Kapstadt - Jo´burg über Namibia/Botswana/VicFalls

3 Antworten · 1'208 Aufrufe · gestartet 03. Juli 2012 von Walkabout2010
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201203. Juli 2012 · #1
Liebe Mitglieder!

Bin heute durch Zufall auf diess Forum gestoßen und habe mich gleich angemeldet.

Wir planen für August/September 2013 eine 6wöchige Tour von Kapstadt - Johannesburg. Da wir in der absoluten Hauptsaison unterwegs sind wollen wir so früh wie möglich mit der Planung anfangen.

Unsere Idee wäre erst einmal ein paar Tage Kapstadt, dann hoch nach Namibia - Botswana (könnt ihr den Caprivi-Streifen empfehlen?) - VicFalls für 2/3 Tage und dann nach Jo´burg.

Wir sind über jeden Tipp dankbar!
Jede Idee - von SEHEN bis muss man nicht sehen - ist willkommen!

Denkt ihr 6 Wochen sind für diese Tour eine gute Zeit?

Ich war schon in Südafrika, Nambia und VicFalls - allerdings immer organisiert. D.h. in Südafrika auch schon mal mit Leihwagen unterwegs. Und auf eigen Faust ist es noch mal eine andere Geschichte....

Reicht der kleinste 4x4 Mietwagen?
Wir wollen v.a. campen - worauf sollen wir achten bei der Wahl der Campingplätze?

VIELEN DANK für euere Hilfe!
🙂
3'491 Beiträge · seit 200603. Juli 2012 · #2
Hallo Walkabout,
vor allem anderen: herzlich willkommen im Forum.
Dass Ihr schon jetzt mit der Planung beginnt, ist sicher vernünftig.Nicht nur, weil ( fast) Hauptsaison ist, sondern weil eine so große Tour angesichts des dann doch engen Zeitrahmens einer gute Vorbereitung bedarf - kurzfristige Alternativen könnten den ganzen Plan gefährden.
Da Ihr außerhalb der Regenzeit fahrt, sollte ein normaler PKW reichen. Zumindest ist 4x4 nicht nötig, wenn Ihr nicht ausgesprochene Offroad-Gebiete durchfahren wollt. Aber das dürfte schon aus Zeitgründen wohl nicht der Fall sein. Dennoch warne ich vor einem "kleinen PKW": Ihr habt vermutlich auch noch Campinggepäck dabei und für 6 Wochen braucht man mehr als eine kleine Reisetasche. Dann solltet Ihr unbedingt ein 2. Ersatzrad mitnehmen - da ist der Kofferaum u.U. schon voll. Ganz abgesehen davon ist ein etwas größeres und vor allem höheres Fahrzeug wegen der besseren Sichtmöglichkeiten immer vorzuziehen.Mein Vorschlag daher: VW-Bus, Toyota Condor oder Nissan X-Trail - die sind alle auch ohne 4x4 zu bekommen und dann meist deutlich günstiger.
Wenn Ihr in Kapstadt anfangt, dann wird es dort vermutlich recht "frisch" sein - neblig, kalt und windig.Zumindest müsst Ihr damit rechnen.Ihr werdet Euch deshalb in Kapstadt nicht allzu lange aufhalten wollen. Zeitlich solltet Ihr so planen, dass Ihr Ende August in Springbok seid - wegen der Wüstenblüte.Es kann Euch zwar keiner garantieren, dass Ihr sie auch erwischen werdet, aber wenn, dann ist das ein wunderschönes Erlebnis (Kapstadt - Springbok mit Aufenthalt ca. 6-7 Tage)
Von Springbok über Noordoewer am Oranje entlang über Rosh Pinah bis Aus ( mindestens 3 Tage + Aufenthalt in Aus = 5 Tage).
Von Aus über Sossusvlei und Swakopmund nach Windhoek ( 7 Tage).
Von Windhoek über Etosha bis Rundu - mindestens 7 Tage.
Von Rundu durch den Caprivi bis Kasane und von dort einen Tagesausflug zu den VicFalls (6-7 Tage)
Dann habt Ihr gerade noch 1 Woche bis Johannesburg, was gerade ausreicht, um noch einen 2-3 tägigen Zwischenstop im Tuli-Block oder in Pilanesberg einzubauen.
Ihr seht, das Zeitkorsett kneift schon etwas, aber mir scheint das so machbar, ohne allzu große Hetze befürchten zu müssen.
Viel Spaß bei der weiteren Planung.
Gruß Joli
Themenstarter2 Beiträge · seit 201203. Juli 2012 · #3
Hallo Joli!

Vielen, vielen Dank für deine nette und hilfreiche Antwort! 🙂

Wir wollen einfach aus den 6 Wochen soviel wie möglich - allerdings ohne Stress und auch mit etwas Puffern - raus holen.

Wichtiger Punkt für uns: Ist Botswana ohne 4x4 machbar???? Würde ggf. 2x4 ausreichen?
Wir wollen keine Pisten fahren, dachten eher an Pirschfahrten in die NP - die wir auf jeden Fall sehen wollen.
Gibt es entsprechende Angebote von den Camping-Plätzen am Rande der NPs.
Wir haben auch über eine mehrtägige Tour ins Delta nachgedacht.

Und: Hast du zufällig eine Idee, wieviel man für Pirschfahrten, z.B. Moremi, Chobe rechnen muss?

VIELEN VIELEN DANK
🙂
3'491 Beiträge · seit 200603. Juli 2012 · #4
Hallo Walkabout,
ja - man kann Botswana durchaus auch ohne 4x4 bereisen. Aber da bei Eurer Planung mit Botswana vor allem das Okavango-Delta und der Chobe NP gemeint zu sein scheint, da wird es ohne 4x4 schwierig bis unmöglich - oder teuer.Teuer vor allem dadurch, dass Ihr von Maun aus auch ins Delta fliegen und Euch dort in einer der vielen Lodges niederlassen könnt ( natürlich mit Gamedrives). Aber da seid Ihr sehr schnell bei 1000 € pro Tag. Von Maun aus kann man auch ohne 4x4 nach Kasane an den Chobe kommen - aber nur über Nata, was ein ziemlicher Umweg ist (km-mäßig). Die direkte Strecke über Savuti geht nur mit 4x4. Auch der Chobe NP ist eigentlich nur mit 4x4 befahrbar.Allerdings bieten dort die meisten Lodges geführte Gamedrives an, so dass man das eigene Auto nicht braucht.Den Ausflug zu den VicFalls würde ich sowieso nicht mit dem eigenen Auto machen, sondern als geführte Tour. So entgeht man den Unwägbarkeiten beim Grenzübertritt.
Aus vorstehenden Gründen habe ich Euch den Caprivi empfohlen, den man nicht zu Unrecht als das " kleine Okavango-Delta" bezeichnet. Dort sind nahezu alle Ziele mit Normalantrieb erreichbar. Nur am Kwando gibt es ein paar Lodges, die im Sumpfgebiet liegen - die haben dort aber einen Shuttle-Dienst für den Gästeverkehr eingerichtet.
Wenn Ihr unbedingt etwas vom Okavango mitbekommen wollt, dann könnt Ihr das auch vom Caprivi aus tun: Shakawe und dort Drotzkys Cabin bzw. Landons Lodge sind nur ca. 60 km von der B8 (Divundu) entfernt. Man lernt dort den Panhandle kennen - endlose Wasserarme mit reichem Tierleben, vor allem Vögel, aber auch Krokos, Hippos, Elefanten und Antilopen.Aber Vergleichbares gibt es auch am Kwando.
An Campingplätzen gibt es eigentlich keinen Mangel - sowohl im Caprivi wie auch in Botswana.
Die Kostenfrage ist immer etwas heikel, weil es letztlich darauf ankommt, wie hoch Eure Erwartungen an Komfort und Luxus sind. Pirschfahrten (Gamedrives) gehören bei den meisten Lodges mit zum Übernachtungspreis; nicht jedoch bei den Campingplätzen.Lodgeunterkünfte fangen meist bei 100€ pP an - nach oben fast ohne Grenze. Dabei ist Botswana zumeist im oberen Preissegment angesiedelt, bietet aber iaR auch mehr Komfort.
Gruß Joli