Desert Lion Conservation (War: Zwei Halsbänder...)

527 Antworten · 149k Aufrufe · gestartet 16. Juli 2012 von Guido.
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2’530 Beiträge · seit 201130. Aug. 2014 ·
Ich danke allen und auch Hitradio, on behalf of Desert Lion Conservation. Flip wird es auch nochmal selber tun!





What a remarkable man!
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
690 Beiträge · seit 200930. Aug. 2014 ·
Bin sehr traurig über die Entwicklung und werde wieder selbstverständlich über die DNG 200,--€ spenden.
Nicht aufgeben!
LG von Edith
ThemenstarterGast30. Aug. 2014 ·
Hallo,

während es in deutschen Medien bisher scheinbar keine Berichterstattung gibt, hat es der Abschuss des Terrace Male übrigens in die zweitgrößte spanische Zeitung "El Mundo" geschafft:
http://www.elmundo.es/ciencia/2014/08/28/53ff4147268e3e4b0e8b456c.html

Beste Grüße

Guido
2’781 Beiträge · seit 200730. Aug. 2014 ·
Danke für den link Guido. Damit kann ich meine spanisch sprechenden FB Freunde hier in Argentinien darauf aufmerksam machen.
Es treibt mir erneut die Tränen in die Augen.
VG leona
Gruss Leona
938 Beiträge · seit 201330. Aug. 2014 ·
Habe eben über die DNG gespendet, ich hoffe sehr, es hilft Flip und allen anderen etwas.

Keep up the good work!
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
ThemenstarterGast01. Sept. 2014 ·
Hallo,

auch der Verband der Jäger in Namibia (NAPHA) äußert sich in einer Pressemitteilung zum Abschuss des Terrace Male. Auch wenn der Name Stander nicht fällt, Schuld am Abschuss sind nach Meinung von NAPHA Stander und seine Unterstützer. NAPHA attestiert eine Löwen-Überpopulation, die reduziert werden muss. Trophäenjäger wollen bekanntlich nur männliche, ausgewachsene Löwen, Mähnenlöwen, schießen. Davon haben wir derzeit wohl noch 3 Stück. Will man die als "Naturschutzmaßnahme" auch noch wegschießen? Die Zahlen von Stander hinsichtlich der Löwenpopulation hält NAPHA für manipuliert, nennt aber selbst auch keine anderen Zahlen. Der Abschuss des 2,5 Jahre alten Dorob Males vor 10 Monaten, wird von NAPHA anscheinend immer noch als nachhaltige Nutzung und Naturschutzmaßnahme angesehen. Da fällt einem nicht mehr viel ein.
http://az.com.na/natur-umwelt/r-cksichtsloses-t-ten-verurteilt.420068

Es ist so dermaßen beschissen, dass da alle nur erbittert gegeneinander arbeiten und nur übereinander statt miteinander reden. Kompromisse scheinen eigentlich relativ einfach möglich. Man könnte vielleicht vereinbaren, das den Löwen mit 12 Jahren die Halsbänder abgenommen werden. Nach ein paar Monaten dürfte sich das Fell dann regeneriert haben und wenn es denn sein muss, können die Jäger dann eine makellose Trophäe abschießen. Ein Kompromiss stellt niemanden so ganz zufrieden, aber das wäre wohl für alle Seiten besser, als das was jetzt passiert. Die Löwen haben mehr Chancen auf Reproduktion und normales Sozialverhalten und die Jäger bekommen eine Trophäe, die nicht durch ein Halsband verschandelt ist.

Ansonsten stellt die AZ in einem weiteren Artikel noch die richtigen Fragen:
http://az.com.na/natur-umwelt/naturschutz-wird-zur-farce.420063

Beste Grüße

Guido
95 Beiträge · seit 201301. Sept. 2014 ·
Hab soeben an die DNG gespendet.
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RIP Terrace Male
Gruss Florence
Liebe Grüsse, Sonja
zuletzt bearbeitet 01. Sept. 2014
2’484 Beiträge · seit 200601. Sept. 2014 ·
Hallo Guido,

Meines Erachtens ist die Frage nach einer Einigung mit den Jägern eher ein Nebenkriegsschauplatz, so lange es nicht gelingt, eine für alle Seiten befriedigende Lösung mit den Locals vor Ort zu treffen. Löwen sind nun einmal eine Gefahr für Mensch und Nutzvieh und die Angst der Bevölkerung muss man hier auch ernster nehmen. Aus Europa ist es leichter, den Abschuss von Löwen furchtbar zu finden, aber vor der eigenen Tür hadern wir mit Bären und Wölfen. Selbst Füchse sollen in städtischen Gebieten wieder geschossen werden, weil sie den Fuchsbandwurm übertragen können und die Menschen Sorge um ihre Kinder bzw. mögliche Erkrankungen haben und hier muss man erst einmal mit Kot in Berührung kommen. Darüber hinaus sind mir Gefahren des Fuchses für Mensch und Haustiere nicht bekannt.

Dort wo Mensch und potentiell gefährliche Tiere einen Lebensraum teilen, gehört es auch zum Tierschutz, darüber nachzudenken, ob eine Umsiedlung der Löwen denkbar und notwendig ist, wenn Entschädigungen der Bevölkerung, Aufklärung usw. nichts bringen. Was bringt es denn, das x-te Halsband zu sponsern oder die Arbeit eines Idealisten zu unterstützen, wenn am Ende in der Gegend immer noch Menschen leben, die Angst um sich und ihre Nutztiere haben und daher immer im Zweifel zur Waffe greifen werden, um sich der Gefahr zu entledigen?

Daher kommt für mich wohl nur in Frage, in entsprechende Entschädigungsfonds zu zahlen – in der Hoffnung, dass die Verteilung gerecht und sachbezogen erfolgt, mich für Schutzgebiete und letztlich dann für eine Umsiedlung stark zu machen.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
ThemenstarterGast01. Sept. 2014 ·
Hallo Sanne,
Sanne schrieb:Darüber hinaus sind mir Gefahren des Fuchses für Mensch und Haustiere nicht bekannt.
Er ist einer der Hauptverbreiter von Tollwut. Hühner, Enten, Gänse usw. sind natürlich auch durch den Fuchs bedroht, wobei man der Gefahr durch bauliche Maßnahmen leicht vorbeugen kann. Ebenso wie man Rinder und Ziegen durch bauliche Maßnahmen insbesondere nachts gegen Löwenschützen kann. Das nur nebenbei.
Sanne schrieb:Dort wo Mensch und potentiell gefährliche Tiere einen Lebensraum teilen, gehört es auch zum Tierschutz, darüber nachzudenken, ob eine Umsiedlung der Löwen denkbar und notwendig ist, wenn Entschädigungen der Bevölkerung, Aufklärung usw. nichts bringen. Was bringt es denn, das x-te Halsband zu sponsern oder die Arbeit eines Idealisten zu unterstützen, wenn am Ende in der Gegend immer noch Menschen leben, die Angst um sich und ihre Nutztiere haben und daher immer im Zweifel zur Waffe greifen werden, um sich der Gefahr zu entledigen?

Daher kommt für mich wohl nur in Frage, in entsprechende Entschädigungsfonds zu zahlen – in der Hoffnung, dass die Verteilung gerecht und sachbezogen erfolgt, mich für Schutzgebiete und letztlich dann für eine Umsiedlung stark zu machen.
Es stellen jetzt so Einige Vieles in Frage. Wenn Du 4 Seiten zurück blätterst, kannst Du nachlesen, dass ich das auch tue. Eine Umsiedlung halte ich aus einer Vielzahl an Gründen für einen untauglichen Ansatz. Was Du dabei zunächst mal vergisst: Zwischen Ugab und Hoarusib profitieren tausende Locals direkt oder indirekt vom Tourismus. Denen nimmst Du etwas weg; deren Lebensumstände verschlechterst Du, wenn Du potentielle Problemtiere wie (Wüsten-)Löwen und (Wüsten-)Elefanten umsiedelst, die gleichzeitig touristische Hauptattraktionen sind. Es ist ja in keinster Weise so, dass alle Locals gegen die Löwen sind. Davon abgesehen stellt sich auch die Frage, wo die Reise eigentlich hingehen soll? Dass die Viehhaltung in dieser semiariden Gegend nicht zu dauerhaften Wohlstand für die Bevölkerung führen wird, ist ein gesicherter Fakt. Wir hatten gerade erst 2 Jahre Dürre und teilweise Hunger. Soll das der Status für alle Ewigkeit sein, weil man die touristischen Hauptattraktionen zugunsten einiger Viehhalter ausradiert?

100 bis 150 Löwen zu fangen und umzusiedeln dürfte auch einen Millionenbetrag kosten (zum Vergleich: ein einziges Nashorn von Südafrika nach Botswana umzusiedeln kostet 40.000 bis 100.000 USD). Wo soll das Geld herkommen? Und bevor man solche Summen für eine Umsiedlung aufbringt, kann man zu geringeren Kosten noch eine Menge anderer Maßnahmen probieren.

Wenn man die Löwen umsiedeln wollte, dann müsste man sie in einen eingezäunten Nationalpark bringen. Bringt man sie nur hundert Kilometer weg, sind sie sonst wahrscheinlich nach einer Woche wieder da. Die Löwen in der Kunene-Region sind aber auch deshalb so wertvoll, weil sie abseits anderer Rudel und bestimmter Krankheiten übertragender Tiere leben und kerngesund sind. Die Löwenpopulationen in vielen Nationalparks in Afrika sind zu großen Teilen von Tuberkulose, "Katzen-Aids" und anderen Krankheiten befallen. Das würde die umgesiedelten Wüstenlöwen wohl auch ereilen.

Die EINE Lösung (wie z.B. Umsiedlung) wird es für das Projekt wohl nicht geben. Es wird wohl eher ein mühsamer, komplexer Mix aus verschiedenen Maßnahmen sein. Und es wird auch nicht der letzte Rückschlag gewesen sein. Trophäenjagd kann möglicherweise ein Teil der Lösung sein, aber im Moment ist es für mich ziemlich klar noch Teil des Problems und nicht der Lösung.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 01. Sept. 2014
95 Beiträge · seit 201302. Sept. 2014 ·
1 Sep 2014. Desert Lion Project on Hold. The Desert Lion Conservation project has been put on hold temporarily to address a number of administrative and logistical problems.

Desert Lion hat nicht aufgegeben oder? Hoffe so dass es weiter geht für die Löwen und Lösungen gefunden werden.

Gruss Florence
Liebe Grüsse, Sonja
4’132 Beiträge · seit 200802. Sept. 2014 ·
Florence schrieb:
Desert Lion hat nicht aufgegeben oder?
Sicherlich nicht!
Es steht doch auf der Website, - eine zeitlich begrenzte Ruhe, weil es soviel administrative und logistische Probleme zu erledigen gibt.

Allein für seine letzten Reifenreparaturen hat er 38 Stopfen gebraucht... - das ist auch keine Freude im Feld, - anstatt sich seiner wissenschaftlichen Arbeit widmen zu können.

Außerdem muss er vielleicht nach Windhoek und die Spendengelder von Hitradio Namibia in Empfang nehmen, - s.o. im Post von travelNAMIBIA 🙂

Gruß lilytrottter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 02. Sept. 2014
33,4k Beiträge · seit 200605. Sept. 2014 ·
Moin zusammen,

heute wurde der Scheck über 51.000 Namibia Dollar an Flip übergeben. Foto und Details hier: https://www.facebook.com/hitradionamibia/posts/569233519871778

Nachtrag: Interview mit Flip von heute könnt ihr hier anhören: www.hitradio.com.na/programm/interviews/

Viele Grüße aus dem warmen Windhoek
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2014
983 Beiträge · seit 201106. Sept. 2014 ·
Hallo Christian, hallo alle,

in dem Interview spricht Flip davon, dass er das Geld zum großen Teil für ein neues Halsband ausgibt (ein altes wurde bekanntlich vernichtet) und mit Blick auf den Verlust der beiden Löwen nun darauf hoffe, dass ein männlicher Löwe in das Gebiet der Rudel einwandert.

Wenn ich es richtig verstehe, dann frage ich mich:

Woher sollte der "Neue" denn wie in das Zielgebiet kommen?

Und warum siedelt man nicht einfach (durch Transport) einen neuen männlichen Löwen als Ersatz für die abgeschossenen um (frisches Gen-Blut für die Rudel)?
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2014
33,4k Beiträge · seit 200606. Sept. 2014 ·
Hi Ralf,
Woher sollte der "Neue" denn wie in das Zielgebiet kommen?
zuwandern, so wie auch der Terrace Male erst vor gut 6-8 Wochen dorthin gewandert ist, nachdem das andere große Männchen getötet wurde. Das ist alles recht detailliert auf der Website von Desert Lion Conservation nachlesbar.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ThemenstarterGast06. Sept. 2014 ·
Hallo,
rhh64 schrieb:Woher sollte der "Neue" denn wie in das Zielgebiet kommen?
Das Floodplain-Rudel hatte Anfang 2012 gleich 5 Junge bekommen, alle männlich, alle haben überlebt: die 5 Musketeers. Die sind jetzt 2,5 Jahre alt. Ich vermute, dass Philip hofft, dass 1-2 von den 5 Musketeers in absehbarer Zeit das Okongwe-Rudel übernehmen. Die sind zwar noch relativ jung, aber es gibt ja weit und breit keine Konkurrenz, mit der sie sich messen müssten und die sie abhalten könnte. Für den Genpool wahrscheinlich nicht ganz optimal, da die 5 Musketeers glaube ich auch von Rosh abstammen.

In der Ehirovipuka-Conservancy, die westlich an den Etosha grenzt und vor allem für Trophäenjagd genutzt wird, gibt es wohl auch noch einige Löwen. Ich weiß nicht, ob von da mal einer zuwandern könnte.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2014
2’530 Beiträge · seit 201109. Sept. 2014 ·
9 Sep 2014. Recent Developments. The Desert Lion Project travelled to Windhoek for a meeting with the Ministry of Environment & Tourism on 5 Feb 2014. The future of the Desert Lion Project was discussed with emphases on improved and more regular communications by the Desert Lion Project as well as the value of the Project to MET, the Skeleton Coast Park and the conservation / Human Wildlife Conflict efforts in the region. The Desert Lion Project will continue as soon as a research permit with new conditions that meet the needs and expectations of MET has been issued. The Desert Lion Project is committed to this process and trust that the research and monitoring will continue shortly.
😉

Guido, brauche Deinen Input. Danke!
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
ThemenstarterGast10. Sept. 2014 ·
Input in langer Nacht geliefert. Hoffe ich zumindest 🙂

Beste Grüße

Guido
2’530 Beiträge · seit 201110. Sept. 2014 ·
Danke Guido. Alles bekommen. Werde per Mail antworten.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
95 Beiträge · seit 201303. Okt. 2014 ·
Hallo zusammen, weiss jemand was mit dem Desert Lion Projekt los ist? Wartet Dr. Stander immer noch auf sein Permit? Hoffe dass er weiter machen kann.
Gruss, Sonja
Liebe Grüsse, Sonja
33,4k Beiträge · seit 200603. Okt. 2014 ·
Moin Sonja,

Flip kann unter deutlich veränderten Bedingungen (zu seinen Gunsten verändert!) weiter machen. Dies sagte er gegenüber der Presse vor etwa 3-4 Wochen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!