein guter Hinweis, vielen Dank.<br><br>Post geändert von: ASA400, am: 23/12/2006 13:27
Annette387 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #19
Hallo,
bislang hat mein Mann hier bei diesem Thema mitgemischt, ich habe es erst jetzt gelesen. Eine Frage: du schreibst, dass du schon die Aufenthaltsgenehmigung hast. Befristet für ein Jahr? Das spielt nämlich auch eine Rolle was die Geschichte mit dem Einführen des Fahrzeuges betrifft. Als ich im August diesen Jahres in Swakopmund einige Tage auf das Schiff mit unserem Auto warten musste, lernte ich einige Ausgewanderte kennen. Bis auf einen hatten alle nur immer befristete Genehmigungen für jeweils ein Jahr (trotz bereits 15 jährigen Aufenthalt). Sie erzählten mir, dass momentan die ganzen Bedingungen für Autos, die eingeführt werden erheblich verschärft werden. Die besten Infos bekommst du über namibianische Zollagenten. Erst dieser hatte mir z.B. genaue Zahlen und Bedingungen zur dortigen Einfuhr genannt. Hier in Dtl. haben sie von der Schiffsagentur so getan, als wenn mit ihrer Bezahlung alles geregelt wäre (war keine böse Absicht, aber der Rest interessierte sie einfach nicht). Damit du als Immigrant alles mitnehmen kannst (zollfrei) ist die Art der Aufenthaltsgenehmigung auf jeden Fall relevant. Schreib doch noch ein wenig, was ihr in Nam beruflich machen wollt, ich finde das wirklich spannend. Gruß Annette
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200623. Dez. 2006 · #20
willst du etwa Subaru Händler werden 😄 klingt so 😉
Im Ernst: Du hast es schon erwähnt: warum kaufst du deinen Subaru, wenn es nun einer sein muss, nicht einfach in Südafrika ? Sind auch immer immerhin 3000 Euro, die du dadurch sparst. Die Lenkradfrage hat sich dann geklärt. Windhoek lässt sich die ersten Wochen auch ohne Auto recht gut überleben.
2 Bekannte von mir - in der Entwicklungshilfe/UN - haben sich in Lesotho auch jeder einen Subaru gekauft. Oder irgend so eine Marke, aber das hatte auch andere Gründe (billige japanische Jahreswagen, oder so ähnlich und Entwicklungshelfer Discount etc. )
In Südafrika ist die Marke nicht ganz so exotisch (relativ !!), aber ich würde es mir trotzdem anders überlegen.