Tobias123Themenstarter101 Beiträge · seit 201216. Sept. 2012 · #1Hallo zusammen,
da wir ein paar Nächte direkt im Park (2xOkaukuejo, 2xHalali) und anschließend am östlichen Parkeingang (Mushara Bush Camp) verbringen werden, schaue ich gerade, was man von den Unterkünften aus unternehmen kann.
Eine Pirschfahrt bei Nacht wurde hier im Forum mehrfach empfohlen. Die würden wir gerne machen. Tagsüber würden wir wohl eher auf eigene Faust mit unserem Wagen umher fahren....oder gibt es irgendwelche interessanten Touren, die man nicht auslassen sollte?
Ansonsten: wohin lohnt sich die Fahrt mit dem eigenen Fahrzeug ganz besonders nach eurer Meinung? Einfach drauf losfahren, oder gibt es Stellen/Orte, wo man unbedingt vorbeischauen sollte?
Viele Grüße
Tobias
jaw2'048 Beiträge · seit 200716. Sept. 2012 · #2Hallo Tobias,
es gibt natürlich Wasserlöcher die sehr gute Tiersichtungen erwarten lassen. Aber dies hängt immer von der Jahreszeit und anderen Bedingungen (vorangegangene Veldbrände) etc. ab.
In Halali und Okaukuejo sind die beleuchteten Wasserlöcher sehr interessant. Währen Okaukuejo oft die ganze Nacht Programm hat, so kommt in Halali recht zuverläßig ein oder mehrere Rhinos sowie eine Leopard wenn die "Normalbesucher" noch beim Essen sitzen.
In allen Camps liegen Bücher aus, in die die Besucher ihre Sichtungen eintragen können. Es lohnt sich immer hier einen Blick hineinzuwerfen. Auch das Sprechen mit den Fahrern der Fahrzeuge für die Game-drives lohnt sich. Ich geben denen auch immer eine Hinweis, wenn ich eine besondere Sichtung habe, die sie noch anfahren können. Deren Trinkgeld hängt auch nicht unwesentlich vom Erfolg ihrer Tour ab. Ich hatte letze Woche z.B. an 2 Wasserlöchern träge, stundenlang rumliegende Löwen und unter einem Busch auf freier Strecke eine dösende Hyäne. Wenn so ein Guide das ankündigen und zielgerichte anfahren kann, dann sind seine Gäste überglücklich. Naja - und man muss die Tiere auch sehen. Ich habe am Wasserloch Riedfontein 2 Stunden Löwen zugesehen. 2 Weibchen lagen relativ gut sichtbar nahe am Wasser und ein Mähnenlöwe ca. 40 m neben meinem Auto im Schatten eines Busches. In der Zeit sind sehr viele Autos kurz gekommen, habe die Zebras und Kudus auf der anderen Seite angesehen und sind nach 2 Minuten weitergefahren. Die Löwen hat überhaupt nur jedes 3. oder 4. Auto gesehen und das Männchen eigentlich nur, wenn ich darauf aufmerksam gemacht habe.
Geführte Game-Drives lohnen sich aber eigentlich nicht , wenn du gute Augen und ein vernünftiges Auto hast. Ansonsten hast du den Vorteil, dass die Guides viel mehr sehen als du evtl. selbst. Die Hyäne hätte ich auch nicht entdeckt, wenn dort nicht ein Gruppenfahrzeug gestande wäre und ich gefragt hätte, was dort liegt. Der Nachtdrive ist da eine Ausnahme, weil nach Sonnenuntergang darfst du selbst nicht mehr aus dem Camp raus.
Ansonsten kann man vom Onkoshi-Camp aus wohl geführte Wanderungen über die Salzpfanne machen. Genaues weiß ich aber nicht, ich kenne nur Leute die das 2010 gemacht haben.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Burschi4'140 Beiträge · seit 200917. Sept. 2012 · #3Hallo Tobias,
kann jaw zuerst mal zustimmen. Bei den Übernachtungen würde ich auch Okaukuejo und Halali bevorzugen. Außerhalb gibt es ein paar Wasserlöcher, die man unbedingt anfahren sollte und länger verweilen sollte, weil sie häufig von vielen Tieren (besonders in der Trockenzeit)aufgesucht werden. So ist Goas z.B. ein Ort mit immer guten Sichtungen. Im Osten dann unbedingt Chudop und Klein Namutoni. In Tsumcor finden sich häufig große Elefantenherden. Richtung Westen sind dann Gemsbockvlagte, Olifantsbad und Newbronnii zu empfehlen. Bei Homob finden sich häufig Löwen, ebenso bei Okondeka, wenn du gleich nach Toröffnung hinfährst. Grundsätzlich gilt das von jaw Gesagte.
Gruß:
Burschi
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Tobias123Themenstarter101 Beiträge · seit 201217. Sept. 2012 · #4Vielen Dank an euch beide 🙂
Die Infos helfen mir sehr. Komischerweise steht in unseren Reiseführern dazu recht wenig.
Ich suche mir gerade die Stellen auf der Karte heraus und füttere das Navi.
Viele Grüße
Tobias
giraffenmog649 Beiträge · seit 200717. Sept. 2012 · #5Hallo,
für die Mitte würde ich als Punkte, die ich immer anfahre noch Salvadora (unglaublich viele Springböcke und schöner Blick über die Pfanne) und Rietfontein ergänzen. Um Salvadora herrum gibt es Wege, die direkt an der Pfanne entlang führen - landschaftlich ein Highlight für mich.
Rietfontein am Nachmittag ist ein Traum für Fotos, da das Wasser und das grüne Riet Farbe in die Bilder bringt.
Im Norden habe ich in Aroe sehr viele Elefanten gesehen. Hier scheint es einen direkten Trampelpfad zwischen Tsumcor und Aroe zu geben. Die selben herden, die in Tsumcor auftauchen, kann man oft einige Zeit später hier noch einmal erleben und Ihnen dann dabei zusehen, wie sie das Flussbett entlanggrasen.
Klein Namutoni ab 15:00 ist MUSS, weil hier die Giraffen dann zum Tee treffen. Alle Methoden aus 4 Meter Höhe die Nase auf Wasserlevel zu bekommen, werden dan hier demonstriert - oft sogar von nebeneinader stehenden Tieren.
Der Digdig-Drive ist ebenfalls ein muss. Schön langsam fahren - dann werdet Ihr dort die kleinen Antilopen sehen, nach denen der Drive benannt ist. Ich bin bisher noch nie umsonst dort gewesen!
LG elli