potti71Themenstarter97 Beiträge · seit 200617. Nov. 2006 · #1Hallo,
wir planen derzeit für nächstes Jahr einen 3-wöchigen Namibia/Botswanaurlaub.
Route und die meisten Unterkünfte stehen bereits fest, nur wir haben leider das Problem, das meine Frau panische Angst vor Hunden hat. Daher immer schwierig die richtigen Unterkünfte zu finden. Daher meine Frage, zwischen Sossusvlei und Windhuk suchen wir noch eine Übernachtungsmöglichkeit, hat jemand einen Tipp bezüglich „hundefreier“ Lodge oder Farm.
Gruß Michael
Okaukuejo203 Beiträge · seit 200617. Nov. 2006 · #2Hallo Michael,
hat Deine Frau denn mal ein angstauslösendes Erlebnis mit Hunden gehabt? Oder hatte sie immer schon Angst vor Hunden? Da ich selbst Hunde sehr liebe und mir nicht vorstellen kann, wie man Angst vor ihnen haben kann (außer natürlich, wenn ein wildgewordener Kampfhund o.ä. dir an die Kehle will. Da hätte wohl jeder Angst, auch ich), wäre eine Therapie gegen die Hundephobie vielleicht ein besseres Mittel, als eine hundefreie Unterkunft zu suchen. Möglicherweise gibt es das (ich weiß es nicht), aber Namibia ist da wahrscheinlich nicht so das geignetste Land, es sei denn, man bleibt ausschließlich in der Stadt und übernachtet im Hotel. Für mich gehört ein Hund oder mehrere Hunde zu einer Lodge oder einer Farm einfach dazu. Auch bei uns in Deutschland ist das auf dem Land ja üblich.
Ich habe mal ein bißchen gegooglet wegen der Hundephobie. Also falls Deine Frau daran interessiert ist, gibt es eine Menge Angebote, hier z.B.:
http://www.hundewelten.de/html/phobien.htmlIch persönlich würde mich freuen, wenn sie ihre Angst vor Hunden verlieren würde, denn das schränkt ihr Leben doch sicherlich sehr ein, und außerdem haben das die armen Vierbeiner auch gar nicht verdient. 😉
Gruß
Oka<br><br>Post geändert von: Okaukuejo, am: 17/11/2006 12:53
joli3'491 Beiträge · seit 200617. Nov. 2006 · #3Hallo Michael,
wie Okaukuejo schon schreibt - Namibia ist ein "Hundeland". Da wird es Deine Frau bedauerlicherweise sehr schwer haben, "hundefreie" Zonen zu finden. Auf dem Weg von Windhoek nach Sossusvlei fällt mir als " hundefrei" nur das Maltahöhe-Hotel in Maltahöhe ein. Aber auch da kann keiner dafür garantieren, dass abends nicht ein Farmer mit seinem Hund hereinkommt. Und was macht Ihr in Etosha ? - Da sind zwar keine Hunde erlaubt, aber abends kommen regelmäßig Schakale ins Camp und das sind ja nun auch "Hundeartige".
Gruß Joli
Eintracht545 Beiträge · seit 200617. Nov. 2006 · #4Ja das finde ich auch, das haben die Hunde wirklich nicht verdient. Ich habe selbst keinen Hund und glaube gerade deswegen recht gut einschätzen zu können welche Hunde "nett" sind und welche nicht.
Ich behaupte einmal die meißten Hunde in Namibia sind brav wie Lämmer, ich habe selten so ruhige und ausgeglichene Hunde erlebt wie in Namibia.
Ich schätze mal das liegt daran, das die meißten draußen (Farmgelände) rumlaufen können wie sie wollen und nicht dauernd in engen Wohnungen eingesperrt sind.
Andererseits sollte man eine Angst ernst nehmen, ich kann mir lebhaft vorstellen, das bestes zureden in so einem Fall sinnlos ist. Ich glaube hier wird es kaum jemanden geben, der sagen kann, das eine Farm/Lodge garantiert keinen Hund hat. Aus eigener Erfahrung würde ich sogar sagen, die haben nicht einen Hund, sondern meißt zwei/drei oder mehr.
Eigentlich bleiben euch dann nur besagte Hotels übrig, aber selbst dort kann es euch passieren, das ein (ganz netter) Hund direkt vor der Reception liegt.
Einträchtliche Grüße
Tanja778 Beiträge · seit 200617. Nov. 2006 · #5hallo michael,
ich kann mir schon vorstellen bzw. ich weiß, dass es unterkünfte ohne hunde gibt (hatte dir ja bereits geschriben). zwischen sossusvlei und windhoek kann ich dir aber leider nicht weiterhelfen. such dir doch einfach die lodges raus, die dir gefallen und frag per e-mail an, ob es dort hunde gibt oder nicht.
einen schönen. hundefreien urlaub wünscht
tanja
Okaukuejo203 Beiträge · seit 200617. Nov. 2006 · #6Hallo Eintracht,
so eine Angst muß man auf jeden Fall ernstnehmen, aber ich weiß von etlichen Freunden/Freundinnen, daß man solche Ängste auch besiegen oder zumindest vermindern kann. Eine Bekannte von mir hatte eine furchtbare Katzenphobie, sie konnte nicht einmal an eine Katze denken, ohne Angst zu bekommen. Dann hat sie so eine Therapie gemacht, das ging natürlich über längere Zeit, und heute hat sie selbst 2 Katzen.
Gutes Zureden hilft bei Phobien generell nichts, denn Phobien sind ja eine Reaktion, die nicht über den Kopf läuft und die man deshalb nicht mit Vernunft unterdrücken oder besiegen kann.
Aber ich kenne einen Hundetrainer, der viel Erfolg bei der Behandlung von Hundephobien hat. Da wird der Mensch, der eine Hundephobie hat, ganz vorsichtig und langsam an einen Hund gewöhnt, und nach ein paar Tagen geht das meistens schon ganz gut.
Der Hund ist ein sogenannter "Therapiehund", sprich der ist absolut zuverlässig und gut trainiert, so daß er auch bei überraschenden Reaktionen des Phobikers oder der Phobikerin nicht beißt oder knurrt oder erschrickt. Das ist natürlich sehr wichtig, denn mit einem untrainierten Hund kann man das nicht machen, sonst bekommt der Phobiker eventuell noch mehr Angst.
Ich habe schon mehrmals bei solchen Therapien zugeschaut, und es begeistert mich immer wieder, wie das funktioniert. Da kommt jemand an und läuft schon weg, wenn er einen Hund von weitem sieht, und nach ein paar Tagen kann derjenige den Hund sogar streicheln.
Man muß ja deshalb nicht gleich zum Hundenarr werden, aber wenn man keine Angst mehr vor den Tieren hat, ist das Leben doch erheblich leichter.
Wenn ich mir vorstelle, ich müßte jedesmal darauf achten, ist da jetzt ein Hund, wo kann ich hin, wie kann ich dem ausweichen? Das ist ja ein mörderischer Streß. Deshalb würde ich da glaube ich lieber eine Therapie machen, damit ich mir diesen Streß nicht mehr antun muß. 🙂
Gruß
Oka
Post geändert von: Okaukuejo, am: 17/11/2006 13:43<br><br>Post geändert von: Okaukuejo, am: 17/11/2006 13:44
Sanne2'462 Beiträge · seit 200617. Nov. 2006 · #7Hallo Michael,
ich wünschte, ich könnte Dir bessere Nachrichten schicken, aber ich fürchte, ich habe in Namibia keine Lodge ohne Hund gesehen. Viele hatten sogar mehr als einen.
Allerdings kann ich für die Kavita Lion Lodge (Nähe Kamanjab) sagen, dass wir deren Hund nie gesehen haben (in 3 Tagen). Und im Bush Camp von Okonjima gab es bei unserem Besuch auch keinerlei Hunde. Ich weiß allerdings nicht, ob es bei Okonjima im Main Camp ähnlich ist.
Viel Glück und herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
potti71Themenstarter97 Beiträge · seit 200620. Nov. 2006 · #8Hallo nochmal,
danke für die Infos und Meinungen. Ist leider so, bei Phobien nutzt gutes Zureden meist nichts, da hilft nur eine Therapie, und die wäre bei Maria die beste Lösung, ohne Frage….
Und in Namibia hundefrei zu reisen, schon ein Problem, wissen wir, aber wir lieben das Land (Virus!!) und werden daher immer wieder hin, trotz Hundeangst.
Haben nun mal einige Lodges angemailt, die Namib-Naukluft-Lodge wie auch die Namib-Desert- Lodge scheinen hundefrei zu sein, werden wir eine davon nehmen.
Gruß Michael