Route und Fahrtzeiten im März machbar?

10 Antworten · 2'063 Aufrufe · gestartet 28. Dez. 2012 von Rudi7
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Themenstarter103 Beiträge · seit 201228. Dez. 2012 ·
Hallo liebe Forummitglieder,

ich bin das erste Mal hier im Forum und plane gerade unsere erste Namibiareise und bin ein wenig verunsichert und bräuchte eure Hilfe!

Bis jetzt geplante Tour:
2.3. Flug und Übernachtung Windhoek
3.3. und 4.3. Fahrt nach Sossusvlei => zu weit für eine Fahrt?
5.3. und 6.3. Weiterfahrt Swakopmund
7.3. und 8.3. Palm Lodge
9.3. und 10.3. Camp Aussicht
11.3. bis 14.3. Etosha NP
15.3. Windhoek => zu weit für eine Fahrt?

1. Wir können leider nur in der Regenzeit fahren, ist unsere bis jetzt geplante Tour da überhaupt machbar und sinnvoll?
2. Wir fahren ja das erste Mal, haltet ihr es für sinnvoll doch mit einer geführten Tour zu beginnen oder ist die Tour auch so machbar? Ist ja auch eine Kostenfrage... Wann macht so eine geführte Tour Sinn?
3. Habe ich jetzt mehrere Berichte gelesen, die vor Überfällen auf Touristen in letzter ZEit warnen, das macht mich gerade unsicher, in wiefern wir guten Gewissens mit dem 4x4 Camper unterwegs sein können und gut schlafen können. Habt ihr da Erfahrung oder besser keine Erfahrung? Sollte man diesbezüglich nicht doch auf eine geführte Tour zurückgreifen? Was mir eigentlich total gegen den Strich geht...

Ich würde mich sehr über Tipps von Euch freuen.

Vielen Dank für Eure Hilfe
Rudi7
http://www.TickerFactory.com/
412 Beiträge · seit 201128. Dez. 2012 ·
Hi Rudi
Geführte Tour oder auf eigene Faust, das ist wohl Geschmacksache. Ich würde es mit einer geführten Tour wohl keine 2 Tage aushalten 😉 . Angst wegen Überfällen habe ich noch nie gehabt und immer prima im Dachzelt geschlafen, auch wild. Auf einem Rastplatz an der Strasse würde ich aber nicht gerade übernachten, auch aus anderen Gründen nicht. Ich schätze das Risiko eines Überfalls in Namibia nicht grösser ein als in Europa, eine Statistik kenne ich aber nicht. Ich mach mir dazu ehrlich gesagt keine Gedanken sondern geniesse meine Ferien 😉 .
Die Frage mit der Regenzeit ist da schon schwieriger zu beantworten, denn diese ist zeitlich und regional sehr unterschiedlich. Wenn's richtig regnet kann es schon Probleme mit unpassierbaren Strassen geben dann ist es sicher nicht schlecht, wenn man die eine oder andere Alternative im Köcher hat, ... und Flusstäler als Campsite meidet man um diese Jahreszeit wohl besser.
Ich würde ausser Sesriem am Anfang und Etosha am Schluss nichts buchen und so fahren, wie es das Wetter dann gerade zulässt.

Gruss Dieter
4'130 Beiträge · seit 200828. Dez. 2012 ·
Hallo, Rudi7!

Willkommen im Namibia Forum!

Deine Route sieht doch ganz fein aus. Nur wären mir die Wege zu weit, insbesondere von Swakop nach Palmwag und vom Camp Aussicht nach Etosha

Allgemein sollte man in der Regenzeit ein wenig flexibel sein, denn es kann durchaus mal einer der Trockenflüsse laufen, - da muss man dann geduldig sein oder umdisponieren. Grade im gebirgigen Norden um Palmwag herum, aber im Prinzip überall.
Auch sind unvorhersehbare Straßenschäden nicht ausgeschlossen, also ist es in dieser Zeit noch wichtiger aufmerksam zu fahren.
Du fragst nach sinnvoll. Tja, das ist immer so’ne Sache. Ich würde so was nie machen, in 12 Tagen – Andere schon.
Eine geführte Tour? Das ist weniger eine Kostenfrage, Gruppentouren sind gar nicht mal so teuer. Muss man für sich entscheiden, was einem so liegt. Wir verzichten lieber auf das eine oder andere HighLight und sind für uns allein.

Nun zu deinem 3. Punkt.
Sag mal, wo hast du „jetzt mehrere Berichte gelesen, die vor Überfällen auf Touristen in letzter ZEit warnen,“
- das macht nun aber mich gerade unsicher.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2012
915 Beiträge · seit 201028. Dez. 2012 ·
Hallo Rudi,
willkommen im Forum.

Etwas schwierig Dir zu raten, wenn die Entscheidung ob Selbstfahrer- oder Geführte Tour nicht wirklich gefallen ist.
Ich versuche es dennoch:

1. Zur geplanten Tour:
Bei einer Üb.in Windhoek oder Umgebung ist die Fahrt am folgenden Tag nach Sossusvlei kein Problem.

Palmwag Lodge und Camp Aussicht zugunsten von Erongogebirge, Twyfelfontein Umgebung und/oder Vingerklip streichen. Palmwag wäre noch machbar und sinnvoll, wenn Du beabsichtigst Etosha über den Westeingang/Galton Gate anzufahren. Für einen ersten Besuch und die wenige zur Verfügung stehende Zeit würde ich das nicht machen. (vielmehr Anderson Gate/Okaukuejo - Halali - Namutoni/Lindequist Gate - Windhoek)

Etosha - Windhoek ist weit, notfalls aber durchaus machbar, wenn wie allgemein üblich der Abflug am späten Abend ist, da durchweg Teerstraße.

Im März wirst Du NAM über weite Strecken grün antreffen. Grundsätzlich ist diese Reisezeit kein Problem. Es kann allerdings besonders in den Trockenflussbetten zu Überflutungen und den damit verbundenen Problemen kommen. Wie die Regenfälle ausfallen werden und welche Folgen sie haben kann keiner voraussagen.

Zu 2.und 3. vermag ich kaum zu antworten. Diese Fragen sind zu komplex und wurden hier schon häufig diskutiert.

Ich selbst bin wie die meisten hier ausschließlich als Selbstfahrer in NAM unterwegs. Und das von Beginn an, also ohne je eine geführte Tour gemacht zu haben. Ich bin allerdings kein Camper.
Passieren kann überall was. Auch, aber eben nicht nur, in NAM. Mir hat man schon vor meinem eigenen Haus ein Springmesser an den Hals gesetzt ! Ich wurde einmal nördlich des Polarkreises in Bodö/NOR überfallen. Wer hätte an sowas gedacht - im seinerzeit sichersten Land Europas ??

Du wirst sicher noch mehr Antworten bekommen.
Sobald Du Dir selbst im Klaren darüber bist, was genau du möchtest wird es auch einfacher weitere sinnvolle Tipps im Detail zu geben.

Wenn ich das recht sehe hast Du grade mal 13 (?) Tage in NAM. Ich würde jedenfalls sehen, dass ich da noch ein paar Tage dran hängen kann. In welchem Jahr soll die Reise denn sein ?

Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Beitrag zu Deinen Planungen leisten.
MfG
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2012
705 Beiträge · seit 201028. Dez. 2012 ·
Hallo Rudi7
und herzlich Willkommen im Forum.

Alles (fast) so machbar.

!! Fahrt nach Sossusvlei => zu weit für eine Fahrt
JA - das sind in Namibia ca 8 Stunden Fahrzeit, besser eine Zwischenübernachtung einplanen.

!! Windhoek => zu weit für eine Fahrt?
NEIN - von der Etosha bis WDH kann man gut an einem Tag fahren.

Eure Fragen 😉
1. Wir können leider nur in der Regenzeit fahren, ist unsere bis jetzt geplante Tour da überhaupt machbar und sinnvoll?

Da werdet ihr im südlichen Namibia wohl keine Probleme bekommen, da hier die meisten Pads gut ausgebaut sind. Einzig auf der Fahrt von Sossusvlei nach Swakopmund üeber den Kuiseb Pass kann problematisch werden und euch zum Umweg oder Wartezeit zwingen.

2. Wir fahren ja das erste Mal, haltet ihr es für sinnvoll doch mit einer geführten Tour zu beginnen oder ist die Tour auch so machbar? Ist ja auch eine Kostenfrage... Wann macht so eine geführte Tour Sinn?

Eine geführte Tour macht meiner Meinung nur Sinn wenn ihr über 80 seid und nicht mehr alleine Auto fahren könnt 😕

3. Habe ich jetzt mehrere Berichte gelesen, die vor Überfällen auf Touristen in letzter ZEit warnen, das macht mich gerade unsicher, in wiefern wir guten Gewissens mit dem 4x4 Camper unterwegs sein können und gut schlafen können. Habt ihr da Erfahrung oder besser keine Erfahrung? Sollte man diesbezüglich nicht doch auf eine geführte Tour zurückgreifen? Was mir eigentlich total gegen den Strich geht...

Wenn ihr euch vernünftig verhaltet und einige Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt, die übrigens überall auf der Welt gelten, gibt es keine Probleme. Ich denke in Europa ist es an einigen Stellen noch viel unsicherer als in Namibia.

Übernachten also nur auf ausgewiesenen Plätzen.

Eine geführte Tour würde ich auf ke1nen Fall machen, wir lieben halt unsere Freiheit 😉 😉

Und nicht vergessen, hier im Forum wird euch immer geholfen.

Viel Spass bei der Planung
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
1'927 Beiträge · seit 200828. Dez. 2012 ·
Hallo Rudi,

schließ mich meinen Vorschreibern an

- wer schon so weit wie Du geplant hat, braucht keinen Organisator

- in Deiner Reisezeit brauchts Du nichts fix machen. Ergo, sollte Dich der Regen doch mal irgendwo ein paar h festhalten, kein Problem

- wenn Du Camp Aussicht streichst, würde das die Tour erheblich entspannen

viel Spaß noch beim Planen
Peter
Themenstarter103 Beiträge · seit 201228. Dez. 2012 ·
Hallo alle zusammen,
vielen Dank für die netten Tipps und Antworten.
Ich glaube das mit der geführten Tour werde ich wohl auch lassen, denn eigentlich brauchte ich nur noch den letzten Kick. Vielen Dank dafür.

Das mit der Sicherheit habe ich mir auch so gedacht, aber wenn man noch nie im Land war kann man das so schlecht einschätzen. Ich habe es u.a. gelesen beim Auswärtigen Amt, in meinem Reiseführer und in einem Reisebericht im Internet.

Also auf Camp Aussicht würde ich zwar nur schweren Herzens verzichten, aber vielleicht habt ihr Recht. Das kann man ja auch gut erst da entscheiden.

Noch drei Fragen:
1. HAt jemand noch einen guten Tipp für eine Übernachtung in Swakopmund per Lodge oder Camping?
2. Könnt ihr einen Autoanbieter empfehlen?
3. Was meint muss man vorbuchen in der Jahreszeit? Ich dachte an Windhoek, Palm Lodge - wenn es denn sein soll ;)- und Etosha. Meint ihr das reicht? Gerade wegen der Flexibilität und den nicht einzuschätzenden Wetterverhältnissen wollte ich nicht zuviel vorbuchen.

Nochmal vielen Dank für die schnellen Hilfen und Tipps
Viele Grüße
Rudi
http://www.TickerFactory.com/
84 Beiträge · seit 201128. Dez. 2012 ·
Hallo Rudi,
zur 1. Frage kann ich dir antworten, wir waren dieses Jahr im April 3 Nächte im Organic Square Guesthouse in Swakopmund und haben uns super wohl gefühlt. Sicheres Parken und dann kannst du zu Fuss in die Stadt.
www.guesthouse-swakopmund.com
Kommt halt aufs Budget an.. Aber das Frühstück ist super lecker und immer frisch und das Guesthouse ziemlich neu.

Liebe Grüsse und viel Spass bei der Planung

Nicole
412 Beiträge · seit 201128. Dez. 2012 ·
Hi Rudi

1. Ich habe mir im April eine der wenigen Übernachtungen mit festem Bett gegönnt, im "the Stiltz" in Swakopmund. Hat mir sehr gut gefallen. Details findest du im Netz.
2. Ich bin mit KEA bisher immer recht gut gefahren. Seit August haben sie die neuen Nissan-Modelle mit mehr Bodenfreiheit, durchzugsstärkerem Motor und Schnorchel (kann in der Regenzeit kein Nachteil sein 😉 ). Das Beste an den KEA-Autos finde ich aber die Ausstattung mit den grossen Schubladen, da ist auch nach der schlimmsten Rüttelstrecke noch alles an seinem Ort. Wenn der Nissan nicht reicht, haben sie auch Toyota im Angebot. Ich habe aber mit dem Nissan schon Botswana (Moremi, Chobe) und Namibias Norden (Mamili, Kunene, Hoasurib, Hoanib, Khowarib etc.) gemacht und nie wirklich Probleme gehabt.
3. Wie bereits geschrieben, würde ich höchstens Sesriem und Etoscha buchen, wenn überhaupt. Palmwag (Camp) ist kaum ein Problem. Ich war jetzt im Oktober (Hauptreisezeit) da, ohne Buchung, insgesamt 3 Nächte, und es hatte noch freie Plätze.

Gruss Dieter
zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2012
2'346 Beiträge · seit 200628. Dez. 2012 ·
Hallo "Rudi7",

muss den Beitrag von Volker ("Travelboy") korrigieren. Er empfiehlt, die Strecke Windhoek - Sossusvlei (ich denke, damit ist Sesriem gemeint) nicht nonstopp zu fahren. Das kann ich so absolut nicht nachvollziehen. Das sind mal eben 305 km und dafür brauchst du ohne Zwischenstopps 5-6 Stunden reine Fahrtzeit und nicht 8 Stunden, wie Volker schreibt. Das ist locker zu schaffen, vor allem wenn du vorher in Windhoek übernachtest und den Leihwagen schon übernommen hast.

Viel Spaß
Armin
Themenstarter103 Beiträge · seit 201229. Dez. 2012 ·
Hallo ale zusammen,
danke noch mal für die vielen Einschätzungen und Tipps. Das hat uns schon sehr geholfen.

Wir haben jetzt die Tour schweren Herzens schon etwas entzerrt, indem wir Camp-Aussicht rausgenommen haben.

Bis jetzt geplante Tour:
2.3. Flug und Übernachtung Windhoek
3.3. Fahrt nach Sossusvlei=> Gibt es auf dem Weg dahin eine zu empfehlende Möglichkeit für einen Zwischenstopp zur Übernachtung? Nur wenn wir merken, es ist doch zu weit

4.3. -5.3. Sossuvlei
5.3. Weiterfahrt Swakopmund => wisst ihr hier auf dem Weg eine gute Übernachtungsmöglichkeit oder sollten wir die Naukluftberge noch mitnehmen und dort auf dem Campingplatz übernachten?

6.3.-7.3. Swakopmund
8.3. Weiterfahrt Palm Lodge=> wisst ihr hier auf dem Weg eine gute Übernachtungsmöglichkeit z.B. in der Nähe des Brandbergs?

9.3.- 10.3. Palm-Lodge
10.3. Weiterfahrt Etosha NP => Hier bräuchte ich noch mal eine Einschätzung von Euch, ist das machbar oder doch noch mit Zwischenstopp irgendwo?

11.3.-13.3. Etosha NP
13.3. Weiterfahrt Waterberg Plateau mit Übernachtung
14.3. nach Windhoek mit Übernachtung => 15.3. Abflug

Müssen wir sonst noch etwas wichtiges beachten oder haben wir etwas übersehen bei der Routenplanung?
Vielen Dank für Euer aller Mitdenken.
Herzliche Grüße
Rudi
http://www.TickerFactory.com/