DSRL - mit GPS?

17 Antworten · 5'464 Aufrufe · gestartet 23. Juli 2012 von Namibia07
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Themenstarter373 Beiträge · seit 200723. Juli 2012 · #1
Guten Morgen

Wer von euch hat schon Erfahrungen mit GPS Empfängern an einer DSRL gemacht? Ich habe gesehen, dass es für meine Nikon Kamera den Nikon GP-1 geben würde und ich finde die Idee noch interessant, dass man auch anhand der Daten dann seine Route tracken kann.

Wer weiss auch, welche Programme sich dann am PC zur Auswertung der Daten eignen?

Vielen Dank schon mal
Namibia07
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415 Beiträge · seit 201023. Juli 2012 · #2
Hallo Namibia07,

Da hast Du mit der Nikon einen kleinen Vorteil, weil das Aufzeichnen und in EXIF-Eintragung mit dem genannten GPS-Epfänger an der Nikon recht einfach funktioniert.

Ich muss mit einer Canon einen kleinen, aber wirklich einfachen Umweg gehen 😠
Bei mir läuft ein NÜVI mit Tracks4Africa immer mit. Die GPS-Daten sind ja alle mit einem Zeitstempel versehen. Vor der Reise achte ich darauf, dass die Uhr der Kamera und des Navi synchron eingestellt sind.

Zur Bildbearbeitung benutze ich Adobe-Lightroom.
Hier werden die Bilddateien eingelesen, automatisch archiviert und zur Weiterverarbeitung schon etwas vorbereitet.
Lightroom liest mit einem Tool auch meine ganzen GPS-Trackdateien ein. Anhand des Zeitstempels werden anschließend alle Fotos mit den dazugehörigen Geodaten versehen. Diese Geodaten schreibt Lightroom gleich in den EXIF-Datensatz hinein.

Auch noch in Lightroom findest Du alle Fotos auf Karten eingetragen wieder. Feine Sache, schnell gemacht und wenn Du Lightroom und einen GPS-Empfänger mit Trackingfunktion schon hast (ein iPhone macht das hierfür übrigens genauso gut!), brauchst Du nichts weiter investieren.

Viel Erfolg
Jens-Uwe

P.S. Falls Du das Tool in Lightroom suchst und nicht findest, schicke mir eine PM - es gibt einen kleine Kniff)
Meine letzten Reisen
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2012
Gast23. Juli 2012 · #3
Hallo,

eingebaute GPS-Empfänger wie bei der Sony A77 haben Vor- und Nachteile gegenüber externen GPS-Loggern.

Gut ist, dass die Koordinaten sofort ins Foto geschrieben werden und ein nachträglicher Abgleich über den Zeitstempel entfällt. Gut ist auch, dass über einen eingebauten Kompass in der Regel die Blickrichtung mit erfasst wird. Das ist bei externen GPS-Loggern eher aufwändig.

Schlecht ist bei internen GPS-Sensoren, dass dass die kräftig am kamerainternem Akku saugen. Und interne GPS-Logger zeichnen in der Regel nur einen Datenpunkt auf, wenn man ein Foto macht. Man kann also nicht kontinuierlich eine Reiseroute damit tracken. Wenn Du die Kamera einschaltest und gleich ein Foto machst, kann es auch sein, dass noch kein GPS-Fix vorliegt und somit keine Koordinaten erfasst werden. Einige Kameras schreiben dann behelfsweise die letzten bekannten Daten ins Foto. Da ist ein permanent laufender externer GPS-Empfänger im Vorteil.

In der Summe der oben genannten Vor- und Nachteile nutzen wir seit 5 Jahren externe GPS-Logger (aktuell den miniHomer) und zeichnen damit kontinuierlich Reiserouten auf. Die Daten nutzen wir dann u.a. für Reiseberichte (siehe jeweils Karte am Seitenende). Die Koordinaten kann man dann nachträglich auf verschiedene Arten in die Fotos schreiben. Meist liegt dem GPS-Empfänger eine geeignete Software bei. Es geht aber z.B. auch mit der Freeware Geosetter. In Lightroom 2 und 3 geht es mit einem Plugin. Lightroom 4 kann das serienmäßig auch. Wer erst einmal ein bisschen mit solchen Daten spielen will, kann auch den eingebauten GPS-Empfänger seines Smartphones nutzen und eine der unzähligen Apps zum Aufzeichnen eines GPS-Tracks verwenden.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2012
345 Beiträge · seit 201123. Juli 2012 · #4
Hallo Namibia07

Neben dem originalen GP-1 der ja rund 200 Euro kostet, gibst noch den Phottix Geo One einen sehr interessanten GPS-Empfänger um gut 100 Euro (sieht fast gleich aus). Sieh dir dazu einfach mal auf Amazon die Rezensionen an, wenn du interesse hast. Vermutlich gibt es auch noch anere Hersteller..

LG Peter
7'267 Beiträge · seit 200623. Juli 2012 · #5
Hallo

Ich verwende eher ein System wie es Jens-Uwe beschreibt. Das hat mehrere Gründ.

1. Bei mir läuft eh ein Navi mit.

2. Ich habe mehrere Kamera Bodys, damit ich die Objektive nicht zu wechseln brauche. Ich will aber dann nicht den Logger von einer Kamera auf die andere wechseln.

3. Die Kamera geht in den Schlafmodus. Nach dem Antippen ist Sie sofort aktiv. Der GPS-Empfänger braucht aber bis zu fünf Minuten bis er die aktuelle Position kennt. Dann ist das Foto schon längst gemacht. Den Empfanger permanent laufen zu lassen braucht zu viel Strom.

Deshalb mache ich lieber den nachträglichen Abgleich. Dafür gibt es diverse Programme die das gut und schnell erledigen (auch RAW) und nebenbei auch noch gleich die Reiseroute grafisch aufbereiten. z.b. Für Google Earth.

Herzliche Grüsse aus Dresden
Chrigu
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1'250 Beiträge · seit 200923. Juli 2012 · #6
Seit mehrere Jahren verwende ich zwei GPS Empfänge von Dawntech
an einer D200, D300 und D700.
Hier ein Link: http://www.dawntech.hk/di-GPS/pro_l_1.htm

Ich habe zwei, damit ich bei meinen beiden Hauptkameras
nicht den Loger wechseln muss.

Er ist während er Fahrt ständig an.
Der Stromverbrauch ist mit 35mA akzeptabel.
Wenn ich wenig Fotografiere (ein paar hundert Bilder am Tag),
dann reicht die Akkuladung (EN-EL3e) für den ganzen Tag.

Der "Pro" Typ hat eine 10-polige Steckdose.
Damit kann man dort z.B. einen externen Timer oder Fernauslöser
anschliessen und muss den GPS-Empfänger nicht abbauen.

Nachteile: Wenn man mit Blitz fotografieren will,
egal ob Einbaublitz oder externer Blitz,
ist der GPS-Empfänger im Weg.
Er muss dann aus dem Blitzschuh herausgezogen werden.
Folglich baumelt er am Anschlusskabel herum.
Wenn man nach Unten fotografiert, baumelt er ins Bild. 🤪
Die Bewegung am Kabel führt auf Dauer zu Kabelbrüchen.
Meine beiden Empfänger haben nach 3 Jahren und
ca. 10-15 Reisen jeweils einen Wackler und die GPS Information
ist nicht mehr in jedem Bild.

Vorteil: Im dunkel findet man die Kamera leichter.
Das grüne Blinklicht vom GPS-Emfänger ist nicht zu übersehen. 😈

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter373 Beiträge · seit 200723. Juli 2012 · #7
Vielen Dank euch allen für eure Inputs. Werde auch die Alternativen zum GP-1 gerne mal noch in Ruhe anschauen.

Möchte erst mal testen wie das so funktioniert und darum gefällt mir auch die Idee mit dem Smartphone App recht gut.

@Guido: Hast du selber schon eines dieser App getestet und kannst mir eines empfehlen (Iphone)?

@Jens-Uwe: Arbeite leider nicht mit Lightroom. Weisst du ob das auch mit Photoshop Elements geht?

Wird das dann aber nicht meine Handyrechnung strapazieren?😃

Vielen Dank
Liebe Grüsse
Namibia07
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zuletzt bearbeitet 23. Juli 2012
415 Beiträge · seit 201023. Juli 2012 · #8
Hallo nochmal,

Mit Photoshop Elements ist das das automatische geotaggen m.W. nicht möglich.

Die von Guido genannte Freeware (Geosetter) sollte funktionieren. Achte aber darauf, dass Dein GPS-Empfänger eines der unterstützten Datenformate liefert (z.B. im Format NMEA, GPX )

Im iPhone läuft die App MotionX-GPS recht zuverlässig. (Hier kannst Du Dir bereits zu Hause die Karten Deines Reisegebietes herunterladen, so dass Du dann vor Ort keine Netzanbindung mehr brauchst).

Für Lightroom 2.0 und 3.0 (die gibt es bestimmt sehr günstig oder als Trialversion gibt) ist ein kostenloses Plugin notwendig.

Gruß
Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
Gast23. Juli 2012 · #9
Hallo,
Namibia07 schrieb:@Guido: Hast du selber schon eines dieser App getestet und kannst mir eines empfehlen (Iphone)?
Ich habe zuletzt vor ca. 2 Jahren ein paar Tracking-Apps für Android getestet (u.a. OSMTrack). Einen aktuellen Tipp habe ich leider nicht, aber die Lage ist sicherlich nicht schlechter geworden. Wie schon Jens-Uwe schreibt, solltest Du schauen, dass Du einen Track im GPX-Format raus bekommst. Damit kann jede Software von Garmin über Google Earth bis Lightroom arbeiten. Um nicht unnützen Datenmüll zu produzieren, solltest Du noch schauen, dass das Aufzeichnungsintervall konfigurierbar ist (z.B. alle 5 Sekunden, alle 20 Meter, ...). Der Akku des Smartphones wird bei Nutzung einer GPS-Tracking-App wahrscheinlich nach 8 Stunden (+- 2) leer sein.

Falls ich mal die Aufzeichnung mit dem externen GPS-Logger vermasselt habe, greife ich auch auf das Garmin zurück. Selbst das billige nüvi 205 zeichnet einen Track im GPX-Format auf - auch wenn das glaube ich kein offizielles Feature ist.

Beste Grüße

Guido
7'267 Beiträge · seit 200623. Juli 2012 · #10
Parktisch jedes Garmin Navi zeichnet den Track auf. Es gibt einzig einen Trick zu beachten. Wenn ein Garmin Navi am Computer angeschlossen wird, erscheint das Gerät wie eine Fetsplatte oder ein USB-Stick. Auf die Daten kannst Du dann über den Computer zugreifen. Das aktuelle Log-Fiel umfasst immer ca. 1000km und nennt sich current.gpx es gibt aber noch einen Ordner namens Archiv das sind dann ältere Logfiles abgelegt. Diese können alle mit BaseCamp geöffnet und dann zusammengefügt werden. So hat man einen kompletten Track von der Reise. Auch wenn dieser mehrere Wochen und tausende Kilometer umfasst.

BaseCamp kann sogar Bilder (bur JPG) mit Koordinaten versehen. Ich nutze aber auch lieber GeoSetter.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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70 Beiträge · seit 200923. Juli 2012 · #11
Danke Chrigu.

Leider zählt mein Uralt-Nüvi 350 wohl zu den Ausnahmen unter "praktisch jedes Garmin Navi".

Ich finde zwar die current.gpx und auch eine andere .gpx, aber da sind nur meine Favoriten POIs drin 🙁

Naja, dann wohl doch zum Ausprobieren die Smartphone-Variante.

Gruß,
Mkango
Themenstarter373 Beiträge · seit 200724. Juli 2012 · #12
Danke euch allen für die vielen Inputs!

Ich habe mir Geosetter gestern Abend mal angeschaut. Stimmt das, dass dieses Programm auf Mac nicht funktioniert?

Danke Chrigu für die Hinweise auch zum Datenmaterial auf den Garmin Navis. Wir sind bisher mit einem Navigon Gerät (4350 Max) unterwegs. Weiss jemand, ob das dort auch funktioniert?

Wünsche allen einen schönen Sommertag
Liebe Grüsse
Namibia07
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415 Beiträge · seit 201024. Juli 2012 · #13
Hallo Namibia07

soweit mir bekannt, unterstützen alle aktuellen Navis das GPS eXchange-Format (.gpx). Und damit kann Geosetter - und viele andere auch - gut umgehen.

Falls es wider Erwarten doch Kompatibilitätsprobleme geben sollte, kannst Du eigentlich jedes Datenpaket in jedes andere Format wandeln lassen (z.B. mit http://www.benichou-software.com/ ).
Bedingt kann das aber auch Google Earth und viele andere auch.

Frohes experimentieren wünscht
Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
7'267 Beiträge · seit 200624. Juli 2012 · #14
Hallo Namibia07

Grundsätzlich wird es vermutlich funktionieren. Nur hast Du vermutlich kein Kartenmaterial für das südliche Afrika auf dem Navigon. Keine Ahnung ob es entsprechende Karten für Dein Gerät gibt.

@Mkango: Einige der ältesten Nüvis haben keine entsprechenden Log-Funktionen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter373 Beiträge · seit 200724. Juli 2012 · #15
@Chrigu: habe keine Karte drauf fürs südliche Afrika. Auf unseren Touren waren wir immer mit Papierkarten unterwegs. Möchte es nun mal hier testen und dann schau ich mal, ob es eine Software fürs Navigon gibt.

Herzliche Grüsse
Namibia07
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Themenstarter373 Beiträge · seit 200727. Juli 2012 · #16
Guten Morgen

Habe nun wohl die für mich dank eurer Hilfe die geeignete und auch Mac-fähige Lösung gefunden. Konnte sie aber erst mit dem Iphone App testen. Im Moment habe ich MyTracks App auf dem Iphone zum loggen das App MyTrack installiert und auf dem Mac das Programm dazu. Dort kann ich auch einfach die Fotos mit den GPS Daten beschriften. Endlösung soll dann aber der MiniHomer mit MyTracks sein.

Meine letzte Frage nun: Ich habe die Möglichkeit die Genauigkeit einzustellen. Was stelle ich sinnvollerweise ein resp was macht ihr wenn ihr ne ganze Route aufzeichnen wollt? Zur Auswahl habe ich von 100m, 1 km und 3km oder auch gleichzeitig noch die Zeit: 1s, 2s, 5s, 10s. 30s, 60s.

Vielen Dank allen noch mal für die Inputs
Namibia07
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Gast27. Juli 2012 · #17
Hallom
Namibia07 schrieb:
Meine letzte Frage nun: Ich habe die Möglichkeit die Genauigkeit einzustellen. Was stelle ich sinnvollerweise ein resp was macht ihr wenn ihr ne ganze Route aufzeichnen wollt? Zur Auswahl habe ich von 100m, 1 km und 3km oder auch gleichzeitig noch die Zeit: 1s, 2s, 5s, 10s. 30s, 60s.
Am besten ist meines Erachtens eine Kombination aus Entfernungs- und Zeitintervall. Wenn das nicht geht, dann ein Entfernungsintervall und zur Not ein Zeitintervall. Stehst Du 3 Stunden an einem Ort, so zeichnest Du bei 1sekündigem Zeitintervall 10.800 identische Datenpunkte auf. Bei einem entfernungsabhängigen Intervall nur Einen. Allerdings ist 100 Meter als kleinstes Entfernungsintervall etwas grob. 20m wäre gut. Geht da snicht, dann würde ich 5s wählen. Wenn Du es sehr genau haben willst, dann alle 2s.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter373 Beiträge · seit 200727. Juli 2012 · #18
Danke Guido. So wie ich es verstehe ist es eine Kombination von beidem. Neben 100 Metern gibt es noch gut und Beste. Was immer das im Detail heisst bei der Entfernung. Probiere es somit mal aus einer Kombination von Gut (Wer weiss vielleicht sind das ja 20 Meter) und 5 Sekunden.
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