Ruanda

5 Antworten · 1'984 Aufrufe · gestartet 22. Juli 2012 von christina
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Themenstarter235 Beiträge · seit 200922. Juli 2012 · #1
Hallo Fomis
Ich weiß, ich poste hier zwar nicht ganz richtig, aber weiß sonst nicht wohin mit meiner Frage. Wer war denn schon in Ruanda und kann Tipps geben?
Wir (Selbstfahrer, deutsches Kennzeichen) überlegen von Tansania aus einen Abstecher dorthin ( Kivusee, Virunga und was es sonst noch so gibt). Hat jemand Erfahrung mit Gorilla Trekking selbst organisiert? Gibt es irgendetwas „formelles“ (Einreise, Road fees, KFZ- Versicherung) zu beachten? Kommt man mit englisch und französisch „ auf dem Lande“ weiter? Wie sieht es im Februar mit Regen aus? usw. und so fort. Alles was euch so einfällt, die Reiseliteratur ist ja nicht so ergiebig.
Thanks Christina
1'287 Beiträge · seit 200826. Juli 2012 · #2
Hallo Christina,

obwohl ich nicht sehr viele Deiner Fragen beantworten fange ich mal an, in der Hoffnung, dass sich die richtigen Experten hier noch äussern.

Wir waren 2010 in Ruanda zum Gorillatrekking, allerdings im Rahmen einer geführten Tour mit einem Fahrer.
Mein Eindruck war, dass man diese alles sehr problemlos auch hätte allein durchführen können. Der Verkehr in Ruanda ist machbar, die Strassen (von Kigali zum Virunga NP) für afrikanische Verhältnisse gut. Einzig die Ausschilderung war (ähnlich wie in Malawi) etwas spärlich.

Bei den Trekkings selbst, haben wir Leute getroffen, die spontan zum NP Headquarter gekommen sind und dann für den nächsten Tag Plätze für eine der acht Gruppen bekommen haben. Man kann sich sicher nicht darauf verlassen und sollte einige Tage Puffer einplanen.

Ansonsten hat mir Ruanda sehr gut gefallen, die meisten Menschen mit denen wir Kontakt hatten sprachen sowohl englisch als auch französisch. Die Landschaft ist sehr lieblich. Die Leute vor Ort waren alle sehr nett und freundlich, also in jedem Fall eine Reise wert. Wir haben bedauert, uns nicht mehr Zeit für diesen Land genommen zu haben.

Viel Spaß und Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
290 Beiträge · seit 200727. Juli 2012 · #3
Hallo Christina,

Im Virunga NP scheint es gerade wieder ziemlich abzugehen:
http://gorillacd.org/blog/

Ich interessiere mich sehr für diesen Park, nicht nur wegen der Gorillas, sondern auch, weil es hier einen Lavasee gibt. Um so mehr würde es mich freuen, wenn ihr berichtet, wie es bei eurem Besuch war.

Viele Grüße, Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de
1'059 Beiträge · seit 200601. Aug. 2012 · #4
Hallo zusammen

Ich war im März 2011 für zwei Wochen in Ruanda. Nicht als Selbstfahrer und ohne Gorilla-Tracking (das haben wir zwei Jahre zuvor in Uganda gemacht).

Ruanda hat mir sehr, sehr gut gefallen. Ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen und einer sehr bewegten Geschichte.

So wie ich das Einschätze, sollte es als Selbstfahrer problemlos möglich sein, umherzukommen. Die Strassen auf den Hauptverkehrsachsen sind für afrikanische Verhältnisse in sehr gutem Zustand und die anderen Verkehrsteilnehmer fahren einigermassen zivilisiert. 😉

Sehr schön ist die Gegend im Südwesten rund um den Nyungwe Regenwald. Auch am Kivu-See kann man ein paar entspannte Tage verbringen. Kigali ist eine herrliche Stadt und extrem sauber!

Mit Französisch kommt man problemlos durch, aber auch Englisch ist immer mehr verbreitet und in touristischen Einrichtungen absolut kein Problem mehr. Irgend jemand spricht immer ein bisschen Englisch.

Wer Ruanda besucht, sollte sich meiner Meinung nach unbedingt auch mit der Geschichte auseinander setzen und sich vielleicht auch im Vorfeld etwas darauf einstellen. Das Genocide Memorial in Kigali ist auf jeden Fall ein Pflichtbesuch und enorm eindrücklich. Man begegnet dem Thema fast überall im Land und es ist für mich persönlich wahnsinnig beeindruckend zu sehen, wie viel die Regierung für die Verarbeitung tut. Ich hatte auch das grosse Glück, mit einem jungen Mann freundschaft geschlossen zu haben, der beide Eltern im Genozid verloren hat. Er hat sehr viel und offen mit uns darüber geredet. Das fährt extrem ein und ist eine schier unglaubliche Erfahrung...

Ich liebe Ruanda und hoffe, bald mal wieder dahin reisen zu können.

Liebe Grüsse
Samuel
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
749 Beiträge · seit 200601. Aug. 2012 · #5
hallo Christina,

ich war vor 20 Jahren in Ruanda und dem damaligen Zaire . Das Gorilla Trecking haben wir im
Kahuzie Biega NP in Zaire gemacht und anschließender Besteigung des Ruwenzori.
Eine einmalige Erfahrung , die ich nicht missen möchte.
Meine Infos werden Dir leider nicht sehr viel helfen, da es schon zu lange her ist.
Leider liest man immer wieder von mordenden Rebellen in der traumhaften Gegend des Kivu-Sees.
Ich weiss nicht, ob ich da im Augenblick hinfahren würden.
lg wüstenfee