Kaudom Park

6 Antworten · 5'909 Aufrufe · gestartet 17. Dez. 2006 von Hermann
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Themenstarter1'564 Beiträge · seit 200617. Dez. 2006 · #1
Ich muß gestehen das ich heute das erste mal etwas vom Kaudom-Park gehört,bzw. auf der Landkarte gesehen habe.Die camps sollen wohl nicht
eingezäunt sein? Hört sich spannend an.Hätte gerne mehr Infos. Wie sieht es mit Tieren aus?

Hermann
7'272 Beiträge · seit 200617. Dez. 2006 · #2
Hallo Hermann

wir waren im September mit zwei Fahrzeugen im Kaudom. Eigentlich ist es ein schöner Park in dem Du praktisch alleine bist (wir haben währen 3 Tagen keine anderen Touris gesehen). Ein zweites Fahrzeug, bzw Satellitentelefon ist sehr zu empfehlen.

Es ist ein sehr einsames Gebiet mit wunderbaren Wasserlöchern und vielen schön gemachten Hides. Die Zufahrt von Tsumkwe ist ein wenig sandig aber sonst einfach. Die Nord Zufahrt (Ausfahrt) ist recht sandig.

Beide Camps waren nur noch bedingt im Betrieb. Du muss alles mitbringen. Und Dein Geschäft verrichtest Du am besten im Busch. Wenn ich mich recht erinnere haben wir für den Park 120 N$ für 2 Personen inkl Übernachtung bezahlt.

Im Park siehst Du viele Elefanten und hast auch gute Chancen auf Pferde- und sogar Rappenantilopen.

In der Gegend von Tsumkwe hat es das Naye-Naye Gebiet mit wunderbaren Baobaobs, das Ihr unbedingt auch besuchen solltet wenn Ihr schon in der Gegend seid.

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Themenstarter1'564 Beiträge · seit 200618. Dez. 2006 · #3
hallo Chrigu,
das hört sich ja spannend an.Darf man den Park auch als Einzelfahrzeug
befahren?Ich habe gehört das weder der Park noch die Camps eingezäunt
sind? Was macht man denn (naiv gefragt) wenn man nachts mal wo hin muß?
Woher weiß ich dann das nicht gerade ein Löwe oder Elefant auf mich wartet?

Hermann
74 Beiträge · seit 200618. Dez. 2006 · #4
lieber hermann
wir waren vor einem jahr da...ein wirklich schöner und spannender park! wenn du willst kannst du mal bei uns in der page reinschauen, da hat es ein paar bilder. http://www.boltshausers.com/namibia4.html
mit den elefanten im khaudom camp soll es besser sein.
ein besuch kann ich sehr empfehlen, zur sicherheit mit zwei autos.

grüsse reto<br><br>Post geändert von: reto, am: 18/12/2006 21:13
7'272 Beiträge · seit 200618. Dez. 2006 · #5
Hallo Hermann

früher hiess es, du darfst nur mit min. zwei Autos rein. Ich bin nicht sicher ob sich das geändert hat (es hat sich betreffend Kaudom sehr viel geändert in den letzten Jahern). Auf jeden Fall fragt niemand dannach ob Du mit einem oder mit zwei Fahrzeugen fährst.
Da Du wahrscheinlich der einzige Tourist im Park bist und die Parkangestellten auch keine Fahrzeuge haben, empfehle ich mit zwei Fahrzeugen zu fahren oder mindestens ein Satellitentelefon (inkl. einiger guter Nummern) dabei zu haben. Ein GPS ist sowieso ein muss.
Die Camps sind nicht eingezäunt, das ist aber bei vielen anderen Parks (alle in Botswana oder auch die Parks im Caprivi) auch nicht anders und stellt kein weiteres Problem dar. Wenn Ihr aber noch keine Erfahrung mit solchen Camps habt, würde ich Euch nicht als erstes den Kaudom empfehlen. Macht besser eine Tour durch Botswana, wo ihr auch immer wieder auf andere Leute trefft und auch in den Camps nicht alleine seid.
Das Toilettenproblem in den Nacht wurde schon öfters besprochen. Wir haben dazu einen Pisspot der mit einem Haken aussen am Zelt hängt und bei Bedarf verwendet werden kann.
Dass mal ein Elefant am Zelt schnüffelt oder ein Löwe nachts ums Auto streicht ist normal. Solange man sich ruhig verhält passiert aber nichts.


Unser Pisspot, Modell Beerli 😎

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter1'564 Beiträge · seit 200620. Dez. 2006 · #6
Schönen Dank für die Tipps.

Hermann
9 Beiträge · seit 200620. Dez. 2006 · #7
Hallo Herrmann,
Nanna und ich waren im September im Kaudom. Sind von Norden (B8) gekommen (stundenlanger wirklicher Tiefsand bis zum Parkeintritt) und haben im traumhaft schön gelegenen Camp Kaudom als einzige Gäste übernachtet. Wir haben auch sonst die 2 Tage außer den Rangern niemand gesehen. Es gab nur Buschtoiletten, die Elefanten hatten alles andere plattgemacht. Aber toll einsam, uns hat es an nichts gefehlt. Am nächsten Tag haben wir den Park im Süden verlassen und im Camp auf der Farm in Tsumkwe übernachtet. Fazit: Der Park ist sehr einsam, was wir generell schätzen. Der Norden ist sehr, sehr tiefsandig und die Anfahrt mehr anstrengend als aufregend. Wie Chrigu schon sagte, besser von Süden kommen und da auch wieder zurückfahren. Wir hatten dieses Jahr wohl Pech, da es wenige Wochen vorher ausgedehnte Buschbrände hatte. Der nördliche Park war stark verbrannt und die Tiere wohl alle weg. Außer wenigen Pferdeantilopen auf den spärlichen Grünflächen, einige sonstige Antilopen, wenige Vögel und 3 Elefanten war nichts zu sehen. Insgesamt hat sich der Sandritt nicht wirklich gelohnt. Die Tiere dort sind sehr scheu, weil keine Autos gewöhnt und bleiben wohl in Deckung, wenn auf einsamen Tiefsandstrecken ein 4x4 durch die Spuren heult. Aber früh oder spät am Tag sich still an einem Wasserloch aufzuhalten, ist zumindest im nördlichen Teil schwierig, weil es bis zum Camp weit ist und man dann bei Dunkelheit fahren müsste. Wir hatten den Spuren nach eh den Eindruck, dass der Süden tierreicher ist als der Norden.
Herzliche Grüße
Waddel