Quo vadis, SA?

1’048 Antworten · 262k Aufrufe · gestartet 26. Sept. 2006 von Yoshikawa
Bilder klein
Antworten
667 Beiträge · seit 200624. Jan. 2008 ·
Hallo Georg,
dieser Link koennte direkt aus der Kueche eines Propagandaministeriums gekommen sein. Statistiken sind die Hure des Beweises, jeder kann sie fuer seine Zwecke ge-/missbrauchen. Wie es im taeglichen Leben aussieht, werde ich demnaechst mal schreiben, besonders zu Yoshikawas ESKOM Artikel oben. Vorerst herzlichen Gruss, Helmar
(NB fuer fluechtige Leser: Georg hat den Link nur als andere Meinung zitiert, er ist also fuer den Inhalt nicht verantwortlich.)
667 Beiträge · seit 200624. Jan. 2008 ·
Wie Ihr aus Yoshikawas link oben wisst, hat RSA ein massives Problem mit der Elektrizitaetsversorgung, welches die wirtschaftliche Entwicklung des Landes in ernste Schwierigkeiten bringt. Die Regierung hat jetzt erstmals anerkannt, dass es ueberhaupt ein Problem gibt. Das war bisher negiert worden. Eine Loesung ist aber nicht in Sicht.
Wie sieht es nun im taeglichen Leben aus, das man sich in den Kernlaendern Europas wahrscheinlich nicht mehr richtig vorstellen kann.
Jeden Tag wird der Strom im Land fuer einige Stunden in wechselnden Gebieten komplett abgestellt. Zwar gibt es einen Zeitplan dafuer (“load shedding”), aber der muss nicht stimmen. Meist kommt es unverhofft und ausserhalb der angekuendigten Zeit.
So kann z.B. in diesem Augenblick power-off kommen und dieser Beitrag waere futsch. Aber danke fuer autosave an WORD!
Man ueberlegt sich, wann man zur Bank oder zum Supermarkt geht, denn die koennen wegen Stromausfall geschlossen sein – wenn das Notstromaggregat nicht einspringen kann.
Waschmaschine, Kuehlschrank, Kochplatte fallen aus. Warmes Essen dann natuerlich auch. Mitten im Verkehr fallen die Ampeln aus, ein regelnder Polizist kann kommen, oder auch nicht. Der Besuch eines Restaurants wird zum unfreiwilligen candlelight dinner, im Kino gehen die Lichter aus, bei Vortraegen fallen Projektor und Microphon aus. Besucher zu Hause bekommen keinen Kaffee oder Tee mehr angeboten. Und wenn die elektrische Pforte keine starke Hilfsbatterie hat, bleiben Besucher mal schnell ein paar Stunden laenger. An der Tankstelle wartet man vielleicht zwei oder mehr Stunden bevor es wieder Sprit gibt und man die Reise fortsetzen kann. Besucher der Kabelbahn Kapstadt sitzen stundenlang oben fest oder in der Gondel. In einem Krankenhaus haben die Schwestern 45 Minuten mit dem Ambu-Beutel die Intensivpatienten beatmet bis der Hilfsgenerator repariert war und ansprang, ohne zu wissen, ob der Patient ueberhaupt noch Herzaktionen im EKG hat.
Benzingetriebene Stromgeneratoren haben zwar Hochkonjunktur. Aber nicht jeder kann sich einen hinstellen, und den auch gross genug, das ist unbezahlbar.
Niemand weiss, wie es 2010 zur Fussball-Weltmeisterschaft werden soll, denn da wird so richtig zusaetzliche E-Energie gebraucht. Macht Euch mal Gedanken ueber die Stromfresser: Stadionbeleuchtungen, internationale Fernsehuebertragungen, Grossbildschirme und Fanmeilen, usw – alles im Dunkeln??
Achselzuckend…
Helmar (aus Durban)
2’732 Beiträge · seit 200624. Jan. 2008 ·
Kann ich sogar noch mehr dazu beitragen!

Unser Freund arbeitet bei einer grossen Minengesellschaft und die haben bereits am eignen Leib erfahren, dass die Regierung neue Investoren daraufhinweist, dass mit der Loesung der Engergiekrise nicht vor 2013 zu rechnen ist!
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Gast24. Jan. 2008 ·
Hallo,

niemand bestreitet, dass es derzeit viele negative Entwicklungen in Südafrika gibt. Aber ein zu 100,0% negatives Bild trifft die Realität wohl auch nicht ganz. Insofern vielen Dank an Georg für die "good news".

Zum Strom: Soweit ich gelesen habe, soll 2011 das nächste Kraftwerk in SA ans Netz gehen, was dann freilich auch erst nach der energiehungrigen Fussball-WM ist. Eskom wird wohl die Energieexporte nach Namibia und Botswana schnellstmöglich beenden, wodurch SA 5% mehr Strom erhält. Und in Mosambik wird wohl gerade irgendein Kraftwerk neu gebaut, an dem Eskom partizipieren möchte.

Was ich mich immer frage ist, warum Namibia und Südafrika nicht verstärkt auf Windenergie setzen? Eskom möchte bis zu 10 Atomkraftwerke bauen. Aber Projektion und Bau eines AKW dauert 10-15 Jahre. Windräder kann man recht schnell projektieren und aufbauen - in jedem Fall noch rechtzeitig zur Fussball-WM. Angesichts von 3000 km Küstenlinie sollte es an exzellenten Standorten in SA auch wirklich nicht mangeln. Strom aus Windenergie ist auch billiger als z.B. Strom aus Photovoltaik. Mit ca. 60 Windrädern an verschiedenen Standorten könnte auch Namibia seine Energieprobleme für viele Jahre lösen. Heute beziehen die 27% des Bedarfes von Eskom.

Beste Grüße

Guido
118 Beiträge · seit 200724. Jan. 2008 ·
Hallo,

das mit der Windkraft ist immer wieder schön zu lesen. Fakt ist aber auch, dass Windenergie wesentlich teurer ist als fosile Energien, ganz zu schweigen von der Kernenergie. Und ein Land wie Südafrika, das auf günstige Energie angewiesen ist und ein ANC in der Pflicht steht, schwarze Bevölkerungsanteile günstig mit Energie zu versorgen, um somit Druck von der Straße zu nehmen, kann sich teure Energieformen wie Windenergie nicht leisten.
Außerdem ist Windenergie weder grundlastfähig noch gibt es in Südafrika ein flächendeckendes Elektrizitätsnetz, das an geeigneten Küstenstandorte den dort produzierten Strom abnehmen könnte. Ich denke hier besonders an die Westküste.
Kurzfristig helfen wohl nur fowsile Großkraftwerke und längerfristig Kernkraft im Gesamtraum und eine günstigere Photovoltaik oder Biomasse durch Zuckerrohr in KwaZulu Natal in dezentralen Lagen für Teilräume.
Ansosnten müssen energieintensive Produktionen wie Aluminiumhütten wohl wieder in die Abnehmerländer wie Deutschland, aber dann verhagelt es wohl Gabriels Klimabilanz...
Schöne Grüße
Keimoes
Gast24. Jan. 2008 ·
Hallo,

keimoes schrieb:
das mit der Windkraft ist immer wieder schön zu lesen. Fakt ist aber auch, dass Windenergie wesentlich teurer ist als fosile Energien,
Hast Du dafür wirklich Fakten oder ist das Hörensagen? Windenergie ist in Deutschland auch ohne staatliche Förderung annähernd wettbewerbsfähig. Grundlaststrom kostete z.B. gestern an der EEX 0,059 EUR. Spitzenlaststrom kostete gestern 0,071 EUR. Strom aus Windenergie wird laut EEG mit 0,055 EUR vergütet (In den ersten 5 Jahren gibt es 0,032 EUR Aufschlag). Ich kann das "wesentlich teurer" deshalb nicht ganz nachvollziehen.

Letztlich baut man Stromerzeugungsanlagen auch nicht für 2 oder 3 Jahre, sondern für 15-40 Jahre. Deswegen ist eine Betrachtung nur auf Basis heutiger Kostenvergleiche nicht unbedingt hilfreich. Der Energieträger Wind unterliegt im Gegensatz zu fossilen Energieträgern weder nachfrage- noch inflationsbedingten Preissteigerungen. Ich bin nicht sicher ob in 15 Jahren fossile Energieträger wirklich noch billiger sind. Ich bin dagegen ganz sicher, dass auch in 15 Jahren der Energieträger Wind noch genau 0,00 kostet.

Freilich hat Südafrika den Vorteil, größere Kohlevorkommen zu haben und damit zumindest auf einige Zeit unabhängig von Importen zu sein. Aber Kohle wird definitiv teurer werden. Windenergie wird mit der Zeit immer günstiger.
Und ein Land wie Südafrika, das auf günstige Energie angewiesen ist und ein ANC in der Pflicht steht, schwarze Bevölkerungsanteile günstig mit Energie zu versorgen, um somit Druck von der Straße zu nehmen, kann sich teure Energieformen wie Windenergie nicht leisten.
Siehe oben. Windenergie ist nicht so teuer. Und noch weniger kann es sich Südafrika leisten, erst in 10 oder 15 Jahren die Energieprobleme mittels AKWs zu lösen. Bis dahin wäre alles kollabiert.
Außerdem ist Windenergie weder grundlastfähig noch gibt es in Südafrika ein flächendeckendes Elektrizitätsnetz, das an geeigneten Küstenstandorte den dort produzierten Strom abnehmen könnte.
Durch einen Mix von Standorten nivellieren sich die Verfügbarkeitsprobleme. Darüber hinaus gibt es Ansätze dieses grundsätzlich nicht bestreitbare Problem zu lösen. Mehrere Firmen experimentieren beispielsweise mit Windrädern, die nicht Strom, sondern Pressluft erzeugen. Pressluft lässt sich im Gegensatz zu elektrischer Energie billig speichern und kann dann kontinuierlich und windunabhängig eine Turbine antreiben.

Das Energienetz wird so oder so ausgebaut werden müssen. Auch 10 neue Atomkraftwerke stehen nicht an einem Ort und alle Verbraucher sitzen auch nicht direkt am Atomkraftwerk.
Kurzfristig helfen wohl nur fowsile Großkraftwerke und längerfristig Kernkraft im Gesamtraum und eine günstigere Photovoltaik
Wenn Du Windkraft zu teuer findest, verwundern mich Gedanken an Photovoltaik. Das ist wirklich teuer. In Deutschland 8-10 mal so teuer wie Windenergie. In Afrika ist die Sonneneinstrahlung zwar höher, aber sehr teuer bleibt das trotzdem. Das lohnt auf absehbare Zeit wohl nur für autarke Anlagen fernab aller Stromnetze. Aktuell schein der Umweg über Solarthermie noch erfolgsversprechender.

Beste Grüße

Guido
ThemenstarterGast25. Jan. 2008 ·
Moin zusammen,

ich möchte noch einmal auf die von Helmar geschilderten Auswirkungen der Stromausfälle eingehen und dabei den Fokus auf Wirtschaft (Produktionsausfälle, Umsatzverluste) und Finanzen (Steuerausfälle; drei Millionen Steuerzahler bei einer Bevölkerung von 40+ Millionen. http://www.int.iol.co.za/index.php?set_id=1&click_id=13&art_id=nw20080123153839131C812674) eingehen.

Überlegt Euch einmal, wie es wäre, wenn in Deutschland der Strom ausfiele. Was würde alles nicht funktionieren? Produzierendes Gewerbe kann nicht mehr arbeiten. Wenn es ein kontinuierlicher Produktionsprozess sein muss, dessen Unterbrechung die Maschinen beschädigen oder zerstören würde, muss die Produktion ganz eingestellt werden. Kühlketten können nicht aufrechterhalten werden, Produkte verderben. Für das Land wichtige Produkte können nicht mehr im Land selbst produziert werden, sondern müssen für teures Geld importiert werden. Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, neue werden nicht geschaffen, der Staat verliert Steuern und Investitionskapital. Im schlimmsten Fall wird bestehendes auch abgezogen.
http://www.sowetan.co.za/News/Article.aspx?id=689687

Und das alles trotz einer möglichen Autarkie auf dem Energiesektor für Südafrika. Südafrika hat riesige Kohlevorkommen. In den 80er-Jahren war zu viel Strom auf dem Markt und Eskom hat einige Kraftwerke eingemottet. Unter Berücksichtigung des prognostizierten wachsenden Energiebedarfs hätte eine sachgerechte Zukunftsplanung schon vor Jahren dazu führen müssen, diese Kraftwerke zu modernisieren und wieder in Betrieb zu nehmen oder neue zu bauen. Aber da ist halt AA vor!
Eskom bosses paid huge bonuses
http://www.fin24.co.za/articles/default/display_article.aspx?Nav=ns&ArticleID=1518-24_2257927
The government-owned Hwange Colliery Company stopped mining coal on Monday after a power outage, said the state-controlled daily Herald newspaper. The colliery is the sole supplier of coal to the adjacent 1 200 megawatt Hwange thermal power station in north-west Zimbabwe, the country's largest power station.
http://www.int.iol.co.za/index.php?set_id=1&click_id=3045&art_id=nw20080124112522411C723569
Im Klartext bedeutet dies, dass Namibia, sollte der Zustand länger andauern, weder das Geld für den Zimbabwe-Kredit zurückbekommt, noch in Stromlieferungen bezahlt wird. Ebenfalls bedeutet das, dass die namibische Stromversorgungslücke nicht geschlossen wird, sondern die Situation wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach durch die südafrikanischen Probleme noch verschlimmern.
Wohlgemerkt: Hier handelt es sich um Tatbestände, die den in Regierungs- und Wirtschaftsverantwortung stehenden Personenkreisen seit Jahren bekannt sind!
Nampower said South Africa's reduced exports did not constitute a breach of agreements, as these agreements only guaranteed availability of power when Eskom had sufficient capacity.
http://www.engineeringnews.co.za/article.php?a_id=125072
Eskom sagt, die Exporte wären eingestellt. Nampower sagt, sie wären nur reduziert worden. Wer lügt?

Nun noch einmal zu den guten Nachrichten. Hier ist noch so eine Site:
http://www.homecomingrevolution.co.za/

Scheint jedoch nicht so ganz zu klappen:
http://www.fin24.co.za/articles/default/display_article.aspx?Nav=ns&ArticleID=1518-1786_2257734

Zum Abschluss etwas Humoriges:

Before '94 the government shouted "white power"
After '94 The new government shouted "black power"
Finally we can stand together and shout "NO POWER"


Was hatten Zimbabwe und Südafrika, bevor es Kerzen und Paraffinlampen gab? – Elektrizität!

Gruß, Michael

667 Beiträge · seit 200625. Jan. 2008 ·
Wie waer's hiermit?
😐
Helmar
ThemenstarterGast25. Jan. 2008 ·
Moin zusammen,

hier noch ein Nachtrag:
Power crisis deepens
http://www.news24.com/News24/Africa/News/0,,2-11-1447_2256490,00.html
Blackouts affect water supply
http://www.news24.com/News24/South_Africa/News/0,,2-7-1442_2258265,00.html
Eskom is preparing for a flood of claims for damages as a result of the blackouts that have hit the country.
http://www.int.iol.co.za/index.php?art_id=vn20080124111007266C989032

Gruß, Michael

Gast26. Jan. 2008 ·
Wie ich sehe geht das Philosophieren und Herumdoktern weiter.
Nach der Stromversorgung schlage ich als nächstes vor, uns der Wüstenbildung zu widmen, die in Afrika droht, seitdem wir, afrikaner, massive Probleme mit dem Regen haben.

Afrika ist wie eine Frau, die vergewaltigt und gewaltsam zur Prostitution gezwungen wurde. Jeder kommt und bedient sich. Jedes Mal, wenn eins ihrer Kinder sich zu Wehr setzte, wurde er ermordert.
Jetzt sind Schaulustige da, und philosophieren, oder machen sich über diese Frau und ihre Kinder lustig. Und wenn die Kinder sagen: "unsere Mutter wurde vergewaltigt, zur Prostitution gezwungen, und konnte deshalb nicht für uns sorgen", schreien die alle, und schimpfen gegen diese zunichtsgut Kinder, die nicht Mal in der Lage sind, ihr Haus in Griff zu kriegen, und kommen immer wieder mit der selben Geschichte.
FAKT ist, diese Geschichte hat einen entscheidenden Einfluss auf die Kinder gehabt.
Mir ist natürlich klar, warum man, den Ursprung des Unheils gerne übersieht, oder ihm gar keine Bedeutung beimisst, und sich lieber mit den Folgen beschäftigt.

Da ist ein Volk, mit dem seit eh und je, nur gewaltsam umgegangen wurde.
Da ist ein Volk, dass sei eh und je nur eins gesagt bekommt: "du warst nichts, du bist nichts, und es wird immer so sein", "du hattest keine Geschichte, bis wir kamen, du hast keine Zukunft, wenn wir weg sind".
Da ist ein Volk, das so gehasst wurde, daß an biologischen Waffen dagegen geforscht wurde (ich sage nur Wouter Basson)
Und dieses Volk sollte völlig heil davon gekommen sein? Das glauben die Herrschaften doch nicht im Ernst!

Nein, das hat Spuren hinterlassen, wir sind krank geworden. Und wenn man krank ist, zittert man, hat man Fieber, vielleicht Halluzinationen, wenn es ganz schlimm ist, und so weiter, weil der Körper gegen das Gift kämpft.
Und wir kämpfen gegen ein seit 600 J. agierendes Gift.

Mooli Mo
182 Beiträge · seit 200726. Jan. 2008 ·
Hallo Mooli Mo Wanga,

wenn jemand wie Du nur in den Rückspiegel schaut,der wird den Abgrund vor sich nicht erkennen.

Deshalb Augen auf und runter mit den Scheuklappen.

LG: Dirk
LG Dirk
Gast26. Jan. 2008 ·
Hallo Mooli Mo Wanga,

ich kann Dir ja in vielen Punkten folgen. Der Zusammenhang zwischen Kolonialzeit/Apartheid und dem hier aktuell diskutiertem Strommangel in SA ist mir allerdings nicht ganz klar. Kannst Du mir da auf die Sprünge helfen?

Spiegel Online hat sich auch gerade unseres Dauerbrenner-Themas angenommen:
Afrika: Paradies der brutalen Selbstherrscher
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,527281,00.html

Ein bißchem schade das der Artikel nicht ein bißchen differenziert und zumindest mal Namibia und Botswana erwähnt, die sich aktuell doch etwas Positiver darstellen.

Beste Grüße

Guido
Gast26. Jan. 2008 ·
Globi schrieb:
Hallo Mooli Mo Wanga,

wenn jemand wie Du nur in den Rückspiegel schaut,der wird den Abgrund vor sich nicht erkennen.

Deshalb Augen auf und runter mit den Scheuklappen.

LG: Dirk
Das habe ich vorher geschrieben:
Und wenn man krank ist, zittert man, hat man Fieber, vielleicht Halluzinationen, wenn es ganz schlimm ist, und so weiter
Was muss ich sonst noch schreiben, um "den Abgrund" vor mir erkannt zu haben?
Nur, wir müssen den Grund richtig erkennen um uns heilen zu können. Wer Malaria hat und Fieber bekämpft ist so gut wie tot.

Mooli Mo
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2008
Gast26. Jan. 2008 ·
login37 schrieb:
Hallo Mooli Mo Wanga,

ich kann Dir ja in vielen Punkten folgen. Der Zusammenhang zwischen Kolonialzeit/Apartheid und dem hier aktuell diskutiertem Strommangel in SA ist mir allerdings nicht ganz klar. Kannst Du mir da auf die Sprünge helfen?

Beste Grüße

Guido
Gerne. Der Strommangel ist nur eine der vielfältigen Erscheinungen, dessen was uns plagt. Deswegen gehe ich das Thema globaler an.

Mooli Mo
Gast26. Jan. 2008 ·
login37 schrieb:
Hallo Mooli Mo Wanga,

Spiegel Online hat sich auch gerade unseres Dauerbrenner-Themas angenommen:
Afrika: Paradies der brutalen Selbstherrscher
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,527281,00.html

Beste Grüße

Guido
Was ich z.B. vermisse, und das habe ich meinen europäischen Freunden immer wieder gesagt. Die Bevölkerung in Europa wird offensichtlich dupiert. Die wenigstens wissen, was in ihrem Namen in Afrika gemacht wurde und immer noch wird. Ich habe mit Franzosen diskutiert, die nicht wussten, dass ihr Land Militärbasis in Afrika hatten.
Als 2004, ihre Armee auf Zivilisten in der Elfenbeinküste feuerte, wusste nicht mal die Nationalversammlung Bescheid, geschweige ein Mandat!
Warum, wenn man mit unserer Sicht der Dinge konfrontiert wird, anstatt uns immer wieder vorzuwerfen, daß wir für alles die "Sklaverei & Kolonialzeit"-Karte ziehen, warum gehen die Leute nicht hin, und verlangen von ihren Politikern eine Erklärung?
Ihr lebt doch in einer Demokratie, oder? Dann redet mal mit euren Politikern und verlangt zB parlamentarische Ausschüsse um Klarheit zu bringen, und Antworten auf Fragen wie:

1- wer gibt euren Politiker das Recht, unsere zu ermordern?
2- wie kann es sein, daß eine Rebellion aus dem Boden schiesst mit millionenteurer Ausrüstung (Waffen, Fahrzeuge, ..). Wo kam das Geld her, wir sind doch bettelarm? (Fakt ist: Gbagbo wollte Aufträge nicht mehr an Frankreich, sondern an Japan vergeben, weil Japan die günstigeren Konditionen anbot. Das gefiel dem Chirac natürlich nicht, und prompt, war eine bestens bewaffnete Rebellion da, mit politischer Unterstützung aus Frankreich)
3- was gibt euren Politikern das Recht, unsere Heimat als Spielwiese zu betrachten?
4- wie steht es mit der vermeindlichen "Entwicklungshilfe"? Ich kann euch sagen, sie entwickelt nur Bankkonten in der Schweiz. Und schaut mal nach wer diese Konten besitzt. Ihr werdet nicht schlecht staunen.
5- und so weiter, und so fort.

Das vermisse ich!
Anschreiben, nachhaken!

Mooli Mo
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2008
1’036 Beiträge · seit 200626. Jan. 2008 ·
Zu den Stromproblemen

In SA sagt man jetzt EKSDOM wer Afrikaans versteht.....

Die Experten regeln das jetzt 😎
HOME mit Afrika Links http://www.dersofaladen.de/home/ www.dersofaladen.de
1’036 Beiträge · seit 200626. Jan. 2008 ·
Quote
Mooli Mo Wanga schrieb:
Gerne. Der Strommangel ist nur eine der vielfältigen Erscheinungen, dessen was uns plagt. Deswegen gehe ich das Thema globaler an.
Quote

Da ich bin ich aber gespannt was da raus kommt.....

Neugieriger Georg
HOME mit Afrika Links http://www.dersofaladen.de/home/ www.dersofaladen.de
Gast27. Jan. 2008 ·
Georg schrieb:
Zu den Stromproblemen

In SA sagt man jetzt EKSDOM wer Afrikaans versteht.....
Die Dummen, sind die, die Haß zwischen Völkern schnüren, und glauben, sie seien Auserwählten und Halbgötter.

Georg schrieb:
Die Experten regeln das jetzt 😎
Sehr lustig. Habt ihr noch mehr solche Bilder auf Lager? Her damit, daß wir lachen.
Ich kann damit leben, es ist kein Problem. Über faule Witze kann ich auch lachen, soviel Selbstironie kann ich üben.

Mooli Mo
Dieses Thema ist geschlossen — neue Antworten sind nicht möglich.
Quo vadis, SA? · Seite 23 · Namibia-Forum