WoMa schrieb:
So ist es nun einmal. Aber das ist nicht die Lösung, denn diese Geschäfte sind zum größten Teil zum Scheitern verurteilt, das ist Augenwischerei. Würde man Leute ins Land holen, die die Einheimischen ausbilden, wäre das viel besser, aber das wollen sie eben nicht. Die Regierung zumindest nicht. Viele der schwarzen Namibier würden das schon begrüßen.
Sicherlich kann man auch mit wenig Geld und geringem Bildungsstand aus der Armut herauskommen, aber nicht, wenn nichts in Ausbildung investiert wird. "Arm" heißt ja nicht "dumm", es heißt nur, man hatte keine Chance, ist in Katutura geboren, und das bestimmt das ganze Leben.
Da nützt es eben auch nichts, wenn man den weißen Namibiern die Stellen verweigert und sie ausschließlich Schwarzen gibt. So kommt man nicht weiter, auch wenn man das "Black Empowerment" nennt. Das nützt niemandem, weder schwarz noch weiß. Aber das müßten die Oberen erst einmal einsehen.
Deshalb läuft eben alles in Privatinitiative, und jetzt geht es vielleicht sogar ein wenig voran, nachdem der bisherige Botschafter Namibias aus Deutschland zurückkehrt und hier in Namibia Minister wird. Er will sich um die NGOs kümmern, will dafür sorgen, daß Spenden ins Land eingeführt werden können, ohne verzollt werden zum müssen (tolle Idee: Da spenden Leute in Europa für Leute in Namibia, die nichts haben, und dann sollen die Empfänger, die nichts haben, Zoll dafür bezahlen. Das ist afrikanische Logik) und auch, daß die Projekte alle erfaßt und koordiniert und hoffentlich auch von der Regierung unterstützt werden. Aber wir wissen noch nicht, was daraus wird. Er wird dafür bei seinen Regierungskollegen hier in Namibia vielleicht keine Unterstützung finden, denn die halten das ja für richtig, wie es jetzt ist.
Man kann doch niemanden ein eigenes Business starten lassen der nur eine minderwertige Schulbildung genossen hat, oder?O doch, man kann. Frag mal die Regierung hier in Namibia. 😉 Als Namibier kannst Du das sofort, als Deutscher mußt Du mindestens einen Universitätsabschluß nachweisen, damit Du einwandern und dasselbe machen darfst. Und dann natürlich noch Geld und sonstiges Know-how. Merkwürdigerweise scheint das bei Ausländern Voraussetzung zu sein, Namibier brauchen das alles nicht – jedenfalls nicht, wenn sie schwarz sind –, die können das alles von selbst.
So ist es nun einmal. Aber das ist nicht die Lösung, denn diese Geschäfte sind zum größten Teil zum Scheitern verurteilt, das ist Augenwischerei. Würde man Leute ins Land holen, die die Einheimischen ausbilden, wäre das viel besser, aber das wollen sie eben nicht. Die Regierung zumindest nicht. Viele der schwarzen Namibier würden das schon begrüßen.
Sicherlich kann man auch mit wenig Geld und geringem Bildungsstand aus der Armut herauskommen, aber nicht, wenn nichts in Ausbildung investiert wird. "Arm" heißt ja nicht "dumm", es heißt nur, man hatte keine Chance, ist in Katutura geboren, und das bestimmt das ganze Leben.
Da nützt es eben auch nichts, wenn man den weißen Namibiern die Stellen verweigert und sie ausschließlich Schwarzen gibt. So kommt man nicht weiter, auch wenn man das "Black Empowerment" nennt. Das nützt niemandem, weder schwarz noch weiß. Aber das müßten die Oberen erst einmal einsehen.
Deshalb läuft eben alles in Privatinitiative, und jetzt geht es vielleicht sogar ein wenig voran, nachdem der bisherige Botschafter Namibias aus Deutschland zurückkehrt und hier in Namibia Minister wird. Er will sich um die NGOs kümmern, will dafür sorgen, daß Spenden ins Land eingeführt werden können, ohne verzollt werden zum müssen (tolle Idee: Da spenden Leute in Europa für Leute in Namibia, die nichts haben, und dann sollen die Empfänger, die nichts haben, Zoll dafür bezahlen. Das ist afrikanische Logik) und auch, daß die Projekte alle erfaßt und koordiniert und hoffentlich auch von der Regierung unterstützt werden. Aber wir wissen noch nicht, was daraus wird. Er wird dafür bei seinen Regierungskollegen hier in Namibia vielleicht keine Unterstützung finden, denn die halten das ja für richtig, wie es jetzt ist.






