OLolloThemenstarter57 Beiträge · seit 201005. Sept. 2012 · #1Liebe Forumsmitglieder,
nachdem ich im letzten Jahr für unsere Südafrikareise mit anschließendem Botswanaaufenthalt so gute Ratschläge bekommen habe, möchte ich mich wieder an euch wenden. Das Afrikavirus hat uns angesteckt, so dass wir überlegen 2013 nach Namibia zu fliegen. Wir, dass sind wieder meine Frau, ich und unsere dann 10 jährige Tochter.
Folgende Überlegungen führten dazu, dass wir eigentlich nicht sofort auf Namibia gekommen sind: Aufgrund der Schulferien sind wir auf den Juli beschränkt. Also ist ersteinmal das Wetter ein Thema. Mit welchen Temperaturen bzw. Wolken oder Sonne muss man denn wirklich rechnen? Außerdem hat uns ein wenig abgeschreckt, dass wir allein, sprich mit einem Auto, unterwegs sind. Hier waren die Reifenpannen Thema. Ein Reifen wechseln ist o.k., aber ein Mietwagen hat in aller Regel auch nur ein Ersatzrad. Was ist, wenn 5 kmm weiter, der nächste platzt?
Aber letztendlich ist Namibia doch zu schön, um nicht dort gewesen zu sein. Deswegen folgende Überlegungen:
- Dauer ca. 3 Wochen
- Nach dem Motto: weniger ist mehr, wollen wir den Süden auslassen
- Übernachtungen in Gästehäusern oder Lodges
Unsere Interessen sind Tiere und Landschaft. Deswegen soll natürlich Etosha und auch Sossuvlei (obwohl dann doch schon im Süden) dabei sein.
Ist es sinnvoll, sich für die 3 Wochen drei Hauptpunkte für die Übernachtung zu suchen (Was wäre dann, neben den genannten beiden, das dritte Gebiet? Swakopmund oder um Twyfelfontein oder aufgrund des Wetters ganz wo anders?) Oder ist es besser, doch eine Rundreise zu machen? Im oder am Etosha sollten es aber schon mind. 4 Übernachtungen sein (ein oder zwei Standorte, was ist besser?). Sonst wären schon 2 Übernachtungen überall stressfreier.
Ich würde mich freuen, wenn Ihr uns bei der Planung unterstützen würdet.
viele Grüße
Dirk
ANAnnagreta97 Beiträge · seit 200805. Sept. 2012 · #2Hallo Dirk,
erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluss, Namibia zu bereisen. Das Land ist wunderschön- uns gefällt es viel besser als Südafrika, weil es afrikanischer ist.
Die Reisezeit Juli ist prima. Deshalb fahren wir im Juli 2013 auch wieder hin- diesmal für 4 Wochen, allerdings sind wir auch 9 Tage in Botswana.
Ihr werdet tagsüber einen wolkenlosen Himmel und Temperaturen um die 20-25° vorfinden. Für uns Europäer ideal. Allerdings kann es morgens und abends ziemlich kalt werden. Dicke Jacken wären also nicht schlecht. Und das Zwiebelprinzip kommt so täglich zum Tragen.
Abends ist es um 18 Uhr dunkel, morgens um 6 Uhr hell. Ihr solltet also euren Tagesrhythmus daran ausrichten. Steht also früh auf, dann habt ihr mehr vom Tag.
Ich würde auf jeden Fall eine Rundreise planen. Das Fahren auf den berühmt-berüchtigten namibischen Pads ist halb so wild. Meistens sind diese Straßen recht ordentlich zu befahren. Klar, man sollte nicht rasen und vorsichtig sein. Der Weg ist das Ziel! Also nehmt euch nicht zu lange Tagesetappen vor.
Wir waren übrigens schon mehrfach dort, haben fast das gesamte Land bereist- und noch nie einen Platten gehabt. Also, lasst euch nicht einschüchtern. Es kommt wirklich darauf an, wie vorsichtig man fährt. Schaut euch aber bei der Wagenübernahme gut die Reifen an!
Und sollte es doch mal ein Platter sein- ihr werdet Hilfe finden. Denn so einsam ist es leider nicht mehr in Namibia, zumindest auf den gängigen Touristenrouten. Außerdem ist man überall auf "Reifen flicken" eingerichtet.
Gute Idee, überall mindestens zwei Nächte zu bleiben- und den Süden wegzulassen. Der ist zwar landschaftlich wunderschön, aber für Kinder sind halt Tierbegegnungen spannender.
Ich würde folgende Route vorschlagen:
Windhoek - Kalahari bei Mariental - Sossusvlei - Swakopmund - Erongo - Ugab Terrassen - Etosha - Waterberg - Windhoek. Da habt ihr eine schöne Steigerung drin. Und müsst nicht hetzen.
Übernachtet, wenn möglich, auf Gästefarmen. Die sind in der Regel schön, gemütlich, man hat fast Familienanschluss, das Essen ist ok, man findet immer jemanden zum Reden und erfährt viel über Land und Leute. Außerdem gibt es dort immer Haustiere aller Art. Das wäre für eure Tochter auch ganz schön, so sie denn Tiere mag. Aber das glaube ich schon. Außerdem stimmt da noch das Preis-Leistungsverhältnis. Die Lodges haben preislich mächtig zugelegt. Einiges ist schon fast unverschämt zu nennen.
Hier und da kann es aber schon mal eine schöne Lodge sein. Oft ist die Lage klasse und das Ambiente sehr schön. Auch das Essen ist oft super.
Ich persönlich halte nicht viel von den Lodges, die über einen "Privatzoo" mit wilden Tieren verfügen. Die gibt es leider ziemlich oft - und sie treffen damit offensichtlich einen Publikumsgeschmack. Ich mag Tiere lieber in Freiheit. Und davon werdet ihr genug in Etosha sehen.
In Etosha würde ich Camps im Park buchen. Es gibt dort nämlich tolle Wasserlöcher mit richtig viel tierischem Betrieb. Auch abends kann man dort prima sitzen. Die Camps müssen aber früh gebucht werden. Wir machen das 1 Jahr vorher.
Wenn du möchtest, dass ich bei den Unterkünften unsere guten Erfahrungen weitergebe, nur sagen.
Andere Fomis können sicher auch vieles dazu beitragen. Denn eigene Erfahrungen sind halt subjektiv. Und die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Vielleicht schreibst du einfach mal, was für euch wichtig ist. Dann ist es etwas einfacher.
Was ihr auf keinen Fall auslassen solltet, sind zwei Ausflüge von Swakopmund aus: die Bootstour von Walvisbay aus ( Levo oder Mola Mola ) und die Living Desert Tour mit Chris Nel. Bei ersterer seht ihr viele Robben ( sie kommen sogar aufs Boot zum Streicheln ), Pelikane etc. ganz nah. Bei der zweiten erklärt euch Chris die kleine Tierwelt der Wüste- hinreißend! Und für eure Tochter sicher ein Highlight. Chris ist einfach umwerfend!
Also, schreib ruhig auf, was du wissen willst und ansonsten viel Spaß beim Planen!
Annagreta
OLolloThemenstarter57 Beiträge · seit 201005. Sept. 2012 · #3Hallo Annagreta,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Damit steht eigentlich der Entschluss fest, nächstes Jahr nach Namibia zu reisen.
Ich werde mir Deine Vorschläge bezüglich der Reise die nächsten Tage genauer anschauen und anschließend den detailierten Plan bezüglich der Route zur Diskussion stellen. Dann kommt natürlich auch die Frage nach den genauen Unterkünften.
Für zwischenzeiltlich weitere Informationen bin ich immer dankbar.
viele Grüße
Dirk
TSTsumeb75 Beiträge · seit 201105. Sept. 2012 · #4Hallo,
Namibia ist sehr gut alleine bereisbar, wenn man sich an einige (Sicherheits-)Regeln hält.
Die Straßen konnten im August 2012 sehr gut befahren werden (inkl. der Schotterpads) wir hatten einen Toyota Hilux mit entsprechender Bodenfreiheit. Leider ist die Beschilderung teilweise dürftig, da hilft eine gute Straßenkarte (25 Rand).
Ich rate davon ab, drei Standorte für den Urlaub zu wählen, dafür ist das Land einfach zu groß und die Sehenswürdigkeiten liegen oft weit auseinander.
Wetter wurde schon gut beschrieben, kann ich nur so bestätigen.
Reifenpanne kann ich nicht bestätigen, fast bei jedem Afrikaurlaub mindestens 1 Reifen gewechselt, hat m. E. nix mit der Fahrweise zu tun (diesmal Draht und einen Nagel). Die Schotterpads sind einfach Reifenfresser.
Da ich diesmal 2 Reifen und eine Windschutzscheibe als Schaden hatte, rate ich jedem auf einen entsprechenden Versicherungsschutz zu achten, da die Mietwagenfirmen offiziell keine geflickten Reifen akzeptieren. Aber was will man mitten im Nirgendwo (kein Reifenhändler) sonst machen, da überlegen die sich noch eine Antwort.
Haltet Euch an die Geschwindigkeitsbegrenzung, die Tickets sind in Nam deutlich teurer als in D und es wird relativ oft geblitzt.
Die Nationalparks Etoscha und Waterberg könnt ihr definitiv auch über z. B. Dertour buchen (manchmal günstiger als bei der chaotischen Nationalparkverwaltung). Die Nationalparks sind in dieser Reisezeit m. E. definitiv überteuert und der Standard sinkt (auch wenn die Zimmer erst vor einigen Jahren renoviert wurden). Versprecht Euch nicht zuviel vom Essen in den Camps!
Um die Reisekasse zu schonen würde ich wo möglich Pensionen ansteuern, da die Preise in Namibia oft deutlich überteuert sind.
Den Mietwagen würde ich von D bei einem großen Veranstalter buchen. Der Tipp mit der Inaugenscheinnahme der Reifen ist grundsätzlich sehr gut, dennoch sind die Verleiher nicht auf einen schnellen (Reifen)Wechsel eingestellt und es werden Reifen für gut befunden, die der Deutsche als Abfall bezeichnen würde (die Schotterpads fordern ihren Tribut).
Gruß Tsumeb
Nathalie6941 Beiträge · seit 201105. Sept. 2012 · #5Hallo Dirk
Wir waren diesen Sommer während der Schulferien mit unseren Kids (12+15) in Namibia unterwegs. Und sind alle restlos begeistert! Wie meine Vorschreiber schon sagen, es ist sehr angenehm und gut zu bereisen! Zu den Temperaturen kann ich sagen, dass wir in der Kalahari und Sossusvlei die kältesten Tage und Nächte hatten. Nachts fiel das Thermometer zum Teil unter null. Sobald die Sonne am Morgen wieder aufgeht wird es angenehm warm, 20-25 Grad.
Im Norden, Damaraland und Etosha-Gegend, hatten wir nachts ca. 10-12 Grad und tagsüber bis zu 30 Grad! Rund um Windhoek war es auch eher kühl, dies aber vor allem weil es ziemlich windig war. Aber, und das ist das Beste, immer blauen Himmel und Sonnenschein pur!
Swakop mit den 2 genannten Touren kann ich unbedingt empfehlen. Unsere Kinder waren begeistert! Wichtig finde ich auch noch, grade mit Kind, dass ihr die Tagesrouten nicht zu lange plant. Sonst wirds dann halt schon mal langweilig hintendrin;) Bei uns waren es in der Regel 3-4 Stunden pro Etappe. Kommt halt auch auf die Fotostopps und sonstigen Pausen an die man einlegt.
Viel Spass beim Planen und Vorfreuen! Diese Zeit ist so kostbar ... Denn hinterher kommt das Loch 🙁 Alles ist vorbei und das nächste mal noch nicht gebucht! Du siehst, auch wir sind schwer befallen vom Afrikavirus:)
piscator1'483 Beiträge · seit 200905. Sept. 2012 · #6Hallo Dirk
Du hast schon die wichtigen Empfehlungen bekommen. Als Ergänzung möchte ich zum Auto hinzufügen: Wenn es das Budget erlaubt, dann nehmt einen 4X4 und erkundigt euch, ob er auch wirklich Geländereifen hat. Unser Vermieter sagte uns, dass die 2 Lagen mehr in der Karkasse haben und dadurch stabiler sind. Nach unserer Erfahrung ist nicht das Profil das Problem, sondern die Fremdkörper ( Nägel, Scherben ) die auch ein gutes Profil killen. Viele Schäden treten auch an der Flanke und nicht direkt auf der Lauffläche auf. Deshalb ist mit vorsichtig fahren vielleicht auch gemeint, dass man sich tatsächlich an der Padmitte orientieren soll. Wir Europäer geraten sehr leicht beim Linksverkehr zu weit nach links, wo der Müll liegt. Ich werde nie vergessen, dass mir der Farmer, den ich auf seiner Farm als Beifahrer hatte, zurufen musste: „Rechts! Fahr rechts!!“ als ich auf einer 4X4 Strecke zu weit links ( Abgrund ) gefahren bin. Ich habe geglaubt, alles ok.
Für die Sicht ist ein 4X4 auch besser, weil man höher sitzt.
Gruß vom Piscator
Stefan.67115 Beiträge · seit 201205. Sept. 2012 · #7Hallo Dirk
die matchentscheidenden Antworten sind schon gefallen - Ihr werdet viel Freude haben unterwegs. Wetter im Juli ist bestens, bloss für die Nächte die Kälte nicht unterschätzen. Aber für diesen Zeck gibt es Decken und warme Pyjamas! Reifen wechseln kann passieren. Manchmal platzen sie fast im 2-Tages-Rhythmus, machmal geht's einen Monat lang ohne... Wichtigste Massnahme: Genug Reservezeit in den Tagesrouten einrechnen. So entsteht schon nicht erst ein Stress, wenn mal was schief läuft. Und im Notfall ist unsere Erfahrung, dass immer jemand hilft.
Nebst Etosha und Sossusvlei ergeben sich in 3 Wochen noch zahlreiche "Zwischenziele", die die Tour kilometermässig nicht viel verlängern, aber bereichern: Spitzkoppe, Erongo-Gebiet oder Sakopmund (mit Robben am Cape Cross) sind nur (die mir liebsten) Beispiele.
Twyfelfontein ist fantastisch, wenn man sich für Felsgravuren interessiert. Ich kenne mich nicht aus mit 10-jährigen Töchtern, aber in diesem Alter wäre ich damals wohl noch nicht soooo scharf darauf gewesen. Mit etwas Glück trifft man dort auf Elefanten und die Landschaft ist hübsch.
Ein kleiner Tipp: In der Region des Sossusvleis genug Zeit investieren. Im Windschatten des Sossusvleis scheint mir die Schönheit der restlichen Region dort manchmal fast etwas verloren zu gehen. Es gibt dort noch zahllose Orte in der Umgebung, die zum Verweilen einladen.
Gute Fahrt ohne Reifenpannen!!!!
Stefan
OLolloThemenstarter57 Beiträge · seit 201006. Sept. 2012 · #8Hallo liebe Formis,
vielen Dank für die Anregungen. Ich habe mal einen groben Plan zusammengestellt und würde gern Eure Meinung zur Route hören. Ich habe im Prinzip noch 3 Tage Luft. Deswegen wäre ich dankbar, wenn Ihr mitteilen könntet, wo man noch länger bleiben soll (Sossusvlei, Swakopmund, Erongo oder noch ein Tag länger im Etosha?)oder vielleicht die Route ändern sollte.
Wenn Ihr mir auch noch Tipps für Unterkünfte geben könntet (egal ob Lodge oder Gästehaus, die Lage ist entscheident und ein bißchen bequem darf es auch sein )
1. Tag
- Ankunft Windhuk
- Weiterfahrt Gocheganas ? (30km vom Flughafen)
2. Tag
- Fahrt über C24 und Spreetshoogte Pass nach Sossuvlei
3. Tag
- Sossuvlei
- Sesriem-Canyon
4. Tag
- Fahrt nach Swakopmund
5. Tag
- Swakopmund Ausflüge
o Walfisbay
o Living desert tour
6. Tag
- Fahrt nach Erongo (Ameib ranch?)
7. Tag
- Ausflüge
o Spitzkoppe
o Philps Cave
8. Tag
- Fahrt Richtung Twyfelfontein (Damaraland)
- Unterkunft Mowani Camp oder Vingerklip Lodge
9. Tag
- Ausflüge
o Petrified forest
o Felszeichnungen
10. Tag
- Fahrt zum Etosha NP (Westseite)
- Übernachtung Dolomitecamp
11. Tag
- Ausflüge im Etosha NP (Westseite)
- Übernachtung Dolomitecamp
12. Tag
- Fahrt innerhalb des Tages zum Okaukuejo camp
- Übernachtung im camp
13. Tag
- Fahrt innerhalb des Parkes
- Übernachtung im Halali camp
14. Tag
- Fahrt im Park zum Ostausgang
- Übernachtung außerhalb des Parkes (Onguma oder Mushara)
15. Tag
- Fahrt zum Waterbergplateau
- Übernachtung z.B. Kambaku
16. Tag
- Fahrt nach Windhuk
- Übernachtung Windhuk
17. Tag
- Abflug
Ich bin mir sicher, dass ich von Eurer reichhaltigen erfahrung profitieren werde.
vielen Dank und viele Grüße
Dirk
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 · #9Hallo Dirk,
mir gefällt Deine Tour ausgesprochen gut. Hier meine Kommentare:
1. Tag
- Ankunft Windhuk
- Weiterfahrt Gocheganas? (30km vom Flughafen)
Nicht ganz billig, aber auf jeden Fall ein guter Start zum "Ankommen". Wenn Du nicht in Windhoek bleiben willst und wenn Du es preiswerter haben möchtest, dann empfehle ich Dir das Lake Oanob Resort. Ca. 50 bis 60 km weiter als Gocheganas. Die Chalets direkt am Wasser sind wunderschön (zweigeschossig und in jedem Geschoss Schlafzimmer und Bad, dazu unten eine Wohnküche mit Fernseher und vor der Tür eine Art Terrasse mit Grillplatz). Man kann aber auch im Restaurant essen, das solltest Du nur bei der Ankunft dann anmelden.
2. Tag
- Fahrt über C24 und Spreetshoogte Pass nach Sossuvlei
Auf dem Weg zum Spreetshoogte musst Du zweimal aufpassen, dass Du den Abzweig nicht verpasst und zwar einmal auf der C 24 wenn es nach rund 45 km rechts ab auf die D 1261 nach Nauchas geht und in Nauchas direkt, dass Du da den Abzweig auf die D 1275 nicht verpasst. Wenn Du dem Wegweiser Solitaire folgst und auf der D 1261 bleibst, landest Du sonst beim Remshoogte Pass. Auch sehr schön, aber lange nicht so spektakulär wie der Spreetshoogte.
3. Tag
- Sossuvlei
- Sesriem-Canyon
Ich würde hier den ersten freien Tag "verbraten" und die erste Nacht in der Namib Desert Lodge verbringen. Die liegt ca. 30 km nach Solitaire und ca. 50 km vor Sesriem. Nach meiner Schätzung kommst Du gegen Mittag dort an und dann könntest Du entweder eine herrliche Wanderung über die Versteinerten Dünen machen (Dauer 3 - 5 Stunden) oder - wenn Du es nicht so mit dem Laufen hast oder es schon zu spät ist - zumindest am Nachmittag den Scenic Drive mitmachen. Die Landschaft ist einmalig.
NEU: 4. Tag
Fahrt von der Namib Desert nach Sesriem. Du musst nicht unbedingt mitten in der Nacht dorthin fahren, sondern es reicht, wenn Du nach dem Frühstück los fährst. Dann bist Du gegen 9.00/10.00 Uhr da, checkst im Hotel ein Sossus Dune Lodge im Park (wichtig, wenn Du abends länger im Park sein willst oder wenn Du zum Sonnenaufgang am nächsten Morgen in den Park willst)
oder Sossusvlei Lodge oder Sossus Desert Camp. Das Camp ist die preiswertere Selbstversorger-Variante der Sossusvlei Lodge. Du kannst aber in der Lodge frühstücken und Abendessen.
Nach dem Einchecken wanderst Du durch den Canon wandern - nicht nur nach links zum Wasser, sondern danach nach rechts bis zum Ende, wo man die roten Dünen wieder sieht - und danach ins Vlei fahren. Ab Spätnachmittag bist Du da meist ziemlich allein und Du hast wunderbares Fotografierlicht. Die Wanderung zum Dead Vlei am Ende ist ein Muss. Das Besteigen des Big Daddy eine Konditionsfrage (1 - 2 Stunden Aufstieg) und das Besteigen der Sossusvlei Dune ein Fast-Muss (25 - 30 Minuten Aufstieg).
5. Tag
morgens würde ich noch einmal auf die Elim Düne zum Sonnenaufgang oder - wenn Du der Masse folgen willst - auf die Düne 45. Danach dann zurück und gegen 10.00 Uhr
- Fahrt nach Swakopmund
Übernachtungsmöglichkeiten sind eine Frage des Geldbeutels. Das Beach Hotel (ganz neu und das Hansa) empfehle ich Dir für höhere Ansprüche, die Beach Lodge mit dem herrlichen Lokal Wreck für gehobene und das Schweizer Haus und das Rapmund u. a. für mittlere Ansprüche
NEU 6. Tag
- Swakopmund Ausflüge
o Walfisbay
o Living desert tour
Beides an einem Tag geht nicht, da beide Touren morgens stattfinden. Mir gefällt die Delfintour in Walvis Bay besser, aber das ist Ansichtssache.
NEU 7. Tag: Ein weiterer Deiner Reservetage ist verplant. Mache eine Fahrt ins Swakop- oder Khan-Rivier. Wenn Du einen 4 x 4 hast und Sanderfahrung besitzt, kannst Du das selbst machen, sonst bei Georg Erb mal nachfragen. Oder fahre mal über die B 2/D 1991 zur Oase Goanikontes und fahre von da am Nachmittag (aber nur bei gutem Wetter) mal auf den Rössing Berg rauf.
8. Tag
- Fahrt nach Erongo (Ameib ranch?)
9. Tag
- Ausflüge
o Spitzkoppe
o Philps Cave
Die Ameib ist m. E. eine gute Wahl für diese Ausflüge.
10. Tag
- Fahrt Richtung Twyfelfontein (Damaraland)
- Unterkunft Mowani Camp oder Vingerklip Lodge
Auch eine gute Wahl und ich könnte mich nur schwer zwischen beiden Unterkünften entscheiden. Landschaftlich liegen beide ganz hervorragend, aber sehr unterschiedlich. Von der Lage bevorzuge ich die Mowani auf der D 2612 wegen der tollen Anfahrt. Aber das ist Geschmackssache.
11. Tag
- Ausflüge
o Petrified forest
o Felszeichnungen
12. Tag
- Fahrt zum Etosha NP (Westseite)
- Übernachtung Dolomitecamp
13. Tag
- Ausflüge im Etosha NP (Westseite)
- Übernachtung Dolomitecamp
Ich würde da schon weiterfahren nach Okaukuejo. Im Juli ist das Wasserloch bestimmt noch nicht von lauten Gruppen überlaufen und es ist das Beste, was die Etosha an Wasserlöchern zu bieten hat. Ansonsten lies bei der Rezeption im Tiersichtungsbuch nach, was wo gesehen wurde und bei Löwensichtungen nix wie hin. Meist verweilen die länger bei ihrem Riss oder in der Nähe des Risses.
14. Tag
- Fahrt innerhalb des Parks
- Übernachtung im camp
Die Wasserlöcher Ondeka, Nebrowni, Gemsbok Vlakkte, Olifantsbad, Homob - sind ein absolutes Muss.
15. Tag
- Fahrt innerhalb des Parkes
- Übernachtung im Halali camp
Auch das Wasserloch von Halali lohnt abends einen Besuch. Auf der Fahrt dahin die o. a. genannten Wasserlöcher und dann noch unbedingt Salvadora und Rietfontein besuchen.
16. Tag
- Fahrt im Park zum Ostausgang
- Übernachtung außerhalb des Parkes (Onguma oder Mushara)
Ich bin ein Onguma-Fan und würde dort noch den letzten freien Tag anhängen. Die Wasserlöcher Tsumcor, Andoni, Chudop, Kalkheuvel und Klein Namutoni sind immer gut für Löwen oder badende Elefanten. Das kann man ruhig zweimal hintereinander machen. Auf dem Weg zum Ostausgang auch die Wasserlöcher Goas und Springbokfontein keinesfalls auslassen.
17. Tag
- Fahrt zum Waterbergplateau
- Übernachtung z.B. Kambaku
ohne Kommentar
18. Tag
- Fahrt nach Windhuk
- Übernachtung Windhuk
Zum Abschluss würde ich mir das Besondere gönnen: Die Heinitzburg und dazu noch eine Stadtrundfahrt mit Carsten Möhle.
19. Tag
- Abflug
Guten Flug nach einem hoffentlich tollen Urlaub.
Viel Spaß bei der weiteren Planung und liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
PS: Mit dem Buchen würde ich nicht zu lange warten - Juli schon Saison und die NWR-Unterkünfte in Sesriem und in der Etosha sind schnell ausgebucht.
OLolloThemenstarter57 Beiträge · seit 201006. Sept. 2012 · #10vielen Dank für die Antworten !!
Der Virus ist ausgebrochen und ich habe direkt den Flug gebucht. Nun kommen auch schon weitere konkrete Fragen.
Da wir über Johannesburg anreisen, sind wir erst 14.20 Uhr in Windhoek. Ich glaube, am besten ist dann wahrscheinlich, sich vom Mietwagenverleiher abholen und in ein Stadthotel bringen zu lassen. Am nächsten Tag würden wir dann das Auto übernehmen und z.B. zur vorgeschlagenen Namib Dessert Lodge fahren. Wie lange fährt man ungefähr für diese Strecke? Oder gibt es bessere Alternativen?
viele Grüße
Dirk
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 · #11Hallo Dirk,
das Auto würde ich auf jeden Fall am Ankunftstag übernehmen und auch die Strecke bis Gocheganas bzw. Rehoboth noch "auf mich nehmen". Das ist m. E. nicht so schlimm.
Natürlich könnt Ihr aber auch erst eine Nacht in Windhoek (mein Vorschlag wäre dann Casa Blanca) verbringen und dann am nächsten Tag zur Namib Desert Lodge fahren. Die Strecke über Rehoboth, Spreetshoogte ..... ist ungefähr 300 km lang und an einem 3/4 Tag gut zu schaffen.
Es wäre nur schade, wenn Ihr nicht mehr rechtzeitig zum Scenic Drive ankommt.
Die beste Medizin gegen den Virus ist sich viel mit Lektüre und Planung und Buchen zu befassen, so dass Ihr ihn einigermaßen unter Kontrolle halten könnt.
Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
Namib Tom841 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 · #12ollo schrieb:vielen Dank für die Antworten !!
Der Virus ist ausgebrochen und ich habe direkt den Flug gebucht. Nun kommen auch schon weitere konkrete Fragen.
Da wir über Johannesburg anreisen, sind wir erst 14.20 Uhr in Windhoek. Ich glaube, am besten ist dann wahrscheinlich, sich vom Mietwagenverleiher abholen und in ein Stadthotel bringen zu lassen. Am nächsten Tag würden wir dann das Auto übernehmen und z.B. zur vorgeschlagenen Namib Dessert Lodge fahren. Wie lange fährt man ungefähr für diese Strecke? Oder gibt es bessere Alternativen?
viele Grüße
Dirk
Hallo Dirk,
wenn ihr um 14.20 ankommt dauert es mindestens nochmals 45 Minuten bis ihr die Einreiseformalitäten hinter euch habt. Dann dauert die Fahrt nach WDH nochmals 35 Minuten. ... Autoübernahme solltet ihr meiner Meinung auch schon am Ankunftstag erledigen (ihr habt dann mehr Zeit für die Fahrt in die Namib). Rechnet also mal damit, daß ihr so gegen 16 bis 16.30 euer Fahrzeug dann in Bewegung setzen könnt.
Da es aber schon so um 17.15 Uhr dunkel wird reicht es gerade noch für die ersten Einkäufe. Dadurch empfiehlt sich eine Übernachtung in Windhoek.
Grüße aus Swakopmund
Namib Tom
Abenteuer in Namibia
individuelle Reisen durch Namibia
OLolloThemenstarter57 Beiträge · seit 201007. Sept. 2012 · #13Hallo liebe Formis,
hier der letzte Stand mit einem Luxusproblem: Da der Rückflug erst am 17. Juli ist, habe ich noch einen Tag zur Verfügung. Wo sollten wir Eurer Meinung nach einen Tag länger verbringen um weitere Ausflüge zu machen. Was mir noch fehlt ist ein Besuch in einem Dorf bei Einheimischen. Oder ich lasse das Waterbergplateau weg und nutze die dann 2 zusätzlichen Tage für einen größeren Abstecher nach Keetmannshoop. Ist das in 2 Tagen zu machen? Das würde bedeuten Tag 2 Anfahrt nach Keetmannshoop und Tag 3 die dortigen Ausflüge. Tag 4 wäre dann Fahrt nach Sossuvlei. Oder ist das zu stressig?
1. Tag (28. Juni)
- Ankunft Windhuk 14.20 Uhr
- Übernahme Mietwagen
- Unterkunft in Windhuk oder Fahrt zum Lake Oanob resort
2. Tag (29. Juni)
- Fahrt über C24 und Spreetshoogte Pass nach Sossuvlei
- Übernachtung in Namib Desert Lodge
- Scenic Drive mit Sondowner
3. Tag (30 Juni)
- Fahrt nach Sesriem
- Sesriem-Canyon am Vormittag
- Sossuvlei am Nachmittag
- Übernachtung in Sossus Dune Lodge
4. Tag (1. Juli)
- Sossuvlie am Vormittag
- Fahrt nach Swakopmund
- Übernachtung ?
5. Tag (2. Juli)
- Swakopmund Ausflüge
o Walfisbay
6. Tag (3. Juli)
- Swakopmund Ausflüge
o Living desert tour
o Oase Goanikontes
7. Tag (4. Juli)
- Fahrt nach Erongo
- Übernachtung Ameib ranch?
8. Tag (5. Juli)
- Ausflüge
o Spitzkoppe
o Philps Cave
- Übernachtung Ameib ranch?
9. Tag (6. Juli)
- Fahrt Richtung Twyfelfontein (Damaraland)
- Unterkunft Mowani Camp oder Vingerklip Lodge
10. Tag (7. Juli)
- Ausflüge
o Petrified forest
o Felszeichnungen
- Unterkunft Mowani Camp oder Vingerklip Lodge
11. Tag (8. Juli)
- Fahrt zum Etosha NP (Westseite)
- Übernachtung Dolomitecamp
12. Tag (9. Juli)
- Ausflüge im Etosha NP (Westseite)
- Übernachtung Dolomitecamp
13. Tag (10. Juli)
- Fahrt innerhalb des Parkes zum Okaukuejo camp
- Übernachtung im camp
14. Tag (11. Juli)
- Fahrt innerhalb des Parkes
- Übernachtung im Halali camp
15. Tag (12. Juli)
- Fahrt im Park zum Ostausgang
- Übernachtung außerhalb des Parkes (Onguma oder Mushara)
16. Tag (13. Juli)
- Game drive
- Übernachtung außerhalb des Parkes (Onguma oder Mushara)
17. Tag (14. Juli)
- Fahrt zum Waterbergplateau
- Übernachtung z.B. Kambaku
18. Tag (15. Juli)
- Fahrt nach Windhuk
- Übernachtung Windhuk
19. Tag (16. Juli)
- Abflug 11.20 Uhr
Ihr sehr, je detailierter man plant, umso mehr Fragen kommen. Aber irgendwie sollte es schon stehen, damit ich die Unterkünfte buchen kann. Ich würde mich freuen, wenn ich zahlreiche Meinungen zu hören bekomme.
viele Grüße
Dirk
Stefan.67115 Beiträge · seit 201207. Sept. 2012 · #14Hallo Dirk
Du hast zahllose Möglichkeiten, Dein Luxusproblem eines 'überzähligen' Tages zu lösen.
Gleich vorweg: 2 Tage für Keetmanshoop würde ich nicht aufwenden. Das gibt bloss eine Raserei - der Besuch dieser Region bringt's nur, wenn Du mindestens den Fish River Canyon mitanhängst. Mit Deinem Zeitbudget und Deiner bisherigen Planung würde ich pers. den Süden einfach weglassen. Manchmal ist weniger mehr.
Du wälzt den Gedanken, ein Dorf zu besuchen? Dieses Unterfangen würde sich am ehesten mit 2 Zusatztagen nach Twyfelfontein einbauen lassen (z.B. Fahrt nach Sesfontein oder ins Camp Aussicht im Norden, in beiden Unterkünften lassen sich Ausflüge in Dörfer der Himbas organisieren - ich würde das der Sorgfalt zuliebe geführt tun). Ich persönlich würde das dem Waterberg 100x vorziehen.
Falls dies dann doch nicht in die engere Wahl kommt, weise ich nochmals auf meine Vorliebe fürs Sossusvlei hin. In dortigen Region gibt es noch zuhauf Orte, an denen das Verweilen wunderschön ist! Allein schon auf der Zufahrt zwischen Sesriem und Sossusvlei tut es im Herz weh, wenn man aus Zeitdruck im Wettlauf mit der auf- oder untergehenden Sonne an schönsten Landschaften nur noch vorbeibrettern muss...
Genüssliches Weiterplanen und lieber Gruss
Stefan
OLolloThemenstarter57 Beiträge · seit 201008. Sept. 2012 · #15Hallo Stefan,
vielen Dank für die Tipps.Ich denke, wir werden von Tweifelfontein für 2 Tage ins Camp Aussicht fahren und dort einen Ausflug in ein Dorf buchen.
Waterberg war schon von Beginn nicht der unbedingte Favorit.
viele Grüße
Dirk
ANAnnagreta97 Beiträge · seit 200809. Sept. 2012 · #16Hallo Dirk,
na, die Planung wird schon konkreter.
Ich hätte noch einige Vorschläge zu machen.
Wenn ihr erst nachmittags landet, würde ich nicht mehr so weit fahren. In Flughafennähe gibt es schöne Gästefarmen, die den Einstieg so richtig rund machen, z. die Etango Ranch, unmittelbar am Flughafen oder die Gästefarm Hohewarte, 30 km in Richtung Windhoek. Ihr habt dort eine direkte Ansprache und bekommt sicher auch viele Tipps.
Im Erongo Gebirge gibt es die wunderschöne Erongo Wilderness Lodge, leider ziemlich hochpreisig. Weiß nicht, ob Ameib noch existiert. Ich meine, mal gelesen zu haben, dass die Lodge verkauft ist. Schön ist auch Ai Aiba- etwa die gleiche Preisklasse wie Ameib.
Am Waterberg hat es uns toll gefallen. Die Waterberg Plateau Lodge ist klasse- der Ausblick ein Traum!
Den letzten Tag würde ich in der Immanuel Wilderness Lodge verbringen. Sie liegt etwa 20 km nördlich von Windhoek. Stefan und Sabine Hock sind tolle Gastgeber- und das Essen wirst du nicht mehr vergessen- superb! Und preislich ist alles überaus akzeptabel. Wir sind jedes Mal dort, wenn wir in Namibia sind.
Von dort aus kannst du auch bequem nach Windhoek fahren, wenn dir die Stadt noch anschauen willst.
Liebe Grüße
Annagreta
det-mil20 Beiträge · seit 201110. Sept. 2012 · #17Hallo Dirk,
also die Ameib gibts noch mit schönen lodges und der Möglichkeit zu Campen. Die ich glaub knapp 90-jährige Frau Kögel wohnt noch dort, hat aber die Ram in diesem Jahr an jüngere Pächter abgegeben.
Haben bulls party 2011 angeschaut (April) und übernachten im September 2012 wieder dort.
Das Abendessen (buffett) für 170 nam$ ist ganz ok!
Hoffe, Dir damit geholfen zu haben ;-))
LG und viel Spass