Impfung Tollwut und

11 Antworten · 7'863 Aufrufe · gestartet 29. Juli 2012 von marga274
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Themenstarter11 Beiträge · seit 201229. Juli 2012 · #1
Hallo,

wir reisen in 3 wochen mit unseren 2 Kindern (7 und 9 J) nach Namibia Norden. Bin am überlegen, ob wir die Kinder gegen Tollwut und meningokoken impfen sollen. Wer weiß was darüber??

Gruß Marga274
7'296 Beiträge · seit 200629. Juli 2012 · #2
marga274 schrieb:wir reisen in 3 wochen mit unseren 2 Kindern (7 und 9 J) nach Namibia Norden. Bin am überlegen, ob wir die Kinder gegen Tollwut und meningokoken impfen sollen. Wer weiß was darüber??
... die Impfung gegen Tollwut erfordert mehrere Impfungen. Eine am Tag X, die nächste sieben Tage später und dann erneut nach 28 Tagen. Man kann diese Impfung wohl auch auf Tag 21 vorziehen, aber selbst das scheint bei euch schon ein bißchen knapp. Vielleicht meldet sich Daktari noch mit genaueren Infos aber ich denke, es wird verdammt eng.

Ihr könnt natürlich noch in Namibia die letzte Impfung durchführen lassen ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'048 Beiträge · seit 200729. Juli 2012 · #3
Hallo Marga,
warum die Kinder und ihr nicht? Oder habt ihr diese Impfungen schon.
Also Meningokokkenimpfungen ist ohnehin eine nach der ständigen Impfkommission der deutschen Ärzte empfohlene Impfung für Kinder ab dem 2. Lebensjahr. Gehirnhautentzündungen sind in Namibia wesentlich häufiger als bei uns.

Anders sieht das mit der Tollwut aus. Es hängt natürlich davon ab, was ihr vor Ort vorhabt. Aber wer nicht mit Tieren einen engen Kontakt sucht (Jagd, Farming etc) und es schafft die Kinder von den süßen Erdmännchen (hohes Tollwutrisiko) fern zu halten, für den wäre diese Impfung sicher nicht erste Priorität. Ich würde schätzen, dass 95 % der Touristen und fast 100% der Einheimischen keine solche Impfung haben. Aber auch das solltet Ihr mit dem (Kinder-)arzt eures Vertrauens besprechen. Die Zeit für eine Tollwutimpfserie ist aber ohnehin schon zu kurz.

VIele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Themenstarter11 Beiträge · seit 201229. Juli 2012 · #4
Vielen Dank für eure Auskunft. Mein Kinderarzt hat mich auf die Typhus-Impfung hingewiesen auf Tollwut nicht. Die Menigokoken-Impfung wäre noch ausreichend oder. Es gibt verschiedene Typen A und C. Welche Impfung habt ihr??

Marga
319 Beiträge · seit 201229. Juli 2012 · #5
Also Tollwut wird, wie schon erwähnt, zeitlich eng. Davon abgesehen ist das Risiko in Namibia auch nicht höher als in Deutschland (warum beim Auswärtigen Amt für Namibia immer Tollwutimprung empfohlen wird ist mir unklar). Wenn Euere Kinder natürlich sehr viel mit Tieren einen engen Kontakt haben werden, dann sieht die Sache anders aus. Also ich bin dieses Jahr von Johannesburg über Zimbabwe, Botswana, Caprivistreifen nach Windhoek gefahren und hatte meinen 6-jährigen Sohn dabei und habe keinen Gedanken an Tollwutimpfung verschwendet.
Übrigens, wenn die Kinder von einem Tier gebissen werden, dann wird meist automatisch eine Tollwutimpfung im Nachhinein gemacht und das wird in Namibia auch der Fall sein.

Meningitis. Ok, wenn Euere Kinder alle empfohlenen Impfungen der Stiko in Deutschland haben, dann sollten sie gegen Meningitis Serotyp C geimpft sein. Gegen Serotyp A,Y und W135 gibt es einen Polysaccharidimpfstoff (der auch dann C beinhaltet). A tritt auch noch häufig in anderen Ländern auf. Allerdings ist dazu schon ein enger Kontakt zu der einheimischen Bevölkerung notwendig (Tröpfcheninfektion). Aber da könnt Ihr noch einmal einen Arzt konsultieren.

Holger
Themenstarter11 Beiträge · seit 201229. Juli 2012 · #6
Danke,
werde noch die Meningo..Impfung nachholen.
Hast du sonst noch einen Tipp fürs Reisen mit Kindern???

Gruß Marga
389 Beiträge · seit 200630. Juli 2012 · #7
Hallo Marga,

für Namibia brauchst Du eine spezielle Meningokokkenimpfung. Hier ist so glaube ich extra Typ X mit drin. Frage einfach mal einen Arzt der sich in Reisemedizin auskennt.
Letztendlich mußt Du immer selbst entscheiden ob du dich impfen läßt. Der Arzt sagt dir nur was auf dich zukommen kann. Die Risikoabwägung mußt du schon selbst machen.

@toumtoum
Hallo Holger,
Deutschland gilt als tollwutfrei. Daher hinkt der Vergleich denke ich.

Grüße Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
24 Beiträge · seit 201210. Aug. 2012 · #8
Hallo Marga,

ich klinke mich mal ein, weil ich das Thema Tollwutimpfung gerade aktuell erlebt habe. Heißt, ich war vorgestern beim Arzt, um meine Grundimmunisierung wieder aufzufrischen (Polio, Diphtherie usw.), nach über 10 Jahren war das mal dran. Nachdem der Doktor mir aufgrund meiner Namibia-Reise in einigen Wochen auch eine Tollwutimpfung verpassen wollte, ich dies aber ablehnte, meinte er, dass man im Fall eines Falles nach einem Biss eh gegen Tollwut gespritzt werden kann/soll/muss. Also: Eine Vorabimpfung ist in aller Regel überflüssig. Und mal im Ernst, eine Infektion, der ja in der Regel ein Biss eines tollwuterkrankten Tieres vorangeht, ist, wie Holger schon schrieb, eher unwahrscheinlich.

Guten Reise und viel Spaß!

Viele Grüße
Sabine
389 Beiträge · seit 200610. Aug. 2012 · #9
@SabBeh

Hallo,
hat Dein Arzt dich auch darüber aufgeklärt das die Impfung vor Ort relativ schnell erfolgen sollte? Ebenso die Verfügbarkeit des Impfstoffes und die Qualität?
Auch geimpfte Personen werden nach einem Biss vor Ort nochmals gespritzt. Und bei einem Biss ist der Erreger üblicherweise direkt in der Blutbahn und über die Folgen kann man sich ja belesen.
Wie schon gesagt es ist jedem seine eigene Risikoabwägung.
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
7'296 Beiträge · seit 200610. Aug. 2012 · #10
SabBeh schrieb:Nachdem der Doktor mir aufgrund meiner Namibia-Reise in einigen Wochen auch eine Tollwutimpfung verpassen wollte, ich dies aber ablehnte, meinte er, dass man im Fall eines Falles nach einem Biss eh gegen Tollwut gespritzt werden kann/soll/muss. Also: Eine Vorabimpfung ist in aller Regel überflüssig. Und mal im Ernst, eine Infektion, der ja in der Regel ein Biss eines tollwuterkrankten Tieres vorangeht, ist, wie Holger schon schrieb, eher unwahrscheinlich.
... es sind aber verschiedene Impfstoffe im Spiel. Für den einen ist die Einhaltung einer Kühlkette erforderlich und er ist schlechter verfügbar. Das ist derjenige, den Du benötigst, wenn Du zuvor nicht geimpft bist.
Außerdem ist es nicht nötig, gebissen zu werden. Sich von einem Hund oder Erdhörnchen (oder was auch immer) die Hand abschlabbern lassen und sich danach die Augen reiben, kann u.U. auch ausreichen. Oder einfach ein kleiner Kratzer auf der Haut ...

Gruß
Wolfgang
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1'394 Beiträge · seit 200910. Aug. 2012 · #11
Ich habe allergrößten Respekt vor Fledermäusen bzgl. der Tollwutgefahr. Das war u. a. ein Grund, warum wir letztes Jahr im KTP ein mobiles Moskitonetz dabei hatten.

Viele Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2012
6'369 Beiträge · seit 201110. Aug. 2012 · #12
Hoi Sabine
SabBeh schrieb:Nachdem der Doktor mir aufgrund meiner Namibia-Reise in einigen Wochen auch eine Tollwutimpfung verpassen wollte, ich dies aber ablehnte, meinte er, dass man im Fall eines Falles nach einem Biss eh gegen Tollwut gespritzt werden kann/soll/muss. Also: Eine Vorabimpfung ist in aller Regel überflüssig. Und mal im Ernst, eine Infektion, der ja in der Regel ein Biss eines tollwuterkrankten Tieres vorangeht, ist, wie Holger schon schrieb, eher unwahrscheinlich.
Sorry, aber offensichtlich bist Du nur unzureichend informiert.
Geimpfte Personen haben deutlich länger Zeit um zum Arzt zu gehen (was aber trotzdem schnellstmöglichst geschehen sollte) als ungeimpfte, denn die sollten nicht in den ersten 3Tagen wie die Geimpften, sondern zwingend am ersten Tag zum Arzt um dann einige wie es heist recht schmerzhafte Impfungen über sich ergehen zu lassen, während die Geimpften mit zwei Impfungen wie sie schon 3-4 erhalten haben, schon fertig sind.
Es braucht keinen Biss, es reicht wenn Körperflüssigkeit eines erkrankten Tieres mit Deiner Körperflüssigkeit (z.B. durch die Schleinhäute) in Berührung kommmt...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)