KastenfroschThemenstarter7 Beiträge · seit 201224. Sept. 2012 · Hallo,
danke für Eure Hinweise nach meiner ersten zaghaften Anfrage letzter Woche.
Hier nun meine Idee, wie die Route unserer ersten Namibia Tour aussehen könnte. 1995 waren wir in Simbabwe unterwegs, damals zu zweit, jetzt sollen die Kinder auch mal von der roten afrikanischen Erde infiziert werden dürfen.
Hier die Infos:
Wir (Eltern plus 3 Töchter von 16, 13, 8) wollen im August/September 2013 in Namibia unterwegs sein. Wir sind vorher knapp 2 Wochen wegen der World Transplant Games in Durban und Umgebung. Diese zwei Wochen werden recht teuer, daher muss Namibia mit dem "Restgeld" gemacht werden. Ergo unsere Idee: Camping. Aber es ist ja Spätwinter oder Früh-Frühling. Soll ja doch noch recht frisch sein in der Nacht.
Meine Fragen:
- Ist Camping überhaupt sinnvoll oder frieren wir uns in unseren (geplanten) Dachzelten (und einer muss draußen schlafen (ja, wer wohl? Der Vater!)) den Hintern ab?
- Ist es wegen der Temperaturen sinnvoll, erst mal gegen Norden zu fahren und dann erst in den Süden, weil vielleicht jeder Tag den Frühling näher bringt?
Überhaupt: Eher Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeiger (Meine Route ist erst mal im Uhrzeiger geplant, aber drehbar)
- Gerne wäre ich auch für Tipps /Kritik / Verbesserungsvorschläge zu meiner Route offen. Was meint ihr zu den Campingplätzen? Überhaupt zur Route? Zur Zeitplanung?
Danke für jede Rückmeldung!
Kastenfrosch und seine Tigerenten
| Tag Datum Km/Tage |
| 15 09.08.Sa Flug Windhoek |
| Nacht Cardboard Box Backpackers 2 Tage |
| 17 11.08.Mo Fahrt nach Kalahari 260 |
| Nacht Bagatelle Kalahari Game Ranch Lodge 2 Tage |
| 19 13.08.Mi Fahrt 175 |
| Nacht Red Dune Camping Site 2 Tage |
| 21 15.08.Fr Fahrt 150 |
| Nacht Mesosaurus Fossil Site 2 Tage |
| 23 17.08.So Fahrt nach Tirasberge 425 |
| Nacht Farm Namtib 2 Tage |
| 25 19.08.Di Fahrt nach Sesriem 280 |
| Nacht Little Sossus Camp Site 2 Tage |
| 27 21.08.Do Fahrt nach Solitaire 145 |
| Nacht Solitaire Guest Farm 2 Tage |
| 29 23.08.Sa Fahrt nach Swakopmund 280 |
| Nacht Sophia Dale Base Camp 3 Tage |
| 32 26.08.Di Fahrt nach Twyfelfontain 350 |
| Nacht Aabadi Mountain Camp 2 Tage |
| 34 28.08.Do Fahrt nach Etosha 350 |
| Nacht Etosaha Safari Camp 2 Tage |
| 36 30.08.Sa Fahrt nach Etosha Ost 185 |
| Nacht Onguma Safari Camp 2 Tage |
| 38 01.09.Mo Fahrt nach Kamrav Guest House 230 |
| Nacht Kamrav Guest House 2 Tage |
| 40 03.09.Mi Fahrt nach Windhoek 376 |
| Nacht Cardbox Backpacker 1 Tag |
| 41 04.09.Do Heimflug |
Hanne6'152 Beiträge · seit 200625. Sept. 2012 · hallo kastenfrosch,
eine schöne Tour - die noch Änderungen gut verträgt - gerade was die Unterkünfte
anbelangen.
Mein Vorschlag wäre : nur eine Nacht in Windhuk - und da in eine Pension-
denn es gibt wirklich sehr preiswerte .
Nach Keetmannshop würde sicherlich Aus für einen Stop angebracht sein-von da dann
zur Namtib - nach Sesriem -kann man gut bis Swakop durchfahren - Solitäre
würde ich streichen - wenn unbedingt einen Stop - die Campsite von
Tsondab Valley ist wunderschön. Jetzt zu Etosha - da unbedingt die eingesparten
Tage einsetzen - unbedingt direkt im Park übernachten gerade in Okaukuejo -
2 Tage einplanen - um die ganze Region dort abzufahren - dann Halali- dann
Onguma Campsite - Kamrav kenne ich nicht - aber wenn am Waterberg - dann
die Campsite von Waterberg Wilderness.
Bei der letzten Nacht bietet sich eine Gästefarm nähe Flughafen an -
gibts einige oder wenn - wegen den Kids Windhuk - dann wieder eine Pension.
Wünsche Dir weiterhin viel Spass beim Planen.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Siby68 Beiträge · seit 201125. Sept. 2012 · Hallo Kastenfrosch
Von der Carboard Box würde ich euch allerdings abraten. Das war schon vor 15 Jahren nicht so der Hit. Die Küche dort ist absolut ungebrauchbar🤢. Wenn schon ein Backpacker, dann lieber Rivendell oder Chameleon in Windhoek.
Vielleicht solltet ihr euch das mit dem Campen an der Küste bei Swakopmund nochmals überlegen. Das Wetter kann im August sehr extrem sein, auch 10 km Inland;)
Liebe Grüsse
Siby
GUGuido.Gast25. Sept. 2012 · Hallo,
Kastenfrosch schrieb:- Ist Camping überhaupt sinnvoll oder frieren wir uns in unseren (geplanten) Dachzelten (und einer muss draußen schlafen (ja, wer wohl? Der Vater!)) den Hintern ab?
Ich bin bekennendes Winter-Weichei und Frostbeule.
😗 Mit Camping bei Temperaturen an die null grad in Namibia habe ich aber trotzdem kein Problem. 2 Schlafsäcke übereinander und dann schlafe ich gut. Tagsüber ist es ja zuverlässig warm. Das Schlimmste war für mich immer, morgens mit klammen Fingern das kalte Zelt einzupacken und die steife Kapuze drüber zu ziehen.
Vorsichtig sein mit dem draußen schlafen. Selbst an so frequentierten Orten wie Sesriem wurden schon Touris von Hyänen angefallen, die sich einfach draußen mit einem Schlafsack hingelegt haben. Das kommt zwar nur selten vor, aber es kommt eben vor.
Kastenfrosch schrieb:- Ist es wegen der Temperaturen sinnvoll, erst mal gegen Norden zu fahren und dann erst in den Süden, weil vielleicht jeder Tag den Frühling näher bringt?
Theoretisch ja. Praktisch wird der Unterschied nicht groß sein. Viel hängt vom Wetter ab, was keiner vorhersagen kann.
Kastenfrosch schrieb:23.08.Sa Fahrt nach Swakopmund
Sophia Dale Base Camp
Im ganzen Land kann es um die Jahreszeit nachts kalt sein. An der Küste und auch im etwas weiter im Inland liegenden Sophia Dale Camp hast Du nachts zusätzlich gern 100% Luftfeuchtigkeit und das macht es wirklich eklig. Dann ist morgens alles triefend nass.
Beste Grüße
Guido
Info-Namibia497 Beiträge · seit 201225. Sept. 2012 · Hallo Kastenfrosch,
Die Tour ist super entspannt und daher besonders gut mit Kindern zu machen. Hannes Vorschlägen würde ich folgen. In Swakopmund könnt ihr bei Alternative Space anfragen, die sind super, haben selbst Kinder und sehr preiswert. Ich bin Allwettercamper, aber in Swakop campe ich nie und das aus guten Gründen! Sophia Dale ist eine gute Alternative, aber gönnt euch doch eine preiswerte Pension...
Liebe Grüße,
Sebastian
Flip234 Beiträge · seit 201125. Sept. 2012 · Hallo Kastenfrosch,
zu den Temperaturen: Die sind kein wirkliches Problem aber man sollte schon entsprechend ausgerüstet sein. Wir waren jetzt im Juni/Juli mit unseren beiden Töchtern 12/14 im Dachzelt unterwegs – sowohl im Süden (KTP) als auch im Norden (Etosha).
Die Temperaturen können unabhängig vom Breitengrad extrem unterschiedlich sein, sodass man auf alles vorbereitet sein muss. Wir hatten zu Anfang in Windhoek, Bagatelle und Mata Mata morgens Minusgrade und abends wurde es nach Sonnenuntergang um 17.15 ebenfalls schlagartig kalt. Morgens wird es aber genauso schnell auch wieder warm, sobald die Sonne da ist. Tagsüber immer sonnig und so knapp 20°C. Dann hatten wir im KTP auch mal unwetterartige Regenfälle mit Sturm und Hagel, was aber wohl eher die Ausnahme ist. Danach wurde es dann immer wärmer, so dass man abends entspannt draußen sitzen konnte und auch morgens Frühstück in Shorts und Flip Flops angesagt war. Tagsüber dann so bis 34°C. Am Ende im Etosha und in Windhoek dann aber wieder die Kühlschranknummer.
Auch das Temperaturempfinden ist ja sehr unterschiedlich. Die Kinder haben kaum gefroren und wenn ich noch im T-Shirt rumlief, hatte meine Frau schon 2 Schichten Fleece übereinander an.
Unbedingt gute Skiunterwäsche, warme Jacken, dünne enge Fleecehandschuhe, Mützen und wenn möglich zusätzlich eigene Schlafsäcke mitnehmen. In Windhoek dann noch günstige Decken kaufen.
Belohnt wird man mit idealen Tagestemperaturen für alle Aktivitäten und der völligen Abwesenheit
von lästigen Insekten.
Liebe Grüße
Philipp
Siby68 Beiträge · seit 201125. Sept. 2012 · Hallo Kastenfrosch
Ja, ich stimme Sebastian 100 % zu. Campen überall in Namibia nur nicht an der Küste. Wenn es nicht gerade furchtbar neblig ist, dann habt ihr einen Sandsrurm erster Güte im August.
Lieber Gruss
Sibylle.
kowo359 Beiträge · seit 201025. Sept. 2012 · Hallo Kastenfrosch,
ich würde Windhoek nicht verkürzen. Fahrradtour durch Katutura wäre z.B. auch für die Kids toll. Geht aber öfter bergauf und bergab ( www.katuturatours.com ). Bisserl Kondition muss man haben. Ist tausendmal besser als sich von einem Guide reinfahren zu lassen und mal über den Soweto Markt zu laufen. Außerdem kommt das Geld dahin wo es hin soll.
Zwischen Sossusvlei und Swakop würde ich Zwischenstopp in Gobabeb machen. Die Forschungsstation ist interessant und die Dünen besser zum herumtollen als im Sossusvlei. Noch dazu bist du quasi allein. Die Landschaft ist wirklich einmalig. Für mich ganz klar unter den Top 5 Destinationen in Namibia.
In Swakop würde ich auch nicht unbedingt Campen (wobei ich das nicht ganz so rigoros sehe wie Sibylle. Weiter nördlich hast du das Meer und Einsamkeit und kannst dein Dachzelt direkt am Strand aufbauen), preiswert sind die Municipality Bungalows.
Etosha Safari Camp finde ich viel besser als Okaukuejo. Besonders der Campingplatz ist super. Wasserloch kannst du dir auch so angucken. (nachts natürlich nicht, das ist ein Argument). Aber wenn die Kids den ganzen Tag durch den Park gefahren werden habt ihr wahrscheinlich irgendwann sowieso keine Lust mehr auf Tiere (geht jedenfalls unseren so, die wollen immer Pferde und Kühe und keine Giraffen :)) sondern auf den kalten Pool.
Gruß aus Windhoek
Kowo
Reisemaus1'006 Beiträge · seit 200825. Sept. 2012 · Hallo Kastenfrosch,
wir waren zur selben Zeit dieses und letztes Jahr auf der Strecke unterwegs.
Ich würde Euch schon empfehlen erst den Norden zu machen, denn eigentlich sollte es wärmer werden je näher es dem September kommt. Etosha ist gar kein Problem, hatten wir tagsüber 30-36C und Nachts immer noch 15 Grad. Deshalb und auch weil der Etosha toll für Kinder (und nicht nur die) ist, würde ich versuchen dort mehr Tage zu bleiben, wie Hanna sagt. Drinnen campen, denn es gibt dort tolle beleuchtete Wasserlöcher und Du bist früh genug dran und bekommst jetzt auch noch Campingplätze. Onguma Camp site ist alternativ zu Namutoni auch klasse und Du bist gleich an der Ostseite des Parks.
In Windhoek wüde ich auch nur max 1 Nacht bleiben. Wir waren schon in der Pension Onganga. Hat schöne Familienszimmer und ist nicht so teuer.
Im Süden war das Wetter letztes Jahr gut, aber dieses Jahr hatten wir Anfang September früh morgens leider auch nur 2-5 Grad. Tagsüber an die 25 Grad. Das war eine Kaltfront aus Südafrika und wohl auch nicht typisch für die Jahreszeit, aber man weiss halt nie. Wie Guido schreibt, Nachts ist das kein Problem, nur morgens rauß und Zelt abbauen kostet etwas Überwindung. Wenn die Sonne aufgeht wird es aber schnell angenehm warm.
Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich
Viele Grüße
Doro
KastenfroschThemenstarter7 Beiträge · seit 201225. Sept. 2012 · Vielen Dank, für Eure Tipps!
Habe jetzt schon mal Rivendell gedanklich eingebucht, ebenso Alternative Space in Swakopmund.
Unsicher bin ich mit gerade in der Südostecke.
Red Dune auf jeden Fall.
Dann Mesosaurus??
Und Hanne schrieb, dass vor Namtib vielleicht ein Zwischenstopp in Aus gut wäre. Wäre das dann Klein-Aus Vista?
Danke für die Kleidertipps. Wenn man die Temperaturtabellen sieht, vergisst man schnell, dass sie die monatlichen Durchschnittstemperaturen anzeigen und es logischerweise "in Echt" natürlich deutlich extremer werden kann...
Also Skiunterwäsche rein in die Tasche... Die wird natürlich immer voller.
Und das zu fünft. Wenn es ein 4x4 sein muss, hat dann ein Defender ein besseres Platzangebot als andere 4x4? Oder gibt sich das nichts? VW-Bus wär ja mehr Platz, aber ist nicht 4x4 und vermutlich nix für Dachzelt.
Sorry, aber je weiter ich reindenk, umso mehr fällt mir ein.
Viele Grüße
Kastenfrosch
Logi16,9k Beiträge · seit 201226. Sept. 2012 · Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤩
Info-Namibia497 Beiträge · seit 201226. Sept. 2012 · Hallo Kastenfrosch,
vom dramaturgischem Aufbau ist Etoscha am Ende der Reise sinnvoller, denn wenn für die Kids mal ne Strecke etwas lang rüberkommt, kann man sie mit dem Highlight Namibias schlechthin vertrösten.
Ich würde von entweder Red Dune oder Bagatelle ganz kürzen. 2 Tage Mesosaurus Fossil Camp ist wirklich zu empfehlen. Ein Abstecher nach Aus macht eigentlich nur Sinn, wenn man auch nach Lüderitz will oder unbedingt die Wildpferde anschauen möchte. Besonders die Eagles Nest Chalets von Klein-Aus Vista sind zwar sehr schön, aber diesen Abstecher nach Aus könnt ihr rauslassen.
Mein Vorschlag wäre dann noch anstelle des Damaralandes (Aabadi) ins Erongo zu fahren. Ich war mit meinen 2 Kindern letzthin bei Ameib campen und wir fanden es unheimlich interessant Bull's Party und die Phillips Höhle zu besuchen. Sehr schön da! Weiterhin kann man noch einen Abstecher zu den San nach Omandumba machen, das lohnt mit Kindern immer.
Liebe Grüße,
Sebastian
KastenfroschThemenstarter7 Beiträge · seit 201226. Sept. 2012 · Hallo Logi,
eine Ferienwohnung wäre auch möglich, klar. Daran hatte ich noch nicht gedacht, weil wir nur drei Tage bleiben wollen.
Werde mal suchen. Oder hast du einen Tipp?
Viele Grüße
Kastenfrosch