Route für 3,5 Wochen Namibia

6 Antworten · 1'647 Aufrufe · gestartet 01. Apr. 2012 von Korbi
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201201. Apr. 2012 · #1
Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin neu hier und bin begeistert von der Informationsfülle in diesem Forum.

Ich habe hier beim Durchstöbern schon viele Tipps aufgeschnappt und eine grobe Route für
die erste Namibiareise vom 12.9. bis 6.10. (zusammen mit meiner Freundin) zusammengestellt.
Nun möchte ich euch fragen ob die Route realistisch ist, ob ihr weitere Tipps habt und wie wir die zwei noch unverplanten Tage am besten nutzen können.

Wir sind mit einem gemieteten 4x4 mit Dachzelt unterwegs. Unser Schwerpunkt liegt auf Landschaft, Wandern und Tieren. Wir wollen hauptsächlich Campen und ab und zu in einer Farm/Lodge übernachten.

1. Tag: Ankunft und Übernachtung Windhoek
2. Tag: Bagatelle Kalahari Ranch
3. Tag: Fahrt über Maltahöhe zu den Tirasbergen und Übernachtung Koiimasis oder Namtib
4. Tag: Koiimasis oder Namtib
5. Tag: Sossusvlei mit Übernachtung im NWR Camp wenn möglich
6. Tag: Wanderung Naukluft Gebirge und Übernachtung Naukluft Camp oder Tsauchab River Camp
7. Tag: Übernachtung am Spreetshoogte Pass (Namibgrens oder Gecko)
8. Tag: Namib-Naukluft Park mit Übernachtung an einem der Campingplätze dort
9. Tag: Swakopmund
10.Tag: Swakopmund (Delphin/Wal-Tour)
11.Tag: Spitzkoppe
12.Tag: Erongo (Ameib Ranch)
13.Tag: Erongo (Erongo Plateau Camp)
14.Tag: Brandberg
15.Tag: Twyfelfontein
16.Tag: Palmwag
17.Tag: Vingerklip Lodge
18.Tag: Etosha (Okaukuejo)
19.Tag: Etosha (Halali)
20.Tag: Etosha (Namutoni)
21.Tag: Waterberg
22.Tag: Umgebung Windhoek
23.Tag: Heimflug 🙁

Wir haben noch zwei unverplante Tage. Was machen wir damit am besten? Welchen Stop sollten wir am besten noch ausdehnen?

Alternativ könnten wir auch noch den Köcherbaumwald und/oder Klein Aus Vista mitnehmen (dann würden wir über die B1 und B4 nach Südwesten fahren anstatt über die Maltahöhe)

Grüße, Korbi
3'491 Beiträge · seit 200601. Apr. 2012 · #2
Hallo Korbi,
auch Euch erstmal ein herzliches Willkommen.
Wir sind nicht so die "Wandergesellen", so dass ich Eure Route mehr aus der Sicht eines Lodge-Touristen sehe. Aber mein Empfinden - zu viele "One Night-Stops" - gilt auch für Euch. Wer viele km fährt, sieht nicht unbedingt mehr von Namibia. Das gilt ganz sicher für Etosha: dort nur 3 Nächte zu verbringen und dann auch noch jede Nacht in einem anderen Camp - das ist schon fast ein Sakrileg.Ihr seid zur besten Jahreszeit in Etosha - das muss man dann aber auch nutzen. Selbst für Namutoni, das ich nach dem Umbau als Camp überhaupt nicht mehr mag, würde ich mir 2 Nächte vornehmen. Für Halali und Okaukuejo sowieso.
Auch Bagatelle ist mit nur einer Nacht unter Wert geplant.Unterkunfte in Namibia bieten iaR mehr als nur B&B. Und das sollte man auch nutzen.
Waterberg mit nur einer Nacht ist ebenfalls schade, aber als Zwischenziel auch nicht notwendig, weil man die Strecke Namutoni - Windhoek auch gut an einem Tag schaffen kann, obwohl es über 500 km sind.
Gruß Joli
5'538 Beiträge · seit 200801. Apr. 2012 · #3
Hallo und guten Tag, Korbi,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.

Wie schon von Joli richtig gesagt wurde, habt Ihr viel zu viele One-Night-Stopps (fast haätte ich das ander Wort mit St verwendet. Ich zeige Euch mal die Route auf, die ich in diesr Zeit machen würde, wobei ich versuche, mich eng an Deine Überlegungen zu halten.

1. Tag: Ankunft und Übernachtung Windhoek
Wo wollt Ihr wohnen. Wenn Ihr in Windhoek bleibt, empfehle ich Euch das Casa Blanca. Es liegt im Pioneers Park zwar nicht so zentral, aber mit dem Auto sind es auch nur ein paar Minuten.
Ich würde alternativ vorschlagen, statt in Windhoek zu übernachten, zum Lake Oanob Resort zu fahren. Eine Strecke von 100 km auf der B 1 durch eine wunderschöne Berglandschaft. Ihr kommt zeitig am Lake an und könnt das Quartier - nehmt eines der Häuschen, auch wenn sie teurer sind - wunderbar genießen.

2. Tag: Bagatelle Kalahari Ranch
Als Lodge Mensch hat Joli Recht - viel zu laufen gibt es dort nicht. Aber es gibt eine schöne zwei- bis dreistündige markierte Tour. Und wenn Du die Markierung verpasst, wie es mir beim ersten Mal gegangen ist, dann läufst Du halt etwas länger. Verlaufen kannst Du Dich da nicht.

3. Tag: Fahrt über Maltahöhe zu den Tirasbergen und Übernachtung Koiimasis oder Namtib
4. Tag: Koiimasis oder Namtib

Ich nehme mal an, dass Du planst von Maltahöhe an Duwisib vorbei nach Betta zu fahren und von da aus zur D 707. Das sind gut 264 km bis zur D 707, davon die Hälfte Schotter und Sand. Bis zur Namtib sind es dann noch einmal rund 70 km. Ich würde dorthin fahren und zwar schon deshalb, dass Du auch etwas von dem Wüstenteil der D 707 siehst. Zur Koiimasis sind es von Betta aus ca. 40 Atem beraubend schöne Kilometer weniger. Wenn Du Dich für Koiimasis entscheidest, würde ich Duwisib weglassen und kurz hinter Maltahöhe auf die C 14 abbiegen und über Helmeringhausen bis zur D 707 fahren. Die Strecke ist zwar sehr viel länger und Du brauchst etwa 90 Minuten mehr Zeit, aber dann hast Du die D 707 in ihrer ganzen Länge.

5. Tag: Sossusvlei mit Übernachtung im NWR Camp wenn möglich
Von Sesriem bis zum Naukluft Camp ist es zwar keine sehr lange Fahrt, aber Du musst spätestens um 14.00 Uhr vom Sossusvlei losfahren, damit Du noch zu einer vernünftigen Zeit im Naukluft oder Tsauchab Camp bist. Ich würde deshalb entweder Tag 6 oder 7 zugunsten von Sesriem, Sossusvlei und Sesriem Camp fallen lassen. Ihr könnt da so viele schöne Wanderungen machen (auf die Düne 45, ins Dead Vlei, auf Big Daddy, auf Big Mama, auf die Elim Düne und durch den Sesriem Canon), dass da ein halber Tag nicht reicht.
Ich würde so planen, dass ich am 6. Tag morgens - Ihr dürft eine Stunde fräher rein) möglichst ohne Stopp durchfahren würde bis zum Parkplatz "Deadvlei" fahren würde. Den Rummel an der Düne 45 morgens würde ich mir nicht antun. Dann würde ich entweder gleich auf Big Daddy hoch laufen und dann den Hang runter rutschen, hüpfen, laufen ins Dead Vlei. Dann durchs Dead Vlei durch zurück zum Wagen. Danach würde ich zum Sossusvlei fahren, dort meine verdiente Mittagspause machen - dickes Lunchpaket mitnehmen und sehr viel Wasser - und auf die kleine Düne dort steigen. Auf dem Rückweg könnt Ihr ja mal sehen, ob Ihr noch auf die 45 wollt. Ich würde lieber zu Elim Düne kurz vorm Ausgang links fahren und da noch einmal hoch laufen.

7. Tag: Übernachtung am Spreetshoogte Pass (Namibgrens oder Gecko)
Am nächsten Morgen würde ich die Wanderung durch den Canon machen, die Ihr hin und zurück in zwei Stunden schafft und dann gemütlich zur Namibgrens fahren.

8. Tag: Namib-Naukluft Park mit Übernachtung an einem der Campingplätze dort
Die beiden schönsten Stellen zum Wandern und "primitiven" Campen - keinerlei sanitäre Anlagen - sind die Blutkuppe bzw. der Rock Arch im Tinkas Gebiet. Du brauchst von Namibgrens bis Tinkas viel Zeit. Ihr müsst den Spreetshoogte wieder runter, dann bis zur C 14, durch Gaub- und Kuiseb Canon über die D 1998/D 1982 und D 1985 zur auf die C 28. Alternativ könnt Ihr auch über die gebührenpflichtige Strecke über Ganab und Hotsas fahren. Die ist etwas kürzer und meines Erachtens auch schöner. Ihr braucht für Tinkas und Blutkuppe sowieso ein Permit. Das Permit bekommst Du in Sesriem bei der Rezeption direkt neben dem NWR-Eincheck-Schalter. Schöner ist es m. E. an der Blutkuppe. Ihr müsst versuchen einen der Rastplätze am Ende zu bekommen. Wenn Ihr vor der Blutkuppe steht, erst rechts und dann jeweils links bis Ihr auf der Rückseite seid und dann wieder rechts bis zum Ende. Von da aus kann man auch mal schnell auf den Berg rauf. Ob Ihr noch einen weiteren Tag dort verbringt, müsst Ihr entscheiden.

9. Tag: Swakopmund
10.Tag: Swakopmund (Delphin/Wal-Tour)

Das kommt mir viel zu kurz. Ich schicke Dir per pm. mal einen Plan, den ich eben für meine Freund, die mich im Oktober besuchen kommen. Der ist für 5 Tage, wir machen jeden Tag etwas Anderes und er deckt nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten ab, die in Swakop angeboten werden.

11.Tag: Spitzkoppe
12.Tag: Erongo (Ameib Ranch)
13.Tag: Erongo (Erongo Plateau Camp)

Ich würde diese drei Tage zusammenfassen. Du kannst m. E. vom Erongo Plateau Camp aus Spitzkoppe und Ameib locker als Tagestouren machen und musst nicht jeden Tag auf- und abbauen, wenn Du dort mal ein paar Nächte in einem Zimmer verbringst oder die Zelte auf dem Boden aufschlägst.

14.Tag: Brandberg
Willst Du hier mal "nur" schnell die White Lady besuchen? Dann reicht Dir eine Nacht, denn das schaffst Du als geübter Wanderer locker in zwei Stunden für Hin- und Rückweg. Willst Du aber auch versuchen, Pirsch auf Wüstenelefanten zu machen, dann solltest Du zwei Tage bleiben. Ich würde das aber lieber von Palmwag aus versuchen. Vom Brandberg bis Twyfelfontein braucht Ihr, wenn Ihr über die D 2612 fahrt, knapp zwei Stunden. Dann braucht Ihr zwei Stunden für die lange Wanderung in Tw. Nehmt den Kudu-Trail, das ist der mit der Löwenkralle, die Du bestimmt schon auf vielen Bildern gesehen hast. Und dann braucht Ihr bis Palmwag noch einmal max. zwei Stunden. Das heißt, dass Ihr am Spätnachmittag des

15.Tag: in Palmwag
ankommt. Dort habt Ihr dann zwei Tage und könnt in Ruhe entweder mit dem eigenen Auto oder mit einer gebuchten Tour die Landschaft erkunden und Wüstenelefanten suchen (lassen).

17.Tag: Vingerklip Lodge
Wenn ich jetzt sage, dass ich die zugunsten von Okaukuejo streichen würde, dann werden mich viele Fomis steinigen. Aber wie Joli auch schon sagt, kommt die Etoscha viel zu kurz weg. Zwei Tage Okaukuejo sind ein unbedingtes Muss.

18.Tag: Etosha (Okaukuejo)
19.Tag: Etosha (Halali)
Die beiden Tage würde ich so lassen, denn auch das Wasserloch in Halali hat nachts bzw. im Dunkeln sehr viel zu bieten. Nicht immer so viel wie Okaukuejo, aber noch sehr viel mehr als Namutoni.

20.Tag: Etosha (Namutoni)
Das Wasserloch dort kannst Du (fast) vergessen. Deswegen empfehle ich Dir, auf der Onguma zu übernachten. Ob im Zelt oder im Camp ist Eure Sache, aber Ihr könnt als Camper auch im Camp essen. Und das ist dort schon große Klasse. Ich würde hier auch noch eine zweite Nacht anhängen, damit ich am anderen Tag noch einmal den Ostteil der Etoscha abfahren könnte. Egal, ob Tsumcor, Andoni oder Kalkheuvel und Chudop - überall hast Du Chancen auf Löwen und Elefanten. Dann müsste allerding der Waterberg am 21. Tag entfallen, weil Du direkt von der Onguma am 22. Tag nach Windhoek fahren müsstest.

21.Tag: Waterberg - entfällt zugunsten Omguma

22.Tag: Umgebung Windhoek
Hier empfehle ich Dir das viel umstrittene Düsternbrock - und zwar vor allen der Hippos wegen, die Du sonst auf der ganzen Strecke nicht siehst. Dann das fantastische Katzenprogramm mit Leos und Cheetahs - ein schöner Abschluss einer Namibiareise.

Ich wünsche Dir noch eine gute Planung und eine schöne Reise. Die Plätze für Sossusvlei/Sesriem und in der Etoscha musst Du unbedingt buchen und heute Abend drei Gebete sprechen, dass Ihr noch Platz bekommt.

Liebe Grüße
Gerd
115 Beiträge · seit 201201. Apr. 2012 · #4
Hallo Korbi
Bei Betrachten Deiner Route werde ich fast etwas neidisch... Da kannst Du Dich ja freuen. Wenn ich das Haar in der Suppe suchen will, dann würde ich am ehesten noch ein, zwei Tage, die Du für Spitzkoppe/Erongo/Vingerklip/Palmvag investierst in den Süden verlegen - konkret nach Sossusvlei oder nach meinem persönlichen Geschmack nach Koiimasis/Namtib. Diese Region zeigt auf einzigartige Weise die Schönheit der roten Namibwüste. Allein in Koiimasis rsp. in den Tirasbergen könnte ich 3 Wochen mit Tagesausflügen und Wanderungen und einfach "in-der-Wüste-sein" verbringen.
Die Stationen Spitzkoppe und Erongo dagegen lassen sich straffen und ebenso einfach kombinieren wie Vingerklip und Twyfelfontein.
Ich wünsche ganz viel Vergnügen
Lieber Gruss
Stefan
Themenstarter6 Beiträge · seit 201202. Apr. 2012 · #5
Erstmal vielen Dank für eure wertvollen Tipps. Ich werde an der Route auf jeden Fall noch etwas basteln.

Ich hatte ursprünglich auch mehr 2-Nächte-Stopps eingeplant. Aber dann dachte ich, wenn ich doch im Dachzelt übernachte, dann muss ich ja das Dachzelt sowieso abbauen wenn ich tagsüber einen Ausflug mache. Ist das dann soviel mehr Umstand, auch noch die Campingstühle etc. einzuräumen?
5'538 Beiträge · seit 200802. Apr. 2012 · #6
Hallo Korbi,

da, wo ich Dir empfohlen habe, die Tage zusammenzufassen, würde ich auch mal eine feste Unterkunft wählen und den ganzen Abbau sein lassen. Ansonsten ist es wirklich egal, ob Du die Campingstühle noch einpackst oder nicht.

Liebe Grüße
Gerd
6'152 Beiträge · seit 200602. Apr. 2012 · #7
hallo

sorry hab grad gesehen, dass es 2 verschiedene Routen sind- habe anscheinend
Tomaten auf den Augen. Deshalb hab ich meinen Eintrag gelöscht.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2012