John Vartys Tigerprojekt
Hoffe, dass alle ein erholsames und friedliches Weihnachtsfest hatten und wünsche allen Forikern einen guten Start ins anstehende Jahr 2013 und immer eine gute Pad.
Mit dem neuen Topic möchte ich auf ein Projekt aufmerksam machen, dass ich in der letzten Woche intensiv kennenlernen durfte und selbst so interessant finde, dass es hier erwähnt werden sollte – auch wenn es – zumindest in SA - konträr diskutiert wird.
In der Ostecke des Free State bei Philippolis hat der in SA bekannte Tierfilmer und jetzige Tigerschützer John Varty ein beachtliches Projekt hochgezogen. Auf einigen ehemaligen Schaffarmen (aus Eigenmitteln zusammengekauft) hat er derzeit elf Tiger ausgesetzt und ausgewildert. Die Raubtiere haben gelernt, sich selbst zu versorgen und haben sich ihrer neuen Umgebung vollkommen angepasst. (Natürlich müssen die Antilopen, Blessböcke etc die von ihnen gejagt werden, zugeführt werden)
Es gibt nun sicher einige die laut fragen, was es soll, Tiger in Südafrika auszuwildern.
Wenn man aber bedenkt, dass es derzeit nur noch rund 1000 Tiger gibt – Tendenz fallend – und in der eigentlichen Heimat des Tigers nur ein sogenannter Alibi Tierschutz betrieben wird, dann muss jede Alternative, die zur Erhaltung der Spezies beiträgt, willkommen sein. (In Ranthambore, einem sogenannten Vorzeigereservat, ist die Zahl der Tiger auf neun geschrumpft da die Wilderei nicht wirksam bekämpft wird.)
Auch in SA bestand seitens der Regierung kein Interesse an einer Unterstützung obwohl Tiger Canyon mehr Personen beschäftigt als es die vorherigen Schaffarmen taten.
Das Hauptproblem ist eben, dass ein toter Tiger weitaus mehr wert ist als ein lebendiger.
Das gleiche Problem hat ja auch das Nashorn. Das perverse daran ist, dass je weniger Exemplare vorhanden sind der Wert der restlichen rasant steigt.
Im asiatischen Raum dürfte es daher in wenigen Jahren keine freilebenden Tiger mehr geben.
Umso wichtiger ist es daher, dass aufgrund Privatinitiativen wie dieser die Spezies eine Überlebenschance erhält.
Auch JV hatte bereits einen Vorfall, bei dem Wilderer versuchten, einen Tiger zu erlegen und abzutransportieren.
Tigercanyon ist keine Aufzuchtstation, canned hunting oder Streichelfarm.
Falls also der eine oder andere in der Gegend Colesberg / Gariep Dam unterwegs ist und eine interessante Alternative sucht sollte er/sie Philippolis ins Auge fassen. Das Dorp selbst ist einen Besuch wert, die Gastfreundschaft phänomenal.
Infomaterial:
www.vbigcats.co.za
Buch
John Varty „Nine Lives“ ISBN 978-1-77022-132-1
Hoffe, dass alle ein erholsames und friedliches Weihnachtsfest hatten und wünsche allen Forikern einen guten Start ins anstehende Jahr 2013 und immer eine gute Pad.
Mit dem neuen Topic möchte ich auf ein Projekt aufmerksam machen, dass ich in der letzten Woche intensiv kennenlernen durfte und selbst so interessant finde, dass es hier erwähnt werden sollte – auch wenn es – zumindest in SA - konträr diskutiert wird.
In der Ostecke des Free State bei Philippolis hat der in SA bekannte Tierfilmer und jetzige Tigerschützer John Varty ein beachtliches Projekt hochgezogen. Auf einigen ehemaligen Schaffarmen (aus Eigenmitteln zusammengekauft) hat er derzeit elf Tiger ausgesetzt und ausgewildert. Die Raubtiere haben gelernt, sich selbst zu versorgen und haben sich ihrer neuen Umgebung vollkommen angepasst. (Natürlich müssen die Antilopen, Blessböcke etc die von ihnen gejagt werden, zugeführt werden)
Es gibt nun sicher einige die laut fragen, was es soll, Tiger in Südafrika auszuwildern.
Wenn man aber bedenkt, dass es derzeit nur noch rund 1000 Tiger gibt – Tendenz fallend – und in der eigentlichen Heimat des Tigers nur ein sogenannter Alibi Tierschutz betrieben wird, dann muss jede Alternative, die zur Erhaltung der Spezies beiträgt, willkommen sein. (In Ranthambore, einem sogenannten Vorzeigereservat, ist die Zahl der Tiger auf neun geschrumpft da die Wilderei nicht wirksam bekämpft wird.)
Auch in SA bestand seitens der Regierung kein Interesse an einer Unterstützung obwohl Tiger Canyon mehr Personen beschäftigt als es die vorherigen Schaffarmen taten.
Das Hauptproblem ist eben, dass ein toter Tiger weitaus mehr wert ist als ein lebendiger.
Das gleiche Problem hat ja auch das Nashorn. Das perverse daran ist, dass je weniger Exemplare vorhanden sind der Wert der restlichen rasant steigt.
Im asiatischen Raum dürfte es daher in wenigen Jahren keine freilebenden Tiger mehr geben.
Umso wichtiger ist es daher, dass aufgrund Privatinitiativen wie dieser die Spezies eine Überlebenschance erhält.
Auch JV hatte bereits einen Vorfall, bei dem Wilderer versuchten, einen Tiger zu erlegen und abzutransportieren.
Tigercanyon ist keine Aufzuchtstation, canned hunting oder Streichelfarm.
Falls also der eine oder andere in der Gegend Colesberg / Gariep Dam unterwegs ist und eine interessante Alternative sucht sollte er/sie Philippolis ins Auge fassen. Das Dorp selbst ist einen Besuch wert, die Gastfreundschaft phänomenal.
Infomaterial:
www.vbigcats.co.za
Buch
John Varty „Nine Lives“ ISBN 978-1-77022-132-1