Okonjima

35 Antworten · 7'998 Aufrufe · gestartet 25. Feb. 2005 von chrigu
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ThemenstarterGast25. Feb. 2005 · #1
Hoi zäme

noch eine Frage. Wer war schon auf Okonjima? Wie war der allgemeine Eindruck? Was bietet Okonjima und Africat? Könnt Ihr es empfehlen?

In den letzten Jahren haben wir in Namibia und Südafrika Einrichtungen besucht, die sich dem Schutz von Katzen annehmen. Bisher waren wir eher enttäuscht. Entweder war es eine Art Streichelzoo oder ein recht kleines Geheg in dem die Tiere stereotypisch Runden gedreht haben.
Ich gebe zu, ich habe in solchen Situationen auch sehr schöne Fotos machen können, suche aber doch mehr. Mehr Information und das Wissen, das auch etwas sinvolles gemacht.

Danke zum voraus
Chrigu
ThemenstarterGast25. Feb. 2005 · #2
off topic, und nur ein Satz:
wohnst Du in Lichtenstein???
?? Ch..
ThemenstarterGast25. Feb. 2005 · #3
Nein, wieso? Wir wohnen in der Nähe von Interlaken am Thunersee.

Blick von unserem Balkon aus 🙂

Gruss Chrigu
ThemenstarterGast25. Feb. 2005 · #4
Hallo Chrigu,
wir waren vor 2 Jahren in Okonjima - allerdings "nur" im Buschcamp. es gibt nämlich auch noch das ältere Hauptcamp. Um ehrlich zu sein - wir wollen das Hauptcamp gar nicht mehr kennenlernen. Das Buschcamp war so irre schön, dass wir uns eine Steigerung des Erlebnisses kaum vorstellen können. Die Unterbringung in diesen Stein-Zelt-Rundhütten ist einfach umwerfend.Das Essen und der sehr persönliche Service sind es auch ( nur mal so am Rande:Dein dort abgestelltes Auto wird während des Aufenthaltes gewaschen). AFRICAT ist zunächst einmal gar nicht zu bemerken - da läuft nichts schnurrend um Dich herum. Es gibt allerdings Gamedrives, auf denen Dir Africat vorgestellt und erläutert wird. Dabei fahrt Ihr auch in Gehege, besser abgesperrte Freigelände, in denen die nicht mehr zur Auswilderung geeigneten Geparde und Leoparde leben. Ja - sie werden auch gefüttert und kommen dann aufs Auto gesprungen. Ist ein bisschen zooig. Aber irgendwie versteht man das auch, weils einem gut erklärt wird. Dann noch Besuch in der Tierklinik. Auf jeden Fall sehr interessant und sehr gute Möglichkeiten zu Aufnahmen (Dein Geparden-Bild könnte direkt von Okonjima stammen).Fahrt hin und bleibt mindestens 2 Nächte - es wird Euch schwerfallen, wieder abzureisen. Ali reicht Euch noch Fotos nach.
Gruß Joli
ThemenstarterGast25. Feb. 2005 · #5
:

Okonjima Bush-Camp, Haupthaus
ThemenstarterGast25. Feb. 2005 · #6


Unterkunft Okonjima Bush-Camp
ThemenstarterGast25. Feb. 2005 · #7
Hallo

Danke an alle! Bisher bin ich sehr positiv darauf eingestellt, ich hoffe es kommen noch weiter ähnliche Meldungen. Allerdings bin ich auch für Kritische Aussagen sehr offen.

ali: Deine Fotos habe ich schon erwartet! ich habe ja schon einiges auf www.onlinefoto.ch gesehen 😉

Danke
Chrigu
ThemenstarterGast27. Feb. 2005 · #8
hallo chrigu, wir waren ende januar in okonjhima und hatten eine nacht im buschcamp gebucht. der aufenthalt war für uns vier frauen so überwältigend schön,das wir nachdem wir den etoshapark 4tagelang durchfahren haben dorthin zurück fuhren um eine weitere nacht dort zu verbringen. wir haben das gelände ringsherum zu fuß erkundet(mehrere stunden) und die unglaublichsten sachen gesehen. einen leoparden zwar hinter einer umzäunung aber zum greifen nah,warzenschweine und kudus denen wir aug in auge gegenüberstanden, unglaubliche sonnenauf-und untergänge,bei geöffnetem zelt(180°öffnung) geschlafen, unglaublich viele vogelarten direkt vor dem zelt beobachtet.... es gibt eine so große vielfalt dort die sich kaum mit worten beschreiben läßt. zudem super kompetentes und nettes personal, viel ruhe und beschaulichkeit,eigendlich alles was man sich wünschen kann.wir werden sicherlich wieder dorthin zurückkehren. l.g. m
Hoi zäme

noch eine Frage. Wer war schon auf Okonjima? Wie war der allgemeine Eindruck? Was bietet Okonjima und Africat? Könnt Ihr es empfehlen?

In den letzten Jahren haben wir in Namibia und Südafrika Einrichtungen besucht, die sich dem Schutz von Katzen annehmen. Bisher waren wir eher enttäuscht. Entweder war es eine Art Streichelzoo oder ein recht kleines Geheg in dem die Tiere stereotypisch Runden gedreht haben.
Ich gebe zu, ich habe in solchen Situationen auch sehr schöne Fotos machen können, suche aber doch mehr. Mehr Information und das Wissen, das auch etwas sinvolles gemacht.

Danke zum voraus
Chrigu
😄
ThemenstarterGast08. März 2005 · #9
Hallo Chrigu,
ich bibn 2 x dort gewesen und ich habe es jedesmal genossen. Interessant waren für mich auch der Buschmanns- und der Bantutrail, wo einem vom Führer sehr viel über Lebensgewohnheiten, Werkzeuge usw. beigebracht wird. Allerdings sehe ich heute die Africatfoundation selber heute mit gemischten Gefühlen.
Gruß
Holger
ThemenstarterGast08. März 2005 · #10
Hallo Holger

Danke für Deinen Beitrag. Du schreibst, dass Du die Africat Foundation heute mit gemischten Gefühlen siehst. Das interessiert mich. Wesshalb?

Gruss Chrigu
ThemenstarterGast09. März 2005 · #11
Hallo Chrigu,
es ist schwer zu beantworten. Ich bin ca. 30 x in Namibia gewesen. Immer abseits vom normalen Touristenstrom. Dabei habe ich viele Guides, Ranger und Insider kennen gelernt. Dabei hört man eine Menge Dinge, die man aber selber nicht überprüfen kann. Daher möchte ich mich auch hier im öffentlichen Thread nicht dazu äußern. M.E. ist es einfach eine Masche, um Geld zu machen. Außerdem glaube ich einfach nicht, daß man einen Leoparden dazu bringen kann, keine Schafe oder Kälber zu töten. Und bei Geparden ist es das Problem, daß diese zu schnell zahm werden.Viele andere Lodgen reisen jetzt auf der selben Masche. Eine Lodge hat sich dem Schutz der Löwen verschrieben und hat sich daher einen alten Löwen aus dem Zoo von Rundu geholt, um damit zu dokumentieren, das sie etwas zum Schutz dieser Gattung übernehmen. Gleichzeitig werden auf der benachbarten Farm seines Bruders 8 Löwen an einem Tag geschossen. Jeder hat wahrscheinlich seine eigene Meinung. Aber ich glaube, daß hilft Dir im Moment auch nicht weiter.
gruß
Holger
ThemenstarterGast09. März 2005 · #12
Hallo Holger

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Du sprichst dabei etwas an, was uns auch immer wieder wurmt. Dabei stehen wir immer im Clinch, ein Tier möglichst Nahe zu sehen und entsprechend zu fotografieren oder die Natur so zu haben wie sie ist. Die meisten Katzen sind einfach so in der Natur äusserst schwierig zu sehen oder dann gleich mit einem Dutzend Autos in der Nähe.
Wir wissen momentan noch nicht ob wir Okonjima im April besuchen. Sicherlich nehmen wir die Telefonnummer mit und rufen kurzfristig an. Ganz nach Lust und Laune.

Schöne Grüsse aus der Schwiz
Chrigu
ThemenstarterGast09. März 2005 · #13
Hi,
jetzt muss ich mich mal einklinken... abgesehen davon, dass es z.T. tatsächlich schon Erfolge gegeben hat, Geparden "abzudressieren", Vieh zu reissen, wo steht denn geschrieben, dass der Mensch sich mit seinem Viehzeug breit machen darf und die Wildtiere den Rückzug (=im Extremfall das Aussterben) antreten müssen? Klar ist die Situation äusserst schwierig zu handeln, wir im reichen D haben sicher keine wirkliche Vorstellung von den Problemen in Afrika, aber ich frage mich manchmal, ob der Mensch nicht einfach zu weit geht. Was können denn die Tiere dafür, wenn wir uns in ihren Lebensraum einmischen? Übrigens fressen Geparden eigentlich viel lieber Wild als Farmersviehzeug, nur wenn diese in ihren Lebensraum eindringen, wird's schwierig...
Und noch zur Info
Ich besuche Okonjima, und nachdem ich vor einiger Zeit festgestellt habe, dass ich ein leoparden adoptieren würde, wenn ich genügend Geld hätte, hat mein Schatzi dies bei Africat für mich getan - und wir werden ihn besuchen... :!:
ThemenstarterGast09. März 2005 · #14
Hallo Meike

wir sind diesen September auch in Okonjima. Das mit der Adoption ist ja super! Wie läuft das denn ab mit dem Besuch des Tieres? Ist das ein Waisenkind?

Gruss Silke
ThemenstarterGast09. März 2005 · #15
Hallo Meike

Mein Misstrauen gegenüber Okonjima kommt daher, dass ich bisher einige Projekte in Namibia und Südafrika besucht habe, deren Ziel die Arterhaltung und zum Teil Auswilderung von Katzen ist. Unterdem Strich war es immer eine "Toristenfalle" bei der es eher darum ging dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Katzen haben in den meisten Fällen nicht wirklich provitiert.
Ich lasse mich gerne von Okonjima überraschen und vom Gegenteil überzeugen.
Wir reisen mehr oder weniger planlos mit dem Dachzelt durch Namibia. Gegen Ende unserer Reise gönnen wir uns dann immer noch eine nette Lodge für ein oder zwei Nächte. Das wird in der Regel spontan entschieden. Mal sehen, vielleicht ist es dieses Mal Okonjima.

Chrigu
ThemenstarterGast10. März 2005 · #17
Hi, ich kann ein grundsätzliches Misstrauen verstehen und finde das auch sinnvoll. Es gibt sicher einige als "Artenschutzprojekte" getarnte Farmen, die eigentlich nur der Bereicherung dienen. Trotzdem sollte jeder diesen Projekten aufgeschlossen gegenüberstehen, um diejenigen ausmachen und evtl. unterstützen zu können, die eben nicht die schwarzen Schafe sind (wie immer im Leben)
"Mein" Leopard heisst Potter, ist 17 Jahre alt und wurde von einer Farm gerettet, wo er als "Haustier" schlecht gehalten wurde. Leider kann man ihn nicht mehr auswildern. Klar kann man sich jetzt streiten, ob ein solches Tier noch zu halten ist, aber einfach abschiessen, weil irgendwelche Leute meinen Tiere nicht artgerecht als Anziehungspunkt für Touris halten zu müssen? Besser ist natürlich immer, die Katzen so früh zu finden, dass sie ausgewildert werden können, das geht nur eben nicht immer...
Die Adoption war ganz einfach, per Website von Africat... Ich habe auch ein Foto bekommen. Das Geld dient für ein jahr der Betreuung des Tieres (Futter, med. Betreuung etc.)
Und wenn wir dort sind und ihn finden (das Gelände ist groß), werde ich ihn live sehen...
ThemenstarterGast10. März 2005 · #18
@ali: Vielen Dank für die Links

@meike: Erzähl uns auf jeden Fall wie es auf Okonjima war und ob Du Deinen Potter gefunden hast.

Gruss Chrigu
ThemenstarterGast10. März 2005 · #19
Hallo Meike, das ist ja ganz nett gemeint, was Du geschrieben hast, aber die Fakten sind doch nun einmal da. Und das sind eben nun einmal Viehfarmen. Ich würde es auch lieber sehen, wenn es mehr Wildnis geben würde und weniger Farmen. Aber die Menschen vermehren sich eben, trotz Aits, unglaublich schnell. Irgendwann werden auch im Chobepark an die 10.000 Elefanten abgeschossen werden müssen, weil das Gebiet zu klein für diese Menge Tiere ist.
Holger
ThemenstarterGast10. März 2005 · #20
Es muß natürlich Aids heißen.
Holger
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